Kameras

Zenit ist wieder da: Vollformat-DSLM „Zenit M“ offiziell präsentiert

Zenit feiert auf der photokina 2018 sein Comeback – und präsentiert mit der Zenit M eine neue spiegellose Vollformatkamera.

Zenit präsentiert spiegellose Vollformatkamera

Schon vor mehr als einem Jahr hatte der russische Hersteller Zenit angekündigt, im Jahr 2018 ein Comeback feiern zu wollen. So wurde im August 2017 offiziell bekanntgegeben, dass 2018 eine spiegellose Vollformatkamera auf den Markt kommen soll.

Dieser Ankündigung hat Zenit nun auch Taten folgen lassen, denn auf der photokina 2018 in Köln wurde heute tatsächlich eine neue Vollformat-DSLM präsentiert – die Zenit M!

Zenit M in Zusammenarbeit mit Leica

Bei der Zenit M handelt es sich um eine DSLM im Stile einer Messsucherkamera, welche in Zusammenarbeit mit Leica entstanden ist. Leica scheint aktuell also ein gutes Händchen für Kooperationen zu haben, denn wie die meisten von euch schon mitbekommen haben werden ist Leica auch eine enge Zusammenarbeit mit Panasonic und Sigma eingegangen.

Die Zenit M basiert zu großen Teilen auf der Leica M (Typ 240), allerdings spricht Zenit davon, dass man sowohl an der Hardware als auch an der Software Modifikationen vorgenommen hat. Was für Modifikationen das im Detail sind, wissen wir noch nicht, denn Zenit macht noch keine genauen Angaben zu den technischen Daten der Zenit M.

35mm f/1 Objektiv in Russland produziert

Besonders stolz scheint der russische Hersteller auf das Objektiv zu sein, bei dem es sich um ein Zenitar 35mm f/1 handelt, welches „zu 100 Prozent in Russland entwickelt und produziert wird“. Die restlichen Teile der Zenit M werden aber anscheinend in Deutschland von Leica produziert bzw. zusammengebaut.

Auf den Markt kommen soll die Zenit M im Dezember 2018 bzw. Januar 2019 und man kann damit rechnen, dass viele Spezifikationen denen der Leica M entsprechen werden (24 Megapixel, 3 Zoll großes Display, Full-HD-Videos, ISO 6.400, 3 fps Serienbildgeschwindigkeit).

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

25 Kommentare

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  • Man munkelt in anderen Foren allerdings was von 5000€ und nur 500er Auflage.
    Also eher was für die Sandelholzvitrinen gelangweilter Oligarchen und Zahnwälte…
    Wäre schade wenn es nur ein Sammlerstück mit kleiner Auflage ist.
    Ich finde sie nämlich recht ansehnlich. Irgendwie eine gelungene Mischung aus der M und der alten analogen CL.
    Vieleicht bringt Zeiss ja noch eine digitale Version der Zeiss Ikon ZM…

  • Hersteller wie Zenit. Kiev, Praktika haben seinerzeit die Fotografie „sozialisiert“ indem sie über deutsche Handelshäuser als „Eigenmarken“ preiswert verkauft wurden. Fast jeder der Interesse hatte konnte sich sowohl die Kamera als auch die Wechsel Objektive leisten.

    Der Aufwand der betrieben wurde um die Zenit-M marktreif zu machen ist für eine „Mini“ Auflage zu groß, deswegen erwarte ich das die Kamera ein gutes Preis Leistungsverhältnis haben wird. Eine gebrauchte Leica M (240) kostet je nach Zustand im Leica Store 3.500 bis 3.900 Euro. Deswegen erwarte ich für die Zenit M so um die 2.000 Euro für die Kamera mit einem russischem Standard Objektiv als Verkaufspreis. Wer welche Teile produziert und wo sie tatsächlich zusammengesetzt werden ist noch nicht genau bekannt.

    Schön wenn es wieder Fotogeräte von Außenseitern gibt.

