Das Aus für die Spiegelreflex … bleibt aus. Ricoh bestätigt persönlich, dass ein neues Pentax-Modell in Entwicklung ist.
Nach monatelangen Leaks und widersprüchlichen Gerüchten hat sich nun Ricoh zur Zukunft von Pentax selbst zu Wort gemeldet. In einem Gespräch mit dem spanischen Magazin Photolari bestätigt Kazunobu Saiki, Leiter der Imaging-Division von Ricoh, dass eine neue Pentax-DSLR in Entwicklung ist. Offizielle Specs nennt er nicht, die Hinweise deuten jedoch auf ein Vollformatmodell, das als Nachfolger der rund acht Jahre alten K-1 Mark II infrage kommt.
Kein Wettlauf mit Canon, Nikon und Sony
Saiki wird deutlich und erklärt: “Wenn wir versuchen würden, Nikon, Canon oder Sony zu sein, würden wir nicht überleben.” Stattdessen positioniert sich die Marke bewusst als kleiner Spezialanbieter und will bestehende Nutzer mit echten Weiterentwicklungen bedienen, statt neuen Zielgruppen oder kurzlebigen Trends hinterherzulaufen.
Ein technisches Wettrüsten mit den großen Herstellern streben die Verantwortlichen nicht an. Die neue DSLR soll bestehenden Pentax-Nutzern bessere Technik bieten, Details dazu bleiben aber offen. Auf die Frage nach einer möglichen Nachfolgerin der K-1 Mark II gab es nur die ausweichende Antwort, man prüfe den Markt. Auch ein Ende einer der beiden Schwestermarken schloss Ricoh aus, auch wenn der Photolari-Moderator selbst einräumt, dass eine andere Antwort kaum denkbar gewesen wäre.
Die Aussagen stützen die Leaks eines Insiders, der für 2026 bereits ein neues Modell angekündigt hatte. Parallel hat Ricoh das Portfolio weiter reduziert und zuletzt die K-3 Mark III Monochrome eingestellt. Offiziell im Programm stehen damit nur noch die KF und die K-1 Mark II, während das K-Bajonett in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Nach dem Erfolg der Pentax 17 lässt Saiki zudem weitere Filmprojekte offen.
via: Pentaxrumors


Und wenn der letzte Pentax Benutzer gestorben ist, wird der Laden dichtgemacht. Die GR Reihe ist vermutlich das einzige, das dort noch rentiert.
Ja, Pentax ist klein, und ja, die GR‑Reihe ist sicher ein wichtiges Produkt für Ricoh. Aber daraus abzuleiten, dass Pentax nur noch vom letzten Nutzer lebt, greift zu kurz. Pentax folgt schlicht nicht der Logik des heutigen Massenmarkts. Ricoh betreibt Pentax bewusst als Nische und nicht als Versuch, Sony oder Canon zu kopieren.
Pentax baut Kameras für Fotografen, die gezielt fotografieren wollen: mit optischem Sucher, hoher Robustheit, langer Nutzungsdauer und echter Rückwärtskompatibilität. Das sind Eigenschaften, die heute kaum noch jemand anbietet, aber sie haben nach wie vor ihre Berechtigung. Die niedrigen Stückzahlen bedeuten nicht automatisch fehlende Wirtschaftlichkeit, sondern eine andere Zielgruppe und andere Produktzyklen.
Die These vom „letzten Benutzer“ hört man seit Jahren, nicht nur bei Pentax, sondern auch bei Filmfotografie, Vinyl oder Leica. Verschwunden sind diese Dinge nicht, sie sind bewusster, spezialisierter und langlebiger geworden. Genau dort steht Pentax heute.
Pentax wird vermutlich nie wieder groß, und das muss es auch nicht. Solange es Fotografen gibt, die genau diese Art von Kamera schätzen, mit optischem Sucher, direktem Arbeiten und Fokus auf Fotografie statt Features, gibt es auch einen legitimen Existenzgrund für Pentax, unabhängig davon, wie laut oder zahlenstark der restliche Markt ist.
Pentax ist wohl Scheintot. Da werden nur noch Restbestände abverkauft. Die Pentax 17 war auch ein Flop, die Preise für diese Kamera sind auch im Keller. Echte Rückwärtskompatibilität gabs nie bei Pentax. Man muss zb. auf Mehrfeldbelichtung verzichten wenn das Objektiv älter als die A-Serie ist. Jedes uralte M42 Objektiv ist mit Adapter an jeder Spiegellosen mehr kompatibel als an einer Pentax DSLR.Zudem hat man viele Kunden mit den fehlerhaften SDM Objektivmotoren verloren. Eine Fehlkonstruktion und auch die fehlerhaften Blendensteuerungen bei der K-50 und K-30 haben nicht gerade für Vertrauen gesorgt. Von wegen lange Nutzungsdauer.
