Objektive

Ziemlich scharf: Chinesischer Hersteller überrascht in Objektiv-Ranking

Ist das der Beginn des Aufstiegs chinesischer Hersteller im Objektivgeschäft? Yongnuo belegt bei DxOMark einen der Spitzenplätze.

Berechtigte Kritik an DxOMark

Nein, obwohl DxOMark vorgibt, ein umfassendes Bild der Kamera- und Objektivlandschaft abzugeben, hundertprozentig darf man sich auf die prominente Datenbank leider nicht verlassen. Auch wir haben uns hier im Blog immer mal wieder auf deren Ergebnisse bezogen, doch steht das Geschäftsmodell, nach dem Hersteller wohl zunächst in die Tasche greifen müssen, um überhaupt aufgenommen zu werden, scharf in der Kritik. Dennoch ist es bemerkenswert, wenn nun weit oben in der Liste der Name eines Herstellers auftaucht, den wir dort nicht unbedingt vermutet hätten.

Wahnsinnig niedriger Preis

Mit Yongnuo sitzt nämlich ein chinesischer Hersteller auf dem dritten Platz des Objektiv-Rankings und kann sich damit sogar gegen zahlreiche renommierte Linsenmacher wie Zeiss oder Canon behaupten. Besonderheit ist nicht nur die Herkunft des Unternehmens, das für das 85mm verantwortlich ist, denn chinesische Produkte standen lange und stehen wohl immer noch im Schatten vor allem der japanischen Konkurrenz.

Außergewöhnlich ist zudem der absurd niedrige Preis, den das Yongnuo 85mm f/1.85 DF DSM vorweisen kann. Mit einem Startpreis von gerade einmal 345 US-Dollar ist es mit Abstand das günstigste für eine ganze Weile im Ranking und sogar nur eines von zweien in der Top 10, die keinen vierstelligen Preis aufrufen.

Schärfstes Objektiv des Rankings

Insgesamt bringt es das Yongnuo auf einen DxOMark-Score von 51 Punkten und hat damit etwas Abstand zum Spitzenreiter Nikkor Z 58mm f/0.95 S Noct mit 54 Punkten. In Sachen Schärfe kann dem Benchmark zufolge dem chinesischen Wettbewerber aber kein Konkurrenzprodukt das Wasser reichen. Gleiche Punktzahl verzeichnet nur das Sony FE 70-200mm, das insgesamt viel weiter unten in der Liste zu finden ist. Dafür gibt es beim Yongnuo Abzüge bei der chromatischen Aberration und der Vignette.

Hattet ihr Yongnuo zuvor schon auf dem Schirm und vielleicht bereits eigene Erfahrungen mit dem Hersteller gemacht? Und orientiert ihr euch an den DxOMark-Bewertungen vor dem Kauf eines neuen Objektivs?

via: ThePhoblographer

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Rolf Carl

Auch wenn die chinesischen Objektive die ersten 10 Plätze bei DxO belegen – Ich werde keinen Rappen mehr in China investieren, und in Russland sowieso nicht.

Mein chinesisches Stativ von Sirui, bei Fototest immer noch als allerbestes gelistet, habe ich zwar damals gekauft für etwa 800 Euro, heute würde ich ein anderes Produkt wählen. Tja, andere Zeiten, andere Präferenzen.

Maurice Imhof

Sehe ich genau so.

Frank

Das kannst Du gerne für Dich so handhaben, wenn Dir das die Genugtuung verschafft, ein politisches Zeichen zu setzen. Aber bitte nicht enttäuscht sein, wenn der vermeintlich gute Hersteller längst einen Teil seiner Fertigungsstätten ins Reich der Mitte verlegt hat.

Rolf Carl

Das Vertrauen westlicher Unternehmen in ihre Standorte in China ist bereits angeknackt. Der Grund dafür sind der lange Lockdown und die daraus resultierenden Lieferketten-Probleme. Deshalb überdenken rund 20 % der europäischen Unternehmen ihre China-Aktivitäten. Das Rad dreht sich also langsam zurück.

In vielen Bereichen ist es heute schon möglich, gute Hersteller ohne China-Anteil zu finden. Bei den Objektiven fällt mir als erstes natürlich Sigma ein; 100 % Made in Japan.

Rawbert

Richtig, auch wg. Qualitätsmängel bei Bedienung und Wartung spezialisierer Maschinen lassen einige Firmen lieber in Rumänien als in China fertigen.

Marcello

Überdenken ist das eine, wenn es um den Gewinn geht sieht die Sache dann wohl wieder anders aus.

Frank

Es geht ja nicht nur ums Geld, sondern auch darum, dass der Rückzug aus nicht mehr so lukrativen Marktsegmenten auch bedeutet, dass KnowHow in diesen Bereichen verloren geht.
Wenn sich die großen Player der Kamerafertigung immer weiter aus dem Massenmarkt zurück ziehen, dann besetzen womöglich chinesische Hersteller diesen. Dann als zahlungskräftiger Kamerabesitzer auf die zu schimpfen, die jetzt aufgrund ihrer finanziellen Ausstattung chinesische Produkte kaufen ist unangebracht.
Jeder ernsthafte Kaufmann kennt die Mischkalkulation. Nur auf hochpreisige Produkte zu setzen ist dumm.
Da wird die Kundschaft zu exklusiv.

Thomas Müller

Für den Automobilbrerich hat Mercedes angekündigt, mit seiner neuen Strategie auf genau diese exklusive Kundschaft setzen zu wollen und den Brot- und Buttermarkt zu verlassen. Warum soll das nicht auch bei Kameras funktionieren?

Frank

Das funktioniert schon deshalb nicht, weil die Premiumkundschaft ganz andere Ansprüche an die Produkte hat als der Massenmarkt. Dafür hat zumindest der deutsche Markt gar nicht das Personal und die Dienstleistungsfähigkeiten. Dienen will nämlich gelernt sein.
Wenn Mercedes dann sein Hauptgeschäft in die reichen Ölstaaten am Golf, oder nach Kalifornien und Florida verlegen will, bitteschön. Das sind alles nur Gedankenspiele in den Chefetagen. Die Realität ist eine andere.
Wenn dann allerdings neue Technologien in den Fahrzeugen eingesetzt werden, dann werden auch die Golfstaaten nicht mehr soviel Geld verdienen. So einfach ist die Sache dann doch nicht.

alex

Gesunde Einstellung. Leider hat man heutzutage bei vielen Produkten nicht immer die Wahl. Doch wann immer möglich versuche ich auch Made in China zu meiden.

