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Panasonic S5: Neue Vollformat-DSLM für weniger als 2.000 Euro

Mit der S5 hat Panasonic eine neue DSLM mit Vollformatsensor vorgestellt, die vergleichsweise kompakt ist und weniger als 2.000 Euro kostet.

Panasonic S5 offiziell vorgestellt

Nach den zahlreichen Leaks der letzten Tage und Wochen wurde die Panasonic S5 heute endlich offiziell vorgestellt. Dabei herausgekommen ist eine vergleichsweise kompakte spiegellose Vollformatkamera, die gleichermaßen Fotografen und Videografen ansprechen soll und dabei mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von weniger als 2.000 Euro auf sich aufmerksam macht. 1.950 Euro werden für das Gehäuse ohne Objektiv fällig, zusammen mit dem Lumix S 20-60mm f/3.5-5.6 ruft Panasonic einen Preis von 2.240 Euro auf.

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Sensor & Pixel-Shift-Modus

Das Herzstück der Panasonic S5 bildet ein Vollformatsensor mit einer Auflösung von 24 Megapixeln. Dieser ist beweglich gelagert, da das Gehäuse aber etwas kompakter ist als bei der S1, ist der 5-Achsen-Bildstabilisator nicht ganz so effektiv. Er soll “nur” fünf und nicht sechs Blendenstufen ausgleichen können. Der Dual-IS wird allerdings unterstützt, in Kombination mit einem passenden Objektiv sollen so 6,5 Blendenstufen längere Belichtungszeiten möglich sein. Der ISO-Bereich des Sensors beläuft sich derweil auf 100 bis 51.200 und kann auf ISO 50 bis 204.800 erweitert werden.

Anders als die neusten Kameras aus dem Hause Canon bietet die Panasonic S5 auch einen sogenannten Pixel-Shift-Modus, bei dem mehrere Bilder hintereinander geschossen und zu einem hochauflösenden Bild mit bis zu 96 Megapixeln zusammengesetzt werden. Diese Bilder können nun wahlweise als RAW oder als JPEG gespeichert werden.

Autofokus verbessert

Beim Autofokus handelt es sich wieder um einen sogenannten DFD-Autofokus, der auf einer Kontrastmessung basiert und mit 225 Messfeldern arbeitet. Verbessert haben will Panasonic vor allem den Algorithmus des Autofokus, sodass nun zum Beispiel die Geschwindigkeit der Augen- und Gesichtserkennung im Vergleich zur S1 verdoppelt wurde. Tiere und Körper werden sogar fünf Mal so schnell erkannt, zudem wurde auch das Tracking von Gesichtern optimiert. All diese Verbesserungen soll die andere Modelle der S1-Reihe nachträglich per Firmwareupdate erhalten.

Sucher & Display

Die Auflösung des elektronischen Suchers ist etwas geringer als bei den anderen Modellen der S1-Familie und beträgt “nur” 2,36 Millionen Bildpunkte. Das 3 Zoll große schwenkbare Touchdisplay löst derweil mit 1,8 Millionen Bildpunkten auf und kann zum Schutz auch verkehrt herum an das Gehäuse angeklappt werden. Die Serienbildgeschwindigkeit beläuft sich im Übrigen auf sieben Bilder pro Sekunde mit AF-S und fünf Bilder pro Sekunde mit AF-C, auch hier ist die S5 also etwas langsamer unterwegs als die S1.

Die Videofunktionen

Die Kameras aus dem Hause Panasonic wissen stets mit guten Videofunktionen zu überzeugen und da bildet auch die S5 keine Ausnahme. Videos können intern in 4K mit 60 Bildern pro Sekunde (4:2:0 10-Bit) gespeichert werden, bei 30 fps ist auch eine Farbunterabtastung von 4:2:2 (10 Bit) möglich. Extern können auch 4K-Videos mit 60 fps und 4:2:2 10-Bit aufgezeichnet werden.

Bei “normalen” 4K-Videos mit 30 fps können beliebig lange Videos ohne Überhitzungen aufgenommen werden, bei 4K mit 60 fps liegt die maximale Länge der Videos bei 30 Minuten, im Anschluss soll aber direkt eine weitere Aufnahme gestartet werden können. Außerdem beherrscht die S5 auch HDR oder anamorphe Aufzeichnungen und es stehen verschiedene Tonwertkurven wie V-Log oder HLG zur Verfügung. Anschlüsse für einen Kopfhörer und ein externes Mikrofon sind selbstverständlich vorhanden.

Gehäuse und Akkulaufzeit

Das Gehäuse der Panasonic S5 ist ungefähr so groß wie das der Panasonic G9, damit ist die S5 auch etwas kompakter und leichter als die GH5. Grundsätzlich besteht das Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung und ist gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet. Zudem spendiert Panasonic der S5 einen neuen (abwärtskompatiblen) Akku, der mit einer Kapazität von 2.200 mAh etwas leistungsfähiger als der alte Akku mit seinen 1.900 mAh ist. Laut CIPA-Rating sollen damit 470 Bilder möglich sein, im Stromsparmodus sollen es laut Panasonic bis zu 1.500 Bilder sein.

Zu den weiteren technischen Daten der Panasonic S5 gehören:

  • Live-Composite Funktion
  • 4K- und 6K-Foto-Funktion
  • Fokus-Bracketing und Fokus-Stacking
  • Dual Native ISO
  • Platz für zwei SD-Speicherkarten (1x UHS-II, 1x UHS-I)
  • Laden per USB-C
  • Bluetooth und WLAN mit 2,4 und 5 GHz

Preis und Verfügbarkeit

Die Panasonic S5 wird ab Ende September im Handel erhältlich sein, die Preise werden wie bereits erwähnt bei 1.950 Euro für das Gehäuse und 2.240 Euro Gehäuse und 20-60mm Objektiv liegen.

Die Panasonic S5 kann bereits jetzt im Fachhandel bei Foto Koch oder Calumetphoto vorbestellt werden. Vorbesteller werden von Panasonic außerdem mit einem kostenlosen Sigma Objektiv im Wert von 520 Euro belohnt. Mehr Details zu der Aktion findet ihr in diesem Artikel.

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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