Objektive Sigma

Sigma 105mm f/1.4 ART: Sigma nennt offiziellen Preis

Sigma hat offiziell bekanntgegeben, wie teuer das 105mm f/1.4 ART Objektiv werden wird, welches im vergangenen Februar vorgestellt wurde.

Preise der neuen Sigma Objektive

Inzwischen ist es rund drei Monate her, dass Sigma das neue 105mm f/1.4 ART sowie das 70mm f/2.8 Macro ART präsentiert hat (siehe Artikel hier). Vor einigen Tagen hatte Sigma bereits bekanntgegeben, dass das 70mm Macro 549 Euro kosten wird – und nun wurde auch ein offizieller Preis für das 105mm ART festgelegt.

Sigma 105mm f/1.4 ART: 1.499 Euro

1.499 Euro, das ist der Preis, den Sigma für das 105mm f/1.4 aufruft. Das ist natürlich keine kleine Summe, doch nach den Gerüchten der letzten Wochen, denen zufolge sich der Preis eigentlich eher im Bereich von knapp 2.000 Euro bewegen sollte, kann man mit dem nun kommunizierten Preis wohl recht zufrieden sein. In den USA wird der „Bokeh-Meister“ im Übrigen 1.600 Dollar kosten.

Vergleichbar ist das 105mm f/1.4 ART am ehesten mit dem Nikon 105mm f/1.4E ED Objektiv, welches aktuell rund 2.000 Euro kostet. Das Sigma Objektiv ist also ziemlich genau 500 Euro günstiger und im Laufe der Zeit wird die Preisdifferenz vermutlich noch weiter steigen (wenn der Preis des Sigma Objektivs einige Zeit nach der Markteinführung sinkt).

Verfügbar ab Ende Juni 2018

Das Sigma 105mm ART ist also zum einen interessant für Nikon Kunden, denen das Nikon Pendant etwas zu teuer ist, zum anderen ist es aber natürlich auch für Canon Nutzer interessant – denn Canon bietet keine 105mm f/1.4 Festbrennweite an.

Erhältlich sein soll das neue Objektiv ab Ende Juni 2018 für Kameras von Canon, Nikon und Sigma. Die Version für Sony E-Mount-Kameras, die ebenfalls 1.499 Euro kosten wird, soll etwas später auf den Markt kommen. Ein genaues Datum steht hier noch nicht fest.

1.499 Euro – ein fairer Preis, wenn die Qualität stimmt?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

20 Kommentare

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  • Der Preis ist akzeptabel, wenn dann die optische Leistung auch dazu stimmt! Aber wer, kauft sich solch einen „Klopper“? Das Potenzglas Ist doch eher was zum Angeben! Aber wer’s schleppen will, viel Vergnügen!

    • Stimmt schon, aber vielleicht überzeugt das Objektiv ja im Indoor Sportbereich, lassen wir uns mal überraschen zu irgendwas muss es ja taugen, obwohl ein gescheites 100er 1.8 oder 2.0 sicher auch seine Abnehmer gefunden hätte.

    • Das ist doch eine spannende Linse zu einem guten Preis. Kann ich mir sehr gut für Porträts vorstellen, da ich aber schon das 85mm 1.2, das 100mm 2.8 und das 135mm 2.0 habe ist es für mich leider überflüssig, aber ich find es geil. Was das Teil mit der Potenz zu tun hat sehe ich jetzt noch nicht – dachte das wäre die blaue Pille von Pfizer – aber vielleicht habe ich da was verpasst.

  • Was ich eher komisch finde. Warum viele noch immer so auf diesen freigestellte Look stehen. Das is doch ein alte Hut und nur noch unscharfe Suppe. Hat doch mit nem schönen belichteten Foto nix mehr zu tun. Vermutlich weil die Masse derzeit noch denkt es sei recht angesagt im Moment. Aber jeder wie er mag..

    • Das mit der Offenblende hat was mit der gekonnten Bildgestaltung zu schaffen und mit dem Blick für’s Wesentliche! Alles scharf ist langweilig. Heute wie vor 100 Jahren hat das seine Gültigkeit.

    • @Hendrik
      bei Landschaft gebe ich Dir recht, da braucht es das in 99% der Fälle nicht, aber bei Personen oder Tieren oder sonstigen Dingen die man betonen will ist das ein sehr schönes gestalterisches Mittel. Für dich wäre eine Kamera mit einem Zoll oder noch besser einem 2/3 Zoll Sensor das Beste, da ist alles scharf, von vorne bis hinten.

