Fujifilm Kameras

Fuji GFX 50R: Neue Mittelformatkamera zum Hammerpreis im Anmarsch

Fujifilm wird Ende September mit der GFX 50R eine neue Mittelformatkamera präsentieren – und zwar zu einem echten Hammerpreis.

GFX 50R: Neue Mittelformatkamera von Fujifilm

Gerüchte zur Fujifilm GFX 50R gibt es schon seit vielen Monaten. Im Kern soll es sich hier um eine abgewandelte Version der im Januar 2017 vorgestellten Mittelformatkamera GFX 50S handeln, so soll die GFX 50R nämlich mit ähnlicher Technik im Gewand einer Messsucherkamera daherkommen.

Die GFX 50S gehört nach wie vor zu den günstigsten Mittelformatkameras auf dem Markt und es war damals ein interessanter und mutiger Schritt von Fujifilm, das Vollformat zu „überspringen“ und direkt ein Mittelformatsystem auf den Markt zu bringen. Seit Kurzem tummeln sich auf dem Markt der spiegellosen Vollformatkameras ja mehrere Hersteller wie Sony, Nikon und Canon, auch Panasonic wird angeblich bald eine eigene Vollformat-DSLM auf den Markt bringen. Fuji hat da mit dem Mittelformatsystem also fast schon eine Art Alleinstellungsmerkmal (auch wenn es natürlich auch noch Hersteller wie Phase One oder Hasselblad gibt, aber die Kameras dieser beiden muss man sich eben erst mal leisten können).

Preis von ca. 4.500 Dollar

Mit der Fujifilm GFX 50R möchte Fuji anscheinend den spiegellosen Vollformatkameras noch mehr Konkurrenz machen und für eine breitere Masse an Kunden interessant werden, denn die GFX 50R soll nur ungefähr 4.500 Dollar kosten! Das ist für eine Mittelformatkamera schon ein sehr niedriger Preis und im Prinzip bewegt sich Fujifilm damit dann schon im Bereich der teuren Vollformatkameras.

Bis zur offiziellen Präsentation der Fuji GFX 50R müssen wir uns im Übrigen nicht mehr lange gedulden, denn schon am 25. September 2018 soll die neue Kamera im Rahmen der photokina 2018 enthüllt werden – und zwar mit einem elektronischen Sucher, einem Dual-SD-Slot, einem etwas weniger flexiblen Display als bei der GFX 50S und einem Button Layout, welches man bereits von der Fuji X-E3 kennt.

Quelle: Fujirumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

109 Kommentare

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  • Das liest sich Spannend!
    Zu Filmzeiten war mir meine Mamiya 7 ans Herz gewachsen.
    Das Quadratische 6×6 Format lag mir nie. Photopapiere gab es ja auch nur rechteckig oder von der Rolle. Wenn die Bildqualität sich zur 50S nicht verschlechtert wäre die Kamera echt für mich als moderner Nachfolger der Mamiya 7 interessant.
    Schade mit dem etwas unflexibleren Display. Das flexiblere liebe ich bei meiner GH5 Panasonic bei hochformatigen Aufnahmen in Bodennähe…
    Und die Objektive dürften zwecks Freistellung und Lichtstärke gerne eine Blende offener sein.
    Schxxxx auf das Mehrgewicht….
    Das 40er Pancake das gerüchteweise dazu kommen soll wäre mir mit vermuteter Blende 4 oder gar 5,6 zu eng

      • Vor 50 Jahren hatte man Filme mit 100 oder 200 ISO, und damit konnte man exzellente Streetfotos machen.
        Also kann man das auch mit einem 40 mm f/5.6 machen, da bin ich mir sicher.

      • Klar geht das mit 5.6 wenn die Sonne mitspielt. Und man auf ordentlich Tiefenschärfe steht
        Aber spätestens zur Dämmerung und bei schummrigen Kunstlicht hast du den körnigen Look von gepushtem Tri-X mit großflächigen zeichnungslosen Tiefen.
        Bzw rauscht heute dann der Sensor
        Dafür spanne ich mir aber lieber einen Film aus der Kühltruhe in meine alte Leica M3 und quäle ihn in Rodinal…. 😉

      • hallo dub,
        aber der burner ist das objektiv dann trotzdem nicht. crop zu kb ist 0,79. ein 40mm f5.6 wäre auf kb umgerechnet rund 32mm f4,4. für street würde ich somit ein 50mm f3,5 bevorzugen. das wäre auf kb umgerechnet ein 40mm f2.8. damit hätte man auch ein wenig schärfentiefe/tiefenschärfe und niedrige iso-werte könnten leichter genutzt werden um entsprechende verschlusszeiten einhalten zu können. ansonsten denke ich, verliert die mf ganz schnell ihren sinn.

  • Fuji muss ja irgendwie mit dem Vollformat-Wahnsinn konkurrieren.
    Geringe Stückzahlen und satte Gewinne a la wurmstichigem Apfel sind unsere neue schöne Fotorealität.
    Für Qualitatsnuancen die kaum jemand sieht, geschweige denn anderen auf Fotos oder Monitoren zeigen kann.
    Wer leben eben im SUW-Zeitalter.
    Trotzdem wünsche ich Fuji Erfolg – denn die tollen Objektive haben es verdient.

    • jemand der Fotos nur betrachtet ohne sich mit der Technik zu beschäftigen, wird die Unterschiede wohl kaum wahrnehmen, das denke ich auch.
      Als ich Ende 2013 die Bilder meiner Taschenknipse mit denen meiner ersten APS-C Kamera verglich, lagen da definitiv Welten und keine Nuancen dazwischen. Der größere Sensor war für mich die ultimative Qualitätssteigerung, mit der ich dann aber trotzdem relativ schnell an Grenzen stieß. Das Vollformat war immer interessant, blieb aber aus Kostengründen erst mal außen vor. Da der Wunsch nach mehr Sensorfläche anhielt, kaufte ich mir von vorne rein eher Objektive für VF, als für APS-C und das war oft ein Vorteil. Ende letzten Jahres bekam ich dann endlich die 36×24 mm Sensorfläche und es stimmt: scrolle ich heute durch meine Datenbank, muss ich oft auf die Exif-Informationen schauen, um zwischen den Formaten unterscheiden zu können.
      Ein Unterschied ist aber gravierend: was bei der APS-C Kamera ISO 1000, ist ISO 6400 beim Vollformat mit guter Luft nach oben. Was muss dann erst mit einem Mittelformatsensor möglich sein?
      Den großen Sensor sehe ich nicht als Wahnsinn, eher als Komfort und Reserve bei der Arbeit.
      Die Kosten dafür sind allerdings so eine Sache, die nur noch mit Enthusiasmus zu begründen sind – zumindest im Hobby Bereich.
      LG

      • Sehr guter Kommentar, Mimas!

        Sehe ich genau so. Im niederen ISO-Bereich sind die Unterschiede nicht sichtbar. Bei höheren ISO-Stufen, ich würde sogar schon sagen bei etwa ISO 400, beginnt sich das VF langsam aber sicher durchzusetzen. Das heisst im Umkehrschluss, wenn ich es schaffe, bei den Crop-Formaten die ISO tief zu halten, ist die BQ absolut Top für alle Anwendungen.

      • naja, ich habe zwar kein kb, aber die differenz zwischen aps-c iso 1000 zu kb iso 6400 halte ich gewaltig für übertrieben. ist es letzten endes nicht eine frage der pixeldichte im verhältnis zur sensorgröße? vielleicht kann mich jemand aufklären. ich verstehe das so.

        2x aps-c = kb
        2x 24mp iso 6400= 48 mp iso 6400
        2x iso 3200 24mp = iso 6400 24mp

        das ganze setzt natürlich vergleichbares alter der sensoren und vergleichbare objektive voraus (entsprechend crop-faktor).

      • @daniel
        beide Kameras haben 24 MP und sind nur wenige Monate auseinander (D5300/D750). Die 5300 habe ich auf ISO 3200 begrenzt, das ist mit dem Sensor meine Schmerzgrenze. Die D750 begrenze ich nicht, ISO 8000 ist damit sehr gut machbar (vielleicht nicht unbedingt bei Makro Aufnahmen). Die FX Objektive verwende ich ja eh an beiden Kameras.
        Klar, die Pixeldichte ist hier eine ganz Andere, aber wie Rolf Carl schon sagte: …bei den Crop-Formaten die ISO tief zu halten, ist die BQ absolut Top für alle Anwendungen.
        Grade Abends in der Wohnung bei vorhandenem Licht ist Sensorfläche in meinen Augen durch nichts zu ersetzen. Benutzt man Blitz, spielt das keine Rolle mehr.

      • Falsch Daniel,

        1.5 mal APS-C = KB (bei Canon 1.6)

        Der Vergleich ISO 1000 zu 6400 ist wahrscheinlich übertrieben, trifft aber trotzdem die Gangart.

        Und wenn wir schon dabei sind: nicht die Sensoren machen den Unterschied, sondern die Objektive. Deshalb ist es sinnvoller, das Augenmerk auf Topobjektive zu legen und weniger auf die Sensoren. Denn letztere haben kein Problem mit Auflösung, die Objektive sind das Problem! Deshalb an alle, die noch mit alten Gurken arbeiten und es auch noch toll finden; nehmt mal ein wirklich gutes Objektiv und euch geht im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf!

