Kameras

Marktanteile in Japan: Canon die Nr. 1, Sony und Fuji mit starken Zahlen

BCN hat Statistiken und Verkaufszahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht. Canon ist in Japan nach wie vor der Marktführer, Nikon folgt auf dem 2. Platz.

Aktuelle Daten und Zahlen aus Japan

BCN sammelt für den japanischen Kameramarkt stetig Verkaufszahlen und Statistiken und gewährt uns so immer wieder interessante Einblicke in die aktuelle Marktlage. Kürzlich wurden die Zahlen für das vergangene Jahr – genauer gesagt den Zeitraum zwischen April 2018 und März 2019 – veröffentlicht.

Marktanteile

Diese Zahlen verraten uns zunächst einmal, wer gerade in Japan wie viele Marktanteile hält. Die Zahlen beziehen sich sowohl auf Kameras mit fest verbautem als auch auf Kameras mit wechselbarem Objektiv:

  1. Canon: 37,3 Prozent
  2. Nikon: 26,7 Prozent
  3. Sony: 13,1 Prozent
  4. Olympus: 6 Prozent
  5. Fujifilm: 5,6 Prozent

Verkaufszahlen

Außerdem haben die Hersteller so viele Kameras im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verkauft:

  1. Fujifilm: +19,4 Prozent
  2. Canon: -1,3 Prozent
  3. Sony: -6,6 Prozent
  4. Olympus: -13,8 Prozent
  5. Nikon: -15 Prozent

Einnahmen

Und wie viel Geld die Hersteller insgesamt mit ihren Kameraverkäufen eingenommen haben, das seht ihr hier:

  1. Sony: +14,5 Prozent
  2. Fuji: +0,6 Prozent
  3. Canon: -11,4 Prozent
  4. Olympus: -21,3 Prozent
  5. Nikon: -28,5 Prozent

Anmerkungen und Interpretation der Zahlen

Zunächst einmal ein paar allgemeine Anmerkungen: Die Zahlen hier beziehen sich lediglich auf den japanischen Markt, nicht auf den weltweiten. Das ist schon mal eine Erklärung, warum sich die hier beschriebene Verteilung der Marktanteile so deutlich von der Verteilung unterscheidet, die Sony kürzlich veröffentlicht hat.

Des Weiteren können solche Zahlen natürlich sehr stark variieren, wenn man einzelne Variablen verändert. Nimmt man nun die Anzahl der verkauften Kameraeinheiten als Grundlage für die Marktanteile? Oder die Gesamteinnahmen, die mit den Kameraverkäufen erzielt wurden? Zählen alle Kameraarten zusammen? Oder trennt man Kompaktkameras von DSLRs und DSLMs? Jeder Hersteller setzt am Ende des Tages natürlich die Variablen zusammen, die ihn am besten dastehen lassen.

Wenn es darum geht, wer aktuell in Japan am besten dasteht und die meisten Marktanteile hält, dann sind das Canon, Nikon und Sony. In genau dieser Reihenfolge. Hier decken sich die Angaben also nicht mit denen, die Sony kürzlich veröffentlicht hat. Wobei es hier bei den BCN Daten wie schon gesagt ausschließlich um den japanischen Markt geht, bei den Sony Zahlen ging es um die globale Marktlage.

Bei einem Blick auf die Anzahl der verkauften Kameras mag Fujifilm im ersten Moment wie der große Gewinner aussehen, doch das enorme Plus von 19,4 Prozent ist natürlich in erster Linie auf die Instax Sofortbildkameras zurückzuführen. Das relativiert diesen Erfolg natürlich ein bisschen. Trotzdem schön, dass Fujifilm hier so eine erfolgreiche Nische gefunden hat.

Wenn man sich anschaut, wer pro Kameraverkauf am meisten Geld verdient hat, dann ist Sony der große Gewinner. Das Plus von 14,5 Prozent ist beachtlich, vor allem wenn man sich anschaut, dass Canon, Olympus und Nikon hier große Rückschläge einstecken müssen. Vor allem für Nikon sieht es in diesem Bereich mit einem Minus von 28,5 Prozent überhaupt nicht gut aus.

Wer insgesamt in jedem Bereich zurückfällt ist Olympus. Aus meiner persönlichen Sicht der aktuell größte Verlierer, wenn man sich die BCN Daten anschaut. Canon und Nikon vollziehen gerade den großen Umbruch hin zu spiegellosen Systemkameras. Dass da nicht alles rosig aussieht, ist klar. Bei Olympus gibt es diesen Wechsel allerdings nicht, trotzdem scheint das Unternehmen, das früher gerade auf dem japanischen Markt immer eine absolute Größe war, derzeit in allen Bereichen stark zurück zu fallen.

Quelle: BCN | via: DPReview

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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