Nikon Objektive

Nikon Z: Konzentration auf Festbrennweiten mit f/1.2?

Nikon wird sich Gerüchten zufolge bei der Vollformat-DSLMs der Z-Reihe demnächst auf Festbrennweiten mit f/1.2 konzentrieren.

Neue Objektive für das Z-System

Vor ziemlich genau einem Monat hat Nikon mit dem 20mm f/1.8 und dem 24-200mm f/4-6.3 zwei neue Objektive für die spiegellosen Vollformatkameras vorgestellt. Bis Ende 2021 sollen zudem einige weitere Objektive folgen, welche genau das sein werden, könnt ihr der offiziellen Objektiv-Roadmap für das Z-System entnehmen.

Fünf Festbrennweiten mit f/1.8 vorhanden

Mit dem 20mm f/1.8, dem 24mm f/1.8, dem 35mm f/1.8, dem 50mm f/1.8 und dem 85mm f/1.8 hat Nikon inzwischen fünf lichtstarke Festbrennweiten im Angebot. f/1.8 ist für viele Kunden ein guter und vor allem bezahlbarer Wert, trotzdem hatte Nikon ja immer wieder betont, dass es eine große Stärke des Z-Bajonetts sei, dass besonders lichtstarke Objektive gebaut werden können – und zu diesen kann man eine f/1.8 Festbrennweite jetzt nicht unbedingt zählen. Da würde man schon eher an das 58mm f/0.95 denken, das mit seinem Preis von 9.000 Euro aber für die meisten Kunden unbezahlbar ist.

Fokus auf f/1.2 anstatt f/1.4?

Nun sind neue Gerüchte aufgetaucht, denen zufolge sich Nikon in Zukunft vor allem auf neue Festbrennweiten mit f/1.2 konzentrieren möchte. Im Bereich von f/1.8 ist man inzwischen recht gut aufgestellt wie wir gerade gesehen haben, als nächstes sollen dann wirklich lichtstarke Festbrennweiten folgen.

Dieses Vorgehen erscheint schlüssig. Auch würde es Sinn ergeben, wenn Nikon die maximale Lichtstärke von f/1.4 „überspringen“ und direkt f/1.2 Festbrennweiten anbieten würde. Der Unterschied zu den bereits erhältlichen f/1.8 Gläsern wäre dann einfach deutlich erkennbarer und eine zusätzliche Investition würde sich aus der Sicht eines Profis eher rechtfertigen lassen.

Was ist eure Meinung? Würdet ihr es begrüßen, wenn Nikon Festbrennweiten mit f/1.2 anstatt f/1.4 anbieten würde?

Quelle: Nikonrumors

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

50 Kommentare

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  • Wenn es nicht schon zu spät ist, ist es durchaus die richtige Entscheidung, nur wann sollen die denn verfügbar sein? Canon hat das schon alles!

  • Mal davon abgesehen, dass solche Linsen dann noch weiter in Preisregionen vorrücken,
    die den meisten Hobby Fotografen versagt bleiben, ist das sehr gut.

    f1.2 könnte ich mir allerdings auch sehr gut an der Z50 vorstellen, als APS-C Linse vom Feinsten. Aber das wird es eher nicht geben. Naja, träumen kann man ja.

    • Wieso? Hat doch das exakt gleiche Bajonett, kann man ohne Probleme an APS-C verwenden, ausser, dass sich der Ausschnitt um den Faktor 1.5 verändert.

      • Mimas,
        und wo liegt nun der Unterschied bei der Blende wenn ich nun ein FX 50/ 1.2 oder ein DX 50/ 1.2 zB an der D500 verwenden würde ???

