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Huawei P20 Pro lässt Canon EOS 5DS R alt aussehen

Smartphones können mit einer High-End-DSLR nicht mithalten? Mag stimmen. Trotzdem lässt das Huawei P20 Pro die Canon EOS 5DS R irgendwie alt aussehen.

Beeindruckende Smartphone-Neuheit von Huawei

Einige von euch werden sicherlich mitbekommen haben, dass Huawei im März das P20 Pro vorgestellt hat, denn dieses neue Smartphone hat es auch in die Newsspalte diverser Fotomagazine geschafft. Der Grund: Das P20 Pro arbeitet nicht mit einer, nicht mit zwei, sondern gleich mit drei Hauptkameras auf der Rückseite, die in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt wurden.

Der Hauptsensor des Huawei P20 Pro arbeitet mit einer Auflösung von 40 Megapixeln bei einer Größe von 1/1.7 Zoll (zum Vergleich: der Sensor des iPhone X ist mit 1/2.9 Zoll deutlich kleiner), zudem gibt es auch einen 20-Megapixel-Monochrom-Sensor und einen 8-Megapixel-Tele-Sensor. Letzterer überzeugt mit einem 3-fach-Zoom und ist dafür gedacht, weit entfernte Motive einzufangen. Die beiden anderen Kameras arbeiten mit einer Brennweite von 27mm (umgerechnet auf Kleinbild).

Schon diese technischen Daten sehen auf dem Papier beeindruckend aus, hinzu kommen weitere „Extras“ wie ein Dämmerlicht-Modus, bei dem vier Bildpunkte zu einem großen Pixel zusammengezogen werden, damit rauscharme Bilder entstehen können. Auch die Lichtstärke der Linsen kann sich sehen lassen: f/1.8 bei der Hauptkamera, f/1.6 beim Monochromsensor und f/2.4 beim Telesensor.

Neuer Rekord bei DxOMark

Ich möchte hier nicht zu sehr auf alle technischen Details zum Huawei P20 Pro eingehen, aber man kann denke ich schon anhand der genannten Daten festhalten, dass die Spezifikationen für ein Smartphone durchaus beeindruckend sind. Genauso beeindruckend ist übrigens das Ergebnis, welches das P20 Pro im Test von DxOMark erreicht hat. Unglaubliche 109 Punkte vergibt DxOMark für das P20 Pro, gefolgt vom normalen P20 mit 102 Punkten und dem Samsung Galaxy S9 Plus mit 99 Punkten. Man lässt die Konkurrenz also mal eben 10+ Punkte hinter sich.

Das Huawei P20 Pro dürfte aktuell also das Smartphone mit der besten Kamera sein. Schön und gut – doch mit einer High-End-DSLR oder DSLM kann das Ding trotzdem nicht mithalten, habe ich im ersten Moment gedacht. Und das stimmt natürlich auch, da müssen wir gar nicht drum herumreden. Doch als ich heute morgen diesen Artikel auf PetaPixel gelesen habe, in dem das Huawei P20 Pro mit der Canon EOS 5DS R (einer mehrere tausend Euro teuren Vollformatkamera) verglichen wird, dann war ich doch überrascht. Und nicht nur ich, lautet doch die Überschrift des Artikels „Huawei P20 Pro vs. Canon EOS 5DS R: Ich bin fassungslos“.

Drei Kameras auf der Rückseite eines Smartphones, die sich perfekt ergänzen sollen. Das gab es bisher noch nie.

Vergleich mit der Canon EOS 5DS R

Klickt einfach mal in den Artikel bei PetaPixel rein und schaut euch die Vergleichsbilder an. Nein, man kommt nicht zu dem Schluss, dass das Huawei P20 Pro bessere Bilder liefert als die Canon EOS 5DS R. Gerade bei schlechtem Licht oder wenn gezoomt werden muss spielt eine Spiegelreflexkamera mit Vollformatsensor und entsprechenden Objektiven natürlich ihre Stärken aus. Trotzdem lässt das Smartphone die High-End-DSLR in meinen Augen irgendwie alt aussehen. Nicht, weil es bessere Bilder liefert, wie schon gesagt. Sondern vielmehr weil die Bildqualität der beiden Kameras teilweise erstaunlich nah beieinander liegt! Und wir vergleichen hier eben nicht irgendeine etwas günstigere DSLR mit einer teuren DSLR – sondern ein Smartphone mit einem Vollformat-Flaggschiff. Zwischen diesen beiden Geräten müssten eigentlich Welten liegen. Tun sie aber nicht.

Fazit

Im September 2017 habe ich auf Photografix einen Artikel mit der Überschrift iPhone X: Ein weiterer Nagel in den Sarg der Kompaktkameras veröffentlicht. Huawei nimmt mit dem P20 Pro jetzt nochmal eine ganze Hand voll Nägel und haut sie hinterher.

Nein, das P20 Pro ist nicht besser als eine DSLR oder DSLM und Smartphones werden echte Kameras vermutlich auch niemals überholen, vom geringeren Gewicht und dem „Immer-dabei-Vorteil“ mal abgesehen. Aber es ist extrem beeindruckend, was mit so einem winzigen Gerät inzwischen möglich ist. Und es ist genauso beeindruckend, dass eine Flaggschiff-Kamera wie die 5DS R ein Smartphone in Sachen Bildqualität inzwischen nicht mehr mühelos abhängen kann. Es geht hier im Übrigen nicht im Speziellen um die 5DS R – jede andere aktuelle DSLR oder DSLM würde genauso alt aussehen.

