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Meine Meinung zur Pentax KF

Die neu vorgestellte Pentax KF macht mich wütend und traurig zugleich. Meine ersten Gedanken zur neuen DSLR.

Pentax stellt KF vor und setzt auf neuen Namen

Eigentlich sollte man mit Pentax und der neu vorgestellten Pentax KF nicht allzu hart ins Gericht gehen. Irgendwie fühlt es sich nicht richtig an, so, als würde man auf einem alten, schwachen Greis herumhacken, den man im Laufe der Jahre ins Herz geschlossen hat.

Wenn man eine rationale Erklärung für die Vorstellung der „neuen“ Pentax KF sucht, die im Vergleich zur sechs Jahre alten Vorgängerin keine einzige echte Neuerung zu bieten hat, dann findet man die durchaus. Hauptgrund für die Präsentation der KF dürfte wohl die schlechte Verfügbarkeit des alten Displays der K-70 gewesen sein. Wir haben das in den letzten Monaten häufiger gesehen, dass Hersteller eine leicht abgeänderte Version einer Kamera auf den Markt bringen, weil das alte Display nicht mehr lieferbar ist und deshalb durch ein neues ersetzt werden muss. Das war zum Beispiel bei der Panasonic TZ202D, der Sony A7r IIIa und der Sony A7r IVa der Fall.

Doch Pentax präsentiert hier keine K-70a oder K-70D und macht somit nicht über die Bezeichnung deutlich, dass lediglich eine ältere Kamera leicht angepasst wurde. Hätte der Hersteller das getan oder hätte er zumindest meinen Verdacht mit der schlechten Verfügbarkeit des alten Displays an anderer Stelle kommuniziert, würde ich diesen Artikel hier gar nicht schreiben. Pentax setzt jedoch bewusst auf einen neuen Namen und erklärt auf der offiziellen Webseite, dass die Pentax KF „die grundlegenden Werte der Spiegelreflexfotografie neu definiert.“

Tut mir Leid Pentax, aber wenn ihr mir die KF als neue Kamera anpreist, dann muss ich sie auch als neue Kamera betrachten und sie als solche kritisieren.

Technik aus dem Jahr 2016 zum hohen Preis

Sagen wir es doch mal so wie es ist: Die Pentax KF fühlt sich an wie ein Relikt aus vergangenen Tagen. Als ich das Datenblatt der Kamera durchgegangen bin, habe ich mich gefühlt wie bei meinen Anfangstagen hier bei Photografix. Zumindest habe ich gefühlt seit Ewigkeiten nichts mehr von 11 AF-Messfeldern, maximal Full-HD-Videos mit 30 fps, einer Kamera ohne Bluetooth und einem Micro-USB-Anschluss gelesen. Ach warte, beim Micro-USB-Anschluss leistet der KF ja immerhin die OM System OM-5 Gesellschaft.

Aber okay, die Pentax KF ist einfach eine absolute Einsteiger-Kamera und man kann selbstverständlich trotz der in die Jahre gekommenen technischen Daten tolle Fotos mit ihr machen. Auch hat sie für Einsteiger natürlich den Vorteil, dass sie extrem günstig… Moment mal, Pentax will für die Kamera 950 EURO HABEN?!

Da bin ich dann tatsächlich vom Glauben abgefallen. Korrigiert mich, aber für diesen Preis kaufe ich mir doch lieber eine Canon EOS R10, Sony A6400 oder Fuji X-T30 II. Oder ich lege nochmal 100 Euro drauf und kaufe mir sowas wie die Nikon Z5.

Die Pentax K-70 wurde im Jahr 2016 – nochmal, das ist sechs oder genauer gesagt fast 6 1/2 Jahre her – mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 699 Euro vorgestellt. Ja, ich weiß was Inflation ist. Nein, die K-70 nach all dieser Zeit ohne echte Neuerungen als „neue Pentax KF“ für 950 Euro verkaufen zu wollen, finde ich trotzdem nicht in Ordnung.

Ich verstehe die Vision, aber die Umsetzung nicht

Pentax glaubt an die Spiegelreflexkamera und den optischen Sucher, das hat man 2020 in Form einer neuen Markenvision ganz deutlich kommuniziert. Was ich persönlich davon halte, hatte ich damals in diesem Artikel zusammengefasst.

