Nikon Objektive Samyang Top Viltrox

Nikon vs. Viltrox: Der aktuelle Stand des Rechtsstreits

Rund um Dritthersteller-Objektive für Nikon-Z-Mount war in den letzten Monaten einiges los – vom Rechtsstreit zwischen Nikon und Viltrox bis hin zu Herstellern, die sich vorsichtshalber zurückhalten. Zeit für eine kurze Bestandsaufnahme.

Die wichtigste Antwort gleich vorab: Zum großen Rechtsstreit zwischen Nikon und Viltrox gab es zuletzt kaum Neuigkeiten. Dafür sorgen ein frisches Viltrox-Patent und ein paar ziemlich wilde Gerüchte für Gesprächsstoff.

Rechtsstreit Nikon gegen Viltrox: erst mal Ruhe

Den Kern der Debatte bildet weiterhin Nikons juristisches Vorgehen gegen Viltrox. Nikon hat den chinesischen Hersteller vor dem Shanghai Intellectual Property Court verklagt – es geht im Wesentlichen um Lizenzgebühren beziehungsweise mögliche Verletzungen von Nikons Schutzrechten rund um die Z-Mount-Technik (Anschluss, elektronische Kommunikation, Autofokus). Wir haben in diesem Artikel davon berichtet, im Anschluss haben sich sowohl Nikon als auch Viltrox öffentlich zu der Klage geäußert.

Als weitere Folge haben außerdem andere chinesische Dritthersteller Zurückhaltung in Bezug auf neue Z-Mount-Objektive angekündigt – mehr dazu könnt ihr hier nachlesen.

Neue Informationen zu dem Thema gab es zuletzt kaum. Ein abschließendes Urteil ist – soweit uns bekannt – nicht gefallen oder zumindest nicht öffentlich, zudem laufen solche Verfahren oft über mehrere Instanzen und ziehen sich über lange Zeiträume. Am eigentlichen Streit hat sich in den vergangenen Wochen also wenig geändert, es sei denn die beiden Parteien konnten sich hinter den Kulissen einigen.

Eine gute Nachricht gibt es grundsätzlich aber: Neue Viltrox-Objektive wie das 75mm f/1.8 EVO oder das 90mm f/2.2 EVO (beide wurden Anfang Juni 2026 offiziell vorgestellt) erscheinen weiterhin in Versionen für Nikon Z. Das macht Hoffnung.

Ein Viltrox-Patent rund um den Z-Mount

Relativ neu ist außerdem ein Patent von Viltrox – zumindest für uns. Eingereicht wurde “CN 309984573 S” zwar schon Ende 2025, veröffentlicht wurde es allerdings erst im Mai 2026. Dabei geht es offenbar nicht um Mechanik oder Elektronik, sondern lediglich um die äußere Gestaltung eines von Viltrox genutzten Mount-Bauteils.

Der Objektiv-Ring aus dem Patent scheint konstruktiv auf den Z-Mount-Standard ausgelegt zu sein. In chinesischen Foren wird das teils als kalkulierter Schachzug im laufenden Streit gedeutet – belegt ist das natürlich nicht.

Wilde Gerüchte: eine Viltrox-Kamera mit Z-Mount?

Parallel kursiert in chinesischen Communitys ein deutlich spekulativeres Gerücht: Viltrox könnte eine eigene spiegellose Kamera bringen – und zwar ausgerechnet mit Nikon-Z-Mount. Ehrlich gesagt halten wir das für sehr unwahrscheinlich, und zwar aus mehreren Gründen:

  • Rechtlich: Wenn Nikon schon bei Objektiven um Z-Mount-Schutzrechte streitet, würde ein komplettes Kameragehäuse das rechtliche Risiko für Viltrox deutlich erhöhen (es sei denn sie hätten die Genehmigung von Nikon, was extrem unwahrscheinlich ist).
  • Technisch und finanziell: Eine konkurrenzfähige Kamera (Sensor, Prozessor, Bildstabilisierung, Sucher, Firmware) ist eine ganz andere Hausnummer als der Objektivbau. Kein chinesischer Objektivhersteller hat sich bisher an diese Herausforderung gewagt.
  • Strategisch: Viltrox baut derzeit vor allem sein Objektivportfolio aus und ist vor einigen Monaten der L-Mount-Allianz beigetreten. Eine eigene Kamera würde daher mit L-Mount deutlich mehr Sinn ergeben als mit Z-Mount.

