Leica Marktgeschehen

Leica: Preise sollen auch in Europa erhöht werden

In den USA wurden die Preise von Leica-Produkten kürzlich schon zweimal angehoben, bald müssen wohl auch europäische Kunden noch tiefer in die Tasche greifen.

Preiserhöhungen bei vielen Herstellern

Kaum ein Kamerahersteller bleibt von den aktuellen Entwicklungen des Marktes verschont. Seit Anfang des Jahres mussten wir etwa schon über Preiserhöhungen bei Sony, Canon und Nikon berichten, wenngleich teilweise nur manche Regionen betroffen waren. Jetzt sickert auch durch, wie höhere Preise auch für Kunden von Leica in unseren Breitengraden konkret aussehen könnten.

Wer eine Leica-Kamera kaufen will und in den USA wohnt, hat besonders gelitten. Dort gab es nämlich schon im Oktober 2021 und zuletzt im März 2022 Anpassungen der Listenpreise. Bald darauf folgten auch Preiserhöhungen in Großbritannien und Japan, wie Leicarumors vermeldet.

Leica M11 bald für 8.700 Euro?

Am härtesten trifft es wohl die Leica M11. Das aktuelle Flaggschiff wurde im Januar zu einer UVP von 8.350 Euro vorgestellt. Nach der mutmaßlich anstehenden Preiserhöhung könnte sie für 8.700 Euro, also 350 Euro mehr, über die Ladentheke gehen. Das sollen jedenfalls angebliche Preislisten mehrerer Händler verraten, die ab 1. Juli 2022 in Kraft treten sollen. Dies würde eine Steigerung von moderaten 4,1 Prozent bedeuten.

Während gerade Leica für seine „Leica-Preise“ recht häufig in der Kritik steht, ist nicht nur die relative Erhöhung beispielsweise gegenüber den 10 Prozent, die bei Canon zu erwarten sind, vergleichsweise verkraftbar. Und vielleicht eine nicht ganz so steile These: Wer eh schon bereit ist, die mehr als 8.000 Euro auszugeben, wird den 350 Euro mehr auch nicht hinterherweinen.

Einen ähnlichen Preissprung von rund 350 Euro sollen das APO-Summicron-M 50mm f/2 ASPH und das Summilux-M 90mm f/1.5 ASPH erfahren. Beim Noctilux-M 50mm f/0.95 ASPH fällt das Plus mit 300 Euro womöglich etwas niedriger aus.

Deutsche Händler listen noch alte Preise

Bei deutschen Onlineshops sind die höheren Preise offenbar noch nicht angekommen, zeigt ein Blick in den aktuellen Preisvergleich – die Verfügbarkeit ist aber nochmal ein ganz anderes Thema.

Fazit & Preisvergleich
Leica M11

Die Leica M11 ist im Januar 2022 vorgestellt worden und bringt unter anderem einen 60-MP-Sensor mit.

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Matthias

Macht Sinn. So kann Leitz dann gleich eine Sommeraktion mit Cashback oder Sofortrabatt nachlegen, ohne die Marge zu schmälern. Der Wettbewerb hat es ja vorgemacht…

Matthias

…ja ich weiß, dass es für Leitz keinen Wettbewerb in dem Sinne gibt:-))

max bayer

Ist zu begrüßen, sonst wird Leica bald beim Diskonter angeboten 😉

Olli P.

Stimmt, Leica kann gar nicht teuer genug sein, damit die „Elite“ unter sich bleiben kann. Die hohen Preise verhindern, dass das Prekariat mit Kameras herumläuft, die an den roten Punkten als Markenzeichen der „Elite“ erkennbar sind. 😉

J.Friedrich

Das ist doch kein echtes Thema – das ist eine der „Entwertung“ zwingend folgende Preisanhebung – wir reden von „moderaten“ 4-5%. Wären es 10-15%, klar dann wäre es ein Ding, aber so. Haben Canon&Co. bereits schon vorgeturnt. Ob das nun Leica ist oder nicht tut dabei nichts zur Sache.

