Fujifilm Kameras

Meine Kritik an Fujifilm und der neuen X-E3

Eigentlich mag ich Fujifilm. Aber mit der X-E3 und Fujifilms jüngsten Entscheidungen bin ich nicht ganz zufrieden.

Fujifilm: Tolle Kameras, erstklassige Updatepolitik

Was Fujifilm in den letzten Jahren gemacht hat, gefällt mir persönlich im Großen und Ganzen wirklich gut. Zwar gibt es immer wieder kleinere Kritikpunkte, doch das ist ja völlig normal und bei jedem Hersteller so. Insgesamt bin ich aber absolut überzeugt von Kameras wie der X-T2 oder der X-T20 und für die erstklassige Updatepolitik und die regelmäßigen Firmwareupdates kann man Fujifilm sowieso nur loben. Da könnten sich andere Hersteller gerne mal eine Scheibe von abschneiden.

Auch die Anfang September 2017 vorgestellte Fuji X-E3 ist eine wirklich schöne Kamera geworden wie ich finde. Mir gefällt das Design der X-E3 sehr gut und auch die technischen Daten entsprechen dem, was ich in dieser Preisklasse erwarte.

Doch restlos überzeugt bin ich nicht von der X-E3 und Fujifilms jüngsten Entscheidungen. Dieses Gefühl hatte ich schon direkt nach der offiziellen Präsentation Anfang September und als ich mich gestern nochmal etwas detaillierter mit der X-E3 beschäftigt und die Unterschiede im Vergleich zur X-T20 herausgearbeitet habe, hat sich diese Gefühl bestätigt.

Fuji X-E3 mit schickem Design

Wenn man die Fuji X-E3 mit der Fuji X-T20 vergleicht, dann findet man jede Menge Gemeinsamkeiten. Die allermeisten technischen Daten sind absolut identisch und Fujifilm verlangt auch für beide Kameras den gleichen Preis, 899 Euro nämlich.

Nun könnte man sich natürlich ganz grundlegend die Frage stellen, ob es die X-E3 überhaupt braucht, wenn es eigentlich kaum Unterschiede zur X-T20 gibt. Und sicherlich könnte man argumentieren, dass Fujifilm die Energie und Zeit lieber in die Entwicklung einer anderen Kamera hätte investieren sollen, eine Kamera nämlich, die sich deutlicher von bereits vorhandenen Modellen unterscheidet.

Doch ich würde sagen, dass die X-E3 durchaus ihre Berechtigung hat – und zwar wegen ihres einzigartigen Designs. Die Fuji X-E3 erinnert an eine klassische Messsucherkamera und kommt mit etwas weniger Bedienelementen daher, während die Fuji X-T20 einen Sucherbuckel mit einem integrierten Pop-Up-Blitz besitzt.

Rein optisch unterscheiden sich die beiden Kameras also deutlich voneinander und die X-E-Reihe haben ja viele Kunden im Laufe der Jahre in ihr Herz geschlossen. Und da viele Fuji Fotografen auch Wert auf das Design ihrer Kamera legen, ist es doch eine wunderbare Sache, dass man sich jetzt bei quasi identischen Spezifikationen frei entscheiden kann, ob man das Design der X-E3 oder das der X-T20 bevorzugt.

Fuji X-E3 und Fuji X-T20. Unterschiedliches Design, sehr ähnliche technische Daten.

 

X-E3 & X-T20: Zwei Kameras mit Schwachstellen

Denkste. Denn Fujifilm hat es nicht gereicht, dass sich die X-E3 und die X-T20 nur in Sachen Design und Bedienung unterscheiden. (Die X-E3 hat im Gegensatz zur X-T20 einen Joystick, kein Steuerkreuz und setzt verstärkt auf den Touchscreen als Bedienelement. Unterschiede gibt es also nicht nur beim Design, sondern auch bei der Bedienung.)

Hier kommen wir zu meiner Kritik: Damit sich die Fuji X-E3 deutlicher von der X-T20 unterscheidet, hat Fujifilm beide Kameras schlechter gemacht, als sie es hätten sein können. Und wer schon länger Leser von Photografix ist, der weiß, dass ich von so etwas überhaupt kein Fan bin. Siehe beispielsweise meine Kritik zur Canon EOS 6D Mark II oder Sony A9.

