Leica hat eine Kundenumfrage zu Designentscheidungen künftiger M-Kameras verschickt. Nostalgiker könnten eine Sonderedition mit abnehmbarer Bodenplatte bekommen.
Wichtig dabei: Eine Umfrage ist längst keine Produktankündigung. Ob und wann die gezeigten Konzepte tatsächlich umgesetzt werden, bleibt offen. Dass Leica seine Kunden so gezielt nach Meinungen fragt, überrascht allerdings wenig – als Hersteller im Premiumsegment mit einer vergleichsweise kleinen, treuen Zielgruppe liegt der enge Austausch nahe. In einem Begleittext zur Umfrage schreibt Leica: “Seit jeher betrachten wir das Feedback unserer Kundinnen und Kunden als integralen Bestandteil unserer Entscheidungsprozesse. Je besser wir Ihre Bedürfnisse kennen, desto gezielter können wir darauf eingehen und diese erfüllen.”
Das gezeigte Design kombiniert dabei Elemente aus M11 und Q3. Interessant könnte auch die Drehung des Entriegelungsschiebers um 90 Grad werden, der sich auch dann bedienen lassen dürfte, wenn eine Schnellwechselplatte montiert ist. Das würde einen bekannten Kritikpunkt an der M11 beheben. Neu sind zudem drei Metallkontakte auf der Unterseite, wie sie die Q3 für drahtloses Qi-Laden verwendet.
Parallel fragt Leica in der Umfrage, ob Kunden Interesse an einer limitierten Heritage Edition mit traditioneller Bodenplatte hätten. Das deutet darauf hin, dass die abnehmbare Bodenplatte nicht mehr ins Standardmodell zurückfinden wird (was mich auch gewundert hätte), die Retro-Variante bliebe dann exklusiven Sonderauflagen vorbehalten. Allerdings weist Leica in der Umfrage darauf hin, dass eine klassische Bodenplatte einen kleineren Akku bedeuten würde. Heritage-Käufer müssten also zwischen Design-Nostalgie und Akkukapazität abwägen.
Bei Leicarumors diskutieren Fans kontrovers über die abnehmbare Bodenplatte der M-Serie. Die Mehrheit hält die feste Bodenplatte der M11 für einen klaren Fortschritt: praktischer, stabiler, kein Gefummel mehr beim Akku- oder Kartenwechsel. Eine kleine, aber leidenschaftliche Minderheit sieht das anders. Für sie gehört das Abnehmen der Bodenplatte zum Ritual des Messsucher-Erlebnisses dazu. Die gesamte M-Serie sei letztlich ein Appell an die Nostalgie. Wer eine Kamera ohne Autofokus kaufe, könne sich schlecht über eine abnehmbare Bodenplatte beschweren.
Zusätzlich kursieren Gerüchte über einen von Leica selbst entwickelten Vollformatsensor mit Bildstabilisierung, ein Hybrid-Sucher aus Optik und Display sowie ein überarbeitetes Bedienkonzept. Die M12 soll frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2026 oder Anfang 2027 kommen, ich würde noch etwas mehr Geduld an den Tag legen.
via: Notebookcheck



Schön das Photografix sich einer kleinen Minderheit widmet.
Ja sie ist ein Anachronismus – die M-Serie! Ein Beispiel meinerseits: Zuerst habe ich gewettert was das Zeug hält als ich von der M–EV1 gehört habe, als ich die Gelegenheit dazu hatte habe ich meine Objektive angesetzt und das Ding ausprobiert. Technisch gesehen spart man sich den Visoflex Sucher wenn man mit Zwischenringen oder Fremdobjektiven arbeitet. Mag sein das die elektronische Einstellhilfe praktisch ist, an das schöne große Sucher-Bild kann man sich leicht gewöhnen, nur mein Fall ist es trotzdem nicht. Warum?
Weil ich mich mit Kauf der M-Kameras persönlich dafür entschieden habe die ursprüngliche analoge Handhabung weiterhin für die digitale Fotografie nutzen zu wollen. Ansonsten könnte jede x-beliebige DSLM Vollformat sämtliche Aufgaben viel besser, schneller, automatisierter und viel bequemer für mich erledigen. Technik und Software FÜR mich erledigen lassen? SELBST fotografische Entscheidungen treffen ist mir wichtiger, weil beim privaten Bilder machen geht es nur nebenher um die verwendete Technik, es geht immer um Geschichten, Gefühle, Stimmungen und der gleichen mehr.
Deswegen befragt Leica seine Kundschaft wenn es z.B. um so etwas wie die Bodenabdeckung geht.
Gähn……
Peter ist bisserl arg kurz unterwegs, aber ich stimme ihm hinsichtlich deines mitunter ermüdenden Versuches bei, das Thema: “es geht immer um Geschichten, Gefühle, Stimmungen und der gleichen mehr”, hinsichtlich der Verwendung einer Leica-M in ein besonderes “die sehr bewussten-Könner-Licht” zu rücken.
