Kameras

Steigt DJI jetzt auch ins Kamerageschäft ein?

DJI gehört schon Hasselblad – nur logisch scheint es also, dass man deren Ressourcen verstärkt nutzt und vielleicht bald eine eigene Kamera verkauft.

DJI baut schon gute Drohnen – bald auch Kameras?

Der chinesische Hersteller DJI hat sich im Drohnengeschäft so etwas wie eine Monopolstellung aufgebaut. Die Baureihe Mavic gilt als Referenz im oberen Consumer-Bereich, auch wenn sich schon namhafte Konkurrenten wie GoPro oder sogar Sony angeschickt haben, ihre eigenen Drohnen zu verkaufen. Nicht umsonst werden die ersten beiden Plätze in der Liste der besten Drohnenkameras 2021 bei DPReview von DJI belegt. Erst Anfang November hat DJI mit der Mavic 3 und Mavic 3 Cine die jüngste Generation seines beliebten Produktes angekündigt und für einiges Aufsehen gesorgt.

DJI hat 2017 Großteil von Hasselblad gekauft

Nachdem man den Drohnenmarkt also im Sturm erobert hat, könnte als nächster Schritt der reguläre Kameramarkt attackiert werden. Es sind Patente aufgetaucht, laut denen DJI an einer Kamera arbeitet, die den Modellen der Reihe Hasselblad X1D 50c zum Verwechseln ähnlich sieht (siehe Beitragsbild oben, links die Hasselblad X1D 50c, rechts die angebliche DJI-Kamera). Die Papiere stammen allerdings schon aus dem Jahr 2019, wenn ich das richtig interpretiere.

Die Chinesen und die Schweden pflegen schon seit längerer Zeit eine Zusammenarbeit, denn 2017 hatte der Konzern hinter DJI einen Großteil von Hasselblad gekauft. Was dabei herauskommt, ist an Hasselblad-Kameras wie in der Mavic 3 zu sehen.

Wird die DJI-Kamera günstiger als das Hasselblad-Vorbild?

Die Mittelformat-DSLM Hasselblad X1D II 50c ist mit einem 50-MP-Sensor ausgestattet, schlägt aber mit einem Preis von 6.000 Euro zu Buche. Wünschenswert wäre es, wenn DJI preistechnisch vielleicht eine Zielgruppe mit etwas weniger Budget anvisiert. Die X1D II 50c wurde im Juni 2019 vorgestellt und brachte unter anderem einen größeren Bildschirm im Vergleich zu ihrer Vorgängerin und Support für UHS-II mit.

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Würdet ihr einer Kamera mit DJI-Logo eine Chance geben oder sollen sie eurer Meinung nach lieber bei den Drohnen bleiben?

via: mobiFlip

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joe

Wo Hasselblad draufsteht ist nicht Hasselblad drin! Genauso wenig wie Grundigfernseher noch etwas mit Grundig zu tun haben.

Red and Gold

Gibt es nicht von DJI schon eine Kamera? DJI Ronin 4D

Ich kenne die Hasselblad X1D II 50c. Ich hatte nie eine Kamera in der Hand, die so gut in der Hand lag. Hat mir sehr gefallen. Nur leider ist der AF zum vergessen.

Rolf Carl

Noch schlechter als der von der Leica M?

Red and Gold

Definitiv würde ich einen wichtigen Job lieber mit der Leica M fotografieren als mich auf den AF von Hasselblad zu verlassen.

Peter Braczko

Ein „wichtiger Job“ mit einer Leica-M-Knipse. Wie soll das gehen?

Mirko

vielleicht sollte Braczko einen Fotolehrgang besuchen, zB Grundkenntnisse für manuelles fokussieren

Jürgen Saibic

Wieso, automatisches Fokussieren funktioniert doch super. Habe nie Probleme.

Mirko

bei einer Leica M …ok

Peter Braczko

Genau! Ist schneller und präziser – und die Fotografin/der Fotograf kann sich auf das Motiv konzentrieren, vor allem im hektischen Pressebereich ein entscheidender Vorteil. In den Urlaub nehme ich aber gerne die mechanischen/manuellen Nikkore mit, da stehe ich nicht unter Druck.

Peter Braczko

Hab`über zwanzig Jahre für meine Zeitung mit der Nikon F2S Motor manuell fokussiert – auch bei den Sportterminen….

Red and Gold

Traue ich dir ehrlich gesagt nicht zu.

Peter Braczko

??? Sonst alles OK???

Achim

Knipse ist despektierlich

Rolf Carl

Passt aber super, ist doch Glücksache, wenn mal was scharf wird, oder? Ausser es bewegt sich nichts.

Ingo

Ja, mit einer gut justierten M sicher schon. Obwohl ich nur die X1D in der Hand hatte und die II vermutlich einen besseren Autofokus besitzen wird.