      • mal abgesehen davon, dass die Brennweite und die Blendenangabe von einem DX Objektiv sich (bei Nikon und anderen Herstellern) IMMER auf den VF Sensor bezieht?
        Hier mal ein Ausschnitt aus dem Text (s. Link):
        …Und nun kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu, nämlich der Schärfeverlauf: Kleine Sensoren bewirken eine größere Schärfentiefe und erleichtern das Erzielen einer Schärfe „von vorn bis hinten“. Große Sensoren bewirken eine geringere Schärfentiefe und erleichtern somit das Fotografieren mit bewusst unscharfem Hintergrund. Diese Aussage gilt, solange man äquivalente Brennweiten vergleicht und dabei jeweils die gleiche Blendenzahl verwendet.
        Die Ursache dieses Unterschieds hat ganz unmittelbar mit dem Kleinbild-Äquivalent zu tun. Blendenzahlen sind laut Definition das Verhältnis von Eintrittspupille (vereinfacht gesagt: absoluter Blendendurchmesser) und Brennweite. Eine Blendenzahl steht also nicht für eine feste Größe der Blende, sondern hängt immer auch von der Brennweite ab. Woran man aber nicht gleich denkt: Die Kamerahersteller geben zwar gern KB-äquivalente Brennweiten an, aber die Blendenzahlen werden trotzdem anhand der wahren, physikalischen Brennweiten berechnet – und die sind an Kameras mit kleineren Sensoren eben auch entsprechend kürzer…

      • Mimas,
        so fotografiere ich zB mit einem 16-55 am DX Format und nicht mit einem 24-70 😉 Aber meine Frage an Dich war ja nun auch eine ganz andere….Ja und das Thema mit der Schärfentiefe welches man auch „anders“ sehen kann, nämlich vom Standpunkt aus.
        Jetzt nehme ich mal das Fujinon 135/3.5 (da ich es gerade drauf habe) Ich fotografiere damit zB ein Maiglöckchen aus 1,5 Meter (Naheinstellgrenze) A) mit der Fujica (Kleinbild) B) mit der Fuji X (APS-C) das Resultat: zwei komplett unterschiedliche Aufnahmen!
        Jetzt kann ich doch das „Negative“ ins „Positive“ umwandeln, während ich mit APS-C meinen Standpunkt nach „hinten“ verlagern kann und somit den gleichen Bildwinkel/ Bildausschnitt wie „Kleinbild“ erreiche (mit Verlust der Schärfentiefe) so kann ich aber NICHT bei Kleinbild näher ans Motiv gehen um den gleichen Bildausschnitt zu erhalten wie mit APS-C 😉 (es sei denn ich benutze Zwischenringe oder croppe im Nachgang) somit alles Ansichtssache und viel „Marketing blablabla“. Man machte einen auch immer das „Filetstück“ schmackhaft welches man erhält wenn man FX Objektive am DX Format verwendet nur rennt keiner mit seiner „Kleinbildkamera“ inkl. Mittelformatobjektiven zwecks Filetstück rum 🤔
        Der einzige Unterschied zwischen FX 50/1.2 und DX 50/1.2 wird die „Baugröße“ sein und nicht die Blende

      • Hallo Mirko,

        >wo liegt nun der Unterschied bei der Blende wenn ich nun ein FX 50/ 1.2 oder ein DX 50/ 1.2 zB an der D500 verwenden würde???

        Das DX50/1.2 an der D500 wirkt wie ein FX75/1.8 – und deshalb würde ich lichtstarke Kleinbildobjektive nicht ausschließlich für APS-C kaufen, denn da sind sie dann plötzlich nicht mehr so lichtstark und einfach zu groß/teuer. Aber jeder wie er will.

      • Mimas,
        aber genau da liegt doch gerade der Hund begraben, @ Peter S wünscht sich APS-C f1.2 Objektive für die Z50, @ Joe verweist auf die Kleinbild Objektive (da gleiches Bajonett) und ich fragte dich wo nun der Unterschied liegen soll zwischen FX/DX Objektiv bei gleicher Brennweite/ Blende 😉
        Das die äquivalente Brennweite/ Blende eine andere ist weiß ich aber meistens hat eine 50mm Brennweite eine ganz andere Naheinstellgrenze wie zB eine 75mm Optik und somit kann ich ganz anders arbeiten 😉 Deswegen Theorie & Praxis

      • @ Mirko
        Hi, so ganz allgemein gesprochen denke ich, FX-Objektive sind bei gleicher Brennweite und gleicher Lichtstärke (und natürlich gleicher Technik wie AF) einfach größer gebaut. Sie müssen nunmal einen größeren Sensor abdecken.
        Und wenn die Objektive beide (FX und DX) für die gleiche Pixelzahl gerechnet wurden, muß das DX Objektiv doppelt so hoch Auflösten können da die Pixel ja auf einem viel kleineren Raum konzentriert sind. Das FX-Objektiv könnte auf einer kleineren Fläche und damit auf einer höheren Pixel-Konzentration eventuell einfach nicht mehr die Bildqualität bieten.

