Kameras Panasonic

Panasonic S1 II: Dynamikumfang laut Tests deutlich besser als bei der Nikon Z6 III

Sowohl die Panasonic S1 II als auch die Nikon Z6 III arbeiten mit einem teilgestapelten 24,1-Megapixel-Sensor, aus dem Panasonic aber scheinbar einen deutlich besseren Dynamikumfang herausholt.

Mit der S1 II geht Panasonic, ähnlich wie Nikon mit der Z6 III, einen spannenden Weg: Die spiegellose Vollformatkamera setzt auf einen teilgestapelten 24,1-Megapixel-Sensor, bei dem nur bestimmte Schaltkreise unter der Pixelmatrix platziert sind. Das sorgt für eine effizientere Datenverarbeitung, ohne die Bildqualität zu sehr zu kompromittieren – und spart im Vergleich zu vollständig gestapelten Sensoren zudem auch Kosten. 

Teilgestapelte Sensoren bieten damit scheinbar einen guten Kompromiss aus Leistung, Energieeffizienz und Produktionsaufwand, bei gleichzeitig hoher Bildqualität.

Dynamikumfang der Panasonic S1 II

Wie leistungsfähig dieser Sensor ist, zeigen aktuelle Messwerte: Laut Photons to Photos erreicht die S1 II einen maximalen Photographic Dynamic Range (PDR) von 11,75 Blendenstufen. Damit liegt sie auf ungefähr Augenhöhe mit der Canons EOS R3 und dicht hinter Mittelformatmodellen wie der Fujifilm GFX100 II – ein beachtlicher Wert für eine Kamera ihrer Klasse. Panasonic beweist damit, dass teilgestapelte Sensoren das Potenzial haben, die neue Referenz in der Mittelklasse zu werden.

© William J. Claff

Beachtlich ist außerdem, dass es Panasonic dem Testbericht zufolge schafft, aus dem teilweise gestapelten Sensor einen deutlich besseren Dynamikumfang als Nikon bei der Z6 III herauszuholen. Vor allem im Bereich unterhalb von ISO 800 ist der Unterschied wirklich beachtlich und beträgt ungefähr eine Blendenstufe.

Wie genau dieser Unterschied zustande kommt, können wir aus der Ferne natürlich nicht genau erkennen. Verantwortlich sein dürfte vor allem eine andere Priorisierung der beiden Hersteller (bessere Auslesegeschwindigkeit vs. besserer Dynamikumfang), auch eine interne Rauschreduzierung würde sich auf den Dynamikumfang auswirken. Diese wird bei Photons to Photos in den Diagrammen aber normalerweise mit einem kleinen Dreieck gekennzeichnet, wie zum Beispiel bei den Messergebnissen der EOS R3.

Mehr Spielraum durch besseren Dynamikumfang

Ein hoher Dynamikumfang bringt euch in der Praxis echte Vorteile. Ihr könnt in kontrastreichen Situationen, etwa bei Gegenlicht oder in Landschaften, mehr Zeichnung in den Schatten und gleichzeitig gut durchgezeichnete Lichter erhalten – ohne Bildrauschen oder Überstrahlungen zu riskieren. Besonders bei Low-Light-Aufnahmen oder bei der Arbeit mit Log-Profilen habt ihr so deutlich mehr Reserven in der Nachbearbeitung.

Die Panasonic S1 II besitzt zudem einen DR-Boost-Modus, der bei Videoaufnahmen mit weniger als 30 Bildern pro Sekunde den Dynamikumfang sogar auf bis zu 15 Blendenstufen erweitert. Wenn ihr ruhige Szenen filmt, könnt ihr so einen besonders natürlichen Look mit weichen Übergängen zwischen Licht und Schatten erzeugen. Allerdings müsst ihr bedenken, dass sich bei diesem Modus die Auslesegeschwindigkeit deutlich verringert. 

Wie steht ihr bisher zu teilweise gestapelten Sensoren? Denkt ihr diese werden sich langfristig durchsetzen?

via PetaPixel / Chart: Photons to Photos

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J.Friedrich

Tja, Panasonic und das Engineering scheinen die Hausaufgaben in den letzten Jahren ordentlich gemacht zu haben – die weitreichenden Kundenbedürfnisse sind in alle “Mark-ii-Gehäuse” vollumfänglich eingeflossen – das Panasonic und der L-Mount keine Zukunft hätten, wird fast täglich widerlegt! Gut gemacht!