Joachim

Da müßte ich mal chinesische Objective selbst ausprobieren können. Eigene Entwicklungen sind da selten. Viel ist wohl abgekupfert. Chinesen sind in der Hauptsache Geschäftsleute. Die wollen die Welt mit ihren Waren beglücken. Sieht man z.B. auch in der Autoindustrie.Byd, Nio usw., die Marken sind kaum zu zählen. Das ist so wie Kameras und Japan. Wichtig ist halt, dass der Westen die Schlüssel behält. Ich habe nichts gegen Chinesen oder Russen. Sind meist die Führungskräfte, die bekloppt mit irgendwelchen Phantasien (Hitler war ja auch ein Beispiel davon) durch die Gegend laufen. Da ist oft kein Kraut dagegen gewachsen. Bei den Chinesen ist es der günstige Preis (Lohnkosten, Subventionierung etc.). Das nivelliert sich alles im Laufe der Zeit. In D ist man sehr verwöhnt. Der Staat kümmert sich schon.. Da muss sich schon was ändern. Disruptive Produkte sollte man sich überlegen (z.B. Lichtfeld oder ä.). Patente nutzen nicht viel. Sie können mit geringfügigen Änderungen oft umgangen werden. Die Intelligenz muss hier bleiben.

Frank

Natürlich strebt China die uneingeschränkte Führungsposition an, die ganze Welt mit ihren Produkten zu beglücken. Aber mal ganz ehrlich, versucht Deutschland das nicht in ähnlicher Form mit seiner aggressiven Exportüberschusspolitik? Billige Produkte, Rohstoffe und Vorprodukte aus China importieren, und im Gegenzug teure Produkte exportieren?
Wenn wir die Wirtschaftspolitik Chinas kritisieren, dann sollten wir Deutsche uns erst einmal an die eigene Nase fassen. Die Löhne und Gehälter künstlich niedrig zu halten, um so den Export anzukurbeln funktioniert nur dann, wenn nicht Andere das nachahmen. Ergebnis ist dann eine grosse Abhängigkeit gerade von China, oder wie im vorliegenden Fall auch von russischem Gas. Alles hausgemacht.
Der Staat muss sich so intensiv um seine Bedürftigen kümmern, weil man es versäumt hat, die Nachfrage im Inland zu steigern. Das funktioniert aber nur, wenn die Fachkräfte auch vorhanden sind, die dann entsprechend bezahlt werden, um sich die Produkte made in Germany auch leisten zu können.
Es muss sich also nicht etwas ändern, sondern wir müssen uns ändern.

Mirko

oh ein Kollege hat gerade bei NIO Europe angefangen, also wenn das gut geht dann können sich die europäischen Kollegen mal an den Kopf kratzen, obwohl China selbst die Förderung von E-Autos wieder verworfen hat….kommt die EU vielleicht auch noch drauf

Sonnar

Die Intelligenz muss hier bleiben. Nett gesagt. Wer hierbleibt sind leider die, die sich auf der Straße festkleben und an 33 Geschlechter glauben. Die können nur hier überleben, aber mit denen ist nicht viel Staat zu machen. Also sinkt zwangsläufig der Gesamtwohlstand und damit das noch vorhandene Käuferpotential für teure „deutsche Wertarbeit“. Die Chinesen wird das nicht stören, die verkaufen ihre Waren dann woanders. Und was die Intelligenz betrifft, glaubt irgendwer, dass die Chinesen nicht intelligent wären?

N1USER

Da muss ich dir mal uneingeschränkt recht geben 😉

Markus

Hier geht es um die technischen Spezifikationen und nicht um politische Präferenzen. Aber Super Idee, dann kannst du ja gar nichts mehr kaufen. Du lebst also im Wald in deinem selbstgebauten Baumhaus und baust dein Gemüse und alles selber an. Wahrscheinlich hast du nachdem Irak-, Afghanistan-, Vietnam Krieg etc. (die ganze Auflistung der amerikanischen Demokratie Expansion aufzuführen würde den Rahmen dieses Kommentars sprengen) auch keine Cola mehr getrunken, kein I-Phone mehr gekauft und kein Apple oder Windows System genutzt. Was ein Glück stehen wir auf der Seite der Guten. Da kann man sich ja aussuchen was man konsumiert. Wenn man sonst keine Probleme in seinem Leben hat, dann sieht man wie gut es uns hier noch geht. Aber falls es dir nicht schon aufgefallen ist. Firmen haben keine nationalen Identitäten mehr. Es sind Vorstände und da geht es um Gewinnmargen für die Manager und die Aktionäre. Scheissegal wo das Zeugs produziert wird und zu welchen Bedingungen. Sony produziert auch nicht in Japan! Mercedes nicht in Deutschland und Apple nicht in den USA. Aber sorry, ich wollte dein Weltbild von dem bösen China und dem guten Westen nicht ankratzen. Wir brauchen halt alle unsere Illusionen.

Rawbert

Firmen produzieren um zu verkaufen. Mit deinem Kaufverhalten beeinflusst du die Firmenpolitik – wer sonst, wenn nicht der Konsument? Und jetzt denk mal scharf nach, was im Rahmen deiner Möglichkeiten machbar ist.

Markus

Prima dann zieh auch mal in den Wald zu Rolf Carl und lebe von dem was du findest, und dass kein Blut von anderen Menschen trägt. Gegenfrage: Wo kommt die Kleidung her die du trägst. Fährt dein Automobil oder dein Flugzeug mit Luft und Liebe ? Welche Produkte hast du heute schon in den Händen gehalten, die die Umwelt kaputt machen oder die unter miserablen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden. Kennst du überhaupt die Arbeitsbedigungen aller deiner Nutzgüter? Erziehung fängt bei sich selber an und nicht bei anderen. Ändere das was du kannst für dich. Gutmenschen gibt es genug. Ehrliche Menschen leider nicht.

Rawbert

Genau das meine ich, man muss bei sich selber anfangen. Anfangen heißt ja, es geht nicht alles auf einmal und sofort. Aber danke für den Tipp, ist bestimmt schön bei Rolf im Wald!

Rolf Carl

Markus, ich spüre da jede Menge Verzweiflung in deinem Post. Mit dem Wald liegst du gar nicht so daneben; tatsächlich verbringe ich meine Tage hauptsächlich im Wald, an Bächen oder Seen. Da finden sich nämlich meine bevorzugten Motive. Momentan bin ich aber lieber über der Baumgrenze, denn bei 20 – 25 Grad ist es einfach ein bisschen angenehmer als bei 30+. Wieso soll ich nichts mehr kaufen können? Bei unseren Häusern ist sozusagen nichts aus China drin, höchstens Rohstoffe, Metalle z.B. Also ist ein Baumhaus nicht nötig, und Gemüse muss ich auch nicht selber anbauen, obwohl ich das über Jahrzehnte gemacht habe, denn mir ist kein Gemüse bekannt, das von China kommt. Bei mir würde sowas sowieso nicht auf den Teller kommen, denn Europa hat alles, was das Herz begehrt, und das in Topp-Qualität. Bei den übrigen Lebensmitteln fallen mir nur gerade Reis, Gewürze und Grüntee ein, die ich aus Asien beziehe. China hat einzig Grüntee, aber da traue ich auch der Bio-Qualität nicht, und der Japan Sencha ist sowieso Klassen besser (ist wie bei den Objektiven). Gut hast du unten auch noch die Kleidung erwähnt, die bei dir anscheinend aus China kommt. Das ist nämlich eines meiner Lieblingsthemen. In… Weiterlesen »

Thomas Müller

Mercedes produziert nicht in Deutschland? Was machen die denn sonst ihren riesigen Produktionsstätten in Sindelfingen, Untertürkheim, Wörth etc.?