Hinzu kommt: Gerüchte über eine Viltrox-Kamera gab es schon früher, und bestätigt haben sie sich (bisher) nie. Gut möglich, dass die Geschichte schlicht aus dem oben genannten Patent entstanden ist und sich in den Foren verselbstständigt hat. Quelle ist Photorumors, wo man die Spekulationen ebenfalls als unwahrscheinlich einordnet.

Und Samyang? Wartet weiterhin auf die Lizenz

Samyang wäre für viele Nikon-Fotografen eine spannende Option, weil der koreanische Hersteller für Brennweiten mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt ist und für andere spiegellose Systeme längst Autofokus-Objektive anbietet. Für Nikon Z gibt es bislang nur manuelle Samyang-Objektive. Der Hersteller hat schon vor Wochen klargemacht, dass man bei Nikon Z und Canon RF auf offizielle Lizenzen der Kamerahersteller wartet, bevor man AF-Objektive bringt. Samyangs Haltung dazu haben wir hier ausführlicher beschrieben – und daran hat sich in der Zwischenzeit nichts geändert.

Zwischen technischem Schutz und mehr Auswahl

In gewisser Weise können wir Nikons Position nachvollziehen. Der Z-Mount ist schließlich nicht nur ein Stück Metall, sondern Teil eines kompletten Kamera- und Objektivsystems, für das jede Menge Entwicklungsarbeit nötig war. Zudem möchte Nikon sicherstellen, dass Autofokus, Kamerakommunikation usw. stets zuverlässig funktionieren.

Die Frage ist allerdings, wie streng Nikon künftig mit Drittanbietern umgehen sollte. Ein zu geschlossenes System könnte potenzielle Nutzer abschrecken und sie zum Beispiel zu einer Sony E-Mount-Kamera greifen lassen. Ein klar geregeltes Lizenzmodell wäre dagegen für alle Seiten sinnvoll: Nikon schützt seine Technik, erhält eine finanzielle Kompensation, Drittanbieter können planen und Fotografen erhalten mehr Auswahl.

Wie seht ihr die Sache? Sollte Nikon möglichst bald eine klare Lösung mit Drittanbietern finden?

via: Nikonrumors

guest
33 Kommentare
älteste
neueste
Patrick Bochum

Muss denn immer Streit sein? Im Idealfall einigen sich beide Unternehmen auf ein entsprechendes Lizenzabkommen und setzen ihre Energie in die Produktentwicklung 🤩

N1USER

Das grenzt ja beinahe an Gutmenschentum 😉

joe

Es kommt darauf an, mit wem man es zu tun hat. Nicht immer hilft Vernunft und Diplomatie – leider! Probiere mal deine Strategie bei dem 12jährigen Orangekopf aus den USA, ich glaube nicht, dass du erfolgreich sein würdest.

BEN

Ich schon. Solange es eine Win-Win-Situation ergibt, ist ein vernünftiger Deal immer besser als ein Klageweg, der oft teuer und unberechenbar ist.
Warum nicht folgende Situation:

Viltrox: Wir möchten gern Objektive mit aktiven Z-Mount anbieten.

Nikon: Nicht ohne Lizenzgebühren.

Viltrox: Was wollt ihr denn haben? Wir würden euch ja auch ein wenig helfen, euch im Markt zu festigen. Es geht euch ja sowieso nicht so gut. Vielleicht wäre es für euch auch der bessere Weg, euch zu öffnen wie Sony, Panasonic oder Fuji. Denen geht es finanziell offensichtlich besser als euch.
Also, vielleicht lässt sich über die Höhe der Lizenzgebühren verhandeln?

Nikon: Hm, so und soviel müsste es mindestens sein.

Viltrox: Ne, ist zu viel. Gehts günstiger?

Nikon: Hm, OK, so und soviel lässt sich vielleicht noch machen…

Viltrox: OK, dann würden wir aber auch gerne selbst noch eine Z-Mount Kamera bauen, wenn wir schon solche Lizenzgebühren bezahlen…

🙂 Nicht allzu ernst nehmen.

Frank

Entscheident bei der Frage dürfte sein, ob Nikon überhaupt auf einen Teil des Geldes aus dem Objektivverkauf verzichten kann, wenn Viltrox Nikon hier preislich zum Konkurrenten wird. Die Entwicklung vieler neuer Kameramodelle, so wie die agressive Bepreisung neuer Kameras am Markt haben vielleicht nicht das Geld eingespielt, was man bei Nikon gebraucht hätte, um im Rennen mit Canon und Sony mitzuhalten.