Sabrina

die weitreichenden Kundenbedürfnisse sind in alle “Mark-ii-Gehäuse” vollumfänglich eingeflossen”

Sie sind einfach nur ein Leser, der halt mal einen Kommentar schreibt. Merkt man sofort.

J.Friedrich

“meine persönliche unbedeutende Meinung” – solltest Du mittlerweile an jeden Post mit dranschreiben, dann ist’s für alle Leser klarer … 😉

Jürgen Saibic

Dem Dynamikumfang wird in der Diskussion eine zu hohe Bedeutung zugesprochen. Die Praktiker interessiert er gar nicht.

Carsten Klatt

Wenn man nur im jpg fotografiert, dann stimmt das.

René

Bei Landscape spielt es die allergrößte Rolle – eine viel größere Rolle als z.B. das Rauschverhalten,

Thorsten

Im Gegenteil,
gerade in schönen Lichtsituationen, wie Gegenlicht, oder bei Landschaftsaufnahmen, ist der Dynamikumpfang das wichtigste Kriterium für die Bildqualität, viel wichtiger als Auflösung.

Conny

Das meinst Du doch nicht ernst oder?

Natürlich wird man nicht erkennen ob ein Sensor bei BasisISO eine 1/4 EV Stufe mehr ab kann und bei richtiger Belichtung braucht es die “Reserve” an Dynamikstufen nicht unbedingt.

Aber!

Fotografiert doch mal mit langen Teles Sport Nature usw. mit kurzen Belichtungszeiten und nicht so optimalen Lichtbedingungen.
So landet man mit der ISO sehr schnell im mittleren 4-stelligen Bereich oder höher.

Das war’s dann mit dem unnötigen Dynamikumfang!
Von z.b. 12 EV Stufen bleiben dann gerade mal die Hälfte übrig.

Denn der Dynamikumfang fällt linear mit der ISO ins Bodenlose.

Alfred Proksch

Wer z.B. Architektur fotografiert ist um jede Blende mehr Dynamikumfang froh, „Straßenfotografen“ werden ihn ebenso begrüßen. Warum? Einfach ausgedrückt weil Luminanz-Verläufe mehr „Platz“ für feinere Übergänge bieten was bei großen ausgedruckten Bildern gut sichtbar wird.

Für die üblichen 0815 JPEG Erzeugnisse spielt das keine Rolle, Bildbearbeiter dagegen freuen sich über erweiterte Möglichkeiten.

Schön das Panasonic an die Fotografen denkt. Den Sensor sehe ich als digitalen „Film“. Zu analogen Zeiten hat der Fotograf den „passenden“ Film zur gestellten Aufgabe gewählt. Heute soll der Sensor alle Anforderungen gleichzeitig bedienen. Das er dazu in der Lage ist, dafür ist die Kamera interne Software zuständig, nachträglich darf der Bildbearbeiter die RAW Dateien weiter verbessern.

Mir sind erstklassige Bilddateien wichtig, Videos können sie alle, ausreichend schnell mit präzisem AF sind die aktuellen Gerätschaften aller Hersteller ausgestattet.

Ob und wie gut die DSLM Kameras in der Hand liegen, wie intuitiv sie sich bedienen lassen, ob das System ausreichend Objektive anbietet und nicht zuletzt der Preis sind für mich wichtige Argumente. Alles andere ist Werbe Gedöns welches den Verkauf fördern soll.

lichtbetrieb

Eine gute Weiterentwicklung von Panasonic der Technik wie es scheint. Die R3 ist meine absolute Lieblingskamera insbesondere mit dem elektronischen Verschluss ggü. der R5. Klar ist Dynamikumfang nicht alles, durch korrektes belichten können die allermeisten Situationen mit einem vergleichsweise niedrigen Dynamikumfang gut fotografiert werden. In meinem Fall bin ich häufig in höheren ISO Bereichen unterwegs und da sind Reserven wie sie die R3 oder Pana S1II hat goldwert.

Für mich käme ein Umstieg allerdings nicht mehr in Frage. Da hätte Panasonic mit der 1. Generation mehr liefern müssen.