Was wir ebenfalls nicht vergessen dürfen: Wir hier auf Photografix sind Foto-Begeisterte. Manche von euch verdienen mit Fotografieren ihr Geld, für andere ist es seit vielen Jahren ein Hobby. Klar, WIR schauen uns Bildausschnitte an, vergrößern die dann und stellen fest, dass die 5DS R bei ISO 102.400 weniger rauscht als das Huawei P20 Pro und dass sie die bessere Bildqualität liefert.

Aber macht das jemand von den „normalen“ Kunden? Nein, natürlich nicht. Für 99 Prozent aller Menschen da draußen reicht die Bildqualität des Hauwei P20 Pro locker aus. Und das ist ein Problem für die Kamerahersteller – und zwar ein gewaltiges.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

48 Kommentare

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  • Na dann männer´s nehmt mal die Sony Alpha 7 III und das P20 und geht mit den beiden Vergleichsbilder machen im Dunkeln.
    Würd mich noch mehr interressieren als eine Canon auch wenn diese ganze 7 Auszeichnungen daher kommt.

  • Sag ich doch

    schon die längste Zeit. Mit den SW Bildern die der reine SW Sensor meines „alten“ Huawei P10 macht bin ich echt zufrieden. Man glaubt es kaum wie gut die sind.

    Ich warte nur auf eine App und einen Handgriff mit „Fotofunktionsschaltern“ damit man das Ding besser in der Hand hat, dann gehört das P20pro mir.

    Beruflich Mittel und Vollformat, privat das Smartphone! Mehr braucht kein Mensch. Beruflich einen Kleinbus, privat einen bestens ausgestatteten Kleinwagen, mehr brauche ich nicht.

    Es ist nur eine Frage der Zeit bis der Unterschied kaum noch sichtbar ist. Hobby ist wieder etwas anderes. Wer sich dabei auf eine fotografische Sparte/Nische spezialisiert hat kommt um eine gute Kamera mit sehr guten Objektiven nicht herum. Wie viele sind das wohl? Kann die Foto Industrie davon leben?

  • Hier im Forum gab es letzthin eine Diskussion über Neuheiten und Entwicklung, da fehlte dieses P20 noch neben der L16.
    Gerade die Vergleiche 1:1-Ausschnitte (Ziegelwand) und im dunklen Bad (6 Sekunden aus der Hand mit Mehrfachbelichtung) zeigt, dass das P20 hier schon besser ist als die 5DsR!

    Wenn ich jetzt kein Smartphone haben wollte, sondern nur die Kamera des P20, wie klein wäre diese und wie „billig“? Eine Super-Spionagekamera, winzig wie die Minox, wenige Bedienelemente, hervorragende Bildqualität, was will „man“ wirklich mehr?
    Nur für Tier-/Telefotos braucht man noch was Besonderes. Das darf dann eine zweite kleine Spezielkamera sein; nochmal 200g mehr in die Tasche gesteckt und die ganze Fotoausrüstung griffbereit in der Brusttasche.

    Das wäre meine neue Ausstattung!!!

    • Für Architektur, gerade in engen Städten, sind 27mm Weitwinkel (Kleinbild) oft nicht ausreichend.

      Ansonsten eine tolle Kamera.
      Ich hatte mir bereits die Bilder auf DXO angeschaut. Beeindruckt haben mich da vor allem die Nachtaufnahmen. Gerade die Lampen und hell erleuchteten Schaufenster wirklich sauber abgebildet.

      In den Smartphones ist ja noch Platz für mehr Kameras. Wenn die da noch ein 16mm Ultra-Weitwinkel mit unterbringen, dann wird es für herkömmliche Kameras langsam eng.

      • @Sabrina

        Völlig richtig, für Architektur (und Videos) benutze ich bevorzugt mein 11-18mm (= 16-27 KB-Äquivalent) oder mein 16-50 (= 24-75 KBÄ). Da liegt für mich noch ein wenig Entwicklungserwartung bei den Smartphone-Kameraherstellern. Das wird sicherlich kommen, den elektronischen Bildstabilisator und Verschluss, die HDR-/Multibelichtungsfunktion haben sie ja auch schon. Es gibt da keine wirklichen technischen Grenzen zu den „dicken“ und den kompakten Kameras nur physikalische. Im Wesentlichen sind das Tiefenschärfe (Bokeh), keine Verstellblende, eingeschränkte ISO (vielleicht wie alle sie vor 7 Jahren hatten). Damals machte man auch gute Fotos.

        Freuen wir uns auf: „so klein“, „so leicht“, „so gut“, „so preiswert“. Minox lässt grüßen, nur 100mal bessere Qualität.

  • Die meisten DSLR-Besitzer haben ja gar keine 5DS-R, sondern eine 700D oder 1300D oder sowas mit einem 18-55er Joghurtbecher dran und einem 55-200er in der Tasche.
    Da machen ja schon jetzt Kompaktknipsen wie die Sony RX100 oder Lumix LX15 genau so gute Bilder.
    Der Vorteil der DSLRs besteht meiner Meinung nach nur dann, wenn man Ultraweitwinkel oder Tilt&Shift oder 1:1 Makro oder Extremtele oder Blende f/1.2 benutzen will.
    Beim typischen Urlaubsknips finde ich eine DSLR inzwischen eher peinlich.

  • Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen. Seit Jahren ist das Spiel das Gleiche: Immer wenn ein neues Smartphone rauskommt, fragen alle: „Ersetzt das nun die DSLR?“ Und es läuft immer gleich ab: Die DSLR fotografiert im Automatikmodus banale Motive ohne Anspruch an fotografische Gestaltung, das Smartphone auch und dann werden die Bilder nebeneinander gehalten. Und dann – große Überraschung – das Smartphone hält gut mit. Dann hält man nochmal nachts drauf und stellt fest „Es hat sich viel getan“. Das Fazit ist auch seit Jahren immer das Gleiche: „Zwar kann ein Smartphone eine DSLR/DSLM nicht ersetzen, aber es ist erstaunlich, wie gut die Fotos mittlerweile sind.“ Der Punkt ist doch: Man kann mit einem Smartphone (und das kommt in diesen ganzen Tests praktisch nie vor) fotografisch nur sehr eingeschränkt gestalten. Blende, ISO, Zeit, Kompression und Linienführung durch Brennweite, Blitzeinsatz, all das gibt es in der Smartphone-Fotografie schlicht nicht. Und da ist auch völlig egal, ob sich die Low-Light-Qualität des Smartphones jetzt etwas verbessert hat oder nicht. Ja, das Smartphone ist in der Lage, schöne Bilder zu machen und man kann auch schummrige Momente bei Instagram teilen. Aber nein: Das Smartphone ersetzt nicht einmal ansatzweise eine professionelle Kamera, denn es hat nur ganz eingeschränkt einen fotografischen Anspruch. Insofern ist an dem Artikel kaum etwas neu. Eine Ausnahme will ich mal für den Low-Light-Modus machen, das ist tatsächlich beeindruckend, wie kreativ man da mit der KI arbeitet. Aber auch hier gilt: Will ich jetzt solche Aufnahmen haben anstatt meiner Langzeitbelichtungen bei Nacht? Nicht wirklich.

    • Naja, doch. Wenn das Motiv nicht still hält. Und mit der richtigen App kann man auf dem Smartphone durchaus ISO, Blende, Belichtungszeit, „Blitz“ einstellen. Ist natürlich trotzdem alles limitiert, vor allem halt bedingt durch den krümelgroßen Sensor.

      Ich stimme dir aber zu: Das vielbesungene Ende von DSLR und Vollformat-DSLM ist noch weit. Aber für einiges im Kompaktbereich gibt es sehr bald schlicht keinen Markt mehr.

      • Vielen Dank für deinen interessanten Kommentar, Janis!

        Ich komme ehrlich gesagt sogar von der „iPhone Photography“ und ich bin sogar auch ganz dankbar, dass ich Dinge wie Licht, Komposition , etc. erstmal im Kleinen gelernt hab. Und ich hab das iPhone auch (glaube ich?) ziemlich ausgereizt mit Camera+, Slow Shutter Cam, sogar im Stativ hing es regelmäßig drin (eine Möglichkeit zum Verstellen der Blende ist mir allerdings nicht bekannt (?)), ich will also gar nicht unbedingt das Smartphone schlecht machen. Trotzdem liegt der entscheidende praktische Unterschied meines Erachtens nicht – wie dauernd suggeriert – in der „Low-Light-Qualität“. DSLR/DSLM-User rennen nicht nachts durch die Stadt und machen „Low-Light-Fotos“. Ich nutze meine DSLR für Peoplefotografie (auch Hochzeitsfotografie), Makrofotografie, Landschafts- und Actionfotografie. Und in keinem Bereich (allenfalls mit riesigen Einschränkungen bei der Landschaftsfotografie) kann das Smartphone auch nur ansatzweise mithalten. Was die Kompakten angeht, geb ich dir völlig recht, der Bereich ist für die Fotoindustrie verloren.

      • @ Matze

        Geh mal auf DXO

        zwischen iPhone und dem P20 pro liegen Welten !

        Der Vergleich iPhone DSLR gilt hier nicht.

    • Die Smartphones bilden in erster Linie mal die Realität ab, nicht die Gestaltung.

      Sicher, manchmal kann die Blende schon zu groß sein, um eine ausreichende Schärfentiefe zu erreichen. Man will ja schließlich nicht, dass vor oder hinter dem Fokuspunkt das Bild verschwommen aussieht. Wir sind schließlich nicht mehr in der Analogfotografie, als man das unfreiwillig in Kauf nehmen musste, um im Gegenzug ausreichend Licht auf den Film zu bekommen.

      Den Blitz habe ich fast nie benutzt, höchstens bei Gegenlicht. Das ist aber auch nicht so toll, was da im Fall von Architekturfotografie dabei herauskommt. Da ist man mit der HDR-Technologie, die ja auch in den Smartphones zum Einsatz kommt, deutlich besser bedient.

      • Vielen Dank für einen Kommentar, Sabrina!