Klaus

Danke für die Deutlichkeit. Wir haben uns zu sehr an Doppelmoral gewöhnt, dass wir nichts mehr unterscheiden können oder wollen.

Peter

Die weit überdurchschnittliche Schärfeleistung des Yongnuo resultiert daraus, dass das Objektiv im Gegensatz zu den anderen an einem 60 Mpx. Sensor getestet wurde. Die Ergebnisse sind untereinander nur dann vergleichbar, wenn die Sensorauflösung die gleiche ist.

Rüdiger

Den Verdacht habe ich auch. Habe auch nicht ganz verstanden, wie DXO hier testet.

Das ändert wohl nichts daran, dass das Objektiv sehr scharf abbilden kann, aber wenn ich schon sehe, dass DXO rund um den eigentlichen Fokuspunkt weitere 60 Fokuseinstellungen abfährt und die beste raussucht, dann kommt der Verdacht auf, dass dieser Wert in der Praxis nur sehr wenig Aussagekraft hat.

galle_08

Ja,Objektiv-Vergleich mit unterschiedlichen Sensoren sind so eine Sache. Matt Granger hat ein Video zum Thema gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=JvtrmzQ3HkE

joe

DXO Bewertungen sind so wertvoll wie ein Kropf. Unabhängig davon kann das Objektiv trotzdem scharf sein.

Carsten Klatt

Bin auf die Vergütung gespannt. Da trennt sich in der Regel die Spreu vom Weizen. Scharf sagt nichts über Kontraste, Farbtreue oder unerwünschte Reflektion, Beugung und Aberration aus. Ein Problem vieler asiatischer Billigobjektive.

Joschuar

Genau so ist es !!

Thorsten

Volle Zustimmung, aus eigener Erfahrung!

Mirko

solange Firmen des Westen in China produzieren werde ICH auch Produkte aus China kaufen, bin zufrieden mit meiner XT3, Apple bis hin zu TTArtisans

Rawbert

Kindergarten, wenn der das macht, mache ich das auch.

Mirko

ja ein typischer RAWBERT eben ohne Verstand, Du laberst und ich fotografiere mit meinen China Obis

Rawbert

Dann gut Licht! Vor allem viel Grün…

Bodo Schulz

Russland > Ukraine
China > Taiwan?
China > Solar
China > Chips
China > Afrika Rohstoffe usw.
Die demokratischen Staaten sollten lernen wieder auf eigenen Füßen zu stehen.
Demokratie ist heute schnell erpressbar. Ich bin für jede Alternative bei Produkten dankbar, wenn diese uns weniger Abhängigkeit von Staaten machen, wo ich als Bürger mich nicht wohlfühlen würde.
Ja, ich zahle schon seit Jahren mehr für Produkte, wo Arbeitsplätze in Europa dadurch gesichert werden.
Und warum sollte China nicht in der Lage sein bei Objektiven in der absoluten Spitze mitzuspielen? In den vergangenen dreißig Jahren wurde weltweit alles an Firmen und Lizenzen aufgekauft, was gebraucht wurde. Und während Corona hat sich China weitere führende Technik billig eingekauft. China dürfte in den wichtigen Bereichen auf dem neuesten Stand der (Militär-)-Technik sein. Und dazu zählt eben auch die Optik.

Mirko

Taiwan = Chips aber ansonsten gebe ich Dir Recht, plus diese Doppelmoral….welcher westlicher Staat hat Taiwan anerkannt …oh keiner

bodo schulz

Hallo Mirko
Stimmt was Du sagst mit Taiwan und Chips. Da war ich gedanklich schon von einem von China einverleibten Taiwan ausgegangen. Was natürlich sehr schlimm für die Menschen dort wäre.

Mirko

naja politisch gesehen gibt es ja nur „die ein China Politik“ und anders gesehen, ein paar gezielte Raketenangriffe auf Taiwan und der Westen steht in der Steinzeit da….vielleicht wachen wir ja mal wieder auf

joe

Ich war 1993 zum ersten Mal beruflich in China. Shanghai 8spurige Straßen, 6 für Fahrräder, 2 für Mopeds und Autos. 1995 6 für Autos, 1997 8 für Autos. 1993 Shanghai Pudong 3 Wolkenkratzer, 2000 nicht mehr zählbar. Man hat den Ehrgeiz, den Fleiss und die Intelligenz der Chinesen maßlos unterschätzt. Ich übrigens nicht.

Mirko

dann gibt es da doch noch so ein Ding welches in Deutschland über Jahre nur im Kreis fuhr, Namen leider vergessen 😉

Clemens Scholz

War die Magnetschwebebahn, die zwar ausentwickelt, aber nirgends in Deutschland ernsthaft verwirklicht wurde (Ausnahme: Teststrecken). Bei den jetzigen Preisen für Strom, bei denen keiner mehr durchblickt, welche Abgaben da mitlaufen, freut sich die Deutsche Bahn gewiss, dass sie nicht auf dieses Pferd gesetzt hat …

Mirko

die Strompreise konnte damals noch keiner vorhersagen, die Bahn war noch staatlich (also eine politische Entscheidung) und eine Trasse HH-Frankfurt (Berlin)_München hätte vielleicht für den Standort Deutschland ein Zeichen gesetzt….aber hier geht es ja um Produkte aus China 😉

Frank

Lieber Joe, nicht nur der Fleiss und die Intelligenz der Chinesen wurden unterschätzt. Gleichzeitig haben wir es auch verlernt, unsere eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen. Es gibt zwar noch einige Bereiche, in denen der Westen die Nase vorn hat, die werden aber immer überschaubarer.
Schon ein gewisser Napoleon Bonaparte wusste: „Quand la Chine s’éveillera le monde tremblera“.
Wenn China erwacht, wird die Welt erzittern.

Cat

Wer in DXO schauen muss um für sich das geeignete Objektiv zu finden, dem ist ohnehin nicht zu helfen.
Auf Schärfe kommt es schon lange nicht mehr an und die wird heute auch mit fast jeder Berechnung erreicht.
Aber wer mal mit lichtstarken 85 mm fotografiert hat, weiß, CA und andere Fehler sind hier besonders scheußlich. Wir mit unserer impotenten Geizmentalität helfen solchen Firmen leider zum Erfolg.
Wem das Smartphone für Menschenbilder und leichte Teleaufnahmen nicht mehr reicht, wird schnell feststellen das Sigma 1.4/85 mm und Sony 1.8/85 mm, 1.4/85 mm hier optisch ihr Geld wert sind.