      • Ingo,
        stimmt….aber letztendlich sage ich nichts anderes, vermutlich meint @ Mimas nicht die Blende sondern die „angepasste“ Brennweite denn ein FX 50/1.2 wird nur größer in der Bauart sein wie ein DX 50/1.2 😉 Aber was soll’s bin lang genug mit FX Objektiven am DX Format rumgelaufen und gehört nun somit für mich zu den „Geschichtsbüchern“

      • @Mirko
        nein ich meine tatsächlich die Blende, weil bei dem FX50 1/1,2 am APS-C Sensor eben auch die Blende mit dem Cropfaktor multipliziert werden muss.

      • @ Mirko @ Mimas
        Kann das sein, daß ihr aneinander vorbeiredet?
        Mimas sagt ja, daß er „lichtstarke Kleinbildobjektive nicht ausschließlich für APS-C kaufen würde“.
        Also würde er sie dann auch am Kleinbild nutzen wollen.
        Mirko fragt „wo liegt nun der Unterschied bei der Blende wenn ich nun ein FX 50/ 1.2 oder ein DX 50/ 1.2 zB an der D500 verwenden würde ???“.
        Und ich glaube, da hast du Mimas Antwort einfach überlesen.
        Er schreibt ja „und deshalb würde ich lichtstarke Kleinbildobjektive nicht ausschließlich für APS-C kaufen, denn da sind sie dann plötzlich nicht mehr so lichtstark und einfach zu groß/teuer“.
        Also, hier geht es einfach um den Preis und die Größe.
        Ich glaube, der technische Hintergrund muß nicht erklärt werden, den kennt ihr beide nämlich gleichermaßen gut.

      • Also bei dieser Aussage von Mimas:
        „Woran man aber nicht gleich denkt: Die Kamerahersteller geben zwar gern KB-äquivalente Brennweiten an, aber die Blendenzahlen werden trotzdem anhand der wahren, physikalischen Brennweiten berechnet – und die sind an Kameras mit kleineren Sensoren eben auch entsprechend kürzer…“

        liegt meiner Ansicht nach ein Denkfehler vor. Die Kamerahersteller geben eigentlich bei allen Objektiven, egal für welchen Sensor, IMMMER zunächst einmal die tatsächliche physikalische und nicht die äquivalente Brennweite an. Mir ist es weder bei Fuji APS-C noch bei mFT bisher untergekommen, dass ein Hersteller mit äquivalenten Brennweiten arbeiten würde. Sie berechnen dann auch mit dieser den „echten“ Blendenwert und geben diesen an und eben nicht einen für die Schärfentiefe „äquivalenten“ oder ähnlich wirkenden Blendenwert. Folglich sind gleiche Blendenwerte von Objektiven mit gleicher physikalischer Brennweite aber für unterschiedliche Sensorgrössen hinsichtlich der tatsächlich auf den jeweiligen Sensor auftreffende Lichtmenge durchaus vergleichbar.

      • @Thomas Müller
        das ist nicht meine Aussage, s. Link weiter oben.
        …Wer ein Foto einmal mit einer „Vollformat“-Kamera bei 200 mm Brennweite und Blende 2,8 macht und dann dasselbe mit einer Crop-5-Kompaktkamera bei 40 mm Brennweite und ebenfalls Blende 2,8 nachahmt, erhält – trotz identischem KB-Äquivalent – nicht das genau gleiche Bild…
        Und das würde ich aus eigener Erfahrung bestätigen, auch im Vergleich VF und APS-C.