Ricoh wird das schon bewerten können, ob sie sich ein Pentax leisten können oder wollen. Insofern ist es doch Spekulation und man kann es ja auch von der anderen Seite betrachten: wir haben Nikon, Canon, Sony, OM, Panasonic… alles Massenmarkt und jeder findet etwas, was für ihn passend ist. Es gibt analoge Kameras und warum soll es auch kein Platz für DSLRs geben?
Pentax hat Mut! Das verdient meinen Respekt! Allerdings bezweifle ich, dass sie damit viel Geld verdienen werden. Die wenigsten wollen noch eine DSLR. Dafür sind die Vorteile der spiegellosen Kompakten zu groß.
Vielleicht erbarmen sich ein paar Nostalgiker, welche mit Spiegelreflexkameras groß geworden sind. Also ich. Würde ich mir deshalb eine kaufen? Nö! Sorry, Pentax.
Sehr vernünftiges Handeln. Pentax befindet sich schon viele Jahre in der Nische, damit können sie anscheinend Geld verdienen weil sie sehr „schlank“ aufgestellt sind. Tot gesagte leben länger – wie oft Pentax schon für tot erklärt wurde kann man nicht mehr nachzählen.
Der DSLM – DSLR Vergleich ist ein müßiges Unterfangen wenn man Bilddateien vor sich auf dem Bildschirm betrachtet. Demjenigen der anhand der Abbildung (ohne Exif) sagen kann mit welchem System oder Logo das Foto gemacht wurde gehört ein fetter Orden an die Brust getackert.
Nostalgie hin oder her – die Kameras sind robust, relativ handlich, alle Bedienelemente sind dort wo sie hingehören und jeder kommt damit ohne Bedienungsanleitung sofort zurecht.
Eine aufgefrischte K-1 Mark-lll reicht für die nächsten Jahre. Wer gerne per Wisch-Finger AI/KI gesteuerte Super Boliden bedienen möchte oder auf einem EVF künstlich nachgebildete Realität sehen möchte der steht bei Pentax im falschen Laden.
So ist es.
Was soll er anderes sagen ?
Mittel bis langfristig werden Spiegelreflexkameras vom Markt verschwinden.
Genauso wie Zweiäugige und Analogkameras verschwunden sind.
Das Bessere ist eben des guten Feind.
Zum Glück gibts denn Seconhandmarkt; da bekomm ich noch DSLR, und auch noch analoge Cameras. Wenn ich mir die Preisgestalltung der Hersteller anschaue, sind grade Cameras die neu auf dem Markt sind überteuert. Die meisten davon kosten nach ca. 1 Jahr 5-10% weniger als bei der Veröffentlichung; und dann gibts ja auch noch die Aktionen, bei denen die Cameras teilweise 30% günstiger sind. Die Hersteller machen trotzdem Gewinn. Die DSLM´s gibts zwar auch auf dem SH-Markt, sind mir aber für meine Brieftasche noch zu teuer. Ich bin aber mit meinen Cameras gut aufgestellt, für mich kommen eher Objektive dazu. Da die heutigen Cameras alle gute Bilder machen, sind m.M.n. gute Objektive wichtiger.
Und da man Pentaxcameras auf dem Gebrauchtmarkt kaum findet, scheint es so, das die, die Pentax benutzen so zu frieden mit ihren Cameras sind, das sie gar nicht ans Umsteigen denken.
Ich hoffe es wird eine K1-III und nicht eine K3-IV. Die Pentax 17 könnte relativ einfach auch zu einer Kleinbild-Kamera werden, was auch cool wäre.
