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DJI Vollformat-Kamera: Warum sie möglich wäre – und dennoch unwahrscheinlich ist

DJI besitzt die Technik und das Know-how für eine Vollformatkamera – doch der große Schritt in den Kamera-Markt bleibt aus. Was steckt dahinter?

Seit langer Zeit geistert immer wieder das Gerücht herum, DJI arbeite an einer vollformatigen spiegellosen Systemkamera. Auch wir haben schon öfter darüber berichtet, zum Beispiel Mark in diesem Artikel. Es liegen angeblich auch Patente vor, laut denen DJI an einer solchen Kamera arbeitet, worüber Jonathan bereits vor einiger Zeit berichtet hat. Doch obwohl das Unternehmen alle nötigen Voraussetzungen mitbringt, spricht vieles dagegen, dass daraus tatsächlich ein Produkt wird.

DJI hätte das Zeug zur Vollformatkamera

Ein Grund, der für die Präsentation einer Kamera von DJI sprechen würde, ist die Kamera-Expertise mit direktem Zugriff auf die Technik von Hasselblad. Hasselblad ist seit 2017 im Besitz von DJI. Das ist ein klarer Vorteil für die Entwicklung einer Vollformatkamera. DJI verfügt zudem dank umfassender Erfahrung mit Drohnen, Action-Cams und dem Ronin 4D Cinema-System über viel Imaging-Kompetenz.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass DJI Mitglied der L-Mount-Allianz ist und somit ein fertiges Bajonett-Ökosystem mit vielen Objektiven zur Verfügung stünde.

Zu viel Risiko? Darum bleibt die DJI-Vollformatkamera wohl ein Traum

Zwar verkaufen sich etablierte DJI-Produkte wie Drohnen, Action-Cams oder Gimbals sehr gut, der Consumer-Kamerasektor ist jedoch ein anderes Marktsegment, in dem sich Produkte deutlich langsamer verkaufen. In ein komplettes System zu investieren, birgt ein gewisses Risiko. DJI müsste sich gegenüber marktdominanten Anbietern wie Sony, Canon oder Nikon behaupten und Kunden von einem Wechsel überzeugen. Das dürfte eine erhebliche Investition und Zeit erfordern, wie Sony nach der Übernahme von Konica Minolta beweisen musste.

Meine Einschätzung: DJI und die Vollformatfrage

DJI verfügt technisch über das Know-how und die Ressourcen, um eine spiegellose Kamera mit Vollformatsensor zu bauen. Angesichts eines übersättigten und hart umkämpften Marktes, der hohe Investitionen und langen Atem verlangt, ist ein echter Vollformat-Profi aus dem Hause DJI jedoch eher unwahrscheinlich – trotz aller Spekulationen und Potenziale. Diese Einschätzung teilen auch die Kollegen von PetaPixel. Ich könnte mir aber vorstellen, dass DJI mit einem Nischenprodukt glänzen könnte, anstatt direkt gegen die Vollformat-Schwergewichte anzutreten.

Was meint ihr? Wäre eine spiegellose Vollformatkamera von DJI eine echte Bereicherung für den Markt oder ein riskanter Flop gegen Sony, Canon und Co.?

Beitragsbild: KI-generiert

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Stefan Zimmermann

Ich fliege seit 15 Jahren Drohnen, davon seit 12 Jahren Modelle von DJI. Warum ich wahrscheinlich nie in eine Systemkamera von DJI investieren würde, liegt an der fehlenden Beständigkeit. Systemkameras kauft man nicht für ein Jahr, sondern als langfristige Investition. Bei DJI wird jedoch mit fast jedem neuen Drohnenmodell alles verändert – Fernsteuerung, Videobrille, Akkus, Propeller – nichts bleibt kompatibel. Nach nur anderthalb Jahre ist das Zubehör oft schon nicht mehr mit dem neuen Modell nutzbar. Das ist bei DJI keine Ausnahme, sondern eher die Regel. Firmware-Updates werden häufig früh eingestellt. Ersatzakkus sind teils nach fünf Jahren nicht mehr erhältlich. Gleichzeitig sind die Software-Innovationen bei DJI beeindruckend und oft ihrer Zeit voraus. Aber diese Innovationsfreude geht oft zulasten der Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit. Der Support während der Garantiezeit ist sehr gut, das muss man ihnen lassen! Und ja, bei Systemkameras könnten sie mit ihrer unkonventionellen Denkweise durchaus frischen Wind bringen. Doch was Kompatibilität und Stabilität der Hardware betrifft, ist DJI bisher nicht überzeugend. Mit ständig neuen Komplettsystemen lässt sich mehr Geld verdienen als mit langlebigem Zubehör. Viele Nutzer kaufen zu jeder neuen Drohne direkt drei bis sechs Akkus und bei jedem Modellwechsel wieder neu. Da kommen schnell mehrere hundert Euro zusätzlich… Weiterlesen »