        Die Dxo-Scores kenne ich in und auswendig, ich glaube auch gerne, dass das P20 Pro besser ist als das iPhone X. Aber mir geht es darum, dass das keine entscheidende Rolle spielt. Wenn ich es richtig herausgehört habe, dann machst du hauptsächlich Architekturfotografie? Da sind die Unterschiede in der Tat nicht so gravierend (vom Fehlen eines Ultraweitwinkels mal abgesehen). In den meisten anderen Bereichen schon: 1) Hochzeitsfotografie: Hier arbeitet man häufig mit offenen Blenden. Die Ergebnisse, die ein Smartphone hier produzieren würde (auch das P20 Pro) wären lächerlich bis unbrauchbar. Guck dir die „Portraitergebnisse“ im Dxo-Test an: Scheußlich ist da untertrieben. Ganz abgesehen davon, dass dieser Portraitmodus nur unter eingeschränkten Bedingungen funktioniert. 2) Makrofotografie: Es gibt zwar Makrolinsen für Smartphones, die kommen aber nicht ansatzweise an die Ergebnisse ran, die man mit einer guten Kamera erzielen kann. 3) Sport- und Actionfotografie: Mit dem Smartphone überhaupt nicht möglich.

      • „Hochzeitsfotografie: Hier arbeitet man häufig mit offenen Blenden.“

        Die Fotos sehen auch entsprechend aus.
        Ich persönlich meine, dass man zur Freistellung nur dann greift, wenn man vor einer Leinwand im Studio fotografiert oder das Ambiente nicht geeignet ist, auf dem Bild mit dargestellt zu werden.

        Im Umgang mit Leuchten oder grell erleuchteten Schaufenstern ist das P20 pro JEDER DSLR überlegen und zwar haushoch. Hier ist die Dynamik der Szene einfach so groß, dass man auf die HDR-Technologie zurückgreifen muss, auch bei DSLRs, die das nicht an Bord haben.

        Dennoch sehe ich insgesamt das P20 pro nicht einer DSLR überlegen an.
        Im vom Seitenbetreiber verlinkten Artikel sieht man in dem 1:1 Ausschnitt mit dem Lampen-Mast in Höhe des Garagendachs deutliche Artefakte. Und es fehlt natürlich die Zoomfunktion und die Möglichkeit des Freistellens, wenn man in den Nischen arbeitet, wo das sinnvoll ist.

        Das P20 pro zeigt aber, wo der Hammer hängt.
        Entweder die DSLR-/DSLM-Hersteller öffnen sich den modernen Technologien oder sie sind in ein paar Jahren weg vom Fenster.

        Und dann muss man natürlich sehen, dass die DSLR nicht in die Jackentasche passt. Da kann man dann abwägen, ob die Qualität der DSLR den Mehraufwand gegenüber dem Smartphone rechtfertigt.

        Bis vor kurzen hätte ich das mit Ja beantwortet.
        Heute bin ich mir da nicht mehr sicher, ob ich als Besitzer eine P20 pro – vom fehlenden Ultraweitwinkel abgesehen – mir noch eine DSLM anschaffen würde. Was bekommt man mehr für die hohen Preise, die DSLM-Anbieter aufrufen?

    • @Matze Du fasst das ganz gut zusammen, sicher wird man noch in zehn Jahren jeden Smartphone Knippser mit den Bildern einer 35mm Kamera in Kombi mit einem 14mm oder 85mm oder 300mm beeindrucken allerdings ist die Entwicklung des letzten Jahres echt nicht zu vernachlässigen, schau dir bitte mal die „Moment“ Linsen an und bei denen im besonderen die anamorphic lens, schaut man sich die Sample Videos mit dem iPhone X an kann man echt nicht glauben, dass das ein Smartphone gemacht hat. Klar wir sprechen auch dann von einem Setup von gut 1400-1500€ aber viele Leute sind bei einem Smartphone viel bereitwilliger viel Geld auszugeben als bei einer Kamera. Ich zum Beispiel habe mir letztens eine Sony A7II gebraucht für 800€ gekauft, alle denen ich das erzähle zeigen mir imaginär den Vogel, käme ich mit einem 600-800€ Smartphone daher nicht. Deswegen und vor allem wegen Entwicklungen wie dem p20 oder den Moment Linsen sollte man diese Entwicklung nicht kleinreden.

      • Vielen Dank für deinen Kommentar!

        Ich glaube du siehst es völlig richtig: 800 € für eine Kamera will der Durchschnittsuser nicht ausgeben, 1.300 € für ein Smartphone sind dagegen kein Problem. Langfristig spitzt es sich deshalb wohl auf die Frage zu: Für wie viel Kamera im Smartphone zahlen die Benutzer? Das hängt wahrscheinlich davon ab, für was der Durchschnittsbenutzer die Handykamera nutzt. Verbesserungen im Low-Light-Bereich sind da immer willkommen, genauso Verbesserungen beim Bokeh. Das, was Foto-Enthusiasten mit ihren Kameras machen, macht der klassische Smartphone-Nutzer aber nicht. Deshalb glaube ich, dass sich die Fähigkeit der Handys zu Schnappschüssen immer weiter verbessern wird. Während ich heute auf IG noch viele verpixelte und verrausche Bilder sehe, wird das künftig deutlich besser. Aber die Ablösung der Kameras sehe ich – zumindest im Moment – gar nicht kommen. Und bei den Tests, die da laufen, finde ich eben immer seltsam, dass da nur Fotos probiert werden, die ich mit meiner Kamera nie schießen würde.

      • Mit dem digitalen Fotografieren kam Software in die Fotografie, die wird immer besser und ermöglicht es mit sehr kleinem Sensor und kleinen Linsen sehr gute Ergebnisse für den Alltag zu erzielen. Huawei macht da einen guten Job, schon das Huawei P10 eines meiner Studenten hat mich schon beeindruckt als er mir auf seinem Handy Bilder von Eiger Mönch und Jungfrau zeigte. Auch gestalterisch kann man inzwischen Einiges machen und für spontane Sachen ist das Handy sowieso heute schon schneller und besser.