Wovon spreche ich genau? Ganz einfach: Die Fuji X-E3 hat ein fest verbautes Display. Wer ein flexibles und kippbares Display möchte, muss zur X-T20 greifen. Die X-T20 hat allerdings andere Nachteile. So ist sie nämlich die einzige der neueren Fujifilm Kameras, die nicht nachträglich per Firmwareupdate mit dem verbesserten Autofokus der X-E3 ausgestattet wird. X-T2 und X-Pro2 erhalten ein entsprechendes Update, die X-T20 allerdings nicht. Auch die Gestensteuerung über das Display, die Kompatibilität mit der X RAW Studio Software sowie Dinge wie das RGB-Histogramm im Live-View liefert Fujifilm der X-T20 ganz bewusst nicht – der X-E3 aber schon.

Zieht Fujifilm bewusst die Handbremse an?

Warum macht Fujifilm das? Ist es vielleicht technisch nicht möglich, diese Funktionen den X-T20 Nutzern nachträglich zur Verfügung zu stellen? Doch, das ist möglich, da bin ich mir zu 99 Prozent sicher. Denn in allen aktuellen Fujifilm Kameras arbeitet ja die gleiche Hardware. Sensor, Prozessor, Autofokus – alles identisch.

Ich habe vielmehr den Eindruck, dass Fujifilm die X-E3 aktuell als Neuerscheinung bewusst in einem etwas bessere Licht darstellen möchte und dass man deshalb der X-E3 kleine Vorteile mitgibt, die man der X-T20 bewusst vorenthält – zumindest im Moment noch. Damit die X-T20 Nutzer aber nicht verärgert sind, lässt man bei der X-E3 das flexible Display weg.

Ich muss also bei beiden Kameras als Kunde Kompromisse in Kauf nehmen. Warum? Warum hat Fujifilm der X-E3 kein flexibles Display spendiert und der X-T20 ein großes Firmwareupdate verpasst? So wären doch alle Kunden zu 100% glücklich und man könnte sich alleine auf Grundlage des Designs und der Bedienung für die Kamera entscheiden, die einem mehr zusagt.

Dass manche vielleicht kein flexibles Display brauchen oder sogar keines wollen, ist in meinen Augen übrigens kein zulässiges Argument. Wer kein bewegliches Display braucht, der lässt den Bildschirm einfach in der Kamera. Das ist genauso blödsinnig wie das Argument von Fujifilm damals, dass die X-Pro2 Nutzer kein 4K wollen, und dass man es deshalb weggelassen hat, obwohl 4K-Videos technisch kein Problem gewesen wären. Wer kein 4K braucht, der benutzt es einfach nicht! Stört doch niemanden und ist nur von Vorteil für diejenigen, die eben 4K nutzen wollen.

Die Fuji X-Pro2. Seit dem letzten Update auch mit 4K und Tethering.

„Verschwörungstheorien“ zu den Firmwareupdates

Das habe ich schon damals direkt nach der Präsentation der X-Pro2 kritisiert. Und siehe da, viele viele Monate später spendiert Fujifilm der X-Pro2 4K-Videos und Tethering per Firmwareupdate. Das hätte man auch früher haben können – aber da sollte möglicherweise erstmal die X-T2 in ein gutes Licht gerückt werden, als die Kamera nämlich, die 4K kann. Im Gegensatz zur X-Pro2. Keine Ahnung ob das Fujifilms Gedankengang war, aber ganz abwegig finde ich das ehrlich gesagt nicht.

