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Luminar 4 offiziell angekündigt, kommt im Herbst 2019

Skylum hat eine neue Version von Luminar angekündigt, die im Herbst 2019 erscheinen und die Bildbearbeitung deutlich erleichtern soll.

Luminar 4: Neue Lightroom Alternative angekündigt

Luminar 3 hat sich seit einiger Zeit als relativ populäre Lightroom Alternative etabliert, vor allem weil das Programm auf ein Abo-Modell verzichtet und mit einem einmaligen Kauf komplett erworben werden kann. In den letzten Monaten wurde die Software stetig weiterentwickelt und nun hat Hersteller Skylum die nächste große Generation angekündigt – Luminar 4, welches im Herbst 2019 auf den Markt kommen soll.

Mit Luminar 4 möchte Skylum die Bildbearbeitung deutlich vereinfachen und innerhalb kürzester Zeit hervorragende Bildergebnisse liefern. Gelingen soll dieses Vorhaben vor allem mit künstlicher Intelligenz und automatisch arbeitenden Tools, die dem Fotografen viel Arbeit abnehmen sollen.

Himmel mit wenigen Klicks komplett ersetzen

Ein großes neues Feature von Luminar 4 soll beispielsweise das AI Sky Replacement-Tool machen. Dabei werden Himmelspartien automatisch maskiert, wobei das Tool auch Bäume, Schornsteine und semitransparente Objektive erkennen kann. Diese werden dann natürlich von der Bearbeitung ausgeschlossen. Anschließend kann ein komplett neuer Himmel eingesetzt werden und das Tool passt automatisch auch die Lichtstimmung des restlichen Bildes an den neuen Himmel an.

Wie das zum Beispiel aussehen kann, seht ihr hier im Video:

In den nächsten Wochen sollen Stück für Stück weitere neue Funktionen von Luminar 4 enthüllt werden, bis dann eben im Herbst die offizielle Präsentation stattfinden wird.

Vorbestellung jetzt zum Early-Bird-Angebot möglich

Luminar 4 wird zum Preis von 89 Euro auf den Markt kommen. Wer die Software schon jetzt vorbestellt, zahlt lediglich 59 Euro und erhält noch sogenannte „Inspiration Looks“ im Wert von 49 Euro dazu. Wer Luminar 3 bereits besitzt, kann für 49 Euro die neue Version erwerben. Und wer Luminar 4 vorbestellen und Luminar 3 jetzt sofort neu nutzen möchte, der zahlt für beide Programme (ebenfalls inklusive der „Inspiration Look“) 99 Euro.

Hier die Links zur Vorbestellung:

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 2.500 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

40 Kommentare

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  • Einige Kumpels schwören schon drauf. ich bin mal gespannt – wir haben ein 2 monatliches Treffen – auf einem der nächsten wird dann auch mal praktisch Luminar gegen LR getestet. Spätestens dort werde ich noch einmal genauer hinschauen.
    Reizvoll sind einige der angepriesenen Funktionen schon. Aktuell hab ich zuviel um die Ohren um mal vernünftig in das Programm rein zu schnuppern. Wenn die Demo auf dem Treffen aber interessant wird könnte ich mir schon vorstellen, mit das als Vollversion neben LR zu gönnen für die Hernst- und Wintertage, an denen man das Haus eh nicht verlässt.

      • Okay, von Astrofotografie habe ich keine Ahnung, gebe ich zu. Aber du bist vermutlich der einzige hier, der nur dieses Thema fotografiert. Deshalb hättest du eben statt „an denen MAN das Haus eh nicht verlässt“ besser geschrieben: „an denen ICH das Haus eh nicht verlasse“ …