      • @mimas, dann wären wir ja annähernd an der rechnung die ich aufgestellt habe.

        @rolf carl,
        der crop-faktor bestimmt die brennweiten und die schärfentiefe/tiefenschärfe im verhältnis. die fläche des sensors ist aber bei kb zu aps-c in etwa 1:2. und da das problem die fähigkeit licht aufzunehmen in der größe eines „pixels“ liegt, muss man bei iso die auflösung im verhältnis zum iso setzen. alles andere halte ich für zauberei. sei denn wir reden hier von sensoren mit gänlich unterschiedlicher qualität.

      • Okay, Daniel,

        man lernt nie aus. Das Verhältnis ist also 1:2. Aber egal, wichtig ist ja, wie sich das in der Praxis auswirkt. Und da sehe ich es eben auch regelmässig wie Mimas. Wenn man mit zwei Systemen parallel arbeitet, weiss man mit der Zeit ziemlich genau, wo die Stärken und Schwächen und wo die ISO-Grenzen der Sensorformate liegen.

      • …wobei ich denke, dass die interne Signalverarbeitung beim Thema Rauschen auch eine entscheidende Rolle spielt, nicht nur Sensorgröße und Pixeldichte. Man muss eben alle Faktoren zusammen sehen.
        Gruß

      • mimas, selbstverständlich gibt es sehr viel faktoren die da mitspielen. vom licht angefangen bis hin zur zittrigen hand des photographen. es geht aber doch um die sensorgröße in diesem gespräch. 😉

      • Hallo Mimas
        Bei gleichem Entwicklungsstadium der Kameras, sind die Unterschiede zwischen Halb- und Vollformat nicht so gravierend bei der gewählten Empfindlichkeit- vergleiche ich D500 und D850 – sind sie ab ISO 6400 kaum vorhanden.
        Wenn ich mit gleicher Auflösung vergleiche, also mit D5 – dann sind da je nach Licht und Aufnahmesituation 2-3 Stufen Vorteil für D5.
        Nur muss ich da eben längere, schwerere u teurere Tele einsetzen, denn wenn ich heraus vergrößere sind alle Vorteile wieder futsch.
        Die Unterschiede zur tollen GFX sind noch kleiner, weil die Sensoren ja nur ⅔ mehr Fläche als VF haben, erst zum Halbformat fallen hier die Unterschiede gravierend auf.

        Räumliche Tiefe und Luft in den Bildern hat schon Leica in den Achziger Jahren immer für sich behauptet und im Blindtest nie belegen können. Ich habe viel mit 6×45 – 6×9 u größer gearbeitet – weil Kunden es bezahlt haben und das Filmmaterial erheblich besser zu handeln war.
        Doch heutiges MF ist dagegen immer noch ein Miniformat.
        Wer sich eine D850, 7R, 5DSR u neueste Objektive leistet, braucht über MF nicht nach zu denken und umgekehrt kann der mFT- oder Halbformat-Nutzer auch einfach mit 1-2 Objektiven und einer Vollformat ergänzen.
        Jeder wie er mag.

        Ein Problem sind auch FX-Objektive am DX – denn die müssen gar nicht so hoch Auflösen, wie DX schon verlangt. Nur bei DX kam zu wenig Neues. Das ist der Kernfehler von Canon und Nikon – die betreiben Halbformat mit wenig geeigneten Objektiven!
        Genau den Fehler machen eben Fuji und mFT nicht – im Gegenteil!

      • Hallo Cat,
        …sind die Unterschiede ab ISO 6400 oder bis ISO 6400 kaum vorhanden? Ich denke Du meinst letzteres?
        Glaube Dir gerne, dass D850 und die D500 da nicht weit auseinander liegen. Die Beiden kann ich aber nicht mit meinen „Museumsstücken“ gleichsetzten, da sie deutlich neuer sind und in einer anderen Qualitätsklasse liegen. Der Vergleich mit der D5 (und D500?) kann man wohl besser der D5300/D750 gegenüberstellen.
        …je nach Licht und Aufnahmesituation 2-3 Stufen Vorteil für D5.
        Ja, Licht, Motiv und Situation kann ich bei so einem Vergleich nicht außen vor lassen. Meine Aussage (ISO 1000 APS-C / ISO 6400 VF) ist sicher nicht in allen Situationen korrekt. Habe aber tatsächlich Bilder von der D750 bei ISO 5000-8000, in denen das Bildrauschen weniger störend auffällt, als bei mancher Aufnahme der D5300 bei ISO 1000.
        Doch stimme ich Dir da absolut zu, in den meisten Situationen sind die Unterschiede nicht gravierend und im Grunde reicht eine gute Halbformatkamera bzw. steht sie dem VF nicht viel nach.
        …Nur bei DX kam zu wenig Neues
        Deshalb habe ich eher FX-Objektive angeschafft, die aber in der Tat nicht alle mit dem DX Sensor gut können. Auf Fuji bin ich erst so richtig durch dieses Forum aufmerksam geworden. Hätte ich Fuji früher gekannt oder mich mehr dafür interessiert, wäre ich jetzt wahrscheinlich auch mit einer unterwegs.
        Gruß
        Mimas

      • Hier der Vergleich der D500 und der D750 in der Praxis:

        Die D500 ist eine fantastische APS-C Kamera, und das Rauschverhalten (Raw, unbearbeitet) ist wie in den Testberichten bis ISO 1600 sehr gut. Aber … die D750 hat aber schon ab 400 ISO Vorteile gegenüber der DX. Bei der Wildlifefotografie benütze ich praktisch immer das Nikkor 200-500 f5.6, deshalb habe ich den direkten Vergleich. Wenn ich z.B. bei bedecktem Wetter losziehe, nehme ich die VF D750, wenn es hell ist, nehme ich die D500, denn meiner Erfahrung nach sind die Resultate bei Letzterer bis 400 oder 800 ISO vollkommen ausreichend. Das Problem bei der Sport- und Wildlifefotografie (oder auch Makro) ist ja immer die Unschärfeebene, da sieht man das Rauschen einfach viel besser als bei einer normalen Landschaftsaufnahme.

        Und ja, Mimas,

        ich habe auch praktisch nur VF Linsen an der D500, Ausnahme: Sigma 18-35 f1.8 Art, ein absolutes Sahnestück. Damit habe ich erst erfahren, wie Schärfe an einer DX aussehen kann! Die 18-55-200-300 von Nikon kann man schlicht vergessen. Ich hatte mich genug lange geärgert und alle entsorgt. Ich weiss nicht, wie Nikon solche Gurken auf den Markt bringen kann, ich würde mich schämen. Aber zum Glück gibt es ja noch Sigma, die wissen, wie das geht! Aber als Einsteiger fällt man bei Nikon leider erst mal rein …

      • Guten Abend Rolf Carl,
        das 55-200 werde ich nun auch an einen Arbeitskollegen ver(schenken)kaufen, da er mit der D5100 und dem 18-55 (fast) wunschlos glücklich ist. Das 18-55 behalte ich vorerst, da ich sonst nur das 14-24 Nikkor als alternative dazu hätte und das ist mir an der kleinen Kamera einfach zu globig. Nutze es aber kaum noch, da ich mit der APS-C fast nur noch Makros und Teleaufnahmen mache.
        Schärfe und Verzeichnung vom 18-55 sind am kurzen Ende wirklich grottig, obwohl ich es jetzt nur ungerne mit dem 14-24 messen wollte.
        Aber ich denke, man muss das ja auch mal zu den Kosten ins Verhältnis setzen. 18-55 wie auch das 55-200 haben mich je Stück (neu) nur knapp über 120 Euronen gekostet und bevor ich das UWW-Monster hatte, war ich auch mit dem 18-55 ganz glücklich. Besonders der gute Abbildungsmaßstab und die Nahgrenze machen das – den Preis im Hinterkopf – schon für den Einsteiger recht interessant.
        Das 55-200 ist auch am kurzen Ende eher bescheiden, aber für einen ersten Eindruck von Telebrennweiten zu bekommen, absolut in Ordnung in meinen Augen. Vorteil vom 55-200: es ist so dünn, dass es duch einen Maschendrahtzaun passt 🙂 (im Tierpark ist das genial). Klar, beide sind haptisch eher unterste Schublade, aber optisch und preislich für den Anfang ganz ok.
        Das Sigma 18-35 f1.8 kostet ca. 720 Euro! Als ich anfing war ich der Meinung, das zwei Objektive völlig genügen und ich würde mir NIEMALS! ein so teures Objektiv kaufen wollen (haha..ha). Nun habe ich zwei Rucksäcke voll Nikkor hier rum stehen (und selbst vom 55-200 trenne ich mich nicht wirklich gerne).
        >Die D500 ist eine fantastische APS-C Kamera…
        Nur weiter so, ich brauche sie nicht! …bin aber schon ganz kurz davor schwach zu werden…
        Bis gestern gab es das gute Stück für schlappe 1450 Euro bei Amazon, heute liegt sie wieder bei 1850,-
        Dafür bekommt man grade die D750 für 1299,- nachgeschmissen. Man sollte sie eigentlich auf Vorrat kaufen bei dem Preis 😉
        Schönen Abend noch Euch allen!

