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Tamron: Sechs von zehn jährlichen Objektivmodellen sind erschienen, vier fehlen noch

Zusammen mit den aktuellen Zahlen nennt Tamron den Stand seiner Objektivoffensive. Nicht jedes neue Modell bedeutet auch eine neue optische Rechnung.

Wer auf ein Tamron-Objektiv fürs eigene System wartet, findet in der aktuellen Bilanzpräsentation einen Anhaltspunkt. Tamron hat am 7. August die Zahlen zum ersten Halbjahr 2026 vorgelegt und darin bekräftigt, künftig mindestens zehn eigene Objektivmodelle pro Jahr zu veröffentlichen. Sechs davon sind in diesem Jahr erschienen, vier stehen noch aus.

Sechs Modelle sind drei optische Rechnungen

Entscheidend ist, wie Tamron zählt. Als Modell gilt jede Bajonettvariante. Die sechs Veröffentlichungen des Jahres verteilen sich deshalb auf drei Konstruktionen, nämlich das 35-100mm f/2.8 für Sony E und Nikon Z im März, das 17-70mm f/2.8 für Canon RF und Nikon Z im Juli und das 12-20mm f/2.8 für Sony E und Nikon Z im August.

Für die vier ausstehenden Modelle braucht Tamron also keine neue optische Rechnung. Im Programm stehen weiterhin viele Objektive, die es bislang nur mit Sony E gibt.

Wie ungleich das Sortiment verteilt ist, zeigt die Präsentation ebenfalls. Für Sony E führt Tamron 22 Modelle, für Nikon Z elf, für Fujifilm X vier und für Canon RF drei. Passend dazu hatte der Hersteller im März angekündigt, neue Objektive direkt für mehrere Bajonette zu bringen statt zuerst für Sony E. Bis 2023 waren rund fünf Modelle pro Jahr üblich, zuletzt sechs bis sieben.

Fotogeschäft soll den Umbau finanzieren

Der Umsatz mit Fotoprodukten sank im ersten Halbjahr um 8 Prozent auf 27,5 Milliarden Yen (ca. 151 Millionen Euro), das Betriebsergebnis brach um 29 Prozent auf 5,9 Milliarden Yen (ca. 33 Millionen Euro) ein. Hauptgrund ist das OEM-Geschäft, in dem Tamron Objektive für andere Marken fertigt und das wertmäßig um 23 Prozent nachgab. Die eigene Marke wuchs um 4 Prozent, obwohl der Umsatz in China um 43 Prozent einbrach.

Im Februar hatte Tamron für dieses Jahr erstmals mehr als 90 Milliarden Yen Konzernumsatz angepeilt, jetzt hebt der Hersteller die Prognose auf 93 Milliarden Yen (ca. 511 Millionen Euro) an. Der Zuwachs kommt aus der Autosparte, für das Fotogeschäft senkt Tamron die Gewinnerwartung von 17,2 auf 16,1 Milliarden Yen (ca. 94 auf 88 Millionen Euro).

Im Mittelfristplan “Value Up29” für die Jahre 2027 bis 2029 ordnet Tamron seine Geschäftsfelder nach Wachstum und Marge ein. Die Fotosparte landet dort als “Cash Cow”, also als reifer Bereich mit hoher Marge, der zuverlässig Geld abwirft und damit Wachstum an anderer Stelle bezahlt. Für Fotoprodukte peilt Tamron fünf Prozent Umsatzwachstum pro Jahr an, für Überwachungs-, Automotive- und Medizinoptik das Doppelte.

Entsprechend verschiebt sich der Umsatzmix. 2025 stammten 71 Prozent des Konzernumsatzes aus Fotoprodukten, 2029 sollen es gut 60 Prozent sein und 2035 nur noch etwas über 40 Prozent. Objektive für Fotografen bleiben die Basis des Geschäfts, das Wachstum plant Tamron woanders.

In der Präsentation fehlt das Übernahmeangebot von Sony, das Tamron Ende Juli bestätigt hat und das derzeit ein Sonderausschuss prüft. Ob eine Objektivstrategie für vier Bajonette unter vollständiger Sony-Kontrolle Bestand hätte, beantwortet die Bilanz nicht.

