Canon Kameras

Canon: Vollformatsensor mit 63 Megapixeln geleakt

Canon hat bzw. hatte einen Vollformatsensor mit einer Auflösung von 63 Megapixeln in der Mache. Das zeigen geleakte Dokumente.

Neue EOS R mit hoher Auflösung

Dass Canon irgendwann in den nächsten Monaten eine neue High-Megapixel-Kamera auf den Markt bringen wird, gilt quasi als sicher. Die neue Kamera wird höchstwahrscheinlich der EOS R Reihe angehören und soll – so die letzten Gerüchte – irgendwann Ende 2019 oder Anfang 2020 vorgestellt werden.

Schon mit der EOS 5DS und 5DSR hatte Canon vor einigen Jahren unter Beweis gestellt, dass sie Kameras mit hochauflösenden Sensoren, die in Sachen Bildqualität und Details keine Wünsche übrig lassen sollen, anbieten möchten. Dieses Ziel verfolgt man auch weiterhin und es macht Sinn, das neue High-Megapixel-Flaggschiff in den spiegellosen Bereich zu verlegen. Nicht nur, weil sich der ganze Markt aktuell in Richtung DSLM entwickelt, sondern auch deshalb, weil Canon mit den neuen EOS R Objektiven in Sachen Bildqualität neue Maßstäbe zu setzen scheint (siehe zum Beispiel Artikel hier).

Canon Vollformatsensor mit 63 MP geleakt

Zuletzt war man davon ausgegangen, dass die neue High-Megapixel-Kamera mit einem Vollformatsensor und einer Auflösung von ungefähr 70 Megapixeln arbeiten wird. Passend dazu ist kürzlich ein bisher unbekannter Vollformatsensor von Canon geleakt worden, der mit einer Auflösung von 63 Megapixeln arbeitet.

Natürlich könnte man schnell vermuten, dass das der Sensor für das neue EOS R Flaggschiff werden soll. Und das ist grundsätzlich auch denkbar, doch wenn man sich die geleakten Dokumente etwas genauer anschaut, dann kommen berechtigte Zweifel auf. Denn die dort aufgeführten technischen Daten sind teilweise, sagen wir… nicht unbedingt zeitgemäß. Ein Dynamikumfang auf Niveau der 6D Mark II oder eine Serienbildgeschwindigkeit von 5,2 fps bei 12 Bit und umgerechnet etwa 1,3 fps bei 14 Bit sein im Jahr 2019 einfach zu wenig, wie die Kollegen von Canonnews richtig anmerken.

Dementsprechend scheint es möglich zu sein, dass Canon den Sensor bereits vor einiger Zeit entwickelt und die Entwicklung dann auf Eis gelegt hat. Alternativ könnten natürlich auch die Dokumente an sich unecht bzw. mit falschen Informationen gespickt sein.

Fazit: Es gibt wahrscheinlich einen 63-Megapixel-Sensor von Canon, aber wirklich weiter bringt uns das aktuell nicht. Denn es ist nicht unbedingt wahrscheinlich, dass es sich bei diesem Sensor um den Sensor der neuen EOS R handelt.

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

43 Kommentare

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  • wenn Canon etwas derzeit vermutlich eher nicht braucht – ist es eine EOS R mit 63 MP zum befürchteten Preis jenseits 4000€.
    Aber ich kann mich täuschen und alle rennen hin und kaufen – außer mir.
    Für mich brächte Canon eher eine rasante EOS RSS mit maximal 40 MP – die mal nicht ausgebremst ist und unter 3000€ bleibt – aber die traue ich Canon kaum noch zu.
    Auch Ex-Weltmeister Canon wird wohl drei Generationen brauchen um etwas Stimmiges heraus zu bringen – wenn es dann noch einen Markt gibt.
    Das ist böse – aber Canon hat mich jetzt auch jahrelang mit Kameras böse hintergangen 🙂
    Also bitte nicht zu ernst nehmen – ich bin eh kein Fan von Markennahmen und treu war ich noch nie.

    • Canon zerlegt sich selbst, in einem ohnehin schwierigen Markt. Ich habe mir das Drama ein paar Jahre angesehen, gebe die Hoffnung aber mittlerweile auf. Die Firmenpolitik zeigt eindeutig, dass ihnen rein gar nichts am Herzen liegt, was sich der Kunde wünscht. Ich frage mich immer noch, wie sie je die 6D entwickeln konnten. Zu der Zeit war das ein unerwartet innovativer Schritt dieser Firma! Seit dem geht es kontinuierlich bergab und die 6D Mark II ist meiner Meinung nach eine Zumutung! Nicht weil sie nicht ein paar wirklich gute Verbesserungen hätte, sondern weil sie absichtlich die Performance ausbremsen, nur um einen künstlichen Abstand zur 5D Mark4 aufzubauen. Diese Strategie sieht man nicht nur bei den technischen Daten, sondern auch bei dem was mit der Kamerasoftware möglich ist oder eben auch nicht! Mit dem nächsten Kamerakauf steht daher leider auch ein Systemwechsel an.

