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Projektidee: Kalender für einen guten Zweck erstellen

Du möchtest ein neues Fotoprojekt starten, aber bist dir nicht sicher, wie es aussehen soll? Wenn du mal etwas anderes ausprobieren willst, wie wäre es mit der Beteiligung an einem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Projekt, etwa einem Charity-Kalender?

So macht zum Beispiel der „Merby’s“-Fotokalender derzeit im Internet die Runde. Darin sieht man bärtige Männer, die als Meermänner mit entsprechendem Schwanzflossenkostüm und nacktem Oberkörper posieren. Die Idee ist ungewöhnlich, trifft aber den Zahn der Zeit und der Kalender begeistert die Käufer mit seinen humorvollen und zugleich liebevoll umgesetzten Fotos.

Mit Gefühl: Von den Erfolgreichen lernen

Doch genau wie es kein perfektes Rezept dafür gibt, einen Bestseller zu schreiben, verhält es sich mit Fotos, die im Netz viral gehen. Hinter den beliebtesten und bekanntesten Strecken steckt allerdings oft eine Portion Verletzlichkeit, Risiko und Mut, die eigene Vision zu zeigen und etwas anders zu machen. Von den Teilnehmern am Shooting kam der Kommentar, dass die Fotos „eine andere Herangehensweise an Männlichkeit und wie diese auszusehen habe“ biete und somit „befreiend“ sei.

Der Kalender wurde als Teil einer Charity-Aktion erstellt. Alle Erlöse sollen an die „Spirit Horse NL“-Gruppe gehen, die sich für eine pferdegestützte Therapie von psychischen Krankheiten einsetzt. Gestylt wurden die bärtigen Models der Aktion vom Studio „Newfoundland and Labrador Beard & Moustache Club“. Auf einen Aufruf hin fanden sich sofort um die 70 Freiwillige, die sich für den guten Zweck in die Kostüme zwängten.

Selbst umsetzen: So geht’s

Wer dem Erfolg von „Merby’s“ nacheifern will, benötigt eine eigene Idee und ein qualifiziertes Team, das Spaß an der Aufgabe hat. Natürlich hilft es, etwas Ausgefallenes zu kreieren, um Aufmerksamkeit zu bekommen – aber das alleine reicht nicht. Neben dem guten Zweck, für den der Erlös gespendet wird, braucht es wie eingangs erwähnt ein emotionales Motiv, von dem ihr als Macher überzeugt seid. Darüber hinaus muss der Kalender selbstverständlich ansprechend aussehen – und das nicht nur durch die Qualität der Fotos. Eure Käufer werden ein ganzes Jahr lang Monat für Monat eure Bilder sehen. Was für einen Kalender würdet ihr selbst kaufen? Welche Motive machen Spaß und werden nicht langweilig?

Ihr solltet ein solches Projekt nur durchführen, wenn ihr die finanziellen Mittel dazu habt. Denn für die verkauften Kalender werdet ihr am Ende nicht bezahlt, wenn ihr die Aktion für einen guten Zweck durchführt – es sei denn, ihr spendet nur einen Teil des Erlöses. Wenn ihr die Fotos fertig habt, könnt ihr die Kalender günstig und in guter Qualität auf Seiten wie dieser zusammenstellen und drucken lassen. Macht euch vor der Durchführung einen guten Plan, sucht euch genügend zuverlässige Mitstreiter und schaut, dass ihr gemeinsam das nötige Equipment für Kostüme, Beleuchtung, Make-up und Kamera zusammenbekommt, damit eure Fotoshootings zum Erfolg werden. Die fertigen Kalender verkauft ihr anschließend auf Märkten oder über das Internet, besonders gut eignen sie sich aber natürlich auch als Weihnachtsgeschenk.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

1 Kommentar

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  • Ansich eine gute Idee. Nur vermarktet muss das ganze auch werden.
    Und den Link zu P.XXL. kann ich für solche Projekte nicht empfehlen.
    Da gibt es weitaus günstigere Onlinedruckereien mit gleicher Qualität bei der sogar ich für meine 40 Wandkalender im A3 Format nur 2,5€ pro Kalender zahle und für 1000 Stück nur mehr knapp 1 (Ein) Euro pro Kalender.