Marktgeschehen Nikon

Nach 70 Jahren: Nikon beendet Kameraproduktion in Japan

Nikon stellt nach 70 Jahren die Kameraproduktion im eigenen Land ein. Kameras sollen ab sofort nur noch in Thailand produziert werden.

Nikon will Kameraproduktion in Japan einstellen

Anfang November 2020 haben bereits konkrete Gerüchte die Runde gemacht, dass Nikon im Jahr 2021 die Produktion der eigenen Kameras komplett von Japan nach Thailand verlagern möchte. Neuen Berichten aus Japan zufolge wird dieses Szenario immer wahrscheinlicher, auch wenn eine offizielle Bestätigung von Seiten Nikons noch aussteht.

Der neue Bericht des japanischen Magazins Asahi spricht davon, dass Nikon nach mehr als 70 Jahren die Produktion von Kameras im Heimatland einstellen wird. Die neuen spiegellosen Vollformatkameras werden anscheinend bereits in Thailand produziert, bis Ende 2021 soll außerdem auch die Produktion der Nikon D6 aus der japanischen Fabrik in Miyagi nach Thailand verlagert werden.

Die Gründe für diese Art von Umstrukturierung liegen auf der Hand: Nikon will Kosten einsparen, um in Zukunft wieder den Sprung in die Gewinnzone zu schaffen.

Fabrik in Thailand verfügt über jede Menge Erfahrung

Dass in Zukunft keine Nikon Kameras mehr in Japan produziert werden sollen, klingt im ersten Moment nach einer negativen Meldung. Ist es irgendwo natürlich auch, trotzdem sollte eine Produktion in Thailand nicht mit einer minderen Qualität gleichgesetzt werden. In Nikons thailändischer Fabrik werden seit knapp 30 Jahren Kameras produziert, die Mitarbeiter verfügen dementsprechend über jahrelange Erfahrung und Expertise. Bei einer komplett neuen Fabrik hätte man da deutlich skeptischer sein müssen.

Einzig und alleine die Konzentration auf eine einzelne Fabrik könnte ein Risiko darstellen, schon gar weil es in Thailand gerne mal zu größeren Überschwemmungen kommen kann. Außerdem sehen aktuell, dass schon ein Brand in der Fabrik eines externen Zulieferers für Lieferprobleme sorgen kann. Passiert dann mal etwas in der Fabrik, in der alle Kameras produziert werden, dann hätte das natürlich erhebliche Auswirkungen auf Nikons Geschäfte.

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Thorsten

Grundsätzlich sind Produktionsverlagerungen erst einmal langfristig nichts Schlechtes, auch nicht fuer den Kunden. Langfristig- meint nach Jahren. Ich habe Erfahrungen mit Verlagerungen aufgrund meiner Position in einer Fa für komplexe Elektronikprodukte in Fahrzeugen. Produktionslinien müssen aufgebaut werden, die Linien laufen heute hoch automatisiert ab, aber nicht von selbst, dafür ist noch qualifiziertes Personal gefragt, nicht nur fuer den Aufbau, auch fuer den Betrieb. In der Regel gehen nur sehr wenig alte erfahrene Mitarbeiter an den neuen ausländischen Standort, die haben in ihrem Heimatland auch Familie. Und genau das ist das Problem, eine Fertigung von hoch komplexen Erzeugnissen, lässt sich nicht so einfach problemlos verlagern. Die internen Fehlerraten werden deutlich steigen und damit auch der Pruefaufwand um diese fehlerhaften Erzeugnisse nicht zum Kunden gelangen zu lassen. Garantiefaelle werden sich häufen, so das insgesamt die Herstellungskosten nur langsam sinken. Ein weiteres Problem in fernöstlichen Billiglohnlaendern ist die hohe Fluktuation der Mitarbeiter, die haben nicht so eine Bindung an ihr Unternehmen wie in Deutschland oder Japan. Warum hat Nikon denn nicht laengst die Produktion verlagert? Wohl aus Qualitaetsgruenden. Jetzt müssen sie, da ihnen das Wasser bis zum Hals steht bei den hohen Verlusten die sie einfahren, aus Qualitaetssicht keine guten Voraussetzungen für eine… Weiterlesen »