Ich sehe nach wie vor eine gute Chance für Ricoh und Pentax, in der Nische der Spiegelreflexkameras Fuß zu fassen und zu überleben. Aber eine KF wirkt auf mich eher wie der verzweifelte Versuch, Einsteigern ein paar Euro aus der Tasche zu ziehen, und weniger wie die konsequente Umsetzung der eigenen Vision. Dafür müsste ich, auch in der Preisklasse von unter 1.000 Euro, irgendeine Form von Fortschritt erkennen. Oder meinetwegen auch einen ganz bewussten Rückschritt, zum Beispiel hin zu einer Retro-Kamera ganz ohne Videofunktionen. Aber mit einer Kamera wie der KF muss sich Ricoh meiner Meinung nach nicht wundern, wenn jetzt wieder Diskussionen zum Ende von Pentax aufkommen.

Was ist eure Meinung zur Pentax KF?

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Leonhard

Schließe mich der Kritik mal an!

Natürlich hat eine moderne Spiegelreflex einen Spiegel, soweit kann man nicht meckern, wieso man aber im Jahre 2022 nicht wenigstens die Schnittstellen auf den Stand der Zeit bringt verstehe wer will.

Sollte es die Kategorie überhaupt noch geben wird sie trotzdem zur besten DSLR Neuvorstellung 2022 werden, was der begeisterte Testberichtleser aber dann anhand der restlichen Neuvorstellungen hinterfragen sollte.

Den Preis möchte ich nun weniger kritisieren, erstens ist so eine Spiegelkonstruktion nicht gerade preiswert, die Stückzahlen werden von Pentax auch nicht im Bereich von Millionen kalkuliert worden sein, wer eine neue DSLR haben möchte, bitte schön, der Rest wird wie im Artikel richtig beschrieben bei gleichem Geld aber auch bei DSLM mehr als fündig.

Alfred Proksch

Meiner Meinug nach liegt ein „Denkfehler“ vor.

Und der liegt eindeutig im VERGLEICH von DSLR´s alter Schule mit neuester DSLM Ware vor. Das ist NICHT vergleichbar!

Seit einfach realistisch – wer modernste Software und um Millisekunden schnelleren multifunktionalen AF sucht – 30 und mehr Bilder pro Sekunde nötig hat – irres Video möchte – der ist im Hause Pentax sowas von FALSCH unterwegs das es schlimmer nicht geht. Und noch etwas – Einsteiger sind NICHT die Zielgruppe!

Ich kenne die KP und die K-1 Mark II aus eigener (leihweise) Erfahrung. Die Dinger nimmt man in die Hand sieht durch einen klaren, hellen Sucher und hat Spaß am Bilder machen. Menü Gehampel ist genau so einfach wie Kameraeinstellungen verändern.

Einfach eine andere Art von Fotografie – völlig entspannt und mit sehr guten Bildergebnissen.

J.Friedrich

Interessante „fortgeschrittene Klientel“ die du da definiert hast – in hippem blau Metallic und sanifair Urinalweiss – wird durch’s 0.63-fach Mäusekino geguckt. Bist Du Dir da wirklich sicher? Ich seh da echt eher schwarz! 😉

Carsten Klatt

Natürlich Alfred, deswegen hat es in der Vergangenheit bei den DSLR auch keinerlei Entwicklungsschritte gegeben! Man kann technischen Rückstand auch besser gesundbeten….

Alfred Proksch

Eure Reaktion habe ich genau so erwartet. Im Prinzip wäre eine Pentax K1000 mit Sensor statt Film fürs Spielen ausreichend. Dürfte gerne auch eine digitalisierte Nikon FM2 sein womit ich mich beschäftigen möchte.

J.Friedrich

Also meine Replik bezieht sich ausschließlich auf die vorgestellte Kamera und deine Kommentierung zu dieser Kamera. Eine K1-Mark II hast Du erwähnt – aber es klang als würde Deine Ansage auch für diese etwas aus der Zeit gefallene Verbraucherverdummbeutelung (ich liebe die Möglichkeiten der deutschen Sprache ;-)). Wie gesagt – schade und traurig um Pentax wenn dies die letzten Klimmzüge wären!

Clemens Scholz

Lieber Alfred Proksch! Verfolgt man die Diskussionen hier in diesem Forum, entsteht mehr und mehr der Eindruck, dass vielen Forenten die von Dir und auch von mir geschätzte geruhsame Art der Fotografie zunehmend aus dem Blick gerät. Zudem gehen sicher auch Grundfähigkeiten verloren, so dass man eben nicht mehr ohne Autofokus glaubt fotografieren zu können. Denn nicht alle Fotografen müssen ständig in schlecht beleuchteten Sporthallen ihrem Hobby nachgehen.