      • Marco: Einesteils muss ich dir Recht geben und es nervt mich auch ein wenig, dass Canon immer kleine Spitzfindigkeiten einbaut, um ihre alten Kameras immer noch interessant zu halten und teuer verkaufen zu können.

        Aber zweitens, Abstand zur 5D4 hat ja die R nun außer dem fehlenden Kartenslot nicht wirklich. Ich habe schon von Profifotografen gehört, die ihre 5D4 verkauft haben und sich sogar 2x die EOS R geholt haben.

        Komischerweise wird bei Sony immer erwähnt wie toll man Schatten aufhellen kann, wenn das ganze aber mal andersrum gehn soll und man Lichter abdunkeln will, sieht Sony bei EV-5 auch ziemlich alt aus:
        https://youtu.be/v2Rpg6Xb-Ek?t=120

  • Fazit, nein, ich brauche weder eine EOS R noch eine EOS DSLR bzw. R mit 63 Megapixeln,…

    Mir reicht ein Top-Autofokus, perfekter Dynamikumfang, 2 Speichermedien, geringes Gewicht,… etwas mit Spiegel,… und perfekte Zuverlässigkeit.

  • Wenn schon, denn schon…

    dann gleich Mittelformat. Die neue Fuji GFX100 wird die erste Spiegellose 100 Megapixel Mittelformat Kamera mit Sensor IBIS. Sie kann 4K Video 30p 10bit, sie ist Wetterfest, hat einen Hochformat Griff und Größe/Gewicht entsprechen der eines DSLR Boliden.

    Also warum soll ich mich mit einer Vollformat herum schlagen wenn es um pure Leistung geht.

    Echte „Sport“ Kameras werden weder die neue Sony A9-ll noch die Canon EOS 63 Megapixel Kamera werden, sie sind für andere Anwendungen bebaut.

    Für mich also völlig uninteressante Geräte, weil meine Motive haben es nicht eilig!

    • Darf ich mal nachfragen…
      Warum ist eine 9 für dich keine echte Sportkamera?
      Ich wüsste – abgesehen vom nativen Objektivangebot – keine andere Kamera, die für Sport u Bewegung das leistet – in so guter Qualität – was die 9 leistet. 1DX und D5 können an ihrem Spiegel, auch die X-T3 kann da am kleinen Sensor, scheitern.

      Und bisher ist auch eine Fuji GFX sehr limitiert – durch die sinnvoll nutzbaren Objektive!
      Makro- und Super-Tele und Super-Weitwinkel-Fotografie verbieten sich doch praktisch durch Kosten und Materialaufwand und andere Beschränkungen.
      Also ein Universalist war MF nie und wird es nie werden.
      Das Zeug dazu hätte eher mFT oder eben für die extremen Quali-Fans – die sich unterscheiden wollen – KB-Vollformat.
      MF wird auch nie so schnell und leistungsstark werden können – abgesehen von ein bisschen mehr Farbtiefe, Dynamik und mehr Platz für Licht. Fuji macht das alles toll, aber es ist gemessen an meinen Erfahrungen mit Linhof, Pentax 67 u 645 doch nur ein bischen mehr und kein deutlicher Sprung wie früher. Klar reißen Klasse Objektive am MF einiges raus – aber eben nicht alles, nicht immer.

      • Servus Cat,

        kein Mensch bestreitet das die Sony A9 eine gute Kamera ist, die Nachfolger Modelle A9-ll und die EOS R-63 werden sicher noch besser sein.

        Die Grenzen des Einsatzzweckes verschieben sich zunehmend in Richtung Allrounder. Für mich teilt sich die Fotografie in verschiedene Sparten: Fachkamera, Mittelformat, Vollformat und eben kleinere Sensoren. Dazu kommen die unterschiedlichen Anforderungen die erfüllt werden sollen. „Sport“ hat dabei einen eher geringeren Anteil.

        Zu diesem Thema habe ich einen Artikel gelesen in dem publiziert wurde das intensiv an der Bildgewinnung aus dem professionell aufgezeichneten Videomaterial gearbeitet würde. Es wird wohl zukünftig keine Sportfotografen mehr am Spielfeldrand geben.

