Kameras Sigma

Sigma fp: Meine ersten Gedanken zur Kamera

Sigma hat mit der fp eine interessante neue Kamera präsentiert. Doch für wen ist die Kamera geeignet? Kann sie ein Erfolg werden?

Sigma fp: Die kleinste Vollformat-DSLM der Welt

Die Sigma fp ist da! Naja, fast zumindest. Auf den Markt kommen soll die überraschend vorgestellte Vollformat-DSLM zwar erst im Herbst 2019, doch Sigma hat bei der Präsentation in der letzten Woche bereits zahlreiche Details und technische Daten enthüllt. Natürlich fehlen da auch noch einige Informationen (der Preis zum Beispiel), trotzdem reichen die bisherigen Infos aus, um sich mal eine erste Meinung zu bilden. Das habe ich getan und ich möchte meine erste Einschätzung in diesem Artikel mit euch teilen.

Meine ersten, ganz spontanen Gedanken zur Sigma fp waren eigentlich relativ simpel. Eine wirklich kleine Vollformat-DSLM ohne Sucher, Griff und „Schnickschack“, bei der es primär um kompakte Abmessungen und ein geringes Gewicht geht? Gibt es noch nicht – also muss es einen Markt dafür geben. Canon, Nikon und Panasonic gehen mit ihren Vollformat-DSLMs in eine andere Richtung, die Kameras sollen gut in der Hand liegen, ausbalanciert sein und sind dementsprechend nicht unbedingt klein und kompakt. Sony bewegt sich irgendwo dazwischen, die A7 III ist etwas kleiner als die Kameras der Konkurrenz, dafür muss sich Sony allerdings auch Kritik in Sachen Ergonomie gefallen lassen.

Die unterschiedlichen Größen der verschiedenen Vollformat-DSLMs könnt ihr euch auch nochmal hier anschauen.

Die Stärken der Sigma fp

Und jetzt kommt da eben Sigma und geht mit der fp genau in die andere Richtung, nämlich in Richtung „kompakt und leicht“. Der Hersteller versucht eine Nische im inzwischen hart umkämpften Segment der spiegellosen Vollformatkameras zu finden, und das finde ich grundsätzlich schon mal gut.

Man kann der Sigma fp also schon jetzt folgende Stärken bescheinigen:

  • Extrem kleines und leichtes Gehäuse, das zudem auch wetterfest ist –> interessant als Zweitkamera bzw. Immer-dabei-Kamera?
  • Ansprechende Videofunktionen –> interessant für Filmer?

Hinzu werden hoffentlich noch zwei weitere Stärken kommen:

  • Niedriger Preis, damit als Zweitkamera finanzierbar
  • Erstklassige Bildqualität und guter Autofokus, damit sich die fp von anderen kompakten Kameras abheben kann

Für wen ist die Sigma fp geeignet?

Ich sehe die Sigma fp nicht unbedingt als Primärkamera, denn ich denke bei der Primärkamera wünschen sich doch die meisten einen Sucher und einen anständigen Griff. Wer seine Kamera vor allem beruflich, für Shootings usw., nutzen möchte, für den ist die Sigma fp also nicht gedacht. Wobei, dank der modularen Bauweise und der Möglichkeit, nachträglich einen Griff (und vielleicht auch einen EVF?) anbringen zu können, ist man mit der fp bis zu einem gewissen Punkt ja flexibel aufgestellt. Wenn man unterwegs ist und möglichst wenig Gewicht mit sich rumschleppen will, dann nimmt man nur das Gehäuse. Wenn man vielleicht doch mal ein paar Porträts aufnehmen will, kann man Griff und Zubehör anbringen.

Die perfekte Ergänzung stellt die Sigma fp aufgrund des L-Bajonetts natürlich für diejenigen dar, die sowieso schon L-Mount-Objektive besitzen, weil sie mit Panasonic oder Leica fotografieren. Die große Panasonic S1R oder Leica SL für die Arbeit, die kleine Sigma fp für unterwegs. Und nein, da wird dann natürlich kein Teleobjektiv dran geschraubt, sondern irgendwas kompaktes und leichtes wie das neue Sigma 45mm f/2.8.

Das klingt für mich schlüssig. Aber wie gesagt, es muss natürlich der Preis stimmen und niedrig genug ausfallen, damit die fp als Zweitkamera erfolgreich sein kann. Doch wenn der Preis denn stimmt und die technischen Daten insgesamt zu gefallen wissen, dann könnte ich mir in jedem Fall vorstellen, dass die Sigma fp ihre Abnehmer finden wird.

Was denkt ihr? Wird die Sigma fp ihren Platz in der Vollformatwelt finden?

Mark Göpferich

Mark Göpferich

Gründer von Photografix und freiberuflicher Redakteur, der sich seit vielen Jahren immer wieder aufs Neue von Fotografie und Kameras begeistern lässt. Mit mehr als 3.000 Artikeln hier auf Photografix inzwischen so etwas wie ein Experte für neue Kameras.

87 Kommentare

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  • Was der Kamera fehlt ist eben die sogenannte Haptik, klein, aber wie hält man den VF Knips mit einer etwas längeren Brennweite. Wie hoch ist der Preis?
    Also für mich hat der Knirps doch viele ????

    • Ich will die Kamera nicht kritisieren. Ist nicht das was ich brauche, aber mal was neu gedachtes. Bisher lese ich nichts über Rolling Shutter. Die hat ja nur einen elektronischen Verschluss. Wenn da nicht ein Wunder hineinimplementiert wurde, ist sie zumindest als Fotoknipse fragwürdig.

      • Das stimmt, zumindest als Fotokamera könnte für sie der Rolling Shutter tatsächlich ein grosses Problem sein, das gelöst werden müsste. Das „Wunder“ könnte aber der Global Shutter sein, an dem praktisch alle Sensorhersteller schon einige Zeit arbeiten oder ein extrem schnelles Auslesen eines Rolling-Shutter Sensors, so wie es Sony bei der A9 macht.

  • Sehe ich ähnlich. Nutze die S1 beruflich, und würde (entsprechenden Preis vorausgesetzt) die fp als „immerdabei“ mitnehmen, sowie als second cam oder b/b roll in der Studioumgebung mitnutzen.

  • Multitalent…

    Es wird nicht lange dauern und alle Objektive anderer Hersteller werden verwendbar sein, dafür sorgen schon die rührigen chinesischen Adapter Hersteller.

    Ich sehe die Sigma fp als kleinstes wechselbares „Filmmagazin“ und zwar für Vollformat.

    Es wurde auch publiziert das 2020 ein Vollformat Foveon Sensor in der fp angeboten wird. Da sehe ich ein Rückteil für die Studio Fotografie kommen. Wenn der Preis stimmt wäre das eine schöne Ergänzung nach unten.

    Die Sigma fp ist kein Massenprodukt, sie ist für uns kreative Fotografen gedacht. Das sie Video beherrscht garantiert der Bayer CMOS Sensor und der elektronische Verschluss.

    Für Fotografen gibt es dann den neuen Foveon Sensor, hoffentlich ohne seine bisherigen Nachteile.

  • Warten wir mal ab, was da weiter kommt.
    Die Kamerahersteller großer Kameras müssen wissen, das Smartphones heute hochwertige Kameras haben.

    Ich war die letzte Nacht mit Samsung S10 freihand sowie EOS M3 auf dem Stativ unterwegs.
    Man bekommt mit dem S10 im Nachtmodus sehr helle und sehr scharfe Nachtaufnahmen – Freihand ! Das kann eine herkömmliche Kamera nicht.

    Bei der EOS M3 habe ich das Stativ gebraucht. Dort habe ich allerdings ganz andere Möglichkeiten, nach eigenen Vorstellungen die Belichtung und anderes einzustellen und über die HDR-Technik am Computer noch etwas bessere Ergebnisse zu erzielen.

    Der Autofokus des S10 hat bei jedem Licht funktioniert. Bei der EOS M3 war ich letzlich auf manuellen Fokus mit Fokuspeaking angewiesen, was aber sehr gut funktioniert.

    Tagsüber profitiert die EOS M3 von ihrer größeren Auflösung und etwas geringerem Rauschen in den Schatten.

    Man darf gespannt sein, was Sigmas Kamera zu welchem Preis zu leisten in der Lage ist.

      • Richtig! Die mFTs von Panasonic bekommen das in ähnlicher Weise hin, ob es aber für 5 Sek. ausreicht, habe ich selbst noch nie ausprobiert. Um aber „Handverwackler“ bis zu ca 1 Sek. oder etwas nehr auszugleichen, dafür reicht es definitiv aus. Ausserdem werden mit dem IBIS (erst recht in Kombination mit dem OIS einiger Objektive) von Panasonic vollkommen wackel- und ruckelfreie Filmaufnahmen aus der Hand möglich.

        Den Tenor des Posts von Sabrina unterschreibe ich aber trotzdem, es ist unglaublich, was die Kameras der aktuellsten Smartphones von Samsung, Huawei & Co bereits können und wie schnell die Entwicklung auf diesem Gebiet voranschreitet. Die haben wohl tatsächlich viel mehr „Macher“ als „Bedenkenträger“ in ihren Unternehmen, anders könnte man nicht im Jahrestakt neue und verbesserte Smartphones herausbringen 😉

      • Der Chef von Samsung, hat grad das Ende der Smart Phones angekündigt.
        Mit was wird dann telefoniert.
        Die größten Bedenkenträger sitzen bei Nikon und Canon.
        Aber es besteht Hoffnung Samsung und Fuji basteln an Samsungs Isocell Sensortechnik.

  • Ich kann mir beim besten Willen eine ausreichende Käufergruppe vorstellen. Kleine „Vollformat“ -Gut. Jedoch wir wissen alle um die Optischen Voraussetzungen um diesen Sensortyp vollumfänglich zu nutzen. Das Bedeutet – Groß & Schwer. An Physik führt auch hier kein Weg vorbei. Als weiteres kann bei dem Filmen in 4 K dieses kleine Gehäuse unmöglich die Wärme abführen. Man darf davon ausgehen, das Sony mit ihrer A 7er Reihe in Sache Größe und Ausstattung in Führung bleiben wird. In 2020 werden die „Karten“ so oder so neu gemischt. Mit großer Sicherheit wird Sigma im Gehäusesektor keine Rolle spielen. Hingegen bei preislich überzogenen Objektiven schon eher

    • Hallo Klaus, das klingt ja sehr kritisch. Vielleicht haben Sie aus Ihrer Perspektive recht. Aber es gibt so viele Nischen für Anwender und Enthusiasten. Ich sehe (hoffend) mit der FP mit dem Foveon eine sehr interessante Kamera auf mich zu kommen. Die Sigma Linsen sind preislich überzogen? OK, was sind hier Ihre Empfehlungen für KB Sensoren? Vor allem würde mich der weitwinkelige Bereich interessieren. Manuell oder AF wäre sekundär. Blende 2 oder 2,8 sollten auch OK sein, wenn es dafür bei den Maßen passt. Merci.

