Nikon Objektive

Nikon: Die Konkurrenz eilt langsam davon

Keine neuen Objektive seit 8 Monaten. Nikon ist der einzige Kamerahersteller, der seit mehr als einem halben Jahr keine Neuheit präsentiert hat.

2021 bisher ein ruhiges Jahr für Nikon

Nikon hat im Kalenderjahr 2020 extrem viel richtig gemacht. Fünf neue Kameras sowie sieben neue Z-Objektive wurden 2020 vorgestellt, da konnte kein anderer Kamerahersteller mithalten. In eurem Ranking aller Hersteller für das Jahr 2020 landete Nikon auch auf dem 2. Platz, lediglich Canon habt ihr 2020 noch etwas stärker gesehen.

Im Jahr 2021 war es bisher hingegen ziemlich ruhig um Nikon. Einzig und alleine die Entwicklung der Nikon Z9 wurde offiziell angekündigt, da die Z9 aber noch nicht final vorgestellt wurde, zählt sie auch noch nicht so wirklich als Neuheit.

Eigentlich sollten im April 2021 einige neue Nikon Objektive präsentiert werden, das hatten zumindest Quellen in den letzten Wochen immer wieder angedeutet. Doch nun haben wir Mai und von neuen Objektiven fehlt nach wie vor jede Spur. Nikonrumors berichtet passend dazu nun, dass die April Präsentation von Nikon verschoben wurde.

Die Neuheiten der letzten 6 Monate

Somit ist Nikon der einzige Kamerahersteller, der in den letzten sechs Monaten kein neues Produkt auf den Markt gebracht hat. Schauen wir uns mal im Vergleich dazu an, was die anderen Hersteller im letzten halben Jahr so getrieben haben.

Neue Kameras in den letzten 6 Monaten:

  1. Fujifilm (2)
  2. Leica (2)
  3. Sony (1)
  4. Pentax (1)
  5. Olympus (1)
  6. Sigma (1)
  7. Canon (0)
  8. Nikon (0)

Neue Objektive in den letzten 6 Monaten:

  1. Sony (6)
  2. Canon (5)
  3. Sigma (5)
  4. Fujifilm (4)
  5. Tamron (3)
  6. Panasonic (2)
  7. Leica (2)
  8. Tokina (2)
  9. Olympus (0)
  10. Nikon (0)

Im Kamerabereich ist Nikon derzeit sehr gut aufgestellt. Dass da im letzten halben Jahr keine Neuheiten vorgestellt wurden, fällt also nicht weiter ins Gewicht. Vor allem da ja vermutlich bald eine neue APS-C-Kamera sowie die Nikon Z9 auf den Markt kommen werden.

Z-Objektive: Nikon ist zu langsam

Bei den Z-Objektiven für spiegellose Systemkameras hingegen kann man die Entwicklung der letzten Monate durchaus kritisch sehen. Zwar kommt es hier primär auf eine gute Qualität der Produkte an (und die liefert Nikon), doch auch das Tempo, in dem das Angebot an Z-Objektiven ausgebaut wird, darf nicht unterschätzt werden. Nikon, Canon und Panasonic sind im Rahmen der photokina 2018 allesamt neu in den Markt der spiegellosen Vollformatkameras eingestiegen. Canon und Nikon haben sich dabei für ein völlig neues Bajonett entschieden und müssen dementsprechend auch jede Menge neue Objektive bauen.

Nun mag es dem ein oder anderen von euch vielleicht egal sein, ob es nun ein paar Monate oder Jahre länger dauert, bis ein bestimmtes Objektiv auf den Markt kommt. Schließlich hat Nikon inzwischen schon diverse Z-Objektive im Angebot und mit Hilfe eines Adapters kann man ja auch unzählige DSLR-Objektive verwenden.

Doch schließt nicht automatisch von euch auf andere. Nicht jeder ist so geduldig und es gibt da draußen mit Sicherheit genug Kunden, die beim Wechsel von DSLR auf DSLM auch die Anzahl der zur Verfügung stehenden “nativen” Objektive in ihre Kaufentscheidung einfließen lassen.

Und in diesem Bereich muss man leider sagen, dass Nikon langsam aber sicher den Anschluss an die Konkurrenz verliert. Sony hat sowieso ein paar Jahre Vorsprung und wird von diversen Drittherstellern unterstützt und Panasonic hat mit Sigma und Leica ebenfalls zwei starke Partner für passende Objektive im Rücken. Bleibt noch der Vergleich mit Canon. Da hat Nikon Stand heute 14 Z-Objektive für spiegellose Vollformatkameras (+2 Objektive für spiegellose APS-C-Kameras) im Angebot, während Canon 20 RF-Objektive auf dem Markt hat. Das ist ein gewaltiger Unterschied, den Nikon nur noch aufholen kann, wenn sich Canon irgendwann mal eine Verschnaufpause gönnt.

Fazit

Fazit: Nikon ist zu langsam bei der Markteinführung von neuen Z-Objektiven. Nein, das heißt nicht, dass Nikons Produkte auf einmal schlecht sind, natürlich nicht! Am Ende ist immer noch die Qualität am wichtigsten. Aber mit einer guten Qualität ist Nikon ja nicht alleine, die liefern Canon und Sony genauso.

Auch der Betreiber von Nikonrumors sieht die aktuelle Entwicklung und die fehlenden (Objektiv-)Neuheiten der letzten Monate kritisch:

“Ich werde an dieser Stelle nicht weiter schreiben, weil das, was ich als Nächstes sagen würde, nicht besonders nett wäre. Ich wiederhole das schon seit Jahren: Sony wird Nikon nicht zerstören, Nikon wird sich selbst zerstören. Ich bin offensichtlich ein großer Nikon Fan, aber manche Dinge machen einfach keinen Sinn.”

Nikon hat angekündigt, bis März 2022 insgesamt 12 neue Objektive auf den Markt bringen zu wollen. Man darf gespannt sein, ob sie dieses extrem ambitionierte Ziel einhalten können.

guest
95 Kommentare
älteste
neueste
Feedback
Zeige alle Kommentare
joe

Also wäre ich bei Nikon wäre es mir lieber die bringen was Gutes und es dauert etwas länger anstatt das 144ste 35mm f… Objektiv wie bei Sony! Die alten Nikkore funktionieren ja noch einwandfrei und Masse ist nicht Klasse.

Robert

Nicht jeder will mit dem dicken und schweren Adapter rumlaufen. Bei irgendeinem Spezial-Objektiv das man 1-2 mal im Jahr benutzt okay. Aber nichts für den Alltag.

Peter Braczko

“Dicker und schwerer Adapter?” Wie wäre es dann einmal mit einem kleinen Faktencheck? Der FTZ-Adapter für die Nikon-Z-Serie, der alle mechanischen Nikkore ab AI und die Autofokus-Nikkore aufnimmt, ist nur 3,7 Zentimeter flach und wiegt exakt 120 Gramm. Das bezeichne ich wirklich nicht als “schwer!” Und falls wieder die Forenmärchen verbreitet werden, dass der Adapter keinen schnellen Autofokus bietet: Ganz im Gegenteil – der FTZ funktioniert SUPER – auch in der Sportfotografie!

Ingo

Ja, nur Systemwechsler werden vermutlich nicht erst F-Nikkore kaufen um dann nochmal Z-Nikkore nachzukaufen.
Wenn ich eine Kamera kaufe, schaue ich mir vorher das gesamte System an und wie gut es aufgestellt ist.
Nikon hat ja auch keine Vergleichbare Kamera zur Canon R5 oder sogar Sony A1, und Sony und Canon ist im Spiegellosen Markt ungleich besser vertreten als Nikon, die ihre Stärke anscheinend noch bei den DSLRs haben (wenn man sich die Verkaufszahlen anschaut von vor einem Jahr).
Bei Canon fände ich sowieso das 2,0/28-70 sehr spannend. Aber ein 0,95/50 manuell bei Nikon? Irgendwie nicht so aufregend.

joe

Ich habe das 28-70/2.0 – super schwer, super gut, immer drauf!

Ingo

Ich weiß, eine wirklich gute Entscheidung.
Aber eben auch ein natives Objektiv. Du hast dir ja nicht extra ein EF-Objektiv und einen Adapter kaufen müssen, weil das 28-70 nicht als R-Mount zur Verfügung steht.
Das meine ich ist ja keine tolle Lösung, wenn ich in ein spiegelloses System investiere und noch keine Objektivpalette habe möchte ich ja auch entsprechend Linsen für das Bajonett haben. Wie du eben mit dem 28-70 ja auch.