      • Hallo Mimas,

        ich weiss jetzt nicht gerade, welche Kameras du hast. Wenn du die D750 hast, brauchst du gar nichts anderes mehr, ausser du fotografierst Sport oder Wildlife, wie ich das tue. Das war mein einziger Grund für die D500! Die D750 kann sonst alles, es ist die perfekte Allroundkamera überhaupt bei Nikon (neben natürlich der teureren D850).

        Also wenn du nur APS-C fotografierst und auf allerbeste BQ wert legst, dann kann ich dir das Sigma Art empfehlen, dazu eventuell auch das 50-100 f1.8 Art. Das sind schlicht einfach die besten Objektive auf dem Markt für Nikon DX. Wenn du es leichter und günstiger möchtest, fangen die Kompromisse eben erst richtig an. Deshalb habe ich mir auch noch die MFT Systeme angeschaut, da geht es auch noch leichter.

        Ja, ich hatte sie, die 18-105 und 55-300. Und im Vergleich zum Sigma? Sigma granatenscharf bei 100 %, bei Nikkor DX: schwammig und unscharf, vor allem im Hintergrund. Sorry, aber für mich unbrauchbar, da sind 200 bis 300 Euro noch zu viel!

      • guten Morgen Rolf,
        ich nutze auch die D750 und stimme Ihnen da absolut zu: geniale Allroundkamera, mehr braucht man (ich) nicht. Und mittlerweile ist die ja durchaus zu einem fairen Preis zu bekommen. Deshalb habe ich sie mir auch im Dezember 2017 noch geholt, obwohl ich schon sehnsüchtig auf einen Nachfolger, vielleicht auch mit dem AF-Modul von D500/D5, gewartet habe. Aber da kommt ja leider von Nikon nichts mehr (?).
        Im APS-C Bereich nutze ich immer noch die D5300, die ich eben so für eine geniale Kamera mit klasse BQ halte. Leider ist der AF nicht so toll, deshalb auch die Überlegung noch die D500 an zu schaffen.
        Das wäre jetzt nicht wirklich eine Vernunftentscheidung, aber so wie ich mich kenne, dauert das wohl nicht mehr lange 😉
        Hätte ich nicht schon den ganzen Nikon Krempel, würde ich mich wahrscheinlich auch hier bei Fuji mal genauer im APS-C Bereich umsehen. Die MF Kameras sind mir dann doch eine Nummer zu groß.

      • @ Mimas
        hallo Mimas,
        bezügl. der APS probieren Sie mal das Sigma 17-50 OS
        habe ich selbst an der D500
        Das empfohlene 18-35 + 50-100 sind zwar gut, ABER
        horror Gewicht und ständig wechseln
        Deshalb habe ich sie 5 x nicht gekauft. War zwar immer davor,
        jedoch brauche ich öfter 50mm an APS-C und deshalb immer wechseln ??
        Das Sigma 17-50 ist schon Klasse und hat 17 – 24 – 35 – 50 ohne zu wechseln.
        Und den Wackel-Dackel hat es ebenso an Bord.
        Gruß VM

      • Hallo Volker,
        danke für den Tipp! Sollte ich es beim Kauf der nächsten Kamera tatsächlich schaffen, die Nikon Brille mal ab zu setzen, werde ich mir auch mal andere Objektivhersteller genauer betrachten. Für meinen derzeitigen Kamerabestand sind keine weiteren Objektive mehr geplant und auch nicht notwendig.
        Grundsätzlich tendiere ich eher dazu, Kamera und Objektiv vom selben Hersteller zu kaufen. Ist aber wahrscheinlich dämlich und auch völlig unnötig, der Hersteller freut sich eben. Nikon konnte ich auf diese Weise leider nicht ausreichend subventionieren 😉
        Auch würde ich bei Zoomobjektiven (benutze hauptsächlich Festbrennweiten) eher zu kleineren Zoombereichen tendieren, weil ich der Meinung bin, dass bei den „Megazooms“ wie z.B. 18-300 die Extrembereiche mit größeren Qualitätseinbußen daher kommen. Aber vielleicht irre ich auch hier?

  • Einen Vorteil größerer Sensoren kann man nicht wegdiskutieren und den können auch die besten kleinen Sensoren nicht erreichen. Je größer der Sensor um so besser ist die Darstellung räumlicher Tiefe und um so schöner auch die Übergänge von scharf zu unscharf. Daher ermöglichen, auch heute noch, Großformatkameras die schönsten Bilder. Man schaue nur einmal unter „Large Format Portraits“ unter Flickr. So was in digital… ( Gibt´s ja, aber so weit ich weiß sechsstellig ) Auf jeden Fall sind digitale Mittelformatkameras eine schöne Annäherung und erzeugen Bilder, die überzeugen. Auf vielen Bildern kann man doch erkennen, daß ein großer Sensor beteiligt war.

  • Spannende Geschichte, wenn sich diese Informationen bestätigen. Lohnt sich in jedem Fall genau hinzuschauen. Abspecken bei Video, dafür top für Landschaftsfotografie wo man keine hohe Serienbildgeschwindigkeit benötigt und Zeit für die Bildkomposition hat! Super Sensor, professionell abgedichtet usw…..da könnte man echt schwach werden. Die Optiken sind ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Freue mich, auch als Nikon-User!
    Beste Grüße an alle Fans und Kritiker!

  • Ob der Hobbyist aufspringt, bleibt abzuwarten…..

    vor ca 1/2 Jahr wahr mal 100 MP im Gespräch, seltsam, wenn nur 50 MP kämen. ( Enttäuschung)
    Der Preis ist allerdings etwas Ironie, denn der MF Betreiber ist ja höhere Preise gewöhnt.
    Sollte Fuji tatsächlich im 24×36 mm Bereich angreifen wollen ??
    Dann bliebe doch das Manko der Geschwindigkeit, Bsp Sport.
    Allein für die Natur ca 5000 Euro für den Body und ca 6500-10.000 Euro für Objektive ausgeben ??
    Für mich trotz aller Versuchung eine Nr zu groß.

    Oder will Fuji allen die Sparte MF aufmischen ??
    Warten wir ab….
    Ich glaube dennoch nicht, dass 24×36 Nutzer hier aufspringen, zumindest nicht in der Masse.
    Dennoch viel Erfolg, Fuji

    • Die 100MP kommen definitiv noch, aber sicher nicht in der „Sparvariante“ der Kamera.
      Der passende Sensor wurde ja von Sony bereits vorgestellt.
      Ich glaube kaum das ein Hersteller darauf abzielt MF-sporttauglich zu machen. MF war noch
      nie sportlich und es passt auch nicht. Die GFX50s mischt ja preislich schon das MF
      auf, dann wird es eine noch günstigere Variante nicht schwerer haben.
      Es ist wohl eher so, dass fast jeder der eine MF Kamera besitzt, auch ein Kleinbildsystem
      betreibt.

    • Ich kann mir das schon gut vorstellen, das Fuji bei zahlungskräftigen Amateuren Geld holen will.
      Wie man sieht, gibt es zumindest in Foren ein Publikum dafür.

  • ich werde vermutlich niemals so viel geld für eine kamera ausgeben (kaufkraft entsprechend 😉 )
    aber ich beneide jeden der damit arbeiten kann und darf um die möglichkeiten die sich damit ergeben werden. ich bin auf jeden fall gespannt was da noch kommen wird.

    ich glaube nicht, daß man damit kb aufmischen will. es ist eher ein in die zange nehmen von kb mit aps-c und mf.

    • Ja Daniel – es sollen ein paar von KB abspringen und es werden auch wohl ein paar sein – aufgrund des Kamerapreises – aber dann kommt genau so wie bei KB das Problem der teuren Linsen – für mich nicht mehr – ich werde eher abrüsten ….
      Gruß … Gustav

  • Eine sehr interessante Kamera, wenn sie nur nicht so viel kosten würde.

    Für mich würde sie nur als Landschaftskamera zum X System von Fuji attraktiv sein:
    Jedoch ca. 5000 Euro für die Kamera und 2800 für das 23mm F4 sind noch immer sehr viel Geld und für mich zu viel!

    Der Vorteil einer solchen Kamera ist unter anderem der überragende Dynamikumfang bei hohen ISO-Werten und natürlich die Objektive, welche sogar bis 100 MP voll auflösen können.

    hier mal den Dynamikumfang der verschiedenen Sensorformate:
    http://www.photonstophotos.net/Charts/PDR.htm#FujiFilm%20GFX%2050S,FujiFilm%20X-T2,Google%20Pixel%202,Phase%20One%20IQ3%20100MP,Sony%20ILCE-7M3

    Aber der Fotograf macht natürlich immer noch die Fotos und ich denke ein Profi holt mehr aus einer APSC raus als ein Anfänger aus einer Mittelformatkamera, vorallem im Bezug auf das Motiv und im Ausdruck wird keinem das etwas höhere Rauschen einer APSC Kamera stören, weil es immer noch wenig ist; das Rauschen eines Smartphones wird eher stören!

    @ Volker Missal

    Die Fuji GFX 100s mit 100 MP Sensor soll noch kommen und zwar 2019 oder 2020 laut fujirumors.com und soll sehr teuer werden; ich schätze mal um die 10.000 Euro.

    Einen schönen Abend allen!

      • Das stimmt sieht nicht wirklich toll aus!
        Portraits sind bei den „Smartphone-Fotografen“ ja heute Selfies.

