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Sony A1 & Canon R5: So gut ist der Dynamikumfang

Ist der Dynamikumfang der Sony A1 wirklich so gut, wie Sony behauptet? Und wie schlägt sich die Canon EOS R5 im direkten Vergleich?

Geschwindigkeit und Bildqualität vertragen sich nicht

Professionelle Sportkameras haben traditionell das Problem, dass sie mit einem vergleichsweise geringen Dynamikumfang daherkommen. Vereinfacht ausgedrückt liegt das daran, dass sich die schnellen Readout-Geschwindigkeiten des Sensors, die für hohe Serienbildgeschwindigkeiten notwendig sind, nicht mit einer perfekten Bildqualität oder einem größtmöglichen Dynamikumfang vertragen.

Die Hersteller mussten in der Vergangenheit bei Sportkameras also Kompromisse eingehen, wenn es um den Dynamikumfang ging. Doch wie ist das eigentlich bei der Sony A1? Hat es Sony im Jahr 2021 geschafft, eine Kamera mit einer rasanten Geschwindigkeit UND einer erstklassigen Bildqualität zu bauen?

Sony A1 mit herausragendem Dynamikumfang

Dieser Frage ist DPReview kürzlich in einem ausführlichen Artikel auf den Grund gegangen. Die kurze Antwort lautet: Ja, Sony ist es gelungen. Der Dynamikumfang der Sony A1 ist deutlich größer als der von vergleichbaren Sportkameras wie zum Beispiel der Sony A9, Sony A9 II, Canon EOS-1D X Mark III oder Nikon D5. Sowohl mit mechanischem Verschluss (13,9 Blendenstufen) als auch mit elektronischem Verschluss (13,7 Blendenstufen) liefert die A1 von den genannten Kameras den größten Dynamikumfang. Eine Sony A9 wird mühelos übertroffen (12,6 Blendenstufen) und Kameras wie die Nikon D5 liegen mit 11,4 Blendenstufen inzwischen wirklich deutlich hinter der Sony A1.

In Bezug auf Dynamikumfang und Bildqualität sollte die Sony A1 im Bereich der professionellen Sportkameras (sprich der Kameras, die eine extrem hohe Serienbildgeschwindigkeit bieten) aktuell also ganz klar die beste Wahl sein.

Doch auch im Vergleich mit Vollformatkameras, die den Fokus weniger stark auf hohe Geschwindigkeiten legen, kann die Sony A1 anscheinend problemlos mithalten. DPReview schreibt, dass die Sony A1 mit der A7r IV und der A7 III quasi auf Augenhöhe ist, die Unterschiede beim Dynamikumfang bewegen sich im Bereich von 0,2 Blendenstufen und sind somit zu vernachlässigen.

Vergleich mit der Canon EOS R5

Die Canon EOS R5 wurde von DPReview in dem genannten Artikel nicht erwähnt. Doch ich war neugierig, wie sich Canons aktuell beste DSLM, die in Sachen Geschwindigkeit von der Sony A1 ja gar nicht so weit entfernt ist, in Bezug auf den Dynamikumfang im Vergleich mit der A1 schlägt. Also habe ich mir die Daten von photonstophotos.net angeschaut (das sollte eine der ersten Anlaufstellen sein, wenn ihr den Dynamikumfang von Kameras vergleichen wollt).

Die Werte haben mich im ersten Moment ein bisschen überrascht. In den niedrigen ISO-Bereichen sieht die Canon EOS R5 (blau) nämlich doch besser aus, als ich es nach dem Lesen des Artikels von DPReview vermutet hätte:

Woran das (unter anderem) liegt, wird allerdings ebenfalls in dem Diagramm von photonstophotos deutlich. Dort werden die Canon R5 Ergebnisse in den niedrigen ISO-Bereichen nämlich als Dreiecke dargestellt, was darauf hinweist, dass bei der Canon EOS R5 auch im RAW-Format bereits eine interne Rauschunterdrückung eingesetzt wird. Diese wirkt sich laut Bill Claff (dem Betreiber von photonstophotos) positiv auf die Messergebnisse des Dynamikumfangs aus. Außerdem ist eine Rauschunterdrückung immer auch mit dem Verlust von Details verbunden. Ob dieser Verlust sichtbar ist oder nicht, ist aber eine andere Frage.