    • @Hendrik ich weiss gar nicht ob so viele Fotografen wirklich auf diesen Look stehen sondern eher die Kunden. Das fällt mir schon bei meinen Freunden auf die voll begeistert von meinem Bildern mit dem alten 1.4er 50er von Minolta sind. Wenn ich mein Geld mit den Bildern verdienen würde, würde ich mir auch kurz über lang auch so eine Linse besorgen alleine um meine Bilder sichtlich von Handy Schnappschüssen abzuheben.

    • Lieber Hendrik

      In der Makrofotografie ist das Spiel mit Schärfe und Unschärfe ein absolutes Muss! Aber auch in anderen Genres macht es absolut Sinn. Der scharfe Teil eines Bildes lenkt den Blick des Betrachters auf den wesentlichen Aspekt des Bildes und lässt Unwesentliches in Unschärfe verschwinden. Wer künstlerisch hochwertige Bilder fotografieren möchte, kommt um das Thema Schärfe-Unschärfe nicht herum! Auch bei der Tierfotografie ist häufig nur das Auge des Motivs scharf, um den Blick darauf zu lenken, und der Rest darf in Unschärfe verschmelzen.

    • Hendrik, im Prinzip hast du recht. Im absoluten Profibereich, z. B. Fashioneditorial etc, spielt Bokeh tatsächlich kaum eine Rolle. Da wird mit Licht, Texturen und bewusst gesetzten Linien das Model freigestellt bzw. der Blick gelenkt. Kommst du da ständig mit maximalem Bokeh daher, setzt dich der Art Director vermutlich alsbald vor die Tür 😉
      Im Hobbybereich dagegen ist Bokeh oft immer noch ein must-have, und dass die Leute darauf stehen, sieht man ja auch daran, dass die iPhones inzwischen Bokeh simulieren können. Und Hochzeitsfotografie ohne schöne Unschärfe kommt vermutlich auch nicht gut an, weil Bokeh meist mit „hochwertig“ verbunden wird (das haben wir wohl alle von Kleinauf durch das Filmeschauen verinnerlicht).
      Ich persönlich finde eine gute Mischung aus allem am besten. 🙂 Je nach Anwendungsfall ist eine Einbeziehung der Location auch sinnvoll, ohne alles im Bokeh „platt zu machen“. Aber man muss sich dann eben vorab mehr Gedanken ums Bild machen 😉

  • Nun, für mich ist der Artikel von Interesse, weil hier meistens aus gerüchten Tatsachen werden oder diesen sehr nahe kommen. Das ist nicht überall selbstverständlich.

    Woran leitest du ab, das es sich um Werbung handelt?

  • Vielen Dank für diese Informationen! Nun wissen wir erfreulicherweise mehr zum 105 mm f1.4 Art von Sigma und für meinen Geschmack sind auch die Referenzbilder vielversprechend. Ich überlege als Bokeh-Fan auf jeden Fall, mir dieses Objektiv zuzulegen und würde es aufgrund meiner Fotogewohnheiten vorrangig in der Natur nützen (Portraits fotografiere ich weniger). Allerdings klingt auch die Überlegung mit der Fotografie bei Indoor-Sportveranstaltungen gut (danke an Itimon für den Tipp).

    • vorrangig in der Natur nützen… wäre da ein 105 mm Makro f2.8 nicht handlicher, billiger und sinnvoller? So was gibt es ja schließlich auch von Sigma für ein drittel des Preises.

      • Mimas, das ist sogar sehr viel sinnvoller, denn … die Naheinstellgrenze ist entscheidend, denn damit kann ich das Bokeh entscheidend beeinflussen. Ein Makro hat also sehr viele Vorteile und ist viel vielseitiger nutzbar als ein „normales“ 1.4er! Übrigens braucht es auch für Portraits nicht unbedingt ein 1.2er Objektiv, da genügt ein 2.8er Makro in der Regel auch, aber … den Profis ist solch ein Teil zu scharf, und wenn man dann einen Weichzeichner benützen muss, um all die Hautunreinheiten wegzukriegen, macht das natürlich auch keinen Sinn.

    • Mittlerweile schaffen die Smartphones „rechnerisch“ ein mehr oder weniger schönes „Bokeh“. Noch vor wenigen Jahren kam ich an einer Fachkamera mit digitalem Rückteil beruflich nicht vorbei!

      Heute kommen diese Art von „Aufnahmen“ perfekt aus dem Rechner. Genau so beleuchtet wie der Kunde das möchte. Von vorne bis hinten scharf oder mit „Bokeh“!

      Es wäre also durchaus möglich in jede Kamera eine Maskentechnologie zu programmieren wenn die Hersteller das möchten. Gott sei Dank möchten sie lieber Objektive verkaufen. Solche wie Sigma mit der Art Serie anbietet.

