Kameras Neuheiten Nikon

Nikon D6 mit „leistungsstärkstem AF-System“ in Nikons Geschichte präsentiert

Die neue Nikon D6 ist da! Sie kommt mit dem leistungsstärksten AF-System in Nikons Geschichte daher, bleibt ansonsten im Vergleich zur Vorgängerin aber eher blass.

Nikon D6 offiziell vorgestellt

Nachdem Canon und Sony ihre neuen Flaggschiffe für die Olympischen Spiele 2020 vor einiger Zeit bereits in Form der A9 II und der EOS-1D X Mark III präsentiert haben, zieht nun auch Nikon als letzter der großen drei Hersteller nach und enthüllt die neue Nikon D6. Dabei hat sich der Hersteller für einen anderen Weg als Canon entschieden, die D6 weiß nämlich nicht mit so vielen Neuerungen zu überzeugen wie die EOS-1D X Mark III. Dafür will Nikon aber eigenen Angaben zufolge an genau den Stellen nachgebessert haben, die für Profis wirklich wichtig sind.

Wichtigste Neuerung: Der Autofokus

Die wichtigste Neuerung der Nikon D6 ist ganz klar der neue Autofokus. Das AF-System ist laut Nikon das leistungsstärkste in der Geschichte des Unternehmens und es kommt mit 105 AF-Messfeldern daher, die allesamt als Kreuzsensoren ausgelegt sind. Die Zahl von 105 Messfeldern mag im ersten Moment verwundern, da die Nikon D5 noch mit 153 Messfeldern gearbeitet hat – das wirkt also wie ein Rückschritt. Doch die einzelnen Messfelder der D6 sind größer und durch eine bessere Verteilung ist die Dichte der AF-Felder 1,6x höher als bei der Vorgängerin. Zudem hat Nikon die Anzahl der verschiedenen Autofokus-Gruppierungen auf 17 erhöht und es wurde eine Augen-Priorität ergänzt. Dank dieser kann die Kamera erkennen, wo sich Augen befinden, ein „normaler“ Augen-Autofokus ist das allerdings nicht.

Des Weiteren arbeitet die Nikon D6 mit dem neuen Expeed 6 Bildprozessor, der den Autofokus schneller berechnen kann und das Bildrauschen um eine halbe Blendenstufe verbessert haben soll.

Sensor, Serienbildgeschwindigkeit & Videos

Der Vollformatsensor der Nikon D6 arbeitet weiterhin mit einer Auflösung von 20,8 Megapixeln, der ISO-Bereich erstreckt sich von ISO 100 bis 102.400, erweitert werden kann er auf ISO 50 und ISO 3.280.000. Das kennt man von der Nikon D5. Ebenfalls nichts getan hat sich bei der Serienbildgeschwindigkeit, diese beträgt maximal 14 Bilder pro Sekunde, im Modus „Stille Auslösung“ mit hochgeklapptem Spiegel sind 10,5 fps möglich. In diesem Bereich fällt Nikon also deutlich hinter Canon zurück.

Auf einen Hybrid-Autofokus auf dem Sensor verzichtet Nikon, somit steht bei Videoaufnahmen lediglich ein Kontrast-Autofokus zur Verfügung. Videos nimmt die D6 in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde auf – auch hier kann Nikon also nicht mit Canon mithalten.

Bessere Konnektivität

Von der D5 übernimmt die D6 außerdem den 0,72-facher optischer Sucher sowie den 3,2 Zoll großer Touchscreen mit seiner Auflösung von 2.359.000 Bildpunkten. Verbessert wurde allerdings die Konnektivität der Kamera. WLAN-ac, USB-C, Bluetooth und GPS sind mit von der Partie und das Gigabit-LAN soll um 15 Prozent schneller arbeiten. Das Gehäuse ist zudem 145 Gramm leichter als das der Vorgängerin und bietet Platz für zwei XQD- bzw. CFexpress Karten.

Ab März 2020 soll die Nikon D6 zum Preis von 7.300 Euro im Handel erhältlich sein. Vorbestellt werden kann die Kamera unter anderem bei Calumetphoto oder Foto Koch.

