Aktuelle Gerüchte und eine Diskussion deuten darauf hin, dass Fujifilm gleich zwei große Entscheidungen vor sich hat: eine mögliche Fusion der X-H-Linie und die Zukunft der X-T-Serie. Was das für euch bedeuten könnte.
Eine Kamera statt zwei: Das X-H3-Gerücht
In der Fujifilm-Community macht derzeit ein Gerücht die Runde, das aufhorchen lässt. Laut einer anonymen Quelle, die Fujirumors zugespielt wurde, soll Fujifilm die Nachfolger der X-H2 und X-H2s nicht als zwei separate Modelle auf den Markt bringen, sondern beide Linien in einer einzigen Kamera vereinen: der Fujifilm X-H3, die für das Jahr 2027 geplant ist.
In der Community von Fujirumors würden es laut einer Umfrage 50 Prozent begrüßen, wenn Fujifilm die X-H2- und X-H2s zusammenführen würde. 37 Prozent würden weiterhin zwei separate Kameras bevorzugen, 12 Prozent sind noch unentschlossen.
Bislang hatten die beiden Kameras klar unterschiedliche Rollen. Die X-H2s war mit ihrem gestapelten Sensor auf Video und Action ausgelegt, während die X-H2 mit ihrer hohen Auflösung punkten konnte und ideal für Landschafts- und Studioaufnahmen geeignet ist. Diese Aufgaben in einer einzigen Kamera zu vereinen, wäre technisch äußerst anspruchsvoll und hängt wohl auch vom Sensor ab, den Fujifilm dafür verwenden will.
Die anonyme Quelle spricht von einem „partially stacked sensor“, was auf eine DGO- oder DCG-Technologie hindeuten könnte. Beide bieten einen beeindruckenden Dynamikumfang, allerdings vor allem mit mechanischem und nicht mit elektronischem Verschluss. Eben genau dort, wo der aktuelle X-H2s-Sensor glänzt.
Ein interessanter Gegenpunkt ist, dass APS-C generell schnellere mechanische Verschlusszeiten als Vollformat erlaubt. Sollte Fujifilm die mechanische Serienbildrate der X-H3 steigern, würde die Abhängigkeit vom elektronischen Verschluss sinken und eine mögliche Schwäche des neuen Sensors wäre zumindest teilweise ausgeglichen.

Die X-T-Linie: Irrweg und Rückkehr zu sich selbst
Parallel dazu wird eine ebenso spannende Debatte über die Zukunft der X-T-Serie zwischen Fujirumors und dem kürzlich veröffentlichten Video von Thomas B. Jones geführt. Was viele als Identitätsverlust der Linie wahrnahmen, besonders mit der X-T4, hatte einen nachvollziehbaren Grund: Nach dem kommerziellen Misserfolg der X-H1 musste Fujifilm die X-H-Linie für mehrere Jahre auf Eis legen. Die X-T-Serie übernahm zwangsweise die Flaggschiff-Rolle, wurde größer, schwerer und hybridtauglicher und verlor dabei ein Stück ihrer DNA, wie Thomas es sehr treffend ausdrückt.
Mit dem Comeback der X-H2 und X-H2s war diese Bürde endlich aufgehoben. Die X-T5 konnte zu ihren Wurzeln zurückkehren: Sie ist kleiner, leichter und fotografiezentriert, hat einen Kippbildschirm statt eines vollbeweglichen Displays und bietet keine 8K-Videoaufzeichnung, dafür aber 40 Megapixel. Das Ergebnis war ein Verkaufserfolg.
Was sollte die X-T6 also mitbringen? Thomas meint hierzu: „Keine überladenen Menüs, kein Funktionschaos, sondern Klarheit.” Eine Kamera, die weiß, für wen sie gebaut ist. Der noch vorhandene Stills-Video-Schalter, ein letztes Überbleibsel der Hybridphase, könnte beispielsweise einem nützlicheren Bedienelement weichen.
Schaulaufen der kommenden Fujfilm-Kameras
Für Fans von Fujifilm steht auf jeden Fall eine spannende Zeit bevor. Den bisherigen Gerüchten und Informationen zufolge dürfen wir uns im Herbst auf die X-T6 freuen. Im Jahr 2027 dürften dann die bzw. der Nachfolger der X-H2 und X-H2s sowie die lang erwartete X-Pro4 folgen. Das sind sicherlich Kameras, auf die der eine oder andere derzeit wartet. Die X-T6 dürfte sich hoffentlich wieder als Kamera für Fotoprofis präsentieren, die X-H-Serie als Kamera für Hybrid-/Video-Anwender und die X-Pro4 als Street-/Reportage-Kamera.
