Sirui hat erste Bilder und Details zur zweiten Generation seiner Saturn-Anamorphot-Serie veröffentlicht. Highlight ist eine drehbare Optik für horizontales und vertikales anamorphes Filmen.
Drehbare Optik für horizontales und vertikales Filmen
Die Saturn V2 von Sirui baut auf der bekannten Saturn-Reihe auf und bietet laut Hersteller ein überarbeitetes Design sowie praktische Verbesserungen für moderne Filmemacher und Hybrid-Creator. Kernstück ist eine neu entwickelte, drehbare optische Struktur. Damit könnt ihr zwischen horizontaler und vertikaler anamorpher Aufnahmeausrichtung wechseln. Das kommt sowohl klassischer Kinoproduktion als auch vertikalem Content für Social Media zugute, ohne dass ihr die Kamera selbst drehen müsst.
Die Serie erscheint in den Brennweiten 35mm, 50mm und 75mm. Bei den Anschlüssen gibt es allerdings leichte Unstimmigkeiten zwischen den Quellen: Laut Sonyalpharumors sind zunächst Sony E, Canon RF und L-Mount vorgesehen, Photorumors führt in der Überschrift dagegen bereits E-, Z-, L-, X- und RF-Mount auf, also inklusive Nikon Z und Fujifilm X. Möglich, dass diese fünf Anschlüsse eher die aktuelle Saturn-Reihe insgesamt beschreiben und bei der V2 zum Start nachgereicht werden.

Zum Vergleich: Die bisherige Saturn-1.6x-Generation deckt mit denselben drei Brennweiten bereits alle fünf Mounts ab, ist mit T2.9 lichtstark, wiegt jeweils unter 500 Gramm und besteht aus 18 Linsen in 13 Gruppen. Ob die V2 an diesen Eckdaten festhält oder sie verändert, ist bislang offen. Konkrete Angaben zu Blende, Squeeze-Faktor, Gewicht oder Preis hat Sirui noch nicht veröffentlicht. Der offizielle Marktstart ist für September 2026 angekündigt.

Für wen die V2 interessant wird
Mit der Kombination aus klassischem Cinema-Look und Vertikal-Modus zielt Sirui erkennbar auf Creator, die zwischen Kinoformat und Social-Media-Vertikalvideo wechseln, ohne gleich zwei Objektivsätze mitzuschleppen.
Sony-E-Nutzer könnten die Saturn V2 etwa an einer kompakten Cinema-Line-Kamera wie der neuen Sony FX5 einsetzen, Canon-RF-Nutzer mit Hybrid-Modellen wie der EOS R6 V. Sollte sich die Z-Mount-Angabe von Photorumors bestätigen, käme mit der kompakten Cine-Hybriden Nikon ZR auch für Nikon-Nutzer eine naheliegende Kombination infrage. Verlässlich ist das aber erst, sobald Sirui selbst eine Z-Mount-Version bestätigt.


Ist von unseren Filmern jemand dabei der solche Objektive verwendet?
Bin zwar beruflich Filmemacher, aber nutze derzeit keine Anamorphic-Objektive. Aber bin prinzipiell sehr interessiert. Jedoch nur im 16:9, oder 21:9 Format.
Warum man ein solches Objektiv für 9:16 braucht, verstehe ich nicht. Wenn ich einen richtigen Look mache, dann nicht dafür. Wer schätzt denn den Aufwand wenn er im Briefmarkenformat auf dem Handy, in der U-Bahn mal schnell einen 15 Sekunden Film anklickt???
Sorry, ich bin einfach kein Freund von 9:16, auch wenn ich regelmäßig für Kunden sowas produziere…
Grüße
Es gab einstmals Menschen, die geistig in der Lage waren, durch eine Drehung der Kamera Hochformate aufzunehmen.
Offensichtlich sind die Gehirne der Menschen heutzutage mit der extrem leistungsintensiven Drehung einer Kamera hoffnungslos überlastet.
Na gut, wer’s braucht…