        Der Tag an dem ich meine Ausrüstung ins Museum stelle rückt mit dem P20 noch näher.

      • Das mit der Kohle für Smartphones

        ist je nach Telefonvertrag nicht mehr relevant. Da zahlt man einen minimalen Aufschlag für sein Wunschgerät und fertig. Alle zwei Jahre kann man dann ein neues Smartphone ordern.

        Wie @renus schrieb, eine NUR Kamera aus dem Smartphone, das wäre etwas besonderes. Wenn die so um die 200-400 Euro kosten und an den Schlüsselbund passen würde, jeder hätte eine. „Zielen“ müsste man dann analog durch einen Sucher weil kein Platz für das Display ist.

        Mich wundert sowieso das die Smartphone Hersteller noch keine eigenen Video/Foto Geräte produzieren. Die haben alle Komponenten im Regal liegen, da könnte man doch—-, ein Zusatzgeschäft generieren.

      • @ Alfred

        Das Smartphone ist doch heute schon eine Kamera mit integriertem Computer und Bildverarbeitungssoftware. Die Telefon-Funktion ist nur noch Beigabe. Dazu bekommt man noch eine HiFi-Anlage mit Radio und Multimedia-Player, sowie ein Navigationsgerät mit digitalen Landkarten (OpenStreetMap), Routenplaner und Co.. Und Videos können auch abgespielt werden.
        Microsoft spendierte einem seiner Spitzenmodelle gleich noch eine zigarettenschachtel-große Box, an die man Tastatur und Monitor anschließen konnte.
        Es läuft also auch in Richtung der Ablösung des herkömmlichen PC. Auch da ist es nur eine Frage der Zeit, bis das „handliche Schrankformat“ (nach Otto Waalkes) des Personal Computers aus den Wohnzimmern verschwindet.
        Als ich ca. 1993 meinen ersten PC kaufte, hatte die Festplatte ca. 256 MByte Kapazität. Heute haben Speicherkarten für Smartphones die 1.000-fache Speicher-Kapazität.

        Wenn ich dann sehe, was für Preise für die großen Kameras aufgerufen werden, dann brauchen sich deren Hersteller nicht zu wundern, wenn die Leute, denen es nicht auf das letzte Quäntchen Qualität ankommt, das nicht kaufen.

        Die Hersteller der großen Kameras müssen junge Leute, die mit den modernen Technologien groß geworden sind, in ihre Unternehmen holen.

      • @sabrina

        Wo du recht hast haste recht. Wenn ich sehe welchen Aufwand ich bei meiner Studio Fotografie betreiben muss um das letzte Quäntchen an Bildinformation sauber auf den Sensor zu bekommen, dann steht das in keinem Verhältnis zu den anfallenden Kosten. Alleine die Stunden für eine perfekte Nachbearbeitung bezahlt keiner.

        Ich habe mir den Spaß gemacht und den fertig beleuchteten Produktaufbau mit meinem Huawei 10 Smartphone abgelichtet. Gut, perspektivisch unkorrekt und scharf von vorne bis hinten, alles was man so nicht brauchen kann, aber technisch gesehen eine perfekte Aufnahme sofern man nicht bei 100% genau hinsieht.

        Was leider auch mit den kleinsten PC Knirpsen und einem vernünftig großen Bildschirm bei Außenterminen nicht funktioniert ist die Energieversorgung für mehrere Stunden. Außer man schleppt jede Menge Akkus oder einen Strom Generator mit in die Pampa.

        Aber der Weg führt sicher zu technisch immer perfekteren Alleskönner Kameras, nur preiswert werden die nicht werden. Das funktioniert nur bei Massenware wie es die Smartphones sind.

        Der Nutzerkreis für hochwertige Kamera Systeme wird noch kleiner werden, denn für die Werbung in den digitalen Medien genügen Smartphone Bilder schon lange. Wenn schon voriges Jahr brauchbare Aufnahmen für Titelseiten mit einem Smartphone gemacht wurden weiß man wohin die Reise geht.

      • @Alfred

        Meine weiterentwickelte Idee dieser separaten Smartphone-Kamera hast Du gerade angedeutet:
        Sie benötigt keinen eingebauten Sucher oder platzraubenden Monitor; damit das Gehäuse wirklich klein bleiben kann, ist die Kamera mit so etwas wie Bluetooth ausgerüstet: ein Smartphone wird damit zum Monitor und Steuergerät, ein separater Sucher insbesondere für Brillenträger liesse sich an der Brille, klappbar wie die Sonnenvorhänger anbringen und bei Bedarf herunterklappen: Stichwort „Modulare Technik“, das wäre mal zukunftsweisend. Wie Sony mit QX es mal angefangen hatte, nur eben konsequenter weitergeführt.