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Peter Braczko

Super-Kamera auf der Abbildung, da fehlt jetzt noch ein “echtes” Nikkor-Z-Objektiv!?

Jürgen K.

In einem Artikel über Tamron und seine Objektive……
Du hättest wirklich Verkäufer bei N…. werden sollen.

WRDS

Nikon kauft ja selber bei Tamron ein. Soviel zu “echtem” Nikkor.

Mirko

…bei der Werbeaufnahme wundert es mich nicht das bei einigen Sportfotografen die Füße nicht mit ins Bild passen. “Wir haben immer den Finger am Auslöser egal wie man die Kamera hält”

Benjamin

Dass E-Mount und Z-Mount als separate Modelle gezählt werden, ist m. M. n. auch etwas Marketing um die Zahlen größer wirken zu lassen. Aber sei es drum. Die einbrechenden Verkaufszahlen zeigen für mich zwei Dinge: Die Wirtschaft schwächelt offensichtlich (vor allem auch in China) und die Konsumenten achten mehr auf’s Geld – und die Kamera- und Objektivhersteller sind nicht schnelllebig genug, bringen nicht häufig genug neue Produkte für die moderne Welt. Das gefällt mir zwar nicht, aber so ist die Realität. Die Kunden wollen jedes Jahr eine neue, bessere Version, ein neues spannendes Produkt, sonst sind sie in der schnelllebigen Welt gelangweilt.

Alfred Proksch

Servus Benjamin

Schon immer muss jedes Objektiv schneller, leichter sowie besser werden. Und ja manches mal ist das auch nötig. „Leider“ werden Objektiv-Fehler „modern“ so gut es geht per Kamera interner digitaler Korrektur „behoben“.

Für Fremdhersteller bedeutet es – Auftragsfertigung inklusive der Integration der Software des Herstellers. Ansonsten ist man auf die Bajonett Freigabe der Kamera Hersteller angewiesen. Jedoch ohne Zugang auf die jeweilige Korrektur Software. Das bedeutet das die Objektive auch „ohne“ Software sehr gut funktionieren müssen. Ist eigentlich für uns Käufer erst einmal super. Wenn wir Glück haben integrieren Bildbearbeitungsprogramme das erworbene Objektiv in ihre Objektiv-Liste – wir Fotografen sind zufrieden.

Bemerkung zu den Preisen – nicht die Produkte werden teurer sondern die Währungen verlieren zunehmend ihren Wert. Wer möchte immer und überall ein DSLM System mitschleppen? Meistens reichen die mittlerweile sehr guten Spitzen Smartphones für 90% aller Bilder. Diese führt jeder sowieso mit sich.

Radioreinhard

Ich weiß nicht, wie meine M42-Objektive ohne Updates oder Automatiken überhaupt funktionieren können. Schon sehr rätselhaft.

WRDS

Die kann man mit einem Hammer reparieren. Den Trabi auch.

WRDS

Exakt. Der Euro hat stark an Wert verloren und der Schweizer Franken gewonnen. Als Schweizer Konsument freut mich das natürlich, weil Kameras und Objektive günstiger werden. Für die Wirtschaft ist es schlecht.

Rene Stämpfli

Ist lediglich schlecht für Teilbereiche der Wirtschaft. Was wirklich schlecht ist, ist das überdurchschnittliche Wachstum der Staatsangestellten gegenüber der Wirtschaft. Das schmälert die Produktivität und den Wohlstand.

Steffen Schöwel

Deshalb liebe ich die Schweizer , wirtschaftlich gebildet und auf Qualität getrimmt! Lg Steffen

PS: Habe selbst 15 Jahre dort gewohnt!

Thomas Müller

Entscheidend ist aber die Relation der beiden Währungen gegenüber dem jap. Yen und da haben in den letzten Jahren sowohl der Euro als auch der Schweizer Franken zugelegt. Die Relation Euro/CHF ist in diesem Zusammenhang unbedeutend, da zwischen beiden Ländern praktisch kein Handel in nennenswerten Umfang von Fotoprodukten stattfindet, erst recht nicht in den Funktionen Hersteller und Abnehmer.