Was haltet ihr von der neuen Nikon D6?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

54 Kommentare

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  • Ich finde sie ziemlich enttäuschend, zumindest im direkten Vergleich zur 1DX MK3.
    Wirklich zugelegt hat sie nicht, nicht nutzbaren Schwachsinn hat sie behalten ISO 3.280.000 🙈🙈🙈

    Das ist echt schade und bringt, meiner Meinung nach, Nikon jetzt bei der Sport- und Aktionfotografie deutlich ins Hintertreffen.
    Ja, ich weiß, es gibt noch keine Tests, weder von der 1DX MK3 noch von der D6, aber rein nach Specs ist es eher eine D5s.

  • überrascht mich, dass noch keiner von den Hyänen über D6 hergefallen ist. Schwache Leistung, geht ja garnicht , oder ich hätte mit dem und dem gerechnet….
    Wenn man einen Bugatti im Stall hat, dann wirds hald schwer den noch zu toppen.

    also, Freunde auf gehts, die Messer sind gewetzt.

    Fackt ist: eine spitzen Kamera und gibts nix zu meckern.

    • @ rudolfo
      Kannste alles von mir hören, wenn du willst.
      Tatsache ist, sie ist nicht schlechter als die D5.
      Das ist aber auch das beste, was mir nach über 4,5 Jahre Entwicklungszeit zur D6 einfällt.
      Klar, eine Spitzen-Kamera ist da schon. Für ihren Einsatzbereich jedenfalls.
      Nur könnte ich, angefangen mit der Verteilung der AF-Sensoren über den Sucher, schon einiges daran kritisieren.

      • genau das habe ich gemeint !!! – es gibt sie also doch noch.

        Ich frage mich auch jeden Tag wie es die zahlreichen Photographen immer wieder schaffen, mit so einer unvollständiger Kamera immer wieder top Fotos zumachen.
        Sei es top-Speed Bereich (Wintersport bis Motorsport), bei Eiseskälte, oder extremer Hitze und Starkregen, oder all die Kriegsberichterstatter und und und…. um nur einige zu nennen, die sich täglich auf ihre Maschine verlassen können und müssen und da ist es völlig egal, ob diese wunderbaren Geräte ihren Job machen, Canon oder Nikon heißen – egal, die sind alle saugut – basta. und genau für die Spezies ist diese Maschine konzipiert – für Leute die ihr Geld jeden Tag und jeden Tag immer wieder aufs neue verdienen müssen und die sich auf ihr Werkzeug verlassen können und müssen. Nicht für Hobbyfotografen. (aber da sind auch viele dabei, die das schätzen !!!)

        Alle diese Leute machen täglich ihren Job mit einer Kamera, die deiner Meinung nach stark verbessungswürdig ist – träum weiter, oder fotografierst du schon – ich find’s lustig, vor allem den unqualifizierten Kommentar den viele abgeben.
        denk dran: immer locker bleiben und gut Licht.

      • @ rudolfo
        Das Augenzwinkern hast du aber schon bemerkt, oder?
        Die D5 erfüllt ganz genau deine Auflistung an Anforderungen. Punkt.
        Eine D6 hat einen neuen Autofokus, das ist schonmal sehr wichtig.
        Zuverlässig wird sie schon sein, die D3s hat z.B. bis jetzt auch keine Probleme gemacht. Bis auf die Belederung, die Nikon seit eigentlich schon der F5 nicht im Griff hat. (Die ersten Kameras der F5 hatten ja ihre Probleme mit der Farb-Matrixmessung, hatte Nikon ungefähr ein halbes Jahr später korrigiert). Seitdem hatten die großen Nikons eigentlich, abgesehen von der Farbe im Display der D4, keine Probleme in der Baureihe. Die D6 wird von Start an auch sehr gut funktionieren. Ganz sicher.
        Aber, Rudolfo, innovativ ist sie nun nicht gerade. Und wenn du nur annähernd Ahnung von dem Beruf hast, den du eben beschrieben hast, dann solltest du es eigentlich besser wissen.
        Fotografen müssen nämlich neben einem zuverlässigen Arbeitsgerät ebenfalls auf den Bedürfnisse ihrer Kunden reagieren. Das bedeutet z.B. verstärkte Fähigkeiten, unkompliziert ein kurzes Video zu drehen und zu schneiden. Und zwar ohne viel extra Equipment. Heißt, ein Ibis wäre für einen Profi etwas feines. Video ohne Gimbal drehen zu können, gerade auch in extremen Einsatzgebieten, hat große Vorteile.
        Ebenso ein vernünftiges Liveview, wie Canon das schon seit einigen Generationen in seinen Bodys verbaut.
        Ein Profi, wie du ihn beschreibst, muß auch technisch auf dem neuesten Stand sein, es sei denn, er macht langzeit-Reportagen für NatGeo oder andere Magazine.
        Aber ja, das hier ist locker. Ist doch nur ein Forum, da tummeln sich eben alle möglichen fotografisch interessierte herum. Ist doch auch schön so. Nur, vielleicht nicht unbedingt alle anderen, die nicht gleich deiner Meinung sind, runtermachen. Dann macht das Posten nämlich jedem mehr Spaß.