        Nach einem Golf Turnier hatte ich das Vergnügen Bilder die mit einer Panasonic G9 und der 6k Fotofunktion gemacht wurden anzusehen. Der Spieler und sein Abschlag einschließlich startender Golfball, alles vom Allerfeinsten! Wenn man dabei noch den Kostenfaktor berücksichtigt, Kamera und Objektiv für diesen Zweck gerade mal 3.000,- Euro, dann frage ich mich ob sich Vollformat bei den momentan erzielbaren Honoraren überhaupt noch rechnet.

        Mag sein das die modernste Technik im Vollformat für wenige ein absolutes „Muss“ ist. Wie lange sich die Produkte (Bilder davon) noch Gewinn bringend verkaufen lassen ist für den Erfolg der Systeme ausschlaggebend.

        Ich spreche nur für mich wenn ich sage das mir Vollformat zu wenig bringt. Es hat weder einen Größen/Gewichtsvorteil noch sind die Objektive die ich verwende wirklich preiswerter oder leichter. Ob ich für meine Ausrüstung 12 oder 15 Tausend Euro ausgeben muss macht das Kraut auch nicht fetter! Das habe ich mit meiner Überschrift „Wenn schon, denn schon“ zum Ausdruck bringen wollen.

      • Das mit der Foto aus Video Sache mag stimmen, allerdings bezweifle ich dass es in den nächsten Jahren derart schnell vom Spielfeldrand möglich ist, da die einzelnen Segmente zu entnehmen und dann schnell an die jeweilige Agentur zu schicken.
        Da braucht man einfach eine Kamera die ein Bild macht und dieses ist da Adhoc verwendbar.

    • Was soll eine A9 II werden außer eine echte Sportkamera? Klar wird sie auch ein Allrounder sein, da sie eben nicht übermäßig hoch auflöst und auch sonst alles bieten wird. Der eigentliche Allrounder im Sony Programm ist die A7 III.

      Evtl. verwechselst Du hier auch was, da ja auch immer mal wieder über eine 9R spekuliert wurde.

  • Ha, da muss ich wieder rann! als ich 63MP gelesen habe, Freude! weil ich mir dann die günstige 24MP Kaufen kann. versteht das jemand? Nun, ich denke wenn das Spitzenmodell 63MP und sonst alles hat, 4-5000,00 € kostet, gibt es dem Hersteller die Möglichkeit eine 24 MP wesentlich günstiger, unter 2000,00 € anzubieten ohne sein Gesicht zu verlieren.
    Aber halt! Ich als Hobbyist, war nun wieder mit meiner 6D erstes Modell unterwegs im Urlaub. Wunderschöne hochwertige Fotos mit 20MP. Der Entschluss steht fest, wenn ich wechsle dann in APS-C, ich will weniger schleppen. 20-24 MP sind OK für mich.
    Auch gab es eine Situation in welcher ein “ Mensch“ mit fotografiert wurde, als er das Rohr( Optik) sah das ich auf die Szene hielt wurde Ihm sichtlich unwohl. Kleiner leichter mit ähnlicher Qualität ist das Ziel.

    • Was soll der ganze Quatsch mit dem Gewicht?

      Im Urlaub habe ich fast immer eine 6D mit dem 17-40 und dem 100 Macro mit, reicht für 95% aller Aufnahmen ganz locker aus und ist wirklich leicht, komplett 2.380 Gramm.

      Wer dass nicht mehr stemmen kann, der sollte nur noch mit Handy fotogafieren.

      Ach ja, gute Bilder macht die Kamera auch noch!

      • …wenn man am Strandboulevard dahinschlendert oder in Schicki-Micki-Diskos sich zeigt, mag das stimmen. Wenn man die Alpen per Pedes überquert oder Sizilien umrundet, redet man ganz anders und lässt in Foren nicht mehr den Larry raushängen….

      • Uuuiii, Ze`ev, Du bist ja ein ganz harter Kenner der Szene, Hut ab.

        Kannst anhand meiner Ausrüstung meine Urlaubsgewohnheiten erkennen, Du solltest unbedingt im Fernsehen auftreten.

  • Je größer der Sensor, desto zahlreicher werden die Probleme. Das Gleiche gilt für die Zahl der Megapixel. Überspitzt gesagt, z.B. eine Kamera, mit der man Spiegeleier kochen kann oder näher an den Gegebenheiten, Kameras, die dauernd stoppen wegen Überhitzung.
    Wenn Canon das Rolling Shutter Problem löst, hätten sie eine neues gewichtiges Argument.
    Wenn IBIS weiterhin fehlt und Bedienfunktionalitäten weiterhin nicht nach den Wünschen des Benutzers sind, könnte es ein Nullsummenspiel werden.