      • Hi Rolf Carl,
        naja, Astro mache ich nur gelegentlich nebenbei – ich fotografiere quer Beet. Menschen, Lost Places, Landschaft und Astro (https://www.perkiewicz.com – falls von Interesse).
        Ich meinte damit eigentlich auch, dass es hier am Niederrhein im Herbst/Winter viele Abende gibt, wo man im Dunkeln von der Areit nach Hause kommt und draußen Regnet es, die Graupelschauer fegen über die Felder oder es ist einfach nass/kalt und ungemütlich.
        Da mach ich dann lieber den Kamin an und teste auch schon mal neue Software auf der Couch mit dem Schlepptop.
        Die Bilder, die mir an solchen Abenden „durch die Lappen gehen“ .. mit denen kann ich dann gut leben 🙂

        Ich hab‘ aber immer höchsten Respekt vor den Leuten, die auch an solchen Tagen/Abenden draußen shooten 🙂

      • Okay, Jens,

        du bist entschuldigt … bei uns in der Schweiz ist der Herbst das absolute Highlight; tolle Herbstfärbung der Bäume, Nebel, sanftes Licht, einfach perfekt für die Landschaftsfotografie.

        Und der Winter; tolle Schneelandschaften, sehr schönes Morgen- und Abendlicht, Eisstrukturen und vereiste Wasserfälle, verschneite Berge, also da gehe ich auch bei – 20 Grad noch gerne raus!

        Aber beim Niederrhein ist es wohl etwas langweiliger, gebe ich zu …

      • Hallo Jens,

        habe mir Deine Fotos auf Deiner Seite soeben betrachtet und möchte Dir zu den gelungenen Fotos gratulieren. Vor allem die „Lost Places“ Fotos finde ich fast alle sehr ästhetisch und trotzdem autentisch. Auch die Bildgestaltungen gefallen mir sehr gut. Tolle Arbeit!!!

        Gruss, Thomas

      • @Rofl Carl:
        Schweiz .. das erklärt sehr gut, warum wir die genannte Jahreszeit unterschiedlich erleben 😀

        @Thomas Müller:
        Vielen lieben Dank für die netten Worte! Bei der Fotografie hat mit den Lost Places alles angefangen und da hängt auch das Herz dran 😉

    • Ich finde Luminar sehr interessant. Zumal es versucht einen neuen Trend mit KI-Automatiken zu gehen. Ich bin von Lightroom zu CO1gewechselt. Das ist schon eine andere Liga. Denn Abomodell geht überhaupt nicht. Luminar ist eine neue interessante Alternative die wirklich mit jedem Update besser wird. Aktuell wirkt sie noch unfertig, aber man arbeitet daran. Trotzdem sind noch viele Baustellen bei Luminar offen:

      1. Wird zwar immer schneller, aber grundsätzlich ist das Programm selbst auf potenten Rechnern viel zu schwerfällig.

      2. Die Entrauschungsalgorithmen sind selbst im Vergleich mit Lightroom eine Katastrophe.

      3. Die KI-gesteuerten Funktionen sind mit großer Vorsicht zu verwenden, da sie schnell übersteuern. Die viel gepriesene Himmels-KI verursacht Halos, ist daher aber einer gewissen Stärke unbrauchbar.

      4. Keinerlei automatische Belichtungs- und Weißabgleichsteuerung. Es wäre wichtiger, man nimmt das zunächst in Angriff als den ganzen KI-Kram.

      5. Automatische Objektiv- oder Vignetierungskorrekturen sind leider Fehlanzeige.

      Luminar ist momentan noch eine Großbaustelle, die sich aber stetig verbessert. Ich werde es auf jeden Fall im Auge behalten, weil mich auch das Konzept überzeugt. Ein wenig geht es ja in die Smartphone Sparte, wo deratige Algoritmen auch für z.T. sensationell gute Bilder sorgen. Bevor man aber wieder wieder Spielereien bringt, sollte man erst mal o.g. Punkte abarbeiten.

  • Luminar ist für mich eine Hassliebe.
    Zum Teil ist der Workflow schon etwas nervig, da langsam und wenig flüssig. Die Exportgeschwindigkeit ist das größte Problem. 200 Bilder brauchen gerne mal 45 bis 60 Minuten. Und mein Rechner ist alles andere als Lahm.
    Außerdem fehlt ein Modul für Print usw.

