Ein 40er für jeden Tag und ein Zoom ohne Ballast: Die Entwickler verraten, worauf sie beim Verkleinern geachtet haben.
Panasonic hat zwei Entwickler-Interviews veröffentlicht, in denen die Ingenieure hinter dem Lumix S 40mm f/2 und dem Lumix S 24-60mm f/2.8 erklären, wie die beiden L-Mount-Objektive entstanden sind. Beide verfolgen dasselbe Ziel: kompakt und leicht zu bauen, ohne bei der Abbildung nachzugeben.
Eine Festbrennweite für den Alltag
Das Lumix S 40mm f/2 (UVP 399 Euro) ist nach Aussage des zuständigen Entwicklers aus seiner Vorliebe für die Schnappschuss-Fotografie entstanden. Er wollte ein Objektiv, das ihr jeden Tag mitnehmt und mit dem sich der Alltag leichter und freier festhalten lässt, abgestimmt auf die kompakte Lumix S9.
Mit rund 40,9 mm Länge und etwa 144 Gramm Gewicht bleibt die Festbrennweite klein. Den Filterdurchmesser hat Panasonic bei 62 mm gehalten, dem gleichen Wert wie beim Zoom Lumix S 18-40mm f/4.5-6.3. So lassen sich Filter und Zubehör zwischen beiden Objektiven teilen.
Die eigentliche Aufgabe lag laut Entwickler darin, 40 mm Brennweite und f/2 mit geringer Größe, guter Abbildung und einem vertretbaren Preis zu verbinden. Vor allem das Bokeh sollte trotz der kompakten Bauweise weich bleiben und nicht zu hart wirken.
Standardzoom als “Gesicht der Marke”
Beim Lumix S 24-60mm f/2.8 bezeichnet der Entwickler den lichtstarken Standardzoom als eine Art Aushängeschild jeder Marke. Statt am gewohnten 24-70-mm-Bereich festzuhalten, habe man überlegt, welcher Standardzoom heute wirklich gebraucht wird. Die Antwort war ein kompakteres, leichteres f/2.8-Zoom.

Gegenüber einem 24-70mm f/2.8 fällt das Objektiv rund 40 mm kürzer und etwa 400 g leichter aus. Es wiegt 544 Gramm bei 99,9 Millimetern Länge und nutzt einen 77-mm-Filter. Der Preis liegt bei 999 Euro (UVP).
Hybrid-Zoom und Kontrollring
Die kompaktere Bauweise kostet 10 mm Reichweite am langen Ende. Um das etwas abzufedern, empfiehlt der Entwickler den Hybrid-Zoom. Er verbindet optischen Zoom und Sensor-Crop und erweitert den Bildausschnitt auf kompatiblen Kameras bis zu 187mm. Auf die Gleichmäßigkeit des Zooms habe das Team dabei besonders geachtet. Zum ersten Mal in der S-Serie lässt sich der Fokusring als Kontrollring belegen, was vor allem bei Video hilft.
Beide Neuvorstellungen fügen sich in eine erkennbare Linie: Panasonic baut das L-Mount-Vollformat gezielt mit kompakten Optiken aus. Zusammen mit dem 40er hat der Hersteller auch eine aktualisierte Roadmap veröffentlicht, auf der noch eine Weitwinkel-Festbrennweite im Bereich 18 bis 24 mm sowie ein lichtstarkes Telezoom zwischen etwa 50 und 200 mm stehen.
Parallel dazu dünnt sich das ältere Sortiment für Micro Four Thirds aus – zuletzt hat Panasonic drei beliebte MFT-Objektive eingestellt. Habt ihr Erfahrungen mit einem der zwei oder gar beiden Objektiven?
via: L-Rumors


Das 24-60mm ist wirklich toll. Ich hatte es auf meiner letzten USA-Reise dabei und es rendert sehr schön, auch im Gegenlicht. Leider finde ich es trotz allem noch sehr klobig, da der Durchmesser so groß ist. Das Gewicht ist gut, aber es sieht eben optisch sehr massiv aus. Nichts für unauffällige Street-Fotografen oder so
So ein neuer Standardzoom wird für mich wahrscheinlich auch bald interessant.
Ich habe mir auch das aktuelle Sigma 24-70 f2.8 2. Version angeschaut. Das ist natürlich etwas größer und schwerer, aber grundlegend auch nicht so extrem viel. Besonders wenn man doch mal etwas ‘portraitartiges’ knipsen will, könnte ich mir die 70mm doch als praktisch vorstellen.
Ich muss als 2.8-2470DGDNii Besitzer sagen: ist ein tolles Sigma Teil. Aber 2460 mit nochmals 200g weniger ist ein Wort und hochinteressante, ich hätte es überlegt, wenn es dieses schon gegeben hätte. Das Sigma ist allerdings superrobust. Ich habe auch 85 u 135 in f1.4 von Sigma exzellent und das superleichtr 2,0 65er, alle tippitoppi, alle für Porträt-Serien, aber …
… vor 1 Jahr brachte mir ein Kollege das 2.0 75mm TTArtisan AF vorbei –> €180 –> Porträtlinse leicht, klein, günstig. Hab’ ich behalten 😉
Ich habe mal eine eine Porträt-Collage bei hartem Gegenlicht im Freien zu Auflösung bei Offenblende hinsichtlich Bokehverlauf, Auflösung verlinkt. Die obere Reihe ist Ausschnitts-äquivalent ca. 30×45, die untere Reihe ca. 42x63cm …
Man kann also die “eingesparten 200g und 200€” in eine “eine-Blende-mehr Porträtlinse” stecken und zahlt in Summe dann das Gleich wie beim 2470ii.