  • Nikons D6 ist für eine Foto Sparte gebaut worden die nicht meine ist. Deswegen erspare ich mir einen Kommentar bezüglich der praktischen Anwendungen.

    Welcher der beiden Anbieter die Nase vorne hat spielt eher eine untergeordnete Rolle. Grund dafür sind die teuren Objektiv Parks der Nutzer. Die D6 oder die EOS-1D X Mark III werden gekauft um abgenutzte „Altgeräte“ zu ersetzen. Es ist also ein begrenzter Markt.

    Spart euch das Gehechel welche Marke nun insgesamt besser oder schlechter ist, denn beide Systeme sind für ihr Einsatzgebiet bestens geeignet.

      • Die große Menge werden sie davon nicht absetzen, aber in dieser Preisklasse wird mit jedem verkauften Stück Geld verdient. Zumal der Sprung von D5 zur D6 nicht riesengroß ist. Also wurde auch kein gewaltiges Geld in die Entwicklung gesteckt, was auch angesichts der hohen Leistung des Vorgängers nicht notwendig war

    • Beide Systeme sind abhängig von den Kenntnissen und Erfahrungen des Fotografen de Rose bedient

      Und von dem Objektiv, dass er nutzen kann.
      Im Supertele-Bereich ab 300 mm, den ich fast täglich nutze, sehe ich Nikon im Nachteil, hinter Sony und Canon. Da hilft auch kein schweres 2.8/120-300 mm.
      Canon hat für seine letzte Profi-DSLR offensichtlich mehr getan als Nikon, nicht zuletzt neue 400 & 600 mm Objektive. Und man spürt schnell wie entschieden besser und rasanter die Objektivneuheiten von Canon und Sony fokussieren – da kann Nikon nur mit seinen PF Konstruktionen und dem 180-400 mm mithalten – die eben lichtschwach sind.
      Ein schnellerer AF entscheidet sich nicht allein in der Kamera, das weiß jeder Profi, der mal Objektive vergleicht.

      • Cat,
        absolut. Habe zwar nicht Vergleich zu Canon und Sony,
        aber das die Unterschiede so deutlich sind wundert mich schon.
        Ich hab nur das alte 200-400 kennengelernt, das ist schon recht schnell mit Autofokus.
        Langsam ist eigentlich nur 200-500 unter den mir bekannten Teles.
        Aber Nikon redet ja von einem sehr schnellen Autofokus, dann wird Nikon wohl auch die Linsen dafür auf den Markt bringen. Neuentwicklungen bringen ja immer auch Geld ein.

      • Ähh, Ingo,

        mal eine scheue Frage: an welcher Kamera hast du das 200-500 eingesetzt? Die D500 oder die D5 waren wohl nicht dabei, oder?

        Also ich weiss nicht so recht, aber ich habe bei Fotos von Uferschwalben, Flussseeschwalben und Kiebizen im Flug eine sehr hohe Ausbeute, auch wenn sie direkt auf die Kamera zufliegen. Viel schnelleres gibts wohl kaum, oder?