    Aber: Seit den letzten Updates ist die Performance und die Stabilität besser geworden. Ebenso bringt es eine Menge seine Bilder auf einer SSD zu haben. Kostet ja nicht mehr die Welt.

    Jetzt kommt das Positive: Die Ergebnisse sind richtig richtig gut. Die RAW-Dateien werden in Luminar anders gelesen als in Lightroom. Man kann viel mehr rauskitzeln, Strukturen werden feiner übernommen.
    Ebenso gibt so viele Interessante Tools, wo man echt schöne Bilder entwickeln kann, natürlich wenn an damit nicht übertreibt. Selbst das Tool für Sonnensterne finde ich absolut brauchbar, wenn man es richtig anwendet.
    Und mein Absolutes Highlight: Die Farben. Das Programm kann deutlich schönere Farben darstellen als Lightroom. Vor allem die Farbe Grün.

    Perfekt ist das Programm nicht, aber die Ergebnisse sprechen für sich 🙂
    Trotzdem gilt immer noch: Ein Entwicklungsprogramm ist auch nur so gut, wie die Person, die es bedient!

  • Bin vor einem Jahr gern von LR zu C1 gewechselt. Die Luminar 4 Besonderheit wird man hoffentlich auch bald bei LR oder C1 einbauen. Die Automatik gefällt mir, weil sie sehr viele Bilder aufwertet, ohne dass das Motiv verfremdet wird.

    Es sei den, der Himmel ist das Motiv.

  • Mit Luminar habe ich schnell schöne Ergebnisse.
    Das Program ist sehr günstig im Vergleich zu den Mietversionen von LR oder gar Photoshop.
    Da in Luminar nicht alles geht verwende ich zusätzlich noch Affinity. Dieses gekaufte Programm ist genauso günstig.
    Beide zusammen ersparen 1000sende Euronen gegenüber den Mietangeboten von z.b. LR/Ph/Co, wenn ich sehe wie schnell mal 10Jahre rum sind.

  • Bei mir ist es so das ich (schon wegen der Fuji Kameras) CaptureOne verwende. Das läuft sowohl im Studio und auch sonst flüssig wenn der Nutzer darauf geschult ist.

    Nebenbei, weil jeder Konverter seine Eigenheiten hat, sind noch weitere 5 RAW Wandler auf einem meiner Rechner. Adobes Abo Modell ist gelöscht. Das „Schönreden“ könnt ihr euch sparen ich lasse mich nicht Zwangsverpflichten.

    Luminar 3 ist noch nicht so ausgereift, aber mit jedem Update wurde es besser. Luminar 4 wird weiter aufholen. Als bereits registrierter Nutzer kann ich es für 50 Euro kaufen, das geht in Ordnung.

    • Ich war gerade auf der Adobe-Seite.

      knapp 60 Euro im Mietmodell für den Einzelanwender

      monatlich !! – nicht jährlich.

      Man kann im Grunde überall hinschauen.
      Mietmodelle sind fast überall überteuert. Das ist bei Wohnungen so, bei Car-Sharing, bei Rundfunkgebühren und Adobe will ebenfalls von diesem Modell profitieren.

      Wirtschaftlich verantwortliches Handeln heißt deshalb immer, Mietmodelle sehr kritisch prüfen und wenn möglich vermeiden.

      • Das ist schlicht falsch!
        Die komplette Adobe Creative Cloud (ohne Adobe Stock) kostet rund 60€ monatlich.
        Für Fotografie (Photoshop + Lightroom) kostet es monatlich 11,89€ bei Adobe. Beim Prime Day gab’s die Jahreslizenz für 81,49€ (6,79€ monatlich). Früher gab es rund alle 2 Jahre eine neue Kaufversion, die 1000€ und mehr gekostet hat. Das entsprechende Update auch noch mehrere hundert Euro. Wollte man immer auf dem aktuellen Stand sein, war es vor der Umstellung auf Abo teurer.