Arda

Hallo Thomas, aus Management-Sicht vertretbar und ich denke Nikon hat sich das lang genug überlegt – In dem sie schon einige Kameras in Thailand produzieren lassen haben.
Es gibt viel Spekulation in deinen Aussagen und sehr viel Glaskugel, auch wenn du aus einer Branche kommst, die ebenfalls Fertigungsstraßen nutzen um Ihre Produkte fertigzustellen. Ich mein wir wissen nicht, in welcher Hinsicht der Ausschuss steigen wird, weil weder du noch ich, den exakten Fertigungsablauf der Erzeugnisse kennen. Ich denke der Ausschuss ist normal und kalkulierbar…dafür gibt es unternehmensinterne Kennzahlen (auch für kameras die bereits in thailand produziert werden!) Heißt aber nicht, dass es zwangsläufig zur geringeren Qualität führt. Ich sehe nicht so schwarz wie du. Ich finde, dass sich das gesamte Unternehmen wandeln wird, um auf die bevorstehenden Herausforderungen reagieren zu können! Ist ja nicht so als würde es nur Nikon machen (siehe Sony, Canon). Der Kameramarkt hat ich geändert und wird sich in den nächsten 5 Jahren noch sehr stark ändern…Nikon wird es auch dann noch geben 🙂

Lehrmann Rudolf

Hofentlich hast Du Recht…
Ich habe Angst NIKON ist in 3 Jahre am Ende!
Bin selbst Nikon Fan aber die letzten Kameras sind nur halbe Sachen die Nikon gebaut hat
Nikon D 850 ist TOP und hoffen wir die D 880 wird auch TOP sein. Habe selbst die D 850.
Bei Spiegelos war die Z6 und Z7 nicht gelungen; man hat was verbesssert und eine II Serie gemacht.
Die Gesicht – Augen Erkennung ist deutlich schlechter wie bei Sony und Canon; muss Nikon noch viel lernen…
Hoffentlich wird die Z8 eine TOP Kamera; bitte nie mehr einen Schrott bringen wie die Nikon D 600 war.
Probleme vertuscht, Kunden verloren…

Henry

Das sehe ich anders. Die Z6 und die Z7 sind erstklassige Kameras. Und wenn gewisse Gadgets, wie Gesicht-Auge-Erkennung, bei anderen Herstellern auch besser sein sollten, so mindert es nicht die Bildqualität der Nikon-Kameras. Im Übrigen habe ich in den letzten 30 Jahren auch ohne Gesicht-Auge-Erkennung scharfe Porträts gemacht. Heute scheint das ja kaum noch jemand ohne kamerainterne Gesicht-Auge-Erkennung hinzukriegen.

René

Die Bildqualität kann ja mittlerweile jede Oberklasse Cam wie eineA7r3, A7r4 und eine Canon R5 ebenfalls, plus die Augen Erkennung. Und bei solchen Argumenten wären wir noch bei 12mp und DSLR und Motoren hätten noch einen vergaser – die sind doch auch gefahren.

Immer Besser

Die neuen Z6-II und Z7-II (sogar die älteren Modelle) reichen für den Augen-AF völlig aus.
Sensor = Sony und ist damit mind. so gut. Meist holt Nikon noch mehr aus dem Sensor heraus.

Und die mondersten Objektive der Z-Serie haben sie sowieso. Habe ein paar Z-Objektive aus Thailand. Alles O.K. Besser kann man Objektive vermutlich nicht bauen (Olympus Pro Serie ist da ausgenommen).
Kameras habe ich bei noch aus Japan.

Sabrina

Nein – da wird es nur noch Canon und eventuell Sony geben, weil einfach nicht genug Kunden die extremen Preise zahlen können und man die großen Kameras fast nur noch für langen Zoom und bewegliche Motive benötigt.

Matthias

Thorsten,
denk einfach mal an unsere nordeuropäischen Nachbarn, die schon vor einigen Jahren begonnen haben, Niederlassungen in Deutschland zu gründen, weil das bei Ihnen als Billiglohnland betrachtet wurde und wird…

joe

Deutschland mit Thailand zu vergleichen ist schon ein sehr gewagter Vergleich! Das wäre wirklich schlimm, wenn wir auf diesem (Aus)Bildungsniveau wären. Du solltest mal wie ich vor 8 Jahren (aber nach Corona) 6 Wochen durch Thailand reisen.

Matthias

…da brauche ich gar nicht so weit zu reisen. Mir reicht schon eine Stunde Supermarkt hier in der Nachbarschaft (Aldi ist dabei nicht berücksichtigt). Zum Bildungsniveau muss ich gar nichts anmerken, weil ja heute fast jeder Schulabgänger mit dem ABI in der Tasche nach Hause geht, um dann einen Studiengang anzustreben. Und wer Helmut Schmidt war, muss man nicht unbedingt wissen, weil das beim Bachelor-Abschluss gar nicht gefragt wird…:-))

Robin

Wer war gleich Ulbricht?
Un is der Wesch och noch so hulprisch, wir wäählen unsern Walter Ulbrischt.