      • Hi Rolf Carl,
        der Probelauf war direkt an einer D4s und einer D3s.
        Und das in direktem Vergleich zum Sigma 150-600 Sports.
        Optisch gesehen hat das Nikon leichte Vorteile, finde ich.
        Und die durchgehende Brennweite ist natürlich ein Vorteil, obwohl beim Sigma auch nur eine Blende variiert.
        Vom Gewicht her ist das Nikon natürlich leichter.
        Aber es hat eben keinen Wetterschutz und ist merklich weniger robust als das Sigma, das sogar gegen Salzwasser geschütz ist und heftigen Regen locker abkann.
        Der AF des Sigma ist dann aber eine andere Klasse, eher schon wie die großen Nikon-Zooms (200-400 und so).
        Überhaupt kein Vergleich zum 200-500, das wir seinerzeit vom NPS zum probieren geliehen hatten.
        Mein Kollege hat es sich gekauft und hat dann aber auch lieber sein 70-200 mit Konverter im Einsatz, weil er sonst immer am Motiv mit dem AF bleiben muß (er hats an der D4s).
        Das Sigma an der D3s dagegen, da kann man locker erst scharfstellen wenn nötig.
        Ich glaube auch nicht, daß eine D500 oder eine D5 daran viel ändern kann. Der Kollege hatte vor kurzem nämlich die D5 für zwei Wochen oder so als die D4s im Service war. Das war nach seinen Worten jetzt auch keine Offenbarung, und ich denke, das liegt auch am 200-500.
        Wie gesagt, das soll kein Bashing sein, und das Nikon hat auch optisch seine Vorteile, ist aber jetzt nicht in der Liga eines 180-400 (wenn du jetzt mal ein neues Objektiv nehmen willst), anders als das Sigma. Vom Autofokus her gesehen und von der Wetterfestigkeit her gesehen.

      • Rolf Carl,
        da spielt ja auch die Erfahrung des Fotografen eine Rolle, der schon erahnen kann, wie die Flugbahn verläuft. Ich wäre da vermutlich völlig irritiert, egal mit welcher Kamera.
        Aber wie oben gesagt, ja, die großen Nikon Teles (5500 – 12000 Euro) sind viel schneller.
        Denk dran, die müssen auch bei 2,8 noch exakt scharf stellen können.
        Ist ja auch überhaupt kein Problem, da du ja mit dem 200-500 hervorragend klar kommst. Und nur das zählt, oder?

      • Rolf Carl,
        übrigens, Rally Cross Motorräder sind auch ein schönes Motiv für den Autofokus. Insbesondere wenn sie über einen Hügel springen und du sie von vorne aufnehmen willst. Sie rasen also verdeckt hinter dem Hügel auf dich zu. Dann sind sie plötzlich ohne Vorlaufzeit irgendwo auf der Bahn (weiter links oder rechts) im Bild und in der Luft und im nächsten Moment ist die Maschine auch wieder auf dem Boden. Jup, das ist schnell.

      • Ingo,

        ich habe mich vor 3 Jahren tatsächlich zwischen dem Sigma Sport und dem Nikkor entschieden, und dann wurde es das Nikkor wegen dem Gewicht. Ich weiss natürlich schon, dass es schnellere Objektive gibt, vor allem die Festbrennweiten, aber die sind mir einfach zu teuer, da ich neben Tieren eben auch noch Landschaft und Makro fotografiere. Aber wenn ich eines Tages total angefressen bin, kaufe ich mir so ein 2.8er oder 4er Tele.

        Komisch, dass das 200-500 an der D4s und der D5 nicht so toll war, letztere hat ja den gleichen AF wie die D500, und ich bin wirklich sehr zufrieden. Besser geht natürlich immer, ist schon klar, und dass deine Motorsportmotive eine grosse Herausforderung für den AF einer Kamera ist, leuchtet mir auch ein.

        Das neue 180-400 kommt bei mir aber nicht in Frage, den Preis zahle ich nicht für ein Zoom. Ich denke da eher an das 500/f4 Sigma Sport, das kann man auch noch einigermassen bezahlen. Aber vermutlich kaufe ich sowas erst, wenn ich in ein paar Jahren auf die Z500 umgestiegen bin.

      • Hi Rolf Carl,
        das Sigma 500er kenne ich nicht. Soll aber sehr gut sein.
        Du hast doch sicher ein 2,8/70-200 VR II oder eine neuere Version, oder das 24-70.
        Wenn du da den Autofokus mit dem 200-500 vergleichst, hast du ungefähr ein Gefühl für den Unterschied.
        Aber ich will mich sicher nicht am 200-500 festbeissen, ist ja ein sehr gutes Objektiv.
        Wenn du mal günstig ein 2,8/400er findest (die gibt´s ja jetzt schon öfter am Markt, und tatsächlich auch einigermassen bezahlbar) und du Wildlife fotografierst, kauf es dir. Wenn nötig auch mit Konverter.
        Da gibt es extra Rucksäcke für das Objektiv, damit kannst du ziemlich gut und entspannt wandern.
        Glaub mir, du wirst kein anderes Objektiv mehr wollen, so blöd das jetzt klingt. Das ist auch das Gewicht wert (die neueren Versionen sind ja auch nicht mehr so schwer). Da kommt einfach kein Zoom mit, egal wie gut das auch sein mag.

