Die Fujifilm X-T6 zeigt sich endlich auf ersten Skizzen. Diese wurden vergangene Woche im Netz geleakt. Darüber hinaus meldete Sony eine neue Kamera an und Leica wird wohl doch nicht nach China verkauft. Auch in den Photografix-Wochenrückblick!
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Die wichtigsten Foto-News der Kalenderwoche 39
Leica wird wohl doch nicht nach China verkauft
Erinnert Ihr Euch noch an die Spekulationen darüber, dass Leica verkauft werden soll? Also nicht eine einzelne Kamera, sondern eine kontrollierende Beteiigung an der Leica-Marke selbst?
Im Januar kam dabei erstmals auf, dass der Finanzivenstor Blackstone, der seit 2011 etwa 45 Prozent an der Leica Camera AG hält, den Kauf zusammen mit Mehrheitseigner Andreas Kaufmann prüft. Im Juni standen die Zeichen dann stark darauf, dass die chinesische HongShan Capital Group sowohl den 45-Prozent-Anteil als auch die 55 Prozent von Andreas Kaufmann übernehmen wird.
Nun berichtet das Wall Street Journal allerdings, dass der Verkauf vom Tisch ist. Eine nicht weiter genannte Person soll dies gegenüber dem Wall Street Journal behauptet, dabei aber keine weiteren Gründe genannt haben.
Also: Hattet Ihr Sorge, dass Leica ihre Markenidentitä durch einen Verkauf an chinesische Investoren verliert, könnt Ihr Euch erst einmal beruhigen. Wie die Zukunft von Leica weitergeht, bleibt allerdings somit noch unklarer – und dementsprechend umso spannender!
Canon scheint V-Serie ausbauen zu wollen
Canon scheint seine V-Serie für auf Video fokussierte spiegellose Kameras mit RF-Mount ausbauen zu wollen!
Laut der Seite Canonrumors plant der Hersteller aktuell eine V-Variante der EOS R7. Nach der EOS R6 V und der EOS R50 V wäre das das dritte Mal, dass Canon eine auf Videos spezialisierte Variante mit einem V auszeichnet. Bei der Video-Variante der R5 entlieh man sich noch das C aus dem professionellen Cine-Lineup.

Diese Doppelstrategie – also der Release einer Kamera mit anschließender V-Variante mit Fokus auf Videos – scheint sich für Canon zu bewähren. Die R7 V soll dabei als eigenständiges Modell neben der EOS R7 Mark II erscheinen, die aktuell für das erste Quartal 2027 erwartet wird. Davon hatte ich Euch ja letzte Woche erzählt.
Diese Zweiteilung ist durchaus interessant, da Kamerahersteller ja die letzten Jahre versucht hatten, möglichst fähige Hybridkameras – also Hybriden aus Foto- und Videokameras – herzustellen. Die bisherigen modelle der V-Reihe verkaufen sich aber wohl so gut, dass man die Linie nun ausbaut.
Vielleicht sehen wir in einer dieser Kameras dann auch ein ganz interessantes Patent, das ich Euch noch kurz zeigen wollte. Schaut mal hier: Canon hat ein Patent angemeldet, bei Kameras über einen Fingerabdrucksensor erkennen können, wer sie aktuell in der Hand hat.
Dabei würde Canon entsprechende Sensoren vorne am Griff zwischen dem Mittelfinger und nochmal an der Daumenauflage platzieren. Ich könnte mir vorstellen, dass man die Kamera dabei nicht unbedingt “abschileßt”, wenn sie jemand Fremdes in die Hand nimmt.