      • ….Ich glaube wir meinen alle das Gleiche nur reden aneinander vorbei 😉
        Beispiel, ein 50/f2.0 hat eine Blendenöffnung von 25mm und dabei spielt es keine Rolle ob das Objektiv für KB, APS-C oder mFT berechnet ist.
        Nun verwenden wir das Objektiv an mFT, die äquivalente Brennweite beträgt 100mm die Blendenöffnung bleibt aber bei 25mm.
        Der KB Anwender greift hier zum 100/f4.0, die echte Brennweite beträgt 100mm und die Blendenöffnung beträgt ebenfalls 25mm.
        Von daher macht es durchaus Sinn für kleinere Sensoren Objektive mit höherer Lichtstärke zu verwenden und noch besser ist es natürlich wenn diese auf die kleineren Sensorformate berechnet wurden (Baugröße) siehe zB. Fujinon 35/1.4 vs Nikkor FX 35/1.4

      • Ich bin mir immer noch nicht so sicher @Mirko, ob wir wirklich nur aneinander vorbeireden und tatsächlich doch das Selbe meinen 🙂
        Und um dieses schwierige Thema vielleicht zu einem Abschluss zu bringen, benutze ich mal die Worte von Tony Northrup oder besser, lasse ihn selbst erklären, was (auch) ich meine:

        https://www.youtube.com/watch?v=f5zN6NVx-hY&feature=youtu.be

        Über die Wirkung des Crop Faktors auf den Bildwinkel brauchen wir nicht streiten, denke ich.
        Vielleicht meinen wir ja wirklich dasselbe und ich drücke mich wirklich zeitweise zu umständlich aus, sorry dafür.

  • F1.2 brauche ich selbst als Fotograf nicht.
    Für Landschaften nutze ich F8-11, für Portraits reicht mir auch F1.8-2.8 und für Hochzeiten bin ich meistens bei über F2.8 wegen dem Schärfebereich.

    F1.2 Objektive sind mir zu groß, zu schwer und zu teuer, dafür dass ich es eh seltenst F1.2 nutzen würde.

    Sicherlich ist die Bildqualität bei einem F1.2 Objektiv, das ich mit F2 nutze besser, als bei einem F2.0 Objektiv, das ich mit F2 nutze, aber bisher bin ich mit all meinen Objektiven zufrieden und bei Portraits fallen etwaige Randunschärfen eh nicht auf, zumindest habe ich bei keinem meiner Objektive Unschärfen feststellen können, aber ich fotografiere damit auch und führe keine Tests durch, wie in einem Labor. Es soll ja Leute geben, die richtige Versuchsreihen aufbauen, um ihr neues Objektiv zu testen, nur damit sie dann etwaige Unschärfen entdecken, weswegen sie das Objektiv dann zurückschicken. Mit dem Austauschobjektiv beginnen sie dann wieder von Vorne.

    Die Blende bei Objektiven ist wie ISO bei den Kameras. Immer mehr und mehr und den anderen übertrumpfen, auch wenn es überflüssig ist.

    Bevor sich wieder jemand auf den Schlips getreten fühlt. Das gilt für michund das ist meine Meinung.

    • „ Die Blende bei Objektiven ist wie ISO bei den Kameras. Immer mehr und mehr und den anderen übertrumpfen, auch wenn es überflüssig ist.“

      Wieso, f1.2 Objektive gab es schon zu „Filmzeiten“ und auch in den analogen Zeiten konnte/ wollte nicht jeder sich einen Lichtriesen zulegen.
      Von daher geht es hier nicht ums „übertrumpfen“ sondern nur um eine „Fortsetzung“ einer „Objektiv Serie“

      • Naja, eine F1.2 Serie würde sie doch nur zusätzlich herausbringen, weil es die bei Canon, Sony etc. auch gibt. Würden sie „nur“ weiterhin F1.8 anbieten, würden einige Leute wieder nörgeln „Mimimi, Nikon hat keine F1.2 im Angebot, alle anderen schon, da geh ich nicht zu Nikon“.

        Meiner Meinung nach geht es da Nikon schon darum mit anderen mitzuhalten.

        F1.2 macht in meinen Augen Sinn an MFT oder noch APS-C. Aber wozu man F1.2 an VF braucht, erschließt sich mir noch nicht.