Wir sind auch gespannt, ob Fujifilm die X-H-Serie als Flaggschiff für Foto und Video belässt oder künftig eine mehr videozentrierte Kamera präsentieren wird. Die ersten Gerüchte mit zahlreichen Video-Innovationen und einem neuen Zubehörteil speziell für Videografen deuten zumindest in diese Richtung.
Betrachtet man beide Entwicklungen zusammen, kann man festhalten: Fujifilm sortiert sein Line-up gerade neu, zumindest teilweise.
Was wünscht ihr euch mehr: eine einzige, leistungsstarke Fujifilm X-H3? Oder lieber zwei spezialisierte Kameras? Und welches Feature sollte die X-T6 gegenüber der X-T5 unbedingt zurückbringen oder streichen?


Mir egal Hauptsache Fuji 📸😎 Spaß beiseite, anstelle von Still/Movie bitte wieder Spot, Mittenbetont, Mehrfeld etc. an diese Stelle zurück … Danke
Einen Sponsor.
Zwei Herren dienen hat noch nie wirklich funktioniert, besonders dann nicht wenn die Herren keine Kompromisse eingehen wollen!
Technisch gesehen – was machbar ist wird gemacht! Wer sich bereits innerhalb der Fuji X – Welt bewegt der kann sich sehr gut eine zweite und/oder dritte Kamera vorstellen. Neue Kunden können ihren Bedarf nicht immer gut einschätzen, sie wollen keine falsche Entscheidung treffen. Deswegen werden Hybridsysteme gekauft.
Fuji ist mit seinen Kameras die „Spaß“ machen, die „anders“ als die Produkte der Mitbewerber waren bis heute gut gefahren.
Breit im APS-C Segment aufgestellt sein ist wichtig, genau so wichtig ist es für den Kunden ein übersichtliches Portfolio zur Auswahl vor sich zu haben. Bereinigung des selben kann nicht schaden.
“Spaß” habe ich vielleicht Ostern …in der Hoffnung das bis dahin der “Iridium Filter” eingetroffen ist. Dieser soll ja bei normalen Kameras die Farben krachen lassen und bei Infrarot … ich lasse mich mal überraschen 🤪
Also so was – du mit deinen Filtern – braucht es das? “Iridium Filter” – immer diese Fremdworte!
Ja – bei mir ist es die Freude was dabei am Ende als Bild heraus kommt. Experimente mit mehreren Filtern gleichzeitig sind so etwas wie der Zufallsgenerator beim Lotto – ich kann nichts dafür wenn das Bild einzigartig geworden ist.
Ohne Filter wird das nix mit Infrarot 😉 Samstag hatte ich mal die Sonne genutzt und weiter Altglas auf IR getestet. Obi drauf und runter vor die Tür, knips knips und dann das nächstes Objektiv. Mit den Pentacon 30/3.5 brauchte ich nicht vor die Tür gehen der Hotspot wurde gleich sichtbar (Sockenfoto) 😂und das Helios brauch man auch nicht ablenden … aber wer blendet auch ein Helios ab 🤪
Die X-H-Serie kann sich gern auf das Thema Video fokussieren – und die übrigen Modelle auf Fotografie. Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf, welche Eigenschaften (vor allem in Sachen Sensor) die nächste Generation bieten wird.
