Die X-Kameras von Fujifilm werden von vielen wegen der tollen Bildqualität und des Retro-Bedienkonzepts geschätzt. In puncto Video gab es jedoch immer wieder Kritik am Autofokus. Nun beschreibt Fujifilm, wie die nächsten Schritte aussehen sollen.
Firmware-Updates: Mehr Stabilität für aktuelle Kameras
Im Gespräch mit Petapixel rund um die CP+ 2026 in Yokohama räumte Fujifilm-Manager Yuji Igarashi ein, dass das Thema “Video-Autofokus” im Nutzer-Feedback sehr präsent sei. Der wichtigste Ansatz: Fujifilm will bei der aktuellen fünften Gerätegeneration noch deutlich mehr aus den Algorithmen herausholen. Genau hier sollen Verbesserungen per Firmware ansetzen, damit ihr nicht auf eine neue Kamera warten müsst.
Obwohl Fujifilms Autofokus bei Fotos in den neuesten Modellen, wie beispielsweise der X-E5, stark verbessert wurde, zeigen sich beim Filmen weiterhin Schwächen. Gemeint sind das sichtbare Pumpen und das unruhige Nachführen, die im fertigen Clip sofort auffallen.
Das hängt allerdings auch davon ab, mit welchem Objektiv ihr filmt. Mit älteren Fujifilm-Objektiven, die über einen langsamen Motor verfügen, ist auch ein guter oder neuer Kamera-Algorithmus wirkungslos. Fuji investiert daher in LM-Objektive (Linear Motor, z.B.: Fujifilm XF 16-50mm F2.8-4.8 R LM WR), die schneller, leiser und beim Filmen weniger unruhig sind.
Neue Prozessoren: Mehr Reserven für kommende Modelle
Parallel zur Firmware setzt Fujifilm auch auf neue Hardware. Igarashi erklärt, dass künftige Prozessoren mehr Rechenleistung bereitstellen und damit zukünftige Kameras noch weiter nach vorn bringen sollen. Gleichzeitig betont Fujifilm, dass reine Hardware-Sprünge Bestandskunden kaum helfen würden. Deshalb verfolgt der Hersteller beide Wege gleichzeitig: kurzfristige Optimierung über Software und langfristige Fortschritte über neue Chips. Die erste Kamera mit neuem Prozessor könnte Gerüchten zufolge die Fuji X-T6 im September 2026 werden.
Die Diskussion passt auch ganz gut zur nächsten Generation der X-H-Serie, die ja vermutlich auch auf die Zielgruppe der Videografen abzielen wird. Den Gerüchten nach ist die Rede von leistungsfähigeren Prozessoren, zahlreichen Video-Innovationen und einem neuen Zubehörteil speziell für Videografen.
Meine Meinung: In der Software steckt noch viel Potenzial
Da ich selbst eine Fujifilm-Kamera der aktuellen Generation sowie eine Sony-Kamera der Vorgängerversion besitze, kann ich nur bestätigen, dass beim Autofokus von Fujifilm im Bereich Video noch Luft nach oben bleibt. Gerade beim Tracking mit AF-C ist softwareseitig sicherlich noch einiges möglich, wenn Fujifilm die Algorithmen weiter optimiert.
Spannend ist dabei auch, dass Fujifilm euch ohnehin schon viele Möglichkeiten gibt, den kontinuierlichen Fokus an den eigenen Stil anzupassen, und das auch gut dokumentiert. Generell gefällt mir die Kommunikation von Fujifilm, weil der Hersteller das Problem klar benennt, statt es kleinzureden. Ebenso positiv ist, dass Fujifilm die Verbesserungen nicht auf eine kommende Prozessorgeneration verschiebt, sondern auch aktuelle Kunden im Blick hat. Wir sind gespannt, was die nächsten Updates tatsächlich bringen werden.
In welcher Video-Situation werden bei Fujifilm eurer Meinung nach am dringendsten Verbesserungen benötigt?


Oh, wie haben wir nur unsere Erinnerungen früher festhalten können, ohne Software, sündhaft teure Spezialobjektive und halbautomatischen Kameras?
Aus heutiger Sicht, war es technisch und physikalisch eigentlich gar nicht möglich, Fotos oder Filme herzustellen, oder wie sehe ich das?
…weil wir früher einfach einfallslos waren. Geht doch nichts über “Heidi im Kornfeld” Klappe 🎬 die x Millionste in extra scharf 🌶️
Weil ich sie gerade griffbereit habe, ein paar Fotos aus “Photographie” Ausgabe 06/1984 🤫
Jetzt wird so einiges klar, wenn Du früher und bisher nur “Erinnerungen” festgehalten hast, dann hast Du keine Ahnung von anspruchsvoller Fotografie,beispielsweise Wildlife oder Sport. Dann brauchst Du auch keinen AF, egal wie gut oder schlecht er ist, und dann brauchst Du vor allem tatsächlich keine DSLM. Neben Deiner SLR reicht für Dich ein Smartphone. Aber vermutlich lehnst Du das auch ab und bleibst beim Wählscheibentelefon.