  • Was sich Sigma vorstellt, sieht man in ihrem Video zur FP. Der ansetzbare Sucher, ist ein Kasten, der auf den Monitor gesteckt wird. Noch ein Handgriff an die Seite und futsch ist die Kompaktheit. Ein Problem bei modularen Systemen, die Module füllen dann eben die Fototasche.
    Für Filmer muss die FP in einen Cage und da werden die Videographics wohl eher auf GH?, S1H, A7s III oder Red usw zurückgreifen.
    Eine große Chance hat Sigma vertan. Einen voll artikulierbaren Screen, wie die
    kommende Sharp 8K.
    Ein interessanteres Projekt ist eine kommende Crowdfunding Geschichte, eine Cinekamera mit wechselbaren Sensor. Namen habe ich leider vergessen.
    Natürlich wird die Sigma FP ihre Käufer finden.
    Ob es ein Knaller wird???

    • Deutschland, das Land der Bedenkenträger!!! Deshalb sind wir in allen Zukunftstechnologien Jahre hinter die Chinesen, Koreaner, Japaner und Amis zurückgefallen. Es werden erst mal alle Nachteile aufgeführt, weshalb bestimmte Dinge nicht funktionieren, bis dann alles ausdiskutiert ist, haben es die anderen schon erfunden! Macht weiter so.

      • genau! es ist viel sinnvoller erst mal zu machen und hinterher zu sehen, was man für einen Scheiß fabriziert hat. Hat ja in den letzten 100 Jahren hervorragend funktioniert und uns erst in die lage gebracht, in der wir heute sind.
        Wozu über Sinn und Unsinn nachdenken, wenn es machbar ist?

      • seltsames Weltbild…
        wo andere Nationen mit ihren Produkten, die selten wirklich durchdacht sind, die Welt zu müllen hatten nordeuropäische Produkte meistens mehr Substanz, mehr Haltbarkeit, es wurde mehr durchdacht.
        Nicht ganz umsonst lässt die asiatische Autoindustrie inzwischen ihre Fahrzeuge hier entwerfen und die großen Fotokonzerne holen sich Hilfe von Leica, Zeiss, Schott, Schneider-Kreuznach und Co. – ohne deutsches Glas gäbe es kein Sigma-Art-Objektiv.
        Erst mit der rasanten Stellschraube konnten Asien oder uSA Märkte platt machen – das wird sich wieder verändern – nicht umkehren, aber künftige Produkte wollen durchdacht sein.
        Und nörgeln & und Für&Wider diskutieren hilft immer Produkte auf Marktanforderungen und Kunden anzupassen – alles toll und fantastisch finden hilft gar nichts.
        Ist eher ein Ausdruck von fantasielosem Konsumverhalten.
        Lang lebe unser Innovationsgeist und nachdenkliche Nörgler.
        Ich sehe auch diese Plattform hier ganz anders als offensichtlich die meisten Schreiber, ich schreibe nicht für mich und nicht gegen die Japaner, oder gar Langeweile – sondern für bessere, durchdachtere, ausgereiftere, langlebigere, innovativere Produkte.

        Gerüchte und Preisspekulationen werden ja bewußt von den Herstellern lanciert – das ist raffiniertes Marketing – sonst nichts. Es gibt keine konkreten Infos und Fotos, wenn eine Firma das nicht will. Und wenn alle sich dann positiv äußern und die Preise toll finden – dann bitte – dann bekommen alle ihr passendes Produkt.
        Ich fände es viel besser, die Hersteller würden konkret abstimmen lassen, was, zu welchem Preis und wie gewünscht wird. Denn wir sollen es ja kaufen.
        Die Kunden mit letztlich unbedeutenden Zahlen zu erdrücken, mit Influenza-Schwachsinn voll zu texten und sich positives Gewäsch zu erkaufen, ist letztlich Gehirnwäsche und für alle schädlich.
        Und sich auf die Seite eines Herstellers zu schlagen ist aus meiner Sicht an Einfältigkeit kaum zu überbieten, die lachen sich beim Sake kaputt.

      • @bedenkenträger @ cat

        Hallo!!!! Aufwachen!!!! Ich rede von Zukunftstechnologie!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! kann man in Deutschland jetzt noch nicht einmal mehr richtig lesen oder ist der Kontext zu komplex? Wo sind die Deutschen Elektro-Autos? Wo sind die Deutschen Batterie-Hersteller? Wo fehlt noch überall 4G – von 5G, das es in Spanien schon in zwei grossen Städten gibt – wollen wir gar nicht reden. Wo steht Deutschland insgesamt bei der Digitalisierung? An 26. Stelle von 28 EU-Staaten! Künstliche Intelligenz in D nicht auffindbar (offensichtlich gibt es nicht mal mehr natürliche). Wo sind die notwendigen Start-Ups? Schlaft ruhig weiter – die Deutsche Bank ist auch gerade dabei sich selbst abzuschaffen! Zumindest hoffe ich noch die Eröffnung des Berliner Flughafens zu erleben, beim Stuttgarter Bahnhof bin ich auch nicht sicher ob der in diesem Jahrhundert noch fertig wird. Von den maroden Strassen möchte ich gar nicht erst anfangen und mindestens 50% der Schulen sind in einem desolaten Zustand. Manche sollen sogar Computer haben, immerhin. Wenn Deutschland nicht gewaltig aufpasst dann fahren bald die Deutschen nach Polen zum Arbeiten und nicht mehr umgekehrt!!!

      • Ach Joe, das sind wirklich gravierende „first world Problems“, die du da aufzählst und du musst auch nicht gleich beleidigend werden. Es ist doch vielmehr deutsche Art, im Grunde alles zu haben und trotzdem weiter zu heulen, weil es immer noch zu wenig ist.

      • @Bedenkenträger

        genau, wenn Du erste Welt bleiben willst, dann solltest Du tatsächlich mal darüber nachdenken was ich geschrieben habe.

        Im Übrigen wollte ich weder Dich noch Cat beleidigen, ich habe es vielleicht etwas zu pointiert ausgedrückt., aber Beleidigung war und ist Nicht meine Absicht!

      • @Charlie

        Nur weil jemand über den Tellerrand hinausschaut und sich für mehr als nur Bildchen machen interessiert hat man ein seltsames Weltbild! Interessant, zeigt aber vor allem welch Geistes Kind Sie sind!

  • Jeder von uns hat so seine Vorstellungen die mit den eigenen Vorlieben verbunden sind. Ich kenne in meinem langjährigen fotografischen Bekanntenkreis Anwender die niemals Videos machen würden oder sich der Makro Fotografie, der Landschaftsfotografie, oder hauptsächlich der Personenfotografie usw. verschrieben haben.

    Jeder von ihnen hat sich Gerätetechnisch mit etwas anderem als ich es benutze eingerichtet. Nie würde mir einfallen ihren Sachverstand diesbezüglich in Frage zu stellen.

    Genau so wenig ist es sinnvoll einen Produzenten der sich Gedanken und Analysen gemacht hat wegen seinen für mich nicht passenden Produkten abschätzig zu bewerten.

    Sigma sieht eine Nischen Kundschaft und ist mit der „fp“ so mutig diese Käufer zu bedienen. Sollten sie 2020 sogar einen neuen Vollformat Foveon Sensor in einem zweiten fp Modell verbauen ziehe ich den imaginären Hut.

    Warum sollen sie sich als ein weiterer Erzeuger in eine Riege hart kämpfender Boliden Produzenten einreihen? Besonders wo der DSLR als auch der DSLM Vollformat Markt unter sinkenden Zahlen und Desinteresse zu leiden hat?

    Was bisher gefehlt hat ist ein modulares System für spezielle flexible Anwendungen. Das liefert jetzt konkurrenzlos die Firma Sigma für eine ausgesuchte Klientel.

    • Ja, das ist sie, die Sigma fp – keine Kopie des so gut mundenden Einheitsbreis.

      Sie hat im Vergleich zu einer Nikon Z6 oder Sony A III sicherlich einige Schwächen, aber eben auch eine paar ganz besondere Stärken. Unauffälligkeit gehört vor allem dazu, man fühlt sich als Outdoor-Fotograf nicht durch Blicke anderer gestört, niemand kommt auf die Idee, mit dir ein Gespräch führen zu wollen, weil deine Fotoausrüstung so professionell wirkt. Zudem ist diese Kamera mit dem 45 mm f/2.8 sicherlich gut in der hohlen Hand zu tragen, fällt auf großen Veranstaltungen bei der Reportage-Fotografie nicht auf. Dieses Teil ist für qualitativ hochwertige Schnappschüsse bei allen Lichtverhältnissen sicherlich eine Freude. Wer nicht genau hinschaut, wird diese Kamera ignorieren, wirkt sie doch beim Vorbeigehen – auf Brusthöhe beim Auslösen gehalten – wie ein Smartphone. Drittens ist diese Kamera so leicht und kompakt, dass sie auch für unterwegs mitgenommen werden kann, wenn man eigentlich nicht vorhat zu fotografieren.

      • Lassen Sie uns bitte wissen, als welcher Werbebroschüre Sie die schön klimgenden aber nichts sagenden Sprüche rüberkopiert haben.

        Smartphones sind übrigens noch unauffälliger und kostengünstiger dazu.

        Aber Sie haben ja eine Allergie gegen Kameras, die nicht so teuer sind.

    • Fuji hat sich Gedanken zu einer modularen Large Format Kamera gemacht, die war richtig toll.
      Was ist an der Sigma FP modular?
      Nur weil man einen Riesenadapter für einen Blitz und einen Handgriff anflanschen kann. Modular würde bedeuten, wenn man verschiedene Sucher (nicht nur einen Kasten über den Monitor stülpen), verschiedene Sensoren, verschiedene Monitore usw ansetzen könnte.
      Und in der Größe sind Sonys A7 Variationen nicht weit entfernt.
      Der Cine Bereich wird bereits besser von Panasonic, Sony, Red, Black Magic und selbst Canon bedient. Als Zweitkamera oder Backupkamera taugt sie auch nicht. Als Immer-dabei-Kamera ist sie wegen des fixen Monitors ebenfalls nichts, da muss man die Kamera nämlich so dämlich, wie ein Smartphone zum Bildermachen halten. Und nicht vergessen, sobald ein Objektiv dransitzt, und sei es ein Pencake, ist es mit der Kleinheit vorbei.
      Sigma hat eine konkurrenzlos eingeschränkte Kamera vorgestellt.