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“

„Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben!“

joe

Matthias, ich bin 1989 in die Schweiz gekommen, nicht von alleine, nein, sondern weil man mich geholt hat, man hat mich gelockt, und zwar mit Geld, sehr viel Geld, warum? Weil es nicht ausreichend hochqualifizierte Personen in der Schweiz gab und gibt. Ohne Deutsche würden die Schweizer Universitäten nur noch zu zweidrittel laufen, ohne Deutsche Ärzte und Pflegepersonal würden 50% der Krankenhäuser schliessen. In Zürich machen die Kinder von Deutschen Immigranten zu 48% die Matura (meine drei zu 100%), also so schlimm kann es mit dem Bildungsstand der Deutschen nicht stehen. Ich gebe aber zu, seit in D die Immigration aus aussereuropäischen Ländern stark zugenommen hat, ist Deutschland für mich nicht mehr das Land, das ich damals verlassen habe.
Und ich habe noch die Franzosen und Italiener vergessen, die zum Teil ebenfalls Grosses leisten. Ich mag die Schweiz, aber ohne uns, die hochqualifizierten Immigranten wäre die Schweiz ein viel ärmeres und weniger entwickeltes Land! Auch wenn die Schweizer die Deutschen nicht mögen, ohne uns liefe es hier nicht. Und die Verantwortlichen Wissen das auch, sonst hätten sie uns nicht geholt.

Thomas Müller

joe, ich weiss ja nicht wo Du in der Schweiz wohnst und ob Du das Strassenbild beispielsweise in Zürich, Basel und Winterthur gut kennst. Also wenn Du hier Bioschweizer suchst, wirst Du, je nach Quartier, auch nicht unbedingt sofort fündig. Ich kenne beide Länder und sehe, was die Veränderung durch Migration aus aussereuropäischen Ländern betrifft, keine grossen Unterschiede zwischen den beiden Ländern.

Matthias

Joe,
zum Teil hört sich das so an wie damals in Deutschland als die ersten Gastarbeiter mit viel Geld angelockt wurden. Die Situation seit 1989 hat sich hier grundlegend geändert. Der sich selbst überschätzende „Historiker“ und „Staatsmann“ aus Oggersheim hat den Grundstein gelegt. Als Vermächtnis überliess er Deutschland sein Mädchen von der SED-nahen Ost-CDU. Da haben bei Margot im Anden-Exil bestimmt die Rotkäppchen Sektkorken geknallt. Das muss eine Demokratie aber aushalten können. Ob eine Volkswirtschaft das auch aushält, wird sich noch zeigen.
Und was hat das alles mit Fotografie zu tun? Als Kohl damals inmitten der blühenden Landschaften eine seiner sinnfreien Reden vortragen wollte, hat das Volk mit Würfen von faulen Eiern geantwortet. Der AF der Canon- und Nikon-Kameras in dieser prä-spiegellosen Steinzeit war schon so gut, dass den Presseleuten beindruckende, scharfe Fotos gelangen vom wütend verzerrten, mit Eigelb beschmierten Gesicht eines schimpfenden Politikers, bevor die Security endlich die Schirme aufspannte…:-))

joe

…Und was hat das alles mit Fotografie zu tun? … ganz einfach, der Vergleich Thailand vs Deutschland hinkt, oder hat eher einen Klumpfuss. Ich bin auch nicht mit vielem einverstanden was jetzt in D abläuft, aber das Bildungsniveau ist trotz des Imports von bildungsfernen und bildungsschwachen Menschen immer noch locker über dem Amerikanischen oder dem Englischen! Die haben zwar ein paar Eltite-Universitäten, aber die sind halt auch nur für die Finanzeliten da.

Matthias

joe,
deutsch zu sein ist nicht zwangsläufig gleichzusetzen mit intelligent und gebildet. Und das gilt für die Eingeborenen hier. Auch das Studienangebot unserer Unis ist auf Wunsch der Industrie darauf reduziert worden, was im Anforderungsprofil der Wirtschaft steht. Besonders die Einführung von Master und Bachelor zeigt das überdeutlich. Kleiner Witz am Rande, dass es im Asi-TV eine erfolgreiche Serie gleichen Namens gibt. Die dringend benötigten indischen IT-Cracks machen übrigens einen weiten Bogen um dieses Land. Elite-Unis sind auch hier im Kommen. Allerdings weniger staatlich als privat finanziert und vernetzt. Irgendwie entsteht der Eindruck, dass Teile der sehr viel besser Verdienenden daran interessiert sind, die Zeit auf vor 1968 zurückzudrehen, um endlich das akademische Proletariat loszuwerden…

joe

…deutsch zu sein ist nicht zwangsläufig gleichzusetzen mit intelligent und gebildet… das hat auch NIEMAND behauptet! Dass seit der Einführung des Privatfernsehens 1984 das Bildungsniveau in D gesunken ist, ist offensichtlich und wird auch von mir nicht bestritten. Dennoch ist es in D für viel mehr Menschen möglich eine gute Ausbildung (ohne Kosten) zu erhalten als in anderen Ländern (mit Ausnahmen) Europas bzw. der westlichen Welt.

