Kameras

Neues Rekordtief für die Kameraindustrie

Im November gab es ein neues Rekordtief für die japanische Kamera-Industrie. Es wurden so wenige Kameras verkauft wie in keinem anderen November zuvor.

Schwacher November für die Kamerabranche

Vor ein paar Monaten noch sah es so aus, als würde sich der Kameramarkt nach der Talfahrt der letzten Monaten und Jahre etwas erholen (wir berichteten). Doch der kleine Aufschwung hielt nicht lange an, denn nun hat die japanische Kamera-Industrie bekannt gegeben, dass der November 2017 der schlechteste November aller Zeit war. Es wurden so wenige Kameras verkauft wie noch nie zuvor, das Weihnachtsgeschäft brachte also nicht die erhofften Resultate.

Deutlicher Rückgang bei DSLRs

Besonders deutlich ist der Rückgang der Verkaufszahlen im Bereich der DSLRs. Hier sind die Zahlen im Vergleich zum November 2016 ungefähr um ein Viertel zurückgegangen. Systemkameras und Kompaktkameras sind einigermaßen stabil geblieben, hier gab es nur leichte Rückgänge. Wenigstens hat es die Hersteller finanziell nicht so hart getroffen, denn die Umsätze sind im Vergleich zum November im letzten Jahr nur um 2 Prozent zurückgegangen. Das könnte unter anderem darauf zurückzuführen sein, dass viele Hersteller immer mehr auf teure High-End-Produkte setzen, von denen sie insgesamt zwar weniger Einheiten verkaufen, an denen sie pro Stück aber deutlich mehr verdienen.

DSLMs weiter auf dem Vormarsch

Ansonsten dürfte relativ klar sein, dass die Marktanteile der DSLRs in den nächsten Jahren immer weiter zurückgehen werden. Vom Markt verschwinden werden die Spiegelreflexkameras in den nächsten Jahren natürlich nicht, doch gerade Neueinsteiger setzen immer mehr auf spiegellose Systemkameras. Und wenn im Jahr 2018 wie erwartet noch Canon und Nikon so richtig in diesen Bereich einsteigen und spiegellose Vollformatkameras vorstellen werden, dann dürfte das die Marktanteile noch weiter zu Gunsten der DSLMs verschieben.

Quelle: CIPA

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

36 Kommentare

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  • Japanische Kamera- und Objektivhersteller haben anfangs letzten Jahres die Preise erhöht, was eben nicht gerade verkaufsfördernd ist. Ich habe auch bei mir gemerkt, dass ich mich mit Investitionen zurückgehalten habe.

    Als dann die Nikon D500 im Dezember mit 10% Rabatt zu haben war, habe ich zugeschlagen. Müssten sie eben öfters machen, oder gleich mit den Preisen runter. Wenn etwas schon nicht läuft die Preise zu erhöhen, ist eine schlechte Strategie.

    • @ Rolf Carl – Gratulation zur Nikon D500! Arbeite seit Okt. 2017 damit und all meine Auftraggeber sind mit den
      Ergebnissen mehr als zufrieden! Vorne drauf ist eine SIGMA Optik – tolle Kombination!
      Die D500 wurde ja nicht umsonst zur besten Profi-APS-C Kamera gekürt!

      • Danke Niko

        Wir scheinen auf der selben Linie zu sein. Auch bei mir ist Sigma vorne drauf; 3 Art Objektive und 4 Makros, das einzige Nikkor 200-500 f5.6 VR und seit Samstag das brandneue Tamron 100-400 f4.5-6.3. Die beiden letzteren habe ich an der Nikon D500 schon ausprobiert. Grandios!

        Dass deine Auftraggeber mit deinen Bildern zufrieden sind, bezweifle ich keine Sekunde!

    • Hallo Rolf Carl
      ich bin ebenfalls Nutzer der D500, darf ich fragen, wie sich das Tamron 100-400 mm im Autofokus gegen das Nikkor 200-500 mm bewährt?
      Tamron hat häufig einen langsamen AF-Motor integriert, besonders schlimm beim 18-400 mm und auch das Sigma 6.3/100-400 mm gehört zu den eher langsamen Tele-Zooms…
      Langsamer AF und unpräzise Fokussierung sind für mich KO-Kriterium – dann gebe ich lieber mehr Geld für Nikon oder Canon aus.