Sony A1 immer mit 14 Bit, Canon R5 nicht

Bei meinen weiteren Recherchen bin ich außerdem darauf aufmerksam geworden, dass die Canon EOS R5 nicht bei allen Serienbildgeschwindigkeiten eine Farbtiefe von 14 Bit bietet. Zudem hängt die Farbtiefe davon ab, ob man den mechanischen oder den elektronischen Verschluss benutzt. Konkret bietet die Canon EOS R5:

  • 14 Bit mit mechanischem Verschluss bis 8 fps
  • 13 Bit mit mechanischem Verschluss bis 12 fps
  • 12 Bit mit elektronischem Verschluss (bei allen Geschwindigkeiten, maximal 20 fps)

Die Sony A1 hingegen liefert konstante 14 Bit, egal ob mechanischer oder elektronischer Verschluss, auch bei der höchsten Serienbildgeschwindigkeit von 30 fps. Zwischen 21 und 30 fps können allerdings keine unkomprimierten RAWs mehr gespeichert werden, was das Ganze wieder relativiert. Im Bereich zwischen 9 und 20 fps liefert die A1 aber eine Farbtiefe von 14 Bit ohne irgendwelche Einschränkungen.

Das ist deshalb interessant, weil Farbtiefe und Dynamikumfang in gewisser Weise zusammenhängen. Eine geringe Farbtiefe kann nämlich dazu führen, dass der Dynamikumfang des Sensors nicht voll ausgenutzt werden kann, wie in diesem Artikel von DPReview beschrieben.

Gut, dass man sich bei photonstophotos auch den Dynamikumfang der Canon EOS R5 mit elektronischem Verschluss (und somit mit 12 Bit Farbtiefe) anzeigen lassen kann. Da sehen die Werte im Vergleich zur Sony A1 dann deutlich anders aus, siehe grüne Linie:

Zusammenfassung der Erkenntnisse

Wenn ich das alles korrekt verstanden und zusammengefasst habe (Profis mögen mich in den Kommentaren bitte korrigieren, wenn mir irgendwo ein Fehler unterlaufen ist) bedeutet das: Einem Fotografen, der mit mehr als 8 bzw. 12 fps fotografieren will, bietet die Sony A1 einen deutlich besseren Dynamikumfang als die Canon EOS R5, da sie auch mit elektronischem Verschluss eine Farbtiefe von 14 Bit liefert.

Die Canon EOS R5 hingegen wäre in Bezug auf den Dynamikumfang z.B. für Landschaftsfotografen die bessere Wahl, da diese keine hohen Serienbildgeschwindigkeiten benötigen. Hier sollte man allerdings die interne Rauschunterdrückung der R5 bei RAWs zumindest im Hinterkopf behalten. Wobei die Details (bezogen auf die Bildqualität) ja generell nochmal ein ganz anderes Thema sind.

Sind diese ganzen Ausführungen jetzt in irgendeiner Weise für die Praxis relevant oder sollten sie in die Kaufentscheidung einfließen? Nein, definitiv nicht. Sowohl die Sony A1 als auch die Canon EOS R5 bieten einen erstklassigen Dynamikumfang. Trotzdem fand ich das Thema spannend und wollte meine gewonnen Erkenntnisse gerne mit euch teilen.

Zum Sensor der A1 kann man abschließend nur sagen: Hut ab, Sony. Die Kombination aus Readout-Geschwindigkeit und Bildqualität scheint derzeit einmalig zu sein. Mal sehen, ob sich das mit der Nikon Z9 und der Canon EOS R1 ändern wird.

Weitere Quellen: Canon | Foto Schuhmacher

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Robbi

das sich das mit der R1 ändern wird, davon können wir ausgehen! Bei der Nikon nehme ich es auch an, kenne aber nicht so wirklich die Nikons, ergo, abwarten.

Und was mir hier auch wieder in den Sinn kommt ist eben die Tatsache, dass gerne die R5 mit der A1 verglichen wird.

Sony hat aus einem Minderwertigkeitskomplex heraus doch selber die Bezeichnung bei der Serie geändert, darum heißt die Kamera ja auch A1! Die Nummer, welche verglichen werden muss ist somit die Sony A1 mit der kommenden Canon R1, und ob es dann noch so gut aussieht wage ich mal zu bezweifeln. Leider befürchte ich aber auch, dass es dann für uns Canon Jünger beim Preis nicht mehr so wirklich gut aussieht, der wird dann erheblich über der A1 liegen.

