Sonstiges

Photokina 2020 jetzt offiziell abgesagt

Damit ist es also offiziell: Die photokina 2020 wird abgesagt. Die nächste Messe soll im Mai 2022 stattfinden.

Photokina 2020 abgesagt

Es war im Grunde nur eine Frage der Zeit. In der letzten Woche hatten die Veranstalter zwar noch an einer Ausrichtung der photokina 2020 festgehalten, doch inzwischen ist klar, dass das Coronavirus auch im Mai noch ein großes Problem darstellen wird. Dementsprechend sieht sich die Koelnmesse GmbH nun gezwungen, die größte Fotomesse der Welt abzusagen. Eigentlich hätte die photokina vom 27. bis zum 30. Mai stattfinden sollen.

Nächste Messe erst im Mai 2022

Die nächste photokina wird im Mai 2022 stattfinden und nicht etwa im Mai 2021, wie man im ersten Moment vielleicht denken könnte. Eigentlich hatten die Veranstalter ja schon im Jahr 2018 auf eine jährliche Austragung der Messe umstellen wollen, dementsprechend wäre es naheliegend gewesen, wenn nach den Absagen der photokina 2019 und photokina 2020 die nächste Austragung für das Jahr 2021 angesetzt worden wäre.

Zur Begründung dieser Entscheidung schreibt die Koelnmesse GmbH in der offiziellen Presseerklärung folgendes:

„Die Entscheidung, die nächste photokina erst im Mai 2022 zu veranstalten, wurde mit Blick auf verschiedene Faktoren getroffen: Der Imagingmarkt war auch schon vor dem Auftreten des Coronavirus stark in Bewegung. Diese Entwicklung wird nun weiter an Dynamik gewinnen und muss in die Planungen für die kommende photokina einbezogen werden. Dazu kommt, dass durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung sowie zahlreiche Neuterminierungen im globalen Messekalender die Ressourcen unserer Kunden 2021 bereits stark strapaziert werden. Die Ausrichtung 2022 gibt allen Beteiligten genügend Zeit, die nächste photokina nach den Bedürfnissen des Marktes, sowie Ausstellern und Besuchern zu gestalten.“

Damit ist es also traurige Gewissheit: Vier Jahre keine photokina.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

21 Kommentare

Hier klicken zum kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  • Schade, aber aktuell die logische Konsequenz. Warum man die Photokina dann allerdings erst 2022 veranstaltet und nicht um 1 Jahr auf 2021 verschiebt, verstehe ich nicht. Hoffentlich wird es dann 2022 eine Messe wo dann auch alle namhaften Hersteller vertreten sind.

  • Habe ich ja neulich schon gesagt 😀
    Die Aussage, dass sie auf jeden Fall noch stattfinden wird hätten sie sich vor einer Woche sparen können.

  • die Photokina hat ihre „Leitfunktion“ nunmehr endgültig verloren. Bedauerlich? Nein. Dies ändert nichts an der Freude an einem fotografischen Bild. Informationen aus der Industrie werden heute auf anderen Wegen eingeholt. Das erstellen von „Bildern“, also der Wusch die aktuellen Gegebenheiten zu fixieren, unterlag seit Anbeginn der Veränderung. Vom Meißel zum Pinsel; von einer Kamera zu – wir werden sehen. Ich bin mir sicher, einmal sehr weit in die Zukunft geblickt, das das erstellen von Bildern sich sehr am menschlichen Körper orientieren. Wenn wir heute von Fototechnik im Amateurbereich sprechen, besprechen wir Spielzeuge.(ohne Wertung). Diejenigen, die mit der Leistung der heutigen Technik nicht zufrieden sind, sprechen nicht vom Endergebnis, einem Foto und dessen Inhalt. Die Heute immer noch mehr an Leistung (im Amateurbereich) anfordern, sind bedauerlicher Weise in den Zug der verbleibenden, im Notfallmodus befindlichen Fotoindustrie eingestiegen. Vor Jahrzehnten waren die im Preis überzogenen Produkte des jeweiligen Herstellers ein Garant für andere Produkte der Firmenfamilie, die bezahlbar für fast jedermann/frau blieben. Heute sehen wir nur noch den Versuch, zu überleben. Und damit sind wir wieder bei der Photokina. Ich bin mir sicher, das die uns bekannte Photokina gestern von der Bühne gestiegen ist. Wenn überhaupt wird diese in einem sehr kleinen Kreis/Gürzenich wieder zeigen. Es ist eher davon auszugehen, das sie sich auf anderen Messen einbinden wird. Zudem glaube ich auch nicht, das dies in Deutschland sein wird. Ich denke, „man muss mit der Zeit gehen“ , trifft auch hier zu.