    • Alfred ohne Dir jetzt Adobes Mietmodell schönreden zu wollen (Wir nutzen ja beide Fuji und wissen um Vor- und Nachteile)… Nur was ist jetzt bitte an C1s Modell besser? Du bekommst auch nur 1 Jahr Updates und „musst“ dementsprechend nachkaufen. Photoshop haste dann aber leider immer noch nicht.
      C1 ist sehr schön vom Rendering nur gerade die glänzten ja in der Vergangenheit (man erinnere sich an das „Wenn de keine Sony hast darfste uns auch ned nutzen Debakel) nicht gerade mit stabilem Preismodell.

      Ich mag die Abomodelle auch nicht, finde die Kosten (nur persönliche Meinung) aber gerade im professionellen Bereich bei Adobe echt übersichtlich.

  • Gemische Gefühle,

    (Landschafts-) Fotografie ist das Einfangen von Stimmungen, Lichtspielen, sprich eine Komposition aus Motiv und Licht. Wenn ich nun einen Teil der Komposition einfach vollständig austauschen kann ist das Ergebnis/Bild auch keine Fotografie mehr, sondern digitale Retusche.

    So schön wie es klingen mag einen Himmel einfach austauschen zu können, so wenig hat es im Anschluss mit der tatsächlichen Stimmung zu tun.

    Landschaftfotografie von unberührten und schönen Motiven bedeutet häufig für mich:

    – lange und machmal sehr mühsame Wege auf sich zu nehmen mit oft viel zu viel Gepäck (Gewicht)
    – Viel Vorbereitung
    – viel Glück dass das Wetter mitspielt
    – Die freude am Tun und auf ein einzigartiges Ergebnis.

    Wenn Luminar 4 einen guten RAW Entwickler gemacht hat sollte man sich diesen auch anschauen. Da ich kein Freund von ABO- Modellen bin und LR6 irgenwann nicht mehr genutzt werden kann, da technisch veraltet, sind Alternativen willkommen. Wird der Himmel jedoch ausgetauscht hat das nichts mehr mit Fotografie zu tun sondern ist ein künstlich erzeugtes Ergebnis.

    Wer gut fotografiert, braucht wenig RAW Entwicklung. Und ja auch ich kenne das Prblem eine wirklich seltene Situation versemmelt zu haben, doch bislang habe ich noch keinen komletten hintergrund ausgetauscht, das ginge mir persönlich auch zu weit. Aber schön, dass es ausserhalb von Adobe so etwas gibt, mann muss es ja nicht nutzen.

    Allzeit gutes Licht

    • Hallo neff,

      ich wollte soeben einen Kommentar in ähnlicher Art verfassen und habe deinen Text gelesen.

      Besser hätte ich es nicht ausdrücken können, ich könnte jedes Wort unterschreiben …

    • Völlig richtig, neff und Rolf Carl.
      Allerdings würde ich hier schon nicht mehr von Retusche sprechen, das ist meines Erachtens schon Bildmanipulation.
      Zumindest nimmt das der Genre der Landschaftsfotografie die Wertschätzung und auch die Charakteristik.

  • Klingt ja alles gut aber das Killerargument dagegen sind die Sidecardateien. Luminar speichert immer noch alle Veränderungen am Bild in riesigen propietären .lmnr Dateien. Das ist absolut unverständlich, zumal mit nichts kompatibel. Andere Programme so auch LR speichert die Bearbeitungen in kleinen .xmp Dateien. Wer eine Herstellerunabhängige zukunftsträchtige Lösung sucht die von anderen Programmen gelesen werden kann setzt nicht auf Luminar.

    • Genau, habe einige Sachen mit Luminar gemacht, total inkompatibel mit allem was ich auf meinem PC habe – man kann es nicht in vernünftige Dateien umwandeln – es gibt nur ein Wort dafür: UNBRAUCHBAR! Wegen Luminar bin ich zurück auf Adobe – allerdings Kaufmodell (man kriegt dann halt nur Elements, aber das ist ok für das was ich mache und nicht schlechter als LR) ON1 habe ich auch getestet, war ok, aber alles komplizierter als bei Adobe und gewisse Funktionen die ich nutze waren nicht vorhanden. Wie gesagt, wenn man was anderes als Adobe will bleibt einem nur Capture One!