  • WENN Zenit eine Billig-Leica wie zu Analogzeiten baut, genauso präzise, solide und zuverlässig, aber für den Normalrussen erschwinglich, zwar nicht von Porst oder Quelle vertrieben, jetzt vielleicht über Saturn, Mediamarkt u.a., und es wäre die Optik auch noch für das Leica-(Panasonic-)Bajonett (?), DANN fänd ich das den groossen Coup für dieses Kooperationssystem! Einstieg über eine Billigkamera, bei Gefallen Aufstieg zu Panasonic, bei Geldpotenz weiterer Aufstieg in die Hab-ich-auch-Klasse!! 🙂

    • Salut ….. renus – das wärs ….
      Eine Kamera vom Volk fürs Volk – wie es früher mit dem Käfer auch war – das weckt meine Nostalgiegefühle – sowas ist aber im Moment bei uns nicht drin – sowas geht nur noch in „ärmeren“ Ländern – aber „ärmere“ hier bei uns haben dadurch eine schöne Einsteigerkamera ….
      Wenn bei uns dann wieder 10% Wachstum jedes Jahr herrscht kann geupdatet werden …
      Gute Idee von Dir ….
      Könnte von mir kommen …
      Es grüßt Dich Gustav ….

      • @Gustav
        Danke, das freut mich; warten wir es ab, aber mit Rubeln wird es wohl nicht gehen und … vom Volk und fürs Volk, das war einmal, also wirklich nur NostalgieGEFÜHLE, keine reale Nostalgie :-(, eher von Oligarchen für Neureiche ist zu befürchten.
        Meine Hoffnung: als Überraschung der Coup, s.o. plus Adapter für E-Bajonett u.a.

      • ich bezweifle, daß sowas wie eine volkskamera oder einen käfer wieder geben wird. auch wenn es nicht ganz sinnbefreit wäre, geht die menschheit einen ganz anderen weg. menschlichkeit wird hinter sich gelassen und vorzeigobjekte muss jeder haben. auch wenn man auf unehrlichen weg daran kommt. das ich ist ganz groß geschrieben. anders gesagt, nur nostalgiker werden sich sowas kaufen und damit wird es auch wieder nicht billig. nach der yashica-pleite letztes jahr, bin ich da recht pessimistisch eingestellt. ein interview mit einem bekannten entlischen komiker passt irgendwie zu dem thema. ein mann der mit offenen augen und einem offenen geist die welt beobachtet und sieht.

        https://www.zeit.de/kultur/film/2018-09/terry-gilliam-interview-comedian-satire-politische-korrektheit

  • Allgemein, es ist doch interessant wie viel Emotionen so eine „klassische“ Kamera auslöst. Ich hatte gelesen das die Zenit bei 5000€ liegen wird und somit auch keine „Volkskamera“ wird.
    Logisch werden solche Kameras von „betuchten“ Leuten gekauft aber Leica kann doch die Preise hochhalten es gibt ja keine „Gegenspieler“. Uns werden doch nur „Hightech Bomber“ vor die Nase gesetzt oder ein Gehäusetyp für unterschiedliche Ansprüche (zB Nikon Z6/7) „Abwechslung“ sieht anders aus und von CaNikon erwarte ich diesbezüglich auch nicht viel, vielleicht sollte Olympus doch eine bezahlbare PEN im Kleinbildformat bringen, wäre (glaube ich ) eine sichere Nische

  • Na endlich mal was richtig robustes (evtl wasser und staubdicht) – was ja immer verlangt wird ….
    Wenn ich mir die russischen Schlepper so anschaue – die vorsintflutlichen Belarus oder die Kirovetse mit dem Spitzentyp Kirovets K700 – wo die auftauchen ziehen sie garantiert die Aufmerksamkeit auf sich …
    Und dann noch Kalaschnikow – also robustes Werkzeug – vom Volk fürs Volk produziert – so kann jetzt jeder der das immer für das wichtigste hält von den Russen kaufen …
    Devisen sind bei dem klapprigen Rubel auch gern gesehen …

    Also …. „WOHLANN DENN HERZ – NIMM ABSCHIED – (vom Spielzeug) – UND GESUNDE … – (mit Zenit) ….