Börni

Ein wahres Wort!!!

Sabrina

Ihre Vorstellungen von Deutschland stammen sicher noch aus dem Jahr 1989. Mittlerweile ist es das Armenhaus unter den Staaten westlich der ehemals kommunistisch regierten Gebiete.

joe

Ähm, waren sie schon mal in Italien? Griechenland? Frankreich? England? Spanien? Portugal? Offensichtlich nicht, denn dann würden Sie etwas anderes schreiben!

Sabrina

Bei uns entwickeln sich ja auch Lebensarbeitszeit und Rente einerseits und Produktivität andererseits gegenläufig. Exportweltmeister klinkt natürlich besser als Bananenrepublik – wie Andreas Pop es wohl formulieren würde.

Deutschland geht es gut wie nie!

Matthias

…wenn Du Andreas Popp, den Lebensgefährten von Eva Herrmann, meinst, verstehe ich jetzt auch einige Deiner Beiträge…

joe

Wusste nicht, dass die Eva Herrmann mit Popp liiert ist. Interessant. Fand es aber auch nicht fair wie sie damals fallengelassen wurde und man sie in die Naziecke gestellt hat.

Lichtblicker

Ich bereue es das ich nicht schon früher auf Leica umgestiegen bin.

Peter Braczko

…und woher hat Leica seine Kameras und Objektive bezogen? Analoge Kameras: Minolta. Digitale Kameras: Fuji und Panasonic. Objektive: Minolta, Sigma und Panasonic. Das Etikett alleine zählt nicht!

Markus B.

Genauso ist es. Verlagerungen finden immer aus wirtschaftlichen Gründen statt, Qualität und Bildungsniveau spielen da keine Rolle. Und sobald die Finanzleute die Dollarzeichen in den Augen haben, werden die Warnungen von Produktions- und Qualitätsfachleuten gern ignoriert. Ich kenne viele Beispiele in meinem Arbeitsumfeld, da ist die Qualität kurz nach Abzug der deutschen Experten gesunken. Letztlich hängt das am Grad der Automatisierung und am Know-How der Mitarbeiter. Man kann sicherlich eine Produktion in Thailand auf hohem Niveau betreiben, aber auch das kostet Geld…eventuell ist das bei Nikon nicht ganz so tragisch, da sie ja schon einige Jahre in Thailand produzieren…

Alfred Proksch

Mag sein das Thailand gute Ware liefert! Ein klein wenig Spekulation darüber darf schon sein. Naturkatastrophen (Erdbeben in Japan) wie Überschwemmungen in Thailand hat keiner im Griff, aber gegen Brandgefahr lässt sich viel machen wenn man Geld in die Hand nimmt.

Kosten einsparen heißt nicht das auch die Ware preiswerter wird.

Jahre lang war japanische Wertarbeit eine Image Sache, leider werden solche Gefühle der Globalisierung geopfert. Jede Industrie fertigt Wegwerfartikel rund um den Globus. Kameras gehören mit ihren schnellen Modellzyklen mittlerweile dazu. Am Ende hat weder der Kunde noch der Produzent langfristige Erfolgserlebnisse, nur die Umwelt leidet!

Weil gerade wieder über Lieferengpässe geschrieben wird, mein gewünschtes Gehäuse Fuji X-S10 ist sofort lieferbar. Bestellung ist raus, Lieferung Anfang Januar. Hat einige Wochen gedauert bis ich das Teil ohne Objektiv kaufen konnte!

@joe ich hoffe Du bist mit Deiner Canon R5 bald an der Reihe, wird langsam Zeit sonst könntest Du schon einmal blind den Nachfolger ordern!!!

Robin

Wil elinneln uns.
Elst Olympus nach Vietnam (schon nicht gut fül Flankleich und USA).
Jetzt Nikon nach Thailand.
ojemine

Maratony

Hört sich schlimm an! Schade um Nikon!

Schwarzwälder

Alle unsere Nikons sind Made in Thailand:
P7000, D7000, D7500, D500 und sogar die neue Z5.
Die alten Knochen hatten noch nie einen Defekt und wurden stark beansprucht. Meinem Sohn ist die D7000 2x vom Stativ gefallen und funkt immer noch. Die kompakte war auf Bergtouren zu Fuß, mit dem Bike und dem Moped dabei und wurde nun durch die Z5 ersetzt, Zerkratzt, aber technisch einwandfrei.