Auch Chris und Jordan von TheCameraStoreTV haben sich kritisch zu diesem Thema geäußert:

„Ich habe Bedenken, dass Hersteller bei der Präsentation von neuen Produkten in Zukunft bewusst Funktionen zurückhalten, um irgendwann später mit einem großen Firmwareupdate Aufsehen erregen zu können und einer etwas älteren Kamera einen neuen Verkaufsschub zu verpassen. Das würde mir überhaupt nicht gefallen.“ (via: Fujirumors)

Mir persönlich ist das etwas zu weit gedacht und diese Problematik sehe ich aktuell nicht. Doch dass Fujifilm damals der X-Pro2 4K-Videos vorenthalten hat und dass nun der X-T20 bewusst die neuen Funktionen verwehrt werden, um die X-E3 besser dastehen zu lassen, das gefällt mir nicht. Was nicht bedeutet, dass die X-T20 oder die X-E3 schlechte Kameras sind, ganz im Gegenteil. Aber so muss ich als Kunde bei beiden Kameras irgendwelche Kompromisse in Kauf nehmen und das hätte sich meiner Meinung nach vermeiden lassen.

Wie steht ihr zu diesem Thema?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

23 Kommentare

Hier klicken zum kommentieren

  • Das ist Verkaufs Politik!

    Warum sein Pulver mit preiswerteren Geräten verschießen? Kein Mensch würde sonst die XT-2 oder die X-Pro2 kaufen, vom wunderschönen Hybrid Sucher einmal abgesehen.

    Der Kunde kann weil sonst alle Bild wichtigen verbauten Teile gleich sind mit jeder Kamera ebenbürtige Aufnahmen machen. Und das ist bei mir viel wichtiger als alles andere. Wer die eine oder andere Besonderheit wirklich dringend benötigt muss eben in die Tasche greifen und nachlegen.

    Das ist bei allen anderen Herstellern ebenso. Ich finde nichts verschwörerisches oder gar verwerfliches daran. Jeder verkauft sich so teuer wie es geht. Ich mich auch.

      • Diese Verkaufspolitik wird Fuji mit Sicherheit nicht schaden, aber sie wird auch nicht nützen.

        Ich, und wahrscheinlich auch viele andere, wollen die X-E3. Der Grund liegt in dem knappen Gehäuse, dem unaufgeregten Design und der wenigen Knöpfchen, die ich für mich so anpassen kann, dass sie als „Reportagekamera“ gut passt. Ich muss für meinen Zweck nicht alle drei Minuten die Einstellungen anpassen.

        Ich hätte auch gerne ein Klappdisplay gehabt. Ich hätte auch gerne einen zweiten Slot gehabt. Aber das Argument reicht für mich nicht aus die X-PRO2 oder X-T2 zu kaufen. Das Geld hätte ich gehabt. Aber ich will sie nicht.

        Die X-PRO2 wird vor allem wegen ihres Durchsichtsuchers gekauft. Über Sinn und Unsinn will ich nicht streiten. Wen das (in seiner Arbeit) inspiriert, und darum geht es ja auch, der soll es kaufen. Und die Verkaufszahlen bestätigen Fuji ja auch in seiner Entscheidung zur X-PRO-Linie zu halten.

        Die X-T2 wird als semipro SLR-artige Kamera gekauft, auch wegen ihrer Variabilität und des mittigen Suchers, aber wahrscheinlich fast zuletzt, weil sie AUCH das Klappdisplay hat.

        Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass Fuji mit der X-E3 hätte deutlich mehr Käufer dazugewinnen können, wenn sie zB ein Klappdisplay integriert hätten. Und das, ohne Kunden für die X-T2 oder X-PRO2 zu verlieren.

  • Das ist das Dilemma der Kamerahersteller. Bauen sie in die günstigen Kameras alles rein was sie können, braucht es keine teuren mehr und wenn nicht hagelt es Kritik. Ich sehe keinen Ausweg.

  • Ihr habt absolut Recht! Eine günstige Kamera muss immer Schwachstellen haben, sonst könnten die Hersteller keine teureren Kameras verkaufen. Aber die erzwungenen Unterschiede zwischen X-E3 und X-T20 ergeben für mich trotzdem nicht so wirklich Sinn.

    Ich hätte es beispielsweise absolut nachvollziehen können, wenn X-E3 und X-T20 auf einem Niveau wären, aber Fujifilm den verbesserten Autofokus ausschließlich der X-T2 und der X-Pro2 spendiert hätte! Das gleiche könnte man evtl. noch mit ein zwei anderen Funktionen machen, damit die X-T2 wirklich mehr zu bieten hat.