Trainspotter_TBG

Ich verstehe, was Du meinst. Hast ja recht. Beim 35er jedoch hat Sony hervorragende Objektiv-Pflege gemacht. Kleiner, leichter, besser.

René

Wie viele 35mm 1.4 gab es denn vor dem GM direkt von Sony für das E-Mount?

Peter Braczko

An “joe”: Guter Kommentar, das bisherige Objektivprogramm bei Nikon ist mehr, als ausreichend. Viele Amateure beschweren sich über die (ihrer Meinung nach) zu geringe Auswahl – und dann kaufen sie doch nur zwei Kit-Objektive oder (aus Preisgründen) preiswertere Fremdobjektive, mit denen sie dann nicht zufrieden sind. Die bisherige Angebotsstrategie im Bereich der Nikon-Z-Objektive ist doch OK – und bei den Kameras reichen mir zwanzig Megapixel. Was will ein Amateur auch mit einem Mittelformat-Modell? Vielleicht um bei jeder Gelegenheit in den Foren zu verbreiten, dass er eine besitzt? Da sind wir doch tief beeindruckt – oder auch nicht?!

Archie

Ich war ja ursprünglich überzeugter Nikonianer und wollte das auch im DSML-Zeitalter bleiben, weshalb ich mir bei Erscheinen die Z7 gekauft habe. Die Kamera hat mich aus verschiedenen Gründen nicht voll überzeugt. Das damals einzig erhältliche native Objektiv, das 24-70 f4 S war in Ordnung, ebenso das nachfolgende 14-30 f4 S, mehr aber auch nicht. Aber dann war im Wesentlichen Schweigen im Walde an der Objektivfront, sieht man von den für meine Zwecke wenig attraktiven f1.8 Primes ab. Da ich nicht auf unabsehbare Zeit mit adaptierten F-Linsen arbeiten wollte, habe ich mich nach einer Alternative umgesehen und bin bei Sony fündig geworden und bei diesem Hersteller geblieben. Da bekomme ich alles, was ich mir wünsche in höchster Qualität – die zugegebenermaßen ihren Preis hat; aber Nikon zählt auch nicht gerade zu den Billigheimern. Und was ist mit Nikon? Ich war sehr skeptisch, ob Nikon wohl seine Ankündigung von Anfang des Jahres, alsbald mit neuem Glas nachlegen zu wollen, wahrmachen würde. Die Zweifel waren, wie sich jetzt abzeichnet berechtigt. Große Worte, aber nichts, naja vielleicht eher wenig, dahinter. So gewinnt oder behält man keine Kunden. Leider!

Carsten Klatt

So wie Du denken aktuell zahlreiche Fotografen, die schon auf Z umgestiegen sind. Im meinem Bekanntenkreis ist mittlerweile einer bei Canon gelandet und drei bei Sony DSLM. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, würde es sich nicht um eingefleischte Nikon Fans (Fanboys) handeln. Wenn Nikon so weiter macht, erodiert langsam die Stammkundschaft sogar über das Z-System. Da rede ich nicht einmal von denen, die grundsätzlich von Nikon DSLR auf DSLM umsteigen wollen. Viele haben die letzten zwei Jahre auf die Entwicklungen bei Nikon gewartet und werden nun ungeduldig. Nochmal zwei Jahre warten die nicht mehr. Bei Z schreckt nicht nur das geringe Objektivangebot ab, sondern vor allem, das es keine optischen und preislichen Alternativen gibt. Selbst wenn Nikon noch einige Objektive heraushaut, ist das preislich für viele nicht mehr interessant, da viel zu teuer. Ich habe immer den Eindruck, das Hamsterrad beginnt sich jetzt für Nikon zu drehen…

Thorsten

Kann ich nur bestätigen. Nikon verfolge ich deshalb immer interessiert, da ich über 20 Jahre mit dem System halbprofessionell Naturfotografie betrieben habe. Bevor ich aus vielerlei Gründen auf MFT und bei KB zunächst Sony, dann Panasonic S umgestiegen bin. Einer der Gründe: Nikon hat immer versucht es Fremdanbietern besonders schwer zu machen. (Geheimhaltung der Schnittstellenprotokolle zu den Objektiven, RAW- Daten- Verlüsselung) Was bei Fremdobjektiven nicht selten dazu führte, das es mit neuen Kameras regelmäßig div. Probleme gab. Das ist doch sehr kundenunfreundlich. Dazu die überhöhten Nikon- Preise. Es zählt doch letztendlich das Gesamtsystem und Objektive sind doch weitaus wichtiger als Kameras, man behält sie in der Regel ja auch deutlich länger. Und allein deshalb, würde Nikon Z für mich ausscheiden. Da Sigma neue KB- Objektive nur für Sony und L- Mount herausbringt, müsste man die bei den jeweiligen Herstellern noch dazu zählen. Dann komme ich beim Sony- System auf 14 neue Objektive (incl. Tamron und Sigma) und bei L- Mount auf 9 neue Linsen (Leica, Panasonic und Sigma) Da mir die Sony- Kameras aus mehreren Gründen nicht gefallen, vor allem Handhabung und der stets mit Arbeitsblende arbeitende Sucher, fotografiere ich neben MFT seit 1 Jahr mit L- Mount (S1 und… Weiterlesen »

Markus Bolliger

Bei mir war es umgekehrt – ich bin jetzt mit der Z6 viel effektiver unterwegs als vorher mit den A7**-Gehäusen von Sony. Denn in Sachen Ergonomie sind die Nikons den Sony’s überlegen, nach meiner nicht geringen Erfahrung mit beiden Herstellern. Schon nur der Sucher der Z-Gehäuse ist eine Klasse besser als jener der A7RIII oder A7RIV. Stimmt – die Z-Objektive kommen zu langsam heraus, aber die vorhandenen sind grosse Klasse. An das Z 70-200 F2.8 S kommt kein anderer Hersteller heran, ich habe es drei Tage lang intensiv getestet! Es ist das weltweit wohl beste 70-200er, das je gebaut wurde! Und wenn ich das Standard- Kitzoom Z 24-70 F4 S von Nikon mit dem Pendant von Sony vergleiche muss ich sagen: Das Sony ist ein Witz, es fällt dramatisch ab; während das Nikkor praktisch Festbrennweiten-Qualität abliefert. Das grosse Bajonett bringt halt schon etwas – man kann die Hinterlinse eines Objektivs näher an den Sensor heranbringen, und die Randstrahlen fallen in einem besseren Winkel auf diesen.

Archie

Es ist sicher richtig, dass Sony FE – Kameras Schwächen haben, etwa das Display und das unübersichtliche Menü (an das ich mich inzwischen gewöhnt habe). Aber der AF ist jedenfalls ab der 3.Generation einfach gut, wobei die A7III insoweit am schwächsten ist. Die A7 RIII und IV sowie die A 9 und 9II gehen da ganz anders ab. Da kann die Z7 (mit der aktuellen Firmware) nicht mithalten; ob die Z7II da viel besser ist, kann ich nicht beurteilen. Und auch nicht alle Linsen sind empfehlenswert. Tatsächlich ist das 24-70/F4 schlecht und dem entsprechenden Nikkor weit unterlegen; es ist halt auch schon etliche Jahre alt und wohl für die damals aktuellen Sensoren gerechnet. Aber die Auswahl für Sony FE ist so groß, dass man in jeder Qualtäts- und Preisklasse etwas findet. Das 135/F 1.8 GM und das neue 35 F1.4 GM z.B. sind einsame Spitze.

Markus B.

Mir ging es ähnlich. Ich habe mir die Z7 vor 2 Jahren gekauft, weil ich jahrelang mit DSLRs von Nikon fotografiert habe. Die Kamera war nicht schlecht, aber in vielen Dingen auch nicht besser als der Wettbewerb. Mit der Z7II wurde hier nochmal nachgelegt, aber da war ich schon bei Canon. Inzwischen bereue ich den Umstieg nicht mehr. Die R5 ist meine Hauptkamera. Wenn ich mit leichtem Gepäck unterwegs bin, dann tut es die Fuji. Schaut man sich den Markten, kommt man zu dem Schluss, dass Nikon mit der Z-Serie zwar aufgeholt, aber nicht überholt hat. Wahrscheinlich geht ihnen inzwischen auch finanziell die Puste aus. Sony und Canon sind da in einer wesentlich entspannteren Position. Sony lebt inzwischen von seinem grossen Objektiv-Portfolio und Canon geht den Weg der spiegellosen Highend Kameras auch sehr konsequent. Das zeigen sie allein dadurch, dass sie sich so langsam vom Markt der DLSLRs verabschieden. Und auch die ambitionierten Preise für Canon-Objektive scheinen keine Wachstumsbremse zu sein…

Herbert Panzer

Sony und Canon sind nicht weniger teuer, wenn man objektiv Preise vergleicht.