Josa Arnold

Wie die ersten Tests der Mavic 3 zeigen, bleibt die Kamera sehr weit unter den Möglichkeiten von MFT. Nur eine leichte Verbesserung des Dynamikumfanges zur Mavic 2. Hasselblad scheint hier auch nur der Namensgeber zu sein und mehr auch nicht. Schade hätte meine erste Drohne werden können. DJI verkauft auch längst Kameras wie die Ronin 4D 4-Axis Cinema Camera 6K und diverse Actioncams.

Mark Göpferich

„DJI verkauft auch längst Kameras wie die Ronin 4D 4-Axis Cinema Camera 6K und diverse Actioncams.“

Absolut richtig, gemeint ist hier einfach der Bereich der „normalen“ Fotokameras 🙂

RaniT

Ja, ich würde einer DJI-Kamera eine Chance geben.

Große Kameras sind wie große Autos: Je größer, desto luxuriöser (die Ausstattung). Ich brauche einen Maybach mit der Ausstattung eines Dacia.

Am besten eine Mittelformat-Kamera mit niedriger Auflösung (10-20 Megapixel) für unter 2.000 Euro. Eine billige Kamera nützt aber nichts, wenn die Objektive zwar hochwertig, aber gleichzeitig auch teuer sind – also sollte man auch bei den Objektiven etwas tun.

moss

Unglaublich, was hier manche so absondern.

Cheryll

Die Stellen außer Drohnen auch ( sehr gute) gimbals her.

Ingo

Also, vor der Firma DJI habe ich mittlerweile Respekt. Bei den Drohnen haben sie neu beachtliches Niveau erreicht, ich denke auch mit Hilfe von Hasselblad, was die Kameras betrifft. Wenn sie in den Kamer-Markt wirklich einsteigen Willen und da das Potential sehen, words DJI vermutlich versuchen, günstiger als Fuji zu sein bei gleicher oder besserer Qualität. Das ist ein Segment, in dem Hasselblad sich nicht mitspielen will. Aber wie gesagt, DJI legt da sicher Wert auf Qualität.

Alfred Proksch

Mein Senf zum Gericht DJI Mittelformat.

Wenn sie sich entschließen wird es eine „Kampfansage“ sein, sowohl was Preis und Leistung angeht.

All jene die immer schon mal mit einer Mittelformat geliebäugelt aber der finanzielle Rahmen dieses ausgeschlossen hat sind angesprochen. Adapter für ältere Mittelformat objektive an das Hasselblad Bajonett sind vorhanden, es kann los gehen.

„Eilige“ Anwender sollten sich raus halten denn dafür ist Mittelformat NOCH nicht gemacht.

moss

Es gibt schon, sehr häufig, gebrauchte Hasselblad X1D 50C für unter 3.000,-
Und niemand kauft eine Mittelformat, wenn er es eilig hat.
Manche müssen aber eilig und bei jeder Gelegenheit erwähnen, dass Sie Anhänger der entschleunigten Fotografie sind.

Peter Braczko

„…den „entschleunigten“ Knipser hier einfach nicht ernst nehmen!

Dr. Schwurbler

Die Hasselblad Mittelformat Kameras finde ich sehr gelungen vom Design. Der Markt ist vorhanden.

Norbert Schmelzer

Der erste Satz ist falsch formuliert, oder?
Würde sagen, „Hasselblad gehört DJI“, ist richtig.

Mark Göpferich

Ich denke beide Varianten sind korrekt 🙂

Wem gehört das Auto? Das Auto gehört Norbert. Norbert gehört das Auto.

Robin

Wem gehört momentan VOLVO?

Nikole

Es ist nur noch die Frage der Zeit, dass die chinesen die Japaner vom KameraMarkt verdrängen. Es gibt ja schon ziemlich gute mini Kameras aus China in den Smartphones. Mit der Haselblad Technik sind die chinesen schon ziemlich weit oben eingestiegen. Damit könnten sie durchaus den Durchbruch bei den Kameras schaffen. Nur noch die Mentalität hin zur mehr Qualität müssten sie noch hin bekommen. Ich gebe denen noch 5-7Jahre, dann wären sie den japanern ebenbürtig. Ich vermute, dass sie den Vorteil haben, keine Altlasten und Altkunden bedienen zu müssen, so können sie einfach mit einer neuen revolutionären Technik einsteigen und den Markt aufrollen. Sieht also doppelt schei..e aus für die japaner. Sie mussten an den Smartphone Markt mind. 80% Markvolumen abtreten, jetzt kommen auch noch die chinesen um den Rest streitig zu machen. Auf der anderen Seite kommt auch Apple daher mit immer besserer Hard und Software und greifen den 1″ Bereich an. Wenn sich die japanischen Hersteller nicht schnell auf eine gemeinsame modulare Plattform inkl. neuem potenten RAW Format einigen, wo sie auch die APP Entwicklung dafür auf mobilen Geräten mit bestimmen, sehe ich ehrlich gesagt schwarz. Ich wüsste nicht wie sie auf die immer besser werdenden Smartphones und… Weiterlesen »

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