Olympografie

Passt 😉

N1USER

In Punkto Nachhaltigkeit und Kompatibilität haben sich Canon (EOS-M), Nikon (Nikon 1) und Pentax (Q) bisher auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert 😉

Peter Braczko

Was haben Sie gegen die Kameraserie Nikon 1? Besitze die kompakten Nikon-Kameras V1 und V2, zugegeben, für hochwertige Fotoaufträge nehme ich lieber die Nikon Zf oder D750, aber diese kleinen “Nikon-Mini`s” laufen klaglos, der wirklich sehr schnelle Autofokus mit Phasenerkennung und dazu 15 Bilder in Serie, weiterhin die extrem kurze Auslöseverzögerung – das funktioniert alles bestens. Die Objektivauswahl ist ebenfalls OK, ein Weitwinkel und drei Zoomobjektive zwischen 10 und 100 Millimeter Brennweite, also umgerechnet auf Kleinbild wären das von 27 Millimeter Brennweite bis zum Telebereich 270 mm – und wenn das nicht reicht – Nikon lieferte den Adapter FT1, damit lässt sich eine gigantische Anzahl von manuellen und funktionierenden Autofokus-Nikkor-Objektiven ansetzen. In dem Zusammenhang: Nikon konstruierte die Einer-Serie speziell für den Kundenbereich, der keine Lust hat, in der Freizeit und im Urlaub viel Gewicht zu schleppen, sozusagen als Konkurrenz zur Handyfotografie!

Mirko

Seine Aussage nicht verstanden? SIE kamen und verschwanden lautlos wieder 📷

N1USER

In meinem Nickname könnte sich eventuell die Antwort verbergen 😉

ccc

Mhm, nachvollziehbar und relevant, was du schreibst.
Wo ich mir DJI vorstellen könnte: Eine Kompaktkamera, am ehesten ähnlich einer GR III. Vielleicht sogar einen Kompaktkamera-ActionCam-Hybriden.

Niko Berndt

OK. Das Sommerloch will gefüllt werden. DJI kommt aus China, produziert hochwertige Drohnen mit Schwächen zu ambitionierten Preisen. Und DJI würde auf dem Kameramarkt mit einem teuren Modell aus der oberen Schublade einsteigen, so wie bei Video und Fahrrädern. Aber nein, sie werden das nicht tun, weil zu wenige Kunden und zuwenig Zukunft.

Raphael

Der Vollformatmarkt ist doch jetzt schon mit vier Systemen volkommen gesättigt. Sofern ein potentieller weiterer Hersteller wie DJI nicht gerade mit wahnwitzigen Innovationen und/oder einem brutalen Preis/Leistungskrachern daher kommt, sehe ich da keine Marktlücke.

Martin Berding

Selbst wenn am Markt noch Platz für einen weiteren Mitspieler wäre, das Geld der Leute ist nicht da. Selbst in unserem eigentlich reichen Land reden wir immer weiter von Mindestlöhnen. Unterstützung, Warenkorb, Wohngeld. Wenn schon die Waschmaschine übers Amt bezahlt wird, kann eine teure Kamera nie Realität werden. Das sieht natürlich bei betuchten Haushalten besser aus, bei uns in Deutschland reicht das Einkommen eines Handwerker Haushalts eben nur für das notwendige. Wer das alles nicht bezahlen kann, verliert auch das Interesse an solchen Dingen. Geht doch mal raus an die interessanten Orte und schaut doch mal, wer tatsächlich eine Kamera verwendet. Und wenn ihr einen findet mit der Kamera, dann genauer hinschauen, das Ding ist bestimmt aus einer vergangener Epoche. In den oberen Firmenetagen hat man den Blick für Realität schon lange verloren. Eine Kompaktkamera für 5000€, eine Vollformat mit 2 Objektiven für 10000€ undsoweiterundsofort. Wir reden über Fotoapparate, deren Technologie weitestgehend ausentwickelt ist. Die Produktionskosten einer Canon R5 werden inkl. Verschiffung 300€ nicht übersteigen. Der Rest des Endpreises wäre einfach Handelsspanne für Vertrieb und Verkauf an den Endkunden. Für meine Fotografie habe ich schon lange eine andere Lösung. Das Equipment gebraucht kaufen und so lange wie möglich behalten. Die… Weiterlesen »