Rolf Carl

Ob du es glaubst oder nicht, die geruhsame Art der Fotografie hat nichts mit der Kamera zu tun, sondern mit der inneren Einstellung des Fotografen. Ich kann meine Kamera total mechanisch bedienen, wenn ich das möchte, und tatsächlich mache ich das in manchen Situationen auch. Wenn man sich mit einer Kamera, die nicht mehr zulässt, zu einer entschleunigten Fotografie zwingen muss, hat man diese nicht verstanden, sondern eifert einem Mythos nach.

Da du mit der schnellen Fotografie anscheinend nicht viel anfangen kannst, als Anregung noch dies:

Nur wer langsam ist, kann auch schnell sein.

J.Friedrich

Im Teaser steht schon drin, was ich bei der Vorstellung dachte: wütend über die Chuzpe und traurig darüber, daß es wohl nicht mehr zu viel mehr reicht … Wir schauen einem standhaften Dino jetzt beim langsamen oder sich beschleunigenden Sterben zu … RIP.

Carsten Klatt

Schöner Artikel, sehe ich auch so! Pentax schießt sich damit ins eigene Knie. Bisher war mir der Hersteller sehr sympathisch, die Kameras ohne echte Makel und weit unter Wert gehandelt. Mit so einer Verkaufsstrategie richtet sich Pentax mittelfristig zu Grunde, da sie ihre kleine aber feine Fangemeinde vor den Kopf stoßen. Vermutlich laufen die DSLR Verkäufe nicht mehr, damit wäre dann auch erklärt, warum die finanzielle Kraft für weitere Entwicklungsschritte fehlt. Hoffen wir mal, dass dies nicht ein erster Vorbote von größeren Problemen bei Pentax ist…

Rüdiger

Da hast du wohl den Satz nicht richtig verstanden. Wenn grundlegende Werte neu definiert werden, heißt das noch lange nicht, dass die sich ändern. Sie wollten wohl sagen, dass auch das neue Modell mit den alten Werten kommt 😉

pixeldix

Verstehe wer will, jetzt regt man sich über eine 1000,00 Euro Kamera mit veralteter Technik auf aber jeder will unbedingt eine Leica für 5000,00 mit fast der gleichen altgebackenen Technik. Bilder wird auch diese Kamera machen und Objektive gibt es ja auch genug . Mit freundlichen Grüßen

Rolf Carl

Habe genau dasselbe gedacht, als ich den Artikel gelesen habe.

lichtbetrieb

Es wurde doch schon berichtet, Pentax will sich zum Kamera Manufaktur neu definieren. Das Datenblatt gerät dazu in den Hintergrund der Preis selbstverständlich nach oben. Ob das aufgeht? Ich fürchte auf dieser Welt ist nur Platz für eine Marke wie Leica.

Alfred

Ich mag Leica wirklich,aber da hast du Recht!

Dirk

Nur zu meinem besseren Verständnis – an welches Leicaprodukt hast du da gedacht? 😉

N1USER

Das sollte man pragmatisch sehen: Um als Einsteiger, Amateur oder Professional mit dieser Kamera Bilder zu machen, selbst wenn man vorher noch nie eine Pentax in der Hand hatte, benötigt es eines ganz sicher nicht: Den Blick in die Bedienungsanleitung. Schnuckeliges, kleines Ding 😉

Cat

Pentax ist schon nach der LX nur noch ein Zombie, der ganz selten einmal einen richtig schönen Blutsturz bekommt und sich todesmutig auf alle Mitbewerber stürzt, um danach wieder leichenblass im Sarg zu verschwinden.
Die Z645 und K1 waren gute Ideen – aber viel zu spät. Heute sind das 67 und das 645 Format tot und für Kleinbild fehlen die Objektive, Sensoren, Prozessoren.
Sie sollten schnell wieder eine verbesserte LX mit Hybridverschluß bringen und dafür dann der M6 noch mal zeigen, wie die beste japanische Kamera aussieht.

harastos

Du wirfst da im 1. Satz Vampire und Zombies durcheinander … 😁

Peter

Technik aus 2016 ist gerade en vogue: die OM System OM-5 hat ja auch 2016er Technik an Bord…

Patrick

Leider setzt sich der Trend fort, von dem ich dachte, dass er zumindest bei Olympus bzw. OM-Systems mit Vorstellung der wirklich guten OM-1 eingebremst worden wäre…

Man nimmt verstaubte Technik, die noch in den Lagerhallen verfügbar ist, verbaut sie in alte Gehäuse, addiert ein paar Gimmicks und weist die Marketingabteilung an, dieses Vorgehen als „innovativ und bahnbrechend“ zu bewerben.