Schaschanist

Gut, dass ich die Verzeichniskorrektur aus so einem Grund sogar gerne mal abschalte, oder dank Megadap ETZ21 Pro+ gar nicht erst in Versuchung komme, da es für adaptierte Objektive keine Korrekturdaten gibt… erhält den Charakter der Objektive.

Die Verzeichniskorrektur macht aus meiner Sicht die Tests mit dem Chart irgendwie… irrelevant, außer vielleicht für Moiré oder Chromatische Aberationen… und selbst für letzteres gibts in Lightroom und Co Tools die das mit einem Klick entfernen…
Zeitgleich adaptieren in letzter Zeit aber auch erstaunlich viele Uralte Helios-44 Objektive wegen dem „swirly bokeh“ oder anderen optischen Eigenheiten veralteter Objektivkonstruktionen…

Stefan Zimmermann

„…sonst sind sie in der schnelllebigen Welt gelangweilt.“

Genau das finde ich ziemlich kurios. Fotografie lebt doch von Motiven, Licht, Wetter und dem richtigen Moment – also von Dingen, die sich ständig ändern.

Wenn es trotzdem dauernd neue Kameras und Objektive braucht, damit keine Langeweile aufkommt, ist irgendwann vielleicht nicht mehr die Fotografie das Hobby, sondern der Konsum drumherum.

Jürgen K.

Moin Stefan, das würde nur noch klappen, wenn wir immer Kohle zur Verfügung haben. Es ist ja nicht nur die Kamera die kostet, auch wenn man Motive sucht, zB Polarlichter, dann kommt so eine Reise ja auch als Kostenfaktor dazu. Insofern ist Fotografie nicht das billigste Hobby.
Und falls jemand meint, der Laberknochen wäre eine Alternative…..ne ist er nicht!

Benjamin

Richtig, aber die Kamera- und Objektivhersteller leben davon, dass der Konsum drumherum das Hobby ist, sonst würde ja keiner mehr neue Sachen kaufen. Vor allem sind Objektive so langlebig, dass ich noch nie eines erlebt habe, das wirklich defekt war, außer ein Yongnuo EF 50/1.8 für 90 € damals, also ist Ersatz auch kein Kaufanreiz

Turmfalke

Genau so verhält es sich,schön formuliert.

Thomas Müller

Wenn es nicht dauernd neue Kameras und Objektive gäbe, die auch gekauft werden, wäre die Kameraindustrie schon längst tot und Du würdest keinen adäquaten Ersatz finden, wenn Deine Ausrüstung irgendwann einmal den Geist aufgibt. Also sei froh, dass es Kunden gibt, welche die Kameraindustrie am Leben halten. Auch wenn Du meinst dem Konsum und diesen Konsumenten ideologisch überlegen zu sein.

Schaschanist

Ich persönlich möchte nicht jedes Jahr ein Neues Objektiv von einem Hersteller, mir reicht es schon, wenn zum Marktstart eines Objektives, dieses auch in den gängigsten Anschlüssen rauskommt, und nicht nur mit einem.

Tamron veröffentlich fast alle Objektive zuerst in E-Mount, vielleicht zusätzlich in X-Mount, aber mein persönliches Lieblingsbeispiel ist bei Tamron ist das 17-70mm/2.8 Di III-A VC RXD, das wurde 2022 angekündigt, kam Anfang 2023 auf den Markt für Fuji und Sony, und es hat ja nur 3,5 Jahre gedauert dieses für Nikon auf den Markt zu schmeißen… dafür Zeitgleich Objektive veröffentlicht, währen Nikon genau das gleich Objektiv parallel startet…

Was für eine Logik!