      • Also 6.3 bei 400mm ist für mich ein KO Kriterium. Da kann man keinen Konverter mehr einsetzen, weil die Lichtstärke mit Konverter bereits über 8.0 geht. Und dort geht der Autofokus in die Knie, wenn überhaupt.

        Ich mache Wildlife Fotografie, habe dazu das original Nikon 4.5-5.6/80-400 und 5.6/200-500. Selbst Blende 5.6 scheint schon zu schwach. Ich sehe deutlich, dass Leute mit Lichtstärke 4.0 viel mehr scharfe Bilder nach Hause bringen.

      • Hallo Cat

        Ich habe dem Tamron den Vorzug gegeben, weil ich in einem Praxistest eines Profifotografen gelesen habe, dass der Autofokus des Tamron schneller und bissiger ist als beim neuen Sigma. Preislich sind sie praktisch gleich.

        Meine erste Erfahrung ist, dass das Tamron ebenso schnell und Präzis ist wie das Nikkor 200-500mm f5.6, und zwar auf der D500 und der D750. Auch die Bildqualität habe ich bereits bei 100%-Ansicht überprüft: Einfach scharf! Und es liegt super angenehm in der Hand. Ich habe den Kauf noch keine Sekunde bereut, obwohl ich sonst totaler Sigma-Fan bin. Aber eben, ich habe das Tamron erst 3 Tage, den richtigen Härtetest hat es noch vor sich.

        Für mehr Lichtstärke werde ich mir dann noch ein gutes 70-200 2.8 kaufen. Da soll das Tamron G2 ja auch überragend sein. Aber anscheinend hat Sigma auch noch eine Sportversion in der Pipeline. Ich werde also noch warten.

      • Hallo Cat

        Noch zur Ergänzung: der Praxistest ist von Dustin Abbott, unbedingt lohnenswert, wenn du dich für das Tamron interessierst.

    • @ Rolf Carl
      …Wenn etwas schon nicht läuft die Preise zu erhöhen, ist eine schlechte Strategie….
      Genau, so sehe ich das auch. Das ist eigentlich eine Sauerei bei Nikon, einfach überteuern.
      Die d850 ist den Preis nicht wert, man muß sich mal die D810 dagegen ansehen, einfach einen Tausender drauf
      Das 105 1.4 für 2400 Euro ?? Das paßt ebensowenig, das 80-400G für 2400 Euro, über Tausend mehr als die Konkurrenz !!
      Selbst habe ich die D500, Klasse ohne Frage. Jedoch zum Objektivergänzen spare ich zur Zeit alle Mühe.
      Die Preise werden zwangsläufig rutschen, dann sehe ich mal zu.

      Nur, weil wir Deutsche sind, einfach melken ??
      Das machen die Japaner schon seit den 70 zigern ( Honda + Co )

      Die d850 gibt es im grauen Markt unter 3000 Euro, wie geht so etwas, wenn man doch eigentlich noch gar nicht richtig liefern kann ??

      Hallo Nikon, Ihr braucht einen Schrumpfkur, erst dann schlagen wir Deutsch wieder zu.

      Zu den Novemberzahlen: die sind wahrscheinlich ohnehin schwach, daher nicht zu hoch beurteilen.
      In einem starken Monat ist alles wieder im grünen Bereich.
      Mich ärgert nur, das nagelneue Ware im Ausland billig verramscht wird, während wir Deutsche viel zahlen sollen.
      Also ist doch die D850 völlig überteuert.
      Für jemanden, der dafür arbeiten muß und anschließend (nach vielleicht 6 Monaten) feststellt, jetzt kann Fotokrause auch für 3200 statt für 3800 ??
      Da kommt doch Ärger hoch.

      • Genau Volker, das ist es, was mich bei Nikon schon lange ärgert. Und bei der D850 ist mit dem Kamerapreis noch nicht Schluss, wenn man die komplette Ausrüstung braucht. Das Zubehör:

        – Batteriegriff 539 Euro
        – Akku 200 Euro
        – WLAN-Modul 1220 Euro

        Komplett überrissen, genau wie einige Objektive und jetzt auch wieder das angekündigte Tele. Nikon kann nur noch hoffen, dass es eine entsprechende Leistung bringt, sonst sieht es düster aus.