    So fehlt mir bei der X-E3 das flexible Display. Aber kaufe ich mir deshalb die teurere X-T2? Nein, denn der Aufpreis lohnt sich für mich nicht. Also kaufe ich die X-T20, die genauso teurer ist wie die X-E3. Da gewinnt Fuji also nichts.

    Genauso würde ich mir als jemand, der sich für die X-T20 interessiert, jetzt nicht die X-T2 kaufen, weil da der Autofokus etwas besser ist. Da würde ich dann eher zur X-E3 greifen.

    Die meisten Amateure werden sich denke ich zwischen X-E3 und X-T20 entscheiden, nicht zwischen X-E3 und X-T2 bzw. X-T20 und X-T2. Und da X-E3 und X-T20 gleich teuer sind, verdient Fuji nicht mehr Geld. Sondern sorgt vielleicht nur für eine minimale Unzufriedenheit bei den Kunden, weil ein Ungleichgewicht zwischen X-E3 und X-T20 besteht. Und X-E3 UND X-T20 wird sich sicherlich auch keiner kaufen.

    Einfach ausgedrückt: Ich glaube nicht, dass Fujifilm A) mehr Kameras verkauft oder B) wesentlich mehr teurere Kameras verkauft, weil man der X-E3 und der X-T20 jeweils die ein oder andere kleine Funktion verwehrt hat.

    Versteht ihr was ich meine?

    • Das gesuchte Klapp-Display findet sich an der unterschlagenen X-A3. DAS ist die Kamera für Display-Knipser, die keinen Sucher benötigen. Die Käufer einer Rangefinder-Kamera werden diese immer zuerst wegen ihres Suchers kaufen und sie hoffentlich auch so nutzen. Für mich würde allenfalls ein klapp- und schwenkbarer LCD Sinn ergeben, weil man ihn komplett umdrehen kann. Oder sogar eine komplett LCD-lose Variante, aber außer Leica traut sich das leider kein Hersteller… 🙁 Ansonsten ist die „Unterschlagung“ von elektronischen Funktionen ja gerade KEIN Fuji-Thema. Außer Olympus kenne ich keinen Hersteller, der mit regelmäßigen Updates echte Funktionen nachliefert, die einem sogar den einen oder anderen Neukauf ersparen können. Hier ist Fuji tatsächlich vorbildlich, bewusste (anfängliche) Unterschiede zwischen verschiedenen Modellen dienen eben auch der Differenzierung am Markt.

      • Weil dieser „Reduce To The Max“-Unfug fast nur bei Leica Kunden funktioniert.

        Ich kann Dir ein sehr eindeutiges Argument für das Klappdisplay sagen. Ich habe jahrelang mit Mittelformat und Lichtschacht Street fotografiert. Ich mag die Perspektive aus der Bauchhöhe deutlich lieber. Es entrückt zudem die Kamera. Die Leute reagieren ganz anders.

    • Ja. Ich hab mir die T20 als Allround Camera gekauft und hätte mir die E3 als immer-dabei-Street-Camera dazu gekauft, wenn sie denn das Klappdisplay für unbemerkte Schnappschüsse aus der Hüfte gehabt hätte. Auf den Sucher als Option gerade bei hellem Umgebungslicht möchte ich auf keinen Fall verzichten. Die E3 hätte die ideale Street Camera sein können … nun hoffe ich, das das Update der T-20 noch irgendwann nachgereicht wird und spare das Geld für die nächste Fuji-Generation.