      • Da Du derart viele Posts mit abwertenden Kommentaren über die fp schreibst, scheinst Du es sehr persönlich zu nehmen, dass Sigma sich erlaubt, einen neuen Typus an Kamera innerhalb eines neuen DSLM-Systems auf den Markt zu bringen. Ich kann es mir nicht erklären, weshalb Du Dich gegen diese Kamera so ereiferst, die noch nicht einmal auf dem Markt ist? Habt Ihr Sigma nicht in Eurem Sortiment? Gut, für Dich ist sie nicht die geeignete Kamera, das haben vermutlich nun alle kapiert. Andere sehen aber die Frage, welche Vorteile die fp vermutlich mit sich bringt, anders, ausserdem ist das Zubehör von Sigma noch gar nicht offiziell vorgestellt worden, schon gar nicht im vollen Umfang. Du ziehst hier mit angeblichen Nachteilen über die Kamera her, die Du teilweise nur aus einem Ankündigungsvideo von Sigma hast, in dem das meiste dieses Zubehörs bloss millisekundenweise wie in einem Zeitraffervideo gezeigt wird. Du kannst momentan unmöglich wissen, ob Sigma nicht ähnlich wie der Blitzadapter oder der Handgriff, nicht auch einen seitlich an die Kamera anfügbaren Sucher plant? Ebenso kannst Du nicht wissen, ob Sigma – wie es Alfred angesprochen hat – die fp nicht auch mit auswechselbarem Rückteil anbietet, was dann völlig neue Möglichkeiten im VF-Bereich ermöglichen würde?

        P.S.: Der Objektivtyp nennt sich übrigens „Pancake“ und kommt daher, weil die Objektive so flach sind wie ein Pfannenkuchen. Ein „Pencake“ wäre eine Kugelschreiberkuchen, keine Ahnung wie ein derart gestaltetes Objektiv dann aussehen müsste 😉 . Sobald ein Pancake dransitzt, wäre es mit der Kompaktheit noch lange nicht vorbei, zumindest nicht im Vergleich zu allen anderen VF-Systemkameras. Beispielsweise das Canon 40mm 2,8 zeigt, wie kompakt und leicht ein Pancake auch im VF-Bereich ausfallen kann.

      • zu Thomas Müller
        einen offensichtlichen Eingabe oder Schreibfehler zu kommentieren – ausserhalb eines germanistischen Seminares halte ich hier für nicht angebracht. Auch der weiterhin „scharfe Ton“ erscheint mir unangebracht. Dies führt beinahe unweigerlich zur Eskalation innerhalb der Argumentationen; somit eine weitere fragwürdige Plattform. Bitte ich zu bedenken und zu vermeiden.

      • @Dirks

        An welcher Stelle hat mein Beitrag einen „scharfen Ton“? Ich finde keinen einzigen! So hat beispielsweise Robin und nicht ich von „dämlich“ geschrieben. Robin hat sich nicht nur in diesem sondern auch in anderen Threads hier ausgiebig, mehrfach wiederholend und ausschliesslich abwertend über die fp geäussert und kein einziges gutes Haar an ihr gelassen, da wird er etwas Gegenwind vertragen. „Pencake“ war ausserdem kein Schreibfehler, er hat dieses Wort in einem anderen Thread dort auf andere Weise ebenfalls falsch geschrieben. Wer einem Unternehmen wie Sigma Blödheit bei der Konzeptionierung einer Kamera vorwirft, ohne das Konzept, die angepeilte Kundengruppe sowie die Praxiseigenschaften tatsächlich in ausreichendem Umfang kennen zu können, wird es dann auch überleben, wenn man ihm seine eigene Unzulänglichkeit mal vor Augen führt.

      • Vielen Dank, da hab ich hier aus einem A ein E gemacht und anderswo aus einem C ein K. Na so was.
        Blödheit hab ich Sigma nicht vorgehalten, nur eine Fehlkonstruktion. Das bemängle ich auch bei Leica, Hasselblad, Ricoh und allen anderen. Dämlich ist die Kamerahaltung, die ein fixer Monitor dem Benutzer beim Bilder machen aufzwingt. Auch mit gesunden Knien, über Kopf, Bauchhaltung, Froschperspektive wird zur Zufallsaufnahme. Besonders, wenn kein Sucher vorhanden ist, dann kann man sich nicht einmal in den Staub werfen. Wenn nichts zum Feiern da ist, kann man auch nichts feiern. Wundere mich sowieso, wo hier doch immer so viel Wert auf Ergonomie gelegt wird.

      • „Dämlich ist die Kamerahaltung, die ein fixer Monitor dem Benutzer beim Bilder machen aufzwingt. Auch mit gesunden Knien, über Kopf, Bauchhaltung, Froschperspektive wird zur Zufallsaufnahme.“

        In solchen Fällen nutze ich das separate Display vom IPhone/ IPad, geht ganz bequem ohne Verrenkungen …sollte bei der Sigma vielleicht auch möglich sein 📸

      • nochmal; abschließend zu Thomas Müller
        wenn man nicht bereit ist, eine Einsicht zu gewähren, bedeutet dies nicht lernfähig sein zu wollen. Im Umkehrschluß – Ohne lernen zu wollen, kann ich keine neuen Gedanken aufnahmen. – Diese Seite von Herrn Gröpferich lebt von einem sehr hohen Maß an Spekulation. Im Gegensatz – zu mindestens von mir, gelangt Herr Gröpferich schneller an Neuankündigungen, die u.U auch noch nicht ganz spruchreif sind. Meine Freude besteht in dem Umstand der Frage: Was könnte wohl der Mehrwert dieses Produktes Für meine Photografie bzw. innerhalb derer sein, die damit umzugehen gedenken. Wohlweislich – Alles Theorie. Ich glaube kaum, das es hier Leser gibt, die die Hintergründe; Beweggründe der Industrie in der Tiefe kennen. Ausser natürlich, „mit dem geringst möglichen Aufwand den größstmöglichen finanziellen Erfolg zu erzielen.“ Wir können uns über fehlende Verschlüsse; bewegliche Montore usw. usw. trefflich unterhalten. Sofern dies sachgemäß geschieht, kann sich jeder individuell an seine Vordernisse annähern. Es darf nicht vergessen werden, das ein auf den Markt kommendes Produkt gut 3 bis vier Jahre Entwicklungszeit hinter sich hat. In der Photoindustrie ist dies heutzutage der Sargnagel. Das ist allen Hersteller nunmehr bewusst. daraus folgt – Die besprochene Sigma ist im Hause Sigma noch vor Auslieferung ein Auslaufmodel. Nach 2020/Olympia in Japan werden wir die verbleibende Photoindustrie nicht mehr wiedererkennen. Die Zeiten, im dem der Kunde, der fotografierende, zu Rate gezogen wurde, um ein besseres Produkt zu bauen sind seit mind. 10 Jahren vergangen. Bei genauerer Betrachtung der Phtoindustrie werden wir unweigerlich erkennen müssen, das das klassische Photoprodukt, also Kamera; Opjektive und Bildergebnis längst in einem Museum zu suchen ist. Die Ing. Power geht in Handy; Überwachungstechnologie/Autoindustrie usw. Was dort von der „Tischkante“ fällt, wird dann in vermeintliche Edelprodukte verarbeitet. Der sogenannte „Photobegeisterte“ wird, sofern er sein Hobby ernsthaft betreiben will – ganz, ganz tief in die Tasche greifen müssen. Langfristig wird sich dies vermutlich wieder ändern. Nämlich dann, wenn die Handys; die Photoqualität der heutigen APS c bzw. der KB,s erreichen wird – auch mit langen Brennweiten. Wie auch immer, es ist doch toll, das uns Herr Göpferich zu solchen Gedanken anregen kann. Alsdann sich mit diesem „Bierernst“ hier zu bekriegen, ist völlig Sinnentleert. Wie auch immer, auch diese Seite werde ich aufgrund der geschilderten Entgleisungen verlassen.

      • @Klaus Dirks
        Ich habe nun Ihre langatmigen Ausführungen gelesen und gewartet, bis endlich der Punkt kommt, an dem Sie etwas Konkreteres zu dem sagen, was Sie mir vorwerfen, nämlich wo genau ich Robin mit einem „scharfen Ton“ gegenübergetreten bin? Leider habe ich vergeblich darauf gewartet. Nun werfen Sie mir sogar noch „Entgleisungen“ und mangelnde Lernfähigkeit vor, weil ich Ihre Behauptung nicht akzeptiere. Sie verkennen dabei völlig, dass vor allem mit den soeben genannten unsubstantiierten Behauptung nicht ich sondern Sie unverschämt geworden sind und Sie hier nicht die Forumstante sind, die anderen das aufzwingen kann, was sie für richtig hält. „Entgleist“ bin ich hier in diesem Forum trotz meiner langen Zugehörigkeit noch nie und erst recht nicht hier und jetzt. Sie tauchen hier auf, behaupten andere würden sich sinnentleert bekriegen, obwohl das gar nicht der Fall ist und betreiben dabei selbst genau das, was Sie anderen vorwerfen, merken das aber noch nicht einmal.

        Aber Reisende soll man nicht aufhalten. Tschüss Herr Dirks, hier hatte Sie bisher niemand vermisst und das wird vermutlich auch zukünftig so bleiben!

      • @Robin
        Im anderen Thread hatte ich das schon geschrieben, Alfred, Etienne, joe, Matthias und andere hatten das auch schon erwähnt, wie man die fp einordnen kann und was sie besonders macht. Hier nochmals meine Zusammenfassung davon:
        Die fp ist ein Teil des L-Systems, bei der es vor allem um einen VF-Sensor in einem extrem kompakten Gehäuse geht und die vermutlich von Sigma als Foto- und/oder Videoergänzungsmöglichkeit für Nutzer gedacht ist, die sich ohnehin für das L-System entschieden und zusätzlich auch andere L-Bodys haben. Die fp kann beispielsweise eine Backup-Kamera oder zusammen mit einem Pfannenkuchenobjektiv eine „immer-dabei-Kamera“ sein. Wenn man das Gehäuse auf maximale Kompaktheit konzipiert, muss man natürlich auch Kompromisse eingehen, beispielsweise in dem man eine Schwenkmechanik für den Monitor weglässt oder einen Blitzschuh nur als Adapter vorsieht, der auch nur dann angefügt wird, wenn man einen Blitz braucht.

        Dich stört das was weggelassen wurde, man aber bei anderen L-Kameras ohnehin zur Verfügung hat. Vermutlich niemand wird sich die fp als einzige Kamera mit der Meinung anschaffen, hiermit eine vollwertige und optimale Fotokamera für alle Einsatzzwecke zu besitzen. Andere und mich freut es hingegen, dass ein Hersteller sein Glück mit einem neuen Konzept im VF-Bereich versucht und dieses Konzept zukunftsträchtig und ausbaufähig sein kann.