    • Hi Robin,
      ich würde sagen, im Prinzip ja, aber.
      Die Grenze liegt für mich nämlich in den eingesetzten Mitteln und im Ziel der Retusche.
      Abwedeln und Nachbelichten z.B. dient ja häufig dazu, die Unzulänglichkeiten des Sensors gegenüber dem menschlichen Auge zu kompensieren. Damit nähert man den Kontrastumfang dem Auge an, soweit das möglich ist.
      Genauso kann man von Retusche sprechen, wenn man ein anderes als ein 42mm Objektiv verwendet.
      Dagegen hat Luminar ja anscheinend zum Ziel, ein völlig anderes Foto zu komponieren mit Elementen, die vorher noch nicht in der Szenerie vorhanden waren.
      Allerdings hast du recht damit, Retusche ist das nicht, das ist schon Bildmanipulation vom feinsten. Die Instagrammer wird´s freuen.

  • Naja, alle gehen jetzt auf die Himmelaustauschfunktion los.
    Ich denke jede Art der Bearbeitung, außer Schatten aufhellen und Lichter runter, ist einfach Gestalltung.
    Wenn ich bei einem Portrait Pickel und Falten wegmache kann ich auch Himmel austauschen.
    Es sei wie es mag. Viele der Fotografen welche wir so bewundern könnten ohne Bildbearbeitung einpacken.

    Ich sehe es so, als Hobbyist komme ich nur einmal z.b. im Urlaub an dem Superspot und ausgerechnet da gibt es einen struckturlosen Wolkenteppich. Wenn ich mir das Bild aufhängen möchte ist ein schönerer Himmel sicher toll und ich kann sogar meinen Gestallter-Stempel druntersetzen. Wenn allerdings im Fotoalbum x-mal der gleiche Himmel auftaucht…oder noch schlimmer ein anderer Fotograf den gleichen Himmel ausstellt… da kannst du einpacken.

    • Sorry Emil – Himmel tauschen geht gar nicht, da gibt es für mich keine zwei Meinungen. Das kann man gerne machen, aber sag dann bitte nicht, dass du fotografierst! Das mit den Pickeln und Falten sehe ich etwas differenzierter, kleine Unzulänglichkeiten – die ja gerade bei guten Kameras sehr stark ins Auge fallen können, und in der natürlichen Betrachtung gar nicht auffallen würden, kann man meiner Meinung nach durchaus korrigieren, aber aus einer 60 jährigen durch alle möglichen Soft und was auch immer Filter eine 20jährige zu machen ist genauso ein NO GO wie Himmel tauschen.
      Und das mit dem Superspot, ich war kurz bevor die Twin Towers in die Luft flogen in New York, die Aussicht Null Meter, alles Wolken verhangen, ja da gab es dann kein Foto, aus rund 400m und nicht mal von unten konnte man die Twin Towers vernünftig fotografieren, dann ist es halt so. Das kommt mir so vor als würde man bei einem Film, wo mir das Ende nicht gefällt einfach den letzten Teil austauschen, dann brauchst nicht in den Film zu gehen. Oder noch schlimmer, du schneidest einen Teil aus deinem Leben und erfindest eine neue Geschichte dazu, weil dir dein Leben so besser gefällt und du bei anderen besser ankommst (kommt glaube ich auch fast so häufig vor wie Himmel tauschen).