        Nikon hat mich sozusagen zu Sigma und Tamron getrieben, und jetzt bin ich glücklich darüber (Ich hoffe, die Herren von Nikon lesen hier auch mal mit).

  • Naja, irgendwann ist der Markt auch einfach mal gesättigt. Bei den aktuellen Preisen kauft man auch nicht unbedingt, wenn man nicht muss. Die Kameras „halten“ heute auch länger als früher, ich muss nicht alle zwei, drei Jahre meine Kamera (sei es DSLR oder DSLM) gegen ein neues Modell ersetzen (Das dann meistens noch, gegenüber der Vorgängerversion, abgespeckt wurde, siehe Nikon D7200 und der fehlende zweite Speicherkartenslot).
    Sicher, irgendwann werde ich mir eine „neue“ Kamera zulegen, das muss dann aber kein aktuelles Modell sein, das kann auch eine Gebrauchte oder ein Vorführgerät sein, so wie das damals mit meiner D7100 war.
    Momentan lege ich (und damit wohl auch viele andere) eher den Fokus auf Zubehör wie Objektive.

    Irgendwann ist auch eine Technik ausgereizt und ausentwickelt, was soll denn eigentlich noch kommen?

  • Ein Preis von 3800 Teuronen für eine Nikon D850 ist auch nicht gerade verkaufsfördernd.

    Und dann braucht sie noch die exotischen Speicherkarten XQD. Kaum zu bekommen und unendlich teuer. Ebenso der Kartenleser. Und jedes neue Profiobjektiv kostet einen neuen Rekordpreis.

    Stimmt das Preis/Leistungsverhältnis da auch nur annähernd?

    • nur das die „exotischen“ XQD Karten mit weitem Abstand die schnellsten, stabilsten und datensichersten Karten am Markt sind und Canon und Sony da einfach pennen – der Preis fällt erst mit stärkerer Verbreitung.
      Eine SD-Karte ist doch in Wahrheit „Dreck“ – schnell verloren, schnell kaputt, leicht gebrochen, oft nur halb gefüllt mit mSD-Karte und verramscht.
      Den Kartenleser bekommt man gegen kleinen Aufpreis mit einer Lexar XQD dazu.
      Also hier bitte nicht zu kurz denken.
      Wer eine D500 – D850 – D5 kauft – braucht auch den besten Speicher und das ist CF schon lange nicht mehr und SD noch nie gewesen.
      Gegen die langweilige Eos 5DIV, die langsame 5DSR oder die immer noch unausgereifte Alpha 7RIII ist doch die D850 ein Schnäppchen – wie alle Tests beweisen.

      • Bei Wildlife Fotografie mit 9 Bilder/Sekunde und RAW Fotografie ist eine 128 oder 256 GB Karte bald voll.
        Eine 12 tägige Fotoreise mit 10 bis 12 Stunden Shooting am Tag produziert da schnell 10.000 bis 15.000 Bilder pro Reise.

        Meine SDXC Professional Sandisk Karten wurden noch NIE kaputt. Sicherheitshalber habe ich im 2. Kartenschacht noch eine schnelle Karte, wo parallel jedes Bild redundant gespeichert wird.

        Das so genannte Schnäppchen relativiert sich, wenn man nach 2 Jahren kaum mehr die Hälfte dafür bekommt. Früher hatte ich eine Profikamera 8 bis 10 Jahre, da sieht das Preis/Leistungsverhältnis schon anders aus. Wenn die D850 für 3.000 EUR zu haben wäre, hätte die Konkurrenz keine Chance dagegen.

      • Dann muß man aber auch sehen, das im Verhältnis alle Sony-Kameras und andere Spiegelfreie extremste überteuert sind und noch viel schneller veraltet und im Wert fallend!
        Eine D850 oder 5DIV haben immerhin noch Glasprismen (teuer und schwer) und viel Mechanik –
        bei den anderen kommt alles aus dem PC-Baukasten.
        XQD-Karten sind auch in Windeseile auf den Mac übertragen…
        Kann ja jeder halten wie er will, ich kaufe kaum noch SD-Karten und microSD schon gar nicht.

      • Also wenn man für eine Reise ca. 10 bis 15 XQD + Reserve Speicherkarten braucht, ist der überteuerte Preis (gibt ja kaum Konkurrenz durch Hersteller) schon schmerzhaft.