Benjamin

Der Unterschied unter ISO 800 kommt vom “DR-Boost”. Der DR-Boost (auch z. B. in der G9II zu finden) arbeitet auch automatisch bei Fotos und liest die beiden Dual-Gain-Kreise gleichzeitig aus und verrechnet die Ergebnisse (das geschieht schon im RAW). Daher hat auch die G9II z. B. bei photonstophotos, einen Dynamikumfang, der mit einigen APS-C-Kameras mithalten kann. Dass das jetzt auch ins Vollformat kommt, ist Klasse!
Und – weil sich dieses “Gerücht” online so hartnäckig hält (selbst der Stephan Wiesner sagt aus ner Leica kommen die gleichen Fotos wie aus der Sony):
Nur weil ein Kamerahersteller den Sensor an sich von Sony kauft, heißt es nicht, dass es 1:1 der gleiche Schaltkreis, nicht die gleichen optischen Filter, Mikrolinsen und auch nicht die gleiche Datenverarbeitung davor und dahinter sind. Diese Faktoren verursachen einen maßgeblichen Unterschied in der Performance.

Benjamin

Siehe Herstellerseite unter der Überschrift “Dynamic Range Boost”: Panasonic Lumix G9II

Thorsten

Stimmt genau !

Stefan Zimmermann

Für mich ist das viel zu wenig. 12 EV bedeutet, dass ein Zimmer bei Sonnenschein zwar richtig belichtet ist, die Fenster jedoch fast nur noch als weiße Fläche erscheinen. Mit 15 EV ist in den Fenstern deutlich Struktur zu sehen. Weniger als diesen Wert würde ich mir heute bei einer Kamera nicht mehr kaufen oder akzeptieren. Trotzdem reicht selbst 15 EV, zum Beispiel in einer Kathedrale oder bei Nachtfotografie, oft nicht aus. 15 EV sind zwar schon gut, aber bei meiner Fotografie in etwa der Hälfte aller Fälle immer noch nicht ausreichend. Ich kompensiere das oft durch eine Belichtungsreihe, aber viele sind dafür zu meist zu bequem und so sehen die Fotos leider oft auch aus, natürlich je nach Motiv. Das menschliche Auge kann durch seine ständige dynamische Anpassung, weil wir immer wieder woanders hinschauen und das Gehirn diese Eindrücke zu einem größeren Gesamtbild zusammensetzt, bis zu 20 bis 24 EV erfassen. Ist auch eine Art von Belichtungsreihe ganz einfach ausgedrückt. Verglichen damit wirken 12 EV wirklich mager. Früher lagen die 1-Zoll-Sensoren so zwischen 10 und 12 EV, und das ist inzwischen fast 10 Jahre her. Mit einer 5er-Belichtungsreihe und 2 EV Abstand kommt man bei einer Kamera mit 15 EV auf… Weiterlesen »

Maik Richter

Die Panasonic S1II wird, was Dynamik und Rauschen angeht, schon in der Oberliga aktueller Systemkameras mitspielen und sicherlich nicht weniger Dynamikumfang bieten, als z.B. eine Sony a7III oder IV.
Die EOS R3, die hier auch nur mit 12 EV angegeben wird, hat bietet DXOMark z.B. einen Dynamikumfang von 14,7 EV, also auf dem gleichen Level, wie aktuelle Sony Kameras (vom Rauschverhalten her schneidet sie, laut DXO, sogar etwas besser ab, als die Sonys).
Nur scheinbar testet Photons to Photos den Dynamikumfang anders, als DXOMark (eine Sony a7IV bietet laut Photons to Photos auch nur einen Dynamikumfang von 11.71 EV bei ISO-100, nimmt sich also fast nichts, mit einer S1II, die bei ISO-100 11,57 EV bieten soll).
Warum die Unterschiede beim Dynamikumfang, zwischen Photons to Photos und DXOMark, sich so gravierend unterscheiden, kann ich nicht sagen. Ich vermute entweder sehr unterschiedliche Testverfahren oder dass Photons to Photos nur den Dynamikumfang der JPGs misst (was aber eigentlich keinen Sinn ergeben würde).
Im Großen und Ganzen nehmen sich die meisten aktuellen Systemkameras mit Vollformatsensor jedenfalls so gut, wie nichts, was Rauschen und Dynamik angeht.