Immer heißt es, Spiegellose hätten viele Vorteile gegenüber den DSLR. Welche Vorteile? Eine ‘spiegellose’ Kamera eines großen Herstellers, zugegeben einer älteren Baureihe, habe ich mal knapp zwei Jahre ausprobiert. Und wieder verkauft. Die Bildergebnisse waren sehr gut, aber die Bedienung und der komische flackernde und nach dem Auslösen stillstehende Sucher haben mich nicht überzeugt. Der optische Sucher einer Pentax K 1 Mk. II, die ich seit 2023 verwende ist eine Wohltat: hell, realistisch, ruhig, lebendig, die Bildgestaltung unter Kontrolle. Die Bilder mit den Limited-Objektiven sind die detailreichsten und schlicht schönsten, die ich je gemacht habe. Das Problem bei Pentax ist schon die eher geringe Auswahl an Linsen, okay, aber mit der Limited-Reihe und dem HD Pentax-D FA*1,4/50mm muss man eben auskommen und diese lichtstarken Linsen kreativ und clever einsetzen, um zu ausdrucksvollen Aufnahmen zu gelangen: Konzentration auf das Verfügbare. Ein HD-FA* 1,4/35 mm z.B. ist längst fällig, aber da tut sich nichts, und die beiden TOP-APSC-Modelle sind wieder vom Markt verschwunden, kaum dass sie erhältlich waren. Schade. Das mag für ambitionierte (Hobby-)Fotografen zu wenig sein. Doch schauen wir uns die Pentax K 1 Mk II an: ein robustes formschönes Gehäuse, liegt gut in der Hand, ist übersichtlich, nicht zu leicht,… Weiterlesen »
LEBENDIG – das ist der absolut entscheidende Faktor bei einem optischen Sucher.
“Immer heißt es, Spiegellose hätten viele Vorteile gegenüber den DSLR. Welche Vorteile?” Ich bin relativ spät bei Spiegellosen Kameras eingestiegen, wegen der Sucher. Aber längst ist für mich der elektronische Sucher, der Hauptvorteil von spiegellosen Kameras. Guck mal durch den Sucher einer Lumix S1/S1-II, oder den hochauflösenden Suchern anderer Kameras. Der ist genau so klar wie der Sucher, meiner Nikon F4 und der war bekannt als besonders hell und klar. Elektronische Sucher haben deutliche Vorteile bei wenig Licht und auch bei Makroaufnahmen, die Schärfeebene ist durch die Aufhellung besser zu sehen, ebenso bei allgemein manuellem AF. Hinzu kommen so tolle Hilfsmittel wie Focus- Peaking und Sucherlupe, die ich nicht mehr missen möchte. So kann man denn auch die Schärfe von fremdapaptierten Objektiven bei Arbeitsblende noch gut einstellen, das ist selbst mit den besten optischen Suchern unmöglich. Desweiteren benötigen Spiegelreflexkameras ein großes Auflagemaß, wegen des Spiegels. Das erhöht den Konstruktionsaufwand bei WW- Objektiven erheblich, durch die nötige Retrofocuskonstruktion. Normal- und WW- Objektive können für spiegellose Kameras deutlich kleiner, leichter und besser werden, ein klarer Vortel für Spiegellose Systeme. Desweiteren verbessert sich die AF- Genauigkeit bei spiegellosen Systemen, da direkt auf dem Sensor scharfgestellt wird. Und nicht durch Hilfsspiegel und/oder Spiegelgeklapper gearbeitet… Weiterlesen »
Einen wichtigen Punkt bei den Suchern vergaß ich noch:
Die Belichtungsvorschau, ich sehe im Sucher eine Vorschau der Belichtung, für mich ein Riesen- Vorteil.
Sehr guter Kommentar von Thorsten. Den Vorteil der absolut geräuscharmen Auslösung mit spiegellosen Kameras hatte ich gerade vergessen, zu erwähnen. Wirklich sehr wichtig bei Konzertveranstaltungen, Theateraufführungen oder Feierstunden. Wenn ich meine Nikon Zf auslöse, ist absolut kein Geräusch zu hören. Bedeutet – der Fotograf fällt nicht auf, kann auch besonders nahe heran gehen – und stört immer noch nicht durch die Serienschaltung der Kamera. Sehr vorteilhaft, ich kann bleiben, denn auf den meisten Veranstaltungen entwickeln sich gute Motive erst nach einiger Zeit! “Die Welt will gute Bilder sehen!”
Thorsten, Du hast die wesentliche Vorteile der DSLMs gegenüber den DSLRs sehr gut erläutert. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass sich die DSLMs durchgesetzt haben. Es gibt eben die von Dir genannten Gründe dafür. Die von Frank genannten flackernden Sucher und beim Auslösen stillstehende Bilder auf den Sucher von DSLMs, habe ich selbst noch nicht erlebt. Bei meinen Kameras flackert nichts und auch das Sucherbild bleibt beim Auslösen nicht stehen. Das war vielleicht ein Problem bei den DSLMs in der Einführungszeit. Allerdings habe ich die “Schwarzphase” bei DSLRs noch in Erinnerung, insbesondere bei Serienbildern. Beim Auslösen und dadurch hochgeklappten Spiegel sah man eben bei DSLRs (auch) nichts mehr. Was bringt es einem auch, wenn zwar der Sucher die reale Welt wiedergibt, das aber nicht dem Foto entspricht, was man aufnehmen möchte. Für mich ist das ein wesentlicher Nachteil von DSLRs und gleichzeitig ein wichtiger Vorteil der DSLMs. Ich sehe eben unmittelbar vor dem Auslösen im Sucher genau das, was dann auch der Sensor und der Prozessor auf die Speicherkarte schreibt. Wie auch immer, ich verstehe auch jeden der bei DSLRs bleiben möchte. Es ist eben vor allem eine Frage der Präferierung und auch der Gewohnheit und weniger ein richtig… Weiterlesen »
Meine 1. eigene Kamera war eine Pentax ME Super, war damals ein tolles System.