ccc

👍

chris XX

Gebraucht kaufen ist auch meine Devise. Und Konkurenz zu CaNiSo sehe ich nicht; wegen des L-Bajonets. Wenn es eine Konkurenz gibt dann zu Leica, Panasonic und Sigma, wegen des L-Bajonets. Würde eine Camera von DJI erfolgreich sein? DJI müsste sein Produktionskonzept komplett umstellen wegen der längeren Produktionzeitraums einer solchen Camera. Auch wenn Drohnen eine recht große Nische im photographischen Bereich sind, kann sich DJI hier sein Produktionkonzept, als Marktführer, erlauben. Wenn sie das bei KB-Cameras machen würden müssten sie konkurenzlos billig sein (so 1000€ für eine Camera mit den Eigenschaften einer R1/3, Z8/9 Alpha1/9) so das sich jeder alle zwei Jahre eine neue Camera kauft oder sie würden den Bach runter gehen oder s.O.

jens

Seit 2025 Samsung NX 300M + NX 20 mm F 2.8 aus einer vergangener Epochde. Es ist kein Hightech – Gadget, das immer mehr Leistung verspricht, sondern mein kleines, handliches Werkzeug, das mir dabei hilft, den Moment zu schätzen und zu genießen. Info auf meiner HP. Übrigens meineWaschmaschine habe ich selbst bezahlt …

Martin Berding

Versteht mich bitte nicht falsch, das ist kein Wutkommentar und keine Abgunst, wenn sich der eine oder andere eine teure Ausrüstung kaufen möchte. Gerne gegönnt. Die Köpfe in den Firmen sollten nur auch die kleinen Leute beachten.

Stefan Zimmermann

Man kann mit alten, gebrauchten Kameras noch immer hervorragende Fotos machen. Ein wirklich herausragendes Bild lebt nicht von der Technik, sondern vom Motiv, vom Gefühl, das der Fotograf hoffentlich transportieren kann – und von einer feinfühligen, bewusst zurückhaltenden Nachbearbeitung. Nicht mit der Brechstange, sondern mit Geduld, Ausdauer und Erfahrung, die man sich im Lauf der Jahre erarbeitet. Die Kamera kann helfen, wenn alles andere stimmt. Aber am Ende ist es dem Betrachter egal, mit welchem Modell das Bild aufgenommen wurde. Ob alt oder neu, Nikon, Canon oder Sony – wenn das Motiv berührt, tritt die Technik in den Hintergrund. Heute habe ich ein 19 Jahre altes Foto neu bearbeitet. Was mir auffällt: Man entwickelt sich nicht nur fotografisch weiter, sondern auch im Umgang mit den eigenen Bildern. Die neue Bearbeitung wirkt ruhiger, bewusster, gezielter. Es lohnt sich, alten Aufnahmen noch einmal eine Chance zu geben – mit dem Blick von heute. Alte Bilder altern nicht. Sie warten auf den richtigen Moment, um noch einmal gesehen zu werden. Manche brauchen Jahre, bis man ihnen wirklich gerecht wird. Ich verspreche: Wer auf diesen Link klickt, wird ganz kurz staunen – und dann kaum glauben, wie alt die Kamera war, mit der dieses… Weiterlesen »

Rolf Carl

Dieses Foto ist wirklich gut, da stimmt auch die Komposition. Bei den letzten beiden Bildern, die ich von dir gesehen habe, hingegen nicht. Bei den Fotos mit dem berühmten Gebäude und dem Sternenhimmel über dem See, die du zuletzt gezeigt hast, besteht bei der Bildgestaltung noch sehr viel Potential nach oben. Es ist eigentlich genau das Gegenteil von dem, was du sagst: Deine Bilder sind oft technisch perfekt und die Bearbeitung hart am Limit, manchmal auch darüber. Von Zurückhaltung kann keine Rede sein. Die Motive der letzten 3 Fotos, die ich von dir gesehen habe, waren interessant, aber die Umsetzung hat nur bei diesem Foto hier gestimmt, bei den beiden anderen hingegen nicht. Ich weiss aber, es ist schwierig, manchmal gelingt es einfach nicht. Aber bei dir habe ich das Gefühl, dass du nicht siehst, wieso ein Foto funktioniert oder nicht. Das sieht für mich einfach nicht nach bewusster Bildgestaltung aus.