      • Renus,
        das von dir genannte „Kameraobjektiv“ von Sony gab es auch von Olympus oder Kodak. Leider wurde es vom Endverbraucher nicht wahr genommen, lieber spricht man von der Einfallslosigkeit der Kamerahersteller und schwört das Ende von DSLR/ DSLM herbei 😴
        Man spricht auch gerne über Bugs in neuen Kameramodellen aber ich habe mal „Probleme Huawei“ eingegeben und was nützt mir da die beste „Smartphone Kamera“ wenn mal das WLAN seinen Geist aufgegeben hat oder Bluetooth hängt und man mal wieder einen Neustart durchführen muss. Von daher betrachte ich lieber das „Gesamtpaket“ egal ob Smartphone oder eben Kamerahersteller

  • Mein I-Phon hat schon tolle Bilder. Ich warte immer noch auf eine Kompakt Kamera .wie die LX 100 also LX 200).Die G1x war nicht der große Wurf .Die LX200 2019 zur Fotokina dann gibt es noch ein besseres Smartphone und dann ist auch die nicht mehr notwendig. Das nächste Smartphone steht an und erst recht 2019 .Da git es schon die tollen Kameras mit mehreren Objektiven. Habe das Ding gesehen (Light 16) .Das nächste Smartphone mit noch mehr Objektiven .
    Wer weiß was da noch kommt.
    #Eine anständige kleine Kompaktkamera mit einem el Sucher mit 3,6 oder 4,6 M und ein Objektiv von 16-100 mm
    Lichtstärke 1.8 -2.8 wäre noch eine Chance für die Fotoindustrie aber das will keiner wegen dem guten Geschäft mit den Objektiven.
    Also werden die Smartphone das Rennen gewinnen (allein das tolle Display ,Tel kann man dann mit dem Ding auch noch- Light 16 -hat 16 Kleine Objektive das gemischt mit einen Smartphone na ja mit ein paar Objektiven weniger dann haben das Gerät was wir schon immer wollten.
    Die Manager sollen durch ihre Dummheit mit den Objektiven nachher feststellen das man den kleinen Mann nicht nur vera. kann ,dann ist nämlich das Geschäft weck (Systemkamera)
    Dann gibt es nur noch das Smartphone und die Profiseite. Meine Pers Meinung aber ich glaube daran.
    mfg Axel

  • Mmh..

    6D, 70D und jetzt auch a6000….

    LG G5, HTC one M7, 8
    Huawei Mate 10 Pro

    Das 20 kommt die Tage.

    So….

    Natürlich.. Wenn es um professionelle Bilder /Druck und Verkauf von Fotos geht… Greifen wir logischerweise zur DSLR oder grösser.. Logisch.

    Aber… Bleibt das so…
    Wie lange wird noch alles gedruckt…
    Spätestens wenn der I-ink in gross und in Farbe kommt… Ändert sich nochmal vieles.
    Und.. Extrem viel Bild lastiges Marketing findet nur noch auf dem Smartphone statt…

    Heisst.. Unabhängig von der besseren Qualität der Profi Kameras..
    Ist die immer nötig…
    Wird die weiter nötig sein??

    In 2 Jahren haben die Smartphones wahrscheinlich 5 oder mehr linsen.

    Und Das Prinzip eines vernünftigen aufsteckbaren Hardware Addon ist auch nicht zu Ende gedacht.

    Ergo…

    Wer glaubt die DSLR sei das mass der Dinge…

    ??? Dann müsste ja für Kameras als einzige Technik das Prinzip des Stillstand gelten.

    Aber Technik lebt genau vom Gegenteil.

    Und die Evolution erst recht

    • @ Mike Theiß

      Deine Gedankengänge zeigen genau in die richtige Ecke. Noch vor wenigen Jahren bin ich von einem Messebesuch mit zwei Beuteln voller Prospekte und Preislisten, Visitenkarten nach Hause gekommen. Letztlich musste ich nur noch den vor den Produkten angebrachten QR Code mit dem Smartphone scannen und schon habe alles was ich brauche einschließlich Produktvideo und Kontaktdaten gespeichert. Es hing auch kein riesiges Messeplakat am Stand, nein auf einem riesigen Bildschirm flimmerte eine animierte 3-D Anwendung aus dem Konstruktionsprogramm.

      Waren die Bilder hinter dem QR Code von einem Fotografen? NEIN! Bei diesem Produktanbieter war außer den Bildern der Mitarbeiter nichts aus fotografischer Hand.

      Wovon sollen Fotografen, Drucker in Zukunft leben? Taxifahrer wird es sobald das autonome Auto in Serie geht nicht mehr geben, wozu auch? Kassiererinnen, Verkäufer ebenfalls nicht mehr in dem Moment wo das Bargeld abgeschafft ist.

      Dafür haben wir dann jede Menge leere Geschäftslokale mitten in der Stadt weil alles vom Internet Handel per autonomer Lieferung an unseren momentanen, per CPS ermittelten Aufenthaltsstandort geliefert wird. Da freue ich mich schon drauf.

      • Taxifahrer und Fotografen nicht mehr nötig? Das wird dann alles mit der Rente mit 70 – falls es noch aktuell ist – ausgeglichen.
        Noch mehr Lebensarbeitzeit für noch weniger Arbeit.
        Politiker leben in ihrer eigenen Welt. Da kann man nur hoffen, dass sich Kamerahersteller da kein Beispiel dran nehmen.

      • Der Kamerahändler Saturn (Geiz-Markt) hat wohl in Insbrück Kassen zum Selbstbezahlen ohne Abkassierpersonal eingeführt. Die werden also auch eingespart. Das wollte Saturn nicht so sagen. Die behaupteten, die würden dann in der Kundenberatung gebraucht.

  • Ein anderer Aspekt: Was hält eigentlich Kamerahersteller davon ab, ähnlich viel Rechenleistung in den Oberklassemodellen unterzubringen, wie man sie im Telefon findet? Wenn ich mir angucke, was dann hier und da alles mit Verweis auf fehlende Prozessorleistung NICHT geht (gerade in Sachen Video oder bereits erwähnte in-Camera-Funktionen).