        Die Linsen für ein Smartphone können natürlich nicht mit einem Objektiv einer Kamera mithalten, außerdem ist die übliche Brennweite ca. 25 mm bei Smartphones sehr schwierig für Portraits, aber es ist nicht unmöglich, wie der Fotograf Xing zeigt, jedoch mit Xt2 und 16mm 1.4; hätte nie gedacht, dass diese Brennweite überhaupt brauchbare Portraits kann, aber nur wenn man ein sehr guter Fotograf ist!

  • Wie geil ist das denn?

    Eine X-Pro/MF ! Eine Kamera für Künstler, Reportage, Landschaft usw. Dazu das GF 23mm F4 R LM WR und das FG 120mm F4 R LM OIS WR, fertig ist das Set. Ein Preis der in der Leica Region liegt, das geht doch, jedenfalls für die gebotene Bildqualität.

    Das ist sicher nichts für jedermann, aber doch erschwinglich wenn man die Preise für andere Hobbys ins Auge fasst. So manches Hochleistungsrad ist teurer. Surfen kostet mehr, selbst eine Profi Bogen Ausrüstung liegt in dieser Klasse.

    Da bin ich aber mal echt gespannt.

    • Was sagt denn die Gerüchteglaskugel? Wird es denn auch neue Linsen dazu geben? Ausser dem 110mm/2.0 sind mir noch zu viele Lichtschwache Objektive im Portfolio.

    • Lichtstärke bedeutet auch größere Linsendurchmesser, erheblich mehr Gewicht und die damit verbundenen mechanischen Probleme beim Autofokus.

      Außerdem bedeuten größere Blendenöffnungen nicht gleichzeitig bessere Ergebnisse. Der Wunsch nach 1,8 oder 2,0 ist zwar verständlich aber nebenbei echt teuer.

      Fotografen können seit der analogen Steinzeit bei größeren Formaten mit Blende 3,5-5.6 bestens umgehen. Digital ist das sicher nicht anders.

      Kleinere Formate haben bei weniger Licht den Vorteil noch handhabbare sehr Lichtstarke Objektive verwenden zu können, wobei heute selbst 3200 ISO kein Problem sind. Das dürfte dann auch reichen, wenn nicht gibt es Nachtsichtgeräte oder Überwachungskameras mit weniger Auflösung die das noch beherrschen.

      Mir ist eine noch tragbare Mittelformat mit Top Ergebnissen allemal lieber als ein gerade noch verwendbares Bild ohne gute Farben, ohne genügend Kontrast, das auch noch in der Schatten keine Zeichnung mehr hat. Gemacht wurde es mit einem Blende 0,95 Nokt Objektiv und 6400 ISO. Man kann eben nicht alles haben. Wenn ich ein Spanner wäre könnte mich das reizen, als Fotograf würde ich eher eine anständige Beleuchtung oder ein Stativ benutzen.

  • Viele jammern wegen dem hohen Preis, aber die Auflösung ist eben auch höher. Qualität hat eben ihren Preis, das ist überall so. Die einen brauchen das, den andern ist es das eben nicht wert. Denn eines haben alle Luxusgüter gemeinsam: die letzten 2 % Qualität sind die mit Abstand teuersten, häufig das 2-5 fache des sonst schon hohen Preises.

    Aber eben, das ist ja nur ein Angebot, man kann es kaufen oder nicht. Die Entscheidung kann einem niemand abnehmen. Die Frage ist eigentlich nur, ist die Qualität mir den Preis wert und möchte ich überhaupt für eine Kamera so viel ausgeben …

  • Das hört sich echt gut an.

    Mir stellt sich nur die Frage, auf welches System ich von meiner MFT wechsle.

    Bei der Pana FF kann ich mir gut vorstellen, dass die Preise sich in Grenzen halten.

    Auch wenn die GFX50R für ein MF-System günstig ist, die Objektive schlagen dennoch ein großes Loch in meinen Geldbeutel.

    Bin sehr gespannt auf die diesjährige Photokina.

    • Es kommt darauf an was du vor hast. Privat reicht mir MFT auch. Nur als Bildbearbeiter muss ich oft „Baumaterial“ für Composings schiessen. Da hole ich mir bisher immer Vollformat im Rent oder ab und an auch MF-PhaseOne.
      Zum composen kann man nie genung Pixelreserven haben.
      Wenn du einfach deine besten Bilder ab und an printen willst aber 90% der Bilder auf dem Rechner versauern, reicht VF oder gar MFTaus

      • Wenn nur für den privaten Gebrauch und – wie du bereits sagtest – für den Druck, auch privat.

        Nur habe ich Angst, dass bei A1 Ausdrucken die Qualität zu gering ist.

        Ansonsten wird wie gewohnt alles Digital ausgegeben. Mal ein bisschen bearbeitet aber die Jpegs der GX8 gefallen mir in den meisten Fällen.

      • Wieviele Drucke machst du wirklich in A1? Wieviel Wandfläche hast du? Ist es nicht so das die meisten Drucke höchstens 50×40 werden? Bis A2 habe ich MFT schon gedruckt und für gut befunden.
        Ich würde an Deiner Stelle bei VF ansetzen und lieber in gute Festbrennweiten investieren.
        Obwohl die Fuji reizt, werde ich das wohl auch machen und mir bei Bedarf ne MF Kamera im Rent mieten.
        Wenn ich Autofotograf wäre, macht MF eher Sinn. Aber für mich als Zuarbeiter in der Postproduktion ist MF ein teurer Traum. Selbst Erfolgreiche Fotografen die Bilderstrecken Für MB, BMW oder Audi machen leihen sich die PhaseOne für die Produktionsstrecke. Für die kurzen Produktzyklen ist 60000€ eben auch zu viel.
        Und die Agenturen verlangen eben 10000-15000 Pixel lange Bildkante. Da ist dann die Fuji mit 50MP wieder zu klein.

      • Das stimmt natürlich. Viele sind es in der Regel nicht.

        Ich warte erstmal ab, wie viel Panasonic für die neue haben möchte. Immerhin gibt es im Mft-Bereich echt tolle Objektive und bis es im VF-Bereich soweit ist, vergehen noch ein bis zwei Jahre.

      • @Philip: Interessant ist primär der Betrachtungsabstand den du letztendlich zum A1-Ausdruck hast. Wenn der groß genug ist, genügen auch geringe(re) Auflösungen für den Druck.

  • Frag mich immer warum man bei den Senroren überhaupt noch von Mittelformat spricht, obwohl nicht mal der Phase One Senor von der Größe ins Mittelformat passt. Der Fuji Sensor ist ja eher der APS-H Sensor im Mittelformat.

    • Ja, da hast du recht, ich fand die Mamiya 645 damals schon eher als KB+. Als ich dann zur Mamiya7 aufgerüstet habe, habe ich das erste mal einen richtigen Sprung von KB zum MF gemerkt.
      Trotzdem ist im digitalen Zeitalter von VF zu MF-light schon ein guter Sprung sichtbar. besonders bei Ausschnittsvergrößerungen hat man mehr Reserve…

    • Der Sensor der Phase One (53.7×40.2mm) entspricht von der Aufnahmefläche in etwa dem 60x45mm (120mm Rollfilm). Die Aufnahmefläche beträgt hier nämlich nur 56x42mm.

  • Wenn ich mir vorstelle mit einer handlicheren 50R durch die Straßen spazieren zu gehen…… aber auch 4.500,- sind für einen etwas größeren Kleinbildsensor mit 44×33 statt 35×24 (echtes Mittelformat fängt bei mir bei 60×45 an) viel Zaster. Überhaupt für einen Hobbyisten. Dennoch wär mir die Kamera es Wert, wenn sie auch für die Straße gemacht wird, sprich: Ohne Video, ohne viel Schnickschnack aber voll bewegliches Touchdisplay, leise, doppel SD, für reine und schnelle Fotografie in höchster Qualität.

  • Da muss man sich fragen, wer so etwas in der heutigen Zeit überhaupt noch braucht.
    Einige wenige ISO-Reserven mehr in der Modefotografie bei schummrigen Events wo man Lichter und Tiefen besser herausarbeiten kann, sind sicherlich ok. In Zeiten der 24 (und mehr) MP Sensoren aber nicht wirklich erforderlich.
    Hoffentlich übernimmt sich FUJI nicht. Wär ja schade drum.

    • O doch, die Anforderungen in der Produktwerbung werden immer größer.
      Es ist natürlich ein Wettrüsten. PhaseOne brachte das 100MP Rückteil heraus, und die Agenturen legten 10000px lange Bildseite als Anforderung für einige Produktionen fest. Nun gibt es das 150 MP Rückteil und für bestimmte Produktionen werden sie 15000px festlegen. Anforderungen nach noch mehr Dynamik werden auch laut. Es soll ja in der Post noch ordentlich an den Reglern gedreht werden können.
      Wer den Anforderungen, ob sie sinnvoll sind möchte ich hier nicht diskutieren, nicht folgt wird aussortiert und kann sich andere Aufträge suchen.
      Es geht anscheinend drum was möglich ist und nicht darum was wirklich nur nötig ist.
      Für den Privatanwender ist es aber wirklich absurd auf den Zug aufspringen zu wollen…

      • Wahrscheinlich hast du recht @Georg. Und wenn der Erlös in der Produktfotografie wieder entsprechend ist (ging ja mal zeitweilig etwas bergab), kann man da wohl in der Hardware finanziell mitziehen.
        Schaut man sich z. Bsp. die BMW Magazine an, kann man da schon die hervorragende Dynamik durch Nachbearbeitung feststellen. Da macht so etwas grossen Eindruck.