Maik Richter

Hab mal “die KI” gefragt (am Beispiel der Sony a7IV), warum sich die Angaben des Dynamikumfangs zwischen DXO und Photons to Photos so stark unterscheiden, demnach unterscheiden sich die Testverfahren: Frage: Warum unterscheiden sich die Angaben des Dynamikumfangs von Systemkameras so stark, wenn man die Testergebnisse von DXOMark und Photons to Photos vergleicht? Laut Photons to Photos bietet eine Sony a7IV bei ISO-100 einen Dynamikumfang von 11,71 EV, während DXOMark einen Dynamikumfang von 14,7 EV angibt. Wird bei beiden der Dynamikumfang der Fotos im RAW Format gestestet oder beziehen sich die Angaben von Photons to Photos auf ein anderes Format (z.B. JPG oder ein Video Format)? Antwort: Die unterschiedlichen Angaben zum Dynamikumfang der Sony a7 IV bei ISO 100 – 11,71 EV laut Photons to Photos und 14,7 EV laut DXOMark – lassen sich durch unterschiedliche Messmethoden und Definitionen des Dynamikumfangs erklären. Beide Plattformen testen den Dynamikumfang anhand von RAW-Dateien, aber sie setzen unterschiedliche Schwerpunkte: 📊 Unterschiede in der MessmethodikPhotons to Photos Misst den photographischen Dynamikumfang (Photographic Dynamic Range, PDR). Fokus liegt auf dem praktisch nutzbaren Dynamikumfang, also dem Bereich, in dem Bilddetails noch sinnvoll wiedergegeben werden können. Berücksichtigt Rauschen und Signal-Rausch-Verhältnis, was zu konservativeren Werten führt. Die Werte sind… Weiterlesen »

Conny

Na ja typisch! So eine schwammige Antwort bekommt man von einer KI weil sie selbst auf im Netz verstreute mehr oder auch weniger richtige Hinweise angewiesen ist. Bzw. die essentiellen Fakten nicht erkennt und analysiert und entsprechende logische Schlussfolgerungen daraus zieht. Auf die obige Antwort der KI stellt sich doch gleich die Frage: “Was ist denn genau der Unterschied zwischen technischen und fotografischen Dynamikumfang”? Und wo wird das wie, warum so definiert? Dann “Unterschiedliche Definition von Dynamikumfang”. Was für ein Quatsch! Dynamik ist nun mal eindeutig definiert Dynamik in EV Stops = log2 (Smax / N) Smax = Sättigungskapazität = Full Well Capacity des Sensors. N = Grundrauschen des Sensors Im Prinzip wird der SNR (Signalrauschverhältnis) gemessen. Hier kommt dann noch die binäre Auflösung in Bits dazu. D.h. 14Bit lassen nur 14 unterschiedliche EV Steps zu. Das es hier bei DXOM Werte bis knapp unter 15 EV Steps gibt ist der Sachlage geschuldet das der Zustand reines Grundrauschen, also quasi ein Wert ohne Belichtung/Signal als erste Stufe mitgezählt wird. So ergibt sich 1 + 14 = maximal 15 Steps. Deine Fragestellung hatte ich mir vor vielen Jahren in der pre KI Zeit selbst mal gestellt, die Fakten recherchiert verglichen analysiert… Weiterlesen »

Sabrina

demnach unterscheiden sich die Testverfahren”

Ich wundere mich über gar nichts mehr.
Auch nicht darüber, dass man die Kameras über den Wechsel der Testverfahren “verbessert”

Hat man ja früher schon gemacht: Wer hat den besten Autofokus? Da hat man die Kamera mit dem mit Abstand besten Autofkus – Canon EOS-M – einfach mal nicht mitgetestet.

J.Friedrich

Sabrina: bei den Tests ging es um den Autofokus, nicht um Out of Focus 😉🤣

Uneternal

12 EV bedeutet, dass ein Zimmer bei Sonnenschein zwar richtig belichtet ist, die Fenster jedoch fast nur noch als weiße Fläche erscheinen.

Das mag sein, aber Digitalkameras haben ihre Dynamik in den Tiefen und nicht in den Höhen wie bei Film. Eine Kamera kann 20 EV Dynamik haben aber in den Höhen trotzdem clippen weil du schlichtweg falsch belichtet hast.
Sogar mit den kläglichen 7,65 EV meiner Canon G7X II kann ich ein Fenster ohne Belichtungsreihe fotografieren, wenn ich aufs Fenster belichte. 3-4 Belichtungsstufen aufhellen ist kein Problem für eine Digitalkamera aus den letzten 10 Jahren.

Rolf Carl

Genau, Expose to the right (ETTR) ist das Zauberwort, damit hat man den höchsten Dynamikumfang, weil helle Bildteile mehr Details enthalten und in den dunklen Bildteilen mehr Details erhalten bleiben. Wer das bei extremen Lichtverhältnissen nicht beherzigt, muss gar nicht über Dynamikumfang diskutieren, weil er ihn schon von vorneherein verschenkt.

Für nicht so geübte Fotografen hier: ETTR heisst, dass man die Fotos so hell belichtet, dass die Lichter gerade nicht ausgefressen sind, also noch Zeichnung haben. Sieht man auf dem Histogramm. Das sollte man bei solchen Aufnahmen immer sehr genau anschauen.

