Tamron steht offenbar kurz vor der Vorstellung eines neuen Tele-Zooms. Laut Gerüchten soll die Ankündigung bereits nächste Woche erfolgen.
Das Objektiv soll mit rund 560 Gramm vergleichsweise leicht ausfallen und als Ergänzung zum bereits erhältlichen Tamron 16-30mm f/2.8 VXD G2 dienen. Zusammen würden beide Zooms einen durchgehend lichtstarken Brennweitenbereich von 16 bis 100 Millimetern abdecken, mit nur einer kleinen Lücke zwischen 30 und 35 Millimetern.
Der Brennweitenbereich 35-100mm ist ungewöhnlich. Klassische Standardzooms decken in der Regel 24-70mm oder 28-75mm ab. Tamron setzt hier offenbar bewusst auf eine andere Aufteilung, die mehr Tele-Reichweite bietet und sich stärker an Porträt- und Reportagefotografen richtet. Großen Erfolg hatte der Hersteller schon mit dem nach wie vor gefeierten 35-150mm f/2-2.8, das Teil wiegt aufgrund der längeren Brennweite und der höheren Lichtstärke aber auch über ein Kilo.
Für Nikon Z wäre es bereits das zehnte Tamron-Objektiv im Sortiment. Der Hersteller hatte erst diese Woche mit seinen Geschäftszahlen den Plan bekräftigt, im laufenden Fiskaljahr 2026 insgesamt zehn neue Objektive auf den Markt zu bringen. Eine Version für Sony E dürfte sehr wahrscheinlich sein, da Sony nach wie vor Tamrons wichtigster Anschluss ist. Ob auch eine Canon-RF-Variante folgt, bleibt offen. Für Canon RF hat Tamron aktuell erst zwei Modelle im Angebot.
Offizielle Details zu Preis und Verfügbarkeit gibt es noch nicht. Falls sich die Gerüchte bestätigen, dürfte Tamron das Objektiv am oder um den 19. Februar offiziell vorstellen. Angesichts des Preises von rund 1.500 Euro für das 35-150mm würde ich beim kompakteren 35-100mm eher von einem hohen dreistelligen Betrag ausgehen. Würde das Objektiv gut in euren Fuhrpark passen oder interessieren euch eher flexible Zooms wie das neue Sigma 20-200mm f/3.5-6.3?
Beitragsbild: dlxmedia.hu


Also für mich persönlich müssen Zooms immer 24 UND 35 mm abdecken. Deswegen finde ich 16-28/17-28/16-30 am Tele-Ende zu kurz sowie 28-70/28-75 und das jetzt wohl kommende 35-100 am Weitwinkelende zu lang. Da 24 und 35 mm meine mit Abstand am meisten genutzten Brennweiten sind, sorgt eine “Trennung” der Objektive dazwischen dafür, dass ich ständig am Wechseln bin. Ich bin eher ein Fan von z. B. dem Tamron 20-40 F2.8, den Sony 24-50 F2.8 und 20-70 F4, dem Panasonic 24-60/2.8 (jetzt auch ein ähnliches bei Samyang/Schneider-Kreuznach erhältlich) oder den klassischen 16-35/24-70/24-105. Bei Sigmas 20-200 stimmt zwar in der Theorie für mich fast alles, aber eigentlich brauche ich 200mm zu selten und die Bildqualität leidet letztendlich darunter. Mein Wunsch wäre z. B. mal ein leichtes und modern gerechnetes 24-105 f/2.8-5.6 oder so
Mit dem Hinweis auf lästige Objektiv-Wechselei hast du nicht unrecht Benjamin. Dennoch lohnt es sich vielleicht diese „Sonderbrennweiten“ Zooms näher anzusehen.
Weil ich als „Festbrennweiten Fetischist“ ständiges Objektiv wechseln gewohnt bin kann ich nicht mitreden. Bei mir gibt es 1x Weitwinkel satt – 1x 35mm – 1x 75mm in der Fototasche, das reicht meistens, die Dinger besitzen nicht einmal Autofokus.
Für ein eventuell angesagtes Events leihe ich mir von meinem Neffen die 1-Zoll Sony Bridge Kamera mit dem originalen Blitzlicht aus – da muss man gar nichts wechseln – gute Bilder macht sie jedenfalls für diesen Zweck, wie die eigene Erfahrung zeigt.
Geht mir ähnlich, mich macht schon das 28-70/2.0 GM unglücklich, meine Partnerin arbeitet viel mit diesem Glas und das Teil ist absolut genial, aber untenrum 4mm mehr oder weniger sind Welten (um grinsenden Kommentaren zuvorzukommen: Beim Photografieren!) 😉
Moin, ich nutzte gerne das 35-150 mm; um die von dir oben dargestellte Einschränkung zu kompensieren, gibt es eine 24/1,8 Festbrennweite im Gepäck… ich kam gut zurecht damit.
Servus, und wenn das wechseln ein Problem ist, z.B. in einer Sandwüste bei Sturm, dann hilft das Zweitgehäuse wirklich ungemein, sofern man es mitnehmen möchte und kann, sowie auch leisten möchte. 😉
LG
Jooo. Bei mir ist es nicht der Sandsturm, sondern das Spritzwasser an Deck… ein Wechsel der Objektive wäre – wie du schreibst – mit Risiko verbunden. Ein Zweitgehäuse ist eine klasse Lösung… aber eben wieder zusätzliches (teures) Gepäck. Ich glaube, dass es keine all umfassende Lösung gibt. Man muss schauen, was die Situation hergibt. Ich z. B. staue meine beiden Kameras in einem passenden Container weit unter der Sprayhod geschützt am Niedergang. Eine Kamera mit 24 mm die andere mit 70-200 mm. Aber ohne Zweifel: Umstandskrämerei. Aber ich mag das… und kann mich ganz oft über die Fotos freuen. Bisschen verrückt… ist man ja doch…
Einige „Verrückte“ mehr in der Szene schaden nie – sie sind es die Denkanstöße geben, sonst wäre Langeweile angesagt!
Verehrter Mitmensch,
Aber nicht zu viele und nicht so doll… verrückt…
Sandsturm gibts auch am Meer! 😉
Meine ich mach alles Kombi ist eine kleine Kleinbilb mit supperklasser 21/2,8 und sehr kleine APS mit ebenfalls sehr kleinem 35/2,8 => also ca. 50mm, Passt in eine mittelgroße Tasche am Rucksack, ist nicht bleischwer und immer grifbereit. Wenn ganz viel Luxus und Energie meinerseits vorhanden, dann gerne noch das sehr leichte 70-200 für besonderes im Rucksack.
Es ist wie es immer ist, jeder kann das machen was er möchte, weil jede Anforderung anders ist und ein Idealrezept gibts nicht. Aber jeder sollte seine Lösung finden.
Dir immer eine Brise weniger Wind!!! (wenns nicht ums Segeln geht!)
Finde ich super spannend. Zusammen mit einem 85 f/1.4 hätte ich meinen Bedarf gut abgedeckt