Leonhard

Finde die Aussage eher weniger informativ, also von dieser Testseite.

Wie sagt man hier auf dem platten Land? „Neue Besen kehren gut!“

Auf Objektive bezogen bedeutet dies: Dort werden fabrikneue Optiken getestet, die sind selbstverständlich noch ohne Spiel und ohne Kampfspuren, verursacht durch Nutzer, wie aber sehen diese Objektive in 10 Jahren aus, ist da die Genauigkeit noch genau die, die man heute auch hat?

Scharf alleine nutzt einem ja auch nichts, kann man sich auch Spitzenglas in einer Plastiktüte kaufen, ist auch scharf, ob man viel damit anfangen kann ist die nächste Frage.

Und Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, ich esse auch nicht in gewissen Gaststätten, wenn die Nachbarin ihren Hund sucht.

Frank

Ich stimme Dir ausdrücklich zu, dass die Langlebigkeit der Produkte einen entscheidenden Kauffaktor darstellt.
Wobei sich im Umkehrschluss die Frage stellt, welcher Hersteller heute überhaupt noch gewillt ist, dem Kunden einen funktionierenden Kundendienst anzubieten, um die Reparatur eines wertigen Gegenstandes zu ermöglichen. Die Bevorratung von Ersatzteilen ist in den Staaten völlig unterschiedlich geregelt, und Deutschland zeichnet sich da nicht gerade als sehr fortschrittlich aus. Dabei könnte das ein ganz entscheidender Faktor sein,
um Kaufentscheidungen zu beeinflussen.

alex

DxO bzw. ihre „Rankings“ sind leider an Lächerlichkeit kaum zu überbieten.

StephanKl

…..weil?

Ralle Art

Einfach mal aufhören mit den vergleichen. In 20 oder 30 Jahren wird China Wirtschaftlich die Nummer eins sein und die Standards setzen. Die USA versuchen noch mitzuhalten, verschulden sich über beide Ohren und versuchen China in einen Krieg um Taiwan zu ziehen. So hat es Sparta schon im alten Griechenland probiert als Athen nach oben kam. Jedes Reich geht mal zu Ende. Die Europäer werden sich anpassen müssen. Am wenigsten mache ich mir Sorgen um die Schweiz. Die machen mit jedem Geschäfte, egal ob Nazi Deutschland oder Diktaturen.

Leonhard

Also hier nehme ich mal unsere Eidgenossen in Schutz! Die Schweiz macht gar keine Geschäfte, Geschäftsleute in der Schweiz ja, aber das Land an sich nicht. Bei Geschäften ist es heute doch auch meistens so: Man kann vermuten, mit wem man Geschäfte macht, sicher sein kann man dabei nie. Und wir können doch als Menschen, die die Freiheit lieben nicht einem Staat vorwerfen, dass dieser Staat seinen Bürgern weitestgehende Freiheiten, auch im geschäftlichen Bereich, einräumt. Klar kommt es dann zu grenzwertigen Modellen, aber besser als ein Staat, der seinen Bürgern aber auch alles vorschrieben möchte. Wenn Julius Bär zu lange zögert, dann hat ihm entweder die Vatikansbank oder ein belgisches Schlitzohr den Auftrag vor der Nase weggeschnappt, so sieht das wahre Leben doch heute aus. Um noch mal was zu den Objektiven zu schreiben möchte ich hier mal unserem geschätzten Rolf Carl widersprechen. Was westliche Unternehmen in Bezug auf China machen mag ja richtig sein, kommt leider aber viele viele Jahre zu spät. Für die meisten Unternehmen im Westen stellt sich doch nur die Frage: als Vasalle dabei bleiben oder aus dem Markt fliegen. Billige Objektive aus China brauche ich keine, denn was heute billig erscheint wird dann morgen richtig… Weiterlesen »

Rawbert

„Die USA […] versuchen China in einen Krieg um Taiwan zu ziehen.“ – Ohje, bei manchen überhitzt nicht nur die Kamera, sondern auch die Substanz zwischen den Ohren. Bleib mal lieber bei fotografischen Themen, da geht’s noch halbwegs.

joe

Die USA sind der Kriegstreiber No.1! Man kann sich aber die Welt auch schön malen und sagen die USA macht das alles aus Altruismus!

joe

Die USA sind Kriegstreiber No.1! Aber man kann sich die Welt auch schön malen und sagen das machen sie alles nur für Freiheit und Demokratie. Oder man weiss in welchen Bereichen die US-Wirtschaft noch führend und Exporteur No.1 ist, im Handel mit Waffen und Kriegsgerät! Frieden auf dieser Welt wäre für die USA der wirtschaftliche Untergang!

Rawbert

Boah, jetzt wird’s wieder haarig. Es ging übrigens um Taiwan, mir wäre neu, wenn sich die USA die Annexion Taiwans durch China wünschen würden. Die Aussage von Ralle war, dass die USA China in einen Krieg ziehen würden. Das verkehrt die Verhältnisse. Deine Polemik passt hier gerade nicht. Aber wir hatten das Thema schon einmal; die Deutschen haben davon hauptsächlich profitiert, vor allem bei der Befreiung vom Faschismus. Da kannst du noch so oft vom „Kriegstreiber No.1“ faseln.

Mirko

wie kann China etwas annektieren wenn es offiziell nur „EIN CHINA“ gibt, oder hat sich der „Westen“ mal wieder ein Bein gestellt ? Also nicht EIN westlicher Staat hat bisher Taiwan als souveränen Staat anerkannt….schon traurig, oder ?

Rawbert

Ja, damit du deine China-Objektive kaufen kannst. Anerkennung der Ein-China-Politik ist Vorraussetzung für diplomatische Beziehungen zu China, wie du ja sicherlich weißt. Taiwan gehörte aber noch nie zum Staatsgebiet der VR China, deshalb ist Annexion hier richtig.
Übrigens Mirko, DU bist Teil des Westens, kannst wählen, die Annehmlichkeiten genießen und die Klappe aufreißen ohne irgendeine Strafe befürchten zu müssen. DEIN Konsumverhalten hat auch einen Einfluss – aber nee, sind ja immer die anderen, nur der grüne Mirko hat den Durchblick, weil er keinen Spiegel liest.

joe

Rawbert, ist ok, die Amis sind die Guten! Die haben gerade mit einer Drohne den Nachfolger von Bin Laden zermetzelt! Das kann man gut finden, ist aber alles andere als rechtsstaatlich. Lies mal das Buch von Klaus von Dohnanyi „Nationale Interessen“, dann reden wir nochmal darüber! Deine Naivität gegenüber der USA ist unglaublich. Trump hat nur bestätigt, was schon immer Politik der USA war und auch jetzt noch ist: „Amerika first“! Und schau einfach mal an womit die USA Geld verdient!