      • @ Micky:
        Ja im Automotive Bereich wird noch ganz gut bezahlt. Ist Schliesslich das goldene Kalb um das in Deutschland die Wirtschaft tanzt. In anderen Genres sieht es schon eher düsterer aus.
        Aber ich kenne einige „reiche“ Autofotografen, die haben z.B. eine Nikon 850 und die großen Geschütze holen sie sich im Rent für ein Projekt und geben sie nach dem shooting wieder ab.
        Letztendlich zahlen es die Autokäufer.
        Noch dazu kommt, das die Fotografie sich dem CGI anpassen muss.
        Im 3d-Bereich hast du keine Auflösungs- und Dynamiksorgen sondern höchstens längere Renderzeiten. Wenn die neue S-Klasse in 8000pixel Breite und in 32-Bit gerendert wird, kannst du für die Hintergründe keine Landschaften im Kleinbild schiessen.
        Das sieht einfach schxxxx aus….

      • @ Georg

        Danke für die Ausführungen die leider richtig sind. Die größte Bedrohung für die Berufsfotografie ist das CGI, denn die Software wird besser, in den Textur Banken wird die Auswahl immer ausführlicher und jedes Produkt ist in einem Konstruktionsprogramm generiert worden. Die Kette wird also immer schlüssiger.

        Vor nicht all zu langer Zeit kam ich von Messebesuchen mit prall gefüllten Taschen zurück. Prospekte, Preislisten, Visitenkarten usw. Vor den Messeständen waren riesige Plakate postiert und eine Firmenfahne wehte darüber. Heute habe ich alles in meinem Smartphone weil vor jedem Produkt ein QR Code steht der alles einschließlich Ansprechpartner beinhaltet. Auf mehreren riesigen Displays laufen Präsentationen von noch nicht vorhandenen Teilen und animierte Konstruktionszeichnungen. Wo bleibt da der Fotograf?

        In so genannten „Sphären Bilder“ zum Beispiel einem kompletten Panorama des Casino Platzes in Monaco wird ein noch nicht mal als Modell vorhandenes Fahrzeug mit allen Reflexen, Spiegelungen, Schatten so perfekt montiert das man genau hinsehen muss um das zu ahnen. Das ist die sehr nahe Zukunft.

        Agenturen sind, wollen sie überleben, gezwungen immer das derzeit Beste zu fordern, leider möchten sie dafür so wenig wie möglich bezahlen. Am Ende bleiben nur die stärksten übrig, dafür viele „Kreative“ auf der Strecke.

        Das ist keine Schwarzmalerei sondern der momentan laufende Prozess.

        Alle Kamera Hersteller treten die Flucht nach vorne an, also ins Vollformat oder wie Fuji in das wesentlich bessere Mittelformat. Für Hobbyisten wird das teuer, fast unerschwinglich, der berufliche Anwender leiht sich für die jeweiligen Anforderungen des Auftrages das passende Werkzeug einfach aus.

        Die Fuji GFX 50R wird eine wichtige Nische abdecken, als Massenprodukt ist sie nicht geeignet. Das hat Fuji aber schon immer erfolgreich gemacht. Nicht vergessen, die Fotosparte ist für Fuji eine schöne Nebensache, solange sie sich selbst trägt ist es OK.

      • Zitat:
        „PhaseOne brachte das 100MP Rückteil heraus, und die Agenturen legten 10000px lange Bildseite als Anforderung für einige Produktionen fest.“

        Da müssen diese Agenturen dann eben auch den Preis zahlen, den der Fotograf verlangen muss, damit sich seine Gerätschaften amortisieren.
        Das dürfte die große Masse der Agenturen nicht bezahlen wollen.
        Aber vielleicht bezahlt es ja Phase One.

      • @ Sabrina: Du scheinst ja zu wissen wie der Hase zu laufen hat.
        Dich nehme ich nächstes mal mit wenn wir den Agenturen sagen werden was sie zu zahlen haben ;-)))
        Dann flutsch es ja wieder in der Branche….

      • @ georg

        Mit dem Insolvenzrecht haben Sie sich sicherheitshalber schon mal befasst, wenn Ihnen die Agenturen nicht mal die Selbtskosten erstatten.

      • @Sabrina: Wegen der „Selbstkosten“ wird das Equipment ja gemietet…..

        Irgendwie liest sich Dein ganzer Schreibstil weniger nach einer „Sabrina“ an sondern eher nach einem grantigen „alten weissen Mann“

        Obwohl,
        in der Generation in der der Name Sabrina en vogue war, gibt es auch etliche alte weisse Frauen….;-)

    • Gott sei Dank ist der Amateur selbst in der Lage, seine Sensorgrösse zu bestimmen. Es würde mich total ankotzen, wenn mir irgendwelche Agenturen vorschreiben würden, wieviele Pixel in der Länge ich liefern müsste. Der Vorteil des Amateurs ist es zu sagen: „Vergiss es!“ Aber eben, für ein Gehalt machen anscheinend mache fast alles, und wenn es für den Kauf des entsprechenden Gerätes nicht reicht, mietet man es einfach. Was ich mich frage, wo bleibt bei den Produktfotografen denn eigentlich der Spass an der Arbeit?? Da ist man doch einfach der Sklave einer Agentur! Wieso nicht einen besseren Beruf ausüben und die Fotografie als Hobby- oder Amateurfotograf zu betreiben und vor allem Spass zu haben. Das Fotografieren, wozu man Lust hat und sich nicht um Pixelvorgaben kümmern zu müssen. wie krank ist unsere Gesellschaft eigentlich?

      Also liebe Berufsfotografen, befreit euch und lasst die Agenturen links liegen, die nehmen euch sowieso nur aus. Oder habt ihr euch schon mal überlegt, wie sich das rechnen soll, jedes halbe Jahr wieder das neue Pixelmonster besorgen zu müssen? Das bezahlen ja nicht die Agenturen, oder???

      • Naja, das sagt sich so einfach. Schmeiss du mal mit Mitte 40-50 deinen Job hin und sag der Familie, das sie jetzt in Zukunft von Tütensuppen leben können, da Vaddern sich jetzt selbstverwirklicht und Batikseminare in Worpswede gibt.
        Die Agenturen links liegen lassen? Nur noch Fineart Bilder knipsen und an Rotweinsammler verkaufen?
        Die meisten Fotografen werden von Agenturen gebucht. Und die paar Kunstfotografen müssen sich auch die größten Geschichten ausdenken um eine Story für die Kunstszene parat zu haben. Und nur ganz wenige werden wie Gursky gehypt. Die Mehrzahl wuselt sich so durch.
        Ich kenne ein paar wenige junge Fotografen die desillusioniert aufgegeben haben. Die waren aber 25 und haben noch die Chance was neues anzufangen.
        Und glaub mal nicht das es in anderen Gewerken viel anders läuft. Ein Architekt schreibt einem Handwerker auch ganz genau vor was er wie zu verbauen hat. Egal ob das gegen die Handwerker Ehre geht oder nicht.
        Was macht den der Amateur für sein Gehalt? Genau, in seinem Beruf, da ist der Amateur dann Profi und versucht über die Runden zu kommen.
        Wir sind alle auf eine Art prostituiert. Mal mehr mal weniger. Wer es nicht ist und zu 100% prinzipientreu leben kann, hat meistens keine Verantwortung für eine Familie zu übernehmen.

        In den Ausschreibungen der großen Bildstrecken ist knallhart definiert was wie zu sein hat und auch was es kosten darf.
        Und nein die Agenturen zahlen dem Fotografen keine PhaseOne für 60000€. Und Genau deshalb geht es den Rentfirmen für Fotoequipment recht gut.

      • Georg,

        das verstehe ich schon. Ich war ja im grafischen Gewerbe tätig und habe auch meinen Job geschmissen. Gott sei Dank konnte ich es mir leisten. Aber wenn man keine Wahl hat, dann ist es leider einfach frustrierend. Man ist gezwungen, laufend in die neusten Technologien zu investieren und muss die Kosten dann irgendwie wieder amortisieren. Für die Fotografen sieht die Zukunft leider sehr schlecht aus, denn mit Fotos wird sich in Zukunft praktisch nichts mehr verdienen lassen, denn zu viele Amateure bieten ihre auch sehr guten Bilder für ein Trinkgeld an.

        Die einzige Chance ist wie so oft, eine lukrative Nische zu finden …

        Ich bin sehr glücklich, dass ich auf kein Einkommen aus der Fotografie angewiesen bin und fotografieren kann, was mir Spass macht. Alles andere würde für mich kein Sinn machen.

