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DJI Osmo Action 6: Erste Actioncam mit variabler Blende

Die neuste Actioncam von DJI hat sich deutlich weiterentwickelt und bringt nicht nur ein neues Objektiv, sondern auch einen stärkeren Sensor.

DJI hat die Osmo Action 6 vorgestellt, die erste Action-Kamera mit variabler Blende. Der chinesische Hersteller stattet das Modell mit einem quadratischen 1/1,1-Zoll-CMOS-Sensor und 2,4-μm-Pixeln aus, der einen Dynamikumfang von bis zu 13,5 Blendenstufen erreicht.

Die variable Blende arbeitet in einem Bereich von f/2 bis f/4 und passt sich automatisch verschiedenen Lichtsituationen an – so richtig manuell lässt sie sich zumindest derzeit wohl nicht festlegen, außer auf f/2.8. Im Auto-Modus wählt die Kamera die optimale Blendeneinstellung, während der Starburst-Modus Lichtquellen als Sterneffekte darstellt. Ein separat erhältliches Makroobjektiv verringert die Naheinstellgrenze von 35 auf 11 Zentimeter.

Der neue 4K-Custom-Modus (praktisch Open Gate) ermöglicht es, mit einer Auflösung von 3.840 x 3.840 Pixeln zunächst aufzunehmen und das Material später auf verschiedene Bildformate zuzuschneiden. Nutzer müssen die Kamera während der Aufnahme nicht mehr manuell ausrichten, um Content für unterschiedliche Social-Media-Plattformen zu erstellen. Ähnliches wollte GoPro auch schon mit der Hero 13 Black erreichen.

Der Hochformatmodus soll Motive außerdem automatisch erkennen und die Belichtungseinstellung für naturgetreue Hauttöne optimieren. Auf schnellen Social-Media-Content ausgelegt sind wohl auch die sechs integrierten Filmlooks, die den Aufnahmen direkt bestimmte Farbgebungen verleihen.

Technische Daten der DJI Osmo Action 6

  • 1/1,1-Zoll-CMOS-Sensor mit 2,4-μm-Pixeln
  • Variable Blende f/2 bis f/4
  • Videoauflösung bis zu 4K/120fps im 4:3-Format
  • 10-Bit-D-Log-M-Farbsystem
  • Zeitlupe bis zu 1080p/240fps (32-fache Super-Zeitlupe)
  • IP68-Wasserdichtigkeit bis 20 Meter (60 Meter mit Gehäuse)
  • 4 Stunden Akkulaufzeit
  • 50 GB interner Speicher
  • Betriebstemperatur bis -20°C

Die Kamera unterstützt Videoaufnahmen mit bis zu 4K/120fps und erzeugt durch Interpolation von 1080p/240 fps-Material einen Zeitlupeneffekt, der 960 fps entspricht. Die RockSteady-Stabilisierung (3.0/3.0+), HorizonBalancing und HorizonSteady korrigieren Neigungen bis ±45 Grad und gleicht 360-Grad-Rollbewegungen aus.

Im Unterschied zu Konkurrenzprodukten von GoPro oder Insta360, die ausschließlich feste Blenden verwenden, ermöglicht die Osmo Action 6 erstmals echte Tiefenschärfe-Effekte bei Action-Kameras. Der verlustfreie Zweifach-Zoom soll die 4K-Qualität beibehalten, während das “Natural Wide”-Sichtfeld Verzerrungen reduziert.

Die Kamera ist nach IP68 bis 20 Meter wasserdicht und funktioniert bei Temperaturen bis -20°C. Der Akku hält vier Stunden und lädt in 22 Minuten auf 80 Prozent. Ein integriertes Drei-Mikrofon-Array sorgt für Stereoklang, während die Rauschunterdrückung Windgeräusche minimiert.

Die Osmo Action 6 folgt auf die Action 5 Pro, die DJI vor gut einem Jahr vorgestellt hatte. Der Vorgänger verwendete noch einen 1/1,3-Zoll-Sensor mit fester f/2.8-Blende.

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Die DJI Osmo Action 6 ist ab sofort verfügbar und behält den Einstiegspreis ihres Vorgängermodells bei – das darf man heutzutage ruhig mal positiv hervorheben angesichts der diversen Verbesserungen, die DJI bei Objektiv, Sensor und Software vorgenommen hat. Die Standard-Combo kostet 379 Euro, die Adventure-Combo mit zusätzlichem Zubehör wie zwei Akkus 479 Euro. Insgesamt ein spannendes Paket und ich könnte mir gut vorstellen, dass die Kamera unter dem ein oder anderen Weihnachtsbaum landet.

Damit hat der Hersteller eine weitere der Neuheiten abgehakt, mit denen wir bis Jahresende gerechnet haben. Was ihr sonst noch so erwarten könnt, lest ihr in diesem Artikel. Hier findet ihr mehr aktuelle Infos zu DJIs Situation im Kamerageschäft.

Quelle: DJI

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A.B.84

4k quadratisch klingt ziemlich gut! Wenn der Blickwinkel nur nicht so extrem weitwinklig wäre…

ccc

Warum nicht gleich die “magische” 1-Zoll-Grenze knacken…?

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