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Nikon D6 mit „leistungsstärkstem AF-System“ in Nikons Geschichte präsentiert

Die neue Nikon D6 ist da! Sie kommt mit dem leistungsstärksten AF-System in Nikons Geschichte daher, bleibt ansonsten im Vergleich zur Vorgängerin aber eher blass.

Nikon D6 offiziell vorgestellt

Nachdem Canon und Sony ihre neuen Flaggschiffe für die Olympischen Spiele 2020 vor einiger Zeit bereits in Form der A9 II und der EOS-1D X Mark III präsentiert haben, zieht nun auch Nikon als letzter der großen drei Hersteller nach und enthüllt die neue Nikon D6. Dabei hat sich der Hersteller für einen anderen Weg als Canon entschieden, die D6 weiß nämlich nicht mit so vielen Neuerungen zu überzeugen wie die EOS-1D X Mark III. Dafür will Nikon aber eigenen Angaben zufolge an genau den Stellen nachgebessert haben, die für Profis wirklich wichtig sind.

Wichtigste Neuerung: Der Autofokus

Die wichtigste Neuerung der Nikon D6 ist ganz klar der neue Autofokus. Das AF-System ist laut Nikon das leistungsstärkste in der Geschichte des Unternehmens und es kommt mit 105 AF-Messfeldern daher, die allesamt als Kreuzsensoren ausgelegt sind. Die Zahl von 105 Messfeldern mag im ersten Moment verwundern, da die Nikon D5 noch mit 153 Messfeldern gearbeitet hat – das wirkt also wie ein Rückschritt. Doch die einzelnen Messfelder der D6 sind größer und durch eine bessere Verteilung ist die Dichte der AF-Felder 1,6x höher als bei der Vorgängerin. Zudem hat Nikon die Anzahl der verschiedenen Autofokus-Gruppierungen auf 17 erhöht und es wurde eine Augen-Priorität ergänzt. Dank dieser kann die Kamera erkennen, wo sich Augen befinden, ein „normaler“ Augen-Autofokus ist das allerdings nicht.

Des Weiteren arbeitet die Nikon D6 mit dem neuen Expeed 6 Bildprozessor, der den Autofokus schneller berechnen kann und das Bildrauschen um eine halbe Blendenstufe verbessert haben soll.

Sensor, Serienbildgeschwindigkeit & Videos

Der Vollformatsensor der Nikon D6 arbeitet weiterhin mit einer Auflösung von 20,8 Megapixeln, der ISO-Bereich erstreckt sich von ISO 100 bis 102.400, erweitert werden kann er auf ISO 50 und ISO 3.280.000. Das kennt man von der Nikon D5. Ebenfalls nichts getan hat sich bei der Serienbildgeschwindigkeit, diese beträgt maximal 14 Bilder pro Sekunde, im Modus „Stille Auslösung“ mit hochgeklapptem Spiegel sind 10,5 fps möglich. In diesem Bereich fällt Nikon also deutlich hinter Canon zurück.

Auf einen Hybrid-Autofokus auf dem Sensor verzichtet Nikon, somit steht bei Videoaufnahmen lediglich ein Kontrast-Autofokus zur Verfügung. Videos nimmt die D6 in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde auf – auch hier kann Nikon also nicht mit Canon mithalten.

Bessere Konnektivität

Von der D5 übernimmt die D6 außerdem den 0,72-facher optischer Sucher sowie den 3,2 Zoll großer Touchscreen mit seiner Auflösung von 2.359.000 Bildpunkten. Verbessert wurde allerdings die Konnektivität der Kamera. WLAN-ac, USB-C, Bluetooth und GPS sind mit von der Partie und das Gigabit-LAN soll um 15 Prozent schneller arbeiten. Das Gehäuse ist zudem 145 Gramm leichter als das der Vorgängerin und bietet Platz für zwei XQD- bzw. CFexpress Karten.

Ab März 2020 soll die Nikon D6 zum Preis von 7.300 Euro im Handel erhältlich sein. Vorbestellt werden kann die Kamera unter anderem bei Calumetphoto oder Foto Koch.

Was haltet ihr von der neuen Nikon D6?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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