  • Also ich würde mich über 63MP für Landschaftsfotos freuen, aber nur dann, wenn die Kamera wirklich besser als die bereits – meiner Meinung nach – sehr gute 5DMkIV ist. Die Frage ist aber, ob Canon schon soweit ist und ob die neue Sensorgeneration mit Sony mithalten kann – also auf dem Papier, denn das ist für viele wichtiger als die Praxis. Denn wenn man ehrlich zu sich selbst ist, braucht es für die meisten von uns keine neue Kamerageneration.

  • Was das Zeug wirklich wert ist…..

    Mir ist das neue Media Markt Prospekt ins Haus geflattert welches mich schockiert hat. Da wird die Canon EOS 4000 mit Kit Objektiv, Tasche und Speicherkarte für 199,- Euro angeboten.

    Canon und Media Markt wird dabei auch noch einen Euro verdienen, nehme ich einmal an.

    Mag sein das es einfachste Technik ist, aber gute Bilder wird das Teil bestimmt liefern. Mich würde interessieren mit welchem Volumen da gerechnet wird.

    Am oberen Ende der Fahnenstange soll eine EOS R mit 63 Megapixel für das Image sorgen. Was die wohl in der Herstellung kostet? Sicher keine 500 Euro, der Rest ist satter Umsatz vor Steuer.

    Die 500 Euro sind von mir nicht ganz ernst gemeint, als Ausgangspunkt am Stammtisch aber sehr wirksam.

    • Hallo Alfred!
      Nur mal so zum Vergleich: ein Mittelklasse-Auto kostet in der Produktion so ca. 4.500 € und wird dann zum Listenpreis von etwa 25-30.000 angeboten. Die Hersteller sagen, das sei nicht nur Verdienst sondern auch Rücklage
      für eventuelle Rückrufaktionen. Glauben wir das?

      • Hallo Matthias, diese Aussage stimmt nicht!

        Neben reinen Materialkosten muss man Produktion, Entwicklung, Verwaltung und Vertrieb dazurechnen. Dann noch die Logistik und die Vorratshaltung von Ersatzteilen, Garantieleistungen etc.

        VW verdient pro PKW 395,-, Porsche ca. 15.600,-, Ford 1.650,- …

        Die reinen Herstellungskosten einer Canon 6D II liegen bei ca. 400,- + s.o. bei PKW

      • @Stephan
        Vor ca. 8 Jahren habe ich bei einer Fachveranstaltung zum Energiesparauto mit Teilnehmern fast aller deutschen Autohersteller fotografiert. Auto leichter bauen durch Einsatz von Alu, Kunststoff usw, um den Spritverbrauch zu senken. Gegen Ende kam dann die Kostenrechnung, wieviel so ein Auto gegenüber
        konventionellen Produktionen mehr kosten würde: € 9 und ein paar Cent. Das war dann ein Gehtgarnich
        bei allen Zuhörern. Viel zu teuer! Denn wir rechnen ja 9 x X Millionen Einheiten. Also die 4500 € sind eine
        Annäherung. Dann schau mal bitte auf die VK-Preise im benachbarten europäischen Ausland. Und die Kamerahersteller Kalkulieren genauso. Nikon d850 Anfangspreis € 3.800, in den USA 3.300 Dollar.
        So geht Wirtschaft :-))

      • Waren das nur die reinen Produktionskosten? Oder sind da Entwicklungskosten, Personal, Betriebskosten der Werke, Marketing / Werbung und was es sonst noch gibt mit drin?

      • Hallo Stephan,
        entscheidend sind die Stückzahlen, wobei natürlich Entwicklungskosten usw auch kalkuliert werden.
        Aber heute baut man nach Basisplattformen. Citroen C1, Peugeot 10irgendwas und Aygo sind von einer Bandstrasse gelaufen. Anderes Beispiel: Scheibenbremsen hinten. Sicherheit über alles (Marketing)! Schöner Nebeneffekt dabei : Scheibenbremsen sind deutlich preisgünstiger als Trommelbremsen…
        to be continued…
        Aber um wieder in dieses Forum zurückzukehren: auch Autos haben ja schon eingebaute Rückfahrkameras…