Natürlich wäre es für Fotografen wünschenswert, wenn sie beim Z-Mount eine größere Auswahl hätten, nur, sind das nicht unter Umständen die gleichen Fotografen, die einen Kamerahersteller mit ihrer Kaufzurückhaltung abstrafen, wenn der nicht sofort die gleiche technische Rafinesse bringt, die der Mitbewerber gerade auf den Markt gebracht hat?

Es gibt zahlreiche Beispiele dafür was geschieht, wenn man einen technischen Vorsprung aus der Hand gibt. Beim Preis sind die Chinesen nun einmal nicht zu schlagen.

BEN

Klar, es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Aber auch Sony, Panasonic und Fuji haben sich geöffnet und sind damit offensichtlich nicht so schlecht gefahren. Der Vorteil eines breiten Objektivangebots ist, dass der Hersteller attraktiver wird und mehr Bodys verkaufen könnte. Bei den Bodys kann man vielleicht alle paar Jahre eine Neuigkeit an den Kunden bringen, Objektive werden oft viele Jahre länger genutzt. Ich vermute, Nikon wird sich kurz oder mittelfristig im Videobereich stärker aufstellen. Der Erfolg der ZR könnte ein Testballon gewesen sein. Da wird man möglicherweise an Bodys mehr verdienen als an Objektiven. Und die dazugehörigen teuren Zoom- und Cine-Objektive wird Nikon auch später noch zum großen Teil selbst herstellen.

Thomas Müller

Ich war bis zur Canon EOS 6D Canon-Nutzer und bin nicht ins Canon RF System sondern bei der Konkurrenz eingestiegen, weil es keine Drittherstellerobjektive für RF gab und Canon auch damals aussagte, das System geschlossen zu halten.Ich habe seitdem sicherlich ca 10´000 Euro für DSLM Vollformat und APS-C ausgegeben, eher mehr. Ich traue mich gar nicht nachzurechnen, was da in den letzten 10 Jahren zusammen kam. Wie Du siehst, kann ein geschlossenes System auch dazu führen, dass man mit einem Teil der potentiellen Kunden gar kein Geschäft macht. Bei Nikon, bei denen ich unter anderem gelandet bin, wäre ich aber auch wieder weg, wenn Nikon plötzlich damit anfangen würde sein System für Objektiv-Dritthersteller zu schliessen. Ein Bajonett für Dritthersteller zu öffnen, ist für mich auch nicht gleichzusetzen damit, dass man einen technischen Vorsprung aus der Hand gibt. Welcher technische Vorsprung soll das sein? Das Kleinunternehmen Megadap oder wie es sonst heisst, ist in der Lage einen Adapter zu bauen, mit dem man Sony-Objektive am Z-Mount so verwenden kann, als ob es native Objektive wären, jedenfalls ist für mich kein Unterschied erkennbar. Dabei hat Megadap ziemlich sicher keine Lizenz von Nikon und ziemlich sicher auch keine Lizenz von Sony, obwohl sie… Weiterlesen »

Frank

Das sind alles Punkte, die ich gelten lasse. Aber in deinen Ausführungen kommt die Überlegung nicht auf, daß sich Nikon vielleicht zu stark finanziell verausgabt hat, und nun das Geld aus den Objektivverkäufen dringend braucht, um wieder in den grünen Bereich zu kommen.

Für Sony und Canon sind Kameraverkäufe ein Zusatzgeschäft, das, wenn es morgen wegbräche den Konzern nicht an den Rand einer Niederlage brächte. Und Fujifilm hat seine Nische gefunden, in der sie es sich erlauben können, den Kameramount für Fremdanbieter zu öffnen. Was hat also Nikon noch an Geschäftsfeldern, welche den Konzern zur Aufgabe der Kamerabranche bringen könnte?

Olympus und Fujifilm sind in der Medizintechnik stark aufgestellt. Canon und Sony sind breit aufgestellt in mehreren Bereichen. Nikon hat optische Gläser anzubieten, und dann?

Wir wissen alle nicht, wie es hinter den Mauern bei Nikon aussieht. Und mit dem, was Nikon da an Objektiven anbietet, kann man bis auf wenige Lücken im Aps-c Sektor doch prima leben. Die Öffnung wäre eine Bereicherung, ja, aber es wird Gründe geben, warum Nikon das nicht tut.