Und bevor jetzt alle über mich herfallen; Stefan hat mich auch schon ungefragt kritisiert.

Stefan Zimmermann

Danke für deinen Kommentar.
Dass nicht jedes Bild jedem gefällt, ist völlig legitim. Geschmäcker sind verschieden und gerade Fotografie lebt von Interpretation.
Was mich aber wundert, ist deine Aussage, ich würde nicht sehen, wieso ein Foto funktioniert oder nicht. Ausgerechnet bei zwei Bildern, die beide in Flickr Explore aufgenommen wurden und zusammen rund 20.000 Aufrufe, 700 Favoriten und über 150 Kommentare erhalten haben – bei durchweg positiver Resonanz.
Vielleicht wäre die eigentliche Frage: Wieso erreichen die Bilder so viele Menschen, wenn sie angeblich nicht funktionieren?

Ich arbeite bei jedem Bild sehr bewusst. Dass man das unterschiedlich wahrnimmt, ist völlig in Ordnung. Aber mir pauschal abzusprechen, ich würde die Wirkung meiner Bilder nicht verstehen, ist schlicht nicht zutreffend.

Vielleicht sagt die Reaktion auf ein Bild manchmal mehr über den Betrachter aus als über den Fotografen.

Zur Einordnung: Flickr Explore ist eine kuratierte Auswahl besonders beliebter und visuell herausragender Bilder. Bei mehreren Millionen Flickr Uploads täglich werden weltweit nur wenige Fotos hierfür ausgewählt, eine entsprechend kleine, internationale Auswahl.

Ich zeige heute mal ein Foto von vor zwei Tagen, um ein bisschen mehr von meiner fotografischen Bandbreite zu zeigen – und wie zufällig wurde auch dieses wieder in Flickr Explore aufgenommen.
https://www.flickr.com/photos/stefan-zimmermann-official/54676408588/in/dateposted

Rolf Carl

Es geht eigentlich nicht um gefallen oder nicht gefallen, die beiden Bilder, von denen ich spreche, sind nicht optimal komponiert. Ich würde jetzt mal behaupten, dass bei guter Komposition beide Bilder noch mehr Aufrufe hätten. Bei einem normalen Publikum kannst du sicher mit der Bildbearbeitung glänzen, aber beim Fachpublikum funktioniert das nicht mehr, die schauen sich die Bilder etwas genauer an. Das Problem bei beiden Fotos ist, dass das Motiv mittig platziert ist, und vor allem beim berühmten Gebäude schreit es geradezu danach, es nach links zu verschieben, um dem Rauch oder der Wolke rechts des Gebäudes mehr Raum zu lassen. So etwas muss man als Fotograf einfach sehen, wenn man eine Ahnung von Bildgestaltung hat. Man könnte z.B. das Foto links auf 4/3 beschneiden,dann wäre es vermutlich perfekt. Beim anderen Bild mit dem See und dem Sternenhimmel ist das Problem genau das gleiche, nur vertikal. Der See im Vordergrund hat zu viel Raum, der Himmer zu wenig. Gut, du sagst ja immer, auf Wettbewerbsbilder gibst du nichts, aber bei einer hochkarätigen Jury kämst du mit solchen Bildern nicht durch, die haben eine Ahnung von Kunst und Bildgestaltung und was wirkt und was nicht. Die Komposition ist das Wichtigste, wenn… Weiterlesen »

Stefan Zimmermann

Ein kurzer Gedanke zur Einordnung Bei mehreren Millionen täglichen Uploads auf Flickr regelmäßig in die kleine Auswahl der Explore-Bilder aufgenommen zu werden, lässt sich nicht beeinflussen und ist sicher kein Zufall. Man kann dafür niemanden bestechen, keine Jury überzeugen und auch keine Meinungen manipulieren. Wie genau Flickr Explore funktioniert, ist nicht bekannt. Zahlreiche Nutzer haben über Jahre hinweg versucht, das System zu durchschauen oder gezielt zu beeinflussen, erfolglos. Wer regelmäßig in Explore erscheint, hat das nicht geplant, es passiert, weil Bilder bei vielen Menschen etwas auslösen. Wenn so viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Hintergründen auf ein Bild reagieren, spricht das für eine Wirkung, die man nicht leichtfertig abtun sollte. Diese Resonanz pauschal als weniger relevant darzustellen, wirkt aus meiner Sicht fragwürdig, gerade weil sie aus vielen unabhängigen Rückmeldungen besteht. Wer das kritisch sieht, kann sich gern selbst dieser Sichtbarkeit stellen , denn offener und unmittelbarer als in einer öffentlichen Plattform mit weltweiter Reichweite lässt sich Bildwirkung kaum überprüfen. Ob ein Bild einem persönlich gefällt, ist völlig legitim. Aber nicht alles, was einem persönlich nicht gefällt, verliert damit an fotografischem Wert. Fotografie ist keine technische Beweissicherung. Sie ist kein neutraler Abzug der Realität, sondern Ausdruck wie ein guter Film. Auch… Weiterlesen »