    • Das hab ich mich auch schon das ein oder andere mal gefragt. Gerade in den größeren Modellen sollte das kein Problem darstellen, bei den kleineren könnte es vielleicht mit der Kühlung der Komponenten eng werden.

  • Habe mir jetzt doch noch die Mühe gemacht und den link genauer angeschaut. Ok, das Huawei P20 Pro lässt die 5DSr alt aussehen und die Erde ist eine Scheibe. Wie schon beim P10, macht tolle Bilder bis A5 und das wars dann und wie auch schon in anderen Tests beschrieben, P 20 bei Dunkelheit auf Monitorgrösse vergrössert unbrauchbar. Und die 5DSr ist ja alles andere als ein ISO-Monster.
    Kann meine aktuelle Kamera-Ausrüstung wohl doch noch etwas länger nutzen. Dieser link hat mir den Tag gerettet!

  • und dann sollen wir noch dem chinesischen Regime unsere Fotos anvertrauen und alle Daten im Smartphone?
    Also die USA ist ja schon katastrophal genug.
    Huawai und Co ohne mich – egal was die bewerben.
    So schön wie das mit dem Teilen und Senden vielleicht auch ist – am Ende bin ich froh, das ich in einer DSLR WiFi und Co deaktiviert lassen kann und alleine über meine Fotos bestimmen kann.

    • @ Cat
      ….am Ende bin ich froh, das ich in einer DSLR WiFi und Co deaktiviert lassen kann und alleine über meine Fotos bestimmen kann…..

      Hallo Cat, Sie sind hier einer der ganz wenigen im Forum, die einen Durchblick haben.
      Glückwunsch.

  • Ich glaube es war Nokia die ein Smartphone mit 41 Megapixel mal rausbrachten, dann gab es diverse Smartphones mit „echten“ optischen Zoom, dann gab es ein Modell von Sony wo man die ISO bis sonst was hoch schrauben konnte und jedes mal wird medial das Ende von der klassischen Fotografie eingeleutet…. fehlt nur noch der Slogan „ Materialien von der NASA getestet „

  • Wohlmöglichkeit leiden wir alle an fortgeschrittener Digitalis… Digital ist die Auflösung einer Linie oder Phase in ein mathematisches Modell und die Darstellung dieser Linie in Punkten. Analog wird diese Linie im ganzen fixiert. Analog endet die Qualität in einem Rauschen und digital an der Grenze der Auflösung. Daher erscheint die digitale Qualität scharfer oder klarer, ist aber immer nur eine Aneinanderreihung v on Punkten. Analog wird immer die gesamte Information übertragen. Somit empfindet man analog mehr und meint digital wäre schärfer oder klarer. Analog ist daher organischer und näher an unserer Empfindung

    • PGS,
      da sagst Du was….es ist bestimmt 13 Jahre her aber mein damaliger Nachbar war HiFi Purist. Nachdem seine Anlage „warm“ gelaufen war spielte er mir einen Song von Mike Oldfield vor, erst von CD und dann Vinyl…..also ich bin kein Experte aber den Unterschied hörte selbst ich 😂 schwer zu beschreiben

  • Wenn man sich die Bilder bei DxO mal ansieht, finde ich ersönlich die Lowlight Eigenschaften und die Zoom Funktion sehr beeindruckend.
    Was jedoch überhaupt nicht geht, sind die Portraits. Was die Kamera da mit dem Gesicht macht, ist für mich ein NoGo. Künstlich wie sonst was, da ist das Pixel 2 jedes mal schöner und natürlicher.
    Trotzdem Hammer, was da mittlerweile mit den Smartphones möglich ist…

    • @ Max
      natürlich hast Du Recht, es ist wirklich erstaunlich und für die meisten mehr als ausreichend. Auf einem kleinen Bildschirm scheint das Bild auch nicht schlechter als die vieler DSLR/DSLM Kameras. Vielleicht oder sogar sehr wahrscheinlich werden die Smartphones in nicht allzu ferner Zukunft auch Teile der professionellen Fotografie und Videographie ersetzten. Aber gerade dieser angegebene Link hat mir gezeigt, dass es heute noch lange nicht so weit ist und auch Morgen wird sich daran noch nichts ändern, aber wahrscheinlich übermorgen.
      Zu DXO habe ich meine Meinung, die durch solche Tests bzw. Bewertungen nicht besser wird – 109 DXO-Punkte, das sagt doch schon alles. Nicht mal eine Sony A7r III schafft so eine Punktzahl. Wie will man denn bei so einem chaotischen Bewertungssystem beurteilen wie gut die BQ tatsächlich ist, aber das bleibt das Geheimnis von DXO.