Thomas Müller

Also, Nikon ist mit seiner Foto-/Film-Division laut der zuletzt veröffentlichten Bilanz trotz rein bilanztechnischer Wertberichtigungen im “grünen Bereich”, sie schreiben damit aktuell schwarze Zahlen. Nikon ist noch in der Halbleiterfertigung, insbesondere der Lithografie, sowie in der industriellen Messtechnik aktiv, ausserdem im Bereich Healthcare.

Nikon war und ist offen für Dritthersteller, Tamron und Sigma bieten ja Z-Mount Objektive an uns sind Lizenzpartner von Nikon. Wie kommst Du deshalb darauf, dass der Z-Mount nicht offen sei? In dem Streit geht es lediglich um unlizenzierte Anbieter von Z-Mount Objektiven, wie Viltrox.

Insgesamt scheinen bei einigen falsche Informationen über den Zustand der Fotosparte von Nikon vorzuherrschen, wohl auch wegen der alarmistischen Berichterstattung von photografix in den letzten Wochen.

Frank

Schön für Dich, wenn Du als Einziger die richtigen Informationen zu Nikon besitzt.
Ich bin jedoch weiterhin der Meinung, daß Nikon lizensierte Geschäftspartner lieber sind als welche, die ohne Lizenz herumwildern. Das Geld braucht Nikon vermutlich für sich selbst.

Wenn Du mehr weißt als Photografix Magazin, dann immer her mit den Informationen.

Thomas Müller

Mag sein, dass ich der Einzige bin, der die richtigen Informationen zu Nikon besitzt, mag aber auch nicht sein. Das hängt halt davon ab, ob man bei photografix nur die Schlagzeile oder den gesamten Bericht und dann vielleicht sogar noch sich die Bilanz selbst anschaut, um sich über letztere eine Meinung zu bilden. So wie Du es wiedergibst, hast Du nur die photografix Schlagzeile “Nikon legt schlechtestes Jahresergebnis seit vielen Jahren hin” gelesen. Dass dann aber auch berichtet wurde:

Die Kamerasparte: Lichtblick bleibt das Imaging-Geschäft. Die Bildverarbeitungssparte (“Imaging Products”) schrieb operativ schwarze Zahlen und gilt weiterhin als starke Ertragsquelle des Unternehmens.”

hast Du wohl nicht gelesen. Ebenso, dass einmalige Wertberichtigungen, die mit dem eigentlichen operativen Geschäft nichts zu tun haben, zur schlechten Bilanz des Gesamtkonzerns geführt haben, hast Du nicht gelesen.

Ausserdem sprachst Du von einer “Öffnung” des Systems und wusstest damit ganz offensichtlich nicht, dass das System für Lizenzpartner offen ist.

Frank

Doch, das mit dem Imaginggeschäft hatte ich auch gelesen. Und ebenso hatte ich das mit den Wertberichtigungen im Kopf. Ganz so uninformiert bin ich dann doch nicht, daß ich mich nur auf Schlagzeilen beziehe.

Die Überschrift im Photografix Magazin bezog sich auf das Gesamtergebnis des Nikon Konzerns, und dieses war nicht gut. Also wurden die Wertberichtigungen vorgenommen, was unter dem Strich bedeutet, daß man sich von unlukrativen Bereichen trennt, was Geld kostet, welches man dann abschreiben muß. Da geht es wohl um das Tochterunternehmen SLM, welches knapp 99 Mrd. Yen Verluste eingefahren hatte, weil es dort nicht so gut lief wie erhofft.

Daraus habe ich geschlossen, daß Nikon den Umsatz der Objektivsparte für sich verbuchen möchte, und deshalb neuen Lizenzpartnern wie Viltrox skeptisch gegenüber eingestellt ist. Lizenzen kann man vertraglich beeinflussen. Ein unlizensierter Partner ist ein Konkurrent, der dem eigenen Geschäft Geld abgräbt, ohne sich an ein Regelwerk zu halten. Also bleibt für Viltrox der Mount erst einmal verschlossen.

WRDS

Sigma bietet nur drei alte APS-C Festbrennweiten für Nikon Z an, jedoch keine Vollformatobjektive und auch keine neuen APS-C Objektive und keine Zooms. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Und auch Tamron bietet nicht alle Modelle auch für Nikon Z an. Warum wohl?

Thomas Müller

Sag Du es mir weshalb? Aber aus welchen Gründen auch immer Tamron nicht die gleichen Objektive wie für den Sony E-Mount auch für den Z-Mount anbietet, das ist eine Sache zwischen Tamron und Nikon. Tamron ist jedenfalls ein Lizenzpartner von Nikon und baut sogar Nikon Z-Mount Objektive für Nikon, also Objektive, die als Nikon-Objektive angeboten und verkauft werden.