    Gruß aus meiner Mittagspause …. Gustav

      • georg, dann kennst du die russen schlecht. wenn die genug geld haben, dann kaufen die alles für geld, so lange man es herzeigen kann. dann am besten noch vergoldet und mit diamanten bestückt. um so mehr protzen desto besser.

    • Tja, wenn dieser Preis kommt, dann wird diese Zenit wohl zu den seltensten Kameras werden. Wer wird schon veraltete Technik bei einer solchen Marke so überbezahlen wie bei Leica? Keiner wird glauben, dass man bei Zenit aktuelle Technik bekommt. Ich hab‘ da so eine Vorstellung: Lada zum Bentley-Preis.

      • ja, wenn dieser Preis kommt, dann wäre dieses für mich eine sinnfreie Kamera. Wer genug Geld hat, kauft eine andere Marke – ich will ja zeigen, dass ich kann …
        Auch das locken mit einer begrenzten Auflage zieht da nicht, limited Edition kauf ich von den „Big Boys“.
        Sinn würde für mich nur machen an das frühere Konzept anzuknüpfen. Einen „Lada zum Bentley Preis“ braucht kein Mensch, da stimme ich komplett zu. Schade …

      • Die Idee von Verkäufern ist halt: anbieten, anbieten, anbieten, … egal was, und versuchen den höchsten Preis zu bekommen. Es gibt immer jemanden, der sowas kauft, gleichgültig ob es sinnvoll ist. Wird es ein Flop, dann versucht man halt was anderes „in den Markt zu drücken!“ Diese Formulierung sagt ja schon genug darüber aus, was in Verkäuferfantasien passiert: es geht nur um den Versuch Geld, d.h. Umsatz zu machen. Ob die Kamera ihren Preis wert ist, ist völlig egal!
        Aber stelle man sich mal vor: 5000 € sind 9779,15 DM! Wie verrückt ist das? Rechnet man die Inflationsrate runter, dann kommt man auf einen damaligen Preis von ca. 7700 DM (in 2000).

  • Na ja, wer auf die Russische Design Variante und dem Preisgefüge von einer Leica M steht und sich diese limitierte Studie in die Vitrine stellen möchte, Bitteschön. Nun könnte mancher sagen, die inneren Werte zählen. Mag schon sein, doch wenn ich mir das klobig eckige Gehäuse so anschaue, muss ich mich doch sehr anstrengen einen Bezug zu Leica zu finden, da zählt auch das technische Datenblatt nicht um eine „Lada“ Kopie der „M“ zu kaufen.
    Aber auch hier werden sich Käufer finden um sie dann mit einem roten Punkt zu verschönern.

    • Jaja, die „inneren Werte“. Wie in der Zenit zB. Das Leica Objektiv Coding fehlt. Für mehr als 5.000 Euro. Nö nö. Die können sie schön behalten. Macht keinen Sinn. Eine M macht ohnehin keinen Sinn mehr.

  • Ja, man. Ist mir das „Made in Russia“, was ja gar nicht stimmt, weil in Deutschland gefertigt, nun die 5.000.- Euro wert? Oder nicht. Bekommt dieser Hybrid einen Sammlerwert? Nein. Die Vitrinennummer hat sich im Digitalzeitalter ohnehin erledigt.
    So langsam gehen die ersten M8 kaputt und werden nicht mehr repariert, weil der Sensortausch bei gut 2.500 Euro liegt, für die man schon wieder eine gebauchte M9 bekommt.

    Und wäre ich jetzt ein Oligarch und würde etwas auf mich geben? Dann wohl doch eher noch eine M10? Nein, auch nicht. Oligarchen fotografieren nicht selber. Wen interessiert denn eine Leica in der Vitrine neben dem vergoldeten Steinway and Sons Flügel.

    Da muss Leica und Zenit noch an sich arbeiten. Unter 50.000 Euro wird daraus kein Statussymbol.