      • @ Stephan KI
        es steht ja bei Matthias „Produktionskosten“. Ich kann die Zahlen bestätigen – bei Mercedes ist das Verhältnis noch krasser. Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Entwicklung eines neuen Autos inklusive Produktionsstätte locker 1MRD kosten kann, die ja auf die Stückzahlen umgelegt werden müssen. Deswegen gehen ja mehr und mehr Hersteller auf Modulbauweise, Gleichteile und auf möglichst einheitliche Plattformen über – siehe z.B. Volkswagen, da klappt das doch hervorragend mit Skoda, Audi, VW, Seat und selbst der Bentley ist eigentlich nichts anderes als ein Phaeton und Lamborghini eigentlich ein Audi! Wo überall Golf und Passat drinsteckt brauchen gar nicht reden.
        Denke das ist in der Kameraindustrie ähnlich, weshalb Canon halt versucht so viele Nischen wie möglich zu belegen. Übrigens, in den 199.-€ steckt ja noch die Mehrwertsteuer, also da verdient Media Markt ein bisschen und Canon Null, wenn sie nicht sogar Miese machen.

      • Canon hat seine Quartalszahlen veröffentlicht und wieder weint man rum das die Absatzzahlen bei Einsteiger DSLR Kameras und 0815 Knipsen massiv eingebrochen sei. Hallo Canon stellt uns noch mehr solche Produkte vor die keiner kauft, auch nicht für 199€ !
        Wann setzt bei dieser Firma das Umdenken ein „Klasse statt Masse“ den meisten dürfte es ziemlich Latte sein wer die Nr 1 in der Fotobranche ist.
        Wenn sich die M50 gut verkauft dann baut lieber das M System weiter aus bevor ihr uns binnen 12 Monaten 4 Einsteiger DSLR vorstellt die dann in den Regalen verstauben.
        Canon ist für mich die einzige Firma die momentan planlos durch die Fotowelt eiert, macht endlich Schluss mit euren alten Zöpfen. Mag nicht wissen wie viele Kunden Canon an Sony verloren hat 🤔

      • Hallo Mirko,
        ob Canon tatsächlich planlos durch die Fotowelt eiert, lasse ich mal dahingestellt. Bei einem Unternehmen mit dieser Erfahrung in der eigenen Branche, wie Canon, kann ich mir das kaum vorstellen. Ich vermute eher, Canon ist von der Marktentwicklung hinsichtlich der DSLMs und vor allem von den technischen Entwicklungen bei Sony kalt erwischt worden und versucht momentan gerade das Ruder herumzureissen. Wir erleben nun die Phase der Neuorientierung, die noch nicht abgeschlossen ist bzw gerade erst begonnen hat und Aussenstehende wie ein Herumeiern erscheinen kann. Canon versucht den Sensor-Vorsprung von Sony aufzuholen, was aber nicht in kurzer Zeit möglich ist. Canon sieht ganz offensichtlich wie andere Hersteller auch, die eigene finanzielle Zukunft vor allem bei „ernsthaften“ Fotografen, die man in den lukrativen VF-Bereich locken will, wenn sie nicht schon dort sind.

        Ich habe gelesen, dass Canon bereits schon seit Jahren das R&D Budget für Fotokameras massiv zusammengespart hat, was vermutlich der Grund dafür ist, dass man momentan vor allem im DSLM-VF Bereich entwickelt und das M System nur halbherzig mitlaufen lässt. Canon wird davon ausgehen, dass der typische M Kunde lediglich einen Body kauft und mit maximal 2-3 Zooms seine fotografischen Ansprüche abgedeckt hat. In meinem Bekannten-/Verwandtenkreis kenne ich einige Beispiele, denen Smartphones nicht ausreichen, die aber auch keinerlei Interesse an lichtstarken Festbrennweiten haben. Es geht nur um ein kompaktes Kamerasystem und um den abgedeckten Zoombereich, man fotografiert sowieso im Automatik- oder Motivmodus. Für diese Kunden ist das M System in der momentanen Form völlig ausreichend und ideal. Anderen hingegen, wie es beispielsweise bei mir der Fall ist, hätte sich auch die Anschaffung einer M-Kamera vorstellen können, wenn man nicht bei der Auswahl „nativer“ Objektive beschränkt wäre und das Gefühl nicht los wird, möglicherweise auf ein totes Pferd zu setzen.