99% meiner Sujetpräferenz ist die Menschenfotografie – was glaubst Du fotografiere ich oder andere mit meinen Panas oder den GRs oder XYZ, wenn nicht “Geschichten, Gefühle, Stimmungen und dergleichen mehr”?
Lieber J.Friedrich dann machst du alles richtig, Glückwunsch! Selbiges fotografiere ich auch mit den „neumodischen“ GFX Modellen – funktioniert technisch alles bestens und wunderbar.
Der für mich wichtige Satz: „SELBST fotografische Entscheidungen treffen ist mir wichtiger, weil beim privaten Bilder machen geht es nur nebenher um die verwendete Technik“ beinhaltet das mir von Fall zu Fall das „analoge Handling“ einer M als die angenehmere Lösung vorkommt. Nicht mehr und nicht weniger. Es ist für mich persönlich die bewusstere Art Bilder zu machen – gerade deswegen – jedem seine eigenen Präferenzen!
👍 – gut, dass wir dies geklärt haben, ich muss ja nicht alles verstehen – und die M bleibt mir sicher weiterhin ein Rätsel mit ihrem “Guckloch-Messsucher”.
5-10k€ Optiken vorne angeflanscht, durch die man nicht dann nicht schaut, sondern in einem “Paralleluniversum” nur eine Ahnung vom Resultat erblicken kann, dem konnte ich schon zu analogen Zeiten nix Sinnvolles abgewinnen. Überraschungen sind da an der Tagesordnung …
Kein Wunder, dass Leica mit digitalem Aufstecksucher und jetzt die M-EV mit der “Feinmechanik” ganz brutal brechen!
man oh man mein lieber Freund …Mann kann sich aber auch anstellen 😤 Wozu gibt es denn heutzutage die digitalen Hilfsmittel, so hat mein iPhone durch den Messsucher geschaut während ich das fertige Bild im Display des iPhone sah, fertig ohne wenn und aber 😂
PS: der helle Fleck auf meiner Stirn stammt vom Mischbild, mit den stellt man scharf, hatte aber keine Hand mehr frei zum fokussieren 🤣
Wie immer: gnadenlos gut! 😂👍😂
✌️…wie Du sehen kannst habe ich meine Analoge mit modernen Zubehör ausgestattet. Auf dem Blitzschuh steckt die modernste Motivklingel, ich habe den Ton “Kikeriki” gewählt 👍 (Miau benutzen meistens die Wildlife Fotografen)
Wenn einer den Durchblick hat dann Du!
Der Blick durch einen klassischen M Sucher zeigt die reale Welt durch ein kleines Fenster. Man blickt auf die Menschen, die man fotografieren will, statt auf einen Haufen bunter Pixel. Das ist das Echte, das einzig Wahre. Und du nennst es “Paralleluniversum”?
Okay, Du hast recht, ich meinte das Reale-Echte-Einzig-Wahre-Billo-Guckloch-Parallaxen-Parallel-Zu-Sauteuer-Nix-Guckdurch-Optik-Kleines-Fensterglas-Universum-Ohne-Haufen-Pixel, ja, ja, ja, da hast Du recht, ich war da bisserl arg-arg kurz. 😉
Mit den ersten vier Worten deines Kommentars bin ich d’accord. 😉
Elektronische Bilder haben durchaus ihre Berechtigung. Wenn meine bessere Hälfte mit ihren Bio- Hühnern (Studentinnen) bei uns in den Kellerräumen an ihrem Rasterelektronenmikroskop (hat mich ein Vermögen gekostet) sitzt und ich mir die Proben in Natura ansehe und was bei einer Auflösung im Nanometerbereich (ca. 1–10 nm) von Pflanzenoberflächen, Zellen plötzlich sichtbar wird (ich verstehe von dem Zeug so gut wie gar nichts) dann überlege ich kurz mit welchen „Steinzeitlichen“ Sensoren wir Fotografen uns zufrieden geben müssen. EVF ist Steinzeitlich – noch nicht einmal 3-D ist mit den DSLM Suchern möglich. Das wir mit unserem menschlichen Sehvermögen „blind“ sind – egal durch welchen Sucher wir blicken ist damit geklärt – oder?
Elektronische Bilder und EVF haben natürlich ihren Sinn und bringen jede Menge Vorteile mit sich. Das habe ich ja nie bestritten. Ich fand es nur seltsam, gerade den Messsucher zum „Paralleluniversum“ zu erklären. Das impliziert ja, dass der EVF das „Normale“ ist. Wenn ich aber durch einen EVF schaue, der die Nacht zum Tag macht, der die schönsten Farben in Schwarzweiß darstellt oder die Welt in ein Swirly Bokeh taucht, wie kann das dann normal sein? DAS ist die weirde Alientechnologie! 😀
Wenn Du die reale Welt sehen willst, dann brauchst Du keine Kamera, durch die Du schauen musst, erst recht kein kleines Guckloch einer M, die Dir nicht hilft zu erkennen, wie das Foto später aussieht. Ein guter elektronischer Sucher ist da schon sehr viel hilfreicher.