        F1.2 bräuchte ich nur evtl. für Sterne (was ich nicht fotografiere und wo auch weniger reicht) oder je nach Brennweite vielleicht mal für Portraits (wobei dieses extreme Bokeh mittlerweile schon nervt und man möchte ja möglichst alles vom Gesicht scharf haben).

        Auch wenn es F1.2 früher schon gab (wo das vielleicht noch sinnvoller war, weil eine heutige ISO Leistung nicht möglich war), muss es heute nicht auch noch sinnvoll sein. Heutige Sensoren und Kameras leisten das, was vorher nie so möglich war.

        Vielleicht kann mir mal jemand hier erklären, der F1.2 nutzt, wofür er es nutzt. Denn ich komme auf kein sinnvolles Einsatzgebiet. Alles sagen immer, dass F1.2 toll wäre, aber keiner hat bisher gesagt warum.

      • …genauso sieht es erstmal aus, bringt man keine f1.2 Objektive nörgelt Gruppe A und bringt man sie nörgelt Gruppe B.
        Naja es gibt hervorragende Aufnahmen die mit dem Noctilus „offen“ gemacht wurden, hängt also davon ab Wie & Was man fotografiert.

  • Für mich der richtige Weg,

    wenigstens auf längere Sicht. Nikon, Canon Boliden brauchen für ihren wichtigen Kundenkreis im beruflichen Eck vernünftige Festrennweiten.

    Sport und Wild Fotografen behelfen sich erst einmal mit einem Adapter weil der bei den teuren, schweren Objektiven erstens nicht stört und zweitens ein Neukauf erst erwirtschaftet werden muss.

    Und es stellt sich die Frage ob nicht eine D6 oder eine 880 locker für den Übergang reicht bis sich das Z Sortiment komplett aufgestellt hat.

    Im APS-C Bereich tummeln sich die privaten Kunden denen Zooms und Preise wichtiger sind. Die unbedingt weil es jeder behauptet durch einen EVF blicken müssen! Für diese Kundschaft gibt es momentan die Nikon Z50, da sollte Nikon noch etwas nachlegen.

    • Das sehe ich auch so. Wir sprechen hier vom Leica-Format. Da ist mir noch nicht ganz klar, wieso die eine Bende Differenz zwischen 1,7 bzw. 1,8 und 1,2 so entscheidend sein soll. Bei voll geöffneter Blende entsteht nur ein sehr geringer Anteil der Fotos. Und dafür das MEHR an Gewicht und VIEL MEHR an Kosten – aber daß soll letztendlich jeder selbst entscheiden. Zu Zeiten von Spiegelreflexkameras zählte das Argument der Sucherhelligkeit und der „springenden Schärfe“; aber das hat sich ja erledigt. Ist es vielleicht möglich, daß evtl. doch ein gewisses Statusdenken eine Rolle spielen könnte?H

  • …ach auf EBay wird ein altes Fujinon 50/1.2 mit Leica M39 Anschluss für 15.000€ angeboten, soooo teuer werden die neuen Nikkore wohl nicht werden 😉

      • Dirk,
        das ist mir schon klar aber dennoch ist es ein seltenes Objektiv und mehr für Sammler und weniger für Fotografen gedacht. Es ging mir mehr um das Gejammer über die eventuellen Preise ….was wieder hier aufkommt

      • Ingo,
        verstehe gerade Bahnhof, beziehst Du das auf das oben genannte Fujinon ? Weißt doch ich kaufe nur Objektive ab 18.000 € 😂
        Ansonsten bin ich aber sehr zufrieden mit dem Mitakon und hoffe das die Serie noch weiter ausgebaut wird (für APS-C)

      • Hi Mirko, ist irgendwie nicht richtig eingeordnet worden.
        Ja, hab mich auf das Fujinon bezogen.
        Einige träumen einfach, was sie bei Ebay erzielen können.
        Das Mitakon finde ich auf immer sehr interessant, aber für 700 Euro sind für mich dann auch immer andere Linsen interessant, habe z.B. noch kein 1,2/56.
        Bin auch sehr zufrieden mit dem 1,4/35, muß ich sagen.
        Ich hatte mal das Vergnügen, ein 0,95 Noctilux an einer Leica probieren zu können, ebenso ein 1,0 Noctilux.
        Das Scharfstellen war einfach zu anstrengend für mich. Selbst mit dem 22mm chinesischen 1,8er Objektiv, obwohl ich damit bis auf die Mechanik sehr zufrieden bin, habe ich einfach sehr viele Bilder nicht komplett scharf gestellt.