Alter Wein in neuen Schläuchen, das konnte man bei Olympus zb auch gut bei allen drei E-M1-Modellen sehen.

Das sind zweifelsohne tolle Kameras, die ich auf keinen Fall gegen irgendwelche Kleinbild-Riesen tauschen würde, aber Innovationsfreude sieht leider anders aus.

Und Pentax geht eben denselben Weg, nur im aktuellen Fall wohl eine „Spur“ ZU dreist 😉

Thorsten

Volle Zustimmung.
Der Grund liegt bei Pentax und OMDS (Olympus) wohl in den rückläufigen Marktanteilen und damit müssen die Entwicklungskosten auf immer geringere Stueckzahlen umgelegt werden.
Damit steigen die Preise und an der Entwicklung wird auch gespart, das setzt dann oft eine Negativspirale in Gang, die letztendlich wohl dazu führen wird, das diese Hersteller von Markt verschwinden.
Da passt der alte Spruch:
Wer aufhört besser sein zu wollen, hat aufgehört gut zu sein!
Das merken dann irgendwann auch die letzten Fans….

Frank

Das mit den Marktanteilen ist zwar richtig, gilt aber für die gesamte Kameraindustrie. Und ob Nikon nach dem Feuerwerk an neuen Kameras nebst Objektiven noch eine Überlebenschance am Markt hat wird sich erst noch herausstellen. Das gilt sinngemäß auch für Fujifilm. Gezählt wird immer erst am Schluß.

Max Headroom

Sorry, aber das ist ein wenig mit der eigenen Wahrnehmung eingefärbt. Olympus hat seine M1er-Modelle ausgiebiger weiter entwickelt, als z.B. Sony es mit seiner 6000er-Serie getan hat, und sogar via kostenlosen Firmwareupdates Verbesserungen vorgenommen, die andere als neues Modell verkauft hätten , . Auch die OM-5 ist eine konsequente Weiterentwicklung der M5er- Reihe.. Nur eben dem Markennamen geschuldet, unter neuer Nummer…

Wenn man mal ganz ehrlich ist, hat kaum ein Hersteller mit der Fortführung von Produktlinien bahnbrechende Änderungen eingeführt…

W.Schäfers

Hallo Patrick: sieht verstaubte Technik so aus?. Stacked Sensor, No Anti-aliasing (AA) filter in der Kamera,10.0fps (120.0fps Electronic) continuous shooting, IP 53 Weather Sealed Body, Unlimited Video Recording (no 30min limit), 4K at 60fps and FHD at 240fps Video Recording, 1053 Focus Points, usw. siehe z.B.: https://cameradecision.com/blog/Cameras-with-STACKED-SENSORS-in-2022

Ich meine: nein. Verstaubte Technik sieht oder präsentiert sich anders.

Frank

Na und? Kann man mit der Technik von 2016 etwa keine hervorragende Bilder machen? Es ist das Ergebnis was zählt, nicht die Zahlen im Datenblatt einer Kamera. Und wenn ich mir heute das Bedienmenü einer Sony anschaue, welches ziemlich unaufgeräumt wirkt, und zudem überladen, dann verstehe ich gut, warum die neue alte Pentax auf Kontinuität setzt.

Thorsten

Die Kamera dürfte wohl mur eingefleischte Pentax Nutzer interessieren und das werden sicherlich immer weniger. Spiegellose Kameras haben eben deutliche Vorteile, auch in der Rechnung für WW und Normalobjektive, die durch nicht nötige Retrofocuskonstruktionen kleiner, leichter und günstiger werden können und besser obendrein. Für mich ist Pentax der 1. Kandidat der das Handtuch wirft, noch vor Olympus. Schade eigentlich, denn mit Pentax habe ich vor ca. 40 Jahren einmal angefangen. Aber die Pentax Kameramarke wurde ja schon mehrfach verkauft, die Ursprungsfirma Asahi Optic exzistiert schon lang nicht mehr. Mit einer Pentax ME super habe ich mal angefangen, weil mir die Olympus OM2n, oder Minolta XD7, meine damaligen Favoriten, damals zu teuer waren. Später dann die LX war eine geniale Kamera, mit dem drehbaren Sportsucher, ideal für Makros. Mein Lieblingsobjektiv aller Zeiten: Das Pentax SMCA 4/200 Macro wird heute, über 30 Jahre alt zu Preisen von um die 2500€ gehandelt und ich Dödel hab es damals beim Umstieg auf Nikon (Der Kameras wegen) verkauft. Es war optisch und von der Handhabung besser, als mein späteres AF-D 4/200 Micro Nikkor und das will etwas heißen. Aber nach der LX brachte Pentax nur noch nicht konkurrenzfähige Amateur Plastikkameras, da wurde ich zum Umstieg… Weiterlesen »