      • @Klaus Dirks
        Hallo Klaus, Fotografieren hat nun mal viel mit Emotionen zu tun. Und deshalb kann man sich schon mal „an die Köppe“ kriegen. Eigentlich sind alle hier im Forum an technischen Neuheiten sehr interessiert und versuchen die einzuordnen, wobei die persönlichen Vorlieben natürlich nicht ausser Acht gelassen werden.
        Jeder Fotograf möchte gute Bilder machen wobei es den einen um die Bilder und den anderen um die Technik geht. Das dann auch mal Tacheles geredet wird, liegt in der Natur der Sache. Mark hat hier eigentlich eine Seite im Netz, auf der sich wirklich jeder mit anderen austauschen kann. Auch wenn es mal etwas mehr zur Sache geht…

      • …jetzt mal grundsätzlich an alle:
        Sigma versucht hier etwas auf den Markt zu bringen, was nicht alle mögen werden. Warum CMOS? Sie haben doch den Foveon-Sensor. Der ist übrigens richtig gut bis ISO 400. Im Studio brauche ich maximal ISO 100. Aber draussen (Alfred hat das ja auch schon gepostet) braucht man eben auch mindestens ISO 1600. Und Sigma testet ihre Objektive am Foveon-Sensor. Die nächste Frage ist, warum ich mir ein System für nebenbei kaufen sollte. Für mich sind die Fotos entscheidend und da arbeite ich mit einer Kamera (bzw. 2 gleichen) und den entsprechenden Objektiven. Hauptkriterien dabei sind Haptik und Bedienbarkeit und dann braucht man eigentlich erst mal ganz ganz lange kein neues System. Trotzdem wünsche ich Sigma mit ihrem Versuch viel Erfolg…

      • Zitat Thomas Müller:

        „Gut, für Dich ist sie nicht die geeignete Kamera, das haben vermutlich nun alle kapiert.“

        Zitat aus „Tests, Erfahrungsberichte, Rezensionen, Wissenschaftlichkeit, Objektivität, Neutralität“ von foto+design Dr. Schumacher:

        „Die Mehrzahl der Autoren bei Marktplatz-Rezensionen ist jedoch von Fachwissen weitestgehend unbelastet. Sie bieten keine Details und oft mangelhaftes Deutsch.
        Einige arbeiten bei der Firma, die das Produkt herstellt. Sie bieten 5 Sterne, kopieren oft die Marketing-Texte der Werbebroschüre hinein und schmücken alles mit korrekten Fachbegriffen.
        Viele Rezensenten Arbeiten für die Firmen, die das Produkt vertreiben. Sie bieten 5 Sterne, kopieren oft die Marketing-Texte der Werbebroschüre hinein, bieten aber weniger Details dafür aber mehr großspurige Adjektive.
        Zahlreiche Rezensenten werden pauschal für Lobhudelei bezahlt. Sie arbeiten im Akkord. Man erkennt diese Rezensionen meist sehr leicht an den nur ein- bis dreizeiligen Kurzkommentaren, die man sowohl für Käse, also auch für Autos oder eben für Foto-Stative benutzen kann. 5 Sterne sind für das „absolut geniale“ Gerät dann nur folgerichtig.
        Diese drei bezahlten Gruppen erkennen Sie auch immer daran, dass sie – im Auftrag Ihrer Unternehmen – auf negative Bewertungen anderer an einem hochgejubelten Produkt umgehend sowie direkt antworten und die Person angreifen, mit Unterstellungen diskreditieren oder sogar beleidigen.
        Dieses weit verbreitete Verhalten nennt man Black-Social-Media-Monitoring. Darauf reagieren die Profis immer sofort mit Gegenbewertungen bei schlechten Bewertungen. Meist werden sogar mehrere derartige bezahlte Schreiberlinge auf einen seriösen Rezensenten gleichzeitig angesetzt, um ihn zu diskreditieren – ganz gemäß der landläufigen Meinung „die Masse macht’s“.“

        Für mich ist die Sigma auch nicht die geeignete Kamera. Mir fehlt einfach der Intellekt, um den Nutzen zu erkennen.

      • @Sabrina:

        Gut Sabrina, dann wissen wir ja zu welcher der von Ihnen genannten Gruppen Sie gehören. Vermutlich sind Sie Produktmanager bei Canon für die M3. Das Verhalten würde ja wie Faust auf´s Auge passen.

        Aber nur so nebenbei, hier im Thread geht es gar nicht um Rezensionen, denn keiner hier kann ein Produkt bewerten, dass er weder in der Hand gehalten, noch besessen hat und von dem er die Specs nur ganz rudimentär kennt. Es geht hier einfach nur um die Meinung zu einem neuen Konzept, auf dem eine neue Kamera basieren und die erst in der Zukunft vorgestellt wird. Insofern ist geht Ihr Zitat von Schumacher am Thema vorbei.

    • Das hat Sigma ja mit der SD1 und der SD1 Merill probiert.
      Schon die Preise der ersten SD1 waren etwas extrem gedacht.
      Ich vermute, Sigma wird mit der Erfahrung keine konventionelle Kamera mehr bauen.

  • Hat eigentlich niemand gesehen dass die FP keinen mechanischen Verschluss hat?
    Viel Spaß beim Fotografieren wenn irgendwo LEDs an sind. Ist ja heute drin immer der Fall.

    Ich sehe die FP als reine Videokamera. Ich denke dort wird sie echt gut funktionieren.

  • Ich denke grundsätzlich könnte ein derartiges Konzept Schule machen! Insofern die Bauteile mechanisch und elektronisch auf einem hohen Stand sind. So etwas kann ich mir auch für alle anderen Hersteller durchaus vorstellen. Große Griffe, EVF und Blitzadapter können adaptiert werden. Fremdhersteller beleben hierbei das Geschäft und die Kombinationsmöglichkeiten sind vielfältig. Was will man mehr?

  • Reisende brauchen nur, was sie tragen können. Folgen noch hochwertige Pfannkuchenobjektive ist die Miniaturisierung dieser Vollformatkamera gelungen! Die Sigma FP kann damit eine Vorreiterrolle für künftige ultrakompakte Kameras mit „24mm x 36mm“ Sensor darstellen.
    Vorstellbar ist auch mit Sucher bei gleicher oder noch kleinerer Kameragröße und „Hosentaschenkameras“ mit Festbrennweite. Das Modell Sigma FP zeigt deutlich auf, dass eine sehr kleine Bauart mit großem Sensor möglich ist. Einen Bedarf kann ich mir gut vorstellen, gleich welche Rangordnung sie im Fotowerkzeug einnimmt. Viele Fotografen haben hervorragende Ausrüstungen, doch wer unterwegs ist greift gerne zur leichten und kleinen Variante und lässt allzu gerne die großen und schweren Fotowerkzeuge daheim. Ich denke, die Sigma FP setzt vielen Fotografen einen Floh ins Ohr!
    Ein kostengünstiger Preis für Kamera und Pancake-Objektive könnten das Projekt beflügeln!

  • Vor einiger Zeit hat Fuji ein modulares Grundkonzept für das kleine Mittelformat eingeladenen Fachleuten und ausgesuchten Presse Vertretern vorgeführt. Teilweise waren die „Anbauteile“ noch nicht funktionsfähig aber sie haben explizit nachgefragt welche Wünsche die Fachleute an ein solches System stellen würden.

    Seit Freitag versuche ich meine neue GFX100 mit Hilfe der Betriebsanleitung bis in die letzte Ecke zu erkunden. Die Möglichkeiten sind enorm vielfältig und bis ich alle Funktionen verinnerlicht habe werden noch einige Tage vergehen.

    Warum ich hier Fuji erwähne ist weil sich Sigma mit einem ähnlichem Gedanken an die Sache gemacht hat und ein modulares Vollformat System vorstellt.

    Nochmals die Vorteile, da ist der L-Anschluss mit allen bereits verfügbaren Objektiven (Sigma, Panasonic, Leica), das kleine leichte Grundgehäuse mit CMOS Sensor, elektronischer Verschluss für das Video und sie kann Bilder im Vollformat machen. Bereits veröffentlicht ist das 2020 eine fp mit einem neuen Vollformat Foveon Sensor für die Fotografen kommen wird. Da ist dann bestimmt ein EVF, der Blitzanschluss und ein bewegliches Display verbaut weil sie „Foto lastig“ gedacht ist.

    Sigma hat bestimmt im Vorfeld Bedarfsanalyse betrieben und weltweit genügend Klientel gefunden die etwas mit diesem System anfangen können, sonst würden sie es nicht bauen. Das das nichts für „Hinz&Kunz“ ist dürfte klar sein, weil mit anderen v i e l besseren Canikonsonys kann die Sigma fp nicht mithalten !?

    • Hallo Alfred,
      Wie immer ein bis zu Ende gedachte und weiter geblickter Kommentar.
      Überlassen wir es den Kunden zu entscheiden, ob Sigma die richtige Marktlücke besetzt – aus meiner Sicht klar ja.
      Aber nun viel wichtiger – wie sind denn die ersten praktischen Erfahrungen mit der neuen Errungenschaft?

      • Servus Mathias

        Es wäre falsch beim Sigma Artikel über Fuji ausführlich zu berichten, nur so viel, ich hatte in meinem Fotografen Dasein noch nie solch gute Dateien aus irgend einem System erhalten. Näheres bei nächster Gelegenheit.

      • Hallo Marc,
        Daher bitte schnellstmöglich einen Artikel über die Mittelformat einstellen. Da gibt es doch bestimmt noch ein paar offene Spekulationen…

    • Glückwunsch zur Neuen Alfred, ich wünsche Dir viel Freude damit ….Glückspilz bist Du ja auch noch, scheinbar sind die Wartezeiten etwas länger da wohl doch mehr Bestellungen eingegangen sind als kalkuliert 📸

      • Hallo Mirco

        Mit Glück hat das weniger zu tun ich bin seit 35 Jahren Stammkunde bei meinem Grossisten, diverse Studioausrüstungen, Kameras, Monitore, usw. über ihn bezogen habe und weil der Service stimmt. Warum soll ich im Internet hochwertige Ware kaufen? Nur weil es vielleicht 10% billiger ist? Das mir geholfen wird wenn es „brennt“ ist mir viel wichtiger als die wenigen gesparten Euronen.

        Geiz ist geil, da könnte ich k…..! Die Leute denken nicht nach was sie damit anrichten! Aber sich dann ausheulen weil es keine echten Fachleute gibt und weil die Städte veröden, der Lieferverkehr immer schlimmer wird. So kurzsichtig wird heute gedacht.