        Sicherungsmöglichkeiten gibt es nicht wirklich. Auf Flügen gibt es ein Limit für Kabinengepäck von zumeist 8 kg. Das ist bereits überschritten bei 2x Vollformat, 200-500, 70-200, 24-70. Ladegeräte, usw. In den Koffer gebe ich keine Fotogeräte.

      • @Cat

        Also den letzten Beitrag verstehe ich nicht! Warum sollen denn DSLM im Vergleich mit DSLR überteuert sein? Mit der A7RIII bekommt man doch eine Kamera auf dem Niveau einer D850 zu einem aktuell günstigeren Preis. Warum sollte ich für überflüssigen Balast (Mechanik, Prismen) einen Aufpreis zahlen?
        Ich würde ja auch keinen Aufpreis für ein E-Auto mit Benzintank zahlen.

        Und warum sollten DSLM schneller veralten? Das ist doch im Vergleich zu DSLR die neuere Technik. Und von starkem Preisverfall kann auch keine Rede sein. Ich denke der ist bei allen Kameras ungefähr gleich, je nachdem wie Nachfolge- oder Konkurrenzmodelle erscheinen.

        Also der Trend geht in Richtung DSLM, auch wenn es DSLR noch lange geben wird. Das mag nicht jeder gut heißen, aber die Absatzzahlen sprechen diese Sprache. Zumal DSLM auch bei Herstellern wie Olympus, Panasonic oder Fuji stark auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer hin entwickelt werden. Im DSLR-Bereich gibt es meiner Meinung nach mehr Modelle, die keiner braucht.

      • Cat, eSchmidt

        Ich benütze seit ca. 6 Jahren Sandisk Karten und es ging auch noch keine kaputt. Ich teste auch jede Karte nach dem Kauf auf Schreibausfälle und kann sagen, dass bis jetzt alle Karten perfekt waren.

        Für die D500 habe ich vorläufig mal eine SD UHS II Karte gekauft. Die schnellsten UHS I Karten schaffen 95 mB/sec. und die UHS II Karte ca. 300. Sie ist also massiv schneller als eine normale und nicht mehr weit weg von der XQD, die ca. 400 mB/sec. schafft. Aber der Preisunterschied ist ehrlich gesagt auch nicht sehr gross, deshalb kaufe ich gelegentlich auch noch eine XQD Karte.

        Die Kamera muss aber auch noch fähig sein, UHS II zu unterstützen. Meines Wissens sind das nur die D500, D5 und die D850 von Nikon. Bei allen anderen Kameras nützt eine schnellere Karte nichts, weil die Schreibgeschwindigkeit bei max. 95 mB/sec. bleibt.

        Eine Hochgeschwindigkeitskamera mit alten Karten zu betreiben, macht also wie Cat sagt keinen Sinn.

      • @Rolf Carl:
        Warum es keinen Sinn macht, die D850 mit einer Speicherkarte zu betreiben, die 95 MB/Sekunde aufnehmen kann, musst du mir schon erklären. Werden die Bilder denn dann schlechter?

      • eSchmidt

        Schlechter werden die Bilder nicht, es kommt immer darauf an was du fotografierst. Bei normalen Aufnahmen genügt eine 95 MB/sec Karte vollkommen. Da du aber gesagt hast, dass du vor allem Wildlife machst, sieht es anders aus.

        Die D850 schafft wenn ich das richtig in Erinnerung habe 7 Bilder pro sec, mit Batteriegriff müssten es etwa 9 sein. Das heisst, dass bei einer geschätzten Dateigrösse von 50 MB die Karte gerade mal 2 Bilder pro sec schreiben kann. Wenn du nun Serien fotografierst und der Puffer deiner Kamera voll ist, müssten die Bilder schneller auf die Karte geschrieben werden können, sonst gibt es einen Stau. Damit ist aber der Vorteil deiner neuen Kamera in dieser Hinsicht dahin, und es ist wieder wie früher; nach 2 bis 3 Serien Speicher voll und warten, bis der Puffer wieder entladen ist. Meistens geht in diesem Moment die Action ab (Gesetz von Murphy).

        Somit ist eigentlich klar, dass kein Weg an einer XQD Karte vorbei führt, insbesondere bei der D850 nicht mit 45 MP. Die günstigste XQD Karte von Sony schafft ca 400 MB/sec, dass würde dann heissen, dass sie bei deiner Kamera etwa 8 Bilder pro sec schreiben kann. Das sollte eigentlich genügen.