Mathias

Hallo Joe und absolut richtig!

Als Lektüre kann ich auch Michael Lüders „Wer den Wind säht“ und weitere von ihm empfehlen. Voll mit nachprüfbaren Quellen.
Und wer es aus dem „inneren Zirkel“ direkt mag, liest Brzezinski, The Grand Chessboard. Sozusagen vom geopolitischen Berater des US Präsidenten direkt, was US Geopolitik will.
Auf den NachdenkenSeiten übrigens zu Taiwan und China ein Fachartikel eines Wissenschaftlers auf dem Gebiet dazu.

Rawbert

Ich hatte dir zu dem Artikel übrigens eine Antwort geschrieben, ist aber genau wie deine beiden Posts gelöscht worden. Ich fand nicht, dass dadurch irgendetwas entkräftet wird.

Rawbert

Michael Lüders ist nicht unumstritten. Viele seiner Thesen halten einer Quellenprüfung gerade nicht Stand. Man muss es nur tun.
Der „Wissenschaftler“ auf den Nachdenkseiten ist übrigens Arbeitsrechtler, früher Grüner, dann SPD, wg. Agenda 2010 zur WASG und jetzt in der Linken, der sich sehr gut mit China und Taiwan auskennt. In dem Artikel geht’s aber hauptsächlich um Baerbock, die sich Völkerrechtlerin nenne, aber nicht examiniert sei, was der Autor allerdings auch nicht ist. Dann die schwierigen inneren Verhältnisse Taiwans, die ich nie beschönigt habe, war ja vor kurzem noch ein Einparteiensystem. Aber auch die Ukraine ist keine Musterdemokratie und darf trotzdem nicht einfach einverleibt werden.

Mathias

Natürlich ist Michael Lüders nicht unumstritten – nur warum – da haben wir eine eben jeweils andere Begründung.
Aber die Herleitung seiner Thesen – wenn einer hier sehr sehr gute Arbeit leistet, dann Michael Lüders mit immer sehr konkreten Angaben, wo welche Aussagen herkommen, getätigt wurde, abgedruckt sind etc. Ich empfehle immer jedem, selber zu lesen und sich dann ein Bild machen und nicht aus Rezensionen heraus.

Den genannten Artikel auf – es geht hauptsächlich um Frau Baerbock – zu reduzieren zeigt auch hier die sehr unterschiedlichen Standpunkte und damit Interpretation von Inhalten – lassen wir es einfach dabei bewenden.

Rawbert

Dann extrahiere doch aus genanntem Artikel wenigstens ein Argument für ein Anrecht Chinas auf Taiwan, wenn du meinst so viel besser sinnerfassend lesen zu können. Und was heißt aus Rezensionen heraus? Ich habe mir wenigstens die Mühe gemacht, die Sachen zu lesen.

Rawbert

Naivität? Da verwechselst du etwas. Ich finde es unglaublich, dass wenn es um Taiwan geht, immer die Schattenseiten der Amerikaner angeführt werden, die es zweifelsohne gibt. Und „Kriegstreiber No.1“ ist nicht nur eine Stammtischparole, sondern auch völlig daneben… Das musst du schon zugeben. Immerhin beansprucht die VR China ein Gebiet, das noch nie zu ihnen gehörte. Ja, ja, der Westen folgt der Ein-China-Politik. Was wäre die bessere Alternative?
Trump ist eine Seite, Biden die andere. Das verabschiedete Klimapaket weckt Hoffnungen.
Hättest du dich über Pelosis Besuch ausgelassen, hätte man was zu diskutieren gehabt, aber mit diesen Rundumschlägen kann ich nichts anfangen. Das ist nicht naiv.

Rawbert

Hast du Dohnanyi gelesen? Ich zitiere: „Es ist im Ergebnis unwichtig, ob die USA […] die Befreiung Europas von der Hitler-Diktatur und den Wiederaufbau Europas in erster Linie aus eigenen geopolitischen Interessen durchsetzten oder ob es auch andere, moralische und demokratische Ziele waren, die sie hier verfolgten: Es zählt das Ergebnis.“ (Kapitel III, 2. Seite)
und weiter: „Die äußere Sicherheit Europas gründet heute faktisch ausschließlich auf der Nato, das heißt letzten Endes auf der Verteidigungsstrategie der USA.“
— Ist es das, was du mir sagen wolltest?

joe

Du hast es leider nicht verstanden! Du liest selektiv und zitierst die Dinge die in dein Weltbild passen, alles andere wird bewusst oder unbewusst ignoriert. Tut mir leid, ich halte dich für integer und nicht auf den Kopf gefallen, aber in Sachen weltpolitische Interssen der USA ist deine Gutgläubigkeit einfach erstaunlich.

Rawbert

Schade, dass du gar nicht auf das Dohnanyi-Zitat eingehst. Deshalb könnte ich dir genauso selektive Wahrnehmung vorwerfen, mach ich aber nicht. Mir ist konstruktive Diskussion lieber. Darum: Was genau habe ich nicht verstanden? Worin genau manifestiert sich meine unterstellte Gutgläubigkeit? Weil mir „die USA sind Kriegstreiber No1“ nicht passt? Ja, ich finde dieser Platz gebührt Russland und ich habe nirgendwo behauptet, dass die Amerikaner Mutter Theresa Konkurrenz machen.
Du könntest mir ja Aussagen aus dem Buch von Dohnanyi, das du selbst empfohlen hast, um die Ohren hauen, das wären bestimmt gute Argumente. Ich finde die Diskussionskultur, statt handfester Argumente nur Lesehinweise zu bringen, immer sehr anstrengend (hab ich schon mit Mathias durch). Denn wenn man sich die Mühe macht und den Empfehlungen folgt, um wenigstens auf dieser Basis weiter zu debattieren, wird das auch abgewürgt. Daher frage ich dich nochmals, lieber Joe: Was denkst du über obiges Zitat von Dohnanyi, selektiv hin oder her?

joe

Niemand auf diesen Erdball hat mehr Kriege und Umstürze angezettelt als die USA. Wenn Du das anders siehst leidest Du an selektiver Wahrnehmung.

Rawbert

Gut, dann fasse ich mal zusammen: Die Amis sind die Bösen, eine Welt ohne die USA wäre eine bessere, friedlichere Welt. Die USA sind auch Schuld, wenn China Taiwan angreift – und haben zumindest eine Mitschuld am Russland-Ukraine-Krieg (s. Dohnanyi, Du wolltest doch darüber reden, da kommt aber nichts, wahrscheinlich weil Du selbst gemerkt hast, dass Dohnanyis Argumentation bereits von den Ereignissen überholt und ad absurdum geführt wurde). Wer sich diesen Plattitüden nicht anschließen will, leidet unter selektiver Wahrnehmung und ist naiv.
Gegen solch eine großartig ausdifferenzierte Darstellung komplexer poltitischer Verhältnisse und profundem Geschichtsverständnis komme ich nicht an… Aber ok, ist auch nicht der Ort hierfür.