Robert

Speziell der Mangel an APS-C Objektiven sehe ich als große Schwäche von Nikon. Keine Ahnung warum Nikon erstmal eine neue APS-C Kamera vorstellt, wenns kaum Objektive gibt.

Da lobe ich mir doch Sony.

Azzaro

…sorry, gerade Sony hat jahrelang fast keine Objektive für seine APS-C Kameras gehabt, hat aber eine a6xxxer nach der anderen auf den Markt geworfen. Deshalb sind auch viele, unter anderem ich, im APS-C Bereich wieder von Sony abgewandert! 😉

Robert

War auch gar nicht nötig. Für APS-C gibts halt top Objektive von Sigma, Tamron und Co. Mir fehlt da nichts. Ich freue mich erstmal auf die neue APS-C.
Derzeit in meiner Sammlung:
Sony 16-55mm 2.8 (zu 80% drauf)
Sigma 35mm 1.4
Sigma 56mm 1.4
Tamron 70-180mm 2.8 (VF, hier fehlt was als APS-C)
Samyang 12mm 2.0
Tamron 11-20mm 2.8 (wenn verfügbar, eigentlich nur zum filmen, ersetzt dann aber sicher auch das Samyang)

Raphael

eben, Sony profitiert massiv vom (Über-)angebot des e Mounts durch Dritthersteller. Deshalb kann sich Sony ach die im Vergleich zu Konkurrenz nicht ganz so attraktiven APS_C Bodys im Standarddesign leisten.

Robert

“nicht ganz so attraktiven APS_C Bodys im Standarddesign”
Verstehe nicht so ganz was du sagen möchtest? Sony kann schlechte Kameras rausbringen weils gute Objektive gibt?
Eine a6600 würde ich unabhängig von den Objektiven einer Canon oder Nikon Z50 vorziehen. Fuji ist mir zu unhandlich.

Fleischwolf

Wie kann Fuji zu unhandlich sein, oder geht es nur um die Größe?
Die Sony (A6300) war mir zu bedienerunfreundlich (wobei mir das Menü ziemlich egal ist), so dass ich sie letztendlich nur noch als Schnappschusskamera genutzt habe. Das Objektivangebot wird auch erst jetzt mit den Tamron Zooms interessanter, wenn man bei den APS-C Gläsern bleiben möchte. Ändert aber nichts am “nicht ganz so attraktiven Standarddesign”, dass mich letztendlich wieder zurück zu Nikon gebracht hat.

Rabe

Ich verstehe die dauernde Kritik an den 6xxx er Bodys auch nicht. Ich habe Handschuhgrösse 11-12 und komme damit gut zurecht.

Fleischwolf

Die Größe ist ja auch nicht das Problem, sondern die Bedienelemente. Zum Beispiel das fehlende vordere Einstellrad oder ein separater Isobutton. Alles läuft mehr oder weniger über das Steuerkreuz und je nach Einstellung sind bestimmte Funktionen nicht mehr verfügbar.
Der fehlende Video/Fotoswitch macht es bei Hybridnutzung auch nicht einfacher. Wenn man mal gerade nicht dran denkt, hat man ganze Serien mit den falschen Einstellungen aufgenommen, zudem sind die Custombuttons damit komplett ausgereizt.
Dazu kommen ein bei Tageslicht untaugliches Display und ein Sucher, der in etwa auf dem Niveau meiner RX100 ist.

Alfred Proksch

Nikon könnte mir eigentlich egal sein, ist es aber NICHT! Warum? Wettbewerb und Vielfalt im Angebot halten erstens die Kiste in Schwung und zweitens die Preise im Rahmen! Zu analogen Zeiten war neben Großbild, Mittelformat immer für Diversitäten die Nikon Ausrüstung parat. Ab der digitalen Umstellung (Rückteil für die Fachkamera und das Mittelformat) hat Nikon das erste mal geschlafen. Die erste bezahlbare Vollformat hatte Canon mit der 5D auf dem Markt. Ab dem Jahr 2006 hatte ich mit einem Schlag die komplette Palette an professionellen EF Objektiven plus der kostenlosen Digital Photo Professional Software zur Verfügung. Nikon, hätte ich gerne verwendet war aber nichts vergleichbares zu bekommen. Ewig warten und warten und warten…. kann keiner wenn er damit Geld verdienen muss. Leider macht Nikon immer wieder die selben Fehler, jetzt auch zum wiederholten mal. Soll keiner mit der Ausrede Adapter kommen denn das ist nichts anderes als „schön reden“. Für den üblichen Hausgebrauch mag das alles OK sein, für ambitionierte Hobbyisten wird es schon schwieriger. Irgendwann eine Z9 und die professionellen Objektive dazu sind Luftschlösser. Soll der Profi in ein unfertiges System umsteigen? Soll er sich mit der Adapterei beschäftigen? Andere Mütter haben auch schöne Töchter, vor allem in größerer… Weiterlesen »

Carsten Klatt

So ist es Alfred. Ich bin bei Sony gelandet, weil sie es endlich geschafft haben, mit DSLM eine kompakte Kameraklasse mit VF herauszubringen. Hätte das seinerzeit Canon oder Nikon getan, hätte ich heute die. Trotzdem ist die Entwicklung bei Nikon traurig. Ich hoffe sehr, das sie sich irgendwie noch berappeln. Es wäre nicht gut, wenn es nur noch Sony oder Canon gäbe. Wettbewerb belebt das Geschäft, das ist das, was dem Endkunden nutzt.

joe

Carsten, ich bin froh, dass es Sony gibt, obwohl ich bei Canon bin, weil die denen Feuer unter dem Hintern gemacht haben und dadurch inzwischen – für mich – die besten DSLMs und Objektive bauen. Ich hoffe auch, dass Nikon die Kurve kriegt, aber diese Ungeduld, als gäbe es kein Morgen, dieser Schrei nach neuen Objektiven ist doch schon leicht krank und nur weil ein Objketiv 6 oder 10Monate später kommt das System wechseln, naja. Ich habe inzwischen auch schon wieder sechs Objektive für RF (obwohl ich sie nicht bräuchte) und wie viele verwende ich davon, gerade mal drei, meistens das RF28-70 und das EF 100-400 MKII, dann wenns leicht sein muss RF 35mm. 14, 85 und 800mm sind quasi unbenutzt. Wenn aber schon die eingefleischten Nikonfans das Schiff verlassen nur weil es eine leichte Verzögerung gibt (auch Nikon hatte mit Corona zu kämpfen) ist das allerdings bedenklich. Wollen wir wirklich nur noch einen Zweikampf Canon-Sony? Also mein Traum ist das nicht.

Carsten Klatt

Naja Ungeduld? Der eine fotografiert Vögel, der nächste Schlösser und Burgen, wieder ein anderer Sport oder Hochzeiten. Da ist ein umfangreiches Objektivangebot schon wichtig für den Wechsel. Das findet man bei Sony und auch bei Canon wird es langsam besser. Warum sollte ich aber auf Z umsteigen, wenn mir wichtige Brennweitenbereiche für meine persönlichen Anforderungen gänzlich fehlen, oder mangels Alternative kaum bezahlbar sind? Das Objektivangebot ist schon wichtig. Das war auch ein Grund, warum Sony mit seinen DSLM im Jahre 2015 am Scheideweg stand. Seinerzeit war absolut nicht sicher, ob sich das System in Gänze durchsetzt. Dann kamen aber ständig weitere Sony Linsen, später Tamron, Sigma & Co. hinzu und 5 Jahre später sind DSLM marktbestimmend. Mit dem erscheinen der VF-DSLM gab es auch einen riesigen Sprung bei den Objektivrechnungen, das darf man nicht vergessen! Das was in den letzten Jahren auch bei Drittherstellern erschienen ist, hat nichts mehr mit den klassischen Linsen, die hier gelegentlich von einigen Fanboys hochgejubelt werden, zu tun. Das hat sich mittlerweile auch im Nikon Lager herumgesprochen, so das Adapterlösungen inzwischen auch keine Notlösungen mehr sind.