Cat

Hoch die Preise – dieser Sammelkrempel ist noch viel zu billig.
Ich hatte M6 u M7, den Vergrösserer und einige Lupen – danach ist Leica für mich ein rotes Loch zur Geldverbrennung geworden.

Alfred Proksch

Cat ich finde es schade das Du den Mehrwert der Leica Produkte aus dem Blickfeld verloren hast.

Es gibt super Fotogeräte die für alle möglichen Einsatzzwecke gebaut sind, die viel viel besser als jede Leica für den Anwendungsbereich funktionieren, die preislich wesentlich günstiger sind und trotzdem: EINE LEICA M ist in jeder Hinsicht etwas besonderes!

Cat

Das konnte ich bei akribischen Praxisversuchen nicht mehr feststellen. Auch die Leica M Objektive sind allenfalls noch in der Baugrösse und haptisch besonders. Aber weder Ferngläser, noch Digitalkameras noch die Objektive erreichen aus meine Sicht die Klasse von den besten Produkten nicht.
Da sind zu viele Kleinigkeiten, die stören. Das Messsucherkonzept hat sich überlebt. Ein Konzept mit festem 28 mm Objektiv ist für mich der völlig falsche Weg. Und ich gönne dir deine Monochrome – aber ich Wüsste gar nichts damit anzufangen und kein Motiv dafür , die Welt ist farbig und zur Not rechne ich die Farbe hinaus.

Thomas Müller

Cat, S/W hat für einige einfach einen besonderen Reiz und man kann damit in bestimmten Genre Stimmungen oftmals sogar besser zum Ausdruck bringen als in Farbe. Portraits oder Strassenfotografie sind Beispiele dafür.

Cat

Ja ganz klar, ich habe mein Leben lang Menschen hauptsächlich in SW fotografiert u selbst entwickelt. Heute brauche ich dafür keinen Monochromen Sensor, ich kann jedes Bild farbig oder monochrom wieder geben. Mir sind die Unterschiede zu Leica bekannt, sind es mir aber nicht wert, nicht wichtig genug, bekomme dafür kein Extrahonorar.

J.Friedrich

Ohne wieder so ein Fass aufzumachen: Beim !!“Mehrwert“!! geht es darum, dem Kunden greifbare und messbare Mehrwerte zu bieten, die ihm auf irgendeine Art und Weise konkret dienlich sind. Diese Strategie hilft Unternehmen, sich über diese Mehrwerte anstatt nur über den Preis im Markt zu positionieren. Die einzelnen Mehrwertfelder teilen sich in folgende Bereiche auf: #Mehrwerte durch das Produkt oder die angebotene Dienstleistung,
#Mehrwerte durch den gesamten Prozess rund um das Produkt, #Mehrwerte durch die am Verkauf beteiligten Personen, #Mehrwerte durch den für den Kunden entstehenden Profit … Was ich hingegen völlig akzeptiere ist: Das Gefühl, die Emotion, das elitäre und wertige Produkte – was auch immer – nur einen „echten Mehrwert“ zu den Mitbewerbern den kann ich und die meisten anerkannten Testverfahren beim besten Willen „nur schwerlich“ erkennen …

Thomas Müller

J. Friedrich, ich kann absolut nachvollziehen, was Du mit „Mehrwert“ meinst. Ich befürchte nur, Alfred spricht im Fall seiner Leicas von einer anderen Art an Mehrwert, nämlich einem emotionalen Mehrwert, den er beim Umgang mit seinen Leicas empfindet. Ganz profan und direkt gesagt, Spass am Umgang und am Fotografieren mit seiner Kamera. Alfred ist einer der wenigen, der offen zugibt, dass die Leicas in einigen oder sogar vielen Disziplinen von anderen Herstellern übertroffen werden, zumindest wenn es um Preis und Leistung geht. Das spielt aber für ihn nicht die entscheidende Rolle, denn der Spass an seiner Monochrom überwiegt das einfach alles. Ich kann das in gewissen Umfang nachvollziehen, mir geht es mit den Fujis ähnlich und dies sogar auf einem anderen (deutlich geringerem) finanziellen Level. Alle die nicht (mehr) beruflich darauf angewiesen sind bloss keinen Ausschuss zu produzieren und am Ende eines Tages eben nicht nur allerbeste Bildergebnise abliefern müssen, können es sich leisten diese Art von Mehrwert in den Vordergrund zu stellen. Das ist dann eben Liebhaberei und nicht objektiv messbar.