Die 5er waren bei Canon schon immer nette Kameras, aber eben nicht die Top-Geräte, da hat sich nichts geändert!
Für uns allerdings erst mal vollkommen egal, wir fotografieren weder Mäuserennen noch sind wir Vogelfänger, und bei 8 Bildern in der Minute dürfte die Geschwindigkeit eher ganz hinten stehen und der Umfang bei beiden (R5 und A1) der Gleiche sein.

Conny

Hallo Robbi,

ah ha, das sind nun die von Dir weiter unten im Nikon Thread angepriesenen Test wo die A1 so vernichtend geschlagen wird.

Super, nun weiß ich Dein Talent und Wahrheitsgehalt einzuschätzen ;-))

Robbi

mein Talent? Welches Talent denn bei 0 Bildern pro Leben!
Wahrheitsgehalt, also wirklich, wozu Wahrheitsgehalt, Hauptsache Du regst Dich auf, ist gut für den Kreislauf!
Und den Link habe ich leider nicht mehr gefunden, hatte aber wirklich einen Vergleich zwischen der Z7 und der 7RIV gelesen, aber egal.

Aber jeder Mensch versteht nur was er will, Wahrheitsgehalt, also ich nehme mal an, mein durchschnittlicher Wahrheitsgehalt in den Beiträgen dürfte im Schnitt noch erheblich über dem der Kamerahersteller liegen, da ich niemanden was verkaufen will. Schönen Tag noch und überlies mich einfach, hat für Dich wie Du schon so richtig sagtest keinen Nutzen.

Carsten Klatt

Diese Vergleiche sind eher theoretischer Natur und in der Praxis wenig relevant. Beide Kameras bieten erstklassige Bildqualität. Das die A1 eine Spezialkamera für Action ist, macht sie eben nur für eine bestimmte Fotografengruppe interessant. Trotzdem zeigen bisher alle Tests, das Sony hier ein Benchmark gelungen ist. Die Sensorkompetenz ist schon beeindruckend, zumal sie immer wieder ein Quentchen mehr herausholen. Bleiben bei Sony nur noch die Baustellen im Softwarebereich, da müssen sie noch einiges machen. Die Nikon Fotografen wird es freuen, kommen sie doch irgendwann vermutlich an den gleichen Sensor.

Robbi

die kommen sicherlich an den gleichen Sensor! Dies ist auch keine Güte von Sony, sondern es dürfte sich eher um klare Absprachen handeln, welche schon vor vielen Jahren getroffen wurden. Der Kameramarkt ist heute schon so klein, dass sich weder für Nikon noch für Sony die Entwicklung solcher Sensoren alleine rechnen würde, da muss man zusammen rücken.
Außerdem ist es wohl wie im Krieg: Da schießen auch immer die aufeinander, die sich nicht kennen und zwar im Auftrag derer, die sich sehr gut kennen, beim WK1 sogar Verwandtschaft waren. Ob sich die Hersteller so in den Haaren liegen wie wir alle hier teilweise wage ich zu bezweifeln?

joe

Die A1 ist sicherlich die im Moment fortschrittlichste Universal-Kamera auf dem Markt und beherrscht nahezu alle Bereiche beinahe perfekt. Für jemanden der im Sony-Ökosystem lebt und der genügend Kleingeld übrig hat, ist diese Kamera ein Traum. Bei allen anderen ist es eine Frage des Geldes und es stellt sich die Frage – wie Du erwähnst – nach dem Einsatzzweck. Und letztlich, um wie viel ist die Kamera in der Praxis tatsächlich besser als zum Beispiel eine R5 die fast 3000.-€ günstiger ist und die immerhin 12B/s mechanisch schafft. Desweiteren wird meiner Meinung nach der Dynamikumfang überschätzt, da sich dieser Wert – spätestens ab ISO 800 – relativiert. Nichtsdestotrotz wird es für Canon und Nikon kein leichtes Unterfangen mit ihren kommenden Sportskameras die Leistungen der A1 zu überbieten.

Alfred Proksch

Als Fotografen der viel im Studio und beim Kunden vor Ort gearbeitet hat kann ich aus eigener Erfahrung die Wichtigkeit des Dynamikumfanges/Bit-Farbtiefe bezüglich der weiteren Bildbearbeitung berichten.