      • Ja Rolf, da kann ich dir nur gratulieren!
        Wer sich heute als Fotograf nicht unentbehrlich macht wird wie du sagst schnell von der Bilderflut ertränkt.
        Ich kenne einige, die aufgrund ihrer langen Erfahrung und Kontakte in der Lage sind die komplette Produktion einer Autobildstrecke zu organisieren. Das „delegieren“ die Agenturen heute auch immer lieber an andere. An Produktionern sparen die leider inzwischen auch. Dazu gehört dann: Location in Übersee organisieren, Absperrungen,Equipment und Leute buchen und manchmal die richtigen Leute bei Behörden schmieren etcetc.
        Sowas ist ein gigantischer organisatorischer Aufwand und da müssen die jungen Greenhorns oft passen.
        Teilweise muss auch die ganze Produktion vom Set bis Postproduction vorfinanziert werden. Das kommen schon mal schnell 200000€ zusammen.
        Das können auch nur alte Hasen wuppen die bei ihrer Bank ein gutes Standing haben.
        Nebenbei soll oft auch noch ein aufwändiges „making of“ Video gedreht werden. Mit Drohne oder gar Heli.
        Wer sowas kann und vor allem Koordinieren kann. Der hat auch heute noch Erfolg…

      • georg: „…Leute bei Behörden schmieren…“
        leider noch immer scheinbar eine traurige wahrheit.

        es ist aber auch so, daß produktionen oftmals lieber an leute vergeben werden die bereits bekannt sind. egal wie schlecht sie sind. die kennen halt jemanden der jemanden kennt und schon sind sie im geschäft.

      • Zitat georg:
        „Dazu gehört dann: Location in Übersee organisieren“.

        Gibt es da keine Fotografen?
        Oder sind die hiesigen einfach billiger?

      • @Sabrina: Doch in Übersee da gibt es Fotografen. Nur kennen die die hiesigen Agenturen und Autokonzerne und deren Gepflogenheiten nicht so gut (ich rede hier zum großen Teil von Autowerbung).
        Ein Großteil der Arbeit findet nämlich nach dem Shooting in der Postproduction in Deutschland statt.
        Und der Fotograf sitzt dann noch paar Wochen in der Post und schraubt mit an den Bildern.
        Fotografenarbeit ist nicht so standardisieren wie der Anschluss eines Lichtschalters.
        Da gehört auch ganz viel Kommunikation und Nachbearbeitung dazu.
        Shooting ca 1 Woche bis 10 Tage und die Post dann bis 8 Wochen.

        Die shootings finden übrigens meistens in Übersee statt, weil es in bestimmten Regionen der Erde einfach statistisch gesehen besseres Wetter gibt..

  • Es lebe der Amateur !

    Als zukünftiger Rentner und ehemaliger Berufsfotograf bin ich endlich raus aus dem Zwang ständig nachrüsten zu müssen. Meine Mittelformat und die zukünftige XT-3 sind aus dem selben Haus und reichen mir für lange Jahre, es sei denn es betritt ein revolutionärer Sensor mit eben solchen Objektiven die Bühne.

    Es ist ein Irrglaube das APSC nicht für größte Formate reicht. Erstens sind sehr gute Skalierungsprogramme auf dem Markt, Zweitens ist der Betrachtungsabstand zu berücksichtigen und Drittens mit 220 DPI wird das Bild größer druckbar. Das reicht immer. Genaues arbeiten beim Bilder machen und saubere RAW Bildverarbeitung vorausgesetzt.

    • Richtig, Alfred (du hast den Proksch vergessen)

      ich bringe gerne nochmals mein Beispiel von einem Ausdruck, den ich auf Leinwand im Format 100 x 150 cm habe anfertigen lassen. Die Daten: Kamera: D7000 (16 MP/APS-C), Objektiv: Sigma 10-20 f4-5.6, auch nicht unbedingt eine Sahnestück, Stativ, Aufnahme in Raw und konvertiert in Jpeg. Resultat: auch von 10 cm Distanz betrachtet ist das Bild von vorne bis hinten grottenscharf, und von 2 – 3 m einfach eine Wucht!

      Also Amateure, auch mein Aufruf; fotografiert mit VF, APS-C und MFT, aber vergesst die MF. Die ist nur für gut betuchte (bald EX-) Profis wie Alfred und Landschaftsfotografen mit Muckis.

  • Georg und Alfred haben mal Hintergrundinformationen sehr schön erklärt, die in den Kommentaren bisher zu wenig Platz fanden. Damit sich die Hobbyfotografen auch mal ein Bild machen können, warum eben kein System das Beste ist, sondern auch Vorgaben von Agenturen dazu führen, dass man bestimmte Werkzeuge für bestimmte Zwecke kauft oder mietet, möchte ich dies mal aus Sicht der Sportfotografie versuchen zu ergänzen.

    Es ist doch einleuchtend, dass eine Agentur zunächst Vorgaben machen muss, ähnlich einem Leistungsverzeichnis in der Baubranche. Hier geht es darum, dass die Bildaussagen am Ende auch in der gewünschten Qualität gedruckt oder digital gezeigt werden können.

    Beispiel 1: Eine Agentur erwartet vom Fotografen, dass alle Bilder eines Spieles nur im Hoch-oder Querformat, natürlich unbearbeitet bis zur Halbzeitpause vorliegen. Gekauft werden nur Bilder, auf denen der Sportler das Bild zu einem bestimmten Prozentsatz ausfüllt und das Spielgerät (Ball, Puck, Kugel, Sperr) zu sehen ist. Versuch das mal bei Eishockey oder Floorball!

    Die Bilder sind in einer bestimmten Auflösung nach klaren Vorgaben zu liefern. Dafür braucht es einen mobilen Rechner, einer Datenübertragung und einem vorgefertigten Workflow (z.B. unter Lightroom).

    Beispiel 2: Die Agentur vom Veranstalter möchte nur Bilder von drei bestimmten Spielern (für nachfolgende Flyer) und von den Emotionen des Trainer bzw. der Zuschauer.

    Hier geht es nicht darum, was der Fotograf gern fotografiert, sondern um Auftragswerke. Alfred freut sich schon auf die Zeit nach seiner Karriere, fotografieren zu können was er will.

    Zum Glück für den Sportfotografen gibt es ab bestimmten Ligen, anders als bei Konzerten eine Vorgabe zur Ausleuchtung der Hallen oder Sportplätze. Aber auch hier gibt es zur Zeit nur eine APS-C Kamera die höhere ISO-Werte Detailgetreu umzusetzen kann. Die Nikon D500.
    Die Canon 7d-mark2 liegt hier schon etwas zurück. Besser könnte es Fuji mit der XT-3, wenn es lichtstarke Festbrennweiten > 200 mm gebe. (soll ja was kommen)

    Nicht nur die Kamera muss schnell und treffsicher sein, sonder auch der Fotograf muss sein Gerät schnell beherrschen. Die bekannten Vollformat-Arbeitstiere von Canon und Nikon wechselt man ungern aus. Sony wird absehbar zur dritten Kraft, wenn es um Sportfotografie geht.

    Für Landschaftsfotos, Produktfotos oder Porträts wird man eine wie hier beschriebene Mittelformat benutzen wollen. Da kann ich mit einer Sportkamera schlechter arbeiten.

    Ein guter Fotograf, auch im Hobby hat mindestens zwei Systeme und investiert vor allem in Licht.

    Viele Grüße vor allen an Mark Göpferich.

    • Danke für deine Ergänzungen, Ronikon,

      als Hobby- und auch Wildlifefotograf kann ich nur sagen, Gott sei Dank bin ich nicht Sportfotograf geworden, denn das tönt schon sehr nach Stress!

      Gut, bei den Tieren bin ich frei darin, was ich fotografieren möchte. Der Nachteil besteht darin, dass man sie erst mal finden muss. Und dann ist es genau so wie du sagst, man muss das Gerät beherrschen, um gute Resultate zu erzielen. Eine D500 macht noch keine guten Aktion Bilder, da gehört auch noch der Fotograf dazu.

      Bei den Spiegellosen wäre die einzige Kamera, die ich als Sport- und Wildlifetauglich bezeichnen würde, die Sony A9. Die Fuji X-T3 eher nicht, auch wenn die Objektive vorhanden wären.

      Ich denke auch, dass z.B. die MF Kamera von Fuji für engagierte Landschaftsfotografen noch kein Thema sein dürfte, da muss sie sich erst mal beweisen. Denn die besten VF Kameras sind Arbeitstiere; robust, zuverlässig auch bei Temperaturen von – 30 Grad, ausdauernder Akku. Da muss sich die Fuji erst mal beweisen, bevor die Topshots wechseln.

      Und richtig, ich habe schon zwei Systeme, VF und APS-C, und vermutlich kommt noch ein superleichtes MFT für die Berge dazu.

    • Mirko,

      ja, vielleicht, wenn man gerne stundenlang Autobahn blocht …

      Du kannst dir ja einfach die Beiträge von Mark anschauen, dann bist du auch mitten drin!

  • Ob wir Kunden

    eine Fuji GFX 50R unbedingt brauchen sei dahingestellt. Es ist eher die Frage ob sie mich anspricht, ich sie unbedingt haben möchte. Jemand hat mal gesagt: Es gibt kein Geldproblem, sonders höchstens ein Finanzierungsproblem!

    Für unsere Mobilität geben wir schnell 20.000 bis 50.000 Euronen aus, die wir nicht haben. Wer hat die schon flüssig?

    Bei Luxusgütern zu denen auch die GFX 50R gehört wird gejammert. Für ein Hochleistungsfahrrad geben wir mehr aus, eine Surf Ausrüstung ist ebenfalls teurer, Folgekosten welche die dazu gehörigen Reisen verursachen nicht mitgerechnet.