J.Friedrich

Genau! Hab ich auch am Ende des Posts geschrieben. Gefühl als Mehrwert – voll akzeptiert. Kein Thema. Liegt daran das Alfred hin u wieder versucht es doch auf der „Sachebene“ und für die gesamten Produktlinien zu hieven. Da grätsche ich dann dazwischen. Ich mag bei Leica auch die Klarheit der Formen – weiss aber, dass dies ergonomisch eben negativ ist. Bei der M-M u der Q-M akzeptiere ich den „Mehrwert“ ja – da kein Mitbewerber einen vergleichbaren Sensor anbietet. Obwohl ich 95% meiner Porträts SW mache, würde ich mir trotzdem die Flexibilität eines Farbsensors zum Zeitpunkt der Aufnahme niemals entgehen lassen – bin da ganz bei Cat.

Cat

So ist es auch für mich!

joe

Alfred, genau das ist der Punkt (in dem Fall der Rote). Mit jeder Kamera kann man fantastische Bilder machen, aber eine Leica vermittelt einigen Menschen ein besonderes Gefühl, eine Emotion, die aus Kindheitserinnerungen, besonderen (Foto) Geschichten und einer herausragenden Qualität mit fantastischem Design besteht. Wer es sich leisten will und leisten kann, sollte unbedingt zu Leica greifen, wer nur ein reines Arbeitsgerät sucht sollte lieber woanders fündig werden.

Alfred Proksch

Jetzt sind wir zusammen und jeder versteht was gemeint ist!

J.Friedrich

Meine Friedenspfeife zu „Besonders/Mehrwert“ – das lasse ich gelten, solange es sich ausschließlich um die M-Monochrome und Q2-Monochrome handelt, denn diese speziellen Sensoren sind tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal! Das akzeptiere ich! Eine SL2+2,0 APO 50mm für 11k hingegen bietet einen deutlichen „Minderwert“ z.b. zu einer Nikon Z7ii+1,2 50mm oder Canon R5+1,2 50mm oder den Sonys für rd. 6/7k in wirklich allen Belangen und sogar deutlich selbst bei der „angeblichen“ Leica-Domäne: Bild-Qualität! (Das sage nicht ich, sondern alle Tests). Ich wollte doch kein Fass aufmachen – Mist! (Tschuldige Alfred!)

Leonhard

Zum Mehrwert hatte ich eine interessante Beobachtung, als ich auf meine auf dem Sessellift schwebende bessere Hälfte wartete (wobei bessere Hälfte gemessen an mir dann auch kein wahrer Mehrwert ist, so nebenbei bemerkt)! Anstatt meines Weibes kam erst eine pupertierende Doppelschulklasse, die Pupertät machte die Sache etwas lauter, aber egal, man ist ja eh Altersschwerhörig, ergo was soll es. Einige der jungen Damen bewunderten mein 70-200mm an der 1DX, dachten wohl, wer so einen Kolben um den kurzen Hals trägt müsse wohl Fotograf sein, da waren dann einige sehr höflich, versuche mal zu denken, was die sich so dachten: „Eigentlich möchte ich ja Model werden, mit Mathe hat es bisher ja eh nicht geklappt!“ Die eine oder andere dieser jungen Damen aus der mathefernen Schicht wird sich früher oder später sagen: „Jetzt werde ich Mutter, mit dem Model hat es nicht geklappt und Mathe kann ich immer noch nicht!“ Irgendwann in 15 oder 16 Jahren gibt es dann eine Klassenfahrt, wieder steht da einer mit einer für den professionellen Bereich gebaute Kamera, eine junge Dame steigt vom Sessellift, grüßt freundlich und denkt sich so bei sich: „Eigentlich möchte ich Model werden, mit Mathe hat es bisher eh nicht geklappt, meine… Weiterlesen »

Leonhard

Sorry Leute, ging ja um die Preiserhöhung bei Leica, was fasele ich aber auch immer dumm rumm!