      • Alfred, Du kennst dich ja auf dem Gebiet sehr gut aus. Und leider stimmt was Du sagst. Doch umgekehrt ist es nicht möglich mit f/1.4 und VF-Sensor irgendetwas von vorne bis hinten knack scharf aufzunehmen, ausser einem Blatt Papier. Hoffen wir, dass die Smartphone- und Softwaretechnik nicht allzu schnell vorankommt, so dass wir mit unseren Kisten noch eine Zeitlang eine Existenzberechtigung haben.

      • …dass wir mit unseren Kisten noch eine Zeitlang eine Existenzberechtigung haben…
        das sehe ich auch so.
        a) möchte ich mein Foto nicht ausschließlich durch Software gestalten (lassen), auch wenn das manchmal toll und nützlich ist.
        b) freue ich mich mehr, wenn das Foto schon perfekt aus der Kamera kommt, dann kann ich mir die Nacharbeit am Rechner gerne sparen.
        c) ist es mir egal was Kunden wollen, denn es sind meine Fotos und das bleiben sie auch. Mein Geld verdiene ich anders.
        und d) würde ich mir keine Kamera mit „Maskentechnologie“ kaufen wollen, denn was hat das noch mit Fotografie zu tun?
        Ich gehöre auch zu den Spinnern, die lieber viel Geld in Linsen investieren, anstatt in Software, die nach kurzer Zeit schon wieder veraltet ist. Gott sei Dank gibt es neben Sigma auch andere Objektive, die vielleicht nicht ganz so gut wie die Art Serie sind, aber trotzdem teuer verkauft werden 😉
        Gruß
        Mimas

      • @ Mimas. Du sprichst mir au dem Herzen. Wenn es nach mir ginge hätte eine digitale Kamera keine x-beliebigen elektronischen „Kreativ Filter“! Sie hätte einen Autofokus, einen Belichtungsmesser, einen Colormeter zur Kelvin Messung und einen großen Dynamikumfang. Fertig!

        Andere Anwender brauchen vielleicht schnelle Serien Bilder oder eingebautes Video, sollen sie alles kaufen können! Aber ich möchte nicht dazu „Zwangsverdonnert“ werden obwohl ich den Schnick-Schnack gar nicht benötige. Mir sind hochwertige Objektive wichtiger.

        Meine Bilder gehören mir, das ist richtig. Jeder Aschenbecher, jeder Zinnbecher, eben alles was produziert wird ist in einem Konstruktionsprogramm entstanden. Momentan befinden sich die Programme die aus den Zeichnungen Fotorealistische Bilder machen extrem auf dem Vormarsch. Mittlerweile sind in den „Textur Archiven“ fast alle Oberflächen verfügbar. Das künstlich gesetzte Licht bietet vom Softbox Charakter bis zum harten Spotlicht alles erdenkliche dazwischen, man kann sogar „Aufheller“ stellen.

        Weil die Software immer preiswerter und besser wird, immer einfacher bedient werden kann nimmt sie uns immer rascher die lukrativen Aufträge weg. Mit sogenannten „Sphären Fotos“ kann man zum Beispiel ein Automobil vor das Casino in Monako stellen und das Gebäude spiegelt sich im Lack. Von dem Fahrzeug gibt es noch nicht einmal eine Modellversion.

        Gut, könnte man sagen dann fotografieren wir eben die Sphären Fotos! Leider gibt es zunehmend auch schon künstliche Landschaften und Stadtansichten in super Auflösung. Alles nicht schön aber schon Realität. Deswegen bin ich froh wenn ich Ende des Jahres mein Studio schließe. Dann endlich kann ich aus Spaß und Freude MEINE Bilder so schießen wie ich das will !!!

  • Alfred Proksch, danke für den Link zu den 3D CAD Porgrammen, für mich ist das sehr nützlich weil ich beruflich mit Konstruktion zu tun habe. Allerdings sehe ich nicht den Zusammenhang mit dem hier beschriebenen Objektiv oder der SW für Bildgestaltung.

    • Der Zusammenhang besteht in der Tatsache das für viele Arten der bisherigen Fotografie oder der Bildgestaltung eine Kamera und ein dazu gehöriges Objektiv nicht mehr benötigt werden.

      Ich denke dabei an den aktuellen IKEA Katalog in dem nur noch 20% echte Fotos sind und der Rest der Darstellungen direkt aus einer bearbeiteten CAD kommen.

      Die Fotografie hat tausende Kunstmaler arbeitslos gemacht, jetzt macht das digitale Bild tausende Berufsfotografen arbeitslos.

      Mit dem autonomen fahren werden Hunderttausende Taxi Fahrer arbeitslos und die Automobil Hersteller schießen sich damit selbst ins Knie.