Henry333

nach der LX brachte Pentax nur noch nicht konkurrenzfähige Amateur Plastikkameras“
Von wegen Plastik, mir ist damals auf einer Baustelle eine K10d eine ganze Etage auf den nackten Beton abgestürzt, ca 3 m. Ich hatte sie schon als Totalschaden abgeschrieben aber oh Wunder an der Kamera war nichts außer einem kleinen Kratzer auf dem Sucherbuckel, sie hat noch Jahre ohne Fehler funktioniert bis ich sie irgendwann verkauft habe. Die K10d hatte einen Edelstahlkorb der großzügig mit „Plastik“ ummantelt war. Das war lange nach deiner LX! Und was die Robustheit angeht gehe ich davon aus das Pentaxkameras auch heute noch zu dem besten gehört was man kaufen kann.

Thorsten

Mir ist bei meiner Z1, der Kunststoff- Unterboden gebrochen, einfach nur weil ich häufig Stativadapter genutzt habe.
Desweiteren war der Spiegel zu klein dimensioniert, so das bei alten mechnanischen WW- Objektiven der obere Rand des Suchers abdunkelte. Das hat Pentax nach meiner Beschwerde auch zugegeben.
Leider war die Z1- Fehlkonstruktion damals die einzige Pentax Kamera die 1/250 Blitzsychronzeit bot, was mir wichtig war.
Nikon hatte zu der Zeit schon die 2. Generation von Kameras mit einer 1/250s auf dem Markt.
Die Z1 gab mir den Rest, ich wurde regelrecht gezwungen, zur Konkurrenz zu wechseln.
Leider wurde die LX nicht weitergeführt und nicht durch einen Nachfolger verbessert, die hatte auch ihre Nachteile:
Nur 1/75 Blitzsychronzeit, Nikon bot mit der F4 eine professionelle Kamera mit einer 1/250s.
Außerdem waren die Pentax Sucher immer recht dunkel, auch derjenige der LX, kein Vergleich zu den zur damaligen Zeit exzellenten und hellen Nikon- Suchern.

W. Dick

kauf dir eine Pentax K3-3, dann kannst Du die die Blitzsynchronisationszeit aussuchen.
Die K3-3 hat nicht nur ein masives Gehäuse, sondern ein masives Gehäuse rundrum. Auch der Spiegelschacht.
Nur ein paar Beispiele. Ich könnte ja fortfahren. In der Geschichte der DSLR hat Pentax zusammen mit Olympus die meisten Neuerungen entwickelt……………
Ob DSLM gut für die Augen ist wird sich zeigen.

Wißt ihr eigentlich von was ihr redet?

Thorsten

Das Pentax früher einmal eine der innovativsten Firmen der Branche war, nützt mir heute gar nichts.
Nur noch der Markenname ist geblieben, die ursprüngliche Fa. Asahi Pentax existiert schon längst nicht mehr.
Ich bin längst schon auf Spiellos umgestiegen.
Spiegellose Kameras haben für mich nur Vorteile, die hinlänglich bekannt sind.
Auch wegen der einfacheren Objektivkonstruktionen im WW und Normalbereich. Stichwort Retrofocus- Konstruktion, das senkt Größe und Gewicht der Objektive und verbessert obendrein die Qualität, gerade für mich als Landschaftsfotograf ein wichtiger Punkt.
Außerdem wer braucht einen Spiegelschlag mitsamt dem Geklapper, oder einen in der Dämmerung dunklen Sucher? Oder Front- Backfocus- Probleme?
Die weiteren Vorteile spiegelloser Kameras will ich nicht alle aufzählen.
Aber jedem das Seine, es gibt ja auch Nostalgiker die gern mit Film fotografieren – nicht negativ gemeint.
So hat jeder sein Hobby….