Servus Thomas, 1984… denn sie wussten was sie tun 😉 Dennoch lebe ich im Jetzt und Nun und bin nicht traurig darüber 📷
Mirko, das Handballfoto würde heute keine Redaktion mehr annehmen, von vorne bis hinten pseudo-scharf und nichts freigestellt, so dass das eigentliche Motiv gar nicht richtig zur Geltung kommt. Klar, selbst mit einer Praktika konnte man damals solch einen Glückstreffer (bei sicherlich sehr hohem Ausschuss) landen, mit einer Profi-Nikon mit Motor war das dann eher ohne Glück sondern mit Können möglich. Heutige gute Sportfotos sind anders gestaltet, eben Dank den neuen technischen Möglichkeiten.
…also in der Zeitschrift kann man sehr gut die Details erkennen, inkl. Schweißfleck von Spieler Nr.2 😉 Ob hier eine Praktica zum Einsatz kam weiß ich nicht, eher nicht da es ja eine “Westzeitschrift” war.
Das ist nicht der Punkt den ich meine. Klar kann man mit einer Blede 9 oder ähnlich von vorne bis hinten alles der Qualität des Objektivs entsprechend scharf bekommen. Das Foto wurde in der Halle geschossen, d.h. es liegen in der Regel schlechte Lichtverhälnisse vor. Was macht man heute, man wählt eine grosse Blendenöffnung, damit ausreichend Licht zur Verfügung steht, was gleichzeitig den Vorteil hat, dass man die eigentliche Spielszene freistellt. Mit einem guten AF-C und Dauerfeuer kein Problem auch den entscheidenden Moment scharf abzulichten bzw zu erwischen. Damals hatte man jedoch eine eher kleine Blendenöffnung gewählt, vermutlich in Kombination mit einem sehr lichtempfindlichen Film. Damit hatte man die beiden Spieler und den Ball auf jeden Fall scharf, aber auch den völlig uninteressanten Hintergrund. Profis hatten damals einen Winder, wodurch ähnliche Serienbildergebnisse wie heute mit einer DSLM erzielbar waren. Aber wie beschrieben, die Freistellung war damals schwierig und nur mit Tricks zu erreichen, beispielsweise indem man bei eher grosser Blendenöffnung vorab auf den für die nächste Spielszene erwarteten Abstand scharf gestellt und dann – wenn es darauf ankam – nur noch abgedrückt und die Serie fotografiert hat. Ich bezweifle aber, dass Reinhard soetwas jemals mit seiner Praktika bei einer schnellen… Weiterlesen »
Thomas, mal abgesehen von der Praktica Innovation hast Du vermutlich einen kleinen Denkfehler in deiner Ausführung. Du hast die Verschlusszeit vergessen und die war damals wie heute entscheidend. Bei Handball würde ich doch mal von mindestens 1/250 ausgehen (vermutlich eher 1/500, da bist Du der Fachmann) dann habe ich eine feste ASA von 800 oder 1000, da bleibt nicht viel übrig zum stark abblenden 🤔 Könntest ja mal die Werte in deiner Kamera eingeben wenn Du in der Halle bist, würde mich interessieren bis wo Du abblenden kannst. Natürlich bevor das Spiel beginnt 😄
Natürlich spielt die Verschlusszeit eine entscheidende Rolle und die habe ich auch nicht vergessen. Ich hatte ja von einem “sehr lichtempfindlichem Film” gesprochen. Mit einer 1/500s wird man dieser Szene nicht zurechtkommen, die Verschlusszeit muss schneller sein, wenn man Bewegungsunschärfe vermeiden möchte. Das Foto erweckt den Eindruck, dass es grobkörnig ist, also mit einer hohen ASA erstellt wurde, vermutlich mindestens 1600. Ausserdem scheint die Halle doch gut ausgeleuchtet zu sein, auf dem Boden sind Reflexe der Deckenleuchten sowie Schatten der Spieler zu erkennen. Damit scheint mir die Kombi aus f mindestens 5,6 oder kleiner, höchstens 1/1000s und ASA 1600 möglich zu sein. Dass ich das versuche in einer Halle nachzustellen ist in Bezug auf das eine von Dir hier eingebrachte Foto ziemlich zwecklos, da die Hallenbeleuchtung dafür ganz entscheidend ist und diese kann sehr unterschiedlich ausfallen. Ich kann´s aber das nächste Mal trotzdem versuchen.
