Bei Ricoh läuft das Kamerageschäft weit besser als der Konzernschnitt. Auch im neuen Geschäftsjahr soll das Wachstum weitergehen.
Ricoh hat seine Bilanz für das am 31. März 2026 zu Ende gegangene Geschäftsjahr veröffentlicht. Während die klassische Druckersparte unter US-Zöllen und schwacher Nachfrage leidet, sticht das Kamerageschäft als Wachstumstreiber heraus. Das Segment “Other”, in dem Ricoh sein Kamerageschäft führt, legte um 20,3 Prozent auf 43,1 Milliarden Yen (ca. 233 Millionen Euro) zu.
GR-Reihe treibt das Wachstum
In seinem Geschäftsbericht nennt Ricoh die GR-Reihe ausdrücklich als Grund für das Plus. “Das Kamerageschäft entwickelte sich stark, mit anhaltend hoher Nachfrage rund um die Ricoh GR-Reihe, was zu höheren Umsätzen und Gewinnen führte”, heißt es im offiziellen Bericht. Die kompakte APS-C-Reihe mit Festbrennweite ist seit Jahren ausverkauft, lange Wartelisten beim Fachhandel sind Standard.
Mit dem Trend zu kompakten Premiumkameras profitiert Ricoh von einer Nachfrage, die deutlich über der eigenen Produktionskapazität liegt – und Ricoh reitet die Welle mit Anlauf. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Ricoh die GR-Reihe gleich dreimal erweitert. Im September 2025 erschien die GR IV mit überarbeitetem Sensor und 5-Achsen-Stabilisierung, im Januar 2026 folgte die GR IV HDF mit eingebautem Highlight Diffusion Filter, und im Februar 2026 brachte Ricoh die GR IV Monochrome als erste reine Schwarzweiß-Variante der Serie auf den Markt. Ricohs Kamera-Ambitionen reichen aber über die GR-Reihe hinaus, zuletzt bekräftigte das Unternehmen nochmal, dass man an der DSLR festhalten wolle.
Das Segment ist allerdings nicht insgesamt profitabel. Ricoh weist einen operativen Verlust von 3,3 Milliarden Yen (ca. 18 Millionen Euro) aus, der auf Anlaufinvestitionen und Wertberichtigungen in anderen Sparten zurückgeht. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich das Ergebnis aber um 2,2 Milliarden Yen (ca. 12 Millionen Euro).
Kameras wachsen schneller als der Konzern
Für die gesamte Ricoh Group lag der Umsatz mit 2.608,3 Milliarden Yen (ca. 14,1 Milliarden Euro) 3,2 Prozent über dem Vorjahr. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 42,1 Prozent auf 90,7 Milliarden Yen (ca. 490 Millionen Euro). Die Kamerasparte wächst damit gut sechsmal so schnell wie der Konzern insgesamt, dessen Druckersparten überwiegend unter US-Zöllen litten.
Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Ricoh damit, dass das Segment mit dem Kamerageschäft auf 50 Milliarden Yen (ca. 270 Millionen Euro) wachsen soll, ein Plus von 16 Prozent. Im Ausblick warnt das Unternehmen aber vor “Kostensteigerungen aufgrund steigender Preise für Halbleiter-Speicher und erdölbezogene Materialien”, die unter anderem durch Preisanpassungen abgefedert werden sollen. Für GR-Käufer dürfte das auf weiter steigende Preise hinauslaufen.


Hervorragend – ich habe mit dem Kauf der GRiv insgesamt zu diesem positiven Bild beigetragen und freue mich, dass bis an mein “fotografisches Lebensende”(max. 10-15 Jahre, wenn es gut für mich läuft 😉, Tremor ist jetzt schon bei 2-3 Blenden 😂😢😂) Ricoh sicher an der GR-Reihe festhalten wird.
Niemals für einen APC Sensor die Kohle aus dem Fenster werfen.
Niemals einen Honk ohne Kohle aus dem Fenster werfen, es könnte einen APS-C Sensor treffen.
Die GR hält sich, solange es Pentax-Dslr-Besitzer gibt, die von ihrer großen Ausrüstung auf eine kleine Kompaktkamera umsteigen wollen ohne neu lernen zu müssen. Ich denke, die Quereinsteiger hin zu Pentax sind marginal.
@Dwaddy
Ich kann dir berichten, dass du dich irrst. Es gibt viele GR Käufer, die keine Pentax im Schrank haben.