  • Ich finde sie gelungen. Leider nicht meine Preisklasse. Anscheinend hat Nikon die Profi-Nutzer gefragt,was wünschenswert wäre und wohl auch umgesetzt. Somit wird sie wieder eine Top Kamera. Der Preis allerdings ist heftig.

  • Es soll ja noch Leute geben, die nicht jeder Neuerung nachrennen und noch mit der D4s fotografieren. Für diese ist es noch eine tolle Gelegenheit, sich eine Top-Spiegelreflexkamera für die nächsten 10 Jahre zu sichern.

    Ein schneller AF-C und gutes Rauschverhalten sind die wichtigsten Merkmale einer solchen Kamera, und genau da hat Nikon geliefert. Und Slots für schnelle Karten hat bisher sowieso nur noch Canon, also auch da in der 1. Liga.

  • Naja,
    ist eben ein Update. Nikon spricht ja selber von Evolution.
    Im Vergleich zu Canon (sorry) hat Nikon offensichtlich weniger Entwicklungszeit in die Kamera investiert.
    Ich denke, spannender wird, was Nikon in den nächsten Jahren für das Z-Mount bietet.

    • Hi Ingo,

      klar ist es eher ein Update, aber wenn der AF wirklich so viel besser ist, wie ich es vermute, dann hat es sich gelohnt. Ich sehe auch, dass viele noch nicht auf DSLM wechseln wollen, weil in der schnellen Fotografie die Systeme von Canon und Nikon noch zuwenig ausgereift sind, beziehungsweise noch viele Objektive fehlen. Deshalb kann man sich mit der D6, wohl die letzte ihrer Art, nochmals eine neue Kamera für viele Jahre sichern. Das Problem bei der D5 ist, dass sie schon 4.5 Jahre auf dem Buckel hat und die Verfügbarkeit der Ersatzteile nicht mehr so lange gesichert ist. Meiner Erfahrung nach können einzelne Ersatzteile bereits nach 10 Jahren ausgehen, was dann sehr bitter wäre, würde man sich jetzt noch eine neue D5 kaufen, weil keine Nachfolgerin verfügbar ist.

      • Viele Jahre?

        Spätestens in 2-3 Jahren werden Z8/Z9/Z1 und Ähnliches von Canon und Sony verkauft werden und die D6 wird für magere 3000€ gebraucht angeboten werden.
        Nikon muss alles aufbieten um den verbrannten Boden bei Z neu aufzuforsten und da endlich mit anderen gleich zu ziehen und dazu ist auch eine Z500 zwingend notwendig.
        Auch jetzt wäre eine D580 mit neuester Technik und 24-30 MP zwingend notwendig- kommt aber nicht mehr.

      • Cat,

        ich sehe auch, dass Nikon möglichst bald eine Z500 und eine schnelle Z-Vollformatkamera bringen muss. Mit der Z7 ist eine Allround-Kamera ja schon vorhanden.

        Das grössere Problem sehe ich aber beim Objektivpark, es wird Jahre dauern, bis vor allem im Telebereich über 200 mm entsprechende Objektive zur Verfügung stehen. Und das schreckt vermutlich viele ab, schon umzusteigen. Sony hat natürlich einen grossen Vorsprung mit tollen Objektiven, aber für mich persönlich ist es trotzdem keine Option zu wechseln.

      • Hi Rolf Carl,
        ich denke, die größeren Agenturen werden nicht so lange bei einem Body bleiben. Die werden allerdings auch eher zögerlich auf eine neue Technik umsteigen, die noch nicht lange am Markt ist.
        Ansonsten bin ich ganz deiner Meinung.
        @ Cat
        Ja. Wenn das stimmt, was du vermutest, kann man doch annehmen, daß ein Großteil der Nikon-Entwicklungsingeniure jetzt nicht an der D6 gearbeitet hat. Das würde zum Teil auch den kleineren Sprung zu D5 erklären.
        Zumindest hoffe ich das für Nikon, damit sie bald mit einem wirklich schnellen Z-System am Markt präsent sind.