Ich kann mir eher vorstellen, dass die Kamera so verschiedene Profile erhält und dann automatisch die Einstellungen eines jeden Familienmitglieds oder im Arbeitsteam lädt. Was ich auch spannend fänd wäre, dass die Kamera dann automatisch Signaturen des jeweiligen Fotografen in den Code schreibt.
Was meint ihr? Wäre ein Fingerabdrucksensor in einer Kamera praktisch oder nur eine Spielerei? Lasst gerne mal Eure Kreativität arbeiten und schreibt mir Eure Ideen in die Kommentare!
Sony registriert neue Kamera
Sony hat letzte Woche eine neue Kamea bei einer Zertifizierungsstelle angemeldet. Seid ihr schon länger bei Photografix-News dabei, kennt Ihr das Spiel:
Kamerahersteller melden Kameras vor dem Marktstart an und dabei können wir in der Regel schon ein paar Informationen von der jeweiligen Nomenklatur der Hersteller ableiten. Die Kamera mit der Bezeichnung WW261362 wird höchstwahrscheinlich ein Modell der Mittel- oder Profi-Klasse, was wir an WiFi-Spezifikationen sowie der Anmeldung seitens Sony Japan und nicht Sony China oder Sony Thailand sehen.
Wer sich bei Sony ein wenig auskennt, wird sich jetzt vielleicht schon am Kopf gekratzt haben: Die Sony A1 II ist noch immer zu leistungsstark als dass wir einen Nachfolger brauchen. Dasselbe gilt für die A9 III, die mit globalem Verschluss noch immer einzigartig ist – und die A7r VI ist erst vor wenigen Monaten erschienen.
Nachfolger der A7C II und er A7CR wären denkbar – aber dabei würde eine zweite Anmeldung fehlen. Die Kollegen von Sonyalpharumors tippen daher auf die Sony A7S IV.
Damit würde Sony tatsächlich die recht sicher als tot geglaubte Video-Variante der A7 V auf den Markt und damit eine Nachfolgern der A7S III auf den Markt bringen.
Ich find das persönlich ziemlich unwahrscheinlich, da Sony mit der FX5 ja bereits kürzlich eine neue, äußerst leistungsstarke Videokamera vorgestellt hat. Der Erfolg der FX-Serie sollte groß genug sein, dass es bei Sony keinen Grund mehr für ein S-Modell in der Alpha-Serie gibt.
Als weitere Option listet Mark in seiner News noch eine A6900 als neues APS-C-Flaggschiff auf. Mit dieser könnte Sony die kommende X-T6 von Fuji sowie die R7 Mark II von Canon im APS-C-Bereich kontern.
Zwischen der Registrierung einer neuen Kamera und deren Vorstellung liegen meist ein paar Monate. Heißt: Wir starten in eine neue Gerüchtephase bei Sony. Ich bin gespannt!
Erste Skizzen der Fujifilm X-T6 geleakt
Schaut mal, es gibt erste Skizzen der Fujifilm X-T6:
Diese wurden vergangene Woche von der Seite Fujirumors veröffentlicht, die allerdings nicht weiter spezifizierten, wo sie denn her stammten. Im Netz hatte ich letzte Woche auch vergliechbare Skizzen gesehen, in denen die Kamera in passenden Cages des Herstellers Smallrig platziert war. Kann also sein, dass es erste technische Zeichnungen sind, an denen sich Zubehörhersteller orientieren können.

Viel wichtiger: Wurden derart detaillierte Skizzen in der Vergangenheit geleakt, waren sie meist sehr nah dran an dem, was Kamerahersteller am Ende tatsächlich präsentiereten. Schauen wir also mal, was die X-T6 dann anders machen würde:
Zuallererst wird das Display demnach kein Schwenkdisplay, sondern lässt sich lediglich nach unten oder oben neigen. Viele Fotografen, die eher hinter der Kamera bleiben, wird das freuen!

Fuji wird zudem Änderungen bei den Einstellrädern vornehmen. Sie scheinen nun ein wenig stärker in das Gehäuse eingesenkt zu sein als noch bei der X-T5. So könnte man sie einfahcer mit dem Daumen bedienen. Darüber hinaus fehlt das Wahlrad für Filmsimulationen, das Fuji in seinen letzten Kameras der X-Serie so gerne prominent verbaut hat.
Dafür gibt es bei der X-T6 aller Anschein nach einen Wählhebel für Foto und Video – und das D-Pad auf der Rückseite scheint nun zusammenhängende Tasten zu bekommen.
Das wären keine allzu großen Änderungen bei der X-T6. Hoffentlich gibt’s intern also mehr Neuerungen!
LK Samyang präsentiert 28-135 mm f/2.8
Last but not Least: LK Samyang hat für Sonys E-Mount ein ziemlich beeindruckendes Objektiv vorgestellt. Hört mal genau zu:
Ein AF 28-135mm f/2.8 – also ein Autofokus-Zoom-Objektiv mit großem Brennweitenbereich von 28 bis 135 mm, das eine durchgehende Offenblende von f/2.8 bietet.

Das Objektiv wurde zusammen mit Schneider-Kreuznach entwickelt und besteht aus 20 Linsen in 16 Gruppen. Der Autofokus soll dank Voice-Coil-Motor schnell und leise arbeiten und ein Gehäusedicke von 88 mm weisen schon darauf hin, dass das 28-135mm keineswegs kompakt sein wird.
Die Naheinstellgrenzen von 27 cm im Weitwinkel und 73 cm im Tele sind ebenfalls recht mau. Das Objektiv schafft es so nur auf 1:5,07 und 1:5,26 als maximale Abbildungsmaßstäbe.
Auch wenn LK Samyang das Objektiv bisher nur in starken Nahaufnahmen zeigt, können wir aus dem Datenblatt noch ein paar Details ableiten:
Es wird keinen Innenzoom bekommen, da die Länge mit knapp 15 bis etwa 19 cm angegeben wird. Mit einem Gewicht von 854 Gramm ist das 28-135 mm zudem kein Leichtgewicht. Im Vergleich mit dem Tamron 35-100mm f/2.8 ist Samyangs Gegenvorschlag also knapp 27 Prozent länger und stolze 50 Prozent schwerer.
Einen Preis hat der Hersteller zudem noch nicht genannt. Zum Vergleich: Das AF 35-150mm f/2 – f/2.8 FE kam im Jahr 2023 für 1.349 € auf den Markt – das 60-180mm f/2.8 FE für 999 €. Kann also sein, dass das neue Zoom irgendwo dazwischen liegen wird!
Wann es genau kommt, wissen wir aktuell leider noch nicht.
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Damit verabschiede ich mich und sage wie immer: „Bis zum nächsten Mal!“