  • Der Artikel trifft den Nagel auf den Kopf; das ist genau das, was bei mir Unbehagen auslöst und mich zaudern lässt. Ich möchte mir eine Zweitkamera zulegen, die leicht und handlich ist für Bergwanderungen. Die X-t2 wäre eigentlich super, aber 2500 Euro für eine Kamera mit 2 Objektiven lässt mich doch sehr zögern. Deshalb habe ich auch die x-t20 genauer angeschaut und habe genau den gleichen Eindruck, dass da genug Hindernisse eingebaut sind, um ambitionierte Fotografen auf die teureren Modelle zu zwingen. So z.B. das schnelle Verstellen des Einzelfokuspunktes, was aber anscheinend auf eine Taste verlegt werden kann, wie jemand hier geschrieben hat. Aber solche Dinge mag ich gar nicht, eine Kamera soll unkompliziert und schnell zu bedienen sein. Wenn ich stundenlang eine Anleitung studieren muss, ist das Projekt für mich schon gestorben. Und wenn ich dann noch das mit den zurückgehaltenen Updates lese, stellt es mir gleich ganz ab.
    Ich denke schon, dass Fujifilm bewusst die Handbremse zieht. Die Konquerenz kann ja kaum mithalten, jedenfalls bei Nikon nicht. Da wäre beispielsweise die D7200, aber mit welchen Objektiven? Die Nikkore haben ganz einfach keine Chance gegen die Fujinon und die Sigma 18-35 und 50-100 f1.8 sind zu schwer!
    Bleibt nur eines; Abwarten und Tee trinken …

    • @Rolf Carl,
      nochmal gaaaaaanz langsam…. du blickst durch den Sucher der XT 20, jetzt betätigst Du die obere Pfeiltaste ( bei mir ist es die untere) und wählst dein Fokusfeld aus und fertig ! Ganz einfach und ohne langes umständliches suchen im Menü.

    • @ Rolf Carl
      ….Da wäre beispielsweise die D7200, aber mit welchen Objektiven?…..
      ich empfehle Ihnen das Sigma 17-50 OS !! habe ich selbst und ist immer wieder mein meistbenutztes
      Löst fast auf wir das 50g/1,4
      Plus dem leichten 85g/1,8 (Traum) aber als Ergänzung für den Berg; wenig Gewicht, hohe Auflösung
      Ev noch das 70-300 VR, dann reicht`s aber

      • Ja, da hast du recht, das Sigma 17-50 OS wäre sicher geeignet, aber leider habe ich schon den schweren Brocken 18-35 1.8, da tue ich mich schwer damit, mir noch ein ähnliches zuzulegen. Das 70-300 VR habe ich schon, das nehme ich jeweils auch mit, wenn ich mit Gämsen oder Steinböcken rechne. Für Makros habe ich das 70er Sigma 2.8, das kann auch als tolle Festbrennweite herhalten und ist ziemlich leicht.
        Sieht so aus, als müsste ich nochmals über die Bücher und die 2500 Euro für Fujifilm sparen und eine Nikonlösung suchen, käme wahrscheinlich günstiger. Die D5500 wäre ja auch noch eine Alternative.

  • Lieber Mark. Du sagst wie es ist. Das ist eben das unsympatische an den Firmen. Fuji mach dies natürlich absolut bewust und hat mit der herausgabe der EX3 den Vogel abgeschossen. Das ist ja klar. Man kauft eine Kamrea und ein/zwei Monate später kommt praktisch die ganz genau gleiche. Von dem her kann man dir natürlich nur absolut recht geben. Alles andere ist Naives denken.

  • Genau Mark du sagt es beide Kameras kommen in unterschiedlichen Designs daher, die eine mit Retro Messsucher Design die andere im Retro SLR Design. Beide Kameras ziehlen auch auf komplett ändere Käuferschichten ab.
    Wer sich für die E3 entscheidet spielt wohl eher nicht mit den Gedanken sich in Dreck zu legen um Blümchen oder Insekten zu fotografieren oder ein 100–400 Objektiv anzuflanschen, für mich ist dies hier eine Sommerloch Diskussion ohne Wert, sorry

  • Es ist doch leider völlig normal, dass im Kameramarkt Produktdifferenzierung im Wesentlichen durch das Weglassen von Funktionen geschieht. Es ist ja auch schon ewig so, dass man für einfache manuelle („Profi-”)Funktionen mehr zahlt als für komplexere Automatiken. Da sehe ich jede Menge Potential, um sich über das Schröpfen der Kunden aufzuregen. Dass manche vorhandenen Kameras nicht mehr mit neueren Funktionen ausgestattet werden ist zwar sehr schade, aber meiner Meinung nach keine unfaire Praktik. In ein paar Jahren wird’s sowas dann halt als In-Camera-Purchase zum Nachkaufen geben, so haben beide Seiten etwas davon.

