Bildbearbeitung

Bald kostenlose Variante von Photoshop direkt im Browser?

Für Photoshop wird man im Jahr mindestens einen dreistelligen Betrag los, das könnte sich in Zukunft ändern. Dann gäbe es die wichtigsten Funktionen kostenlos.

Photoshop-Grundfunktionen für alle

Aus der Videospielindustrie kennen wir das Geschäftsmodell schon lange, im Bereich der professionellen Software ist es seltener anzutreffen: „Freemium“, also eine Mischung aus „free“ und „Premium“. So beschreiben die Kollegen des US-Magazins The Verge die Variante von Photoshop Web, die aktuelle kanadischen Kunden zur Verfügung stünde.

Eine abgespeckte Browserversion von Photoshop lässt sich neben Illustrator bereits seit letztem Jahr direkt im Browser nutzen – ein vollwertiges Creative-Cloud-Abonnement ist trotz geringerem Funktionsumfang dennoch Voraussetzung. Photoshop im CC-Abo kostet laut offizieller Webseite mindestens 23,79 Euro im Monat, doch auf den Preis darf man nicht hereinfallen. Mit 11,89 Euro nur halb so teuer wird es nämlich im „Foto-Abo“, in dem auch Lightroom enthalten ist.

Lesetipp: Lightroom & Photoshop kaufen: So sparst du bares Geld

Damit das durchaus weltweit verbreitete Photoshop für mehr Menschen zugänglich ist und nicht unbedingt hinter einer hohen Bezahlschranke steht, will Adobe Photoshop im Web also kostenlos machen. Dabei beruft sich The Verge auf Quellen direkt aus dem Unternehmen. Die Kernfunktionen von Photoshop sollen dabei frei nutzbar sein. Sicherlich verspricht sich Adobe davon auch einige Nutzer, die mit dem kostenlosen Test im Browser auf den Geschmack gekommen sind und letztendlich doch zur Geldbörse greifen.

Photoshop im Web mit neuen Funktionen

Seit dem Launch als Beta im letzten Jahr wurden die Programme übrigens kontinuierlich weiterentwickelt, obwohl sie anfangs vor allem der Kollaboration dienen sollten. The Verge hat auch erfahren, welche Funktionen als Nächstes auf der Roadmap stehen, darunter Werkzeuge zum Verfeinern von Kanten, Kurven, Dodge and Burn sowie die Möglichkeit, Smart-Objekte zu konvertieren. Auch mobile Nutzer sollen bei Photoshop im Web außerdem Bilder überprüfen und kommentieren können.

Wann das „Freemium“-Photoshop weltweit oder zumindest in anderen Märkten verfügbar ist, lässt sich derzeit nicht absehen. Überhaupt ist ein Start außerhalb Kanadas derzeit noch nicht gesichert.

Kostenlose Alternative zu Photoshop im Web

Gut möglich ist auch, dass Dienste wie Photopea Einfluss auf Adobes Entscheidung hatten. Auf der Webseite findet ihr eine umfangreiche Bildsoftware mit einigen Parallelen zu Photoshop völlig kostenlos nutzbar, aber werbefinanziert. Das Beste: Es lassen sich sogar problemlos die meisten .psd-Dateien aus Photoshop öffnen. Da ist es Adobe sicherlich lieber, dass Nutzer direkt zum Originalprodukt greifen.

Würdet ihr Photoshop im Browser benutzen, wenn es kostenlos wäre?

via: Heise

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rudluc

Ich würde definitiv NICHT die Browserversion von Photoshop nutzen. Ich lehne Adobes Geschäftsmodelle insgesamt ab und nutze zu meiner größten Zufriedenheit Affinity Photo.

Chris

Ich vermute, dabei handelt es sich nur um eine Maßnahme seitens Adobe, User in das kostenpflichtige Abo-Modell zu locken, wenn diese erste einmal durch so eine kostenlose Basis-Version angefixt wurden… Da ich persönlich solche Geschäftspraktiken ablehne, würde ich das auch nicht nutzen.
Als Hobby-Knipser nutze ich in meinem digitalen Workflow für die RAW-Entwicklung Darktable und für alles andere Gimp. Damit habe ich alle nötigen Werkzeuge die ich brauche. Und das sogar vollkommen umsonst…

Leonhard

Diese abgespeckte Variante dürfte ziemlich nutzlos sein, es gibt heute schon jede Menge kostenlose Bildbearbeitungssoftware, die dann mehr Funktionen bieten wird als dieser Browser-Kastrate

Patrick

es gibt doch Adobe Photoshop Express, das völlig kostenlos ist. für Hobbyfotographen reicht diese Version völlig.

Glocke

Tolle Idee, damit können die ihre KI aufbauen und passen die gleich an den Geschmack der Nutzer an.

Rüdiger

Ich sehe noch nicht den Anwendungsfall. Vielleicht, wenn man mal eben bei Freunden, auf der Arbeit oder im Verein ein Bild bearbeiten möchte wo kein PS installiert ist.

In dem Moment, wo die App serverbasiert läuft und für jedes Bild ein paar MB hochgeladen werden müssen, wird es doch schon unhandlich. Und in Zeiten, wo „Edge-Computing“ die Cloud schon wieder ablöst, wäre das auch das falsche Modell.

Ist mir aber egal, weil ich keine Adobe Tools für meine Bilder nutze. Ich nutze DXO PL5 und in seltenen Fällen kommen Nik Collection 2 und für JPEGs von dritten Affinity Photo zum Einsatz.

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