Thomas Nordsee

Guter Hinweis – zur Erinnerung immer passend.

Rolf Carl

Gut, bei Vögeln und anderen Motiven, wo es schnell gehen muss, kann man das natürlich nicht exakt anwenden. Aber z.B. bei Landschaften in der Dämmerung mit Stativ sollte man das so machen, da ist jede Blende gold wert. Und vor allem hat man meistens Zeit, um die Fotos optimal zu belichten. Die besten Landschaftsfotografen dieser Welt wenden diese Technik an, zusammen mit der Scharfstellung auf die hyperfokale Distanz.

Sabrina

Wenn Spitzlichter in kleinen Flächen auf einzelnen Farbkanälen überbelichtet sind, sieht man das im Histogramm eher nicht. Da muss man dann mit dem Auge sehen, ob die Farben verändert sind. Das sieht man am besten, wenn man mehrere Belichtungen macht. Oft muss man ausgefressene Lichter, vor allem an glänzenden Flächen, in Kauf nehmen, weil sonst das Bild zu dunkel ist.

Rolf Carl

Doch, sieht man auf dem Histogramm, es werden alle Farbkanäle überlagert angezeigt. Zudem weiss ein erfahrener Fotograf, wo die Tücken liegen. In der Natur sind weisse Wolken oder Wasser am häufigsten anfällig für Spitzlichter, da muss man die Belichtung korrigieren, bis es passt. Bei meiner Kamera kann man Spitzlichter oder abgesoffene Tiefen auch anzeigen lassen, mache ich aber nur selten, sondern kontrolliere das Histogramm bei der ersten Aufnahme..

Maratony

Aber due fotografierst doch mit Sony, wäre das eine MF nicht die bessere Wahl?

J.Friedrich

Es gibt ganz aktuell, sehr viele, böse u schrecklichste Kriege auf dieser Welt – der Begriff “bekriegen” im Kontext simpler Debattenbeiträge halte ich persönlich für wenig hilfreich.

Hier ein Beispiel, auf das Du ggf. (auch) Bezug nimmst:

“Deine Fotos sind technisch, fotografisch und künstlerisch absolute Spitzen-Klasse. Punkt. Fertig. Dann kommt lange nix. Punkt.

Aber mal ehrlich: so sieht die Welt, das wahre Leben, die Realität halt auch nicht aus oder bekomme ich da etwas (von den klasse Monitor-Ausführungen von oben) auf die falsche Einordnungskette?

Ein See in der Nacht, mit’ner strahlend angeflashten Insel, mit hammer-roten, knackscharfen Bergen dahinter und darüber die gigantisch geniale Galaxie – wie gesagt: sieht grandios aus, aber ist das nicht eine Art (vorgedachte) KI-Welt?

Ich habe das “in Echt” noch nie so “leuchten” gesehen – Klar ist HDR “interessant”, aber halt auch nicht “echter” im Sinne von: so ist die Welt (ausser am Bildschirm) …

Wie gesagt, deine HDRs sind krass gut!”

Hoffe, Du verstehst die einleitenden und abschließenden Worte im Eigenzitat, als das was sie meinen: eine definitive Wertschätzung deiner persönlichen Arbeitsweise und Sicht auf die Fotografie – eben halt: die absolute Freiheit des Andersdenkenden, lieber Stefan.

Leonhard

Wobei wir ja beim Thema wären, was sehen wir, was ist davon real und hat da vielleicht jeder seine eigene Realität, klar, ein Beispiel: Viele Menschen, meist Männer “leiden” an einer Rot- Grünblindheit, wobei der Spruch schon wieder Schwachfug ist, die können daran gar nicht leiden. die merken es ja nicht einmal. Wenn die es aber nicht merken, wieso merken sie es nicht, halten rote Dinge auch für rot und grüne Dinge für grün und warum erkennen die die Farbe bei einer Ampel auch in der Dunkelheit? Gerade bei den Sinnen ist beim Menschen doch viel von Sinnen, eben weil wir über jede Menge Filterprogramme verfügen, welche wir weder bemerken und auch nicht wirklich steuern können. Ein Arsch ist ein Arsch und ein Auge ist ein Auge, trotzdem können wir auch mit den Ohren sehen oder mit den Ohren bereits riechen, bevor die Aromen nach oben steigen, alles nicht so einfach, wenn man es doppelt nimmt. Je schneller Du auf der Autobahn fährst desto mehr Tele schaltet das Hirn zu, wenn man einen fahren lässt und es ist Land dabei werden die Augen größer, schon wegen der Vorfreude auf das keifende Eheweib, wegen dem Rubbellos ohne Gewinnchance. Langer Rede kurzer… Weiterlesen »

J.Friedrich

👍 – habt’ne gute Zeit ihr zwei beiden – euch einen ausgerauschten Sonntag nach dem Weinfest – Grüße

Leonhard

Weinfeste haben für unsereiner einen Vor- und einen Nachteil!