  • Wer braucht was?

    Es macht einen großen Unterschied ob das Werkzeug zum Spaß oder beruflich eingesetzt wird. Wer zwei mal im Jahr ein Brettchen hobeln muss ist mit dem Handhobel aus dem Baumarkt bestens bedient, wer jeden Tag meterweise sauber gehobelte Bretter braucht muss eine teure Hobelmaschine verwenden.

    Bezogen auf die massenhaft gemachten Bilder/Videos sind das Smartphone oder High End Kameras. In der Mitte gibt es fast keine bezahlbaren Alternativen weil es immer weniger Bedarf gibt. Wenn ich mir meine mit dem Huawei P10 gemachten Schwarz Weiß Bilder ansehe habe ich keinen Bedarf an sonstigem Equipment. Und das Ding hat man jeden Tag immer dabei ohne zusätzlich Gewicht und Gerät schleppen zu müssen.

    Ich würde für die momentane Situation das kurzsichtige Management verantwortlich machen. Als der Motorwagen kam hat das vielen Pferden das Leben gekostet, als die Fotografie Massen tauglich wurde hat das vielen Kunstmalern den Boden unter den Füßen weggezogen. So sehe ich das.

    • Irgendwie zieht sich das derzeit durch viele Branchen. Man gibt nur noch das nötigste in ein neues Modell um dieses dann mit maximalen Gewinn in den Markt zu pressen. Z.B. Apple: baut seit Jahren keine attraktiven MacPros mehr. Und der MacPro Classic freut sich ungebrochener Beliebtheit. Apple ist zum Telefonladen mit kleiner Computerabteilung mutiert. Auch bei Canon liefert nur das, was in mir kein must have erzeugt.

      Der Absatz geht zurück, ja, es hat ja auch fast jeder eine Kamera. Smartphones sind für mich keine Alternative.
      Die sorgen in 99,99% aller Fälle nur dazu, die Server mit Datenmüll in Form von Bildern zu verstopfen, da es im Moment hip ist, seine Selbstdarstellung in Socials in Bildern auszuleben und alles mit den Deppenzepter Festhalten zu müssen.

      Canon schafft es ja auch nicht wirklich tolles zu liefern, warum auch, wenn jeder noch so kleine Schritt zu vermarkten ist. Anstatt an der Pixelschraube zu drehen würde ich mich auf einen besseren Dynamikumfang und bezahlbare Linsen freuen.

      Die Großen werden es schwer haben, denn die kleinen kommen mit immer besserer Qualität. (Sigma, Tamron)
      Und ja, der Markt setzt weniger Ab. Liegt vielleicht auch am Preis/Leistungsverhältnis.

      Bsp. EF 16-35 F2.8 III vs. Tamron 15-30 F.28.

      Da hat Tamron in punkto Bildqualität wirklich etwas gutes abgeliefert. Knackscharf bis sin die Ecken und mit deutlich weniger Verzeichnung. Warum soll ich da das doppelte für ein L-UWW bezahlen?

      • also wer sparen will kauft weder das Canon noch das Tamron sondern einfach ein 4.0/16-35 L IS Canon.
        Die 2.8 wird nur in Spezialfällen mal gebraucht und bringt ohnehin keine optimale Schärfenleistung bis an die Ränder – auch beim Tamron nicht.

  • Ich glaube spätestens, wenn die nächste Sensorrevolution kommt, wird sich die Kameraindustrie nochmals stark verändern müssen!

    Man stelle sich vor, dass ein Smartphone in der Zukunft eine Qualität liefert die mit heutigen Vollformat Kameras vergleichbar (in Bezug aufs Rauschen) und dass diese 20 Blendenstufen Dynamikumfang haben!
    Folge wäre, dass noch weniger Leute zu einer Kamera greifen, oder, dass vielleicht Mittelformat Kameras durch Apsc oder sogar Mft Kameras ersetzt werden.

    Habe einen interessanten Artikel gefunden zum Thema „Stacked Cmos Sensor“ mit möglichen Zukunftsszenarien der Kameraindustrie:
    https://www.foto-schuhmacher.de/artikel/hardware/stacked-cmos.html

    Dort steht auch als Zukunftsvision drin, dass man in Zukunft z. B. seine Fotos nicht mehr entwickeln muss, da Kamera alles erkennt (Überbelichtung, Gesichter usw.).