  • Ich kann ja nicht enttäuscht werden, da ich diese Art der Fotografie so nicht ausübe, da mir das viel zu viele Bilder sind die da entstehen, die man checken und auch noch bearbeiten müsste. Ich beneide die Sportfotografen nicht wirklich, weil wenn Du nicht „das Bild“, „den Moment“ oder eine sehr schnelle Übertragungsrate hast, gehst Du durchaus mal leer aus. Das stelle ich mir mitunter sehr frustrierend vor. Ich denke es wird jetzt wohl kein Nikon-Fotograf von der D5 zur 1DxIII wechseln, auch wenn sie in einigen Punkten etwas besser ist als die D6, aber auch umgekehrt wird nichts passieren oder auch ein Wechsel zu A9II wird sich in starken Grenzen halten. Problem ist meiner Meinung nach etwas ganz anderes. So eine Kamera ist ein Statement und meiner Meinung nach hat Canon da wirklich geliefert und – was man so liest – wird Canon auch noch weiteres liefern. Bei Nikon hat man jedes Mal Angst, verpassen sie den Zug oder springen sie gerade noch auf um den Anschluss an Sony und Canon nicht gänzlich zu verpassen. Ich hoffe mein Eindruck täuscht mich.

    • Jeder darf ja glauben was er will…
      Das wohl jetzt keiner von Nikon DSLR zu Canon DSLR wechselt – glaube Ichgefühl mit.

      Allerdings vergeht seit vielen Monaten keine Woche mehr, in der nicht Kollegen plötzlich mit einer Sony Ausrüstung auftauchen.
      Mir wird das schon langsam zu viel.

      Wenn ich frage, ist der Grund immer sehr einfach – gut 90 Objektive (ohne Adapter!) …
      Und so habe ich es auch damals bei EOS erlebt, als USM und IS erschienen.

      • also bei ca. 6000 Akkreditierten Sportfotografen in Deutschland gehe ich jetzt nicht davon aus, dass eine der drei obengenannten Kameras die riesen Nummer ist, wenn ich mal davon ausgehe, dass ca. jedes dritte oder vierte Jahr die Kamera ersetzt wird reden wir von gerade mal ca.1500 Kameras mit einem Gesamtumsatz von nicht einmal 9 Mio €. Und das Teure in diesem Segment ist doch nicht die Kamera, die kostet ja nur ein Bruchteil der dafür notwendigen Objektive, also im Ernst, ich glaube nicht, dass es da einen Massenexodus – wie von Dir beschrieben – weder zu dem einen noch zu dem anderen gibt und auch meine regelmässigen Besuche in Deutschen Bundesliga Stadions zeigen mir ein da anderes Bild 50% Canon, 50% Nikon und den Rest teilen sich alle anderen. Und bei internationalen sportlichen Grossveranstaltungen ist das Verhältnis etwa 70% Canon 30% Nikon.

      • Cat
        Habe ich noch vergessen, welchen Adapter braucht die 1Dx III für die weit über 300 EF Objektive und den meisten Langteles? Da verwechselst du irgendwas. Da hat dir jemand was in den Kaffee geschüttet.

      • ich bin kein Kaffeetrinker – aber vielleicht ist dein Kaffeesatz vergiftet –
        300 EOS Objektive (200 Doubletten) … von denen sind vielleicht noch hochgerechnet 30-50 auf dem heutigen Stand der Technik (und selbst die oft nicht auf gleichem Niveau der neueren Objektive für FE-Bajonett ) und durch Bildsprache und optische Leistungsfähigkeit für viele Fotografen interessant genug…

        Und die Menschen die sich jetzt zusätzlich zur EOS oder anstatt EOS oder Nikon F eine Kamera kaufen rechnen mit Objektiven für spiegelfreie Kamerasysteme und nicht mit Objektiven die für größeres Auflagemaß berechnet wurden.

        was du da für Zahlen aus der Suchmaschine ziehst sagt mir gar nichts – ich berichte nur von Kollegen, Fotografen, Fotoamateuren die ich seit langem kenne und mit denen ich alle paar Wochen Kontakt habe.
        in den Schweizer Bergen ist es vielleicht zu nebelig, um immer einen klaren Durchblick aufs deutsche Flachland zu haben.

      • …also jeder redet immer von Sport und Wildlife. Und wenn die Prozente hier schon so durch die Gegend fliegen (50 + 50 und den Rest teilen sich alle anderen?), würde mich mal interessieren, welchen prozentualen Anteil diese beiden Gruppen am Gesamtaufkommen der Fotografen haben. Es gibt auch viele Portraifotografen, die sich dies Bodies kaufen. Nicht weil man die braucht, sondern ausschliesslich, um Onkel Bob zu beeindrucken…

      • Mich würde mal interessieren, wieviele Prozente an Portraitfotografen es gibt.