      • noch eine kleine Ergänzung:
        Ich sehe es wie Du, Mirko, das bereits bestehende M System mit vor allem der erfolgreichen M50 wäre eine gute Basis, um auch weitere Kunden gewinnen und bestehende Canon-Kunden vor einer Abwanderung abzuhalten. Ich selbst wäre so ein Fall gewesen, bin aber nun für APS-C bei Fuji gelandet. Ich verstehe zwar, warum Canon meint, momentan massiv NUR in das R-Bajonett investieren zu müssen, finde diese Entscheidung aber falsch und befürchte, dass selbst ein gutes R System alleine, Canons Problem nicht lösen würde/wird. Genauso wenig, wie es Canon auf Dauer helfen wird, viele 200 – 400 Euro DSLRs zu verkaufen, wenn diese Kunden in wenigen Jahren bei Canon im DSLM Bereich keine sie ansprechenden Produkte finden, mit denen sie die nächsten „höheren“ fotografischen Schritte vornehmen können. Canons viele und in kurzer Reihenfolge auf den Markt geworfene Einsteiger-DSLRs sind wohl nichts anderes als Resteverwertung bestehender Technologie, die immer wieder neu aufgekocht wird und deshalb günstig angeboten werden kann. Kurzfristig bringen diese DSLR Kunden Umsatz, sie sind aber als Kunden für Canon auf Dauer auch wieder verloren, wenn man nicht bald ein bezahlbares DSLM-Komplettprogramm, insbesondere im APS-C Format, anbietet, so wie es das M System sein könnte.

      • Servus Thomas,
        eiskalt erwischt von Sony ? Nein, ich sehe es als schleichenden Prozess an den Canon einfach ignoriert hat und jetzt aus dem Weinen nicht mehr raus kommt. Eine genaue Analyse von Canon wird man nicht zu hören bekommen aber ich vermute Canon hat auch einen „starken“ Schwund bei Bestandskunden, es sind einfach zu viele Baustellen die Canon nun auf einmal bedienen muss. Die M Serie war für mich beim Wiedereinstieg in die Fotografie total uninteressant, Grund die laue Auswahl an Objektiven (bis heute) Dann gibt es noch Kunden die genervt auf Nachfolger ihrer DSLR Kameras warten und mit Gerüchten an der Stange gehalten werden, wie lange noch ?
        Ich sehe Canon in einer ähnlichen Situation wie die alten großen Autobauer GM & Ford, ich nehme einen Opel stecke diesen in einen SAAB und verkaufe diesen zu gepfefferten Preisen ging ziemlich in die Hose, gleiches für Jaguar und Volvo. Gerade Jaguar und Volvo sind ja Dank neuer „Besitzer“ wieder aufgeblüht.
        In meinen Augen würde Canon eine „Verjüngungskur“ auch gut tun, der Markt ist einfach nicht mehr da um so weiter machen zu können wie bisher und mich persönlich nervt es schon langsam immer diese negativen Marktanalysen von Canon hören zu müssen, haben sich letztendlich ja selber da rein manövriert.
        Wie sagt Audi „Vorsprung durch Technik“ 😉

      • Hallo Thomas, hallo Mirko

        ihr habt die momentane Situation sehr gut getroffen und beschrieben. Es ist ja nicht so das Sony im schrumpfenden Markt davon großartig profitieren würde, sie haben zur Zeit einfach das besser angepasste Sortiment für den Massenmarkt und deswegen etwas bessere Zahlen.

        Die andere Alternative führen Olympus und Fuji vor. Sie haben ihre Marktanalysen gemacht und halten sich aus dem überhitzten Vollformat Getöse geschickt heraus. Es ist nicht zu erwarten das im VF die Stückzahlen insgesamt steigen werden. Die wenigen übrig gebliebenen Kunden werden auf vier Anbieter verteilt. Ob das für jeden Hersteller reichen wird?

        Der eigentliche Grund für den Einbruch in der Fotoindustrie wurde noch gar nicht angesprochen. Das ist der andere Umgang mit Bild/Video Dateien durch den Anwender/Kunden. Die Bilder sind irgendwo gespeichert, werden geteilt und mit etwas Glück auch mal für ein Album ausgedruckt oder am 4k Fernseher gezeigt. Brauche ich für diese Art der Nutzung hochwertige Ausrüstungen? Daran wird auch modernste Kamera Technik nichts ändern.

        Hobby und Beruf (Fotografie) sind etwas anderes, da wird jeder von uns zustimmen müssen. Uns kann das Bild nicht gut genug sein, aber sind wir eine genügende Anzahl an Kunden das es für die Industrie reichen wird?