    Mir sind die schönen Dinge des Lebens immer etwas wert, man lebt nur einmal!

  • Fuji billig – warum ?? – Geheimnis gelüftet –

    laut Fuji Rumors.. Fuji benötige dringend mehr Fotografen im Mittelformat.
    Begründung weiter unten, habe sie von Fujirumors
    Deshalb verkauft Fuji diese Kamera so „billig“ das gerade noch etwas für Fuji übrig bleibt und dennoch etliche von 24×36 wechseln können.

    Was gibt es da noch zu überlegen ? ? ? Kaufen – Kaufen – Kaufen –

    Ja Fuji scheint auch in Bedrängnis zu geraten, was den Profit angeht.

    Why did Fujifilm made the Fujifilm GFX 50R?

    Right at launch of the Fujifilm GFX 50S, Fujifilm said that the letter “S” stands for “SLR-like”, and they might make a Fujifilm GFX 50R in future, where “R” stands for “Rangefinder”.

    So this camera was always somehow a possibility for Fujifilm.

    And now that sales for the Fujifilm GFX 50S have inevitably slowed down, Fujifilm needs to find ways to make more people buy into the system again.

    They have 2 options:

    discount the Fujifilm GFX 50S so much, that they will end up losing money for each camera sold
    develop a new and more affordable camera body, that will allow them to sell the same $2,000 worth MF sensor in a camera body that costs less overall and even if sold at around $4,500 ($2,000 less than Fujifilm GFX 50S), guarantees Fujifilm a bit of profit
    Option 2 is the obvious choice. If this works out, Fujifilm will get more MF shooters on board and still make some profits with the Fujifilm GFX 50R body.

    • Hallo Volker,

      Börsen gelistet Konzerne haben immer, besonders wenn sie so breit wie Fuji aufgestellt sind, in irgend einer Sparte Verbesserungspotential. Daraus auf eine „Bedrängnis“ zu schließen ist Sache des Aktienhandels. Besonders asiatische Konzerne denken im Gegensatz zu westlichen Konzernen eher an längerfristigen Erfolg. Als Beispiel möchte ich auf China verweisen die sich von der billigen „Werkbank“ der Welt zum innovativen Global Player entwickeln.

      Marketing ist wieder eine andere Sache. Weil alle Kamera Hersteller die Flucht nach vorne in das Vollformat antreten muss Fuji reagieren. Fuji nimmt jetzt mit der XT-3 das VF von „unten“ mit der GFX 50R von „oben“ in die Zange. Dieses könnte sich für Fuji auszahlen.

      Die Dividende passt und der Aktionär ist zufrieden.

      • @ Alfred Proksch
        ….Fuji nimmt jetzt mit der XT-3 das VF von „unten“ mit der GFX 50R von „oben“ in die Zange. …

        hallo Alfred, ich habe auch nur Bezug auf die Kamerasparte genommen. Die anderen Art/Geschäftsfelder von Fuji interessieren mich nicht.
        Klar doch, muß sich die Sparte rechnen, aber ob die Rg aufgeht ??
        Ich hätte eine Fuji GSF 50 sehr „preiswert“ bekommen können. wohl um die 3500 Euro…
        erst nachdem ich den Verkaufsgrund als auch die Preisliste von Fuji und die Objektivauswahl einsah,
        Nein, zu teuer auch für mich. Die Folgekosten, Fuji läßt sich hier auch alles bezahlen.

        Wie VW bei den Autos, Radio und Fußmatten, das bin ich ja gewöhnt, deshalb kein VW….
        Die Franzosen, die Italiener, was die so an Komfort bieten, alles incl.

        Wenn man dann den direkten Bildvergleich mit einer Nikon D850 oder Sonny A7R3 ansieht, rechtfertigt sich der Preis von Fuji nicht mehr für den Hobbyisten.

        Die Beruflichen mögen begründet ja anders denken. Das müssen sie ja, ist hier ja auch sehr sachlich dargelegt worden.

        Hierfür erstmal ein großes Lob von den 3 oder 4 Beruflichen.
        Sehr schön, wie Ihr das hier für uns Laien dargelegt habt.
        So kann man doch voneinander lernen. Noch einmal Danke

        Ja, so ist der Hobbyist, erst begeistern lassen, (das kann ja die Industrie sehr gut) , dann seine Frau fragen, und dann, ja dann…
        Es ist einfach nur noch das Haben – Wollen. Brauchen tun wir es nicht.

        Ich durfte ein Foto von einer bekannten Kölner Brücke sehen, Laie, Kamera eine Nikon D80 mit irgendeinem 18- bis…
        Foto bei Nacht direkt von der Brücke zum Dom. Junge, Junge,,, ob ich das nachmachen kann ??
        HDR; glattes Wasser, hohe Schärfe trotz der „Miesen Technik “

        Ein andere hat den Duisburger Innenhafen bei Nacht, Equipment ähnlich, fotografiert
        Ja es waren starke Bilder. Hier sieht man, das eigentlich nur das Motiv mit dem passenden Licht und die Umsetzung des Fotografen die Rolle spielt.
        Die Kamera ist Nebensache. Das habe jetzt auch ich begriffen.

        Deshalb bin ich gespannt, ob Fuji die GFX entsprechend verkaufen kann.
        Geld ist ja genug da.

      • Hobbyist ist eine schöne Sache…

        man kann sich ohne Druck den eigenen Interessen widmen. Fotografie ist dabei als eines der Umfangreichsten Hobbys zu bezeichnen. Je nachdem welche Aufgaben man sich stellt wird die Umsetzung eine spannende, knifflige Sache. Dabei muss gute Technik/Objektive nicht einmal teuer sein wenn man sich nicht um das Neueste schert. Gut gemachten Bildern sieht keiner an womit sie entstanden sind.

        Eben habe ich von Profoto (Beleuchtungssysteme) ein „Neuigkeiten“ Mail bekommen. Die haben ein neues Blitz/Dauerlicht System den Profoto B10 vorgestellt. Interessant ist dabei die Profoto-App für iPhone mit welcher man das TTL System steuern kann. Es wird also nicht lange dauern bis das kleine Gerät auch mit der iPhone Kamera zu verwenden ist, mit dem Dauerlicht geht das jetzt schon.

        Warum nicht Bilder mit dem sowieso vorhandenen Smartphone machen? Einmal das Pferd von hinten aufzäumen und das Licht vor der Kamera kaufen?

        Bei manchen Hobbyisten Bildern muss auch der Profi den Hut ziehen so gut sind sie gemacht, bedenkt man mit welch bescheiden Mitteln sie oft entstanden sind.

      • Spannend ist übrigens auch die Tatsache, dass Fotografieren heutzutage massiv günstiger geworden ist als es vor 20 Jahren noch war. Dazumal hat man es sich nämlich sehr gut überlegt, wie viele Diafilme man auf die Reise nahm. Bei mir waren es meist höchstens 10, das heisst also 360 Bilder (ein Bild = 50 Cent) pro Urlaub! Und heute, ja, heute macht man das in einem Tag!

        Ich denke deshalb auch, dass deshalb so viele fotografieren, denn wenn man die Anschaffungen mal gemacht hat, kostet es eigentlich nichts mehr. Es ist ein eher preiswertes Hobby geworden, also mal abgesehen von den Hirnverbrannten, die auf Felsen Selfies (oder genauer gesagt Killfies) schiessen und dabei zu Tode stürzen, was dann natürlich auch Kosten heraufbeschwört (ähnlich wie bei den Rasern, auch denen kein Mitgefühl meinerseits (denn Dummheit ist nicht Empathie würdig)).

        Langer Rede kurzer Sinn: Fotografieren ist preiswerter als je zuvor, ausser man sieht sich gezwungen, aus irgendwelchen hanebüchenen Gründen eine MF von Fuji anzuschaffen.

    • Volker,
      wenn die Preise so stimmen (Sensor Einkauf & Fuji Verkaufspreis) dann ist die Kamera bestimmt „eng“ kalkuliert. Im Gegensatz zu den KB Sensoren ist dieser bestimmt auch keine „Massenware“ nur wenn man sich die Einführungspreise einer A9,D5,D850 und der neuen Spiegellosen (CaNikon) so anschaut (die Pro Modelle kommen ja erst noch) frage ich mich, wer wem das Geld aus der Tasche leiert 🤔
      Natürlich werden jetzt nicht alle zur Fuji greifen aber vielleicht der ein oder andere Zahnarzt 😂

      • @ Mirko
        hallo Mirko,
        ja die Zahnärzte…. die haben noch Geld.
        Wer sich die Fuji GFX-R kauft ist 5000 Euro/Kamera + 5500-6500 Euro für 2 Objektive los.
        Das ist es, was ich meine.
        Es gibt leider keine gebrauchten für 200-500 Euro.

        Sonst wäre es ja eine Versuchung….