  • Damit wird auch die Photokina, genauso wie die Cebit sterben. Warum ist die Messe nicht bei dem Termin im September geblieben. So hätte man die Messe doch auch dieses Jahr auf September verschieben können.

  • sehr bedauerlich,
    denn es braucht die Kontakte auf der Photokina auch weiterhin
    und der Foto/Film-Fan braucht meistens das Anfassgefühl, den Vergleich, die Gelegenheit auch einmal exotische Objektive an der Kamera zu haben und sich neues Zubehör anzusehen.

    doch nach der Reihe von falschen Entscheidungen ist die Photokina damit Geschichte.
    Die Verzögerung jetzt um weitere 2 Jahre wieder in den Mai ist einfach nur hilflos und haltlos.
    Diese Messe war einfach nicht in der Lage schnell und logisch auf Entwicklungen zu reagieren.
    Das sie 2020 nicht stattfinden wird, war schon im Januar virenklar!
    Auch die Olympia-Verantwortlichen haben es noch nicht kapiert – findet 2020 nicht statt.
    Selbst der Absatz neuer, teurer Kameras findet 2020 kaum statt…

  • Schade, dass man keinen Termin im Jahr 2021 gefunden hat.
    Wenn auf der Photokina vom Mi. 18. bis Sa. 21. Mai 2022 wieder einige große namhafte Hersteller absagen, dann ist es wohl das Aus für die Photokina.

  • Jahrzehnte war die Photokina

    für mich ein berufliches MUSS. Mit der Verbreitung „neumodischer“ Medien haben sich die Informationsmöglichkeiten stark verbessert und kein Hersteller kann sich Verzögerungen mit der Bekanntgabe seiner Neuheiten leisten.

    Das betrifft mittlerweile alle Sparten. Corona bringt dieses Problem wieder in das Bewusstsein der Verbraucher.

    Mir persönlich reichen die Einladungen meiner Grossisten zu den Hausmessen. Da kann ich ohne großen Stress mit den Vertretern der Hersteller sprechen und bekomme die Dinge in die Hand. Nebenbei treffe ich Kollegen aus der Umgebung was mir ebenso wichtig ist.

    Ich vermisse die Photokina nicht, noch bin ich flexibel genug um mich anzupassen.

    • Moin Alfred,
      da bist Du wohl nicht alleine mit Deiner Meinung. Die Beratung und die Möglichkeiten zum Testen vor Ort sind auf Hausmessen viel größer.
      Was mir aber fehlen wird, dass sind die kleinen Anbieter für Zubehör. Da konnte man auf der Photokina immer einen Schnapper machen, bzw sich prima verschiedene Sachen anschauen.

    • Was auf den Hausmessen meistens fehlt, das sind die kleinen Nischenhersteller.
      Schade, daß man im Zusammenhang mit der Corona-Problematik nicht gleich die unglückliche Entscheidung für den Mai korrigiert hat.
      Ich fürchte, in weiteren zwei Jahren wird die Zeit bewiesen haben, daß man auf die Photokina verzichten kann.

      • @ Heiko
        verzichten wohl nicht……., aber es wird auf jeden Fall nur noch eine lokale Messe werden.
        Keine Weltmesse mehr.

  • Dieses Jahr ist der Ausfall ja wirklich extrem schade, bei diesen spannenden Ankündigungen. Nun ist sowieso die Frage wann und bei welchem Anlass die Neuerscheinungen überhaupt präsentiert werden ….und wer am Ende nach Kurzarbeit noch sein Geld in eine Kamera steckt …

    • Hallo Andy.

      Kurz und knapp Deine Frage! Ich glaube das nur wenige überflüssiges Geld haben werden. Für meinen Teil kann ich sagen das kein neuer Fotoapparat benötigt wird.

      Ich dachte das ich mit meinen Börsen Aktivitäten die Mittel für die Leica Monochrome erwirtschaften könnte, das kann ich mir wohl für das nächste halbe Jahr abschminken, weil jetzt ist die Zeit für kluge Investitionen.

  • Ich bin am Wochenende mit EOS M3, Graukarte und Galaxy S10 losgezogen. Beim Galaxy S10 habe ich nur die Hauptkamera benutzt ohne Zoom.

    Mir ging es darum, die Frage zu beantworten, in welches Equipment ich in Zukunft Geld stecke. Deswegen hatte ich vorher seit Tagen die verschiedenen Einsstellungen der EOS M3 wie zum Beispiel Tonwertpriorität, Automatische Belichtungsoptimierung und so weiter getestet um das optimale zu finden.