Das ist einer der Gründe warum ich mit dem Mittelformat arbeite. Wenn es Sony mit der A1 gelungen ist 14 Bit Farbtiefe im Vollformat bei gleichzeitig hohem Tempo zu erreichen so werden die Karten neu gemischt weil die Universalität des Produktes gesteigert wird. Hut ab!!

Worum geht es? Verkürzt ausgedrückt um Schatten/Lichter Zeichnung und um bessere Farbwiedergabe in der RAW Datei. Was nicht vorhanden ist lässt sich später auch nicht durch Bildbearbeitung hinzufügen!

Keine Angst, keiner muss sein System wegwerfen weil er nur die üblichen 11 bis 13 Bit-Dynamikumfang/Farbtiefe erreicht. Zum Bildeindruck trägt z.B. das Kontrastverhalten und die Farbdarstellung wesentlich bei. Wir sehen mit den Augen und haben kein Messgerät vorgeschaltet. Sonst dürfte kein einziges 8 Bit JPEG Bild unsere Zustimmung finden.

Also runter vom Gas und erspart euch unqualifizierte Kommentare wer jetzt besser ist. So einfach ist es nicht!

Thorsten

Für die Landschaftsfotografie ist jede Blende mehr Dynamik Gold wert. Wie toll wären 15 oder gar 20 Blenden Dynamikumpfang, wie das menschliche Auge mit Hirnunterstützung. Da hätte man immer genug Luft in den Lichtern und Tiefen. HDR wäre überflüssig. Eine gute JPG Engine inder Kamera, die in der Lage ist so eine Dynamik in ein JPG zu komprimieren wären traumhaft. Da kann man sich den RAW Workflow schenken.

Herby

Diese Tests und Vergleiche sind doch einfach überflüssig. Jede heutige Kamera ist sehr gut und diese geringen Unterschiede beim Dynamikumfang oder auch bei anderen Dingen spielen keine Rolle mehr.
Das ist doch heutzutage eigentlich das Schöne. Wir können jede Kamera wählen, die uns gefällt und die für uns geeignet ist, denn jede Kamera ist heutzutage technisch super. Früher waren die Unterschiede noch deutlich sichtbar, aber die Kameras sind mittlerweile an einem Punkt angelangt, wo sie nicht mehr großartig weiterentwickelt werden können und sie sind alle gut.

Derartige Vergleiche oder Tests tragen nur dazu bei, dass die Grabenkämpfe zwischen Marken Fanboys nie aufhören.

Johannes

Bis auf einen Punkt stimme ich zu:
Die technische Entwicklung geht immer weiter, manchmal schneller, manchmal langsamer.
Solange es Foto-/Videokameras gibt, werden sie technisch weiterentwickelt.
Gäbe es keine Entwicklung, bestünde kein Grund neue Kameras zu kaufen.

Herby

Die Entwicklung ist aber nicht mehr so krass, wie vor 10-20 Jahren. Die Kameras sind an einem Punkt angelangt, wo nicht mehr viel geht. Das Rauschen ist super und kann sich nur noch minimal ändern, der AF ist bereits besser, als man ihn bräuchte, es gibt alle möglichen Megapixel zur Auswahl…
Deswegen entwickeln sich bei Kamera seit Jahren ja auch nur noch Dinge weiter, die etwas mit Video zu tun haben. Im Bereich Foto hat man alles, was man braucht und sogar noch mehr.

joe

Herby, Du hast vollkommen Recht!!!

Mani

Nach oben ist immer Spielraum.
Siehe Apple, die gerade die Intel Prozessoren spielend rechts und links überholen.

  • Global Shutter wird kommen und besser werden, am Ende den mechan. Verschluss überflüssig machen
  • Die Prozessoren und Speicherkarten werden noch deutlich schneller und stromsparender werden
  • Der Dynamikumfang ist vom menschlichen Auge noch meilenweit entfernt
  • 3D wird kommen
Maratony

2 Blenden Unterschied sind nicht gerade nah beieinander…

Herby

Das sind alles Dinge, die sich nicht mehr großartig auf die Fotos auswirken.
Das sind alles nur zusätzliche Spielereien, die den Leuten das Fotografieren vereinfachen sollen.
Irgendwann muss man wahrscheinlich nicht einmal mehr selbst abdrücken, denn dann Entscheidet die Kamera, was fotografiert wird.

Handys werden ja auch jährlich “weiterentwickelt” und den Leuten wird vorgegaukelt, dass es weltbewegende Neuerungen gäbe. Einige glauben das und kaufen jedes Jahr das neueste Handy.