  • Ich kann die ganzen negativen Kommentare zur X-E3 nur bedingt verstehen, insbesondere da noch niemand die X-E3 in der Hand hattee. Ich finde es absolut richtig, dass Fujifilm die X-E3 ein wenig stärker differenziert und eine Symbiose aus traditionellem und modernerem Bedienkonzept versucht. Dieses wirkt zumindest auf den ersten Blick durchdacht und könnte viel Freude beim Fotografieren machen.
    Dabei wurde die Kamera maximal kompakt gestaltet, so dass kein Platz für ein Klappdisplay mehr geblieben ist, was zumindest dem Design zu Gute kommt. Außerdem sind die Fujifilm Kameras im „Rangefinder“-Stil alle ohne Klappdisplay gestaltet. Aber ich sehe schon ein, dass man hier geteilter Meinung seien kann.

    Die enttäuschten Reaktionen kommen wohl vor allem daher, dass jeder eine abgespeckte X-Pro 2 erwartet hat, wie es damals bei der X-E1 der Fall war. Also kein optischer Sucher, kein ISO-Einstellrad, kein Joystick. Eben eine X-T20 im „Rangefinder“-Stil. Meine Enttäuschung wäre auf jeden Fall deutlich größer gewesen.

    Warum jetzt auf der Firmware-Politik von Fujifilm herumgehackt wird kann ich genauso wenig verstehen. Bisher weiss noch niemand welchen Unterschied der neue AF-Algorithmus überhaupt macht.
    Dass günstigere Modelle bei der Firmware benachteiligt werden ist eigentlich verständlich, denn dass steckt auch im Preis der Kamera. Anstatt sich zu freuen, dass die X-T20 auch die Funktion bekommt bei Blick durch den Sucher den Touch-AF zu nutzen, wird sich erst einmal aufgeregt.
    Das massive Firmware-Update für die X-E2 kam auch deutlich später als für die X-T1 und alle waren hin und weg von der großzügigen Firmware-Politik von Fujifilm, weil Keiner überhaupt damit gerechnet hat.
    Doch Menschen gewöhnen sich anscheinend schnell an Dinge und nun wird eben gemeckert, wenn nicht gleich das ganze Paket für alle Kameras geliefert wird.

    Fujifilm ist immer noch ein Unternehmen, dass auf die Wirtschaftlichkeit jeder einzelnen Sparte schauen muss. Denn ohne Profitabilität gibt es irgendwann keine Kameras von Fujifilm mehr.

  • @ Rolf Carl
    ….Ja, da hast du recht, das Sigma 17-50 OS wäre sicher geeignet, aber leider habe ich schon den schweren Brocken 18-35 1.8……
    Auf das 18-35 habe ich bereits mehrfach geschaut und beinahe 3x gekauft. Aber halt !!!
    Ich mußte mich immer wieder bremsen, Kein Stabi !! und die 50 mm fehlen. Hier müßte ich öfters wechseln.
    Deshalb bleibe ich beim 17-50 OS Sigma, hohe Qualität, Stabi, und die Brennweiten : 17-24-35-50 alles bei 2,8 !!
    Was will man mehr?
    Deshalb glaube ich, verkaufen zur Zeit bei Ebay etliche Kunden wieder ihr 18-38, warum wohl ??

    Nicht nur bei Ihre Bergtour wird`s Ihnen Ihr Körper danken. Ich bin auch reifer geworden und bei meinen Wanderungen dem Rotwild nach überlege ich immer öfter,was muß wirklich mit.