Rolf Carl

Okay, vergiss es einfach, geniesse deine Flickr-Bewertungen und lehne dich zurück auf deinen Lorbeeren. Jetzt weiss ich auch, wieso du nichts von Wettbewerben hälst, ist wohl etwas anspruchsvoller als Internet-User zu überzeugen. Aber zugegeben, als Sekundenbilder sind deine Bilder brauchbar, wer Fotos länger anschauen will, muss sich woanders umschauen.

Stefan Zimmermann

Dein Kommentar ist sarkastisch, persönlich und abwertend formuliert, keine sachliche Kritik. Aussagen wie „lehne dich zurück auf deinen Lorbeeren“ oder „Sekundenbilder“ wirken nicht wie ernstgemeintes Feedback, sondern wie gezielte Herabsetzung.
Für mich ist das kein Austausch, sondern ein Ton, der jede sachliche Ebene verlässt.
Ich definiere den Wert meiner Arbeit nicht über Kommentare, die mehr über die Haltung des Schreibenden aussagen als über das Bild.

Rolf Carl

Also genau wie dein Kommentar damals, als du meinen Bildern ungefragt (schlechte) Noten vergeben hast, auch für die Bildgestaltung. Es ist kein Zufall, dass bei deinen Fotos häufig die Komposition nicht stimmt, denn auch auf der Website hat es einige davon. Vor allem bei den Naturbildern besteht grosses Verbesserungspotenzial.

Und übrigens habe ich sehr sachlich beschrieben, was deine 2 Fotos besser machen könnte. Ausserdem habe ich geschrieben, dass beim Foto, das du in deinem Kommentar oben verlinkt hast, alles stimmt.

Ich definiere den Wert meiner Fotos auch nicht über Kommentare, vor allem dann nicht, wenn ich sehe, dass die Bilder der Kommentierenden auch nicht optimal sind. Zudem lasse ich meine Fotos lieber von richtigen Experten bewerten und nicht von Usern verschiedener Fotoforen.

Mirko

Also das Bild holt MICH nicht ab 🫣 Stefan, ich finde Du hast wirklich ein sehr gutes Auge für Motive 👍 und es gibt Bilder von Dir die ich mir sofort an die Wand hängen würde ✌️ Dann gibt es deine “technischen Highlights” zB die nächtlichen Industrieanlagen, hier gefällt mir zwar das Motiv aber diesen HDR Drops finde ich gewaltig ausgelutscht. Naja Geschmäcker sind verschieden und Norwegen hatte ich so (Gletscherblau) auch nie in Erinnerung 🤔

Stefan Zimmermann

Begriffe wie „technische Highlights“ in Anführungszeichen oder „ausgelutscht“ wirken auf mich nicht wie sachliche Kritik, sondern eher wie abwertende Kommentare unter einer scheinbar freundlichen Oberfläche. Dieses Bild ist nicht zufällig entstanden, sondern durch viele Nächte gezielter Planung, Geduld und Ausdauer bei Nacht, bei Gewitter, mit Langzeitbelichtung und ohne jede Garantie. Was viele nicht sehen: Gewitter entstehen nicht planbar und vor allem nicht automatisch dann, wenn man Zeit zum Fotografieren hat. In Karlsruhe gibt es im Schnitt 25 Gewittertage im Jahr. Davon ist nur ein Teil nachts aktiv. Und selbst in diesen wenigen Nächten entwickeln sich Gewitter oft ganz woanders, sind visuell unbrauchbar oder ziehen schnell vorbei. Man kann nicht einfach spontan los. Man muss vorher abschätzen, ob sich überhaupt etwas entwickeln könnte, und dann trotzdem oft stundenlang im Regen warten, ohne dass etwas passiert. Der Ausschnitt im Bild umfasst etwa 200 mal 150 Meter, also nur rund 0,03 Quadratkilometer. In dieser kleinen Fläche schlägt statistisch nur etwa alle 25 bis 40 Jahre ein Blitz ein. Selbst bei perfekten Bedingungen bräuchte man im Schnitt mehrere Jahre, bis dieser Moment überhaupt möglich ist. Was man auf dem Foto nicht sieht: Ein Blitz, der mehrere Kilometer hinter dem Motiv einschlägt, kann bei Nacht… Weiterlesen »