Robin

Glaub es oder lass es bleiben, es geht noch viel mehr.
Auch im Bereich Foto.
Sonst hätte man bereits vor 40 Jahren alles gehabt, was man für ein bewegendes Foto gebraucht hat.

Herby

Das ist Quatsch oder war vor 40 Jahren der AF so gut wie heute, das Rauschverhalten so gut wie heute… und gab es vor 40 Jahren schon digitale Kameras, ich glaube nicht.

Schau dir doch die Smartphones an. Zu Beginn der Smartphone Zeit gab es ständig Verbesserungen. Mittlerweile halten sich die Verbesserungen stark in Grenzen und das Marketing versucht die Umsätze anzukurbeln. Auch bei den Smartphones geht nicht mehr allzu viel.

Mirko

ich glaube es gibt eine Vielzahl von bewegenden Fotos die vor 40 Jahren entstanden sind, man brauchte eine Kamera ein Objektiv und die passende Szene ( auch wenn diese nicht immer das Schöne zeigte)

Stefan-Do

Die Sony a1 ist ein Schritt nach vorne. Die neue Sensortechnologie, Stacked Sensor, hat klare Vorteile. Nikon wird nachziehen, da ihr Sensor auch von Sony Semiconductor Solutions Corporation kommen wird. Bei Canon muss man abwarten. Sony hat aber auch – wieder einmal – den Mund zu voll genommen. Angekündigt war, wie bei der a7R IV eine Dynamik von 15 Blendenstufen, davon sind sie – wieder einmal – ein ganzes Stück entfernt. Das soll die Qualität des Sensors nicht schmälern, aber auch Sony macht Marketing-Sprüche. zur R5: die „Rauschunterdrückung“, photons-to-photon registriert hat, ist mir auch schon aufgefallen. Sie ist einmalig in der Kamerawelt. „entrauscht“ wird von 50 bis 640 ISO, ab 800 ISO wird nicht mehr entrauscht. Normalerweise setzt das Entrauschen erst bei sehr hohen ISO-Werten ein. Frühere Canon-Sensoren waren den Sony-Sensoren bei hohen ISO-Werten ebenbürtig. Bei niedrigen ISO-Werten fielen sie in der Dynamik ab und kamen nicht über 11 Blendenstufen (5D Mark IV) hinaus. Bei R5 und R6 hat Canon wohl eine Technik / einen Trick gefunden, die Dynamik auf 12 Stufen und damit auf Sony-Niveau zu anzuheben. Diese Technik wurde von photons-to-photon als „Entrauschen“ erkannt. Mark, ein sehr guter Artikel, ebenso der CIPA-Report. Weniger gefallen hat mir die Berichterstattung… Weiterlesen »

Cheryll
joe

Hallo Cheryll, Danke für den Link! Habe damit etwas rumgespielt und tatsächlich bei 6Stufen Unterbelichtung ist die A1 tatsächlich marginal besser als die R5, aber ab 4Stufen und weniger ist die R5 um Welten besser als A1, A7RIV, A9II. Sonys Sensortechnik ist gut! Aber Wunder gibt es auch dort nicht, die gibt es nur in der Kirche!

joe

Und mal ehrlich, wer 6Stufen falsch belichtet sollte sich überlegen ob er das richtige Hobby, den richtigen Beruf hat!

Cat

14 Bit Farbtiefe und den hohen Dynamikumfang kann es in der Praxis wohl nur mit RAW-Dateien geben.
Nur wer fotografiert denn schnelle Bildserien mit 8BpS aufwärts mit RAW und wie lange kann er dem Motiv folgen?
Für viele scheint es noch ein Geheimnis zu sein – HEIF klappt auch nur mit mechanischem Verschluss.
Also wer kauft eine 4000+€ Kamera um damit schnell dem Motiv zu folgen und verwendet dann RAW oder gar mechanischen Verschluss?

Daher ist dieser Unterschied für mich komplett irreführend.

Alfred Proksch

Das die DSLM Geräte mehr als manche ihrer Besitzer können ist nichts neues, das war auch zu analogen Zeiten schon so!

Das sind die selben die an misslungenen Bildern NIE selbst schuld sind und dann bei den „Bewertungen“ über ihre Kamera meckern! Bei manchen würde nicht einmal ausgefeilte KI helfen!

