Der Konzern setzt voll auf KI-Infrastruktur. Die Kameras spielen in diesem Plan eine Nebenrolle.
Wie steht es bei Panasonic – und wo geht es hin? Der japanische Konzern hat seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 und eine aktualisierte Strategie vorgelegt. Der Umsatz sank im abgelaufenen Jahr auf rund 8,05 Billionen Yen (ca. 43 Milliarden Euro), der Betriebsgewinn fiel um knapp 45 Prozent auf 236,4 Milliarden Yen (ca. 1,3 Milliarden Euro).
Panasonic nennt dafür die Entkonsolidierung der Automotive-Sparte, einmalige Kosten für einen Fertigungsfehler bei Fahrzeugbatterien und Restrukturierungskosten von 174,5 Milliarden Yen (ca. 940 Millionen Euro).
Für das laufende Jahr gibt sich der Konzern deutlich zuversichtlicher. Der Umsatz soll zwar auf 7,6 Billionen Yen (ca. 41 Milliarden Euro) sinken, vor allem wegen der Abspaltung des Haus- und Bautechnikgeschäfts und des Wechselkurses. Der Betriebsgewinn soll sich aber auf 550 Milliarden Yen (ca. 3 Milliarden Euro) mehr als verdoppeln. Die Dividende klettert von 40 auf 54 Yen je Aktie (ca. 22 auf 29 Cent).
Kondensatoren und Leiterplatten
Das Wachstum soll aus dem Geschäft rund um KI-Infrastruktur kommen. Panasonic nennt Kondensatoren, Leiterplattenmaterial der Reihe Megtron sowie Speicher- und Backup-Systeme für Rechenzentren und plant hier bis 2028 einen Umsatz von rund 1,4 Billionen Yen (ca. 7,5 Milliarden Euro). Für 2026 bis 2028 sind 500 Milliarden Yen (ca. 2,7 Milliarden Euro) an strategischen Investitionen in dieses Geschäft vorgesehen, der Konzernumbau mit weltweit 12.000 gestrichenen Stellen ist abgeschlossen.
Kameras kommen in diesem Plan nicht vor. Sie gehören zum Bereich Smart Life und dort zur AVC-Sparte, die Imaging, Fernseher und Kommunikation bündelt. Smart Life schrieb einen Betriebsverlust von 37,3 Milliarden Yen (ca. 200 Millionen Euro). Gründe seien vor allem die schwache Nachfrage im Ausland, besonders in China, sowie der Umbau im TV-Geschäft samt einer Partnerschaft mit dem chinesischen Hersteller Skyworth.
Das heißt nicht, dass Panasonic das Fotogeschäft völlig vernachlässigt. Die Imaging-Sparte brachte 2025 mit der Lumix S1II und der S1RII neue Vollformat-Flaggschiffe und hält weiter an Micro Four Thirds fest.
Vier Registrierungen, eine bleibt offen
Hinweise auf weitere Modelle liefern chinesische Zertifizierungsdatenbanken. Vor dem offenbar sehr erfolgreichen L10-Start standen dort vier registrierte, aber nicht angekündigte Panasonic-Kameras. Drei davon lassen sich inzwischen zuordnen. Der Code P2409A passt vermutlich zur kürzlich vorgestellten L10, P2501A zur im März angekündigten ZS300/TZ300, und P2303A stammt schon aus dem September 2023 und dürfte ein eingestelltes Projekt sein.
Übrig bleibt P2503A. Das Modell wurde am 12. Mai eingetragen und unterstützt Dualband-WLAN, was gegen eine günstige Kompaktkamera und eher für eine Systemkamera spricht. Spekuliert wird unter anderem über einen lange erwarteten Nachfolger der S1H. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Quelle: Panasonic | via: Asobinet


Und wozu braucht man sowas?
Es könnte eventuell für Fotografen nützlich sein, jedoch für Knipser ist das rausgeschmissenes Geld.
Vielleicht wäre es sinnvoll, Kameras für Fotografen und Kameras für Knipser (die dann das Dreifache kosten), zu produzieren.
Die L10 lässt mich nun doch wieder auf eine Lumix GX10 hoffen. Meine GX9 🥰 tut es zwar noch recht gut, – ein schnellerer Prozessor, ein aktueller Sensor und ein verbesserter Autofokus wären für mich allerdings schon Gründe, Panasonics Umsatz in der Kamerasparte zu erhöhen.
Geht mir genauso. Die Konkurrenz von Fuji ist mit ähnlichen Kameras erfolgreich. Ich hätte gern noch einem Mikrofoneingang
Mit der L10 hat Panasonic mal alles richtig gemacht. Ich weiß nicht warum es für andere Hersteller so schwierig ist, mal eine vernünftige, kompromisslose Kompaktknipse rauszubringen.