Mirko

Hallo Stefan,
von der “Gewitter Aufnahme” habe ich garnicht geredet 😉 aber Danke für die Erklärung

joe

Nicht schlecht – Chapeau!

Marcel

Wahre Worte

Peter Braczko

Entscheidend ist beides: Die Kameraausrüstung UND der Mensch dahinter, der diese Technik beherrscht. Ich geniesse es, mit den modernen und extrem schnellen Digital-Kameras – beispielsweise der Nikon-Z-Klasse – zu fotografieren. Der präzise zupackende Autofokus, die Bildraten mit 15 Belichtungen pro Sekunde. Will mir überhaupt nicht vorstellen, ich wäre fotografisch in den Sechziger Jahren aktiv und müsste meine Fototermine mit einer umständlichen und grottenlahmen Leica-Sucherknipse durchziehen – oder mit einer Zweiäugigen 6×6 (zwölf Negative oder Dias pro Film) fotografieren? Der Horror! Und das auch noch analog. Bin froh, dass diese Ära vorbei ist….

Mirko

…und täglich grüßt das Murmeltier

N1USER

Der Film war aber besser 😉

Wolfram Wilms

Du meinst sicherlich den Murmelmirko! 😂

Mirko

Das von Dir nichts gescheites kommt war ja klar …

Wolfram Wilms

Wie gehabt ein ,,starker” Konter!😴

Rolf Carl

Der ist wirklich langsam ausgelutscht, könntest dir ja mal was besseres einfallen lassen.

Martin Berding

Die Ära dieser Fotografie ist Vergangenheit. Zur der Zeit hat man für das richtige Bild lange gewartet, das Motiv, das Licht (oh shit, muss den gerade jetzt die Wolke da sein?) Damals hätte man sich auch nicht eine Nikon, Canon, Fuji. Sony von heute vorstellen können. Eine Leistungsfähigkeit, wie sie heute normal ist war damals schlicht unvorstellbar. Darum ist das heute auch Normalität, vor 70 Jahren war eine KB Leica, eine Mittelformat Rollei das Beste, was man für Geld kaufen konnte. Vor 45 Jahren hatte ich den ersten Videorecorder, damals für mich das reinste Wunderwerk. Heute findet man die Dinger nur noch im Museum. Die Zeit läuft, wir gehen mit.

Peter Braczko

So ist es – und das ist gut so, Leben bedeutet eben auch Veränderung!

Lehrmann Rudolf

Ob die Produktionskosten der Canon R5 bei nur 300 Euro liegen glaube ich kaum…

joe

Ja, stimmt, das ist Quatsch! Dazu werden Entwicklungs- und Fixkosten total vernachlässigt.

Martin Berding

Glaube ich auch nicht, die Kosten werden darunter liegen. Firmen wie Canon rechnen nicht mit Spannen von 50% oder so, sondern mit 1000% mindestens. Achtung, mit Spanne ist kein Reingewinn gemeint. Es ist wie bei Autoersatzteilen, von Produktion bis zum Verkauf an den Kunden ist eine Spanne von 1000% vergangen. Eine kleine Flasche Mineralwasser kostet im Restaurant 3€, dem Abfüllbetrieb vielleicht 30cent. Man kann jetzt sagen, Abzocke, aber diese Spannen sind normal und sogar notwendig, um Marktschwankungen, plötzlich steigende Energiekosten (Ukraine Krieg), Überproduktion auszugleichen. Wäre das nicht so, würde kein Arbeitsplatz weltweit sicher sein oder zumindest sicher genug, damit der Mitarbeiter nicht verarmt, oder die Firma Konkurs anmeldet. Es ist auch kalkuliert, was der Kunde bereit ist zu zahlen. Dazu gehört auch, eine Sache begehrt zu machen, ebenso die Notwendigkeit, die Firma, den Hersteller bei den Kunden ins gute Licht zu stellen. Das geht am besten mit sehr guter Qualität und wie bei allen technischen Produkten auch guten Service. Ein geflügelter Satz beim Autoverkauf: “Das erste Auto des Neukunden verkauft der Herr im Anzug, das nächste Auto verkauft der Service”. Das ist so.

joe

Ein reiches Land bleibt man nur, wenn man innovativ und fleißig ist, beides ist Vergangenheit. Die Gründe sind bekannt.