C.Scholz

Das ändert doch nichts daran, dass andere hier hochgelobte Firmen ihr Objektivangebot zu spät ausbauen. Wo sind denn die Tilt-/Shiftobjektive für die Spiegellosen? Warum hat Canon noch nicht das 100mm-Makro Objektiv herausgebracht? Um ganz ehrlich zu sein, haben die Nachkömmlinge, denen das viele Fotofreunde nicht zugetraut hatten, doch schon erheblich aufgeholt. Man sollte den Originalanbietern auch keine Vorwürfe machen, Entwicklung spezieller Objektive kostet sehr viel Geld, viele Fotografen, die diese fordern haben nicht genug Geduld zu warten oder kaufen aus finanziellen Gründen lieber die Objektive von Fremdanbietern. Dann fehlt der Markt. Und Sony hat bis auf die letzten zwei, drei Jahre immer durch vergleichsweise optisch schlechte Objektive geglänzt, die die Leistung der Gehäuse entweder nicht ausnutzten bzw. von Objektiven wie denjenigen von Voigtländer regelrecht abgehängt wurden. Dann gab es da noch sehr gute, aber kaum finanzierbare Objektive. Alles dies hat Sony nicht geschadet, die meisten Nutzer haben die Augen davor geschlossen…

Carsten Klatt

Naja, das ist Ansichtssache. Selbst angeblich schlechte Linsen sind bei ehrlicher Betrachtung inzwischen sogar besser, als super Linsen vor 10-15 Jahren. Das darf man nicht vergessen. Es gibt bei jedem Hersteller gute und weniger gute Linsen. Viel wird heute auch per Software korrigiert. Das Dritthersteller grundsätzlich optisch schlechter als die Originallinsen sein sollen, ist ein Ammenmärchen aus vergangenen Tagen. Man schaue sich nur Tamron an!

Robert B.

Auch wenn Canon mittlerweile in der (ver)öffentlich(t)en Meinung etwas an Glanz verloren zu haben scheint, so bin auch ich, wenn auch nur als Amateur, mit dem EOS-System gut zurecht gekommen. Das 4/300 L IS (da hatte Nikon damals nicht gleichwertiges mit Makro und Bildstabilisierung) war mit ein Grund, einzusteigen. Die nächste Herausforderung wird für mich, DPP unter Linux zum Laufen zu bringen ;-).

Markus

Also es ist echt manchmal hart Nikon User zu sein.
Ich besitze eine Nikon Z6ii und drei Objektive.

Ich fotografiere nun schon seit Ende 2019 mit der Nikon und bin mit der Z6ii vollends zufrieden, aber es nervt immer zu warten und warten.
von der Konkurrenz hört man so viel….

Echt schade😪

joe

Das kommt noch!!! Keine Panik

Fleischwolf

Warte auch noch auf das 200-600 und Micro. Wird langsam echt zur Geduldsprobe, kann mich aber immer noch freuen:)

Markus Bolliger

Das Z-Objektiv, das als nächstes erscheinen wird, ist das Micro 105mm F?? – das weiss ich aus sehr gut unterrichteter Quelle.

Markus Bolliger

Mit deinen drei Objektiven an dieser herausragend guten Kamera kannst du doch schon heute sehr gut fotografieren – und die Objekte kommen schon noch, in gewohnt exzellenter Nikon-Qualität. Nur die Geduld nicht verlieren – etwas warten lohnt sich!

Matthias

…alle warten immer. Warum und worauf? Meiner Meinung nach ist alles vorhanden, was man im täglichen Leben braucht (okay eim Makro fehlt noch). Und das in sehr guter Qualität. Wer unbedingt Vögel fotografieren möchte, nimmt eine Nikon DSLR oder eben ein anderes Kamerasystem. Über den Preis kann man sich bei Nikon auch nicht beklagen. Fuji ist z.B. nur unwesentlich billiger, hat aber einen deutlich höheren Wertverlust (genau, das habe ich schon mehrfach…). Wer wechseln möchte, kann das jederzeit machen. Aber wer kauft denn eigentlich das alte Spiegelgeraffel von Nikon oder Canon? Da dürften einige dann sehr überrascht sein, was die Händler, die es noch gibt, bei Inzahlungnahme bieten. Vielleicht haben die aber Kunden, die sich vom spiegellosen Hype noch nicht haben infizieren lassen…

Mirko

Matthias, ehrlich gesagt wenn ich mir anschaue was mal NEU eine Z7 gekostet hat und für was die teilweise GEBRAUCHT bei EBay über die Theke geht verstehe ich deine „Wertverlust Tränen“ nicht ganz 😉 Wer UVP bezahlt ist doch selber schuld, ist doch üblich das nach dem Weihnachts CashBack der Oster CashBack folgt, dann noch Tanz in den Mai CashBack und Midsommar CashBack usw usw usw 😂
Moderne Kameras sind keine Wertanlage ….
Wenn ich sehe das 1979 zB ein Canon FD 50/1.8 177 DM gekostet hat und das FD 50/1.4 297 DM, sprich 127DM Aufschlag, und dies mit heutigen Aufschlägen vergleiche (1.8 vs 1.4) wundert es mich nicht das man in der „Krise“ steckt

Matthias

Mirko,
der Preis und der Wertverlust interessieren mich im Prinzip wenig, weil ich damit Geld verdiene. Und eBay ist nicht repräsentativ für das Preisgefüge, weil Du nie genau abschätzen kannst, in welchem Zustand die Geräte sind. Z6 und Z7 werden auch nicht verschleudert, sondern zu einem angemessenen Preis verkauft. Zumal es nun ja die ZII Versionen gibt. Mein 10.000 € Fuji-Equipment habe ich auch noch nicht verkauft, weil ich damit ja immer noch fotografieren kann. Wenn ich möchte. Und wenn man von Straßenpreisen redet, Raphael: ich lebe nicht auf der Straße:-))

Raphael

Mein Kommentar war auch nicht auf dich bezogen, sondern dass eben ganz allgemein die Nikon Z Kameras im Preis recht stark gefallen sind, während zB die 3 Jahre alte A7iii sehr preisstabil ist (liegt wohl an der sehr großen Nachfrage/Beliebtheit dieser Kamera) 😉

Matthias

…das habe ich auch so verstanden. Denke mal, der Handel agiert teilweise nach dem Motto: weg mit Schaden. Wahrscheinlich der Situation der Kameraindustrie und auf der anderen Seite dem Kaufverhalten geschuldet…

Raphael

die Fuji Prime Objektive sind sehr preisstabil. Schau lieber mal was für einen Wertverlust die Z6 und Z7 zur UVP haben- wenn man sich da die Straßenpreise anschaut ist das ja fast schon ein Verschleudern.

Dietmar

Alle loben die Nikon Qualität, ich wollte vor 3 Wochen von Sony APS-C zurück zu Nikon und habe eine Kombi Z6 mit 24-70/4 gekauft aber leider war das Objektiv so schlecht dezentriert das ich alles zurückgeschickt habe. So funktioniert es leider auch nicht. Obwohl ich keinen Wert auf eine große Vielfalt an Objektiven gelegt habe.

Fleischwolf

Bei mir war es genau umgekehrt, allerdings mit sämtlichen F4 Objektiven, die ich gleich mehrfach tauschen musste, bis eine akzeptable Qualität ankam. Mit Nikon und Panasonic kenne ich sowas bisher gar nicht.

Markus

Ich habe mit den objektiven auch nur gute Erfahrungen

Markus Bolliger

Wenn man ein Sony-Objektiv kauft, das kein GM ist, nimmt man an einer Lotterie teil – das ist meine Erfahrung mit diesem Hersteller.