Sigmas CEO hatte sich in der Vergangenheit zu deren Pläne in Bezug auf den Z-Mount geäussert und die drei Festbrennweiten mehr oder weniger als Versuchsballon bezeichnet. In Abhängigkeit von der Resonanz der Kunden wolle man weitere Objektive zum Z-Mount planen. Nicht ganz unerwartet, sind diese drei alten Objektive bei den Kunden offenbar nicht besonders gut angekommen. Sonst müsste es ja nach der Aussage des Sigma CEO bereits weitere Z-Mount Objektive von Sigma geben.

Ingo

Genau, Thomas. Unattraktive Objektive anbieten und sich dann über mangelnde Kundenresonanz zu beschweren ist doch ein offensichtlicher Versuch, etwas zu kaschieren. Meiner Meinung nach fehlen einfach auch attraktive Linsen wie das 35-150 von Tamron oder auch ein günstiges 70-180, auch wieder von Tamron. Vielleicht hat Sigma auch ein Kostenproblem, günstig sind deren Linsen ja auch nicht mehr so wirklich günstig. Aber vielleicht täusche ich mich auch. Bei mir ist es gerade so, daß ich mich in Richtung Nikon Vollformat orientiere, und zwar mit einer Z6 II, die übrigens einen guten Autofokus hat (komme von Fuji) und einem Tamron 35-150 2-2,8. Und dem Viltrox Air 4/14mm. Und das tatsächlich sehr günstig, da merkt man, daß Nikon noch keine Lizenzgebühren bekommt.

Alfred Proksch

Sollte wirklich an den Gerüchten das z.B. Viltrox eine DSLM plant etwas dran sein dürfen wir uns freuen. Warum? Weil mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit der L-Mount zum Einsatz kommt. Über 100 Objektive stünden beim Start der Viltrox Kamera zur Verfügung. Des weiteren kann man mit den Allianzpartnern (Panasonic, Sigma, Leica) ganz ungezwungen verhandeln ob für den Anfang ein Joint Venture Abkommen machbar ist. Warum soll man das DSLM Rad neu erfinden? Ist doch alles bereits mehrfach vorhanden!

Mit „Rechtsstreitigkeiten“ Zeit, Geld und Nerven verschwenden? Lasst doch Nikon machen was die wollen. Canon mit in den Sack stecken – zuschnüren und bei Hochwasser in die Isar werfen. Zwei Probleme weniger!

Wie kann ein Konzern bei stagnierendem Markt auf die Abgrenzungsidee kommen? Kurzfrist mag das eventuell vielleicht einige Euros bringen – jedoch nicht lange denn „freie“ Mitbewerber wie Sony, Fuji oder Panasonic schlafen nicht. Sie bieten ihren Kunden sehr gute DSLM Produkte an. Wie viele Käufer wohl wegen der freien Objektiv-Wahl eine Sony erwerben?

N1USER

Wie viele Käufer wohl wegen der freien Objektiv-Wahl eine Sony erwerben?”
Auf jeden Fall nicht genug, um Marktführer zu sein 😉

Erst wenn der letzte Konsument nur noch chinesische Waren (Technik, Bekleidung und Lebensmittel) kaufen kann und der letzte (Industrie-)arbeitsplatz verloren gegangen ist, werden wir merken, dass unsere Dienstleistungsgesellschaft durch fortschreitende Digitalisierung mittels (ausländischer) KI ebenfalls nicht mehr existiert. Schöne, neue Welt 😉

PaBo

Da aber schon länger fast alle großen Hersteller aus Profitgier – nicht nur im Fotosektor – und nicht nur in China, sondern auch überall in Asien billig fertigen lassen und dabei Knowhow offenbaren, verlieren sie ihre Vormachtstellungen.

Selbst wenn man nur Kameras oder Original-Objektive kauft, bekommt man die Ware tatsächlich aus Drittländern.

joe

Canon produziert (noch) nahezu alles – ausser dem Billigstsegment – in Japan im Gegensatz zu Nikon, Fuji und Sony!