  • Wenn ich mir die 40 Kommentare zu diesem Artikel so mal ruhig betrachte, dann merke ich als alter „Veteran“ doch eine etwas pessimistische Stimmung unter Euch Jungen hier was die Zukunft Eurer Kamerahersteller angeht.
    Beim Blick in die Zukunft gibt es bei euch wohl viel Harmonie und Anteilnahme füreinander da Ihr so höflich und durchaus freundlich diskutiert – die aufziehenden Nöte der Fotobranche schweißen zusammen …
    Aber so ist es schon immer – neues kommt und geht – manchmal ist neues auch nicht besser als altes – aber eben nicht mehr zeitgemäß …
    Ich als relativ „Alter“ versuche jedenfalls nicht mit meinen Enkeln beim Smartphone mitzueifern – ich nutze das was ich kenne und bin damit zufrieden und beruflich brauche ich es auch nicht mehr …
    Das sieht bei der jungen Wisch – Generation anders aus und darum will ich mich in diese Diskussion nicht groß einmischen …
    Mein Schmartie liegt meistens in der Küche am Ladegerät und ich knipse mit meinen Kameras …
    Wenn ich die Technikentwicklung in der Landwirtschaft zurück betrachte dann verwundert es mich nicht wenn auch die Kameratechnik dieses mitmacht – darüber aufregen sollte man sich nicht zu sehr – das gibt nur Magengeschwüre und manchmal ist etwas Neues auch nicht schlecht und man kann ja sowieso nichts an dem Fortschritt ändern …
    Ich höre gerne meine alten Platten, aber die Songs habe ich meistens auch auf CD – das ist viel einfacher zu handhaben mit dem Kopfhörer – da bin ich nicht so nostalgisch …
    Beim Hobby sehe ich es etwas anders und lasse auch mal was neues links liegen wenn ich meine das es mich nervt und ich es nicht unbedingt benötige …
    Das ist natürlich nur meine Meinung – die eines alten Bauern – jeder ist selbst seines Glückes Schmied!!
    Gruß … Gustav

    • Ja, auch ich bin ein „relativ Alter“ > 60 also, habe mich erst vor ein paar Wochen entschieden, mein altes normales Handy gegen ein Smartphone (obere Mittelklasse mit 2+1 Kameras) auszutauschen. Mit dem Fotos machen habe ich mich aber noch nicht so richtig angefreundet, drücke ich auf den Auslöser, macht das Ding gleich eine ganze Serie Bilder, auf dem Bildschirm sehe ich bei Sonnenschein genauso wenig wie bei den früheren digitalen Kompakten. Man kann das Smartphone nicht so recht halten (bin halt ein größerer Mensch mit größeren Fingern und aufpassen, das die Finger nicht ins Bild kommen. Da fotografiere ich doch lieber mit meinen richtigen Kameras, auch wenn das Smartphone sicher künftig für die üblichen Gelegenheits und Familienfotos die bisher genutzte kompakte Kamera ersetzen wird, werde mich wohl schon noch daran gewöhnen.
      Aber ansonsten insbesondere für meine Natur/Tier/Hundefotografie werde ich doch wohl weiterhin meine Spiegelreflexkameras benutzen

  • Eine Schlussfolgerung ist doch hier vor allem zu ziehen: die Leistungsfähigkeit der Elektronik hat inzwischen einen so hohen Stand erreicht, dass nun die Optik die Grenzen zu setzen scheint. Es fragt sich deshalb, ob die Entwicklung größerer Sensoren (Stichwort: Mittelformat, z.B. Fuji GFX) zu mehr Bildqualität führen wird, wenn die optische Entwicklung, auch durch physische Gesetze, ihre Grenze erreicht hat, also Objektive nicht mehr sinnvoll wirtschaftlich verbessert werden können. Eines scheint sicher: für mehr Bildqualität, wird in die Optik zu investieren sein.

    • Optiken wie sie heute existieren, aus Glas, wird es in Zukunft sowieso nicht mehr geben.
      Da gab es ja schon genügend Artikel über solche „Chip Optiken“… habe leider gerade keine Zeit für einen Link. Aber sicher haben einige hier schon darüber gelesen.

      • Da stimme ich zu; die Entwicklung der Elektronik treibt die Optik voran; damals zu Analogzeiten war es, meine ich, umgekehrt: gute Objektive lösten mehr auf, als die Fotochemie hergeben konnte.

  • Vielen Dank für diese Review! Das P20 ist ein sehr interessantes Gerät samt starker Kamera… ich habe allerdings Bedenken angesichts des nur internen Speichers.

    • Noch ein Kommentar eines Oldies (>60) und begeisterten Hobbyfotografs.
      Ich bin der Meinung, dass auch in den nächsten Jahren kein Smartphone eine DSLR ersetzen kann, will das aber etwas spezifizieren. Für „normale“ Fotos und Schnappschüsse, wie es wohl der hauptsächliche Anwendungsfalls der Smartphonebesitzer“ sein dürfte, wird es wohl noch weniger eine SLR brauchen wie auch schon bisher nicht. Für „meine“ Makro-Fotos mit Fokusstacking, Landschafts Panoramen im Gigabereich, hochauflösenden Produktfotos oder guten Aufnahmen von fliegenden Vögeln mit 600 mm Brennweite, kann ich es mir beim allerbesten Willen nicht vorstellen, dass hier ein Smartphone eine SLR ersetzen oder gar überholen könnte. Als Technik-Fan bin ich immer Neuem zugetan und mein jetziges Equipment besteht daher ganz bewusst aus drei Kameras. Einer Systemkamera, einer SLR und einem Smartphone. Alle drei haben bei mir ihre Berechtigung und werden je nach optimalen Einsatzzweck genutzt. Dabei kann keine der drei, eine andere da ersetzen wo deren speziellen Vorteile liegen. Ich sehe aber, dass aktuell ein gewaltiger Wandel in der Fotografie stattfindet. Ich selbst habe in den letzten Jahren zwei komplette Systemwechsel (eher Downgrades) hinter mir und meine Fotos wurden dabei nicht schlechter.
      Grüße
      Johann