Herbert

nun ja, alles erbauende Kommentare. Aber wem hilft es. Ich beschäftige mich seit 1979 ernsthaft mit Fotografie und die Entwicklung der letzten Jahre finde ich erstaunlich. Ich habe es als “Hobbyfotograf” (Hobby gilt eigentlich als Beleidigung) versucht, mit mehreren Herstellern meine Fotos zu machen, Canon, Nikon, Pentax, alles analog. Mir sind gute Fotos auf Dia und Negativfilm gelungen, aber im Gegensatz zu heute, vermisste ich immer die Möglichkeit auf eine größere Empfindlichkeit umzuschalten, ohne größere Verluste. Heute sind viele mit allem unzufrieden, ohne sich näher mit den Möglichkeiten aus einander zu setzen, die heute existieren. Deshalb aufgemerkt, schaltet die Gehirnzellen ein und überlegt, bevor ihr Quark redet. Diem Entwickler sind auch nur Menschen und als Hemmschuh stehen ihnen die Kaufleute zuvor. Außerdem benötigen wir nur ein Drittel aller Möglichkeiten, die in den heutigen Kameras zur Verfügung stehen, wahrscheinlich sind viele auch überfordert. Ächz, eigentlich bin ich über das Ziel hinausgeschossen.
Verzeiht mir

Robbi

ach Herbert, Du hast Dich doch noch sehr gewählt ausgedrückt, was sollte man Dir da denn Verzeihen müssen? Auch wenn Deine Meinung eine andere ist als die der Mehrheit, so hast Du ja das Recht auf diese andere Meinung, damit kann ich zumindest gut leben.

Dietmar

ich stimme Dir uneingeschränkt zu

Mirko

Herbert und deswegen habe ich mir ein (fast) komplettes analoges System wieder aufgebaut, der Gehirnzellen zu liebe 🥰 Es macht einfach wieder Spaß damit zu fotografieren auch wenn es für mich nicht mehr so ist wie früher, 3 Halligalli Filme knapp 50 € sind aber sehr speziell

ccc

👌 👍

Carsten Klatt

Auch wenn ich nicht mehr zu analog zurück will, hast Du prinzipiell recht.

joe

Hallo Herbert, mir sind zu Analogzeiten mit der Nikon F3 auch sehr gute Bilder gelungen, allerdings lag das auch vorwiegend an den Motiven, Studentenzeit, Freundinnen, ferne Länder und und und, aber das ist nicht zu vergleichen mit der reinen Fotoqualität von heute. Es lag/liegt meiner Meinung nach nur an den Motiven und an den Gefühlen die diese – auch noch heute – bei mir erzeugen. Das ist ein bisschen so wie Videokassetten und DVDs. Die Filme mögen besser gewesen sein, aber rein technisch sind DVDs einfach überlegen. Selbst die schrecklichen Fotos (weiss gar nicht ob man die Foto nennen darf) mit der Kodak Instamatic finde ich noch heute toll, aber nur wegen der nostalgischen Gefühle. Trotzdem finde ich es super, wenn es noch Leute gibt, die sich diesen Aufwand leisten wollen und zurück zur Langsamkeit und Genauigkeit gehen. Weiterhin viel Spass mit deiner Rückkehr in die Fotovergangenheit!
Übrigens, die besten Videos die ich gemacht habe sind von den Kindern als sie klein waren und nicht die die ich heute mit nahezu perfektem Gerät erzeuge. Deshalb, bessere Motive und mehr Emotionen = “bessere” Bilder/Videos unabhängig vom Gerät.

Herby

Sehe ich auch absolut genauso. Diese extrem schnelle Entwicklung tut keinem gut. Weder den Herstellern, noch den Leuten, die ständig ihr Geld für Neues rauswerfen und die nie merken, dass mit einem neuen Ding auch nichts anders wird. Marketing gaukelt ihnen vor, ständig Neues zu brauchen. Leute, die ihr Hirn noch nutzen, wissen, dass es nichts bringt sich ständig Neues zu kaufen.

Ich nutze meine Smartphones schon immer so lange, bis es nicht mehr geht. Warum sollte ich mir auch jährlich ein neues kaufen? Dadurch wird auch nichts anders.
Gleiches gilt für Kameras. Ich habe hier noch meine Nikon DSLR und eine X100V. Warum sollte ich z.B. meine Nikon DSLR ersetzen? Dadurch wird nichts anders und an meinen Fotos wird sich nichts ändern. Wenn die DSLR irgendwann den Geist aufgibt, schaue ich, was stattdessen in Frage käme, falls es bis dahin überhaupt noch Kameras gibt.

Markus Bolliger

Unterschreibe alles was du sagst! Wenn ich vor 40 Jahren diese Technik von heute gehabt hätte … davon konnte man damals nicht einmal träumen!

ccc

Ich finde dieser Artikel über die vermeintliche Nikkor-Flaute kommt zu früh – für mich ein bisschen voreilig.
Warten wir mal bis Juli, und dann schauen wir, was sich getan hat.

Cat

Bei Canon wurden 3 Objektive angekündigt und zwei lieferbar.
Also da sollte man der Fairness halber schon unterscheiden.
Zudem sind die beiden R Supertele keine neuen Objektive.

Mani

Immer schön cool bleiben.
Auch Apple hat dieses Jahr etwas länger bis zum ersten Event gebraucht. Corona lässt grüssen.
Immerhin gibt es mit Viltrox und Laowa jetzt schon zwei Hersteller von nativen Z-Linsen inkl. Autofocus.
Das lässt hoffen, dass auch Sigma und Tamron langsam in die Puschen kommen.
Und Nikon wird sicher in den nächsten Wochen die rumorten Linsen vorstellen:
Nikon NIKKOR Z 105mm Micro S lens
Nikon NIKKOR Z 100-400mm S and/or Nikon NIKKOR Z 200-600mm
One or two new APS-C lenses
Dann sind alle wieder happy 🙂

Gabi

Was soll ich da sagen? Ich warte schon seit mehr als 80 Jahren auf ein Update meiner Rolleiflex Automat.

Rolf Carl

Na, dann würde ich an deiner Stelle mal mit einem Update an dir selber beginnen. Hast du den 100sten schon hinter dir?

Gabi

Nein, ich habe mit 15 das Fotografieren angefangen.

Rolf Carl

Ah, sorry, dann bist du ja erst 95.

Stefan-Do

Ich finde es erstmal interessant, dass es anscheinend keinen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Neuerscheinungen und dem Markterfolg gibt. Es muss nicht alle sechs Wochen etwas Neues sein, so schnell schreitet die Entwicklung der Technik nicht voran. Nikon ist bei den Kameras gut aufgestellt. Z 6 und Z 7 haben Preisverfall. Das ist üblich, wenn ein Nachfolger kommt, dann sinken die Preise für das Vorgängermodell. Das ist bei allen Herstellern so. Bei den Objektiven sieht Nikon etwas blass aus, das sehe ich auch so. Haben sie verlernt, Objektive zu bauen oder keine Lust mehr? Glaube ich nicht. Ob die Finanzabteilung die Daumenschrauben anzieht? Nikon hat 2020/21 Verluste gemacht (Forecast vom 28. April: 451 Mill Yen Umsatz bei -46 Mill. Yen Profit before Tax). Personal wurde abgebaut, es könnte an Ingenieuren fehlen. Ich habe aber einen anderen Verdacht. Es fehlt an Chips. Derzeit gibt es einen weltweiten Mangel. Gerade heute hat Ford-Deutschland deswegen Kurzarbeit angeordnet. Canon und Nikon haben die neuesten Bajonett-Schnittstellen und jetzt fehlt es an den Bauteilen dazu. Dabei sieht man die Unterschiede zwischen Nikon und den anderen. Canon zum Beispiel geht eher mal nach vorne, kündigt an und kämpft dann mit Lieferproblemen. Heute habe ich eine Anzeige gesehen,… Weiterlesen »

Alberich

Leider muss ich Nikonrumors beipflichten. Ich fotografiere schon immer mit Nikon. Und ich warte seit der Juli 2020-Roadmap auf das 20-600, das 100-400 und das 28er. Vermutlich schon länger. Nikon hat mir schon ein paar mal geschrieben, daß man nicht weiß, wann die nächsten Objektive kämen und mich auf die Roadmap verwiesen. Und die Roadmap ja bis 2022 geht.

Ich vermute, daß als nächstes die Z9 und das 600er und das 400er kommen. Und die Telezooms erst in 2022.
Bis dahin bin ich weg. Dann muss es wohl Canon werden.