      • Also ich freue mich über diese Austauschfunktion für den Himmel. Allerdings nur, da ich dann nachgeführte Bilder der Milchstraße mit einem Bild für den Vordergrund zusammen fügen kann. Und ich meine nicht Vordergrundbilder, die taghell sind, sondern jene, die etwas realistischer als einfach nur schwarz sind. Wenn ich nachts unterwegs bin haben sich die Augen auch irgendwann gewöhnt und ich sehe viel mehr Details im Vordergrund, als sie bei einem Single-Shot raus kommen würden. Ich denke, dass der Begriff „Fotografieren“ nicht an harten Grenzen definiert ist. Bei Portraits müsste man das aber schon genauso sehen… wenn ich etwas weg mache (Pickel, Falten…) oder überzeichne, dann ist das ebenso keine Fotografie mehr. Viele Models sind eigentlich gar nicht wirklich „schön“, sondern haben viel mehr ein „Allerweltsgesicht“, aus dem man mit viel Schminke und Photoshop alles verändern kann (siehe Neidie Dumm ähm Heidi Klum). Hier sollte man schon Gleiches mit Gleichem bewerten.

      • Marcel
        ich habe nichts dagegen wenn einer ein störendes Wölklein weg macht oder einen störenden Ast oder sonst irgendeine Kleinigkeit, aber der Himmel das sind bei Landschaftsaufnahmen 30 bis 70% des Bildes, das darf jeder machen, aber das ist alles nur keine Fotografie.
        Um es mal etwas drastischer darzustellen. Du machst ein Foto Deiner Frau in der Wohnung und tauschst die Frau aus und sagst dann habe ich fotografiert, meine Frau in unserem neuen Haus. Wie gesagt, Bescheiss Dich weiter selbst und glaube, dass du fotografierst.

      • Bin ganz der Meinung von Joe; Himmel austauschen geht gar nicht, wo bleibt denn da noch die Fotografenehre? Bei gewerbsmässigen Modefotos ist es ja noch verständlich, aber bei der Landschaftsfotografie?

        Für private Zwecke mag das ja noch durchgehen, zeigt aber einfach, dass diese Hobbyknipser nicht mehr draufhaben, es wird ja heute gerne beschissen, was das Zeug hält. Sieht man ja auch bei den „Promiinstagramer/innen und Influencerinnen, die gerne noch einen schönen Hintergrund aus dem Web hinter den bescheuerten Selfies platzieren. Das hat mit Fotografie rein gar nichts mehr zu tun!

        Aber Gott sei Dank muss man wenigstens bei den Naturfotowettbewerben die RAW-Dateien einsenden, wenn man in die Endrunde kommt, dann fliegen solche Manipulationen sofort auf, und die Bilder werden disqualifiziert.

  • Nachdem ich wirklich alles mögliche ausprobiert habe, da ich kein Mietmodell von Photoshop wollte, bin ich inzwischen bei Photoshop Elements 2018 gelandet in Verbindung mit Nik-Filtern, für RAW verwende ich das Canon-Programm, das meiner Meinung nach die besten Ergebnisse bei der Umwandlung in JPGs liefert. Alle anderen Programme hatten grosse Unzulänglichkeiten im Workflow und in der Bearbeitungslogik – mit Ausnahme von Capture One, das ich nach der Testphase aus Prinzip nicht kaufte, weil es für nicht Sony-Benutzer unverschämt teuer ist. Im Übrigen versuche ich schon beim Fotografieren alles richtig zu machen um danach wenig bearbeiten zu müssen und Dinge wie den Himmel im Bild ersetzen und Ähnliches finde ich sowieso ein absolutes NO GO, dann brauche ich nicht mehr fotografieren.

    • Hallo joe,

      Stimmte im Prinzip, Capture One ist zu den normalen Preisen vergleichsweise teuer. Dafür ist es aber auch kein Abo-Modell. Bei Adobe zahlt man in etwa zwei Jahren das an Abogebühren, was man für Capture One zahlen muss, um es dauerhaft als lizenziertes Produkt zu erwerben. Es gab auch lange Zeit von für Capture One ein Angebot mit 50% Rabatt, eventuell existiert dies ja immer noch. Ausserdem ist Capture One Fuji Express für Fuji-Nutzer sogar kostenlos. Ich weiss, letzteres hilft Dir nicht weiter, wollte es aber hinsichtlich der Kosten doch erwähnt haben.