Gut dass es für diese Problematik oder Faulheit bzw Ignoranz der Hersteller aber findige Hersteller gibt, z.B. Megadap ETZ21 Pro/Pro+, mit dem man E-Mount-Linsen auch woanders verwenden kann…

Vor allem gut bei Sigma, die für Nikon orginal 3 Objektive, dazu ausschließlich Festbrennweiten im Sortiment hat… kannste dir nicht ausdenken…

J.Friedrich

Tamron tut gut daran die Übernahme von Sony zu forcieren – dieses Geld im Rücken wird es brauchen um weiter Innovation voranzutreiben – auf L-Rumors sind 2 Tests des neuen €749,– teuren 1,8 135mm von 7Artisan –> BQ: “outstanding” – die holen in 7-Meilenstiefeln auf – es wird in den nächsten 3-5 Jahren heftig für die etablierten Drittanbieter – Sigma hat das wohl seit 2023/24 Kommen gesehen, deshalb Offensive mit Höchleistungs-Obis wie 1,4 135er oder dem 2,0 200er und die ganzen Mark-ii-er – ob das reicht? Es wird derbe …

WRDS

Schau dir mal den 7Artisans 135 Test bei Davision an.

J.Friedrich

Bin mir nicht sicher, was Dein knapper Hinweis impliziert. Ich habe das Sigma 1,4 135mm (€1900) an Pana, ich hatte vorher das native 1,8 135 RF an Canon (€2600) – es geht mir also nicht darum ob die Linse gut ist oder noch abstellbare Auffälligkeiten hat – es geht um die Innovationspower, mit der die Meikes, Viltroxes, TTArtisans, SamyangKreuznachs und 7Artisans & Weitere unterwegs sind – sprich, was die nächsten 3-5 Jahre zu teils 1/3 Preis nativer Linsen kommt …

PaBo

Was jammern die europäischen und japanischen Hersteller über die chinesischen Marken, haben sie diese doch erst durch die Aushändigung von Fertigungsunterlagen befähigt eigenes Wissen billiger fertigen zu lassen. Aber das kommt sie jetzt teuer zu stehen.
Die Gier, manche nennen es komischerweise Wettbewerbsvorteile, holt sich die geistigen Diebe garnicht erst durch die Hintertür.
Was das Management vieler großen Firmen ,- nicht nur per Dieselgate – an Schaden angerichtet haben, zahlen wir Steuerzahler.
DIESES THEMA ließe sich hier seitenweise ausbreiten, aber die Konsequenzen nicht weniger werden.

Bleiben wir doch lieber bei unserem schönen Hobby auf der Insel der Glückseligkeit.

J.Friedrich

Triffst es auf den Punkt, trifft aber z.B. nicht auf Sigma zu, komplett schon immer nur Jpn/Aizu. Trotzdem wird es Sigma auch betreffen, dank CaSoNi …

Benjamin

Festbrennweiten sind nicht wirklich mehr die Konkurrenz von Tamron. Viel mehr Sorgen sollten sie sich wegen Thypoch mit dem neuen 24-50mm F2.8 machen, das wohl beinahe so gut wie das entsprechende Sony ist und dabei sogar Innenzoom und sehr leicht.

J.Friedrich

Ich schreibe nicht von Optik x oder y, es geht um die Zukunft, die jetzt bereits voll im Gange ist … FB sind da erst der Anfang

Mirko

Hochkulturen kamen und gingen ….und einige denken immer noch Deutschland steht im Mittelpunkt 😉

Thomas Müller

Mirko, das weiss man doch schon lange, die Welt dreht sich nicht um Deutschland. Die Welt dreht sich um die Schweiz 😁

J.Friedrich

👍😂👍

J.Friedrich

Auf den Punkt Mirko – und das geschah immer wenn die Dekadenz schon Platz genommen und sich breit gemacht hat – Schlimm daran: die pseudo-moralisierende, in Wirklichkeit “nach mir die Sintflut-Drecksbande”, hat dann bereits Milliarden verschleudert u/o geschefelt u/o verteilt, verleiht sich gegenseitig noch die Premium-Orden für das angerichtete Desaster, lässt Kritiker per Gesetz kaltstellen und macht sich, die Taschen vollgestopft, vom Acker der traurigen Geschichte (und zieht in die Schweiz 😉 oder anderswo hin um in Ruhe die Kohle auszugeben und sich das Debakel in der Logenreihe anzusehen siehe zB. das Duo Infernale Habbock…)

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