Tut mir leid das sagen zu müssen. Ich würde heute niemandem, den ich mag (und der lange Tüten sucht), zu Nikon raten. Dazu die Gerüchte über die finanzielle Situation von Nikon…

Thorsten

Wieso Gerüchte, über die finanzielle Situation? Es ist Fakt, das Nikon hohe Verluste schreibt und Mitarbeiter entlassen muss/musste.
Wenn man so hohe Verluste schreibt, muß an allen Ecken gespart werden, auch die Entwicklung wird davon betroffen sein. Solange es Nikon wirtschaftlich schlechter geht als der Konkurrenz, werden sie bei Neuerscheinungen immer hinterherhinken, denn Entwicklungskapazitäten kosten richtig viel Geld. Und die Geldgeber gucken genau auf die Ausgabenseite, die wollen ja nicht immer mehr Geld verbrennen. Langfristig ist das für ein Unternehmen natürlich schlecht, aber Aktionäre denken leider meist recht kurzfristig.
Bei Nikon kommt noch hinzu, dass sie wie kein anderer Hersteller vom Imaging- Geschäft abhängig sind. Sony und Panasonic sind riesige internationale Konzerne, die sich Durststrecken am ehesten leisten können. Als Gesamtkonzerne konnten beide im letzten Jahr Rekordgewinne verbuchen. Auch Canon schreibt positive Zahlen, die profitieren vom guten Druckergeschäft und sind auch viel weniger vom Kamerageschäft abhängig.
Wohin das führen kann, sieht man bei der Olympus- Kamerasparte, obwohl technisch gut aufgestellt, Verkauf an einen Finanzinvestor. Die neue Gesellschaft nennt sich OMDS. Der Service hat erheblich nachgelassen und es wurde lange nichts neues vorgestellt, nur Absichtserklärungen. Es wurden ja auch 50% der Mitarbeiter entlassen.

Markus

Ich habe gerade mal geschaut.
Auch canon hat lieferschwierigkeiten (zumindest sehe ich das bei meinen zwei Fotoläden)

Ja Nikon muss liefern, aber trotzdem ist ein solider Grund vorhanden.

Axel Collein

Ich persönlich wurde nach dem Wechsel zum Z-System davon überrascht, daß mein geliebtes Tamron 90 mm Macro nicht mehr kompatibel war. Immerhin war das Kamerasystem schon zwei Jahre auf dem Markt und auf Nachfrage bei Tamron hat man schon ungefähr solange keine Lösung dafür. Auch die anderen Fremd-Objektivhersteller haben in den letzten zwei Jahren (meine Wissens nach) kein neues Obhjektiv für das Z-Bajonett präsentiert. Ich mag mich nicht richtig errinnern, aber war das zu Beginn für das E-Mount von Sony nicht genauso? Bei meinem letzten Photokina Besuch 2014 hat mich genau dieser Grund davon abgehalten über einem Wechsel zu Sony weiter nachzudenken. In der Not habe ich jetzt ein gebrauchtes Sigma 105 Macro gekauft. Nachdem ich einige Produktionen mit der Linse in der Produktfotgrafie abgeschlossen habe, bleibt für mich das Fazit dass die DSLM in der Studio Fotografie meinem Workflow und Ergebnisse positiv verändert haben und die DSLR nur noch als Backup dient. Die Objektive und deren Abbildunsleistung spielt weiterhin ein große Rolle, jedoch glaube ich inzwischen nicht mehr daran, daß die langen Festbrennweiten, auf die ich warte das Zünglein an der Waage sein werden. Je länger ich mit den “alten” Linsen und der DSLM arbeite umso weniger spannend wird… Weiterlesen »

Herby

Nikon ist der einzige Kamerahersteller, der seit mehr als einem halben Jahr keine Neuheit präsentiert hat.

Ok, ich muss sagen, dass ich nach diesem Satz aufgehört habe zu lesen.
Ein Hersteller ist heutzutage also nur noch gut, wenn er 5 Neuheiten im Jahr heraus bringt?
Ich sehe das anders. Für mich ist ein Hersteller gut, wenn er, wie früher, nicht jedes Jahr mehrere Neuheuten bringt, sondern wenn seine Produkte top sind und zwar so, dass man einfach nicht ständig eine Neuheit braucht.

V.a. muss man bedenken, dass zu Corona Zeiten eine ständig neue Entwicklung schwierig ist, weil es kaum noch Ressourcen gibt, wie z.B. Chips.

Was ist bloß aus der Welt geworden? Neue Smartphones am besten jedes halbe Jahr, am besten mehrere neue Kameras im Jahr, ständig andere neue Spielereien etc.
Ist denn keiner mehr mit dem zufrieden, was er aktuell hat? Warum diese ständige Gier nach Neuem? Erhoffen sich diese Leute dadurch ständig, dass irgendetwas besser wird? Dann merken sie, dass mit einem neuen Smartphone oder einen neuen Kamera auch nichts besser wird, aber dann kauft man einfach die nächsten Geräte, die in einem halben Jahr erscheinen. Vielleicht wird damit ja alles besser.

Robin

Grundsätzlich gebe ich dir Recht.
Das Problem ist halt, das so manches Smart Phone nach wenigen Minuten ausverkauft ist und die Stückzahl im Millionenbereich liegt. Obwohl die Teile nicht günstig oder billig waren.
Wir leben halt im Zeitalter der Hysterie, wo man mit betimmten Sneeker viele Tausender verdienen kann.
Ungefähr so sinnvoll, wie Sammlungen von Würfelzuckerpapier oder Aludeckel von Milchkännchen.
Und jetzt schlägt die Blockchain zu, wo für digitalen Content, als NFT/Non-Fungible Token, Millionen geboten werden.

Markus B.

Das Kernthema in diesem Artikel ist doch nicht, ob man mit Nikon Kameras noch fotografieren kann oder nicht. Klar spielen die Kameras in der obersten Liga mit. Hier geht es aber drum, inwieweit man aufgrund der fehlenden Neuheiten Rückschlüsse auf die Firmenpolitik oder die wirtschaftliche Situation von Nikon ziehen kann…und diese Frage ist durchaus erlaubt…leider leben wir heute in einer Zeit, in der die Halbwertszeit sämtlicher Consumer-Produkte (und dazu zähle ich auch Kameras) in einer dramatische Abwärtsspirale befindet. Wir können lange darüber philosophieren, ob das gut ist oder nicht. Sicherlich ist diese gesamte Entwicklung weder nachhaltig und noch ökologisch. Aber die Firmen leben davon, dass sie den Käufer zu immer neuen Konsumausgaben treiben. Wir müssen konsumieren, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Mit Fotografieren hat all das nichts mehr zu tun. Aber hier ist der Kameramarkt nicht anders als der Markt für Smartphones, Laptops, Tablets und PCs. Und jede Firma, die dieses Spiel nicht mehr mitspielen kann oder will, ist in der heutigen Zeit leider ganz schnell vom Markt verschwunden…beobachtet man das Spiel des Kameramarktes vom Spielfeldrand, dann kommt man zu dem Schluss, dass Nikon sich hier aktuell ganz massiv in der Defensive befindet…

Alexander

Inzwischen habe ich die Befürchtung, dass sich Nikon aus finanziellen Gründen bereits in einer Spirale des Todes befindet. Neuentwicklungen kosten Geld und das hat Nikon anscheinend nicht, sonst ginge das alles schneller, der Wettbewerb ist hart. So kommen die notwendigen Objektive nicht auf den Markt und das verhindert, dass Nikon mehr Geld verdient, um neue Entwicklungen anstossen zu können. Bedenklich ist auch, dass Sigma & Co. offenbar nicht mehr an Nikon zu glauben scheinen. Schade, ich habe 35 Jahre sehr gerne mit Nikon fotografiert, aber inzwischen ist das Sortiment einfach zu lückenhaft.

Herby

Von Corona hast du gehört oder? Dann vielleicht auch von der Knappheit von Ressourcen und v.a. Chips.
Etliche Branchen und Bereiche haben Lieferschwierigkeiten. Das ist die denkbar dümmste Situation für irgendwelche Neuentwicklungen.

Thorsten

Wieso Corona? Die Konkurrenz bringt doch viele Neuigkeiten. Und mit der Chipknappheit haben andere Hersteller genauso zu kämpfen. Aber evt können sich die Anderen ja leisten mehr dafür zu zahlen, als Nikon ?

Herby

Na dann erinnere dich bitte einmal an die R5 zurück, wann die “verfügbar” war und wann die Leute sie letztendlich in den Händen hielten, nachdem sie diese bestellt haben.
Sie wurde Juli 2020 veröffentlich und wirklich verfügbar war sie erst Dezember 2020 / Januar 2021.
Sollen das also alles Hersteller so machen? Dann heulen die Leute doch auch wieder herum und 2020 war alles noch nicht so knapp wie jetzt.