      • Ingo,
        das alte Fujinon 50/1.2 (wenn ich es noch richtig in Erinnerung habe) wurde knapp 900 mal hergestellt, davon wohl 50 Stück für Nikon S und das in den 50igern, von daher mehr was für Sammler obwohl die optischen Leistungen seiner Zeit hervorragend gewesen sind.
        Das Mitakon habe ich für 400€ bei „eGlobal“ bestellt, die Lieferzeiten waren diesmal auch „human“ da es direkt von einen Händler aus Holland kam (keine Ahnung welche Vertriebswege die gehen) da mir AF in vielen Fällen nicht mehr so wichtig ist erhält man eine Spitzenoptik für kleines Geld .
        Musst mal schauen bei John Scott (Leica und Fuji Fotograf) was der so mit seinen 7 Artisans ( Leica M Mount) an Fuji so fotografiert (natürlich Geschmackssache)
        Das Mitakon liefert eine hervorragende Schärfe „offen“ ab und dazu noch ein hervorragendes Bokeh, offen im Gegenlicht (ohne Blende) sehr konfus aber schon leicht abgeblendet (vielleicht f1,0) ist alles im Lot….für mich eins der besten Objektive welches ich an Fuji X besessen habe, muß mir aber noch die passende „Geli“ dazu in China bestellen 😂

      • Hi Mirko,
        you made my day. Abgeblendet auf Blende 1,0.
        Aber John Scott? Hab mir seine Seite angeguckt.
        Ich finde da angeschnittene Seen, 1000x das gleiche Eichhörnchen als wenn er selber seine Foto nicht kuratieren will, eher langweilige Farben und dann schau mal auf das große Foto bei People. Die junge Frau hat sich ja sichtlich nicht wohl gefühlt und das nimmt er als großes Foto in die Mitte?
        Seine Countryside Fotos benötigen schon etwas Nachbearbeitung.
        Und was das Wetter betrifft, irgendwie hab ich das Gefühl, Mittags ist so seine Lieblings-Tageszeit zum Fotografieren.
        Klingt jetzt alles so Negativ, aber für eine so umfangreiche Website wundert es mich schon, daß er so grundlegende Regeln ignoriert, und zwar nicht zum besseren.
        Alleine der Himmel und die Wolkenbildung sind ja schon ein wichtiger Teil des Fotos, das er ignoriert. Entweder ein wolkenloser blauer Himmel oder blasse Mittagswolken.
        Bildgestaltung ist ja nun Geschmackssache, da würde ich ihn nicht kritisieren, aber fühlst du dich in seine Fotos hineingezogen? Oder angesprochen? Eben die berühmten „mehr als drei Sekunden“, die du beim Betrachten seiner Fotos verweilst?

      • Ingo,
        ich kann Dich beruhigen es wird nicht der John Scott sein ( werden ja einige bei Google ausgeworfen) schätze mal Du hast bei diesen Schotten/ Engländer geschaut, den ich meine macht mehr in Street. Muß mal nachschauen wie seine HP lautet 😉

      • Ingo,
        wie stellst Du denn scharf, FocusPeaking niedrig oder hoch ?
        Ich verwende FocusPeaking „niedrig“ und fotografiere meistens in s/w (hoch geht meistens in die Hose) und die Lupenfunktion erledigt den Rest.
        F 1.0 im Nahbereich ist schon ganz schön „empfindlich“ der kleinste „Tatter“ und man ist raus aber auf Distanz empfinde ich es als gut handelbar

      • Hi Mirko,
        Focus Peaking nutze ich hoch in Rot. Welchen Vorteil hat es denn in Niedrig?
        Schwarzweiß kann ich nicht fotografieren, Farben sind sehr wichtig, insbesondere Hauttöne bei den Fotos.