    Zu dem ursprünglichem Thema der beiden Fujis: hier versteht man auf den ersten Blick nicht, auf den 2. Blick:
    Fuji vervielfältigt das Angebot optisch, der eine mag dies nicht, aber das andere.
    Hauptsache der Kunde kauft, egal was, Hauptsache kaufen.
    Deshalb warte ich erstmal ab, der AF der XT20 ist mir zu langsam, die XT2 etwas klobiger. Aber warum den 2-fachen Preis zur XE3 zahlen, die hat den gleichen AF ???
    Fuji macht also im Moment keinen Sinn, es sei denn: Du Kunde hast zu viel Geld und es ist Dir halt egal.
    Fuji rein – Fuji raus.. Futschi, weg isses.

    In diesem Sinn

    • @Volker,
      Du hast nun mehrmals geschrieben das Du die Fuji XT2/ 20 in den Händen hieltest da Frage ich mich wo kommt dein Fachwissen her von einmal in der Hand halten?
      Allein wenn ich mir die Objektivangebote im „Halbformat“ anschaue so hat Nikon fast nichts zu bieten im Vergleich zu Fuji. AF zu langsam, kann sein aber meinen in tiefschwarz gehaltenen Hund habe ich keine Probleme.
      Ach ja ich kann meine Kamera im „off“ Modus einstellen (ISO,BLENDE,ZEIT) du auch ?
      XT 2 klobig, der war gut …😂

    • @Volker,
      Du hast nun mehrmals geschrieben das Du die Fuji XT2/ 20 in den Händen hieltest da Frage ich mich wo kommt dein Fachwissen her von einmal in der Hand halten?
      Allein wenn ich mir die Objektivangebote im „Halbformat“ anschaue so hat Nikon fast nichts zu bieten im Vergleich zu Fuji. AF zu langsam, kann sein aber meinen in tiefschwarz gehaltenen Hund habe ich keine Probleme.
      Ach ja ich kann meine Kamera im „off“ Modus einstellen (ISO,BLENDE,ZEIT) du auch ?
      XT 2 klobig, der war gut …😂

    • Und für welche Punkte, die ich in diesem Artikel kritisiere, muss ich die X-E3 schon in der Hand gehabt haben? Richtig, für keinen. Genauso wenig muss ich die X-E3 selbst ausprobiert haben, um über die technischen Neuerungen im Vergleich zur Vorgängerin schreiben zu können.

  • Nun, ich habe, seit ich mich vor einigen Jahren von meinem Nikon-Vollformat-Ballast getrennt habe, mit der X-E1 den Start ins Fuji-Lager vollzogen. Als langjähriger analoger Leica M Fotograf, war mir das Rangefinder-Design der X-E von vornherein sympathisch.

    Vor einigen Tagen hat sich die E-3 zu meiner X-T2 hinzugesellt, und mir gefällt die kleine, leichte und aufgeräumte Kamera, nach anfänglichen Vorbehalten, was das fehlende Steuerrad und das Nichtvorhandensein eines Schwenkdisplays betrifft, ausgesprochen gut.

    Ja ich bin so vermessen, und würde sie aufgrund Ihrer schönen Formgebung als echtes Designstück bezeichnen.

    Ich werde sie mit dem unter 100 Gramm wiegenden ´Pancake’ 27/2,8 als immer drauf/dabei bestücken, und habe somit eine ausgesprochen leichte, aber dennoch leistungsstarke Backup-Cam zur X-T2.

    Alternativ, für die kleine Fototour, habe ich für sie die beiden kompakten Fujinon 23/2,0 und 50/2,0 vorgesehen.

    Meine X-E3 ist silber, ebenso wie die drei erwähnten Objektive, und, wie ich finde, da sich somit ein gewisser Retro-Look einstellt, auch was für’s Auge.

    Ich fotografiere nun schon über 40 Jahre, habe dabei schon einige Epochen durchlebt, und muss ganz einfach sagen, dass ich sehr beeindruckt von dem bin, was Fuji mit seiner X-Reihe und den dazugehörigen tollen Linsen im Laufe der letzten Jahre so auf die Beine gestellt hat.

    Ich finde es super, dass Fuji eine solche Modellvielfalt offeriert, da ist doch nun für jeden Geschmack was dabei!
    Und eine total perfekte Digicam, gleich einer eierlegenden Wollmilchsau, sind wir doch mal ganz ehrlich,
    wo gibt‘s die schon?