Die beiden Sonys meines Freundes waren übrigens beide schon mal in Reparatur.

Rolf

Meine Z6ll auch!

Thorsten

Die Probleme die in der Regel bei Produktionsverlagerungen komplexer Produkte auftreten, betreffen ja auch nur selten die Dauerhaltbarkeit. Denn die Teile, Konstruktion und Lieferanten bleiben ja die selben. Nur es kann höhere Frühausfallraten bedeuten und in der Regel deutlich höhere interne Fehlerkosten, bis es sich eingependelt hat. Außerdem sagen Einzelfälle statistisch nichts über die Gesamtqualität aus. Ich habe über 20 Jahre intensiv mit Nikon- Produkten Naturfotografie betrieben, zu Analogzeiten waren die sehr zuverlässig, mit wenig Problemen, aber beim Übergang zu Digital einfach katastrophal und diese Probleme wurden auch seitens Nikon immer herunter gespielt und geleugnet, obwohl hinlänglich bekannt. Und Kulanz? Den Begriff kannten die bei NIkon gar nicht, im Gegensatz zu Panasonic. Mit meiner Panasonic S1 hatte ich ein Problem: Abwicklung und Reperatur incl Postweg innerhalb von 5! Arbeitstagen Vorbildlich- kostenlos (Garantie) Mit genauer Aufschlüsselung was gemacht wurde. Bei Nikon kamen Garantiereperaturen mehrfach unrepariert zurück, aber angeblich hatten sie es beseitigt! Es waren Konzeptprobleme, Konstruktionsfehler, die kann man halt nicht reparieren. Also wurde gelogen das sich die Balken bogen! Nicht mit mir! Dann Umstieg auf Olympus Panasonic(MFT) und Sony und neuerdings Panasonic L- mount mit deutlich höherer Qualität und viel weniger Problemen, Die Sonys gefallen mit auch nicht, haben viele… Weiterlesen »

Schwarzwälder

Olympus has fallen. Pana mft und L Mount waren gar nicht gelistet unter den meistverkauften Kameras 2019. Nikon hatte nur die Z6 und 7 im Rennen (die Z50 wurde erst spät im Geschäftsjahr preislich interessant). Mit den Spiegelreflexen hat Nikon sogar mehr Kameras verkauft als Sony. Nur Canon hatte noch mehr. Hier redet eine Hand voll Leute Nikon tot, dabei geht es allen anderen auch nicht besser. Was bei der Umstellung auf digital war, interessiert mich so wenig, wie der berühmte Sack in China. Was war denn zu Anfang mit Sony? Und L Mount Allianz mit Pana und teuer Pana und Sigma macht für mich auch nicht wirklich Sinn. Sony wird mit dem kleinen Mount auf lange Sicht Problem haben, wenn ich mir die Bildecken auf den Fotos der Z5 ansehe und mit der A7iii meines Freundes Vergleiche. Und das mit dem billigen Kit-Objektiv (habe ich nur wegen Platz im Biker-Gepäck gekauft, demnächst muss was lichtstarkes her). Nur Canon hat nen ähnlich großen Mount, R6 ist mir aber zu teuer. Nikon bietet derzeit ein gutes Preis/Leistungsverhältnis, dass es knarzt, wenn in der Foto + Corona Krise auch noch ein neues System etabliert, ist normal. Aber danke für deine Antwort, das… Weiterlesen »

Sabrina

Zitat:
„Nikon will Kosten einsparen, um in Zukunft wieder den Sprung in die Gewinnzone zu schaffen.“

Na ja. Das sind die letzten Zuckungen Sterbender.
Die haben die ganzen Technologien, die heute zu Erreichung guter Bildqualität eingesetzt werden, schlicht und einfach links liegen lassen, weiter auf Klötzer gesetzt und geglaubt, dass Sie das ewig verkaufen können.
Seit ich mir vor einem Monat eine neue Kamera gekauft habe, ist mir klar, warum die Leute alle auf die neuen Kameras setzen.

Rolf

Jetzt scherzt Du aber?

Matthias

Glückwunsch Sabrina!
Aber sicherlich wirst Du nicht verraten, um welche Kamera es sich handelt.
Denn dann prügeln ja wieder alle auf Dich ein :-))

Thomas Müller

Wenn ich mich richtig erinnere, schrieb sie bereits über ihr neues SP Google Pixel. Ich habe deshalb den Verdacht, sie meint mit „neuer Kamera“ ihr neues SP. Vielleicht teusche ich mich aber auch und sie ist den SPs nochmals untreu geworden. Nach all den Lobeshymnen auf die SPs übersteigt dies aber ehrlich gesagt meine Vorstellungskraft 😉

Matthias

…hatte gar nicht mehr auf dem Zettel, dass SP´s heute gerne mit Kameras gleichgesetzt werden. Zeigt wieder mal, dass Sprache lebendig ist und die Bedeutung einzelner Worte sich über lange Zeiträume ändern kann..