Der Vorteil: Wir könnten an allen Ständen für lau saufen!

Der Nachteil: Wir trinken beide keinen Tropfen!

Mirko

das ist ja zum WEINen 😎

Thomas Nordsee

Zuerst einmal Respekt den „Technikern“ in dieser Runde wie Benjamin und Stefan Z. Viel Wissen… Ich fotografierte gestern kurz nach Sonnenaufgang eine Fahrwassertonne beleuchtet bei lebendiger See: schwierige Verhältnisse… und welchen Dynamikumfang hat meine Kamera? Nutzte ich ihn? Ich weiß es nicht. Ist das Bild schlechter oder besser als von der S1II? Oder von der Z6III? Ich weiß es nicht… es blieb Zeit für drei Bilder. Dann war der Moment im wahrsten Sinne vorbei gezogen. Fazit: ich kann der Diskussion nur theoretisch folgen. Den Nutzen vermag ich nicht zu beurteilen. Trotzdem hat der Respekt vor den Technikern und Entwicklern natürlich Bestand.

Benjamin

Danke! 🙂 mir wäre es manchmal lieber, wenn ich die Technik vergessen könnte und einfach nur kreativ sein könnte. Aktuell befinde ich mich diesbezüglich wieder in einem “kreativen Loch” und sehe keine Motive und weiß nicht, was ich fotografieren soll.

Thomas Nordsee

Ich liege gerade auf Föhr… mein Thema heute: Bootsleben. Familien auf 9-Meter-Seglern, diskutierende Paare beim Anlegen, Ein-Hand-Segler beim Aufriggen. Morgen wieder Piepmätze oder der Fähranleger… weißt du, was ich meine? Augen auf für den Alltag, das Banale festhalten… 👋🏻

Mirko

schönen Urlaub und tolle Fotos ☀️📷

Thomas Nordsee

Joooo…. morgen früh 5.00 Uhr raus und nach Helgoland… ich freue mich riesig!

Benjamin

Das klingt wirklich interessant!

J.Friedrich

Ich liebe ja die Autokorrektur. Sicher muss es natürlich und ganz logisch heißen: “ich liege gerade auf Frau…” – warum Du allerdings ihren Namen nicht aussprechen willst und warum Du dabei Posts schreibst, das wäre wirklich interessant und ganz und gar nicht banal! 😉

Thomas Nordsee

Klasse! Ich war absolut nichtsahnend… nicht im Traum käme ich auf das Wortspiel… 👍
Helgoland klappte übrigens nicht. Seenebel und West 4 verhinderten Besuch und Fotos…

J.Friedrich

Schade, hätte ich Dir Helgolandfan echt gegönnt, aber sei es drum, hast ja ein eigenes Schiff und Zeit … Ahoi.

Sabrina

Wofür?

Thomas Nordsee

Für mich… und meine vier Follower: Frau, Enkelkind I und II, und bester Freund… reger Austausch auf unterschiedlichen Ebenen garantiert.

Sabrina

Wenn man nur den Augenblick eines Moments hat, dann muss man ein Smartphone nehmen. Nimmt man eine große Kamera, dann ist der Moment vorbei, bevor man alles eingestellt hat. Oder man macht Belichtungsreihe. Da ist meine EOS-M3 zu langsam dafür.

J.Friedrich

Du lebst halt in der Vergangenheit mit deinem Equipement, da macht das Smartphone schon Sinn, gell! 😉

Uneternal

Das ist keine hohe Kunst die Nikon Z6III zu schlagen. Diese Stacked Sensoren sind mies, was Dynamik angeht. Sogar meine EOS R10 erreicht auf ISO 100 den selben Dynamikwert. Allerdings muss man sagen, dass alles was über 10 EV Dynamik liegt, mehr als ausreichend ist, insbesondere mit der heutigen A.I. Rauschentfernung.