Mirko

Joe, der Spruch ist etwas “platt” aber dennoch ist was wahres dran 😉
“Schlechte Zeiten schufen starke Männer. Starke Männer schufen gute Zeiten. Gute Zeiten schufen schwache Männer”

Taeniatus

@Mirko, Du hast vergessen noch zu schreiben: “Schwache Männer schufen schlechte Zeiten…”

Mirko

Danke, also Du kennst den Spruch auch 😂 Aber gefühlt sind es momentan eher die Frauen die für schlechte Zeiten sorgen … mir fallen gerade die Namen der weiblichen EU Führungsspitze nicht ein 😉

Martin Berding

Wenn man in den Parlamenten nur auf gute Zeiten wartet, werden diese niemals kommen.

Mirko

und dann noch völlig überrascht ist wenn der “andere” Präsident ” die Wahl gewinnt

joe

Ich wollte keine Vorlesung halten.

Martin Berding

Wenn wir in unserem Heimatland weiterhin nur rumjammern und Bürgergeld beziehen, sind wir ruckzuck auch ein armes Land. Wir haben fast alles, was technisch funktioniert und unser Leben sicher und angenehm macht, erfunden. Ob Auto, Rundfunk, Medizin, Digitaltechnik, ohne deutsche Ingenieure wäre das alles nicht oder viel später entstanden. Momentan wird irgendwie alles ausverkauft und chinesischen Importen gehuldigt. Davon haben wir nichts. Die Chinesen kaufen fast nichts von uns. Alles was wir von da einkaufen, können wir selbst, wir müssen nur wollen. Jetzt auch nicht auf die Politik verweisen, die Politik wartet irgendwie nur auf bessere Zeiten. Die kommen nicht von nichts.

Patrick

DJI Vollformat mit 45 bis 50 MP dazu die Bildqualität von Hasselblad sowie ein einfaches Menü. Bildstabilisator vom DJI und die Connectivität wäre ein Traum. Mit dem L Mount sind die ganzen Objekte kompatibel. Ich glaube das Produkt würde Sony, Nikon und Canon Konkurrenz sein wenn der Preis stimmt.

Taeniatus

Mir würden schon 24 MPx reichen. Dazu die Color/Bildqualität von Hasselblad, das Menü von Sigma, die Connectivität von Panasonic LUMIX und Stabi von Pana/DJI.

joe

Wenn du Hasselblad willst, musst du Hasselblad kaufen.

Alfred Proksch

Wäre eine spiegellose Vollformatkamera von DJI eine echte Bereicherung ?

Nein denn sie könnten nur über den Preis verkaufen. Wobei das L-Bajonett helfen würde. Was ich mir vorstellen könnte wäre eine abgespeckte Panasonic mit DJI Logo als Einsteiger Kamera, also einen zarten Versuch langsam und mit relativ wenig Risiko in den Markt zu rutschen. Für sinnvoll halte ich das nicht weil sich die Vollformat Hersteller bereits jetzt um die weniger werdenden Kunden prügeln.

Viel eher sähe ich im MFT-DSLM Sektor eine attraktive Lücke weil OM sich durch die Hintertüre verabschiedet. Einen G100D Ersatz mit fest verbauter Gimbal Funktion oder einen GX9 Nachfolger für die Liebhaber von kleinen Kameras mit Objektivwechsel.

Richtig verrückt wäre eine Mittelformat mit fest verbautem Standartzoom in einer echt preiswerten Kunststoff Variante ohne Sucher, dafür mit schwenkbarem Display. Spinnen darf man doch noch, Hasselblad lässt grüßen!

Marcel

Ja wäre interessant. Aber Wetterschutz wär wünschenswert. Bin ehrlich. Um Kosten zu sparen kann man für günstige Modelle ruhig auf den Sucher verzichten. Nutze ihn eh nur in ausgewählten Situationen.

Mirko

Sie müssen keine KB Kamera bringen aber es ist doch gut zu wissen das sie dazu in der Lage wären 😉

Alfred Proksch

Mit welchen Geräten können neue an der Fotografie interessierte Kunden angelockt werden? Mit weiteren Boliden? Mit teuren Objektiven? Mit Technik vom feinsten? Eher nicht! DSLM wird sich in die NISCHE entwickeln. Professionelles Video ist schon lange dort angekommen wie die Preise für hochwertige Kameras/Objektive beweisen.

