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Das sind die 5 wichtigsten Neuerungen der Nikon D850

Pressebild der Nikon D850

Nikon D850 vs. Nikon D810: Wo liegen die wichtigsten Unterschiede? Welches sind die größten Neuerungen der D850?

Unterschiede zwischen Nikon D810 und Nikon D850

Vor wenigen Tagen hat Nikon mit der D850 den Nachfolger der D810 vorgestellt. Und wie jeder Nachfolger kommt natürlich auch die Nikon D850 mit einigen wichtigen Neuerungen im Vergleich zu ihrer Vorgängerin daher. Wir wollen in diesem Artikel prüfen, welches denn die fünf wichtigsten Unterschiede zwischen der D850 und der D810 sind.

Zugegeben: Es ist gar nicht so einfach, sich bei der Vielzahl von Neuerungen, mit denen die D850 daherkommt, auf fünf zu beschränken. Nikon hat die Vorgängerin in quasi jeder Hinsicht verbessert und eine Kamera präsentiert, die definitiv auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein scheint. Wir wollen trotzdem versuchen, uns auf fünf Neuerungen zu beschränken.

1. Neuer Sensor

Nikon D850: 46 MP BSI-CMOS | Nikon D810: 36 MP CMOS

Eine der wichtigsten D850 Neuerungen ist mit Sicherheit der neue rückwärtig belichtete Sensor, der mit insgesamt 46 Megapixeln auflöst. Der 36-Megapixel-Sensor der D810 hat eine fantastische Bildqualität geliefert und man sollte nicht unbedingt damit rechnen, dass die D850 in Sachen Bildqualität jetzt völlig neue Maßstäbe setzt – dafür ist die Bildqualität der D810 auch im Jahr 2017 einfach noch zu gut.

Trotzdem wird es sicherlich einige kleine Verbesserungen geben und aus unserer Sicht ist der Sensor vor allem deshalb eine wichtige Neuerungen, weil er eine Serienbildgeschwindigkeit von maximal 9 fps zulässt und zudem mit dem Autofokus der D5 harmoniert, der ja sonst nur in der D5 und der D500 zum Einsatz kommt. Und diese Kameras arbeiten beide mit deutlich weniger als 46 Megapixeln. Es war für Nikon also mit Sicherheit nicht einfach, die hohe Auflösung, den Autofokus sowie die Serienbildgeschwindigkeit in Einklang zu bringen. Gelungen ist es trotzdem.

2. Serienbildgeschwindigkeit

Nikon D850: 7 fps bzw. 9 fps | Nikon D810: 5 fps

Nikon steigert die Serienbildgeschwindigkeit der D850 von 5 fps auf 7 fps bzw. 9 fps (mit Batteriegriff). Das ist für eine DSLR mit einem 46-Megapixel-Sensor durchaus beachtlich! Schon gar weil man sich mit 9 Bildern pro Sekunde schon in einem Bereich bewegt, in dem Sportfotografie möglich ist. Natürlich sind Kameras wie die D5 nach wie vor besser für Sportfotografen geeignet, doch wenn man einen Allrounder für möglichst viele Einsatzzwecke sucht, wird die D850 die bessere Wahl sein.

3. Autofokus

Nikon D850: 151 Messfelder | Nikon D810: 51 Messfelder

Nikon übernimmt bei der D850 das Autofokus-System von der D5 bzw. der D500. Es ist also kein komplett neuer Autofokus, das muss auf jeden Fall betont werden. Trotzdem ist der Autofokus auch im Jahr 2017 noch einer der besten auf dem Markt und er trägt – ähnlich wie die schnelle Serienbildgeschwindigkeit – dazu bei, dass die D850 extrem vielseitig einsetzbar ist. Im Vergleich zur D810 wird nicht nur die Anzahl der Messfelder erhöht, auch decken die AF-Punkte einen ungefähr 30 Prozent größeren Bildbereich ab.

4. Display und Sucher

Nikon D850: 3,2 Zoll Touchscreen mit 2.359.000 Pixeln (flexibel) | Nikon D810: 3,2 Zoll Display mit 1.229.000 Pixeln (fest verbaut)

Das Display der D850 ist nach wie vor 3,2 Zoll groß, arbeitet nun aber mit einer deutlich höheren Auflösung, lässt sich nach oben und unten kippen und ist berührungsempfindlich. Sicherlich hätten sich einige über ein komplett flexibles Display gefreut, doch da die D850 keine klassische Vlogging-Kamera ist, sollte man sich damit anfreunden können.

Außerdem ist Sucher der D850 extrem groß und arbeitet nun mit einer 0,75-fachen Vergrößerung im Vergleich zur 0,7-fachen Vergrößerung der D810 – das ist Rekord für eine Nikon Kamera!