  • Gruß aus meiner Mittagspause ….
    Eine sehr schöne Unterhaltung bei diesem Artikel …
    Da konnte ich mal ein wenig lernen wie auch die FOTOGRAFEN für ihren Lebensunterhalt etliche Probleme zu wälzen haben – aber bei uns in der Landwirtschaft ist es Ähnlich – die Großen fressen die Kleinen – aber wenn man mal hinter die Kulissen schaut hängen die Großen meist auch nur am Tropf der Bank und es ist nicht viel los hinter dem Schein …
    Aber was nützt das Klagen – es ist schon mein ganzes Berufsleben immer ein wachsen und weichen gewesen – und mein altes Minolta – Fotogeschäft gibt es auch schon lange nicht mehr und die Frau unseres „Familienfeier -Fotografen“ geht auch schon ein paar Jahre Vollzeit einer anderen Tätigkeit nach – ach was ist das nur für eine ungewisse Zeit …
    Ich bin nun auch froh Das ich heute Das habe worauf sich Alfred schon diebisch freut – endlich mal das „muss“ und den Stress entsagen und das Gewusele um einen herum nur noch wahrnehmen müssen ….
    Das soll natürlich keine Entmutigung für die „Jüngeren“ sein – denn neue Herausforderungen spornen an und es gehört für einen selbstbewussten jungen Unternehmerischen Fotografen oder auch Landwirt dazu sich nicht so schnell unterzukriegen zu lassen und neue Ideen zu entwickeln …
    Ich jedenfalls freue mich über neu vorgestellte Kameras auch wenn ich sie mir nicht kaufen werde – aber es ist schon interessant was Fuji sich vornimmt …
    Es grüßt Gustav …

    • hallo gustav,
      die ungewissen zeiten haben wir uns doch alle selbst zuzuschreiben. ich greife mal ein wenig in eine andere zeit zurück in der die leute noch beim metzger, obstgeschäft, becker und der käserei eingekauft haben. als nun die ersten kleinen kaufläden aufgemacht wurden die alles anboten, meinte jeder er müsse sich den weg ins fachgeschäft sparen. als dann die supermärkte aufmachten in denen man zum einkaufspreis der kaufläden einkaufen konnte, wollte auf einmal niemand mehr so viel zahen. auch diese mussten dann irgendwann dem discounter platz machen, welche nicht nur an das obst und gemüsegeschäft ran wollten, sondern auch noch schreibwaren und elektronik verkauften. und die schraube dreht sich weiter. wo früher allein in der käserei, der bäckerei, dem obstgeschäft und der metzgerei mindestens 8 menschen beschäftigt waren, sitzt heute noch einer an der kasse und ein weiterer räumt die regale ein.

      in meinem heimatort gab es vor 30 jahren noch:
      3 metzgereien
      2 bäckereien
      2 obstläden
      3 kleine supermärkte
      2 kioske
      1 bekleidungsgeschäft
      gleiche einwohnerzahl, aber es ist kein geschäft mehr übrig.

      ich werde schief angeschaut, wenn ich mir was bei amazon bestelle. dann hört ihr endlich auf bei ikea zu kaufen. vielleicht habt ihr dann auch morgen noch einen job.
      ;-P

  • Ich möchte Euch hier ja nicht den Spaß verderben, glaube aber, dass das kleine Mittelformat auf die Dauer in eine Sackgasse führt. Warum? Der „Crop“ zu Kleinbild ist mit ca. 0,8 einfach zu klein für einen wirklichen Qualitätsgewinn. Die KB-Sensoren haben z.Z. einen technologischen Vorsprung vor MF. Das macht die Vorteile des kleinen MF weitgehend weg.

    Schauen wir uns mal, das im einzelnen an:

    Mehr Pixel? 50 MPixel gibt es bei Canon schon länger als KB, Nikon und Sony sind auch nicht weit weg. Die nächste Sony A7R4 wird vermutlich über 50 MPixel haben.

    Bessere Bildqualität? Ja, aber nur bei Basis ISO. Außerdem sind die Unterschiede gering.

    Bessere Freistellung? Nein! Fujifilm hat gerade mal ein Objektiv mit Blende 2.0 im Angebot. Jedes KB-Ojektiv mit Blende 1.4 bietet da mehr.

    100 MPixel. Ja, die werden wahrscheinlich in den nächsten 1 bis 2 Jahren kommen (https://www.photografix-magazin.de/sony-sensoren-150-megapixel-8k-video/). Allerdings wird damit die 4 Mikrometer-Pixelgröße unterschritten, ab der es nach meinen Erfahrungen kritisch wird.
    Wir haben übrigends gerade von 36 MPixeln Nikon KB auf die 100 MPixel Hasselblad (großes MF) umgestellt. Der Qualitätsunterschied ist schon beeindruckend, der Preis mit über 25000 Euro aber nicht ohne. Warum? Weil es der Kunde so gefordert hat.

    • Ja Klaus du sagst es. es ist ja noch nicht einmal so groß wie das kleine Mittelformat 6×4,5. Trotzdem ist der Qualitätsunterschied zu sehen. Aber ob er das Geld wert ist muss jeder nach seinen Bedürfnissen checken.
      Du sprichst mit Recht die Lichtstarken KB-Linsen an. Mittelformatler werden gerne mal scherzhaft als „pinhole shooter“ gehänselt
      Ich hoffe mal das Fuji seine GF Linsen schon mit größerem Bildkreis für größere Sensoren gerechnet hat und man so später wenigstens auf einen größeren Body(Sensor) aufrüsten kann ohne neues Glas kaufen zu müssen.
      Wenn nicht ist es wirklich eine Sackgasse.
      Hoffentlich wird sich zu Sony auch bald ein weiterer konkurrenzfähiger Sensorhersteller etablieren und etwas Bewegung in den Markt bringen.
      So ein Quasimonopol lähmt alles…

    • 50MP im MF gibt es schon länger als im KB. Die Hasselblad H5D-50C ist 2014 erschienen, die Canon kam ein Jahr danach. Die bessere Bildqualität bei Basis ISO stammt aus Zeiten in denen noch CCD Sensoren verbaut wurden. Inzwischen befindet sich ja in nahezu jeder aktuellen MF-Kamera egal welcher Sensorgröße ein CMOS Sensor von Sony.
      Das 110mm 2.0 von Fuji ist umgerechnet auf KB ein 87mm 1.6. Da bietet keine KB-Linse unter 85mm mit 1.4 mehr. Pixel sind nicht alles, es zählt auch immer der Gesamteindruck des Bildes.

  • Genau so rasant…

    wie sich die Packungsdichte entwickelt hat geschah es bei der Software für die interne Signalverarbeitung. Ein Spitzen Smartphone benutzt einen winzigen Sensor 20 Megapixel Sensor für seine erstklassigen Bilder. Also wo liegt das Problem? Auf einem „kleinen“ Mittelformat Sensor werden wir in nächster Zukunft 150-200 Megapixel bekommen, das ist heute schon sicher.

    Die heutigen „Weisheiten“ über die Sensorgrößen und deren Vor oder Nachteile gehören bald der Vergangenheit an. So wie ich gehört habe arbeiten die Hersteller an einer partiellen Auslesetechnik für helle und dunkle Bildpartien. Der mechanische Verschluss wird einem voll elektronischen weichen der mit der neuen Auslesetechnik und den ISO Werten gekoppelt ist. Dunklere Bildpartien können somit bei der selben Aufnahme mit höheren ISO aufgehellt werden helle Bildteile mit weniger ISO und Kürzerer partieller Belichtung vermieden werden.

    Mit diesen Technologien ist die schiere Größe in mm nicht mehr so wichtig. Übrigens wird im Moment gerade die gute alte Markierungstechnik so verfeinert das jeder Freisteller perfekt funktioniert, egal bei welcher Blende fotografiert wird. In Ansätzen macht das heute bereits jedes bessere Smartphone bei Porträt Einstellung.

    Deswegen würde ich trotzdem auf das physisch größere Format gehen und zwar weil die Objektive dieses perfekt ausreizen können. Vollformat Objektive dagegen sind teilweise (nicht alle) bereits „auf Kante“ genäht. Da sollen sie 60-80 Megapixel bedienen können? Erinnert ihr euch noch an die Liste der an der Canon EOS 5 Dsr verwendbaren Linsen? Das möchte keiner noch einmal erleben.

    Es sind für jeden Anwendungsbereich genügend Kamerasysteme vorhanden. Als Amateur oder Hobbyist würde ich mir über die erzielbare Bildqualität selbst kleinerer Sensoren keine Gedanken machen eher schon über den richtigen Umgang mit RAW Dateien die das herausholen was der Sensor hergibt. Wer JPEG fotografiert ist sowieso auf der Verlierer Seite wenn es um das letzte Quäntchen Bildqualität geht.

    Leute arbeitet mit dem System welches ihr am besten bedienen könnt und das für euch erschwinglich ist. Lieber an eine Software Schulung denken und vernünftiges Licht kaufen, das bringt mehr als man zuerst glaubt.

    • Alfred,
      diesen Ansatz verfolgte Fuji ja schon mit ihren damaligen S CCD Sensor, Ergebnis war ein gutes Rauschverhalten ( damalige Zeit) und eine sehr gute DR. Ich erinnere mich noch wo DXO auch Fuji getestet hatte, im „DR Ranking“ standen ganz oben zwei MF Kameras dann kam schon die S5pro und das mit ihren „popligen“ APS Format Sensor 😉

  • Obs bei dieser Kamera den selben Aufschrei wie bei Canon gibt, wenn sie kein 4K mit voller Sensorauslesung und 120p kann und keine IBIS hat? Ihre Vorgängerin, die GFX 50S hat nämlich nichts dergleichen.