      • Alfred,
        da bin ich voll bei Dir, das einzige was ich Online bestelle ist Zubehör oder die ein oder andere China Linse, ansonsten breche ich mir kein Bein ab wenn ich Calumet besuche 😉

  • Ich glaube viele sehen die fp viel zu sehr als Teil des Ganzen Kamera Marktes und nicht als Teil des L-Systems. Im großen Kamera Markt überwiegen Konzepte wie die Sony A7 Basic, Z6 oder XT, die sind aber nicht für den L-Mount erhältlich. Die fp überzeugt sicher hauptsächlich als zweit Kamera. Meiner Meinung nach ist der einzige wirklich Knackpunkt der fehlende Blitzschuh, da sie so als zweit Kamera in Studio bzw Kunstlicht Situationen nicht mehr ganz so interessant ist. Als tragbarer Sensor für das L-Systems ist sie sicherlich ganz gut geeignet. Aber es würde mich wundern wenn diese Kamera viele Leute in das doch relativ kleine System bringt, vor allem falls Sony wirklich irgendwann eine VF a6000 bringt. So eine Kamera sollte nicht wesentlich größer als die fp sein, wird aber sicher sehr viel besser ausgestattet.

  • Noch was zur Sigma FP. Die hat keinen Kopfhöreranschluss. Wenn sie nur 30 Minuten Video aufzeichnen können sollte, dann wird sie von einigen Panasonics, egal wie groß abgehängt.
    Warum hat Fuji seine GFX100 nicht modular ausgelegt und warum hat Olympus den Hochformatgriff an der M1X fest verbaut?
    Vielleicht wegen der Robustheit.
    Aber keine Angst, Sigma verdient sein Geld mit Objektiven.
    Sie wollten zwar immer in die Kamerasparte, hat aber nie so richtig geklappt.

  • Ich bin eh für Modulbauweise, dann kann man das Modul wahlweise an eine Drohne hängen, in ein Rig einspannen oder eben in das Ergonomiebodygehäusemodul versenken. Die sollten alle nur auch Sensor-Prozessor-Einheiten verkaufen, nach Din-ISO-Standard. Wie man dann die Signale nach den manigfaltigen Gehäusen durchschleift, vielleicht sogar nur noch über ein Funkprotokoll oder 128-bit breite, genormte Stecker oder wahlweise beides? Dafür gibt es bezahlbare, wetterfeste Lösungen ohne mechanisches Spiel.

    Daneben gibt es dann jedenfalls sehr viele, kompatible Gehäusekörper mit vielen oder wenigen, stets frei programmierbaren Tasten, mit schwenkbaren oder festen Monitoren oder gleich solche mit Schwanenhals und damit unendlich Freiheitsgraden um alle Achsen, für die Vlogger! Es gibt Sucher oder eben nicht. Falls gewünscht kann das Gehäuse für Sportstadionmorlocks mit ihren 4/500mm oder für die Portraitgeeks mit ihren 1,2/85 Linsen gleich als Schnabeltasse mit großen Henkeln und Vertikal- und sogar Diagonalgriff ausgeführt sein. Manche brauchen Tilger- oder Kontergewicht für die schweren weißen Tüten, andere reisende, wandernde und radelnde Landschaftler eben gerade nicht!!! Für die Canon Geeks gibt es Gehäuse gerne auch mit dem besten Weathersealing, das die Welt je gesehen hat und sogar die Baustellenoption, damit Nägel in die Wand einzuschlagen. (Rasierer und Raclette Partygrill sind ebenso denkbar)

    Da ein Bildsensor eigentlich nur drei diskrete, digitale Farbsignale für beliebig viele Pixel liefert, könnte der Body dann neben dem freiem Menue- und Tastenlayout auch gleich Skintone-Default-Layouts anbieten, wo wir doch schon bei C*hust*n und seinem Überlegenheitsanspruch sind. Zumindest erinnere ich persönlich, dass Canon Fanboys durch die Jahre bis zuletzt eben den Alleingültigkeitsanspruch an das eigene, stets im Funktionsumfang beschnittene, stets eine oder zwei Generationen rückständige und stets ein paar Blaue teuerere Gerät (immer gemessen am Wettbewerb, also Nikon Sony aber auch Pentax oder Fuji) nur noch mit Skintones, Weathersealing und Menues bestritten hat. (Entschuldigung Joe und Sabrina! Ich weiß, der Fotograf macht die Bilder und ist der limitierende Faktor. Und wichtig ist eh nur das Glas und das ist natöööörlich bei Canon über jeden Zweifel erhaben! Ja, jede Ausrüstung macht heute ausreichend gute Bilder!)

    Jetzt stellt euch mal vor, nur hypothetisch, dass das Bajonett vorne am Sensor-Prozessor-Modul auch noch in Maulweite und Auflagenmaß, als auch den Anschlüssen und Protokollen genormt ist! O.O… Gut, man müsste jetzt überlegen, ob der Verschluss denn nicht besser doch zum Gehäuse gehören sollte, oder ob man nicht gleich drei Module ausführt, da nicht jeder die Sportserienraten der einen für den eigenen Landschaftsanspruch mitbezahlen will. (Allerdings weiß ich nicht, ob nicht sogar der Prozessor das Bottleneck für die Gesamtgeschwindigkeit darstellt?) Man stelle sich einfach vor, man möchte nachts lieber mit dem 7s und tagsüber in der Landschaft mit dem 7r Sensor gehen, da wäre es doch blöd, immer gleich einen zusätzlichen Verschluss mitzukaufen, neben dem oder den Bodies der Wahl selbstverständlich.

    Ich denke der Weg führt zur Modularisierung und zufrieden bin ich erst, wenn eine so komplexe Materie, mit so vielfältigen Ansprüchen der Kundschaft aus Foto- und Videografie an ihr Gerät, durch dieses bedient werden kann.
    Man ist dann einfach nicht mehr erpressbar. Sony ist nicht zuletzt deshalb bei uns Hobbyleuten so beliebt, weil wir mit diesem Revolver seit 2012 erstmals jedes jemals auf dem Markt befindlich gewesene Objektiv schießen konnten.

    Die Profis brauchen eh den letzten Schrei und die letzte Millisekunde und haben wohl auch einen Geldscheißer. Aber ich denke, dass die auf Glasbergen festsitzenden Enthusiasten, die eben doch mit Adaptern leben können (sehr dankbar übrigens) es leid sind, sich von ihren Herstellern erpressen zu lassen. Und anders als all die 5D Joes in praktisch jedem Blog und Forum, singen einem die ehrlichen, in einem EF-Bajonett gefangenen 5D Fotografen eben schon ein Lied der eigenen Frustration, weil sie auch gerne die Bild- und Sensorqualitäten des Wettbewerbs zu einem entspr. fairen Wettbewerbspreis schon sehr lange genossen hätten.

    Dann hätte der ganze Fanboyismus ein Ende. Somit hat die L-Allianz nach der spiegellosen Revolution (Ja ihr ganzen Rolfs, natürlich, ihr wollt auf diesen nicht verzichten und das war eh das beste, was es gab) von Sony jetzt vielleicht endlich die zweite Revolution, nämlich die der Modularisierung eingeläutet.

    • Glaub ich nicht, dass jetzt modularisiert wird. Viel zu aufwendig und den Kunden überfordernd. War wohl eher, Sigma wollte auch eine L-Kamera. Pana und Leica, Klar, nur Konkurrenz, darf sie uns keine machen.

      • @Robin
        Gut erkannt!!! Genau so ist es! Du darfst mitspielen, aber nur unter bestimmten Bedingungen. Nichtsdestotrotz, ich finde das was ich bisher von der Kamera weiss für sehr interessant!

    • Ich wäre schon zufrieden, wenn sich die Hersteller zumindest für eine Sensorgröße auf einheitliche Bajonette geeinigt hätten. Das ist jedoch nur bei mFT der Fall.

      Dasselbe gilt für RAW. Jeder Hersteller hat sein eigenes RAW, seine eigenen Maße und Anschlüsse für Batterien. Würden sie Speicherkarten selbst herstellen, wären diese wahrscheinlich ebenfalls zu Fremdkameras nicht kompatibel

      Die Hersteller haben jetzt seit etwa 6-7 Jahren gezeigt, dass sie eigentlich gar kein Interesse haben, gute und bezahlbare Kameras zu bauen. Die wollten immer nur Geld für nichts.

      Die haben es ja schon als bahnbrechende Neuerung verkauft, auch mal an eine sündhaft überteuerte Kleinbildknipse ein Klappdisplay anzubringen. Da erwartet man nichts mehr.

      Entweder waren die Kameras überteuert – so kostete ein Schulterdisplay (habe ich noch nie gebraucht) und ein etwas besseres Autofokus-Modul, welches mindestens auch in der D5x00-Serien hätte eingebaut werden müssen gleich mal 500 Euro Aufpreis.
      Da war doch klar, dass die Kunden das nicht mehr mitmachen, sobald Alternativen da sind.

      Die Hersteller großer Kameras glauben immer noch, es gäbe ein Teuer-Segment, in dem sie richtig Geld verdienen können. Die werden in spätestens zwei Jahren feststellen, dass auch das weitaus schneller schrumpft, als sie erwarten.

      Bis vor etwa 1,5 Jahren waren Smartphones noch keine ernsthafte Konkurrenz. Da haben die Hersteller großer Kameras geglaubt, sie könnten weiter machen wie bisher, die grundsätzlich verfügbaren Technologien krümelweise auf 15 Jahre gestreckt zu hohen Preisen zu verkaufen.
      Jetzt sind die modernen Kameras da und der Zug ist im Grunde abgefahren. Die Altkamerahersteller können ihre Krümel selber fressen.

      Ein paar Jahre können die Alt-Kameras auf dem derzeitigen Bildqualitätsniveau zumindest tagsüber noch besser sein als die Smartphones.
      Dann wird es allmählich vorbei sein.

      Die haben solange ihre Kunden verarscht, bis sie selbst Opfer dieser Marketingstrategie wurden.

      • @ Sabrina

        Deine bittere Analyse muss ergänzt werden. Wenn die Foto Industrie alleine die Situation verursacht hätte wäre es einfach dagegen zu steuern.

        Es ist das kaum vorhersehbare Kunden Verhalten und deren Umgang mit Fotos/Videos an der Misere beteiligt. Was man den Foto Produzenten vorwerfen muss ist das sie die Veränderungen viel zu lange nicht wahr haben wollten und einfach so weiter gemacht haben wie in den guten Jahre zuvor. (Erinnert fatal an die momentane politische Situation)

        Aber sonst finde ich, kommt wieder Bewegung in die Szene, ob richtig oder falsch wird sich noch zeigen.

      • @sabrina
        teilweise stimme ich deiner Analyse zu, aber das Ziel eines Kamera Herstellers ist es Gewinn zu machen. Natürlich könnten die auch billiger, aber dann gibt es Löhne wie in der Textilindustrie, davon könntest Du nicht einmal einen Tag überleben. Preise und Löhne stehen halt in einem bestimmten Verhältnis.