Henry333

Wenn ich dich richtig verstehe gehen deine letzten Erfahrungen mit Pentax auf
um die 30 Jahre alte analoge Kameras zurück, ob das reicht Pentax heute zu beurteilen?
Ich nutze heute auch keine Pentax Kamera mehr und fotografiere jetzt auch schon einige Jahre mit Mft weil ich es klein, leicht und leise haben wollte. Meine Erfahrungen mit Pentax waren aber sehr gut und reichen von der K100D bis zur K5 und zumindest ab der K10d waren die Kameras dermaßen solide und stabil gebaut. Es hat einfach Spaß gemacht mit diesen tollen innovativen Kameras zu arbeiten, manchmal vermisse ich schon das Spiegelgeklapper und satte Klacken des Verschlusses;-)
Ich sehe bei Pentax eine Kontinuität in der Qualität zumindest bei den mittel und höherpreisigen DSLR Modellen (K10d – K3/3) Deshalb mache ich mir auch keine Sorgen um Pentax als einzigem verbliebenen DSLR Hersteller finden sie garantiert ihre Käufer, siehe Renaissance der Schallplatte ein ernst zu nehmender Markt.
Die KF genau wie die OM5 beides gute Kameras sind doch einfach nur Opfer ihrer jeweiligen Marketingabteilungen die kleinste Veränderungen gleich zu einem Versionssprung aufbauschen was dann zu solch negativen Diskussionen führt, wie man es besser macht hat Panasonic mit der TZ202D gezeigt.

Thorsten

„Wenn ich dich richtig verstehe gehen deine letzten Erfahrungen mit Pentax auf um die 30 Jahre alte analoge Kameras zurück, ob das reicht Pentax heute zu beurteilen?“ Nein, natürlich nicht, aber darum ging es mir gar nicht: Ich wollte erklären, warum ich Hersteller wechsle, eben wenn sie sich am Markt anders positionieren, oder von der Konkurrenz innovativ abgehängt werden. Wenn mir als Kunde bestimmte Eigenschaften der Geräte wichtig sind, die „mein“ System nicht mehr, oder (noch) nicht bietet, werde ich mittel- bis langfristig den Hersteller wechseln. Im Falle Pentax waren die Gründe für mich: Vergleichsweise dunkle, weniger scharfe Sucher (wichtig bei Makros) Blitzsynchronzeiten und Blitzsytem (es wurden irgendwann keine Blitzverteiler mehr angeboten), das TTL Blitzsystem entsprach bald nicht dem technischen Stand der Konkurrenz, Canon und Nikon hatten ihre Systeme deutlich weiter entwickelt. Mangelhafte Robustheit der Kameras nach der LX. Objektivangebot wurde deutlich reduziert Vergleichsweise sehr langsamer AF Ist natürlich alles eine Frage der eigenen Anwendungen und Ansprüche. Pentax in heutiger Ausrichtung, interessiert mich rein gar nicht, eben weil sie keine Spiegellosen Systemkameras anbieten, die für mich enorme Vorteile bieten. Außerdem wäre das Objektivangebot für mich inzwischen völlig unzureichend, auch weil die sogenannten Fremdhersteller keine neuen Objektive für Spiegelreflexkameras mehr auf… Weiterlesen »

Henry333

Um bei der KF zu bleiben auch wenn die Technik fünf Jahre alt ist, für mich zeigt sie keine großen Schwächen, nicht alle wollen oder können sich neueste Spitzentechnik leisten, mit der Kamera kann man nach wie vor gute Fotos machen.
Was ist passiert, das alte Display war nicht mehr lieferbar, also wurde ein anderes verbaut. Und nur das alleine sollte für eine völlig neue Namensgebung herhalten, wie blöd muss man sein!
einfach ein kleiner Namenszusatz wie K70/b, K70/II oder ähnlich und es wäre nur eine Randnotiz geworden.
Aber so wie sie es gemacht haben und auch mit dem Preissprung ist es eine Kundenverarschung und dann darf man sich nicht über schlechte Presse wundern.

Thorsten

Ich bezweifele nicht das die KF und die OM5 gute Kameras sind und vor 5 Jahren auf den Markt gebracht, hätten sie bestimmt Anerkennung hervorgerufen.
Aber die Technik und die Konkurrenz haben sich deutlich weiter entwickelt.
Angestaubte Technik? O.k. mehr benötigen viele gar nicht, aber dann muß der Preis auch stimmen. Beide sind für das Gebotene meiner Ansicht nach deutlich zu teuer.
Beispiel: Die OM5 es ist eine abgespeckte EM1-3 (die ich auch besitze), die EM1-3 ist eine nur leicht verbesserte EM1-2 und ihr Hardwaretechnisch sehr ähnlich, die ist von 2016 (kann ich beurteilen weil ich beide besitze)
Mit der OM5 wird also alter Wein (von 2016) in neuen Schläuchen verkauft für 1300€, die EM1-3 aktuell für den gleichen Preis und die ist klar besser ausgestattet und hat ein Metallgehäuse, statt eines Plstikgehäuses bei der neuen OM5. Selbst hochwertige Kunststoffteile sind in der Herstellung deutlich günstiger, als Metallteile, weil die Werkzeuge zur Produktion günstiger sind und eine deutlich längere Standzeit aufweisen.