Mirko

sehr gut Joe 👍🏻

Leonhard

Dies ist nun definitiv zu diesem Thema meine letzte Antwort, möchte mal einen Beitrag von Matthias in einem anderen Beitrag mit meinen Worten ausdrücken: „Leute, sind wir hier bei Photografix-Magazin oder beim Politbarometer“? „Ein-China“, nun gut, dies bestreitet ja wohl niemand, nur deshalb leitet sich ja kein Führungsanspruch eines Regimes in Peking auf eine Herrschaft über dieses Gesamtgebiet ab, zumal ja schon auf dem Festland die „Wahlen“ eher hinterfragungswürdig sind. Man geht ja in Peking davon aus, dass das chinesische Meer zu China gehört, nur eil dieser Teil der Pfütze so heißt. Genau so ein Unfug, als wenn man den „stillen Ozean“ als den größten Friedhof der Welt irgend einem Bestattungsunternehmen zuschreiben wollte. @ Joe: Dieses Eingreifen der USA hat aber auch rein gar nichts mit „Kriegstreiberei“ zu tun, man möchte lediglich China klar machen, dass es ein stilles Einkassieren von Taiwan nicht geben wird. Dabei geht es gar nicht mal primär um Taiwan, anerkannt oder nicht, vielmehr geht es um Hoheitsrechte in Gewässern, Schifffahrtsrouten und ähnlichen Nebensächlichkeiten, welche für einen freien Welthandel vielleicht nicht ganz unwichtig sein dürften. Selbst China geht es gar nicht um Taiwan! Schifffahrtsrouten, die „neue Seidenstraße“, es geht um die Kontrolle der Handelswege, wenn jemand… Weiterlesen »

Rawbert

Leonhard, ganz genau!

joe

Das nennt man Intelligenz, wenn man als militärisch unterlegener Staat sich aus den Kriegswirren durch geschickte Strategien heraushalten kann. Mir würde in Deutschland schon die Hälfte der Schweizer Regierungs-Intellgenz reichen, dann gäbe es genügend Gas, Erdöl und wahrscheinlich bereits Frieden oder zumindest Waffenstillstand in der Ukraine. Und man hätte auch die Inflation im Griff. Jetzt wundern sich alle, dass nachdem „wir werden nie mehr Rohstoffe aus Russland beziehen und Nordstream II wird niemals Gas liefern“, die Russen ernst machen und uns den Hahn zu drehen. Man will lieber teures und noch umweltschädlicheres Frackingas aus USA und Kanada. Super Idee. Und dieser Eiertanz um die Atomkraftwerke, lächerlich!

Peter

Überrascht mich nicht. Ich hab hier ein Youngnuo 35/2 an einer D810, das ist fürs Geld prima. In den Ecken mit Pixelpeeping etwas schwach, aber für den Preis insgesamt sehr gut.

Thorsten

Naja, von diesen Rankings halte ich nicht viel. Sie bewerten doch nur ein Teil der wichtigen Eigenschaften eines Objektivs. Für mich einer der wichtigsten Punkte: Das Gegenlichtverhalten wird nicht bewertet. Erzeugt es Flares im Gegenlicht, wie sehen die aus und wie groß sind sie? Wie verhält sich der Gesamtlontrast im Gegenlicht. Wie ist der Schärfeverlauf übers gesamte Bildfeld? Wichtig bei Lamdschaftsaufnahmen. Genauso wenig halte ich von den DXO Marks zu Kameras: Dort wird die Dynamik bewertet, auch RAW- Daten sind nicht unbearbeitet. Durch Rauschunterdrückungen kann man den Dynamikumpfang beträchtlich erhöhen, was aber auf Kosten der Auflösung kontrastarmer Feinstrukturen geht und die Anschließende leichte Nachschärfung verursacht Artefakte. Also eine Dynamikangabe, ohne gleichzeitig Feinstrukturen und Artefakte zu bewerten, ist wenig sinnvoll, wird aber aus Kostengründen nicht durchgeführt. Eigene Erfahrung: Meine MFT Kameras die Lumix G9 und Olympus EM1-III haben den technischen Angaben nach nur etwas weniger Dynamik als meine Lumix S1 und S5 mit einem 4 mal größeren Sensor. Die Dynamik müsste bei gleicher Sensortechnologie bei KB also 2 Blenden besser sein im RAW, der Vorteil ist aber deutlich geringer, weil in die Daten beim kleineren Sensor stärker eingegriffen wird, was die Dynamik erhöht. Wenn ich mit meiner EM1-III (20MPix) Aufnahmen mit… Weiterlesen »

Alfred Proksch

Servus Thorsten

Vielleicht sollte jeder wissen das Glas im Laufe der Jahre seine Brechkraft verändert. Welche Glassorten wie schnell und in welche Richtung „abwandern“ ist mir nicht bekannt.

Wer meint sein geliebtes preiswertes Objektiv ist optisch nach 15 Jahren noch genau gut wie am ersten Tag der hat die Rechnung ohne die Chemie/Physik gemacht.

Dabei spielt es keine Rolle wer in welchem Land an der Produktion mitgewirkt hat. DxO lebt von Vergleichen dieser Art.

Deine Beobachtung bezüglich der Formatgrößen ist richtig – geht schon physikalisch nicht anders – den selben „Sprung“ bemerke ich beim Einsatz des kleinen Mittelformates gegenüber dem des Vollformates. In der professionellen Reproduktionstechnik werden Scanner Systeme eingesetzt die jeden CMOS Sensor (egal wie groß) ALT aussehen lassen.

Das nur für diejenigen die der irrigen Meinung sind das Hersteller XY immer alles besser kann.

Für uns Bilder/Video Macher reichen alle aktuellen Kameras um erstklassige Bilder zu erzeugen. Bleiben die Fotos in ihrer neuen Heimat (PC-Monitor Systeme) ist alles OK. Erst wenn 1,2m x 1,5m Vergrößerungen aus dem Fachlabor an der Wand hängen werden Unterschiede deutlich sichtbar.

Carsten Klatt

Naja, die bekannten Hersteller XY bedienen auch die Industrie mit Sensoren, dazu gehören vor allem Sony, Canon und Toshiba. Man stößt also mehr oder weniger immer wieder auf die gleichen Hersteller. In der Industrie gelten andere Normen, vor allem aber Spezialisierungen z.T. nur für einen bestimmten Einsatzzweck. Der Vergleich mit Kamera Sensoren hinkt daher gewaltig. Die Physik Alfred gilt im übrigen nicht nur für preiswerte Objektive….