        An Kameras verdienen die Hersteller übrigens eh nicht besonders viel, es ist das Zubehör, Blitze, Objektive, Batterien etc. die das grosse Geld bringen. Weshalb sollten die ernsthaft versuchen mit anderen kompatibel zu sein? Die L-Allianz war/ist eine Notgeburt, denn alleine hätten es diese Hersteller nie geschafft eine halbwegs vernünftige Alternative für die Etablierten Canon, Nikon oder Sony zu sein.

        Dass Smartphones immer besser werden hängt schlichtweg an der Digitalisierung, wenn das Bild mehr oder weniger nur noch berechnet wird, braucht es halt nicht mehr so gute Sensoren und Objektive. Dennoch, bis zur VF-BQ dauert es schon noch ein bisschen. Für Instagram und Familienfotos reichen Smartphones allemal, aber wer mehr will muss immer noch mehr investieren!

      • @ joe

        Sie unterliegen denselben Fehleinschätzungen wie die Hersteller der Riesenkameras.

        Natürlich sind die Objektive des Samsung S10 gut, sonst hätten sie Probleme mit Randunschärfen. Und natürlich sind auch die Sensoren gut, auch wenn sie ohne mehrfaches Auslesen bezüglich Dynamik chancenlos sind. Nur dafür sind eben moderne Technologien da, dass man andere Wege geht.

        Zitat:
        „Dennoch, bis zur VF-BQ dauert es schon noch ein bisschen.“

        „Die“ Bildqualität der Voll-Kleinbild-Format-Kameras gibt es nicht.

        Genauso könnte jemand behaupten, an die Qualität eines Traktors kommt ein Porsche nicht heran, nur weil der Traktor im Gelände überlegen ist.

        Ihre Aussage ist in dieser Pauschalität schlicht falsch – oder Werbung für einen Kamerahersteller.

        Als ich das Geld zusammengekratzt hatte, um mir eine Nikon D600 zu kaufen, kam gerade das Ölfleckenproblem. Also erstmal abwarten. Dann habe ich mir Fotos angeschaut, die mit Kleinbildkameras gemacht wurden – und war enttäuscht. Zwar haben diese Kameras den Vorteil einer höhere Dynamik tagsüber, dafür aber eben auch gravierende Nachteile wie die geringere Schärfentiefe bei gleicher Blende, womit diese Kameras nachts klar im Nachteil gegenüber Kameras mit kleineren Sensoren sind – wohgemerkt in meinem Metier der Architektur und Landschaftsfotografie. Zudem sind mir bei einigen Fotos Randunschärfen und chromatische Abberationen außerhalb des APS-C-Bildkreises aufgefallen, wie ich sie von meinen APS-C-Fotos nicht kannte.
        Fotos von fliegenden Vögeln waren in der Aulösung auf 12 Mpx herunterskaliert und wiesen teilweise trotzdem noch Unschärfen auf, weil mit großer Blende fotografiert wurde.

        Die Kleinbildkameras haben tagsüber deutliche Vorteile bezüglich Dynamik, Auflösung und Rauschen in schattigen Bereichen gegenüber dem Smartphone. Allerdings ist da die Frage der Relevanz zu stellen. Was nützt es, die Schatten hochzuziehen und dort Details sichtbar zu machen, die man mit dem Auge im Original auch nicht erkennt?

        Nachts haben Kleinbildkameras bei Fotos mit großer Schärfentiefe Freihand keine Chance gegen das Galaxy S10.

        Nur wenn man mit großer Blende fotografiert und dafür äußerst geringe Schärfentiefe (Freistellung) in Kauf nimmt, kann man mit den Kleinbildkameras vielleicht noch etwas herausholen. (sollte man aber vor einem eventuellen Kauf austesten). Dies allerdings zu Kosten für teure Objektive, die völlig unvertretbar sind.

        Es gibt im Grunde nur einen Bereich, in dem die Smartphones bis auf weiteres mit Kleinbildkameras konkurrieren können:

        Freistellung

        Freistellung ist ein Metier für Sport-, Tier-, Portrait- und Produktfotografen. Für diese kleine Nische ist die Kleinbildkamera ein gutes Werkzeug, an das die Smartphones derzeit nicht von weitem heran kommen.

        Nur – wer von den normalen Bürgern, die eher Reisefotografen sind, macht so etwas?

        Die Kleinbildkameras haben ihre Berechtigung und bieten in speziellen Nischen die beste Qualität.
        Aber es ist unredlich, der Kleinbildkamera pauschal die beste Qualität anzudichten.
        Denn in anderen Bereichen, wo es darauf ankommt, das Bild mit natürlicher Schärfentiefe einzufangen, ist die Kleinbildkamera nicht überlegen.

      • @ Joe

        Zitat
        „An Kameras verdienen die Hersteller übrigens eh nicht besonders viel, es ist das Zubehör, Blitze, Objektive, Batterien etc. die das grosse Geld bringen.“

        Das ist typischer Marketing-Sprech. Dasselbe Märchen erzählt die Musikindustrie. Manchmal machen sie Fehler, da erfährt man dann, was sie wirklich an einer CD verdienen.

        Die verdienen grundsätzlich sehr sehr viel an ihren Produkten. Allerdings brechen selbstverschuldet die Stückzahlen weg, so dass sie weniger verdienen und zukünftig ihre Forschung und Produktionsstandorte nicht mehr amortisieren können.

        Zitat:
        „Weshalb sollten die ernsthaft versuchen mit anderen kompatibel zu sein?“

        Weil es für die „Firma“ Fotograf nicht vertretbar ist, bei einem Anbieterwechsel das ganze Equipment zu erneuern. Diese Masche der Hersteller ist schlicht Kundenfeindlichkeit. Der Kunde soll maximal ausgenommen werden, er soll zuviel bezahlen.

        Die Folge ist eben nicht, dass sich die Kunden dann tausende Euros für eine schöne neue Kameras samt Objektiven eines anderen Herstellers aus der Tasche locken lassen, sondern beim alten Equipment bleiben und sich schließlich aus diesem Segment verabschieden und zum Smartphone wechseln.

        Was meinen Sie denn warum die Verkäufe der Systemkameras nach einem jahrelangen allmählichen Rückgang in letzter Zeit so drastisch eingebrochen sind? Weil das Angebot der Klotz-Kamera-Hersteller so überzeugend ist?

        Wer das Kamerageschäft nicht aus der Sicht eines technisch versierten, WIRTSCHAFTLICH und nachhaltig denkenden Kunden betreibt, bekommt eben irgendwann die Quittung.

      • @ Sabrina

        Selbstverständlich gibt es nicht „die“ VF-BQ, allerdings genauso wenig „die“ bei Handys übliche 2/3Zoll-BQ!!! Ich mache übrigens weder Werbung für irgendeinen Hersteller noch für eine Sensorgrösse!!! Denn ich bin davon überzeugt, dass es heutzutage keine schlechten Kameras mehr gibt! Man hat aus irgendwelchen Gründen mehr oder weniger Bezug zu dem einen oder anderen Hersteller, aber das macht die anderen nicht schlechter. Noch ist aber VF den Handys überlegen.
        Der von Ihnen aufgeführte Nachteil von VF versus APS-C bezüglich Tiefenschärfe ist ein gewollter Nachteil und somit ein Vorteil!!! Wenn ich viel Wert auf grosse Tiefenschärfe lege, dann kaufe ich mir eine gute 1Zoll Kamera von z.B. Sony oder Canon. Oder ich verändere die Blende!!!!!!!!!!!!!

    • @ Tobi
      Ich hatte mir, bevor ich mich für die EOS M3 entschieden hatte, mit RAW-Nacht-Aufnahmen von mFT, Fuji und Sony-Kameras heruntergeladen und mit Lightroom entwickelt. Dabei bin ich zu dem Ergebnis gekommen, Dass die RAW-Qualität der einzelnen Kameras etwa auf Augenhöhe ist.
      Fuji hatte ich dann wegen der mangelhaften Unterstürzung des X-Trans-Sensors und der sehr hohen Objektivpreise im UWW aussortiert.
      mFT-Kameras rauschten in schattigen Bereichen sichtbar mehr als die APS-C-Kameras.
      Sony hatte ich zunächst wegen der etwas bei Tageslicht besseren Sensoren gekauft, war aber mit den Objektiven nicht zufrieden.
      Dann blieb eben nur noch die EOS-M3 übrig. Und die EF-M Objektive 11-22 und 18-55 sind ganz ordentlich, vor allem scharf und ansonsten nicht negativ auffallend.

      Andere mögen andere Prioritäten haben und anders entscheiden. Ich habe halt nach meinen Prioritäten entscheiden.

      Für Sportfotografie hätte ich diese Kamera sicher nicht gekauft. Dafür gibt es geeignetere Kameras.
      Mir kam es darauf an, dass sie für das, was ich fotografiere (Architektur, Landschaft) geeignet ist.

    • @ Tobi

      Man tauscht heute nicht die Sensoren aus, sondern schaltet mehrere Pixel zusammen, um auf Kosten der Auflösung eine höhere Dynamik zu erreichen. Machen zum Beispiel Kameras von Huawei so.

      Ich sehe die Entwicklung schon kommen, wo in den Klotzkameras lediglich ein wechselbares Smartphone steckt.

      • Sabrina,
        was zeigt uns da Huawei Neues ? Pixel zusammenlegen kannte Fuji bei kleinen Sensoren schon im Jahre 2010, bleibt mal bitte auf dem Teppich 😉 Ansonsten werden immer noch genügend „Kompaktkameras“ verkauft auch wenn die Zeiten nicht mehr so „rosig“ sind und das Smartphone hat bereits seinen Zenit überschritten da auch hier die Zahlen rückläufig sind. Was nachdem Smartphone kommt, keine Ahnung aber Kameras wird es da noch weiterhin geben….

      • @ Mirko

        Wieviel Smartphones werden pro Jahr verkauft? Wissen Sie das?

        „Der globale Markt für Smartphones schrumpft weiter. Laut einer Studie der Analysten von Gartner gingen die Verkaufszahlen im ersten Quartal 2019 weltweit um 2,7 Prozent zurück. Das bedeutet, dass sich in den ersten drei Monaten des Jahres 10,5 Millionen Handys weniger verkauft haben also noch 2018“
        Quelle: „Smartphone-Verkäufe: Huawei bleibt auf Kurs, Apple stürzt weiter ab“. In Inside Handy

        wenn 2,7% = 10.700.000 entsprechen,

        dann wurden immer noch
        385.596.296 im Quartal und entsprechend
        128.532.098 Smartphones pro Monat verkauft

        „Die Kamerahersteller haben im Februar 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 35 Prozent weniger Kameras verkauft.“
        Quelle: „Kameraverkäufe so schlecht wie nie, DSLRs im freien Fall“ in Photografix

        Leider ist die Grafik ziemlich klein abgebildet. Aber wenn ich die vertikal Achse richtig lese, dann sind im ersten Quartal 2019 insgesamt gerade mal 750.000 herkömmliche Kameras verkauft worden.