Henry333

Man kann meine Meinung zur OM5 schon in dem oben verlinkten Artikel „…begeisterung sieht anders aus“ nach lesen.
Um das ein wenig zu ergänzen, wie kann man moderne Kameras noch verbessern um bei Mft zubleiben, Beim Sensor sind nur noch sehr kleine Schritte denkbar, Beim Gehäuse setzt man die Schalter mal so mal so, neues ist nicht in Sicht. Wirklich neues ist nur innen drinnen möglich über Prozessor und Software und genau hier ist bei der OM5 entscheidendes passiert, jetzt ist endlich Freihand HiRes möglich. Für mich ein sehr wichtiger Punkt, welche Kamera kann das schon zur Zeit? und was kostet die dann?
Natürlich hätte man die USB Buchse und das Menue gleich mit erneuern sollen, keine Frage, aber ein neuer Prozessor wiegt das für mich mehr als auf.

joe

Auch ich habe mit Pentax angefangen, als sie noch Ashai Pentax hiessen und habe damit unbezahlbare Jugenderinnerungen – erste Freundin und und und – fotografiert. Schade das die Zeit für Pentax langsam aber sicher zu Ende geht, aber das ist halt der Lauf der Zeit.

Ralle Art

Naja, wenn da leica drauf stehen würde wäre die Resonanz eine ganz andere.

Ralle Art

Vielleicht ist pentax auch schlau. Dslr ist die neue leica aber für deutlich weniger Geld. Sony hat gerade ein Brand für seine Sensoren rausgehauen. Wahrscheinlich werden die bald ihre fotoabteilung dicht machen oder verkaufen. Es wird halt nur noch gefilmt.
Liebe Grüße

Ralle Art

Alte Technik muss nicht schlecht sein. Die Bilder meiner m9 sind absolute Spitze. Und die Kamera ist von 2011 glaube ich. Liebe Grüße

Axel G

Hervorragend geschrieben. Besser kann man es nicht formulieren. Für eine Hand voll Fans sicher ein Träumchen. Aber eher etwas für die Vitrine als ein ständiger Begleiter für coole Fotos.

RaniT

Meine Meinung zum Artikel „Meine Meinung zur Pentax KF“:

Ja, das Datenblatt sieht (sehr) enttäuschend aus, aber man sollte
eine Kamera nicht ausschließlich nach dem Datenblatt beurteilen.
Da gibt es z.B. die Ergonomie. Wie auch andere Kameras hat die KF
einen Touch-Screen, aber ist diese Funktion schlechter oder besser,
als bei anderen Kameras – das geht aus dem Datenblatt nicht hervor
(erst recht nicht das Thema „Aufbau des Bedienmenüs“). Was nützt
eine Kamera, die (laut Datenblatt) zwar leistungsstark ist, aber
nur sehr schwer zu bedienen ist?

Insgesamt frage ich mich, wieviele Personen, die von der Pentax KF
„enttäuscht“ sind, jemals eine Pentax-Kamera ausprobiert haben und
deren Eigenschaften gegenüber anderen Kameras verglichen haben.

P.S.: Laut Datenblatt hat die Pentax KF ein staubgeschütztes und
wetterfestes Gehäuse und einen (mechanischen) Tiefpassfilter, der
bei Bedarf hinzugeschaltet werden kann!!! Kann man diese Eigenschaften
eigentlich als technisch fortschrittlich bezeichnen? Die im Artikel
aufgezählten Kameras (Canon EOS R10, Sony A6400, Fuji X-T30 II) haben
so etwas nicht (das Gehäuse der Nikon Z5 ist „gegen Witterungseinflüsse
abgedichtet, damit weder Staub noch Feuchtigkeit eindringen.“).

P.P.S.: Ich habe noch nie eine Pentax-Kamera besessen.