5. Videos

Nikon D850: 4K, Full HD mit 120p | Nikon D810: Full HD mit 60p

4K-Videos ohne Crop, Full-HD-Videos mit 120 Bildern pro Sekunde, Focus Peaking, Zebra – die D850 ist in Sachen Video definitiv auf dem aktuellen Stand der Technik und lässt einige andere DSLRs in dieser Hinsicht ganz schön alt aussehen. Leider ist Focus Peaking nur bei Full-HD-Videos und nicht in 4K möglich, doch insgesamt sollte die D850 wunderbar als Werkzeug für Videoaufnahmen genutzt werden können.

Weitere wichtige Neuerungen der D850

Wie eingangs bereits erwähnt ist es nicht einfach, sich bei der D850 für die fünf wichtigsten Neuerungen zu entscheiden. Auch ist es ja eine recht individuelle Geschichte, welche Neuerungen bei den persönlichen Anforderungen nun mehr oder weniger ins Gewicht fallen.

Weitere wichtige Neuheiten der D850, die definitiv ebenfalls erwähnt werden sollten, sind:

  • Neuer Silent Shooting Modus mit 6 Bildern pro Sekunde (interessant für Hochzeiten oder Konzerte)
  • Akkulaufzeit für 1.840 Aufnahmen, mit Batteriegriff 5.140 Aufnahmen (D810: 1.200 Aufnahmen)
  • Unterstützung für XQD- und UHS-II-Speicherkarten
  • Beleuchtete Buttons

Welches sind in euren Augen die wichtigsten Neuerungen der Nikon D850?


Nikon D850 Newsticker (Liste aktualisiert sich automatisch):


Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

4 Kommentare

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  • Hallo Mark!
    Hast dich sehr bemüht um alle Infos zu besorgen über die Nikon D 850.
    Nun vergleichst du die Nikon D 810 mit der Nikon D 850.
    Es gibt aber auch noch die Nikon D 800!
    Ja, die alte Nikon D 800 und die ist Sau gut!
    Habe die Zeitschrift: FOTOTEST 5/14 in der Hand gehabt. Da im vergleich D800-D810 finde ich folgendes:
    Nikon D 800 hat den besseren Belichtungsumfang bei allen getesteten ISO Werten.
    Nikon D 800 hat einen geringeres Bildrauschen bei ISO 100 und 200.
    Nikon D 800 hat eine bessere Farbwiedergabe-Delta E.
    Nun warte ich auf den Nikon D 850 Test in der Zeitschrift Fototest. Mal sehen was Tatsache ist…
    Mal sehen ob das Bildrauschen niedriger ist und der Belichtungumfang höher wie bei der alten Nikon D 800.
    Danke für deine tolle Arbeit und immer Neue Berichte!

    • Dem Dank an Mark kann ich mich anschliessen. So wie ich es – mit meinen kurzen Erfahrungen beurteile – dürfte der einzige Schwachpunkt die hohe Megapixelzahl von rund 46MP sein, denn als ich bei meinen zweiten Versuch die Kamera ausprobierte, sagte der Nikonverkäufer, drehen sie die ISO nur ordentlich hoch. Erst später wurde mir klar, dass er Angst vor Verwacklern hatte, ein bekanntes Problem bei der Canon 5DSR mit gut 50MP.

      • Hallo Joe!
        Danke für deine Meinung!
        Also schon bei der Nikon D 800 mit 50-er Fetbrennweite ist es gefährlich zu arbeiten mit einer Verschlußzeit von 1/60 s. man geht lieber auf 1/125 s.
        Persönlich im Studio mit dem AF-S 1,8/85 mm G. gehe ich auf 1/250 s.
        Also wird es bei 46 Megapixel nicht anderst sein.
        Sicherlich die Kamera ist TOP; viele Video Funktionen die man zum fotografieren nicht braucht…
        Warum man nicht bei den robusten CF Karten geblieben ist verstehe ich nicht? Mal was Neues und teures musste her…
        Der Preis ist viel zu hoch, bei 2999 €. wäre es eine Volkskamera!

  • Ich finde die XQD-Speicherkartenlösung sehr sinnvoll, etwas kleiner, stabiler und nicht so ein „Mist“ wie SD-Karten.
    Die Preise sind noch sehr hoch und es ist sehr bitter, dass Lexar künftig weg fällt und Nikon nicht mit einer eigenen Lösung antritt.
    Trotzdem, die Geschwindigkeit ist super und für die D850 auch absolut notwendig und eine vergleichbare, größere CFFast Karte kostet 360€ gegen XQD mit 180€ – beide 128 GB.
    Auf die Canon-Lösung möchte ich heute nicht mehr setzen. In der Gegenwart ist XQD unschlagbar.