Entweder mit preiswerten Kameras die einfach Spaß machen, auch gerne mit Geräte die sportliche Aktivitäten aus der Luft oder mit 360° aufzeichnen. Genau das macht dji so erfolgreich. Das DJI könnte wenn sie wollten (Vollformat) ist klar! Warum sie es nicht machen dürfte jedem klar sein, wer setzt schon auf einen sterbenden Gaul?

Worauf ich warte? https://www.photografix-magazin.de/leica-bald-auch-ein-eigenes-smartphone-in-europa/ Was bedeutet der Satz: Das geplante Leica-Smartphone soll kein klassisches Handy werden, sondern maßgeblich auf die Kamera zugeschnitten sein. Dennoch handle es sich um ein vollwertiges Smartphone, betont Harsch. Weitere Details zu dem Gerät will der CEO noch nicht preisgeben. Wird das eine Kamera mit der man nebenher „nach Hause telefonieren kann?“

Taeniatus

Bei einem GX 9 Nachfolger wäre ich direkt dabei.

Marcel

Seit Jahren wurde über die 500 Euro Vollformat berichtet und wer sie bringen könnte. Canon oder Sony mit ner a5? DJI müsste nicht mal die 500 Euro Cam bringen, aber eine gescheite Volöformat für Foto und etwas Video, die etwas günstiger als die 4K 120, Open-Gate, 6K Teile sind. Man sieht es gut bei den Objektivherstellern: Viltrox, TTArtisans und co. Die Chinesen könnten ein tolles Produkt bieten, das einfach zu Hundert Prozent abdeckt, was die meisten Leute auch wirklich brauchen und nicht was evtl. Noch 20% bräuchten und weitere 15% nur wollen. Danach dan das bessere- Modell für um die 2.000. Preis/Leistung ist nicht zu unterschätzen. Gerade in Zeiten der Inflation und Fotografen müssen auch Essen. Bevor also ne Kamera ins Haus kommt muss Dach und Brit gezahlt werden. Danach kommt das Equipment. Und den Profis kann es relativ Latte sein. Der Hobbymarkt ist nicht zu unterschätzen. Er ist nur im Netz (noch) nicht so präsent.

joe

Canon RP 600.-€, Canon R8 1’100.-€, gebraucht kommt man noch darunter.

Marcel

Die RP wird neu nicht mehr angeboten von Canon, das sind Restbestände. Und wo kostet die R8 1.100? Die kostet mit Sale gerade 1.300. Außerdem haben die nicht die Anforderungen die ich genannt habe. Schießt 40 Bilder die Sekunde aber kein Joy Stick. Hat 4k 60 aber kein gescheiten Sucher. Und die Batterie so schwach wie von ner a6000.

joe

In der Schweiz gibt es die R8 ab 1099.-CHF und in Deutschland auf idealo für 1’199.-€. Im Übrigen kann man gebraucht kaufen, ich verstehe deine Kritik nicht, denn die R8 imerhält man unter 1’000.-€ bis au den Joystick ist sie auf den Niveau der R6II

Thyl Engelhardt

das Ganze basiert doch meines Erachtens nach auf einer Fehlinterpretation eines chinesischen Geschmacksmusters, das DJI angemeldet hat. Das war aber ersichtlich keine Mittelformatkamera “im Stil der” Hasselblad X1D, sondern es war m.E. schlicht so, dass der Mutterkonzern DJI es für seine Tochter Hasselblad übernommen hat, das Geschmacksmuster in China anzumelden.

Aber einmal im Kopf, nie mehr raus. Jetzt soll es also eine Vollformat sein, in Zeiten, in denen die Hersteller nach oben fliehen, um bei sinkenden Verkaufszahlen noch einen Gewinn machen zu können. “Oben” ist DJI mit Hasselblad aber bereits. im Action-Bereich hat DJI auch schon etwas, und bei kleinen Drohnen ist eine Kamera eingebaut. Nachdem die Drohne mit Haltemechanismus für die Hasselblad H6D gefloppt ist (vermutlich endgültig zu teuer), macht DJI vielleicht eine anspruchsvollere on-board-Kamera mit L-mount, vermutlich fest verbaut. Aber ein eigenes Kamerasystem? Glaub ich nicht.

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