Objektive Marktgeschehen Nikon

Nikon startet Objektiv-Fabrikbau mit Verspätung

Nikon hat mit dem Bau neuer Gebäude am Standort Tochigi begonnen, weit später als ursprünglich gedacht.

Nikon hat den Bau zweier neuer Gebäude am Standort Tochigi Nikon Corporation begonnen, wie das japanische Unternehmen per Pressemitteilung bekanntgibt. Am 7. Januar 2026 fand die offizielle Grundsteinlegung statt. Die Fertigstellung ist für Sommer 2027 geplant, und damit rund ein Jahr später als bei der ersten Ankündigung 2023 in Aussicht gestellt.

Pläne mehrfach angepasst

Die Pläne haben sich seit 2023 mehrfach gewandelt. Ursprünglich war von einer einzelnen neuen Fabrik mit einer Investition von rund 30 Milliarden Yen und Eröffnung 2026 die Rede. Im Juni 2024 konkretisierte Nikon das Vorhaben: Statt einer Fabrik sollten zwei neue Gebäude entstehen, in denen die Linsenproduktion aus mehr als einem Dutzend verteilter Standorte konsolidiert wird. Baubeginn sollte im Geschäftsjahr 2025 (April 2025 bis März 2026) sein, Fertigstellung im Geschäftsjahr 2027.

Der tatsächliche Baubeginn erfolgte im Dezember 2025 – damit hielt Nikon den 2024 kommunizierten Zeitplan ein. Die ursprünglich für 2026 avisierte Eröffnung verschiebt sich jedoch auf Sommer 2027. Die Baukosten liegen mit 25 Milliarden Yen (etwa 136 Millionen Euro) unter den 2023 genannten 30 Milliarden Yen. Gründe für die Änderungen nannte Nikon nicht.

Fokus auf High-End-Objektive

Laut einem Bericht von Nikkei aus dem Jahr 2024 ist das Produktionsvolumen von Kameraobjektiven auf ein Zehntel des einstigen Höchststands geschrumpft. Nikon will sich daher auf hochwertige Objektive konzentrieren und durch die Konsolidierung flexibler auf Nachfrageschwankungen reagieren können. Die neuen Gebäude mit einer Gesamtfläche von etwa 20.000 Quadratmetern sollen Wechselobjektive für Digitalkameras, Mikroskopobjektive, Projektionslinsen für die Halbleiterlithografie sowie Industrieobjektive beherbergen.

Nikon setzt auf eine modernisierte Fertigung mit Mixed-Flow-System und automatisierter interner Logistik. Diese Maßnahmen sollen eine flexible Produktion ermöglichen, die schnell auf Marktveränderungen reagieren kann.

Die Investition markiert eine strategische Wende: 2020 verlagerte Nikon die Kameraproduktion vollständig aus Japan nach Thailand, 2021 schloss der Konzern zwei Objektivfabriken wegen des schrumpfenden Marktes. Nun investiert Nikon wieder in heimische Produktionskapazitäten.

Zusätzlich zur Produktion plant Nikon Bereiche für Fabrikführungen und Ausstellungen, um den Austausch mit der lokalen Bevölkerung und die Nachwuchsförderung zu stärken.

via: Nikonrumors

guest
4 Kommentare
älteste
neueste
Feedback
Zeige alle Kommentare
Stefan Zimmermann

Unbedingt mal Bilder von Tochigi bei Google anschauen. Abseits der Fabrikgebäude finde ich die Gegend deutlich spannender. Japan wäre definitiv eine längere Reise wert, allein schon wegen der beeindruckenden Kultur. Mal schauen, wann sich das einmal ergibt.

Marcel

Vor allem liegt es in der Kanto Region. Ihr wisst was das heißt: Pokebälle mit einpacken!

joe

Bei Nikon leider nichts Neues. Sie kommen fast immer zu spät – deswegen bin ich auch von Analog Nikon F3 später zu Digital Canon 5DII gewechselt.

BEN

Erstens bauen die überhaupt noch Fabriken und zweitens steht die nach anderthalb Jahren. In der Zeit haben die hier grad mal 1km Rohrleitungen an einer Landstraße verlegt, inklusive Straßensperrung über die komplette Zeit.

Photografix Newsletter

In unserem kuratierten Newsletter informieren wir dich regelmäßig über die wichtigsten News und Gerüchte aus der Welt der Fotografie.

Wir senden keinen Spam und teilen niemals deine E-Mail-Adresse.
Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.