Thomas, bin mir nicht ganz sicher aber ich glaube ASA 1600 Filme kamen erst zum Ende der 80iger raus 🤔 Ich weiß aber wie schnell ich im grenzwertigen Bereich mit meiner 100RF bin 😄
Also ich meine Anfang der 80er gab es bereits den Fujicolor 1600 und das war glaube ich nicht der einzige 1600 Farbfilm in dieser Zeit. Ausserdem gab es ja auch die Labortechnik des “Pushens” wodurch man den Film im Ergebnis lichtempfindlicher machte als er angegeben war.
Thomas, das Handball-Foto oben wurde mit 200 oder 400 ASA gemacht, bei 800 ist das Korn scheusslicher und 1600 kannst du gleich vergessen, das ist höchtens noch für dokumentarische Zwecke verwendbar.
Thomas, ich denke nicht, dass das Foto mit kleiner Blende fotografiert wurde, und zwar aus dem ganz einfachen Grund, weil Filme über 800 ASA qualitativ unbrauchbar waren (sehr grobes Korn). Man war also gezwungen, offenblendig zu fotografieren, und bei gut beleuchteten Hallen hat es dann vielleicht auch mit ASA 200 oder 400 gereicht. Ich vermute eher, dass der Abstand zu den Sportlern zu gross war, dann nützt eine offene Blende natürlich auch nichts, da ist dann auch der Hintergrund scharf. Also näher ans Motiv ist in so einem Fall die Lösung. Ich hatte damals die Yashica 230 AF, da war der AF-C schon recht gut, die Scharfstellung war also nicht das Problem, aber die Serienbildgeschwindigkeit. Der Motor musste ja die Filmspule weitertransportieren, und dafür wird für die Yashica, die auf der Höhe der Zeit war, gerade mal 1.8 fps angegeben. Also den richtigen Moment zu erwischen, war schon mal sehr schwierig. Kommt dazu, dass die üblichen Filme maximal 36 Bilder hatten, der war dann bei Dauerfeuer ziemlich schnell voll. Das ist auch der Grund, dass man bei älteren Tierfotos meistens nur Standbilder sieht. Klar brachte man auch Motive in Bewegung hin, man musste einfach verfolgen und dann versuchen, mit einer… Weiterlesen »
Bei heutigen Spritpreisen ist das Fahrrad aber das sinnvollere Fortbewegungsmittel als der Lamborghini 😉😂😂
Kommt darauf an, ob das Ziel 5 oder 100 km entfernt ist.
Also ob das Fahrrad sinnvoller ist weiss ich nicht, aber auf jeden Fall ist es langsamer. Und wer sich einen Lamborghini leisten kann, den interessiert der Spritpreis nicht einmal am Rande. Der freut sich sogar, wenn bei hohen Spritpreisen alle aufs Fahrrad umsteigen, dann hat er die Autobahn für sich alleine 😉😁
👍😁
Rolf, das Foto ist aus einem Magazin mit der Datumsangabe 1/84, zu dieser Zeit gab es vermutlich noch keine AF-Kameras. Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass das Foto mit AF aufgenommen wurde. Deine Yashica 230 AF wurde erst ab 1987 angeboten. Ich glaube nicht, dass der Fotograf einen grossen Abstand zum “fliegenden” Spieler hatte. Er stand vermutlich seitlich vom Tor kurz hinter der Grundlinie, genau die Position, aus der ich auch meistens Handball fotografiere. Das Foto scheint im Stehen fotografiert zu sein, wegen der besseren Perspektive kniee oder sitze ich meistens auf dem Boden. Wenn man sich das andere Ende des Spielfelds betrachtet, dann scheint auch hinter dem Tor kaum noch Platz zu sein. Vermutlich ist es an diesem Tor hier ebenso, was ebenfalls gegen einen grossen Abstand des Fotografen zum Spieler spricht. Da aber der Bereich des Spielers bis hin zum anderen Ende des Spielfelds noch vergleichsweise scharf abgebildet ist, kann das kein Blendenbetrag von kleiner 5,6 gewesen sein, wenn man von einer Brennweite von ungefähr 85mm ausgeht. Der Blendenbetrag muss für diesen Schärfentiefenbereich kleiner gewesen sein. Wie ich Mirko schon schrieb, dürften die Lichtverhältnisse trotz Halle vergleichsweise gut gewesen sein. Selbst der kleine Abzug macht einen grobkörnigen… Weiterlesen »