Dirk

Zunächst: ich kann den Artikel bzw. Marks Meinung völlig nachvollziehen. Ich bin seit vielen, vielen Jahren der Marke PENTAX treu. Mangelnde Sympathie kann man mir sicher nicht vorwerfen (siehe Blog). Und dennoch macht mich die KF traurig. Nicht die Kamera an sich. Die K70 war und ist ein tolles Werkzeug. Robust, griffig, kompakt. Damit kann man arbeiten, viel Freude mit Fotografie haben, sicher auch in x Jahren noch. Was mich aber traurig macht und auch ein wenig ärgert, ist mal wieder das Marketing bzw. die Namensgebung. Ehrlich wäre K-70ii, K-71, von mir aus K-80 gewesen. Dann wäre alles gut gewesen. Ist doch toll, dass PENTAX die K-70 wohl noch so absetzen konnte, dass sich die Neuauflage lohnt! Aber der Name KF weckt einfach eine andere Erwartungshaltung … „Die PENTAX KF definiert die grundlegenden Werte der Spiegelreflexfotografie neu …“. Ernsthaft? Was definiert die KF neu, was es nicht schon gab? Wenn schon ein neuer Name, dann doch bitte zumindest ein substantiell neues Merkmal, und nicht nur einfach ein anderes Display. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen. Zumindest von mir. Die ständig aufflackernde Diskussion, wie lange PENTAX noch am Markt besteht, wenn es mal eine neue Nachricht zur Marke gibt, finde… Weiterlesen »

ccc

Toller Foto-Blog, schöne Bilder!!
Ich nehme an die Fotos sind bearbeitet – oder sind das out-of-camera-JPEGs?
Viele Grüße, C.

Alfred Proksch

Ich bin vorbelastet und daher nicht neutral genug denn meine erste Systemkamera war eine gebrauchte M42 Asahi Pentax Spotmatik mit gebrauchten DDR Objektiven – Film wurde als Meterware gekauft, selbst in die Patronen gespult und natürlich auch selbst (mit Kontaktabzügen) entwickelt.

Im Singles Day Artikel wird bei Foto Koch eine Pentax K-70 + DA 18-55mm WR für 650 Euro angeboten. Ich bin überzeugt das man damit sehr gut fotografieren kann.

Wenn ich daran denke wie oft in der Vergangenheit Pentax schon als TOT beschrieben wurde – dann kann ich mich über hier diesbezüglich geäußerte Aussagen amüsieren. Pentax hat sich schon lange auf geringere Stückzahlen und weniger Umsatz eingestellt.

Eine renovierte Pentax KF mit einem auf die aktuelle Situation angepassten Verkaufspreis wird sich verkaufen lassen – davon bin ich überzeugt.

Frank

Ich bin nicht vorbelastet, möchte aber dennoch darauf hinweisen, daß ein vollständig ausentwickeltes Kamerasystem Gold wert sein kann, weil der Fotograf sich ganz der Fotografie widmen kann. Kein Warten mehr auf den verbesserten Autofokus, keine Bugs mehr in der Steuerung. Einfach mit dem vorhandenen Material losziehen und Fotos machen. Da weiß der Fotograf wenigstens ganz klar im Voraus, was er für sein Geld bekommt, und was vielleicht auch nicht.
Ein Bekannter hat sich gerade eine Vollformatkamera mit drei Objektiven zugelegt. Sensorauflösung 46MP.
Nach vielen Monaten Wartezeit trotz Vorbestellung kam die neue Kamera nun endlich beim Händler an.
Der Preis war schon ganz ordentlich, nur daß er danach noch das Problem bekam, daß ob der hohen Auflösung
der Rechner jetzt zu lange brauchte, um die Bilder in den Photoshop zu laden. Also brauchte er auch noch eine schnellere Grafikkarte. Und demnächst auch noch einen höher auflösenden Bildschirm. Weil die Unterschiede zu seinem APS-C Sensor in der vorherigen Kamera mit dem vorhandenen Bildschirm doch eher marginal ausfallen.
Vielleicht hat Pentax ja schon die Einsicht gehabt, daß man nicht alles machen muß, was möglich ist, um zufriedene Kunden zu haben. Zumal dann, wenn auch der Preis stimmt.

Fuchs

Eine Spiegelreflexkamera z.B die Pentax KF ist genauso gut wie eine Spiegellose Kamera . Ich weiß nicht wer so viel Quatsch immer erzählt wie groß doch der Unterschied sein soll was die Bild Qualität betrifft. Am besten ihr kauft euch jedes Jahr ein Smartphone . Vieleicht könnt ihr damit Fotografieren. Ich fotografiere seit über 30 Jahren damals noch mit Praktika und habe gute Bilder gemacht. Ihr macht das Foto . Die Kamera ist ein Hilfsmittel nichts anderes.