      Ansonsten sehe ich das wie Du, lieber etwas mehr Überlegung und Zeit ins eigentliche Fotografieren investieren, damit man später mit möglichst gar keinen, oder höchstens nur geringen, Bildbearbeitungsaufgaben auskommt.

      • Seh ich auch so und kaufe mir Capture One. Nach dem Wechsel von Aperture zu LR jetzt nun weiter zu C1. Ich hoffe es bleibt bei dem Kaufmodell. Die Situation ist schon frustrierend. Alle Fotos wieder migrieren und hoffen, dass es bei der Kaufversion bleibt. Auf jeden Fall kein Programm mit proprietären Speicherdateien wie Luminar. Da ist man einfach auf Gedeih und Verderb auf den Hersteller angewiesen.

      • Hin und wieder gibt es auch bei CaptureOne Aktionen, ansonsten gibt es von Kostenlos über Kauf bis hin zum Abo unterschiedliche Optionen. Ich bezahle monatlich 9€, das tut mir nicht weh und wenn die neue Auflage kommt muss ich mir über ein „Upgrade“ keine Gedanken machen…vielleicht kaufe ich die Version oder bleibe beim Abo. Da ich eh schon die „Abo Version“ hatte war es kein Problem diese zu kündigen und mit der „50% Rabatt Aktion“ sofort die neue Abo Version zu aktivieren 👍

      • 3 Jahre Adobe Abo kosten genauso viel wie C1 Pro mit 3 Style Packs. Die Lizenz ist zwar unbefristet, aber wie sieht es mit den Updates aus? Beispielsweise wenn Version 13 kommt. Wenn man dann wieder kaufen muss, ist es auch nicht unbedingt günstiger.
        Ich kaufe mir bei Adobe immer Jahreslizenzen, wenn die abgelaufen ist, entscheide ich selbst ob es weiter geht. Muss nicht kündigen usw.
        Beim Prime Day gab’s die Jahreslizenz für 81,49€, was dann 6,79€ monatlich entspricht. 43% günstiger als bei Adobe direkt.

  • Ich benutze ua Luminar 3 nun schon einige Zeit und bin damit komplett zufrieden. Es ist meiner Ansicht nach sehr einfach zu bedienen und es hat im Prinzip alle Funktionen die ich benötige. Setzt man es dann noch die 4er Version in Relation zum momentanen Kaufpreis von 49 bzw 59 Euro, dann kann man damit eigentlich nicht viel falsch machen. Zumindest als zusätzliche Lösung werde ich mir es anschaffen. Die „Himmelaustauschfunktion“ ist ein Merkmal nach der Art „schön die Möglichkeit zu haben, falls man sie mal brauchen sollte“. Aber sie ist für mich absolut KEIN Kaufargument, denn ich werde sie vermutlich niemals nutzen. Für mich könnte ich eine Anwendung höchstens im Zusammenhang mit Reisefotografie vorstellen, wenn man eben einmal im Leben an einen bestimmten Platz der Erde kommt und dann die Fotobedingungen unbrauchbar oder unschön sind. Dann tauscht man eben den Himmel aus. Allerdings stimme ich den Meinungen hier zu, das ist dann keine Fotografie mehr, das ist dann eher „Malen am Computer“

  • Luminar ist wie die anderen Produkte.

    Jeder Konverter hat seine Eigenheiten. Verwendet den der zu eurer Kamera am besten passt. Vorher die Testversionen probieren, sehen mit welchem ihr gut klar kommt und kaufen.

    Wer sich ausgiebig mit der Signalverarbeitung beschäftigt hat kann sogar einen erstklassigen kostenlosen Konverter (RAW-Therapee Version 5.6) verwenden. Er ist ein mächtiger Konverter für Könner. Allerdings ist eine gewisse Einarbeitungszeit nötig. Seht euch die Kamera- Modellliste an ob eure dabei ist. Einen Versuch ist er wert, es gibt auch „Bildbearbeiter“ Funktionen.