Thorsten

Chinesen können schon Top- Objektive bauen, die würden dann in Top- Quali, ähnlich viel kosten wie Objektive der Top- Fremdhersteller Tamron und Sigma, die Originalobjektiven ja in nichts mehr nachstehen, die renomierten Hersteller lassen dort auch einige Objektive fertigen und entwickeln.
Beispiele:
Das neue Leica Leica Vario-Elmarit-SL 1:2.8/24-70 ASPH ist von Sigma zum 2.5 fachen Preis, wie das fast identische Original für L- Mount. Das rel neue Olympus 100-400 (MFT) ist ebenfalls von Sigma
Das hervorragende und optisch herausragende Olympus 1.8/75 (MFT) ist ebenfalls von Sigma.
Einige (viele?) Sony- G- Master Objektive sollen von Tamron stammen.
Ein Nikon Zoom für Z- Mount, kommt ebenfalls von Tamron.

Joachim

auch die Zeisslinsen kommen oft von Cosina (Japan). Da hat man einen Prüfungsprozess aus der Fertigung. Das bleibt dann nicht nur theoretisch.Und meine 30 Jahre alten Zeisslinsen bilden immer noch schön ab. Neben dem Glas macht das die T* Vergütung. Ich gehe da immer viel vom Leumund aus; Planar, Sonnar, Reomar usw. Das sagt mir was über die Bauart usw.Warum nicht Linsen aus China, wenn sie gut sind. Die Richtung geht doch mehr in SP; da gibt es Kooperationen z.B. mit Leica.

Carsten Klatt

Zeiss ist immer noch Best Of! Die T*-Vergütung ist bis heute in Sachen neutraler Farbwiedergabe unerreicht. Wo das Objektiv hergestellt wird ist heutzutage völlig Rille. Entscheidend ist die Konstruktion und das Qualitätsmanagement. Das hatte Zeiss unter Cosina immer im Griff. Das Gegenteil waren Tamron und Sigma. Das waren noch vor 10 Jahren üble Linsen. Jetzt machen sie alles richtig!

Mirko

also „politisch“ gesehen finde ich es ja „Großartig“ wenn jemand „Made in China“ Produkte meidet aber letztendlich werden diese Personen nicht viel im Haushalt besitzen. Was nützt mir eine Armbanduhr ohne Zeiger oder gar ohne Zifferblatt ? Was nützt mir ein Auto wenn es nicht fährt weil ein großer Teil davon aus China kommt. Was nützt mir „grüner Strom“ wenn Solar/ Windkraft „Made in China“ ist…..Trump wollte die Industrie wieder zurück ( USA) holen aber der war doof und Biden ist eben schlau 😎

ccc

Es macht einen Unterschied, ob ein komplexes Produkt in Europa gefertigt wird und einzelne Teile aus China bzw Asien kommen, oder komplett in China produziert wird, und dann nach Deutschland geschifft wird. Diesen Unterschied vernachlässigt Du komplett. Und dann gibt es natürlich noch etliche Produkte die komplett in Europa hergestellt werden. Oder eben in Asien. Gibt ja noch was anderes als Uhren und Autos.

Auch „Trump dumm, Biden schlau“… Ohne die Aussage jetzt inhaltlich zu bewerten: Geht’s noch??! Wahrscheinlich diskutierst Du besser an Deinem Stammtisch oder in Deinem Verein weiter.

Rawbert

Folg mal den Empfehlungen Trumps und trinke Desinfektionsmittel. Danach bist du bestimmt genauso ein toller Hengst, wie Trump immer von sich behauptet. JA, Trump war und ist doof, jeder andere ist dagegen schlau, selbst du.

Alfred Proksch

Yongnuo

die liefern neben Blitzgeräten doch schon Objektive für Canon RF, Nikon Z, Sony E Systeme. Das YN85mm F1.8 DF DSM AF kostet ungefähr 360 Euro, wenn das mal nicht eine preiswerte Porträt Alternative ist.

China hin oder her – scheinheilige Empörung oben drauf – nutzt das irgendwem? NEIN !! Abhängigkeiten sind seit Jahrzehnten schleichend entstanden weil Geiz ist geil und höhere Gewinne im Aktienhandel und den Handelsketten erwirtschaftet wurden.

Wenn ich einen Vorwurf anbringe – dann den das politische Interessen nicht mit den staatlichen Interessen übereinstimmen. Stichwort: Versorgungssicherheit in System relevanten Bereichen wie Geldwirtschaft, Energie, Infrastruktur, Sicherheit – um nur einen kleinen Ausschnitt zu erwähnen.

lichtbetrieb

Ich hatte schon länger von Yongnuo gehört, gerade weil es auch für RF verfügbar ist. Ich habe mich aber für das Viltrox entschieden. Dass das Yongnuo so „gut“ bei DxOmark abschneidet überrascht mich nicht, wenn ich mir so andere Rankings anschaue. Für mich ist der Laden schon lange nicht mehr ernst zu nehmen, es ist eher eine Quelle fantasievoller Werte die zur Belustigung dient. Diese neue Platzierung ist für mich der endgültige Beweis, dass das alles einfach gekauft ist.

Alfred Proksch

Wer Interesse hat und z.B. Rodenstock/Leica Objektive kaufen möchte kann technische Datenblätter des Herstellers einsehen. Damit sind schon im Vorfeld spezifische Eigenschaften der jeweiligen Produkte erkennbar. Die Daten werden auf der optischen Bank und ohne eingreifender Kamera interner Software gemessen.

Alles anderen „Tests“ würde ich als halbseiden bezeichnen. Besonders dann wenn im Vorfeld keine wiederholbaren Testkriterien veröffentlicht werden. Objektiv Auswertungen von Sensor Bilddateien sind an der FALSCHEN Schnittstelle entstanden und daher nicht aussagekräftig.

Jetzt kommt bestimmt gleich der Aufschrei aller JPEG Selbsttester und der Hinweis das nur das was als Bild hinten raus kommt wichtig ist. Diese Denkweise ist verständlich und nachvollziehbar. Genau deswegen sind für die üblichen Objektive keine optischen Messdaten einsehbar.

