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Sony A7c: Die neue kompakte Vollformatkamera ist da!

Sony hat die neue A7c vorgestellt, eine spiegellose Vollformatkamera, die vor allem mit einem kompakten und leichten Gehäuse überzeugen möchte.

Sony A7c offiziell präsentiert

Vollformatkameras sind schwer und benötigen jede Menge Platz im Fotorucksack? Denkste! Dass eine Vollformatkamera auch kompakt und leicht sein kann, stellt Sony nun mit der neuen Sony A7c unter Beweis. Die Kamera ist lediglich 124 x 71,1 x 59,7mm groß und bringt ein Gewicht von gerade mal 424 Gramm auf die Waage, inklusive Akku und Speicherkarte sind es etwa 509 Gramm. Damit wird schnell klar, an wen sie sich richtet: An all diejenigen, die sich eine möglichst kompakte Kamera wünschen, gleichzeitig aber nicht auf einen Vollformatsensor verzichten wollen.

Das Gehäuse der Sony A7c, das sich sehr stark an denen der A6000-Reihe orientiert, ist das große Alleinstellungsmerkmal der A7c – und es ist auch fast schon das einzige Alleinstellungsmerkmal. Wenn man einen Blick auf die technischen Daten wirft, dann wird man nämlich feststellen, dass Sony zahlreiche Spezifikationen von der Sony A7 III übernimmt. Vereinfacht ausgedrückt könnte man die A7c also fast schon als A7 III im Gehäuse einer A6000 bezeichnen.

Da die meisten die technischen Daten der A7 III sicherlich nicht auswendig im Kopf haben und die A7c aus technischer Sicht natürlich nicht eins zu eins der A7 III entspricht, wollen wir im Folgenden alle wichtigen Spezifikationen der neuen Kamera durchgehen.

Sensor, Autofokus, IBIS

Das Herzstück der Sony A7c bildet der mit 24,2 Megapixeln auflösende BSI-Vollformatsensor, den man schon aus der A7 III kennt und der einen ISO-Bereich von 100 bis 51.200 (erweiterbar auf ISO 50 bis 204.800) abdeckt. Man weiß also auch ohne Testberichte schon ziemlich genau, welche Bildqualität man hier erwarten kann.

Auch der Autofokus ist zu Teilen ein alter Bekannter, er arbeitet mit 693 Phasen- und 425 Kontrast-AF-Messfeldern und verrichtet bis -4 EV seine Arbeit, allerdings stehen bei der A7c auch die neusten Autofokus-Algorithmen der Sony A7s III inklusive Real-Time-Tracking-AF, Animal AF und Eye-AF zur Verfügung. Das ist ein klarer Vorteil im Vergleich zur Sony A7 III. Die Serienbildgeschwindigkeit beläuft sich derweil auf 10 Bilder pro Sekunde und der 5-Achsen-Bildstabilisator, der es trotz des kompakten Gehäuses in die Kamera geschafft hat, ist in der Lage, ungefähr fünf Blendenstufen auszugleichen.

Elektronischer Sucher & Display

Der elektronischer Sucher ist in der linken Ecke der A7c platziert worden, er arbeitet mit einer Auflösung von 2,36 Millionen Bildpunkten und einer 0,59-fachen Vergrößerung – da steht die A7 III mit ihrer 0,78-fachen Vergrößerung etwas besser da. Eine wichtige Neuerung ist hingegen beim Display zu finden, dieses lässt sich nämlich wie bei der im Juli 2020 vorgestellten A7s III auch seitlich neben das Gehäuse klappen. Ansonsten ist es berührungsempfindlich (allerdings nicht im Menü), die Auflösung beträgt 921.600 Bildpunkte.

Die Videofunktionen

Das flexible Display lässt bereits erahnen, an wen sich die Sony A7c unter anderem richten soll: An Vlogger und Content Creater nämlich. Für die sind die Video-Funktionen ihrer Kamera natürlich besonders wichtig, werfen wir darauf also einen Blick.

Grundsätzlich ist die Sony A7c in der Lage, 4K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde aufzuzeichnen, dabei wird der komplette Sensor ausgelesen und die Auflösung von 6K heruntergerechnet. 4K-Videos mit 60 fps sucht man vergeblich, gleiches gilt für 10-Bit-Videos – bei 8 Bit ist Schluss. Wer in Full HD filmt, darf sich hingegen auf maximal 120 Bilder pro Sekunde freuen, außerdem stehen natürlich Anschlussmöglichkeiten für ein externes Mikrofon sowie Kopfhörer zur Verfügung. Eine maximale Aufnahmezeit von 29:59 Minuten gibt es im Übrigen nicht mehr, auch das ist für einige Content Creator sicherlich ein wichtiges Merkmal. Zudem profitiert man auch bei Videos vom verbesserten Autofokus.

Das Gehäuse

Das Gehäuse der A7c ähnelt wie schon gesagt stark dem der A6000-Reihe, wenn man es mit dem Body der A6600 vergleicht wird man allerdings feststellen, dass es nicht nur etwas größer ist, sondern es auch in Sachen Bedienung Veränderungen gibt. So fallen beispielsweise Custom Button 1 und Custom Button 2 auf der Oberseite der Kamera einem Video-Rekord-Button zum Opfer. Auf einen Joystick oder ein Front-Dial verzichtet Sony bei der A7c.

Gefertigt wird das Gehäuse aus Magnesium und es handelt sich hier um eine Monocoque-Konstruktion, die selbstverständlich auch gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet ist.

Den Akku übernimmt der Hersteller von der A7 III, es handelt sich also um den nach wie vor erstklassigen NP-FZ100, der laut CIPA-Rating rund 700 Bilder mit einer Akkuladung schafft. Abgerundet werden die wichtigsten technischen Daten der spiegellosen Vollformatkamera durch einen einzelnen SD-Speicherkartenslot (UHS-II), USB-C, WLAN, NFC, Bluetooth, eine Blitzsynchronzeit von 1/160 Sekunde sowie Verschlusszeiten zwischen 1/4.000 und 30 Sekunden (elektronisch: 1/8.000 Sekunde bis 30 Sekunden).

Preis und Verfügbarkeit

Die unverbindliche Preisempfehlung der Sony A7c liegt bei knapp 2.100 Euro, zusammen mit dem ebenfalls neu vorgestellten und ziemlich kompakten FE 28-60mm f/4-5.6 werden knapp 2.400 Euro fällig. Verfügbar sein wird die Kamera in den Farben Schwarz und Silber ab Oktober 2020, Vorbestellungen werden bereits von Foto Koch oder von Calumetphoto entgegengenommen. Das neue Objektiv, das von Sony im Übrigen als “weltweit kleinstes und leichtestes Vollformat-Zoom-Objektiv” bezeichnet wird, wird man auch separat für 500 Euro erwerben können.

Des Weiteren hat Sony auch einen neuen kompakten Systemblitz vorgestellt, den HVL-F28RM, der im Winter auf den Markt kommen und knapp 280 Euro kosten soll.

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.300 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

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