    Finde die aktuelle Fotoflut auch nicht toll: 90% Müll und nur 10% wirklich gute Fotos!

    • Sehr interessanter Beitrag den Herr Schuhmacher da geschrieben hat. Also Sony dürfte hier wirklich auf einem sehr guten Weg sein, wie es scheint. Wenn ich mir da ein Interview mit den Canon Chef lese, wird mir fast schon bange um Canon. Er sagt: Sie werden jetzt beginnen ein Werk zu bauen dass sich mit neuen Technologien beschäftigen soll. Also sie beginnen jetzt …. na bum wenn ich mir Vorstelle wie viele Jahre wir schon an Industrie 4.0 arbeiten und den Begriff kennt kaum noch jemand, da kann man sich ein Bild machen wie weit hier Canon anscheinend schon zurückliegt. Na da bin ich mal gespannt was da heuer von Canon/Nikon wirklich kommt. Mein Hoffnung schwindet von Minute zu Minute. Also wenn Sony auch den APS-C Bereich, Objektivpark weiter forciert oder eine günstigere Vollformat bringt …. dann erscheint mir das unaufgeräumte Menü das kleinste Problem .. 🙂

      • @ Thomas Wurm
        ….Wenn ich mir da ein Interview mit den Canon Chef lese, wird mir fast schon bange um Canon. ..

        ich habe selbst bereits mehrere Pleiten (als Angestellter) erlebt und gebe Ihnen hier völlig Recht.
        Sony verdient heute schon mehr Geld mit diesen Chips und es wird immer mehr. Das bedeutet, sie werden ein neuer Microsoft, wenn Sie so wollen. Mit Geld kann man halt viele dumme Sachen machen. (Die Konkurrenz kaputt machen, viele unnütze Modelle herausbringen und so den Markt kaputt machen usw usw…)
        Da Sony (nach dem Bericht von H Schumacher, Link siehe weiter oben, benötigt man nicht mehr viel Fantasie, um zu erkennen, das Sony der neue Platzhirsch wird.
        Die Frage wird sein, wer überlebt das kommende Zenario.
        MFT hat ev seine Anhänger, diese Technik ist heute schon sehr gut, in der Praxis leichter, kleiner also öfters zum mitnehmen, und für ältere Personen gleichen mFT die wackeligen Hände durch den IBIS wieder aus.

        APS ?
        24×36 ?
        MF?

        In Zukunft kommen also wohl Kameras mit 50-100 MP und noch mehr mit „denkenden Chips“
        Da diese Technik laut H Schumacher Z U E R S T in Smartfons eingebaut wird und danach zu den teureren Kamera herab gereicht wird !! können wir uns heute schon vorstellen, wer in Zukunft noch eine Kamera benötigt.
        Smartfons können dann alles besser!! Das dauert vielleicht noch 5 Jahre, aber der Zug dahin ist schon in Fahrt.
        Das ist aus heutiger Sicht einfach nur Wahnsinn.
        Da auch ich älter werde, befasse ich mich neben meiner APS auch mit mFT und ausgewählten Objektiven, also einen sehr übersichtlichen und effizienten Fotopark.
        Denn ich bin prinzipiell gegen Schmartfons eingestellt. (Tagraubende und blödmachende Dinger)

    • also die Zukunft ist morgen schon Vergangenheit.
      Und warum gehen immer alle davon aus, das wir in wenigen Jahren noch mit Smartphones rumlaufen oder gar fotografieren?
      schon jetzt fangen Uhren an die Smartphones überflüssig zu machen – die müssen erst einmal lernen sich aufzurollen oder zusammen zu falten – so haben die definitiv null Zukunft.
      Auch mit 20 Stufen Dynamik werden Fotos nicht besser – es wird nichts so bleiben wie es ist, das denken am allerwenigsten.

    • Jip

      Du sagst es ja gleich selber. 10 % wirklich gute Fotos, und dafür braucht es eben wirklich gute Kameras. Oder was denkst du, wer dann z.B. Bilder von der Olympiade Actionbilder an die Redaktionen schickt? Oder versuche doch einmal mit deinem Handy einen Vogel aus 30 m Distanz formatfüllend aufs Bild zu kriegen, die Pupillen scharf wie eine Rasierklinge. Wenn du das einmal schaffen solltest, bin ich der erste, der dir mit dem Handy folgt. Ich befürchte nur, dass ich das nicht mehr erleben werde.

      • Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass aus Sicht eines Fotografen >95% der Fotos im Netz Müll sind. Aber das kommt immer auf die Sichtweise an. Für den einen ist es Müll, für andere dokumentiert es den Augenblick (Orte, Leute, Events, Stimmung, was auch immer). Dazu braucht man nicht unbedingt hochqualitative Fotos.

        Man muss aber auch beachten, dass die Anzahl der Fotos durch die ständige Verfügbarkeit von Smartphones und Kameras jedweder Art exponentiell gestiegen ist. Auch wenn man 95% der Fotos als Müll bezeichnet, sind die verbliebenen 5% guten Fotos, viel mehr als vor 10, 20, 30, 50 Jahren. Außerdem ist es durch die verfügbare und bezahlbare Technik heute einer wesentlich größeren Masse Leute möglich, hochqualitative Fotos zu machen. Das Equipment für Sportfotografie oder um Vögel gestochen scharf zu fotografieren, war vor Jahren nur einigen wenigen zugänglich. Heute ist dieses Equipment für jeden ambitionierten Hobbyfotograf im mittleren Preissegment verfügbar.

      • @Rolf Carl

        Ich bin kein Fan von dieser Entwicklung hin zur „Smartphonefotografie“ , aber ich glaube es werden vorallem diejenigen in Zukunft keine Kamera kaufen, die am hellen Tage die Landschaft mit einer Spiegelreflexkamera und Blitz ablichten und ich glaube von diesen gibt es gar nicht so wenige.

        Ich selbst fotografiere mit meinem Smartphone so gut wie gar nicht, sondern fotografiere mit meiner Fuji Xt2.
        Hatte bereits das Glück Elche in Schweden mit meinem 100-400 vor die Linse zu bekommen.

        Nur wer der jungen Erwachsenen kauft sich heute noch so eine Kombi?
        Für die meisten viel zu teuer und viel zu schwer!

      • @Mirko

        Und so wie eine gute Optik sein muss ist sogar noch unscharf bis zur Bildmitte (Bilder unten), also sollte sich jeder diese Linse kaufen! 😁

      • Mirko

        Der war gut! Es gibt übrigens schon Teleskopie-Fotowettbewerbe, und die Bilder sehen nicht schlecht aus. Ich habe mal Naturfotografen getroffen, die so fotografiert haben. Die Bilder kommen dann gleich aufs Handy! Vor allem sind dann auch Brennweiten von 1000 mm und mehr kein Problem, ausser natürlich bei Dunst in der Luft.

      • Rolf,
        ein Freund von mir der hat so ein „Kameraobjektiv“ ( oder wie das man nennt) von Sony, das hat er eigentlich immer in der Tasche. Klein und handlich gesteuert wird alles über das Smartphone, die Idee fand ich garnicht mal blöd weiß aber nicht ob Sony das Ding noch anbietet

      • @ Mirko
        Schau mal was Sony auf der Ces anbietet…. RX 0 …21 MP …1 zoll… 24 mm ….100 g….
        6 cm breit, 4 cm hoch , 3cm tief

    • Also der Doktor Schuhmacher ist für mich genauso ein Sappelhannes wie der Professor Dudenhöffer im Bereich Autoindustrie 😉

      „Positiv gesehen für den Fotografen wird zukünftig die Aufnahme – wie früher – wieder tatsächlich vermehrt in der Kamera entstehen.
      Die langwierigen Nachbearbeitungen am PC werden sich drastisch verkürzen, der Prozessablauf verändern, die Prozesskette und der Arbeitsaufwand bis zum druckfertigen Endergebnis beschleunigen.“

      Also wenn große Sportevents stattfinden befinden sich 5 Minuten später die Siegerbilder der Sportler schon in den Onlineportalen der Nachrichtenagenturen.
      Auch ich fotografiere 95% im Jpeg Format und kümmere mich einen scheiß um die Nachbearbeitung, ich wähle gleich Bildformat, S/W oder Farbe und welche Filmsimulation und fertig, richtiges belichten natürlich vorausgesetzt 😉