        Dazu müsste man nur noch eruieren, ob all die Assistentinnen, die für Passbilder nur noch auf den Auslöser drücken müssen, auch dazu zählen sollen.

      • Ich fotografiere seit über 30 Jahren im Bahnbereich. Da gab es zu Analog-Zeiten Nikon, Canon, Olympus und Praktika. Als die Digitalisierung losging nur noch Nikon und Canon. Die dominieren immer noch, aber mit Altkameras von beiden Herstellern. Alles was neu angeschafft wird ist Sony. Insofern kann ich Deine Beobachtungen bestätigen. Ich habe übrigens zu analog Zeiten nur mit Contax und Zeiss fotografiert.

      • @ Cat @ Carsten Klatt
        Ja, die Beobachtung, daß Sony gerne als DSLM System genommen wird, kann ich auch unterstützen. Die Kameras scheinen schon was zu können, würde die A9 gerne mal länger testen.
        @ Matthias
        Naja, komm. Die D6 ist ja nun die traditionelle Sportkamera. Selbst Wildlife Fotografen dürften mit einer D500 wegen der Reichweite oder der D850 wegen der Flexibilität besser bedient sein.
        Ein Portrait-Fotograf, der tatsächlich mit einer D6 ankommt, würde mir angst machen.

  • Klar kann man kritisieren, dass die D6 keinen IBIS hat. Die D6 ist aber vermutlich hauptsächlich auf Sport ausgerichtet und genau da bringt der IBIS höchstens für die Stabilisierung des Sucherbilds bei langen nicht OIS stabilisierten Brennweiten etwas. Aus Sicht von Nikon ergibt es deshalb meiner Ansicht nach sehr viel Sinn, sich bei der D6 auf einen noch besseren AF zu konzentrieren und den IBIS weg zu lassen. Für das Hauptanwendungsgebiet der D6 dürften sich damit in der Praxis Verbesserungen ergeben und ein IBIS würde hierbei kaum etwas zusätzlich beitragen können, jedenfalls solange mit der D6 Bewegtmotive und kein Hallenhalma fotografiert wird.

    • Richtig, Thomas,

      das ist genau der Punkt. Die D6 ist sogar ausschliesslich auf Sport- und Tierfotografie ausgerichtet und deshalb macht ein IBIS kein Sinn. Im Gegenteil, dieser behindert den AF eher und macht ihn langsamer, genauso wie ein Bildstabilisator im Objektiv. Wenn die Verschlusszeit reicht, sollte man die Stabilisatoren immer abschalten, egal ob an der Kamera oder am Objektiv. Aber das scheinen die meisten hier nicht zu wissen.

  • Die Dinosaurier werden immer trauriger

    …den die Saurier dürfen nicht an Bord.
    Die Dinosaurier sind ausgestorben,
    das weiß jedes Kind.
    Nun weiß ich auch, warum
    die Dinosaurier ausgestorben sind.

    Wie wir auf Photografix und dem Forum DPReview nachlesen konnten, hat sich die Anzahl der geschlüpften Nikodinos wie folgt entwickelt:
    95.390 ausgebebrütete die D3-Dinoeier,
    47.130 geschlüpfte D4-Dinos und
    23.430 D5-Dinobabys erblickten ab 2016 das Licht der Welt. Also ein demographischer Rückgang von fast 70% von Dino4 zu Dino5.

    Extrapoliert man diesen Trend, dann wäre mit maximal 7.000 D6-Geburten zu rechnen. Dies aber nur unter der Prämisse, dass es sich um richtig starke, fitte Exemplare mit innovativen Werkzeugen handeln würde.

    Doch was erblickte da die Fotowelt? Zum Survival of the Fittest ist der Nestling in der rauen Umgebung von seiner Nicodinomama denkbar schlecht ausgestattet worden. Es scheint eine Me-Too-Schwangerschaft gewesen zu sein:
    Die Canoniere schleuderten ihr letztes Dinoei für die Olympics aus dem Nest. Naja, dann muss unser Frischling auch raus, dachte sich wohl die Nikodinomama. Das hat sie schon immer so gemacht. Vielleicht taugt der fette, unbewegliche Spiegelklatscher ja für die Paralympics? Ja genau! Menschen mit Behinderung fotografiert von Fotografen mit Handicapkamera. Zielgruppe gefunden!