Sabrina

Ich kann Sie beruhigen. Grundsätzklich werfe ich erst mal alle Kameras in einen Topf und grenze nicht aus. Und dann kann man die Fotos vergleichen. Das ist vor allem bei nicht so idealen Lichtverhältnissen interessant, weil sich da die Spreu vom Weizen trennt. Das gilt ja nicht nur bei extremer Dynamik der Szene, sondern beispielsweise auch in der Dämmerung, wenn man bei auf alteTechnologien setzenden Kameras die ISOs schon mal auf 1600 mindestens hoch setzen muss, um noch Freihand fotografieren zu können. Da sieht man dann bei feiner Textur sehr genau, bei welcher Kamera die Details im Brei verschwinden und welche in dunkleren Bildbereichen mehr rauscht.
Auch wenn man die Kameras nachts auf Stativ setzt, und die moderne Kamera einen Astromodus besitzt, sieht man, womit man effizienter zu einem guten Ergebnis kommt.
Natürlich kann man – wenn man die Zeit hat – mit herkömmlichern Kameras oft mehr erreichen. Das geht dann aber über das Fertigen vieler Belichtungen und aufwändiger Bildbearbeitung am besten mit Ebenentechnik. Oder eben über Fokusstacking. Oder die Aufstellung „professioneller“ Belichtungs-/Blitzanlagen. Wieviel Geld und Lebenszeit der Freizeitfotograf dafür übrig hat … sieht man an den Verkaufszahlen.

Matthias

Sabrina,
so langsam kochst Du uns alle weich, zum Handy zu switchen. Dann müsste Mark seine Seite nur noch in Phonefix umbenennen und alles wäre wieder im Lot…

Sabrina

Es wird wohl eher so sein, dass bei den Flachknipsen die Telefon- und Internetfunktion als Gimmik mitgeschleppt wird.

Arda

Wo bleibt der Spaß an der Fotografie und das beschäftigen mit der Technik?

Jedem das seine. Anscheinend ist es für dich einfacher per Smartphone.

Ich denke du weißt es selber und hast es angedeutet, jeder entscheidet für sich in welcher Qualität er welches Ergebnis erzielen möchte.

Ein Smartphone als DSLM „Ersatz“, welches auch RAW in LowLight beherrscht habe ich auch. Verwende ich gelegentlich für Familie, City and Go…Die Ergebnisse sind gut, bis die Software nicht den Look wiedergibt den ich gerne hätte 😉

Thomas Müller

Wenn man schon die Fertigung in Japan schliesst, dann ist Thailand sicherlich keine schlechte Wahl. WD und Seagate fertigen beispielsweise grosse Stückzahlen ihrer HDDs in thailändischen Fabs und an die Fertigungsqualitäten von Festplatten werden durchaus sehr hohe Anforderungen gestellt. Nachdem Nikon in Thailand nicht bei Null beginnt sondern seit vielen Jahren dort schon eine Fabrik betreibt und damit Erfahrung mit Thailand hat, mache ich mir deswegen um Nikon keine Sorgen. Ich denke, Nikon weiss auf was man sich mit dieser Entscheidung einlässt und kann das Risiko wohl kalkulieren.

Lehrmann Rudolf

Und hoffentlich bauen sie keine Nikon D 600 wieder…
Da ging der gute Ruf von Nikon verloren, viele Kunden sind gegangen zur Konkurenz!

Thorsten

Ich bin vor einigen Jahren auch gegangen, die Gründe: D7000, D600, D800 – alles unausgereifte Produkte mit vielen Problemen die geleugnet wurden.

Lehrmann Rudolf

D 600 ja, bei D 800 welche Probleme?
Habe sie noch und ist TOP!

Thorsten

Staendige starke Sensorverschmutzung. Wie bei den anderen digitalen Nikons. Obwohl ich mich immer vorgesehen habe.
Später mit Olympus, Panasonic und Sony hatte ich es nur in Ausnahmefaellen, bei Sony auch gefuehlt etwas haeufiger.
Aber bei meinen Nikons, sehr viel häufiger, die schienen den Staub regelrecht anzuziehen. Aber das sind auch alles Spiegellose Kameras, ohne Schwingspiegelmechnik.