Also was würde es nützen, wenn Nikon jetzt neue Kameras veröffentlicht, wenn man die aber erst im November erhalten würde? Dann lieber keine Neuheit und erst dann, wenn man sie auch wirklich kaufen kann und wenn man sie sofort erhält.

Bei Objektiven lief es teilweise übrigens ähnlich ab.

Robbi

außerdem, werter Herby, leider setzen sehr viele Leute NEU immer mit BESSER gleich, dies ist teilweise aber dann ein Irrtum.
Weil jeder immer laufend was Neues bringen muss bringt Hakle jetzt das beidseitig verwendbare Klopapier, der Erfolg liegt auf der Hand.
Lieber Eile-mit-Weile und dann aber richtig gut, ich jedenfalls bin kein Freund davon, mir 3 Knipsen zu kaufen, damit die Dritte dann annähernd das kann was mir bei der Ersten schon versprochen wurde.

Herby

So sehe ich das auch. Zumal durch die ständigen Neuerungen Funktionen absichtlich zurückgehalten werden, damit man sie in die Nachfolger einbauen kann, die eh in 1-2 Jahren erscheinen.

Martin Berding

Corona lähmt alles, komplett alles. Keine Hochzeiten mit Feier, keine Reisen, keine Events. Das alles weltweit. Wieso sollte irgendein Hersteller immer mehr rausbringen? Im Sommer 2020 war alles schon auf normal, es ging vieles. Jetzt steckt die Welt in der 3. Welle, Impfungen kommen vor allem in armen Ländern nicht voran. Jede Fotofirma sollte nur auf Sparflamme kochen, genau das macht Nikon. Sony und auch Canon oder Fuji haben nur eine kleine Fotosparte. Verluste können die besser wegstecken. Nikon ist stärker vom Fotogeschäft abhängig, Verluste tun richtig weh. Aber die Corona Lage bessert sich in Kürze allein wegen den Impfungen zumindest in der westlichen Welt und damit steigt die Lust auf Kameras. Einfach deswegen, weil man wieder reisen kann. Reisezeit ist Fotozeit.

Markus B.

Betrachtet aus der Bedarfs- oder Nachfragesicht ist diese Überlegung sicherlich richtig. Der Bedarf ist theoretisch nicht vorhanden. Aber aus Sicht des Herstellers stellt sich die Situation völlig anders dar: Um Umsätze zu erzeugen und Kunden zu gewinnen, sind die Hersteller gezwungen ständig Neuigkeiten auf den Markt zu bringen. Da neue Kameras inzwischen zu 90% aus Mikroelektronik bestehen und somit eigentlich bessere “Computer” sind, werden sie zu einem Consumer-Artikel, der über Nacht veraltet. Consumer-Artikel müssen ständig upgedatet werden, um die Nachfrage hoch zu halten. Hinzu kommt, dass wir hier über einen schrumpfenden Markt reden, wo starker Verdrängungswettbewerb herrscht. Es geht ums Überleben. Da kann man sich als Hersteller nicht einfach zurücklehnen und sagen: “So jetzt bringen wir mal 2 Jahre keine Neuheit”. Andernfalls verschwindet man in der Nische oder sogar ganz vom Markt. Die Wechselwilligkeit ist heutzutage gross, und die verbliebenen Amateure wollen das “Neueste” und “Beste” kaufen. Der Markt lebt schon lange nicht mehr von der Ersatzbeschaffung der Profis. Das sind nostalgische Erinnerung aus den 70er und 80er Jahren, wo man sich eine Nikon oder Canon gekauft hat, sein System über Jahre ausgebaut und erweitert hat und der Marke jahrelang die Treue hielt. Dieses Business-Modell hat vielleicht zu anlogen Zeiten… Weiterlesen »

Robbi

nun ja, Markus, “die verbliebenen Amateure wollen das “Neueste” und “Beste” kaufen”, da gebe ich Dir ja nun Recht, aber dann lies auch hier mal, soweit Angaben gemacht werden, was man dann für das Neuste und Beste bezahlen will?
Auf Traumvorstellungen angeblicher Kaufwilliger können sich Hersteller auch kein Geschäftsmodel aufbauen!
Klar, wir wollen alle die Sony A1, aber selbstverständlich mit 3 Superoptiken und wenn Sony dies dann für unter 1.000 € liefert kaufen wir doch alle, davon kann aber kein Hersteller leben, da kann eine Firma dann auch drauf pfeifen.

Markus B.

Robbi, ich weiss nicht, ob wir hier die Referenzkunden sind. Wenn ich mir aber anschaue, was allein auf Ebay und etlichen Gebrauchtbörsen an fast neuen DSLMs der gehobenen APS-C und VF-Klasse gehandelt wird und wenn ich in verschiedenen Foren quer lese, was die Amateure so kaufen, dann scheinen gerade die Amateure die Kunden mit dem grössten Geldbeutel zu sein. Wer kauft denn sonst die tollen Neuvorstellungen? Der Profi, der dank Corona kaum noch Gewinn macht? Sicherlich nicht…

Robin

Ist das nicht ein wenig zu kurz gesprungen. Wesentlich ist doch nicht, wieviele Objektive und Kameras ein Hersteller so pro Zeiteinheit heraushaut.
Wichtig ist doch, ob die Leute das in seinem Portfolio finden, mit dem sie zurecht kommen und arbeiten können.
Vielleicht ist Canon so schnell, weil sie einen zweiten Großrechner besorgt haben.
Und nicht immer ist alles so golden, für mich wurde etwa das RF 11/600 bei digitalkamera.de verissen.

Markus Bolliger

Es stimmt, wir Nikonianer werden langsam ungeduldig. Ich warte auf drei Z-Objektive: 105mm Micro, 100-400mm, 24-105mm. Aus zuverlässiger Quelle weiss ich, dass als nächstes das 105mm Micro kommen wird, gefolgt vom 100-400er, dieser Fahrplan passt mir also gut ins Konzept. Auf das 24-105mm werden wir aber noch länger warten müssen.
Andererseits: Tempo ist nicht alles. Ja es stimmt – Nikon ist nicht der schnellste und innovativste Kamera- und Objektivhersteller, aber wenn sie dann ein neues Produkt herausbringen ist es meistens erstklassig und der Konkurrenz überlegen. Ich habe z.B. das Z 70-200mm F2.8 S testen können – Fazit: Ein nahezu perfektes Objektiv, das beste seiner Art auf dem Weltmarkt! Wenn das bei den andern heiss ersehnten Gläsern auch so herauskommt warte ich gerne noch ein paar Wochen oder sogar Monate. Mittels FTZ-Adapter hat man ja schon jetzt eine riesige Auswahl von Objektiven aus dem Spiegelreflex-Park.
Ganz abgesehen von den leider noch fehlenden Z-Objektiven: Bei den Gehäusen hat Nikon in Sachen Ergonomie die Nase vorn – weshalb ich von Sony zu Nikon gewechselt habe- trotz der noch fehlenden nativen Gläser.

OlyNik

Ich setze schon lange nicht mehr nur auf einen Systembody sondern auf mehrere. Ist auch im Endeffekt günstiger, ich bekomme alles was ich will und habe gleichzeitig 3-4 Bodys mit dem optimalen Objektiv bestückt.
Nikon Z6 mit 1.8/50er Z Objektiv für Nacht- und Streetfotografie
Nikon Z7 für Landschaft mit 2.8/24-70mm Z und 2.8/70-200mm Z
Nikon D500 APS-C für Sport und Tieraufnahmen / Teleobjektive
Olympus E1MX mit Pro-Objektiven allesamt 2.8 und das 1.2er/17mm, 60er Makro mit Makroblitzgerät und 1.8er/45er für Portraits, Spezialaufnahmen wie Wasserfälle mit ND-Filter, Natur, Experimente und vor allem Makro. Makro ist mit mfT praktisch unschlagbar, mit Focus-Stacking sowieso. Die Olympus ist eigentlich für alles perfekt einzusetzen, wenn 20 MP genügen.
Allesamt sehr gut Kamerabodys mit sehr guten Objektiven und spare mir viel lästiges Wechseln der Objektive. Für jeden Einsatz die optimale Kamera/Objektivkombi. Alle Kameras sind praktisch identisch abgestimmt (Farbgebung, Bedienung mit AF-ON als Autofocus und Belichtung entkoppelt. Mit Auslöser inkl. AE-Lock usw.)