https://ibb.co/QsK4SG8
Ich halte den Unterschied von 60mm zu 70mm für relativ gering – der “Look” ist ähnlich. Wenn man richtige Tele-Kompression will, dann braucht man ohnehin ein 70-200 oder ähnliches dazu. Das 24-70 von Sigma ist natürlich trotzdem ein sehr interessantes Objektiv und wenn man wirklich nur mit einem Objektiv unterwegs sein will, dann können sich die 70mm eventuell doch lohnen. Alles in allem finde ich die 24-60mm-Lösung aber bedeutend interessanter um Gewicht zu sparen, als z. B. die 28-70/75-Lösungen von Sigma, Tamron und Canon, denn der 24mm Weitwinkel macht sehr viel aus. Zwischen 24 und 28mm liegt genau die Schwelle, dass der Weitwinkel richtig “dramatisch” wird.
👍
Ja, tolle Entwicklungen.
Ich besitze als Normalzooms, das Lumix 3.5-5.6/20-60, das Lumix 4/24-105 OIS und das Sigma 2.8/28-70.
Alles drei tolle und sehr gute Objektive, mit unterschiedlichen Einsatzzwecken.
Die Lumix- Objektive zeichnen sich dabei besonders durch ihr sehr gutes Gegenlichtverhalten bei gleichmäßiger Auflösung übers Bildfeld aus.
Das Sigma durch das schöne Bokeh und die Kompaktheit, aber mit Kontrastschwächen im Gegenlicht, sieht aber auch manchmal toll aus.
Nochmal vor die Wahl gestellt, würde ich das Lumix 24-60 statt des Sigma wählen.
Das 20-60 begeistert durch den Brennweitenbereich, die für die Größe und Preis erstaunliche Bildqualität.
Ergänzt u.a. durch die kleinen und sehr guten SIgma i- Series Objektive.
Wer nicht auf´s Vollformat verzichten möchte, es aber leicht und kompakt mag, ist bei L- Mount an der richtigen Adresse.
Ich verwende kaum noch meine MFT- Ausrüstung, seit ich die S9 besitze.
Zitat: “Das 20-60 begeistert durch den Brennweitenbereich, die für die Größe und Preis erstaunliche Bildqualität.”
Ich hatte mir meine 3 Lumixen (S5iien und eine S1Rii) ja immer als Sigma-Bundles bei Foto-Erhardt zusammengestellt und dadurch richtig Kohle gespart – in einem Bundle war “zusätzlich” das 20-60mm für “Umme” drin, was ich garnicht wollte – es fristet im Autokofferraum zu Unrecht ein absolutes Schattendarsein – vor einer Woche musste ich mir 1h in der Mittagshitze vertrödeln – kein Bock auf Schlepperei, da kam es mal zum Einsatz …
https://ibb.co/tV38QDy
Insgesamt eigentlich ein ganz nettes Teil und super flexibel (bei Sonnenschein 😉)
Da wird immer wieder über Canon gelästert, aber das 28-70/2.8 wiegt nur 490g, ist nur 9,2cm lang und kostet ab 811.- CHF.
😉 Verstehe ich nicht drjoe – hier meckert doch keiner!
Das Canon RF 28-70/2.8 ist ein schönes Teilchen, und ja das Sigma 2870/2.8 ist zwar 20g leichter und optisch ‘nen Ticken besser bewertet, aber dafür hat Canon seinen tollen IS spendiert und das ist echte Habenseite bei einer Immerdrauf-Linse, das Pana 2460/2.8 wiederum hat unten’rum mehr zu bieten bei 60g mehr – “unten’rum mehr” ist für die meisten hier immer gut … wobei 2060/3.5-5.6 des Guten zuviel ist, wenn es auch nur 355g auf die Waage bringt – und gegen Deine 1,43kg Wuchtbrumme 2870/2.0 kann sowieso keiner anstinken, nicht mal mein 2470/2.8 DGDNii mit halb so schlanken 744g 😉
Also, hier meckert keiner 😇
Es ging darum, dass Canons Objektiv Programm besser ist, als gemeinhin dargestellt und andere Firmen nicht zwingend besser sind. Es wird von einigen oft reflexartig negativ reagiert, wenn Canon irgendetwas Neues vorstellt.
Das stimmt und ist absolut verkehrt – Canon hat meiner Meinung nach die besten Universal-Cams (ergonomisch sowieso) und auch absolut fantastische Linsen, die halt bei L-Prime 10-20% zu teuer und >30% über Alternativen liegen – schade bleibt halt die Abschottung, denn manche Dritt-Linsen wären einfach wünschenswert. Seit dem Versuch eine eigene “mittlere” Linie, wie mit dem 1,2 45mm usw. zu etablieren, hat sich dieser Mangel allerdings auch relativiert. Canon macht einen sehr guten Job, kein Zweifel.
Der Vergleich hinkt aber auch ein wenig. Das Pana beginnt bei 24mm, das ist ein riesiger Unterschied im Weitwinkel. Das Canon hat eine Transportposition, betriebsbereit bei 28mm ist es dann 120 mm lang. In DE kosten die beiden Objektive ziemlich genau gleich viel, beide knapp 1000 €.