    Dann habe ich die Fotos der EOS M3 in Canon DPP entwickelt und weiter mit Lightroom bearbeitet.
    Beim Galaxy habe ich auf dem Smartphone die Fotos mit verschiedenen Weißabgleichen abgespeichert und in Lightroom ebenfalls den Rest gemacht, unter anderem Klarheit und übersättigte Farben etwas reduziert.

    Das Ergebnis war zumindest tagsüber eindeutig zugunsten der moderneren Technik.
    Der Weißabgleich war beim smarten Phone besser, egal wie ich mich auch mit Graukarte und den Vorgaben im DPP abmühte.
    Auch die stürzenden Linien sind beim smarten Phone nicht so stark ausgeprägt.

    Die Auflösung war sehr nahe beieinander.
    Was mich dabei sehr erstaunt hat, war, dass die Standart-Rauschminderung der EOS M3, die in DPP Helligkeitsrauschen 1 und Farbrauschen 3 entspricht, feine Kontraste, etwa beim grünen Rasen genauso glatt gebügelt hat, wie die Rauschminderung des smarten Phones.

    Fasst man Ergebnis und Aufwand zusammen, so fährt man bei Tageslicht heute schon mit dem smarten Phone besser.
    Und da habe ich noch nicht mal das Galaxy S20, welches mit deutlich größeren Pixeln arbeitet.

    Ich meine deshalb, dass es eine Photokina in der bisherigen Form jedenfalls nicht mehr geben wird.
    Weil einfach auch kaum noch jemand Geld für Systemkameras und andere große Kameras ausgeben wird. Zu teuer, zu klobig, zu wenig Qualitätsgewinn.
    Die aktuellen Spitzen Smartphones, die sicher noch besser sind, als das von mir getestete S!0, kommen tagsüber heute schon an APS-C heran, dass ist jedenfalls mein Ergebnis.

    Für die herkömmlichen Kameras bleibt da kaum noch Luft.
    Das mögen manche nicht so sehen wollen. Aber die Hersteller der herkömmlichen Kameras haben da schon lange drauf reagiert mit hohen Preisen und ständig neuen Modellen.

    • Scheint die Sonne und die Lichtverhältnisse sind gut, dann kann mein iPhone XS durchaus gute bis sehr gute Bilder liefern, die bei HD Auflösung am Monitor oder bis 20×30 ausgedruckt immer noch gut sind. Schaut man sich die Details an und zoomt in die Bilder hinein, dann merkt man sehr schnell wie hier die Software-Algorithmen zuschlagen. Die Bilder werden „schön“ gerechnet und „glatt“ gebügelt. Alle meine Kameras mit MFT, APS-C und VF haben hier wesentlich mehr Potential. Hinzu kommt, dass die Bedienung am Handy gewöhnungsbedürftig ist – gedacht für Schnappschuss-Fotografie. Trotz der genannten Einschränkungen reicht aber die Funktionalität eines modernen Handys sicherlich für viele „Freizeitfotografen“ aus. Bin ich aber ambitionierter Hobbyfotograf und will mehr Einfluss- und Bildgestaltungsmöglichkeiten, dann führt an einer Systemkamera kein Weg vorbei. Ich denke der Markt wird sich immer mehr weiter aufspalten in reine Consumer-Fotografie und ambitionierte Hobbyfotografie. Letzterer Bereich wird sicherlich weiter schrumpfen, aber sich in Qualität, Funktionalität und Preis zukünftig dennoch deutlich mehr vom ersten Bereich differenzieren müssen.

    • @Sabrina
      zufälligerweise habe ich auch das S10, die Bilder werden sehr gut auf Handygrösse oder vielleicht auch noch für Instagram, aber ganz ehrlich, kein einziges Bild hat es bei mir bisher in meine Bildersammlung geschafft, da fliesst noch sehr viel Wasser den Rhein hinunter bis das passieren wird. Das ist übrigens auch nicht schlimm, denn meinen Töchtern reicht das auch, aber wenn’s gut werden soll, wird Papi gerufen, kannst du mal mit deiner Kamera kommen…

  • Ich sehe das genau so, wie viele andere hier: Das ist das Ende der Photokina.
    Bis 2022 wird sich so viel verändern, dass die Messe in der Zwischenzeit überflüssig werden wird.

    Die Versuche mit einer Umstellung auf jährliche Veranstaltungen, der missglückte Start damit 2019, die Absage von großen Firmen für 2020…das sind alles schon deutliche Zeichen gewesen.

    Ich war 2018 auf der letzten Messe…es wird sehr wahrscheinlich tatsächlich die letzte gewesen sein.