        Zusammengefasst also:

        Der Verkauf an Smartphones sank um 2,7%, der an DSLRs um 35%.

        Die realen Verkaufszahlen lagen im Februar bei
        128.532.098 Smartphones
        ca. 750.000 DSLRs

        Es wurden danach also im Februar 2019 etwa 171 mal mehr Smartphones als DSLRs verkauft.
        Die Smartphones stehen also unmittelbar am Abgrund.

      • Sabrina,
        nirgends habe ich geschrieben dass das Smartphone am Abgrund steht, ich schrieb von „Zenit überschritten“ auch wenn Du nun viel geschrieben hast bestätigst Du ,mit den Zitaten, das die Verkaufszahlen bei SP rückläufig sind.

  • Mein erster Gedanke war, dass das eine Konkurrenz zu LEICA ist.

    Vollformat, Kompakt, L-Mount…und ich denke, Sigma muss nur deutlich unter Leica vom Preis liegen und die Kamera wäre damit für viele Leute interessant!

    Denn der Vollformat-Look gepaart mit spannenden L-Mount Objektiven f/1.8-1.2 und man erhält genau das, was Leica seit Jahren und Jahrzehnten als Lücke füllt. Für alle Street-, Porträt- und Lifestyle-Fotografen, die ideale und „hoffentlich“ bezahlbare Kamera.

  • Nach allem, was ich so sehe ist das doch genau der richtige Zeitpunkt für alle Hersteller, die es noch besser machen können, dieses auch zu tun. Also nur keine Scheu, der Kunde beißt nicht!

  • Hey Leute, wir sind gerade mal wieder auf Sardinien bei einem Bekleidungs-Shooting. Genauer gesagt; Strandbekleidung mit ganz heißen Modells. Die meisten Fotos entstehen hier mit dem sensationellen iPhone XR und gehen gleich an die Agentur. Nebenbei – aber mehr aus Spaß nutze ich auch meine Z6. Geiles Teil. Die eingebauten picture control Presets sind auch super. Kommen aber nicht ganz an die des iPhones heran. Wir fotografieren übrigens spät am Nachmittag und Abendstunden. Die Bildqualität ist absolut top.
    Die fp wird ein Nischenprodukt sein und bleiben. So etwas wird wie eine Leica für arme. Damit kommt Sigma eindeutig zu spät Braucht kein Mensch.
    Gruß aus der Sonne.

      • @ N1User

        Gut erkannt! Kein Fotograf würde in diesem Zusammenhang „heisse“ Modells schreiben und direkt aus dem i-phone die Bilder unbearbeitet und am PC geprüft weiter senden!!!

        Im Übrigen finden die meisten Shootings für Strandmode in Studios mit neutralem Hintergrund statt, den man beliebig variieren kann!

        Da hat sich Micky selbst ins Bein geschossen, somit kann man in Zukunft seine Posts ignorieren, ausser man will mal wieder über Aufschneiderei schmunzeln! Eine Frage bleibt aber offen, wovon träumt Micky nachts!

      • …die Realsatire Teil 2, dann gibt es ja noch die Verfilmungen „mit Cat am Amazonas“ , „der Förster und seine Tochter“ „Abenteuer im Zelt“ usw.

  • Ich denk ja schon ein wenig drüber nach, was ich vielleicht machen würde, wenn ich Kamerahersteller wäre.

    Das einzige was funktionieren könnte ist, die Kamerahersteller kaufen die Smartphonehersteller auf und machen deren Leitung zur Leitung der mit der Smartphoneabteilung zusammengelegten Fotoabteilung.

    Bei allen anderen Dingen, die mir so einfallen, denke ich, dass es einfach zu spät kommt.

    Beispiel Freistellung.
    Da kommen die Smartphones derzeit nicht an die Kleinbildkameras heran.
    Allerdings darf man nicht übersehen:
    Die Smartphones können heute schon Entfernungen messen. Wenn das mit der Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit der Prozessoren auf kleinere Strukturen im Bild angewandt werden kann, werden die Freistellungsfunktionen der Smartphones den herkömmlichen Kameras eines Tages hoch überlegen sein. Da kann man dann mit einem Regler selbst festlegen, welcher Entfernungsbereich im Bild scharf sein soll. Man kann damit, was beispielsweise in der Produktfotografie einfach nur geil wäre, eine Schärfenebene faktisch ausschneiden.
    Klar kann man diese Technik auch in größeren Kameras einsetzen. Nur – es geschieht nicht.

    Beispiel hochauflösende Aufnahmen mit hoher Dynamik.
    Das kann man bei großen Kameras durchaus erreichen mit
    1. hochauflösenden Sensoren,
    2. Objektiven, die auch bei großen Blenden bei geringen chromatischen Aberrationen in den Randbereichen noch scharf sind – und folglich extrem teuer.
    3. Fokusstacking samt Deghosting.

    Das kann man aber auch mit Smartphones erreichen:
    1. geringer auflösender Sensor mit dafür besserer Dynamik
    2. ausfahrbare Kamera, die automatisch gesteuert mehrzeilige Panoramen aufnimmt, selbstverständlich im Nodalpunkt
    3. Panoramasoftware samt Deghosting.

    Was von beidem ist wohl effizienter?

    Gewicht / Transportvolumen:
    Habe ich noch nichts dazu in Erfahrung bringen können, wie man selbiges auf Smartphone-Niveau reduzieren könnte.

    ————

    Selbst wenn die Hersteller der großen Kameras noch versuchen sollten, zu retten was noch zu retten ist und in die Entwicklung investieren, fürchte ich, dass das noch vor der Serienreife durch die Entwicklung der Smartphones obsolet sein wird. Die Hersteller der großen Kameras haben nicht mehr Jahre Zeit.

    Ich habe aber eher den gegenteiligen Eindruck, nämlich, dass die Hersteller der großen Kameras nichts gelernt haben.

    So haben jetzt Nikon, Canon, Panasonic und Fuji Spiegellose im vollen Kleinbild- und sogar im dezenten Mittelformat herausgebracht.
    Und da gehen die Fehler schon bei den einfachsten Dingen los:
    – Jeder sein eigenes Bajonett, natürlich nicht kompatibel
    – jeder sein eigenes RAW-Format, alle unterschiedlich zu dekodieren.

    Was ist, wenn die Kamerahersteller feststellen, dass die Smartphones auch das volle Kleinbildformat weitgehend obsolet machen und ins nächst größere Format fliehen wollen?
    Wieder neue Bajonette mit neuen Objektiven?

    Wie teuer soll denn das Ganze noch werden?

    1.
    Spätestens bei der Entwicklung der Nikon Z und EOS R hätte man auf ein einheitliches Bajonett für alle Hersteller und insbesondere für alle Formate von mFT bis Mittel- oder sogar Großformat setzen müssen !!
    Da kann man dann wie bei Nikons DSLR auch Objektive verschiedener Formate anschließen, beispielsweise Teleobjektive für mFT oder Ultraweitwinkel im Großformat.

    Haben die Kamerahersteller den Sinn der DIN-Normen nicht verstanden?
    Scheint dort irgendwie so abzulaufen:

    Google: „Sparkassen Werbung – mein Haus – mein Auto – mein Boot“

    „MEIN Bajonett – MEINE Objektive – MEIN RAW – MEIN Akku – MEIN Ladegerät – MEINE Speicherkarte – MEIN Blitzgerät…“

    2.
    Man muss die Kameras mit einem sehr hoch auflösenden Sensor im größten Format ausstatten.
    Je nachdem, welche Auflösung oder Dynamik man im gewünschten Format haben will, kann dann die Kamera mehrere Pixel zu einem zusammenschalten.

    3.
    Da kann man dann an der Kamera umschalten, welches Format gerade genutzt werden soll, sofern diese Umschaltung mit der Erkennung der Objektive nicht automatisch geschieht.

    Man kann die Kameras mit mFT-Objektiven kompakt halten oder mit Kleinbild-Objektiven eben groß – je nachdem, was man gerade haben will.

    4
    Sollten bessere Sensoren und Prozessoren verfügbar sein, dann tauscht man in der Entwicklung diese halt aus und nicht gleich die ganze Kamera.

    5.
    Gleiches gilt für die Software, der eine immer größere Bedeutung zukommt.
    Da kann man dann eben ein Software-Update kaufen, das die Kamera wesentlich leistungsfähiger macht, statt die ganze Hardware.

    6.
    Die Fotos sollten im 16 Bit TIFF nach einem einheitlichen ISO-Farbraum abgespeichert werden, so dass später nicht die Gefahr des Verlustes besteht, weil die RAW-Konverter nicht mehr verfügbar sind.
    RAW ist aus Nutzersicht strategisch veraltet.

    7.
    Die Kamerahersteller sollten sich jeweils auf ein Modell im Bereich Systemkameras beschränken. Da kann man dann immer noch Funktionen deaktivieren oder per käufliches Software-Update nachträglich aktivieren.

    Wer „nur“ APS-C für 550 Euro bezahlen will, der kann die Kamera halt mit deaktivierten Kleinbild-, Mittel- und Vollformat-Modus erwerben.

    So kann man die Stückzahlen hochhalten und trotzdem eine im Preis differenzierte Angebotspalette bieten.

    Nur wenn es der technische Fortschritt sinnvoll macht, ein neues Gehäuse anzubieten, sollte man den Aufwand betreiben.

    ——

    Hätte – könnte – würde
    Das steht alles im Konjunktiv, da all das wahrscheinlich zu spät kommen würde.

    ——

    Haben sich die Kamerahersteller jemals gefragt,
    warum der Kunde das eigentlich mitmachen sollte, was die Hersteller bisher an Eigenbrötlerei und Halbheiten samt gepfefferter Preise angeboten haben?

    • Sabrina,
      was Du leider vergessen hast ist die Kreativität des Menschen. Wie ich ich gerade gelesen habe bringt Sigma noch dieses Jahr die „Cine Classic Art Line“ an Objektiven raus. Objektive im alten Retrostyle mit einfacher Vergütung und Farbwiedergabe der 50-70iger Jahre (super Sigma) Viele (mich eingeschlossen) können diesen digitalen klinischen reinen Look nicht mehr sehen und die Chinesen haben mit ihren alten Objektivrechnungen vorgemacht das solche Objektive gekauft werden. Also eine kleine Sigma fp + Kompakte (hoffentlich) Classic Art Objektive und die Serie könnte ihre Nische erfolgreich besetzten

      • Ich empfehle die „Hipstamatic“ App, mit der man inzwischen fast unendlich viele Filmsimulationen mit unterschiedlichen Optiken variieren kann. Und das natürlich blitzschnell auf z.Bsp. einem Smartphone der XR klasse. ProCam und Stackables helfen natürlich auch. Wird gerne verwendet und die Auftraggeber sind oft ganz aus dem Häuschen bei derartiger Präsentation. Ähnlich wie derzeit unsere „heißen“ Modells. 🙂 Muss man aber „trainieren“.
        Übrigens geht das natürlich auch mit den Fotos aus der Kamera, die auf das Smartphone übertragen werden ganz leicht.