Mirko

…irgendwie steht auf meiner 100RF “Made in Japan” drauf 😎

WRDS

Ist korrekt. Sigma fertigt jedoch zu 100% in Japan. Sogar die Deckel.

joe

Ich merke, dass Du einer der Wenigen bist, die tatsächlich realisieren, was auf uns zukommt! Ich habe bereits in den frühen 90er Jahren gewarnt, den Chinesen all unser Know How quasi für umsonst zu überlassen, dass sich über 150 bis 200 Jahre in der westlichen Welt so entwickelt hat. Und Silicon Valley das komplette Feld der Software Entwicklung zu überlassen war mindestens ein so grosser Fehler. Wer wie ich beruflich sehr häufig in China war, hat schnell gemerkt, das sind keine Zulieferanten, das wird eine zukünftige Weltmacht, aber im Business wie in der Politik wird viel zu kurzfristig gedacht. In der Industrie längstens ein Jahr bis zum nächsten “Annual Report”, in den USA sogar nur quartalsweise und in der Politik maximal 4 Jahre bis zur nächsten Wahl. Zum ersten mal bin ich froh, dass ich letztes Jahr pensioniert wurde und inzwischen Ü60 bin, für mich reicht es noch und für die Kids bleibt noch genügend übrig, aber spätestens die Enkelgeneration wird die gestrigen und heutigen Fehler der EU und des Westens verfluchen!

Alfred Proksch

Joe, natürlich ist es so! Irgendwo auf dem Planeten gibt es immer einen der noch billiger ist. Mein Betrieb kämpft täglich in globalen Märkten. Wer glaubt das man mit Hilfe von Subventionen dagegenhalten kann schröpft nur den Steuerzahler. Man gewinnt damit vielleicht etwas Zeit, die Arbeitsplätze gehen trotzdem dorthin wo mehr Gewinne möglich sind, wo weniger Auflagen gemacht werden, gerne auch dorthin wo die Kredite günstiger sind. Besonders wichtig – es muss schnell gehen – was hier bei uns in keinster Weise funktioniert. Wer bei uns ein Dixi-Klo aufstellen möchte braucht für das Ding eine allgemeine Betriebserlaubnis, muss den Standort, die Standzeit deklarieren und es muss je eines für Männer, Frauen plus diverse Menschen sein. Ein einzelnes geht also gar nicht.

Mirko

Bleiben wir mal im Kamerabereich, welchen Industriearbeitsplatz mache ich denn in Europa kaputt wenn ich mir eine Kamera von Viltrox kaufe? Leica? Es entstehen aber auch neue Vertriebsstrukturen, Servicecenter etc.pp …und der Ex-Mann meiner Cousine ist, Dank der Chinesen, stinkreich geworden 😁

WRDS

Keinen. Nur baut Viltrox bis jetzt keine Kameras.

John

Mann kauft Viltrox/Samyang weil die viel kostengünstiger sind. Sollte die ein Lizenz von Nikon kaufen müssen wird das weiter an Preisen angeschraubt. Wenn es danach nur ein bisschen teurer Nikkor zu kaufen ist, würde die meisten zur Original bei Nikon gehen.

joe

Damit sagst Du eigentlich, dass wir selber Schuld sind, das wir morgen keine vernünftigen Jobs mehr haben werden. Armes Deutschland, armes Europa. Mit der Euro 7 wird kommendes Jahr auch noch der letzte Autoarbeitsplatz in Europa abgebaut. Danke dafür!

chris xx

Der letzte Autoarbeitsplatz wird wegen der FEHLENTSCHEIDUNGEN der MANAGER ABGEBAUT, und nicht wegen der Umweltauflagen. Ich dacht du wärest ein Wirtschaftsfachmann.

BEN

Das geht beides zusammen.

WRDS

Nikon scheint es nötig zu haben. Sony hätte sicher auch allen Grund gegen manche Hersteller zu klagen. Auch gegen Viltrox z.B. wegen des Telekonverters. Aber sie tun es offenbar nicht. Drittherstellerobjektive helfen schlussendlich dem System zu wachsen.

Helmut Binski

Nikon sollte bald eine Lösung finden. Auch das wäre für alle Nikon Nutzer von Vorteil. Ich habe Objektive von Drittanbietern, für kleines Geld, die wirklich gut sind. Leider sind die meisten nur manuelle Objektive.

Guido

Wenn das so weitergeht, trenne ich mich von meiner Z8. Ich meide bereits Canon, dann eben auch Nikon. Mit Sony und Lumix gibt es genügend Ersatz.

WRDS

Nikon das neue Nokia. Die werden an ihrer Arroganz irgendwann verrecken.

Photografix Newsletter

In unserem kuratierten Newsletter informieren wir dich regelmäßig über die wichtigsten News und Gerüchte aus der Welt der Fotografie.

Wir senden keinen Spam und teilen niemals deine E-Mail-Adresse.
Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.