Kameras

World Press Photo 2020: Diese Kameras und Systeme wurden genutzt

Welche Kameras, welche Sensoren und welche Hersteller wurden beim World Press Photo Contest 2020 genutzt? Hier gibt es Futter für euren Systemstreit.

Update am 25. April um 19.30 Uhr: Wir haben zwei Fehler in den Grafiken korrigiert.

Nachdem das Pressefoto des Jahres 2020 gewählt wurde, steht nicht nur unter den nominierten Fotografen ein Gewinner fest. Wie in jedem Jahr hat das spanische Online-Magazin Photolari ein Ranking zur Hardware herausgebracht, mit der die meisten ausgezeichneten Fotos aufgenommen wurden. Die diesjährige „Gear-Statistik“ beschreibt Kameramodelle, Hersteller, Sensorgrößen und Bauarten. Um euch das nötige Futter für den nächsten Systemstreit zu geben, habe ich euch die Statistiken einmal übersetzt.

Die „beste“ Pressekamera ist…

…die Canon 5D Mark IV! Zumindest wurde sie zur Aufnahme von 9 der insgesamt 45 Gewinnerfotos genutzt. Gleich dahinter liegt das Vorgängermodell mit 4 Gewinnerfotos und die Nikon D5. Bei drei Fotos liegen keine Informationen zum genutzten Modell vor, weshalb die Gesamtzahl in der folgenden Grafik nur 42 ergibt:

Spannend ist hier, dass es mit der DJI Phantom 4 sogar eine Kameradrohne auf den sechsten Platz geschafft hat. Auch die Mittelformatkameras Mamiya RZ67 Pro II und Hasselblad 500 CM fallen aus der Überzahl an Systemkameras und DSLRs heraus.

Der „beste“ Kamerahersteller

Unterteilt man die prämierten Pressefotos nach Herstellern, fallen keine wirklichen Besonderheiten auf. Canon liegt hier auf Platz 1, gefolgt von Nikon und Fujifilm. Wie Mark bereits im Januar berichtete, beschreibt die Auswertung der Marktanteile in Japan einen ähnlichen Trend. Lediglich Olympus taucht beim World Press Photo Award in diesem Jahr nicht auf, während der Hersteller in Japan sehr beliebt ist.

Angaben in Prozent

Das „beste“ Kamerasystem

Angaben in Prozent

Während Systemkameras die klassische DSLR scheinbar immer mehr vom Markt drängen, vertrauen viele Pressefotografen nach wie vor auf eine Spiegelreflexkamera. Mit einer Nutzung von rund 64 Prozent sind DSLRs deutlich in der Überzahl. Systemkameras kamen nur zu 24 Prozent zum Einsatz.

Die „beste“ Sensorgröße

Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die Sensorgrößen, die zur Aufnahme der Gewinnerfotos genutzt wurden. Hier scheinen die Vorteile des Vollformats für viele Berufsfotografen zu überwiegen.

Gerade die starke Verbreitung von Vollformat-DSLRs überrascht mich ein wenig. Hier hätte ich gedacht, dass gerade mehr Pressefotografen bereits auf Systemkameras umgestiegen sind, die häufig ja doch ein wenig kompakter sind. Allerdings muss ich euch am Ende noch einmal auf die Fallzahl hinweisen, die mit 42 Fällen sehr gering ist. Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit sind rein statistisch gesehen damit nicht möglich, beziehungsweise keineswegs signifikant.

Wie schätzt ihr die Daten ein? Überraschen euch die Ergebnisse und glaubt ihr, sie bilden die Realität ab?

Quelle: Photolari

Benjamin Lucks

Benjamin Lucks

Freiberuflicher Journalist, der einige Jahre Berufserfahrung aus einer Technik-Redaktion mitbringt. Da er seit seiner Jugend fotografiert, ist Photografix für ihn die lang ersehnte Doppelbelichtung aus Berufs- und Privatleben.

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