Thorsten

Noch eine Anmerkung dazu: Bei meinen Olympus Kameras (in der Hinsicht Sensorverschmutzung der beste aller Hersteller die ich längere Zeit genutzt habe: Nikon, Olympus, Panasonic, Sony) habe ich noch nie eine Sensor- Reinigung durchgeführt. oder durchführen lassen, da hatte/habe ich fast niemals Schmutz auf dem Sensor, die haben eine sehr effektive automatische Sensorreinigung, Panasonic ist fast so gut, bei Sony hatte ich ab und an Sensorschmutz, aber auch selten. Auch bei meinen neuen Panasonic L-mount Kameras (S1, S5) habe ich keinerlei Probleme. Aber bei Nikon war es wirklich extrem, bei all meinen Kameras. Ich las damals Artikel woran es es denn gelegen haben soll: Die Gründe die genannt wurden: -Feiner Abrieb durch die Spiegelmechanik -Feine Öltröpfchen durch falsches Öl und Konstruktion -Durch die Konstruktion des Spiegelkastens wird bei der Spiegelbewegung besonders viel Staub aufgewirbelt, andere Hersteller hatten das besser im Griff. -Die Oberfläche des Sensors hatte eine Oberfläche die besonders Staub anzog, oder hat sich evt. elektrisch aufgeladen? Diese Probleme hatte ich mit allen digitalen Nikon- Spiegelreflexkameras. Wie dem auch sei, ich musste jedenfalls ständig die Bilder in der 100% Ansicht auf Staubflecken untersuchen, was enorm viel Zeit kostete und mich regelrecht nervte. Und das trotz häufiger Reinigung der Sensoren.… Weiterlesen »

Mirko

Rollei lagerte auch mal nach Asien aus….der Rest ist Geschichte

Rolf

Also Japan sowohl Thailand ist Asien!

Mirko

oh das wusste ich nicht ???? Rollei lagerte wegen den steigenden Lohnkosten in Deutschland nach Singapur aus, hat letztendlich nichts gebracht. Obwohl gute Optiken und Kameras gingen die Lichter aus da sie unter anderem gepennt haben. Aktuell hat Nikon ein kleines Nickerchen gemacht…

Jörg Bluhm

Würden Sie eine Rolex kaufen, die in China produziert wird? Auch wenn Rolex versichert, die Qualität wäre die Gleiche wie in der Schweiz?
Produktion ist eine Sache. Marke und Heritage eine Andere. Ich glaube, dass das – langfristig gesehen – für Nikon der Anfang vom Ende wird.

Thorsten

Ich besitze keine Rolex, würde ich mir auch nie kaufen. Schlechtes Preis/Leistungsverhältns.
Aber Rolex kann man ja nicjht mit Nikon vergleichen. Nikon hatte zu Analogzeiten einen hervorragenden Ruf, den sie sich durch Qualität erarbeitet hatten.
Die Zeiten sind aber längst vorbei, der Ruf von Nikon ist och ziemlich ramponiert, daran haben se auch fleissig gearbeitet, ne besser gesagt: Sich auf den alten Lorbeeren ausgeruht

Thorsten

Ich bitte die Rechtschreibung zu entschuldigen. Man sollte halt nicht schnell mal nebenbei auf einem Tablet etwas posten

Alfred Proksch

Täglich profitiere ich gleich mehrfach von der Digitalisierung. Geschäftliche Vorgänge, gesundheitliche Messwerte vernetzt mit der Ärzteschaft, private Kontakte, natürlich die Fotografie erleichtern und verschönern mein Leben.

Nikon, zu analogen Zeiten ein Muss, hatte eine Wertigkeit, die Firma stand für Innovation und Qualität! Das lag hauptsächlich an der Mentalität aller beteiligten Personen. Ob das in Thailand genau so funktioniert?

Mit den Anfängen der digitalisierten Fotografie, mit zunehmender Auslagerung wichtiger Kernkompetenz und zögerlicher Reaktion auf die Begleiterscheinungen (verändertes Kundenverhalten) hat sich Nikon selbst in Schwierigkeiten gebracht.

Was der richtige Lösungsansatz ist, wer weiß das schon? Solange kurzfristige Gewinne im Fokus stehen habe ich Zweifel ob das Vorhaben gelingen wird.

Ich wünsche dem einstigen „Platzhirsch“ jedenfalls viel Glück in den nächsten Jahren.

Sabrina

„Was der richtige Lösungsansatz ist, wer weiß das schon?“

Ich weiß das auch nicht. Ich denke aber, man wird moderne Technologien einkaufen müssen, da man sie nicht selbst entwickelt hat. Vielleicht ist es aber zu spät.

Thomas Wendland

Irgendwie ist das schon schade….Aber meine Nikon D850 und meine Nikon D500 sind Made in Thailand, genau wie die neuen Z-Objektive. Preiswertere Nikon F-Objektive (z.B. das 1,8 50 mm oder das 200 – 500 mm) sind Made in China. Das ist die „moderne“ Welt. Autos von BMW und Mercedes kommen aus den USA, Apple-Produkte alle aus China.