Polemik beiseite! Ich bin der Überzeugung das alle drei Boliden Hersteller, Canon, Nikon, Sony ihre Hausaufgaben gut lösen werden. Panasonic spielt in dieser Riege eine Sonderrolle, der AF ist nicht so flott aber dafür haben die Geräte die beste Kamera interne Software im Vollformat Sektor und nach Sony mit dem L System die größte Objektiv Palette am Start.

Da müsste doch für jeden Anwender etwas passendes zu finden sein! Worauf warten?

Stefan-Do

»Panasonic spielt in dieser Riege eine Sonderrolle, der AF ist nicht so flott«

 
Panasonic hat eine Sonderrolle, da sie depth of defocus, eine mathematische AF-Methode aus den 90er Jahren verwenden. DoD ist schnell, wenn es richtig arbeiten kann. Die Kamera bewertet die Unschärfe bei der aktuellen Einstellung und errechnet daraus, um wieviel der Fokus verändert werden muss.

Dafür benötigt es Detailinformationen über das Objektiv, und die hat Panasonic nur von den eigenen Objektiven. Fremdobjektive fokussieren langsamer. Einmal messen, rechnen und Schuss funktioniert ohne interne Daten nicht.

Panasonic ist wg. DoD mehr als alle anderen Hersteller auf eigene Objektive angewiesen. Ich empfinde es als Arroganz von Panasonic, sich trotzdem einen faulen Lenz zu machen und das Thema Objektivpalette anderen aufs Auge zu drücken.

Alfred Proksch

Vielleicht hat Panasonic sich entschlossen die „Sportschützen“ anderen zu überlassen, jedenfalls kommt der Verdacht auf weil im L-Sortiment bei 400mm Brennweite Schluss ist. Wird sich nicht rechnen!

Für den Rest reichen die angebotenen AF Varianten auf jeden Fall. Diese kleinen AF Einschränkungen betreffen im Übrigen auch die MFT Produkte.

Warum fotografier ich wohl bei allen Systemen immer mit den Originalen? Weil ich mir da sicher sein kann das sie (Softwareseitig) auf die Kamera abgestimmt sind! Spaß und Experimente mache ich mit Altglas ohne Autofokus.

Robin

Warum ist Canon nicht ehrlich und gibt an, dass die Farbtiefe 14Bit – 13 Bit – 12 Bit je nach Verschlußart und fps sich ändert.

Stefan-Do

Hast du die technischen Daten gelesen – da steht es ganz genau.

»Fotos

JPEG: 2 Komprimierungsoptionen RAW: RAW, C-RAW 14 Bit (14 Bit mit mechanischem Verschluss und elektronischem 1. Vorhang, 13-Bit-A/D-Umwandlung mit H+-Modus, 12-Bit-A/D-Umwandlung mit elektronischem Verschluss, Canon original RAW 3. Ausgabe) HEIF: 10-Bit-HEIF ist bei HDR-Aufnahmen verfügbar, bei denen [HDR PQ] auf [Enable] (Aktivieren) eingestellt ist. Erfüllt Exif 2.31 und Design rule for Camera File system 2.0 Entspricht dem Digital Print Order Format [DPOF] Version 1.1«

Canon EOS R5: Technische Daten und Funktionen – – Canon Deutschland

Was ist daran in deinen Augen unehrlich, und was würdest du als “ehrlich” bezeichnen?

Robin

Na also, geht doch. Dass die das so schnell korrigieren.
Respekt.

Stefan-Do

Ja, und das sogar schon Monate vor deiner Beschwerde. Das nennt man wohl vorauseilenden Gehorsam.

Robin

Toll und das bei einer japanischen Firma!

Sabrina

“Readout-Geschwindigkeiten”

Das deutsche Wort ist Auslesegeschwindigkeit.

“Vereinfacht ausgedrückt liegt das daran, dass sich die schnellen Readout-Geschwindigkeiten des Sensors, die für hohe Serienbildgeschwindigkeiten notwendig sind, nicht mit einer perfekten Bildqualität oder einem größtmöglichen Dynamikumfang vertragen.”

Also ich kenne da zufällig Kameras, die haben extrem hohe Auslesegeschwindigkeiten. Und HDR kann man da auch abschalten. Vielleicht sogar die besseren Sportkameras?

Aber so ganz verstehe ich die Aussage nicht. Bei einer Belichtungszeit von 1/400, was bei APS-C völlig normal ist, dann sollten 20 Bilder pro Sekunde nun wirklich nicht die Kamera überfordern, gute Bildqualität zu liefern.