Eine Olympus OM2 gefiel mir zwar besser, konnte ich mir aber nicht leisten.
Mit Pentax würde ich fotografieren, aber vor Pentax steht bei mir Nikon: Sehr zuverlässig, eine große Objektiv- und Zubehörauswahl, die Nikkore zeichnen (das ist sehr wichtig) extrem scharf und kontrastreich die Motive auf die Speicherkarte. Besitze noch (neben Nikon) eine kleine Auswahl von Asahi-Kameras, angefangen mit der Asahiflex bis zur fantastischen 6×7. Nikon und Pentax setze ich mit weitem Abstand vor Canon (nicht meine Welt), Sony (geht überhaupt nicht) oder Leica (der Horror)! Die Spiegellosen haben Vorteile: Optimal in der Sportfotografie, Nikon ist dazu besonders kundenfreundlich durch den FTZ-Adapter, denn dadurch ziehen auch ältere Nikkor-Objektive im Bereich Autofokus extrem schnell mit – ein dicker Pluspunkt. Es passen daran auch Uralt-Nikkore ab Baujahr 1977. Was soll`s – ich verwende gerne beide Systeme: Spiegellos und mit Spiegel – bin damit sehr zufrieden!
Übrigens: Der letzte Satz über französische Musik hat mir gut gefallen, da würde der altdeutsche Spruch passen: “Wat der Buer nit kennt, dat frit der nit!”
Pentax erwartet noch Zeiten in denen Sie “Hip” werden.
Die Computer-Cameras brauchen irgendwann ein neues Retro.
Basic, solide und entschleunigt.
Fühle mich bei Pentax bestens aufgehoben.
Sollen die anderen ruhig ihre tausenden Ratatatata Fotos sortieren.
Die meisten schon mit x Voreinstellungen belegt und in Zukunft mit KI.
Die DSLR wird ihren Platz auch in Zukunft auf eine Weise einnehmen.
Nach jahrelang Leica, zuletzt R8, dann die Erste DSLR gekauft, die Erste K1 die rauskam. Bei Schnee, Regen, egal was kommt, die Kamera interessiert es nicht, funktioniert immer. Qualitätsaufnahmen liefert die erste Version aber nur bei Tageslicht- da vom allerfeinsten. Bei Dämmerung / Lichtspots in der Nacht ist keine Variante der Belichtungsmessung in der Lage, vernünftige Ergebnisse zu erzielen. Bei der analogen Leica hält es sehr genau, schlechte Aufnahmen zu machen, bei der Pentax ist es reine Glückssache, abends überhaupt 1 von 8 Fotos gleicher Serie gebrauchen zu können. Nahezu jedes Smartphone ist dieser Kamera haushoch überlegen. Schade, bei dem was die bei Tageslicht leistet, dann noch das 400er Vario drauf – Hammer, aber andere können das besser.
???
Gar nichts konkretes wurde gesagt. Man hat nur gesagt das man nicht auf Spiegellos umsattelt sondern bei Spiegelreflex bleibt. Mittlerweile sind ja praktisch alle Pentax Kameras ausverkauft und die Objektive werden auch immer weniger. Man will wohl die Restbestände verkaufen ohne die Kunden zu verunsichern und macht dann so diffuse Aussagen. Ja man beobachtet den Markt und sondiert und studiert und blablabla. Pentax Fans müssen echt am verzweifeln sein wenn so vage Aussagen als Hinweise für eine neue SLR interpretiert werden. Gibts überhaupt noch Fotohändler die noch was von Pentax anbieten? Ich sehe nichts mehr.
@Thorsten
War die wirklich noch nicht bekannt, dass das Geräusch einer Spiegelreflex die Lautstärke einer Flugzeugturbine weit übersteigt?
Zurück zur Spiegelreflex?
Und das, wo doch der Spiegelschlag jedesmal ein Erdbeben auslöst und lauter als eine Flugzeugturbine ist, sowie der Spiegel alleine 30 kg wiegt?
Woher kommt dieser plötzliche Sinneswandel?