Thomas Müller

Kurz vor der Abreise in den Urlaub hatte ich mir noch ein Viltrox 85mm/F1,8 II mit Fuji-X Anschluss bestellt. WIe Yungnuo ebenfalls eine China-Linse. Wenn hier im Artikel beim Preis des Yongnuo von einem „absurd“ niedrigen Preis gesprochen wird, dann unterbietet der von mir gezahlte Preis für das Viltrox das noch, es waren nämlich genau 299 Euro die der Rollei-Shop gefordert hatte. Aufgrund der „absurd“ gestiegenen Flugpreise hatte ich wegen unseres begrenzten Urlaubsbudgets die Wahl entweder kein Portrait- / leichtes Teleobjektiv zusammen mit meiner X-E3 in den Urlaub zu nehmen oder eben das wirklich günstige Viltrox. Ich habe mich für das günstige Viltrox entschieden, das auch genau das macht, was ich aufgrund von Rezensionen und Tests von ihm erwartet habe. Klar kann man diese Linse nicht mit Spitzenobjektiven vergleichen. Trotzdem macht es Spass und liefert optisch gute Fotos ab. Scharf ist es auch, selbst bei Blende 1,8 zumindest in der Mitte. Aber genau das ist für Portraits auch entscheidend. Letztendlich ist es für mich eine gute Ergänzung zu meinen sonst fast ausschliesslich Fuji-Objektiven meines Fuji X-Systems. Die chinesischen Hersteller besetzen eben einen Preisbereich, den Originalhersteller praktisch nicht besetzen wollen oder können. Wer Top-Qualität will, kauft bei den Originalherstellern oder Firmen… Weiterlesen »

Rolf Carl

Hallo Thomas, deine Argumente kann ich gut nachvollziehen. Bei mir sind aber nicht die „absurd“ hohen Flugpreise das Problem, sondern die Benzin-Preise. Wenn ich mal in die Situation kommen sollte, sparen zu müssen, frage ich dann dich, welche Chinesen ich in mein Objektiv-Sortiment aufnehmen soll. Man soll ja niemals nie sagen, zudem habe ich ja schon ein chinesisches Stativ.

Darf ich fragen, wo euer Flug denn hin ging?

Thomas Müller

Hallo Rolf, Danke für Deinen Post. Es war in meinem Fall nicht zwingend erforderlich beim Objektiv zu sparen. Es war mehr ein selbst gesetztes Budget für den Urlaub und das Objektiv gehörte zu diesem Budget. Denn eigentlich habe ich in der Zwischenzeit ja das wirklich gute Samyang 135mm/F1,8, das ich an der Nikon Z6II verwende und das umgerechnet auf APS-C eine ähnliche Brennweite und gleiche maximale Blendenöffnung aufweist. Ich wollte aber in den Urlaub eine leichte und möglichst kompakte Kameraausrüstung mitnehmen und dieses Kriterium erfüllt bei meinen Kameras eben die gute alte Fuji X-E3 zusammen mit einigen Fuji-Objektiven. In den Ferien habe ich nun wieder bemerkt, wie gut diese alte Eisen X-E3 immer noch ist. Ein Portrait-/leichtes Teleobjektiv fehlte mir aber noch für Fuji. Da ich diese Anwendung sonst mit dem Samyang abdecke, wird die neue Linse für das Fuji-System vermutlich nicht viel zum Einsatz kommen, also sollte sie auch nicht viel kosten. Da kam mir das Viltrox 85mm/F1,8 MkII gerade recht. Also kaufte ich es mir schnell entschlossen und ich habe es nicht bereut. Letzteres vermutlich auch, weil ich nicht die Erwartungen hatte, wie ich sie bei einem Original Fuji-/Nikon-/Sony- oder auch Sigma-Objektiv hätte. Aber das Viltrox liefert wirklich… Weiterlesen »

Rolf Carl

Thomas, wir sind uns wirklich ähnlich, denn auch ich setze mir jeweils ein vernünftiges Budget, das ich nicht überschreiten möchte, obwohl ich mir mehr leisten könnte. Im Urlaub leicht und kompakt unterwegs zu sein, ist auch mein Ziel, aber ich musste im letzten Urlaub im Simmental feststellen, dass in dieser Hinsicht noch Steigerungspotenzial besteht. Übrigens habe ich mir auch mal wie du kurz entschlossen vor dem Urlaub ein Objektiv gekauft, nämlich das AF-P 70-300 für DX, und ich habe es auch nicht bereut. Es kommt zwar nicht an die Topp-Objektive heran, aber die BQ ist wirklich sehr gut. Hast du übrigens schon mal versucht, die CAs mit DxO wegzukriegen? Müsste eigentlich klappen, oder wird das Objektiv noch nicht unterstützt? Eigentlich war ich ja totaler Fan von China, aber in letzter Zeit sind die Chinesen für meinen Geschmack etwas zu oft negativ aufgefallen. Dies ist auch der Grund, weshalb ich mich bei chinesischen Produkten im Moment etwas zurückhalte. Klar kann man China nicht mehr ausweichen, denn sie sind Zulieferer von vielen Teilen in verschiedensten Geräten und anderen Produkten. China ausweichen zu wollen, funktioniert auch deshalb nicht mehr, weil das Land Deutschland als Exportweltmeister schon vor Jahren abgelöst hat. Aber wie du… Weiterlesen »

Thomas Müller

Hallo Rolf, da stimme ich Dir absolut zu, ich dachte es mir auch schon des öfteren, dass wir ziemlich ähnlich ticken. Fotografie ist mir zwar ein wirklich wichtiges Hobby, trotzdem muss es für mich und meine Familie im Rahmen bleiben und zudem möchte ich nicht unvernünftiger als notwendig dafür Geld ausgeben. Es stehen ja auch ständig für die Familie weitere Ausgaben an, jeder hat seine Wünsche und jeder soll zum Zuge kommen. Ausserdem macht es auch Spass sich damit zu beschäftigen, was für einen innerhalb eines begrenzten Budgets die beste Wahl ist. Trifft man dann auf ein Schnäppchen, ist das eine zusätzliche Freude. Zumindest mir geht es so. Das Viltrox 85mm/F1,8 II für 299 Euro ist so ein Schnäppchen, wie ich immer mehr feststelle. Ich kann Dich in Bezug auf das 70-300mm DX sehr gut verstehen, für den Urlaub will man für alle Gelegenheiten gerüstet sein und trotzdem nicht ständig einen riesigen Kamerarucksack herumschleppen. Dann noch ein 17-50 oder -70mm/F2,8 und man ist mit nur zwei Objektiven für fast alles vorbereitet. Da sind solche Zooms ein guter Kompromiss. Ich war auch schon nahe dran mir ein Objektiv mit dieser Brennweite für Fuji zuzulegen. In diesem Urlaub habe ich aber mehr… Weiterlesen »

Steffen Schöwel

Da ich die Russen und Chinesen sehr mag , hoffe ich sehr das von dort auch bald mehr Objektive kommen.

joe

Wir kaufen nichts mehr von den Russen, zumindest hat das Frau Bärbock kategorisch ausgeschlossen! Vielleicht lässt sie bei Dir eine Ausnahme zu!

Andy

Ich denke, unser Geschäftsmodell neigt sich dem Ende entgegen. Keine billigen Rohstoffe, keine Fachkräfte und in der Bildung verlieren wir auch. Wenn sich da nichts ändert, werden wir wohl das Sonnendeck verlassen.

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