    Affinity, Silkypix Studio sind preiswerte Alternativen.

    Das alte Thema Bildmanipulation! Das einzige nicht manipulierte Bild ist ein Polaroid! Selbst die Fuji „Sofortbilder“ können vor der Ausbelichtung manipuliert werden.

    Eine nachträglich veränderte Belichtung ist eine Manipulation weil sie „Fotografen Fehler“ ausbügelt. Wo zieht man eine Grenze? Im Prinzip ist das JPEG aus der Kamera schon mit der internen Signalverarbeitung stark in allen Bild relevanten Parametern verändert worden.

    Himmel einziehen, Kontrast und Farbigkeit verändern oder aus mehreren Bildern ein neues machen ist „normale“ Bildbearbeitung. Politische Aussagen durch Hinzufügen von Bildinformationen zu verändern ist etwas anderes, nämlich Betrug am Betrachter. So etwas kann sogar strafbar sein.

    Die Kunst lebt von Manipulation, von real nicht möglichen Perspektiven oder unnatürlichen Farben und Formen. Grenzwertig wird es in der Werbung wenn aus absichtlicher Fehlinformation finanzieller Nutzen gezogen wird.

    Da ist mir ein nachträglich einfach eingezogener Himmel so etwas von egal, ich muss es nicht verwenden!

    • @Alfred
      Selten, dass ich mal nicht völlig mit Dir übereinstimme. Grundsätzlich hast Du Recht, aber Manipulation in so extremem Masse ist meiner Meinung nach weder Kunst, noch Fotografie, sondern nur Beschiss. Erschwerend kommt dazu, dass sie oftmals den getauschten Himmel nicht einmal selbst fotografiert haben. Man bescheisst nicht nur die anderen, sondern sich selbst. Etwas anderes sind Bilder bei denen bewusst, Tiere oder Situationen verändert werden, wo jeder sieht und weiss, dass ist eine gute Bildmanipulation, eine tolle Arbeit. Ich weiss, ich sollte mich darüber nicht so aufregen, aber für mich ist diese Art der Bildmanipulation wie Doping im Sport, ein NO GO!

      • Servus joe,

        das mit dem Beschiss, Bilderklau ist eine beliebte Sache weil kaum jemand seinen Bildbestand, passendes Programm voraus gesetzt, auf Missbrauch kontrolliert.

        Weil ich einige tausend Bilder in der Agentur hinterlegt habe mache ich das regelmäßig, Leute es zahlt sich aus den Bestand zu kontrollieren. Wenn in den USA meine Urheberrechte verletzt werden ist das mit einem US Anwalt ein leichtes Spiel, hier in Europa kann man sich den Aufwand genau so gut sparen weil selbst „mit Recht“ erstrittene Honorare lächerlich sind und der Dieb immer ohne große Folgen den Gerichtssaal verlässt.

        Ich würde mich niemals mit anderer Leute Bilder schmücken wollen, selbst wenn die frei verwendbar sind. Was müssen das für arme Kreaturen sein die das nötig haben.

        Das musste auch mal sein.

      • Alfred,
        da meine im Netz befindlichen Bilder eh nur eine Auflösung von max 500kb haben dürfen die auch gerne geklaut werden 😂
        Wenn ich die zahlreichen Apps sehe wo in Hand umdrehen ein Retrobild entsteht oder durch einen Klick ein Objektiv und dessen Bokeheigenschaften wählen kann 🤮…Bildmanipulation war noch nie so einfach. Muss jeder für sich entscheiden, ich kaufe mir lieber ein Objektiv mit bestimmten Eigenschaften bevor ich Software dafür verwenden muss.

  • Luminar hat ja keine Möglichkeit zum Import bestehender Lightroom-Katalog oder auch nur zur Übernahme der vorhandenen Einstellungen aus XMP-Sidecar-Dateien. Mir erschließt sich nicht recht, warum ich eine Alternative parallel benutzten sollte, wenn ich doch Lightroom eh behalten muss und nicht vollständig umsteigen kann.