    • Sabrina,
      eigentlich brauche ich gar nicht mehr viel zu schreiben, weil Du das schon erledigt hast. Kamerahersteller ticken aber anders. Da soll eine Zielgruppe bedient werden, die möglichst die eigenen Produkte kauft. Und man hat herausgefunden, der eine will dies, der andere das und der dritte und vierte usw. Man packt alles in ein Gehäuse und die Zielgruppe sind dann plötzlich alle (habe das schon mal geschrieben: wer everybody`s Darling sein will wird schnell everybody`s Arschloch). Mein Haus, mein Auto, mein Pferd, meine Kamera, meine Frau(?)…
      Man könnte das jetzt noch ausweiten, macht aber keinen Sinn, weil eben zu viele (bezahlte?) Leute die Kameras aus anderen Lagern, wieso eigentlich Lager, niedermachen.
      Abschliessend jetzt noch: Dein Post aus der letzten Woche über die Aas fressende usw steht immer noch ganz, ganz oben im Ranking:-))

      • @ Matthias
        „Man packt alles in ein Gehäuse und die Zielgruppe sind dann plötzlich alle (habe das schon mal geschrieben: wer everybody`s Darling sein will wird schnell everybody`s Arschloch).“

        Das haben Sie geschrieben – ich nicht.

        Volkswagen macht das seit Jahrzehnten, dass im Baukastensystem konstruiert wird. So haben scheinbar völlig unterschiedliche Autos die gleiche Plattform. Sie sparen dadurch erhebliche Kosten in Entwicklung und Produktion.
        Das, was ich hier vorgeschlagen habe, ist letztlich nichts anderes,

        Nicht der Anbieter entscheidet, was für eine Kamera der Kunde haben soll, sondern der Kunde selbst entscheidet, ob es mFT, APS-C, volles Kleinbildformat oder noch größer sein soll oder vielleicht mehrere Formate, ob die Kamera schnell oder langsam sein soll.

        Der Kamerahersteller hätte aber den Vorteil, eine große Stückzahl im schrumpfenden Markt zu erreichen. Die Alternative sind kleine Stückzahlen und damit natürlich höhere Preise. Es ist fraglich, ob es dafür noch genug Kunden gibt.

        Wie dem auch sei – ich werde mein vorhandenes Equipment noch nutzen, solange es Vorteile gegenüber Smartphones bietet. Aber Neukäufe ? Ich fürchte, das bringt nicht viel – jedenfalls nicht bei der bisher gefahrenen Angebotspolitik. Aber die Smartphones werden wahrscheinlich schneller besser, als sich die Kamerahersteller der Altkameras ändern können. Also werden die in die Hochpreisnische gehen und sich damit vom „regulären“ Markt verabschieden.
        Ist aber nur meine persönliche Sicht, die der von Klaus Dirks allerdings nahe kommt.

        Wenn ich nochmal eine Kamera kaufe, dann muss sie flexibel sein und mich nicht auf ein Format festlegen. Bildqualität, Funktionen, Größe und Gewicht – aber eben auch der Preis – müssen gegenüber einem Smatphone gerechtfertigt sein. Andernfalls bleibt es eben beim Smartphone und bei der alten Kamera.

      • @Sabrina
        …steht ja auch da, daß ich das geschrieben habe (übrigens Zitat eines Verstorbenen deutschen Politikers)
        Zur Plattformbauweise der Autobauer kann ich nur sagen: wir haben ja gelernt, daß der Preisvorteil voll an den Kunden weitergegeben wird:-)) Als Bonus gab es dann noch eine ausgefeilte Softwarelösung, die es ermöglicht hat, die grüne Plakette mit Euro 5 ans Fenster zu kleben. Preisabsprachen? Auf gar keinen Fall!!!
        Und da wünsche ich mir seitens der Kamerahersteller eine gewisse Kontinuität, die es uns möglich macht, ein Gehäuse über einen längeren Zeitraum zu benutzen. Ist das im Interesse der Industrie?

      • @ Sabrina
        zwei Dinge.
        1. Womit sollen Canon oder Nikon einen Smartphone-Hersteller kaufen? Apple, Samsung und Co sind ein Vielfaches, ein Zig-Faches wert!
        2.Sony hat das Xperia und zeigt dass dies auch kein Rezept ist, denn das liegt meilenweit hinter den anderen Herstellern und man muss sich von Huawei zeigen lassen wie es richtig geht!
        3. Flexibilität – man kann an allen guten Kameras die Bildqualität einstellen. Bei Kameras mit Wechselobjektiven kann man zwischen Brennweiten von 11 bis 800mm variieren. Bei Kameras mit Blitzschuh kann man diverse Blitze bzw. Studioblitze benutzen oder steuern. Mit den meisten Kameras kann man in vielen Formaten filmen und externe Mikrofone anschliessen.

        Dem Wunsch nach einer Eierlegenden Wollmilchsau kommen schon einige Hersteller sehr nahe, aber ich gebe zu kochen und putzen können die Dinger immer noch nicht!

  • Wer bei Sigmas FP auf moderate Preisgestaltung setzt, könnte schwer enttäuscht werden. Sie ist doch was besonderes und besondere Dinge werden nie zu moderaten Preisen vertrieben.

    • Stimmt so nicht Robin, besonders günstige Kameras sind auch etwas besonderes und die werden sogar zu sehr moderaten Preisen vertrieben 😉 Solange man die Preise der fp nicht kennt, muss sich auch niemand wegen der Preise Sorgen machen.

  • Sabrina bringt mit vielen Worten Ideen zu alten Problemen in die Diskussion.

    Heute ist es dank Software relativ einfach schon innerhalb der Kamera Bildern ein anderes Aussehen zu verleihen. Selbst Schärfe Zusammenführung, Panorama Funktion usw. sind möglich. Das die Hersteller von Smartphones die Pixel zusammenschalten ist aus der Not (Rauschen) entstanden, die Porträt Funktion mit unscharfem Hintergrund ist eine kreative Lösung die den Nachteil kurzer Brennweiten ausgleichen soll.

    Alle diese Hilfsmittel haben einen einzigen Zweck, sie sollen dem fotografisch unbedarften Kunden zu „professionell aussehenden Ergebnissen“ verhelfen. Der Kunde soll deswegen das Produkt kaufen.

    Ob diese oder ähnliche Funktionen in eine DSLM implementiert sein müssen oder ob diese Funktionen lieber mit einer Software des Herstellers am PC erledigt werden sollten, darüber kann man streiten.

    Der Nachteil überbordender Zusatzfunktionen ist eine „Explosion“ des Kamera Menüs.

    Für mich als Fotograf zählen die sauberen RAW Dateien, spitzen Objektive und eine intuitive, schnelle Bedienung ohne großes „Menü Gehampel“ zu den wichtigsten Funktionen einer Kamera. Für mich ist das d e r Grund warum ich n i c h t alles mit meinem sehr guten Smartphone fotografiere.

    Leider sieht der fotografisch unbedarfte Kunde das völlig anders, bei dem muss alles automatisch gehen. Deswegen gibt es unterhalb hochwertiger Boliden so viele mit Sonderfunktionen überladene Produkte die alle den s e l b e n g r o s s e n Nachteil haben.

    Sie sind nicht so einfach wie das Smartphone zu bedienen und zum Versenden der Ergebnisse braucht es doch ein Smartphone.Was wird der Kunde in den meisten Fällen verwenden?

    Dazu kommt noch das er je nach Mobilvertrag jedes zweite Jahr für fast „umsonst“ ein neues, technisch besseres Smartphone aussuchen kann.

    Das ist für mich einer der Hauptgründe für den zusammenbrechenden DSLR/DSLM Markt.
    Einen reduzierten Bedarf für den Berufsfotografen und einige Hobbyisten wird es auch zukünftig geben, mehr aber nicht.

    Sigma hat das erkannt und bringt seine fp Kamera für eine Nische auf den Markt. Alles richtig gemacht, Respekt.

  • Ein Freund und ich sitzen vor zwei Wochen in einem Schanigarten in Wien und ich klage ihm mein Leid, dass ich selbst die Bilder der DP-1, wenn ich wieder darüber stolpere total vermisse. Damit meine ich natürlich, die Kamera vermisse. Nicht, weil sie gut bedienbar war, aber weil die Bilder etwas besonderes haben. Weil jedes Pixel ein Pixel mit einer Helligkeit und Farbe ist. Ich klage, dass ich gerade mich ein bissl umgeschaut habe, ob es eine Verführung weg von MFT gäbe. Man kann ja mal schauen. Aber dass es nichts wirklich interessantes gibt. Natürlich tolle Kameras, aber kein Konzept mit umfassenden Adaptierungsmöglichkeiten und einem „glow“ in den Bildern, nichts wirklich spannendes. Ich wäre ja schon sehr angetan von den Sony Alphas, wenn ich nicht immer bei den Beispielbildern feststellen würde, dass sie mich nicht umhauen. Und dann erzähle ich von der an und für sich interessanten Quadro von Sigma. Aber ein völlig bescheuertes Auflagemaß und durch den crop eben nur sehr begrenzt universell. Dann schaut er kurz auf sein Mobile und sieht die FP und die Ankündigung. Wow, die Kleine mit einem Foveon? Ich kann mir schon die unterschiedlichsten Kombis vorstellen. Von einfach dabei haben mit einem Leica – M 35mm bis zu einer Installation mit externem EVF und wirklich tollen Primes. Hier ein schöner Artikel zu dem Gefühl das ich gut teilen kann. Noch heute trauere ich um meine F2 mit dem 24mm 2,8, die ich immer bei mir hatte. https://luminous-landscape.com/the-future-of-mirrorless/

  • Als SL fotografierender Mensch wird dies mein Bachup.

    Preis? Die CL liegt bei knapp 2.500€, die TL bei 2.000 € sind aber beide mit APS-C Sensoren bestückt. Die FP schaut aus wie eine TL nur mit großem Sensor. Von daher tippe ich auf einen Preis zwischen 1.500€ und 2.000€.
    Schließlich fällt der Leica Aufpreis weg. Über 2.000 kommt wieder die Lumix DC-S1 ins Gespräch.
    Man darf gespannt sein.