“bietet die Sony A1 einen deutlich besseren Dynamikumfang als die Canon EOS R5, da sie auch mit elektronischem Verschluss eine Farbtiefe von 14 Bit liefert.”

Verstehe ich auch nicht. Die Dynamik wird auch bei 12 Bit in vollem Umfang aufgelöst. Aber eben nur mit 12 Bit genauigkeit, also einem Viertel der Feinabstufung.
Mit wieviel Bit ein analoges Farbsignal aufgelöst wird, ist Sache der Analog-Digital-Umwandlung und/oder der Software. Was das mit dem Verschluss zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

Was mich auch wundert, sind die ZickZackVerläufe der Kurven. Das ist doch nur bezahltes Geschwätz, was DPReview da liefert.

Rüdiger

Naja, aus den Messwerten könnten Fachleute zurückraten, wie wohl der Sensor aufgebaut ist. War doch großes Thema als die “ISO-less” Sensoren kamen. Am jeweiligen Knick ändert sich wahrscheinlich die A/D Stufe, der Rest ist rein digital.

Aber ich denke auch, dass die Auslesegeschwindigkeit ganz am Anfang immer gleich ist. Vermutlich gibt es weiter hinten einen Flaschenhals, der den Durchsatz limitiert. Aber wer weiß, welche anderen Restriktionen da noch mit reinspielen.

Ralle Art

Wieder mal ein sehr langweiliges Thema. Gestern zufällig jemand die Reportage von Markus Lanz über Schweden gesehen. Ich wusste ja nicht wie gut der fotografieren kann. Muss mal nach Corona mal auf einen Vortrag von ihm gehen. Aber der fotografiert ja auch mit einer Leica sl oder sl2. Sau gute Schwarzweiß Bilder.

Rüdiger

Ich hab’s aufgenommen, nachdem die Bilder in der Vorschau recht interessant aussahen.

Robin

Dachte eher an die Fujifilm GFX 100s. Die Bilder waren so mittelformatmäßig.
Und ich meine, dass auf der linken Kameraschulter ein Drehknopf war und rechts keiner. Nur kam die GFX 100s erst im Januar 2021, oder? Und die haben wohl bereits im Dez 2020 den Film gedreht. Wenn es Leica war auch gut.
Gutes Material, guter Fotograf, gute Motive ergibt sau gute Bilder.
Hab die Stellen immer wieder in Einzelbildschaltung durchlaufen lassen. Nur leider bereits wieder gelöscht.

Robin

Im Dezemberteil ist es eindeutig eine Leica SL/SL2.
Tolle Objektive, toller Fotograf, tolle Motive, tolle Bilder.

Alfred Proksch

Der Lanz ist Journalist und ein „Augenmensch“. Dem kannst du alles was Bilder macht in die Hand geben, er wird damit gute Fotos machen. Das er die Kamera/Objektive nicht gestellt bekommen hat sieht man am abgeklebten Logo.

Es gab bei mir eine Zeit wo ich mich darüber geärgert habe das ich mit meinen bezahlten Kameras/Fahrzeugen kostenlos für die Hersteller Werbung machen muss weil das Logo gut sichtbar ist. Mein Ärger war so groß das ich an den Fahrzeugen für richtig Geld alle Logos (auch die im Fahrzeuginneren) entfernen ließ. Die Logos auf meinen Kameras sind immer entfernt oder abgeklebt. In dem Moment wo ich für die Werbung einen Gegenwert bekomme könnte ich mich mit Firmenlogos anfreunden.

Wenn ich mir vorstelle das an meinen Küchenmöbeln an allen gut sichtbaren Stellen der Schreiner seine Signatur eingeprägt hätte– undenkbar!

Robin

Es ist auch gleichgültig, mit was der Lanz seine Bilder macht.
Es zeigt einmal mehr, wichtig ist, was dabei heraus kommt.

renus

Die Bilder von Lanz sagen aus, dass er gute Fotos macht. Die Fotos, die ich gesehen habe lassen sich mit jeder guten digitalen Kamera in der gleichen Qualität machen. Es glaubt doch wohl keiner, dass die Fotos von Lanz ooc-Bilder sind; eine gute Nachbearbeitung wird auch er machen, damit lässt sich das Meiste an Qualität erzeugen! … und auf schwarz-weiss lassen sich so ziemlich alle Kameras schalten.