Ecce

Wenn ich die Kommentare so überfliege sehe ich ein gerüttelt Maß an Betriebsblindheit und Realitätsverweigerung.
Nikons Fotosparte macht miserable Umsätze. Punkt.
Nikons Fotosparte schreibt tiefrote Zahlen. Fakt.
Selbst wenn die Z-Nikons die besten DSLMs der Welt wären. Meiner Meinung nach ist die Z6II übrigens technisch absolut konkurrenzfähig. Aber Umsatz und Gewinn fehlen einfach.
Der Masse potentieller Kunden passt Nikon offensichtlich nicht ins Konzept. Den Verkäufern im Fachhandel passt scheinbar Nikon insgesamt nicht mehr ins Konzept. Gekaufte Artikel in der Presse verfehlen die Zielgruppe eh.
Meiner Meinung nach gibt es einen Weg aus dem Dilemma: Eine Z2021 (o.ä.) mit Kit unter € 500 (da wird Nikon natürlich erst mal drauflegen müssen) nebst cooler Werbung (gibts auch nicht geschenkt). Mal schauen ob die Mutter das Sparschwein schlachtet ..

Rolf Carl

Ach, du möchtest ein Nikon-Kit unter 500? Vergiss es, schau dich doch einfach mal bei Sony um, die haben sicher etwas passendes für dich im Angebot, und wenn nicht, kauf einfach ein Smartphone, falls du eines findest für den Preis.
Nikon war schon immer für die gehobene Klasse zuständig, und um die Zahlen bei Nikon musst du dich auch nicht kümmern, das machen die Manager des Unternehmens. Und falls Nikon mal ein Übernahmekandidat wie Olympus wird, springen sicher die Chinesen ein, denn die warten nur darauf. Und dann? Kratzt es irgendjemanden, ob er mit einer japanischen oder einer chinesischen Kamera fotografiert? Mich nicht, ich arbeite mit einem Top-Stativ von Sirui, made in China, und es ist kaum zu toppen. Also, mach mal halblang.

renus

Die Japaner werden keine japanische Firmen / Marken an chinesische Firmen oder Investoren abgeben!
Wenn China ein Marktsegment erobern will, dann können sie das nur mit eigenen Marken/Firmen oder zugekauften Marken aus Deutschland, EU, USA, …, wo das möglich ist; z. B. Kuka, Dornier,…

Martin Berding

War mal auf der Nikon Seite, gerade eben. Wieviele Objektive benötigt man? Zumindest für den Hobbyfotografen ist alles dabei und der Profi wird sich aus dem Angebot das richtige zusammen stellen können. Damit meine ich aber nur native Z, keine F per Adapter. Was vielleicht noch fehlt wäre die lange Telebrennweite, nur wird wegen des Preises ein solches Objektiv selten gekauft. Wenn man sie noch als F hat, ginge das auch zur Not mit Adapter. Warum nur zu Not, wird ohnehin nur selten gebraucht. Alles andere ist in Zoom und Fest vorhanden. Eigentlich ist Nikon so schon gut aufgestellt. Man muss auch bedenken, die Welt ist quasi im Lockdown, keine Reisen, keine Expeditionen, keine Events. Warum sollte man da viel Fotoequipment kaufen? Und wenn wenig gekauft wird, wird auch wenig angeboten. In wenigen Wochen sieht alles ganz anders aus. Man kann Nikon auch nicht mit Sony vergleichen, gegen den Riesen Sony ist Nikon eine Manufaktur. Sony ist in allen Elektrosparten zuhause, können eventuelle Fotoverluste besser als Nikon verkraften. Qualitativ ist Nikon top.

Markus

Ich habe nach mehr als 30 Jahren mit Nikon und viel Nikon-Ausrüstung erst unlängst schweren herzens zu Sony gewechselt. Mir fehlten zur Z-Serie z.B. das angekündigte 24-105 (oder 120), ein kompaktes 70-300 und das angekündigte 100-400 ist auch noch nicht da. Insofern hat Nikon mit mir einen treuen Kunden verloren. Schade.

Peter T

Ich bin seit vielen Jahren glücklicher Nikon-User, muss mich der allgemeinen Kritik aber trotzdem anschließen: Bei den Z Objektiven geht’s zu langsam, bei APS-C tut sich zu wenig. Dass es immer noch kein sehr gutes Z 24 – 105 mm (oder noch besser 24 – 120 mm, oder noch noch besser 24 – 135 mm) gibt, kann ich eigentlich gar nicht glauben. Für mich persönlich wäre es das wichtigste Zoom: Mit einem 24 – 70 mm kann ich persönlich nichts anfangen und das 24 – 200 mm ist zwar gut, aber halt nicht super-gut, da ziemlich lichtschwach. Ich kann nur hoffen, dass es so lange dauert, weil Nikon an einer echten “Überraschung” arbeitet: Einem f 2.8 – 4 zum Beispiel, das so innovativ und so gut ist, dass wir alle aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. …hoffen darf man ja.

Wolfgang

Im APS-C Bereich bietet Nikon nur 2 Objektive an. Die sind aus meiner Sicht mit Blendenzahl 6,3 am langen Ende unbrauchbar.
Ich beglückwünsche mich zu meiner Entscheidung, zu Sony zu wechseln. Dort habe ich jetzt ein 17-70 2.8 von Tamron und viele coole Festbrennweiten von Sigma und Samyang mit Blende 1.4 und 1.8.
Bei diesem Vergleich könnte die Nikon APS-C sensationell in der Qualität sein, wäre aber trotzdem niemals interessant für mich.
Ein Body allein ist einfach zu wenig!

renus

Erklär mir einer, wie man langsam davoneilt ❗❔😂

PGS

Ftz Adapter und die Nikon D780, praktisch eine Z6 im Reflex-Anzug, beweisen, daß das neue Bajonett nicht erforderlich war, sondern dem Marketing geschuldet. Leider haben die sich somit selber ins Abseits geschossen. Jetzt müssen Milliarden ausgeben werden, um einen Objektivpark doppelt aufzubauen, welcher schon vorhanden ist. Investitionen in einen stark schrumpfenden Markt. Mit einer F-DSLM wäre Nikon auf der Siegerstraße gefahren – zu einem Bruchteil der Kosten. Größe und Gewicht sprechen auch nicht für die Z, wenn man sich mal die Df oder EM anschaut. Erinnert mich an das Ende der Deutschen Fotoindustrie. Nikons Vorbild war Zeiss Ikon und die haben, als technischer Großmeister der Branche, stark vergleichbare Fehler fabriziert.

Peter T

Bin ganz und gar nicht deiner Meinung. Jeder, der schon einmal ein Z Objektiv genutzt hat weiß, dass der Z Mount enorme Vorteile bietet und definitiv kein Marketing-Gag ist. F hat keine Chance gegen Z. Die Entwicklung war absolut richtig von Nikon.

PGS

Also ich hab beide Systeme und könnte nicht sagen, wo der große Vorteil des Z-Bajonettes wäre. Lediglich für Weitwinkelobjektive hat daß Auflagemaß gewisse Vorteile. Das 14-30 ist schon schön kompakt und hat mich zum Kauf bewogen Selbst dieses Objektiv könnte man ähnlich kompakt als F konstruieren. Auch die Marktsituation sollte man im Auge haben, die kaum rentable Stückzahlen erwarten lässt. Gesetzt der Fall, dies Bajonett hätte gewichtige Vorteile. Die gibts nur mit realen Linsen. Und wenn nun wegen der Marktlage nichts mehr kommt? Also ich halte das Z-Bajonett für einen, Nikons Existenz bedrohenden, schweren strategischen Fehler.

ondro

ich bin vor einem monat nach 17 jahren nikon zu einer R6 & R (als ersatzkamera) gewechselt und muss sagen dass ich begeistert bin.

meine nikon sachen habe ich noch aber stelle sie jetzt bei ebay rein. die d5/d850 combo ist echt phönomenal, bzw war aber irgendwie konnte mich die z6/7 ii nicht begeistern. alles an den kameras hat so altbacken gewirkt.
die R6 begeistert mich aber von anfang an. irgendwie frisch und alleine der autofokus ist den DSLRs mittlerweile haushoch überlegen.

schade nikon. ich war echt einer deiner treuesten fans.