Stimmt, Thomas, die Yashica 230 AF kam 87 heraus, es gab aber schon 1985 die Minolta 7000 mit AF-C, 84 noch keine. Die Blende könnte etwa 5.6 gewesen sein, damit hat man auf eine Distanz von etwa 5 m schon eine grosse Schärfentiefe. Allerdings wird es mit dem Licht dann schon knapp. Die Schwester meiner Tanzpartnerin hat jeweils an den Turnieren fotografiert, da waren etwa vergleichbare Lichtverhältnisse. Bei 800 ASA-Filmen ist das Korn schon richtig hässlich, die Fotos haben mir jeweils nicht mehr gefallen, aber es war wegen dem schlechtem Licht eben nötig, weil man bei Bewegungen eine kurze Verschlusszeit braucht. In hellen Turnhallen waren die Fotos besser, da konnte sie ASA 400 oder auch 200 nehmen, aber Offenblende war Pflicht. Das Problem waren früher auch die Objektive, es gab zwar schon lichtstarke, aber die waren extrem teuer, und ich rede da schon von f1.8. Du kannst es ja mal ausprobieren an einem Handballmatch, einfach mal auf f8 stellen und dann schauen, wie hoch du die ISO drehen musst, um eine ausreichende Verschlusszeit zu erhalten. Ich denke, da reichen 800 ISO nicht. Wie das genau war mit der Seriengeschwindigkeit, weiss ich auch nicht, ich habe die Funktion fast nie gebraucht,… Weiterlesen »
Also habe mich als Laie in Sportfotografie der 19070/80er Jahre mal schlau gemacht. AF Entwicklung gibt es seit 1960, seit 1971 in ersten Nikon Kameras und seit 1977 auch für den Massenmarkt. AF-C wie schon gesagt seit 1985 von Minolta. Also wenn ich heute knackscharfe Bilder von Rennwagen sehe, die mit einer 40stel Sekunde aufgenommen worden sind, dann konnte man mit Mitziehern auch damals einiges erreichen.
Ja, Mitzieher waren auch damals problemlos möglich, auch konnte man einfach einen Schärfebereich einstellen, in dem die Sportler erwartet wurden. Der AF-C meiner Yashica war schon ziemlich gut, für die Safari in Kenia hat es jedenfall gereicht. Aber natürlich kein Vergleich mit dem heutigen AF, das sind Welten. Absolut keine Chance besteht aber auch bei der Serienbildgeschwindigkeit und natürlich vor allem bei der Anzahl Fotos, nach 36 Bildern war Schluss, da musste man nachladen und das ging auch noch gewaltig ins Geld. Ich vermisse die analoge Fotografie auf jeden Fall nicht.
Leute, die Sport oder Tierfotografie machen, sind, glaube ich nicht Fujis Zielgruppe. Dafür brauchst du nur eine Kamera mit gutem Autofocus und schnellem Dauerfeuer. Das können andere besser. Ich bin Hobbyfotograf, und stecke mehr Gedanken in dem Bildausschnitt und die Komposition. Und Fuji Kameras machen aufgrund des Bedienungkonzepts und der Haptik einfach viel Spaß.
Sie sündhaft teuren Filme und deren Entwicklung hast du noch vergessen zu erwähnen.
Ja, richtig!
In der Software steckt noch viel Potential!
Seien wir doch ehrlich. Wo sind die großen Entwicklungen der letzten 4 Jahrzehnte??
Tolle Objektive gab es schon damals.
Tolle Gehäusen gab es schon damals
Die Automatik für das Belichtungsdreieck Belichtungszeit – Blende – ISO gab es auch schon damals. Ach ja, damals enthielt ein Film nur 36 Aufnahmen. Man mußte etwas mehr nachdenken bevor man den Zeigefinger krumm machte.
Es ist für mich unverständlich wie viel besser die Software eines gewöhnlichen Smartphones die Fotos bearbeiten kann und was diese Dinge aus Mini- Sensoren machen können. Eben tolle Aufnahmen. Und das nur durch eine gute Software.
Es is unbegreiflich warum Foto- Giganten die Canon, Nikon, Fuji usw. solche Software in 5x so große und schwere Gehäusen NICHT unterbringen können.
Ich bin so böseartig und erlaube mir zu behaupten, daß diese Giganten es ganz einfach nicht wollen und mit voller Absicht nur Schrittweise Verbesserungen einbringen.
Mit dieser Strategie – und nur wenn alle mitmachen – kann man unzählige neue Modelle und Modellvarianten (Mark II, Mark III…) verkaufen ohne sich sehr anstrengen zu müssen.
Geld regiert eben die Welt.
Unverständlich, wie Leute wie du hier überhaupt schreiben, statt einfach mit dem SP weiterzuknipsen. Reicht doch, oder?
Man kann heute sogar mit Software und KI “echte” Bilder/Videos kreieren ohne jemals abgedrückt zu haben. Brauchst noch nicht einmal ein Smartphone.