Tamron Marktgeschehen

Tamron will bis 2023 doppelt so viele DSLM-Linsen anbieten

Tamron geht’s gut – doch anstatt sich auf dem Erfolg auszuruhen, will man den erhöhten Takt in der Objektiventwicklung beibehalten.

Tamrons Zahlen zeigen Trend nach oben

Nicht erst seit dem viel gelobten 35-150mm, das das japanische Unternehmen im vergangenen Herbst vorgestellt hatte, dürften viele von euch Tamron als Hersteller verlässlicher Objektive auf dem Schirm haben. Und wie wir erst letztens berichten konnten, hat Tamron noch diverse weitere Brennweiten in der Mache. Im Rahmen der Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2021 gibt es jetzt Hinweise darauf, worauf wir uns in diesem Jahr einstellen dürfen.

Tamron 35-150mm f/2-2.8: Das beste Objektiv des Jahres?

Tamron befindet sich allem Anschein nach auf einem Erfolgskurs. Die Entscheidung, auch Objektive für spiegellose APS-C-Kameras auf den Markt zu bringen, war offensichtlich eine gute: Der Nettoumsatz mit Objektiven sei 2021 im Jahresvergleich um 20 Prozent gestiegen.

Objektive werden teurer

Tamrons Vorhersage nach wird zwar die Anzahl verkaufter Systemkameras und Objektive stagnieren, der Umsatz aber trotzdem wegen steigender Preise nach oben gehen. Für die höheren Preise würden Hersteller allerdings auch mehr bieten und nicht einfach nur das bestehende Angebot teurer machen. Tamron stützt sich dabei auf Zahlen des Objektivmarktes, laut denen die Verkaufszahlen im Jahresvergleich zwar nur um 1 Prozent gestiegen seien, bezogen auf den Umsatz sei jedoch ein Plus von 21 Prozent zu verzeichnen.

Neben den Zahlen lässt Tamron auch konkrete Pläne für die Zukunft verlauten. So plane man, „die Größe [seiner Objektivreihe] bis 2023 zu verdoppeln, indem es sich auf Produkte für spiegellose Kameras konzentriert.“ Aktuell gibt es von Tamron gut zehn DSLM-Objektive. Innerhalb der nächsten zwei Jahre könnte das Portfolio also auf rund zwanzig Modelle dieser Art anwachsen. Weiterhin kündigt Tamron eine „rasche Reaktion auf neue Formate“ an – was das genau heißen soll, bleibt abzuwarten.

Tamron erwartet Entspannung in der Chipkrise

Es ist eher unwahrscheinlich, dass bis nächstes Jahr der anhaltende Chipmangel überwunden sein wird, der natürlich wie die Kameraindustrie auch die Objektivproduktion beeinträchtigt. Tamron stellt sich auf allmähliche Erholungen ein. Ansonsten bringt es wohl auch nicht viel, mehr Objektive vorstellen zu wollen, wenn diese letztlich nicht an die Kunden geliefert werden können.

via: DPReview | Beitragsbild: Lucas Kepner

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Stefan Komarek

»Weiterhin kündigt Tamron eine „rasche Reaktion auf neue Formate“ an – was das genau heißen soll, bleibt abzuwarten.«

Es hat es 10 Jahre gedauert, bis das Fujifilm X-Bajonett von Tamron und Sigma aufgenommen wurde. Bei Canon RF, Leica L oder Nikon Z könnte es deutlich schneller gehen.