Canon rüstet sich für ein spannendes Duell im Filmmarkt: Mit einer neuen kompakten Cinema-EOS-Kamera im APS-C-Format will der Hersteller Sonys FX30-Reihe direkt entgegentreten.
Canon bereitet laut einem aktuellen Bericht von Canonrumors die Vorstellung einer neuen kompakten Cinema EOS-Kamera im APS-C-Format vor – als direkte Antwort auf Sonys erfolgreiche FX30. Nach mehreren Jahren Entwicklungszeit soll ein besonders schneller Sensor zum Einsatz kommen, dessen Auslesegeschwindigkeit sich an der der EOS R1 orientiert und damit deutliche Vorteile beim Rolling Shutter bieten könnte.
Mit diesem Modell scheint Canon außerdem das oft kritisierte „Cripple Hammer“-Image hinter sich lassen zu wollen: Statt künstlicher Beschränkungen rückt das Unternehmen nun eine Cinema-Performance ohne unnötige Limits in den Vordergrund.
Darüber hinaus gibt es Spekulationen, dass Canon seiner neuen kompakten Cinema EOS-Kamera einen neigbaren elektronischen Sucher spendieren könnte, ein Feature, das Sony mit der FX2 bereits salonfähig gemacht hat.
Auf der Wunschliste der Community stehen außerdem eine längere Akkulaufzeit sowie Dual-SD-Karten-Slots, ähnlich wie bei der Cinema EOS C80. Sollte sich das APS-C-Modell als Erfolg erweisen, halten Beobachter es für durchaus möglich, dass Canon als direkte Antwort auf Sonys FX2/FX3-Reihe den Schritt zu einer Vollformat-Variante wagt.
EOS R50 V als Einstieg in den Cinema-Vibes
Dabei hat Canon erst im Frühjahr 2025 die EOS R50 V (oben im Bild) vorgestellt, ein kompaktes APS-C-Modell, das klar auf Videoanwendungen zugeschnitten ist und preislich weit unterhalb eines Cinema-Systems angesiedelt ist.
Die kleine Hybridkamera bringt für ihre Klasse erstaunlich viel mit: 4K mit 60 fps, Zeitlupen- und Zeitrafferoptionen, Canon Log 3 für einen erweiterten Dynamikumfang sowie moderne Streaming-Funktionen. Mit ihrem handlichen Design, das sich auch für Vlogging eignet, positioniert sich die R50 V als Einstiegsmodell für Videokreative.
Sollten zukünftige Modelle konsequent auf dieser Basis aufbauen, bleibt die Frage offen, wie viel Cinema-DNA Canon in Zukunft auch in seine günstigeren APS-C-Kameras übertragen wird.
Wie seht ihr Canons Strategie? Reicht eine kompakte APS-C-Cinema-Kamera, um Sony ernsthaft Konkurrenz zu machen, oder braucht es zwingend ein Vollformat-Modell?


Obwohl nicht mein Thema – einige Bemerkungen dazu.
Bei Bewegtbildern sehe ich drei Anwendergruppen. Eine möchte alles unkompliziert, schnell mit jedem anderen sofort teilen. Die zweite bemüht sich daraus ein erfüllendes Hobby zu machen. Die dritte Gruppe sind die beruflichen Anwender.
Wo Canon dem Mitbewerber Sony Kunden abjagen möchte ist im lukrativen Hobbyisten Segment. Wie immer soll die verwendete neueste Technologie den Eindruck erwecken das es ohne sie unmöglich ist Videos zu erzeugen. Begleitend unterstützt wird das Vorhaben mit sorgsam kalkulierten Preisen. Viel Erfolg wünsche ich.
Wer zu spät kommt…Wer jetzt bei Sony ist wird nicht wechseln und die, die sowas brauchen sind meist schon mit Kameras zugedeckt.
Joe, damit hast du die Scheibe mittig getroffen, dem ist nichts hinzuzufügen!
Es gibt immer Neulinge, die gerade starten und beginnen. Gerade im Bereich Media Content gibt es immer wieder neue Firmen/ Unternehmen und gerade im Studium Bereich Medien/ Marketing/ Design ebenso. Die Hobbyisten sind hier noch nicht erwähnt und vllt auch Unternehmen, die mit Canon filmen und noch ne kleine Ergänzung brauchen, aber kein Zweitsystem aufbauen möchten… Von daher schon sinnvoll.
Wenigstens hat Canon im APS-C jetzt vernünftige Objektive dank Tamron und Sigma. Damit ist es für budgetbewusste Anwender sogar interessanter als das Vollformat-System.
Schöne neue Kamera 😃.