Rolf Carl

Ja, bei den Stacked Sensoren muss man Einbussen bei der BQ in Kauf nehmen, um RS zu vermeiden. Betrifft also vor allem Wildlife und Sport.

Sowohl die Pana als auch die Nikon haben aber Teil-Stacked-Sensoren mit 24 MP, da macht ein direkter Vergleich schon Sinn. Und das hat Pana anscheindend besser gemeistert.

René

Also bei der Alpha 1 mk2 ist das eigentlich so gut wie vernachlässigbar. DR und Rauschverhalten sind auf extrem hohen Niveau.

https://www.photonstophotos.net/Charts/PDR.htm#Canon%20EOS%20R5,Nikon%20Z%207II,Sony%20ILCE-1M2,Sony%20ILCE-7RM5

Rolf Carl

Ja, aber so gut wie vernachlässigbare ist eben nicht so gut wie einwandfreie BQ. Sensoren ohne Stacked oder GS sind diesbezüglich immer noch besser.

René

0.1 Blenden Unterschied zu einer R5 – die wirklich einen guten DR hat?
Das sehe ich schon als komplett vernachlässigbar an. Ich denke nicht das es eine Situation gibt in der man 0.1 Blenden Unterschied bemerkt oder die irgendwie entscheidend sein könnten.

Rolf Carl

Stimmt, gegenüber einer R5 sind es 0.1 Blenden. Die R5 gehört aber nicht zu den besten Kameras, sie ist beim Dynamikumfang nur auf dem 15.Platz bei DxOMark. Zu den besten Kameras ist der Unterschied der A1 aber 0.3 Blenden. Die A1 II hat DxOMark anscheinend noch nicht getestet.
Die besten Kamras haben übrigens alle keinen Stacked Sensor.

René

Oki, dann nehmen wir eine Kamera, an deren herausragenden DR vermutlich niemand zweifelt, die Sony A7rV – diese hat lt. DXO einen DR von 14.8 Blenden und ist damit im Bereich Full Frame führend.

Lt. Photons to Photo hat sie so wie Photons to Photo halt misst, einen DR von 11.69@ISO 100 – die A1 m2 kommt da auf einen DR von 11.61@ISO 100.

Es ist und bleibt ein Fakt, dass wir von 0.1 Blenden sprechen, sogar ein bisschen weniger wenn man ganz genau sein mag.

“Zu den besten Kameras ist der Unterschied der A1 aber 0.3 Blenden. Die A1 II hat DxOMark anscheinend noch nicht getestet.”
Welche FF-Cam soll das sein, die 0.3 Blenden mehr DR als eine A1 m2 und somit 0.2 DR mehr als eine A7rV hat?
Damit wären wir bei 15 Blenden DR und das schafft atm. kein FF-Sensor.

Rolf Carl

Genau, die Sony A7rV ist mit einem DR von 14.8 Blenden laut DxOMark mit einigen anderen Kameras führend, hat aber keinen Stacked Sensor. Die A1 II ist noch nicht in der Liste, den DR kenne ich deshalb nicht, nur den der A1, nämlich 14.5 Blenden, macht eine Differenz von 0.3 Blenden. Die Sony A9 II schifft übrigens mit einem DR von 14 komplett ab, vermutlich leidet der DR beim Global Shutter noch mehr.

Die einzige Kamera mit Stacked Sensor, die mithalten kann, ist die Canon R3 mit 14.7 Blenden DR. Könnte damit zusammenhängen, dass sie nur 24 MP hat, weiss ich aber nicht. Meine Aussage stimmt aber, dass Kameras mit Stacked Sensoren und GS beim DR nicht an die besten Kameras ohne diese Sensoren herankommen. Aber da man so eine Kamera ja wegen der schnellen Fotografie kauft, nimmt man einen minimale Einbusse bei der BQ in Kauf. Landschaftsfotografen kaufen eine Kamera in der Spitzengruppe beim DR oder gleich eine MF.

Maik Richter

Was die Stacked Sensoren angeht, könnte da wohl bald was neues kommen, nämlich dreilagige Stacked Sensoren, die dann die derzeitigen, zweilagigen Stacked Sensoren deutlich übertreffen sollen, was Dynamikumfang und Auslesegeschwi ndigkeit angeht (letztere soll dann wohl nahezu an GS-Sensoren heranreichen). Werden aber vermutlich noch teurer in der Herstellung sein, als zweilagigen Stacked Sensoren:
https://www.slashcam.de/artikel/Aktuelles/Nikon-und-Sony-entwickeln-dreilagige-Bildsensoren-fuer-hoehere-Dynamik-und-weniger-Rauschen.html

Rolf Carl

Sehr spannend, wenn das so kommt wie im Artikel beschrieben, sind die Hersteller daran, die mehrlagigen Stacked Sensoren auf ein neues Niveau zu hieven. Dann dürfte es sehr schwer werden mit dem GS, denke nicht, dass der noch eine Zukunft hat. Und klar werden die neuen Sensoren teurer, die 2-lagigen Stacked sind ja auch schon einiges teurer als normale Sensoren, aber wenn man die schnelle Fotografie bevorzugt, braucht man die einfach.