Also diese Preiserhöhung geht aus meiner Sicht voll in Ordnung, am Ende des Tages kann es uns doch wirklich egal sein, wieviel die Knipse dann am Ende des Tages letztendlich nicht wert ist, für die, die den Mehrwert brauchen ist es perfekt, je tiefer man in die Tasche greifen muss, desto mehr wird der Mehrwert, also alles im grünen Bereich.

Olli P.

M3, R3, Focomat IIc, Pradovit CA 2502 – die Liste meiner Leica-Geräte ist kurz, aber teuer.

Und was hat’s mir gebracht? Mit meiner Minolta XD-7 und meiner Nikon F-801s machte ich schon zu analogen Zeiten keine schlechteren Fotos, eher im Gegenteil. Von heutigen DSLR und DSLM wollen wir dabei lieber schweigen. Und das Vergrößerungsgerät im heimischen Fotolabor und der Farbdia-Projektor ist längst dem „Fotolabor“ auf dem PC im Arbeitszimmer und dem LCD-Beamer im Wohnzimmer gewichen. Bereut habe ich das nie.

Josef

Da es sich bei den Leica Preisen ohnehin um keine reellen, sondern um ideelle Werte handelt, spielen ein paar hundert Euro mehr oder weniger keine Rolle.

Roman.Tisch

Noch weiter erhöhen? Ich habe hier kürzlich schon einmal geschrieben, dass ich bis vor Kurzem überlegt habe, mir eine Leica Q2 zu gönnen.
Als sie März 2019 erschien, lag der Preis bei 4790€. Ich habe kürzlich dann überall nur Preise von 5390€ gefunden. Das sind 600€ mehr nach 3 Jahren. Also eine Kamera, die immer älter wird, einfach mal um 600€ teurer machen?

Und jetzt dann noch weiter die Preise erhöhen? Als ob sie das bei der Marge nicht einfach schlucken könnten. Ich finde das ziemlich lächerlich und das hat meinen Traum, einmal eine Leica zu besitzen, schnell platzen lassen, denn das mache ich bei dieser Marke nicht mit.

joe

Wie alle Unternehmen ist Leica kein Wohltätigkeitsverein, sondern dazu da Gewinne zu machen. So lange es genügend Kunden gibt, die bereit sind das verlangte Geld auf den Tisch zu legen, hat Leica alles richtig gemacht. Die machen das nicht für mich oder dich, die machen das ausschliesslich für sich!

Josef

Das entspricht einer durchschnittlichen Teuerung von 4%/Jahr.
Das schreckt mich bei einem Luxusprodukt überhaupt nicht.
Die Teuerungsraten bei Luxusprodukten orientieren sich nicht an der allgemeinen Inflationsrate.

Leonhard

Was auch vollkommen normal ist, denn die Käufer von Luxusprodukten interessieren sich auch nicht für die Teuerungsrate, die wollen ja Luxus und Luxus kann nicht teuer genug sein.

Meiner Mutter Sohn hat allerdings einen enorm preiswerten Luxus, kaufe keine Luxusprodukte, kostet dann rein gar nichts und Preissteigerungen bei 0 Prozent Ausgaben fallen ja auch sehr moderat aus, egal wieviel da dann mehr aufgerufen wird.

Toni Schenker-Inalbon

Das ist ein Schnäppchen jetzt. 4% teurer aber die Inflation ist bei 10%, also 6% günstiger.

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