Ich will die reale Welt sehen und fotografieren. Und das funktioniert mit einem Messsucher prima. Den EVF habe ich seit meinem Wechsel zur M jedenfalls nie vermisst. Niemand wird ein besserer Fotograf, nur weil er den ganzen Tag auf ein kleines Display starrt. Und ich brauche auch kein Echtzeithistogramm, um zu erkennen, ob es sich das Auslösen lohnt. 😀
Was Du willst und was “das einzige Wahre” ist, wie Du ursprünglich schriebst, sind zwei unterschiedliche Dinge. Niemand hat etwas dagegen, dass Du Dich für den optischen Sucher einer Messsucherkamera begeisterst und ihn einem EVF vorziehst. Aber bitte erkläre nicht anderen, dass die überholte Technik von optischen Messsucherkameras das “einzig Wahre” sei. Das ist ein Anachronismus und selbst Leica hat erkannt, dass es in Zukunft ohne EVF nicht gehen wird. Wie fotografierst Du eigentlich mit Deiner Leica M bei Brennweiten von 200mm und mehr? Achso, das geht mit dem Messsucher gar nicht? Klar ist ja auch das “einzig Wahre” 😂.
Wenn ich in New York durch den Messsucher meiner M schaue, dann sehe ich das wahre New York. Wenn du an der gleichen Stelle durch deinen EVF schaust, siehst du lediglich ein digitales Abbild von New York. Auf diesen Unterschied bezog sich “das einzig Wahre”. Ich schaue mir Gemälde auch lieber im Museum an, statt daheim auf meinem Monitor, aber da tickt eben jeder anders. Und wäre ich an langen Brennweiten interessiert, hätte ich mir wohl eine der hässlich ergonomischen Sony Canon Nikon Kameras kaufen müssen. Gott sei Dank ist mir das erspart geblieben. 🙂
Also Du läufst mit der M ständig am Auge durch New York um Dir New York anzuschauen? Achso, Du warst das also 😂. Im Unterschied zu Dir schaue ich mir weder mit der M noch mit irgendeinem EVF New York oder irgend etwas anderes an. Ich habe dabei nichts vorm Kopp. Aber wenn ich etwas fotografisch interessantes sehe, dann plane ich das Foto, wähle meinen Standpunkt dafür, stelle die Kamera ein, nimm sie vor´s Auge und justiere dann über den EVF nochmals nach und drücke ab. Für was braucht man dazu einen Sucher einer Messsucherkamera? Auf Reisen setze ich dabei übrigens die schöne und ergonomisch weniger günstige, dafür aber superleichte und -kompakte X-E4 ein. Deine M ist auch nich schöner, dafür aber schwerer, grösser und sie hat dieses unpraktische Messsuchersystem 😎
Es ist doch vollkommen unerheblich, ob wir 8 Stunden ununterbrochen mit dem Auge am Sucher kleben oder auf der gesamten Reise nur 1x kurz durchschauen. In dem Moment, wo wir durch den Sucher blicken, sehen wir unterschiedliche Dinge. Realität vs digitales Abbild. Das ist meine Kernaussage und die kannst du nicht widerlegen.
Die XE4 ist eine schöne Kamera. Sie wird ja nicht ohne Grund „the poor man’s Leica“ genannt. 😀 Aber ich habe noch einen Geheimtipp für dich, da du ja offensichtlich auf kompaktes Equipment mit kleinen Sensoren stehst: Smartphone-Fotografie. Da gibt es zwar keinen Sucher, aber du kannst auf das Display schauen. Genau wie beim Blick durch den EVF. Nichts zu danken.
Nein, Du siehst auch durch den Sucher der M nicht Realität, denn das Sucherbild der M verkleinert die dort angeblich sichtbare Realität. Und was bringt es Dir überhaupt dort die angebliche Realität zu sehen? Willst Du ein Foto machen oder die Umgebung verkleinert sehen? Kleiner Geheimtipp, nimm ein Fernglas und schau verkehrt herum durch, dann haste das gleiche Ergebnis, sogar in Stereo 😎. Der EVF unterstützt den Fotografen beim Ziel ein Foto nach seinen Vorstellungen zu schiessen deutlich besser als ein Messsucher. Flexibler ist er ohnehin, schon alleine weil er keine Brennweitenbeschränkung hat. Wenn ich mir die Umgebung anschauen will, dann benötige ich überhaupt keine Kamera. Das sind meine Kernaussagen und die kannst Du nicht widerlegen.
Naja, wenn Du den Monitor eines Smartphones mit dem Sucher einer aktuellen DSLM gleichsetzt, dann kann ich Dir auch nicht weiterhelfen. Dann erübrigt sich jede Diskussion mit Dir darüber. Mach Dich halt erst einmal schlau über was Du sprichst, dann können wir weiter diskutieren.
Die einzig wahre Welt sieht man aus der JVA!
Kleines Fenster und sogar die Gitterlinien sind inklusive und brauchen kein Update!
Grosser Vorteil…es passen alle E 39 Objekte alle M Objekte
Auch mein 135 f2.8 mit Brille