Rolf Carl

Übrigens sehr schöne Bilder in deiner Galerie, bei manchen bist du vermutlich auch sehr froh um einen möglichst grossen Dynamikumfang. Womit fotografierst du denn?

chris XX

… mit ´ner Nikon D500?

joe

Als ich mit rasieren anfing hatte man einlagige Rasierer, dann ging es bis 5 Lagen, jetzt haben sich dreilagige und in den letzten Jahren auch wieder einlagige durchgesetzt, bin gespannt bis zu wieviel Lagen es bei den Sensoren letztlich kommen wird. Mehr muss nicht immer besser sein…

Mirko

…bin auch schon länger wieder beim Rasierhobel angekommen

Leonhard

Bei der zweiseitigen Verwendung von Klopapier liegt der Erfolg auf der Hand!

René

Den Unterschied zwischen der A1 m2 und der A7r5 erkennst du doch in dem Link von Photos to Photo.

Raphael

“Also bei der Alpha 1 mk2 ist das eigentlich so gut wie vernachlässigbar. DR und Rauschverhalten sind auf extrem hohen Niveau.”

Die Sony A1 M2 ist mit 7500€ aber auch selbst für eine Vollformat-Stacked Kamera mit hoher Auflösung sehr teuer. Eine Nikon Z8 bekommt man für unter 4000€. Also irgendwo muss Sony dann ja auch einen Mehrwert, zB. eben mit besserer DR und Rauschverhalten bieten.

René

Es geht nur und die pauschale Aussage das Stacked Sensoren immer noch Nachteile in der BQ haben, unabhängig vom Preis der Cam.

J.Friedrich

👍 – das ist der Punkt, der leider oft vergessen wird. Klar kann man sagen: €7500,– ist “mal gerade” ein aktueller Friseurinnenflug nach Washington DC für den Staatssäckel und Minister u/o Reiche, für andere ist es mehr als ihr Zweitjob im ganzen Jahr bringt, bei 50h zusätzlich im Monat – eine €2k mit einer €8k “in Beziehung” zu setzen “erscheint da wenig hilfreich”. 😉

Sabrina

Veraltete Technik eben.

J.Friedrich

Smarti-Sabrina und ihre Canon M3 müssen es wissen, gell! 😉😂

Thorsten

Für jemanden wie mich, der sich der Landschaftsfotografie verschrieben hat, ist der Dynamikumpfang das A und O.
Wichtiger als Auflösung.
Gut gemacht Panasonic.

Raphael

Gerade bei Landschaft kann man doch problemlos eine Belichtungsreihe machen.

René

Leider nicht immer – versuch das mal bei Bewegung von Bäumen, Gräsern etc. oder gar Wasser mit Wellengang.

Sabrina

Es war von Belichtungsreihen und nicht von HDR die Rede.

René Unger

Erkläre mir gern den Unterschied.

Thorsten

Wie Rene schon schrieb, nicht bei bewegenden Blättern, Zweigen, oder schnell ziehenden Wolken.
Außerdem zusätzlicher Bearbeitungsaufwand. Ich fertige oft Belichtungsreihen an, bei einer Kamera mit großem Dynamikumpfang, muß ich die oft gar nicht verarbeiten

chris XX

… also bei meiner Zf ist die Dynamik ausgezeichnet …
(;-oh)

Mirko

aber nur zusammen mit deinen erstklassigen Nikkoren, oder? 😎

chris XX

… du hast das EF vor den Nikkoren vergessen …(;-o)

René Unger

Im Vergleich zu einer anderen Nikon oder im Vergleich zu was?

Viva

Mich kümmern diese Unterschiedchen zum Glück immer weniger. Seit Jahren wird viel geredet, über wenig Gewinn. Neben immer besseren Bildbearbeitungsprogrammen plus KI sind es sowieso Peanuts. Da zählen eher persönliche Vorlieben, Sympathie oder Handhabung.

joe

Auf den Punkt gebracht!

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