Fuji ist eigentlich gut gestartet, war aber erst mit XPRO2 und XT2 halbwegs tauglich für professionelle Nutzung. Dann wollte man plötzlich auf allen Hochzeiten tanzen und jede Nische bedienen. Das war der Zeitpunkt, an dem ich aus dem System ausgestiegen bin weil ich keine grundlegende Weiterentwicklung gesehen habe. Jedesmal eine neue Kamera zu kaufen nur weil Fuji verkündete, es gäbe verbesserten AF und 2-3 neue Filmsimulationen, macht eigentlich wenig Sinn. Für den Amateur stellte sich natürlich auch die Preisfrage, da es im KB-Bereich auch schon Kameras für 2.000,00 Euro gab. Wenn meine Informationen stimmen, sind die APSC-Sensoren nur noch unwesentlich billiger im Einkauf im Vergleich zu einem KB-Sensor. Gleichzeitig sind die EVFs im Preis gestiegen. Fuji hat natürlich das Problem, immer behauptet zu haben, der X-Trans-Sensor ist eigentlich genauso gut wie ein KB-Sensor. Das stimmt jedoch nicht (eigene Erfahrung mit dem System). Aus der Nummer kommen sie auch nicht mehr raus. Also jetzt ein KB-System zu entwickeln wird nicht mehr funktionieren. Dafür bieten sie dann GFX an, allerdings im Seitenverhältnis 3:4. Passt nicht so richtig zu den gängigen DIN-Formaten. Lichtstarke Objektive und lange Brennweiten sind auch nicht so leicht zu realisieren. Also gut, dass die Polaroid-Kameras den größten Umsatz generieren,… Weiterlesen »
… also bisher hatte ich noch keine Probleme (Druck) mit den 3:4 Format oder bei der Entwicklung der Filmrolle 🤔
…DIN-A-4 hat z.B. ein Seitenverhältnis von 2:3. Wenn Du 3:4 beschneidest, landest Du in etwa bei KB. Mit wesentlich mehr Möglichkeiten bei Objektiven, Geschwindigkeit usw. Ein Problem ist das natürlich nicht. Ich wäge nur ab, ob es sich lohnt das kleine Mittelformat zu kaufen. Denn die GFX ist nun mal keine PhaseOne…
…ich spreche in erster Linie von meiner analogen im 6×8 Format und hier gibt es 0,0 Probleme bei der “Ausgabe”
DIN hat immer ein Seitenverhältnis von 1:sqrt(2).
matthiasroesch.com
Warum soll ich (man) sich eine Fuji kaufen? Wegen der Größe? Andere Hersteller (Sony, Nikon usw. haben Modelle mit ähnlichen Abmessungen. Wegen den nostalgischen Bedienknöpfen. Gibt es bei Nikon auch (Zf, Zfc ), wegen den Preisen der Objektive? So günstig sind sie nicht. Wegen der Größe?
Warum hat die X-T5 einen schlechteren Sucher als die X-H2? Warum kann man bei gleichem Sensor nicht in 8k filmen?
Es gibt bestimmt noch viele, die sich für eine Fuji interessieren, entweder die die Kameras von anderen Herstellern schon haben oder Neueinsteiger die die Historie von Fujifilm gar nicht kennen und es ihnen auch egal ist wie eine X-T1 mal aussah.
Eine X-T6 sollte klein, kompakt, einen guten Sucher haben und eber auch 8k-Video und einen guten Autofocus. Eben alles was die anderen Hersteller auch haben. Dann ist Fujifilm eine Option.
Warum soll man sich eine Fuji kaufen? Weshalb immer alles hinterfragen?
Ich kaufe Fuji weil ich es will, Punkt!
Die XH 1 , war eine ausgereifte gute Kamera. Meines Erachtens für Fotografie, die beste Kamera die Fuji je auf den Markt gebracht hat.
Das sehe ich auch so (nur das “je auf den Markt gebracht hat” bezweifle ich). Für die damalige Zeit war es eine sehr gute und vor allem gegen Ende der Produktion auch relativ preiswerte Top-Kamera (ich hatte sie zusammen mit dem Batteriehandgriff und Zusatzakkus für unter 1000 Euro erstanden). Das Problem der X-H1 war, dass sie die erste X-Kamera war, die nicht das klassische Fuji-Bedienkonzept hatte. Sie traf deshalb bei Fuji-Bestandskunden auf umfangreiche Ablehnung und für bisherige Nicht-Fuji-Kunden hatte sie im Vergleich zu preisgleichen VF-Kameras vermutlich zu wenige überzeugende Kaufargumente, zumal sie vergleichsweise gross und schwer war.
Ist auch meine Meinung, darum gebe ich meine XH1 nicht her. Mein Gefühl ist sogar, das die Farben anders sind, schöner, plastischer, weicher…
Eine x-t3 mit Vollformat Sensor für 1800€ , das wäre mal was 😄
Fuji nicht verstanden.
Das wäre dann ein Nikon ZF.