      • Und ja, ich hatte den Schotten gefunden.
        Ich mag es überhaupt nicht, andere Fotografen zu beurteilen. Jeder hat ja seine Sicht auf seine Fotos, warum sollte ich meine Sicht da aufdrängen?
        Allerdings hat der John Scott, den ich gefunden habe, nun wirklich offensichtliche Fehler gemacht.
        Ich hätte deine Fähigkeiten oder zumindest deinen Fotogeschmack schon für etwas anspruchsvoller gehalten. Das scheint ja auch so zu sein, ich werde mal nach John Scott Streetphotography googlen.

      • Moin Ingo,
        wo ich mit MF Objektiven angefangen habe hatte ich FocusPeaking auch auf „hoch“ eingestellt und viel „Ausschuss“ produziert, ich fragte dann mal im FujiForum nach was ich denn falsch mache und meine Fehlerquelle wurde schnell lokalisiert, seitdem benutze ich „niedrig“ und alles ist im Lot (niedrig reagiert wesentlich genauer)
        Ich wandle momentan vieles im Nachgang in Classic Negative um und durch s/w im Sucher lässt sich das rot vom FocusPeaking bestens erkennen (meine Augen sind ja auch nicht mehr die Jüngsten)

      • Mirko,
        ja, den Sinn der Schwarzweiß Einstellung verstehe ich gut. Die Sucher oder auch Monitore für den Fokus professioneller Video-Kameras sind ja auch oft schwarzweiß für die präzise Scharfstellung.
        Ich hab das auch probiert, stimmt ja auch, aber ich kann nicht erst die Fotos in RAW aufnehmen und dann umwandeln, wegen der Geschwindigkeit, mit der ich die Fotos brauche. Ich fotografiere meistens in Jpg, nur bei schwierigen Situationen mal mit RAW.
        Wobei, ich habe letztens ein Gebäude aufgenommen mit einem Blendenstern, natürlich bei Gegenlicht. Da habe ich dann den Schatten aufgehellt und den Himmel entsprechend nachbelichtet. Naja, hinterher hab ich das im Vergleich zu einem Jpg Foto der Kamera gesehen und das dann genommen. War schon faszinierend, wie die Kamera mit der Szene klar gekommen ist.

      • @ Mirko
        Ich kann übrigens bestätigen, die Einstellung funktioniert ja viel besser.
        Fuji hat da eine Bezeichnung gewählt, die mich jedenfalls irritiert hat.
        Ebenso ist die Bezeichnung bei der AF-C Einstellung ziemlich undurchschaubar.
        Bei Nikon hieß das LockOn und dann einfach in verschiedenen Stärken. Ebenso die AF Geschwindigkeit. Bei Fuji musste ich wirklich suchen, um das zu verstehen.

      • Ingo,
        das freut mich zu hören 👍 Ich finde ja das „Fuji Menü“ an sich sehr übersichtlich aber die Erklärungen/ Übersetzungen sind nicht immer erste Sahne 😂
        Ich schätze fast jeder ist auf „hoch“ und „niedrig“ beim FocusPeaking schon drauf reingefallen 👍

      • Ingo,
        da fällt mir noch ein, mein erstes reines MF Objektiv, man flanscht es an ….stellt die Kamera auf M und nichts passiert, das man vorher die Kamera stellen muß auf „fotografieren OHNE Objektive“ muß man auch erstmal kommen 😂😂😂 Genauso ist es „nutzlos“ die Brennweite des Objektives einzugeben außer für die Archivierung

      • Mirko,
        ja, das hatte ich allerdings schon vorher zufällig gelesen, irgendwie eine völlig unsinnige Einstellung.
        Wo ich aber ernsthaft Probleme hatte und was laut einem Fuji Techniker wegen der App nicht anders ging war bei den ersten Fuji Kameras, daß ich ohne Speicherchip munter drauflos fotografieren konnte. Das hat mich mehrmals wirklich Nerven gekostet. Bei Nikon ist das abstellbar und ebenso bei den aktuellen Fuji Kameras.
        Jedenfalls danke nochmal für den tollen Tipp, das 22er wird jetzt öfter eingesetzt, eine sehr schöne Linse für Reportagen.