      • Hallo Alfred,
        genau Fuji & Olympus haben ihre Marktanalyse gemacht, sie halten sich nicht nur bei FF Kameras raus sondern auch bei den Kompaktkameras. Eine Edelkompakte, eine normale Kompakte und eine Outdoorkompakte, reicht und die Nachfrage wird befriedigt. Hatte letztens mal die Bridgekamera von Nikon in der Hand (P1000 oder wie die heißt) ich dachte ich hätte ein Stück Blei (Gewicht) in den Händen und die würde ich nicht einmal geschenkt, auf eine Reise durch die Natur, mitnehmen wollen.
        Viele wiegen sich bei Canon auch in Unsicherheit, kommt eine APS-C „R“ oder wird „M“ weiter ausgebaut und ist somit „Zukunftssicher“ Ein klares Statement von Canon wäre da sehr hilfreich und besser als dieses ewige „Gemunkel“ über eventuelle Kameras und Sensoren.
        Fujis XH1 wurde auch nicht so angenommen wie erhofft, auf der einen Seite liegt es an den (noch) fehlenden „Sportobjektiven“ auf der anderen Seite sind viele froh was „Kompaktes“ in den Händen halten zu dürfen und dies trotz lichtstarker Objektive (gleiches bei mFT) und verstehe nicht warum Canon die M Serie diesbezüglich so stark beschneidet. Es bringt ja auch nicht wirklich viel wenn man eine FF Kamera an den Mann/Frau bringt und dieser dann aber die Objektive bei Sigma kauft und Sigma hat seine Hausaufgaben gemacht, vielleicht überlässt Canon diesen Markt bei der M Serie auch noch Sigma 🤔

      • @ Thomas Müller

        Ich sehe das auch so wie Du, Canon versucht den Vorsprung von Sony in der Sensortechnik aufzuholen, gelingt das nicht in den nächsten 2 bis 3 Jahren könnte ich mir sogar vorstellen, dass Canon ganz aus dem traditionellen Fotogeschäft aussteigt und sich auf andere Geschäftsfelder konzentriert. Ich gehe davon aus, dass in 10 Jahren nur noch eine kleine Minderheit einen konventionellen Fotoapparat besitzen wird, weil bis dahin die Technologie im Smartphone Bereich so weit sein wird, dass es schlichtweg für 99,5% völlig ausreicht mit dem Smartphone zu fotografieren. Einen 50% Rückgang wie ihn Canon prognostiziert hat sehe ich als optimistische Variante an!

        https://www.oppo.com/en/smartphone-reno-5g/
        Schaut euch mal die Bilder an, das kriegen wir mit unseren Boliden auch nicht besser hin!

      • Hallo joe,

        danke für den Link. Wenn wir uns anstrengen bekommen wir das hin, aber welchen technischen und finanziellen Aufwand müssen wir dafür betrieben? Für das bisschen besseres Ergebnis wenn wir aus der Bilddatei ein 90×120 cm Poster machen würden.

        Es ist nur eine Frage von wenigen Monaten bis uns die nächste Smartphone Generation auf die Pelle rückt.

        joe, du rückst uns „Foto Verrückten“ den Kopf zurecht. Wir wollen die Zukunft genau so wenig sehen wie die Foto Industrie. Der Vollformat Hyphe ist wohl das letzte Aufbäumen von uns Dinosauriern. Mag sein das die Bildqualität sogar viel besser als alles bisher da gewesene ist, aber das muss der Kunde sich leisten können und vor allem Dingen auch leisten wollen.

        Der Umgang mit dem Bild/Video Material hat sich so gravierend geändert das es nur noch wenige Nutzer geben wird die Mittel- und Vollformat wirklich benötigen.

        Alle Kamera Hersteller sehen gerade dem letzten Zug hinterher der den Bahnhof verlassen hat. Wie das ausgehen wird? Ich wage keine Prognose!

      • ….hier wird ja ein Trübsal geblasen, im übrigen ….auch die Verkaufszahlen von Smartphone‘s sind rückläufig und der Zenit wurde überschritten.
        Canon muss sich nur den neuen Situationen anpassen und wenn sie eben ihr Sortiment um 50% ausdünnen müssen dann ist es eben so, das Leben geht weiter 📸