Ich denke, wir müssen uns da keine Sorgen machen. Ob Nikon und Co. überleben, hängt von der weiteren Entwicklung in der Fotobranche ab.

Robin

Den Chinesen wird China, als Produktionsland auch bereits zu kostspielig.
Und zu Hürlima#frau, haben die nicht erst kürzlich, per Volksentscheid, alle Ausländer#innen ins Ausland gewünscht. Die schnellen Biodeutschen#innen eingeschlossen.

Georg

Laut letzten Zahlen haben ca. 352 Mitarbeiter (+ ähnlich viele Temporärarbeiter?) ca. 20000 Z7 im Monat gebaut und sicherlich ähnlich viele andere Kameramodelle (z.B Z6) was bei einem durchschnittlichem Monatslohn von 2500€ (was abseits von Tokio und für Tenporärarbeiter schon zu hoch gegriffen ist). Das macht Sendai Lohnkosten von ca. 40€! Die Fertigungstiefe liegt laut vorigen Berichten ja auch nur bei ca. 20%. In Thailand verdient ein gleichrangiger Mitarbeiter dann plötzlich nur noch ein Fünftel (bestenfalls, siehe Statistiken)! Dazu ist der Automatisierungsgrad lt. Nikon geringer und damit auch die Produktivität niedriger. Dazu kommen noch die Kosten der Verlagerung und Redundanzen, weil Arbeit und Kommunikation (Entwicklung, Anlagebau, QS…) über Landes- und Sprachgrenzen hinweg erfolgen! Gretchenfrage: was denkt ihr wieviel bleiben von den nominell eingesparten 32€ (1/5 der Sendai-Lohnkosten) für Nikon übrig? Nach 10 Jahren als Produktionsingnieur wage ich zu behaupten: sie verbleiben dort wo sie geboren sind: auf irgendeiner Managment-Powerpoint, die diese Verlagerung angestoßen hat! Warum rechnen „Hochlohn“-Industrieunternehmen mittlerweile mit knapp dreistelligen €-Stundensätzen? Weil sie einen riesigen, unproduktiven Apparat mit durchschleppen, der nicht zur Wertschöpfung beiträgt – so verlagert man noch mehr produktive Jobs und schraubt den Stundenlohn der Verbliebenen noch weiter in Höhe – und löst neue Verlagerungen aus… Wenn… Weiterlesen »

Thorsten

Kann ich als erfahrener Qualitäts- Ing bestätigen.
Aber Handarbeit ist aus Qualitätssicht ganz schlecht. Maschinen machen weniger Fehler als selbst die besten Mitarbeiter, kosten aber sehr viel Geld.
Wenn sie aus Kostengründen den Automatisierungsgrad in der Fertigung zurückfahren, hat das ganz sicher einen nachteiligen Effekt auf die Qualität.

Robin

Wird Canon den bestehen können?

Christoph

Bin seit 1978 bei Nikon, habe die Entscheidung, was die Gehäuse betrifft, nie bereut, ich wurde nie enttäuscht (FM2, F3, F6, D800, D850)! Allerdings bekam ich sehr wohl mit, dass es Nikon-Frustrierte gab; N. scheint deutlich unterschieden zu haben zwischen „Prof“- & „Amatuer“-Liga, was die Wertigkeit der Produkte betrifft; ein Freund von mir als Coolpix-Geschädigter sagt: nie wieder Nikon… Eine andere Sache ist die mit den Objektiven: Was da nach den hochgelobten AI(S)-Nikkoren als erste AF-Generation auf den Markt kam, war einfach unfassbar: Wie kann ein Hersteller mit klarem Anspruch, das Profi-Segement zu bedienen, solch labbrige Dinger herausbringen?!? Die alten MF-Linsen (zuletzt AIS-Standart) gehörten (zusammen mit Minolta G) zum besten, was objektivseitig aus Japan kam. Und solches Niveau konnte nicht gehalten werden?!? Unfassbar. – Die Probleme mit seinen Objektiven wurden vom Hersteller nie ganz überwunden: Die heutigen 50 / 58mm-Festbrennweiten mit f=1,4 / 1,8 sind dem Nikon-Anspruch NICHT würdig, und es gibt bis heute kein 2,8/16-35mm WW-Zoom von Nikon – um nur zwei Beispiele zu nennen. Aber die können Grund sein, zur Konkurrenz zu wechseln. Und seit Sigma hochlichtstarke Zooms mit f=2,0 und f=1,8 herausbrachte (die zudem noch supergut sind), sehen wir, wo der Hammer hängt. (Des weiteren hängt er… Weiterlesen »