    Nein, im Ernst, die Nicodinomama hat längst kalkuliert, dass bei einer Schlüpfzahl von 7.000 D6-Babys niemals die Gewinnzone erreicht werden kann.

    Jedes D6-Kind ist ein Draufzahlgeschäft. Deshalb muss der Preis mit 7.300 Neandertalern hochgehalten werden und die Stückzahl klein.

    Leider verzeiht die weltweit vernetzte Fotowelt diese Sperenzchen nicht mehr. Es gibt heute so viele sinnvolle Alternativen. Und die Schwachstellen von Dino6 werden gnadenlos auf Youtube ausgeweidet.

    Vor Urzeiten galten die ersten D-Dinos als Statussymbol oder als machomäßige Schwanzverlängerung von Möchtegernprofis mit klodeckelgroßen Pranken. Wer heute ein Dino6 kauft gilt als wandlungsunfähig, rückständig und erntet allenfalls noch mitleidige Blicke.

    Die D sind ausgestorben, das weiß jedes Kind.
    Nun weiß ich auch, warum die Saurier ausgestorben sind:
    In Foren blubbern Dinofanboys bloß blöd und blind
    und kaufen sich doch nie ein D6-Nikodinosaurierkind.

  • Ist schon lustig, wie die Horden Amateurfotografen über ein Gerät herfallen, das sie wahrscheinlich nie benutzen, geschweige denn anfassen werden. Welches die Features sind, die so eine Kamera im intendierten Einsatzgebiet auszeichnen, das weiß hier doch niemand. Nur vom Hörensagen.

    • @ Sven
      Echt jetzt? Die große D von Nikon gibt´s schon seit 1999 die D1 auf den Markt kam.
      Glaubst du ernsthaft, daß da nicht einige bei sind, die schonmal ein solches Modell besessen oder wenigstens probiert haben?
      Und die Features sind ja nun mehr als offensichtlich für jeden, der mal Sport fotografiert hat und wohl auch für fast jeden anderen.
      Naja, jedenfalls gibt´s in dem Segment, mittlerweile, drei große Hersteller. Alle drei haben jetzt aktuell eine Kamera vorgestellt. Und da gibt es eine Bandbreite. Sony setzt auf DSLM, Canon hat einen großen Entwicklungsschritt gemacht zwischen DSLR und DSLM und Nikon hat die traditionelle D5 verbessert. Wobei der D5 Autofokus keinen Anlass zum meckern gegeben hat und auch nicht die Performance der Kamera.
      Die Frage ist nur, wer von den drei Herstellern zukunftsorientiert entwickelt hat und welcher nicht. Das kannst du vielleicht anders beantworten als joe, OlyNik oder ich. Oder sonstjemand hier im Forum.
      Aber die D6 haben tatsächlich nur sehr wenige bisher in der Hand gehabt. Kann man doch trotzdem schon drüber reden, denke ich.

    • Hey, OlyNik,
      warum so sauer?
      Wenn jeder nur über die Kameras reden darf, die er selber besitzt, wird es ziemlich ruhig hier im Forum.
      Ich freue mich jedenfalls, wenn ich auch mal andere Sichtweisen als meine eigene über die Kameras höre, die ich habe.
      Von euch habe ich z.B. auch eine andere Sichtweise auf MFT bekommen und kann das System jetzt etwas besser einschätzen. Ich weiß jetzt, es macht für meine Fotografie wenig Sinn, sich eine OMD-EM 1X zu kaufen. Oder eine OMD-EM 1 Mark 3.
      Also, laß doch den Leuten ihre Meinung, einige sind eben fundierter als andere.

  • Es freut mich immer wieder „Tests“ und „Kommentare“ zu Kameras zu lesen, die die „Tester“ noch gar nicht in Händen hatten 😂
    Es gibt bei YouTube zur Zeit einen deutschsprachigen Beitrag, der die D6 tatsächlich kurz getestet hat – also die Kamera real in Händen hatte.
    Alle anderen reden über die Datenblätter…auch bei der Canon.
    Warten wir doch mal ab, wie gut sich die D6 in der Realität schlägt, und wie gut ihr AF wirklich ist.
    Dann wissen wir mehr…und dann lohnt sich eine Beurteilung…finde ich.