      • Hallo joe,
        was Canon uns seine Zukunft betrifft, sind wir ja gleicher Auffassung. Die Entwicklung des Kameramarkts sehe ich aber nicht ganz so pessimistisch wie Du. Sicherlich wird er aufgrund der Entwicklung der Smartphonekameras weiterhin schrumpfen. Bisher ist allerdings unberücksichtigt geblieben, daß man bereits seit vielen Jahren Aufnahmen in ähnlicher Qualität wie zeitgleich angebotene DSLRs mit guten Kompaktkameras hinbekommen hatte. Diese Kompaktkameras kosteten dabei weit weniger, als die heutigen Top-Smartphones, deren Fotos wir hier diskutieren und konnten bei geeigneten Motiven auch Ergebnisse liefern, die nur schwer von jenen der „Boliden“ zu unterscheiden waren. Die hatten sogar echte Zoomobjektive und nicht die Hilfskonstruktionen der aktuellen Smartphones. Videos konnte beispielsweise meine damalige TZ71 besser als viele der zeitgleich angebotenen DSLRs. Trotzdem brach der DSLR-Markt wegen diesen Kompaktkameras nicht zusammen. Ganz zu schweigen von der Handhabungsunterschiede zwischen DSLMs/DSLRs und Smartphones, der wohl auch in Zukunft bestehen bleiben wird. Ja Du hast schon recht, vielen, sehr vielen, wird das gerechnete und AI-ergänzte künstliche Bild eines künftigen Smartphones ausreichen. Ob aber der Anteil jener, denen das nicht reicht, die auch Spaß am selbst gestalten haben, die Sport- und Wildlife fotografieren wollen, die schnell und einfach eine Kamera einstellen wollen um auf geänderte Umgebungsbedingungen sofort reagieren zu können und die es interessiert, was man an einer Kamera einstellen muss, um bestimmte Effekte zu erzielen, nun wegen den Smartphones derart drastisch sinken wird, bezweifle ich deshalb (noch). Ein aktuelles schönes (natürlich nicht repräsentatives) Beispiel aus meiner Verwandtschaft stützt mich in dieser Hoffnung, mein 10-jähriger Neffe wünscht sich von mir nun eine „Kamera mit Objektiven“, wie ich sie habe und fragt nach Foto-Unterricht von mir nach, ums Fotografieren zu erlernen. Ist doch Fotografenehrensache, dass ich das unterstützen werde. Wenn alles gut läuft, werde ich somit gleich mindestens zwei Jungs (einer meiner Zwillinge hat den „Virus“ auch schon, den anderen krieg´ ich noch dazu) als Hobbyfotograf-Nachfolger haben. Wenn jeder der derzeitigen DSLM/DSLR-Eigentümer meine Quote schaffen würde, stünde es um die Zukunft der Fotoindustrie blendend 😉 . Ich finde, ich hätte die Ehrenmedaille in Gold der Fotoindustrie verdient 😉

      • @ Thomas Müller und Alfred

        ich wünsche mir nichts mehr, als dass ich mich irre und meine Prognose absolut falsch ist, aber noch befürchte ich, dass sie leider wahr werden wird.

    • Die EOS 4000D ist ein reines Plasikgehäuse, wo ausschliesslich Alttechnik verbaut ist. Aber die Kunden gehen nun mal nach dem Preis und nehmen. 200€ sind ein Mitnahmepreis und die meisten Käufer von den Dingern bleiben nicht bei der Fotografie. Also schnell gekauft, probiert, bei einer Feier oder Urlaub noch mal verwendet und dann in den Schrank damit.

  • … darauf hat die Welt gewartet. 63 MP, ohne geht praktisch nimmer. wer im PS richtig schärfen und Detail herausarbeiten kann, der kackt auf dieses moderne zeugs. die 5d mark iii welche ich hab ist eine Maschine auf die man sich verlassen kann, ohne großen schnick schnack. der markt ist langsam an einem punkt wo die meisten cams top Auflösung haben und so gut wie kein rauschen mehr im high iso. schade dass sich die meisten mehr Gedanken über Auflösung machen als um schöne bilder…

    • Marius,
      ich habe von der 5DMkIII auf die 5D MKIV gewechselt, natürlich kann man mit der 5DIII und sogar mit meiner 5DII hervorragende Bilder machen, aber mit der Mark IV werden sie einfach einen tacken besser, wobei du natürlich recht hast, wenn das Motiv nicht stimmt, dann nützt die beste Kamera nichts.
      Ich würde mir eine Kamera mit 63 oder mehr MP kaufen, sofern sie insgesamt besser sein müsste als das was ich bisher habe. Da ich sehr viele Landschaftsaufnahmen mache und öfters auch Ausschnitte rausziehe bin ich um jedes MP mehr dankbar, aber das alleine reicht natürlich nicht.

    • …sagt ja auch manch ein Leica Anwender das die Modelle mit den alten Kodak Sensoren mehr einen analogen Touch erzeugten als die jetzigen von ???

      • Bin vom Output der Leica S2 echt begeistert. Sie hat noch einen Kodak CCD verbaut. Die Farben unterscheiden sich definitiv von denen einer Leica SL. Durfte auch schon mit dem Nachfolger der Leica S (mit CMOS) arbeiten, hier sind ebenfalls Unterschiede in den Farben festzustellen.