  • Macht im Zuge der Weiterentwicklung von höchstauflösenden Sensoren durchaus Sinn, diese Objektive dann als „preiswertere“ und „leichtere“ Objektive in Konkurrenz zu Mittelformatboliden wie z.B. Phase One u.ä. Systemen zu sehen…
    „Kompakt(er)e“ Höchstleistung – aber dann natürlich nicht für jeden Hochzeitsfotografen…
    Die entsprechenden Bodies sind mit Sicherheit auch schon in der Entwicklung…
    Sony als Vorreiter der Sensorentwicklung ist hier natürlich Schrittmacher…
    Den Profi wo die Vorteile zu nutzen weiss wird es jedenfalls freuen

  • Apropos Objektive..

    Wenn in der Entwicklung einschließlich der Erkennung innerhalb der Kamera alles glatt gelaufen ist liefern sie neben erstklassiger Bildqualität das was wir für unsere Kreativität brauchen. Perspektiven und Blickwinkel.

    Gerade was den Blickwinkel angeht hat zum Beispiel der Profi Hilfsmittel dabei. Dazu gehört für einen Architektur- Landschaftsfotograf neben dem Stativ eine ordentliche Leiter und oder eine Plattform auf dem SUV. Der Makro Spezialist hat Aufheller, Beleuchtung eingepackt um mit seinem Objektiv perfekte Aufnahmen zu generieren. Den Sport- Wild Fotografen habe selten ohne Einbein gesehen, einen ernsthaften Video Kameramann selten ohne Gimbal.

    Was ich damit sagen will ist das Objektive technisch noch so gut sein können, den wirklichen Unterschied bezüglich außergewöhnlicher Ergebnisse macht der Anwender!

    Nikon hat schon immer gute Objektive gebaut, das wird mit der Z Reihe nicht anders werden, billig waren sie noch nie, denn immer schon wurden von und Fotografen hohe Ansprüche gestellt, Nikon hat geliefert.

    • „ Wenn in der Entwicklung einschließlich der Erkennung innerhalb der Kamera alles glatt gelaufen ist liefern sie neben erstklassiger Bildqualität das was wir für unsere Kreativität brauchen.“

      Na Alfred da ist mir ein Objektiv welches auch ohne „Erkennung“ 1a optische Leistung liefert lieber 😉
      Ich persönlich war erschrocken darüber (Hersteller ist mal egal) das ich ohne Erkennung keine 16mm erhalte sondern nur noch 18mm übrig bleiben wenn ich alles „von Hand“ korrigiert habe…..und dafür soll ich dann +1.400€ zahlen ?

      • Servus Mirko

        da sprichst Du genau das heimlich eingeführte „Software“ Dilemma an. Was glaubst Du was die preiswerten Kit Objektive ohne Kamera interne Korrektur liefern würden?

        Es wird schon fleißig in der RAW Datei korrigiert, bei den meisten Herstellern kann man das auch nicht ausschalten. Einzig die digitalen Rückteile zeigen noch das was die davor gesetzten Objektive tatsächlich liefern.

        Ob der Vorgang gut ist kann ich nicht sagen. Das ist für mich wie der Spruch von vielen Menschen die zur digitalen Datenverwertung sagen: ich habe nichts zu verbergen!

        Für mich ist das gerechnete Ergebnis schon Betrug am zahlenden Kunden weil ihm damit ein physikalisches „Spitzen Objektiv“ vorgegaukelt wird. Andere sagen was als Bild sichtbar ist zählt.

        Wer sich die technischen Daten von Leica M Objektive ansieht weiß was Qualität auch sein kann. Die gibt es aber nicht zum Nulltarif.

      • Alfred,
        ich werde nächstes Jahr sehen wohin mich der Weg verschlägt, entweder bleibe ich bei Fuji oder lande bei Leica (hat alles seine Vor und Nachteile) Leider hatte ich es nicht geschafft zum Frühlingsfest von Calumet da ich mehr Zeit im Supermarkt verbracht hatte als geplant ( Schlange stehn)
        Ich würde es ja sehr begrüßen wenn Voigtländer für Fuji was anbieten würde (darf gerne ohne AF sein) dafür aber klein & fein, mittlerweile habe ich schon sechs M42 Adapter und will mir nicht noch welche für Leica M zulegen müssen 😂