Bildbearbeitung Leica

Leica und Capture One vertiefen ihre Partnerschaft

Leica und Capture One bauen ihre strategische Partnerschaft aus und richten sich damit gezielt an professionelle Fotografen.

Im Mittelpunkt steht ein optimierter Workflow für Tethered Shooting und Bildbearbeitung, der sowohl im Studio als auch unterwegs funktionieren soll. Ihr profitiert von direkter Bildübertragung, präzisem Live View und Echtzeiteinstellungen während der Aufnahme. Die Software nutzt speziell auf Leica-Kameras abgestimmte Farbprofile und soll besonders naturgetreues Farbrendering ermöglichen.

Zum Start der erweiterten Partnerschaft gibt es ein dreimonatiges Testprogramm. Leica-Kunden erhalten nach Anmeldung unter club.leica-camera.com kostenlosen Vollzugriff auf alle Funktionen von Capture One. So könnt ihr den kompletten Workflow vom Tethering bis zur Nachbearbeitung testen.

“Capture One ist nach wie vor der führende Tethering-Anbieter auf dem Markt”, erklärt Nico Koehler, Head of Product Experience bei Leica. Mathieu Bourlion von Capture One betont: “Gemeinsam unterstützen wir die Fotografen von morgen darin, an diese einhundert Jahre währende Tradition anzuknüpfen und dabei noch schneller, genauer und kreativer zu sein.”

Capture One hatte Anfang 2023 mit einer umstrittenen Lizenzänderung für Unmut gesorgt: Käufer einer Einmallizenz erhalten seitdem nur noch Sicherheitsupdates, neue Features bleiben Abonnenten vorbehalten. Die Abo-Umstellung stieß bei vielen Profis auf Kritik, die das Einmalzahlungs-Modell geschätzt hatten.

Die aktuelle Partnerschaft ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen Leica und Capture One. Bereits Ende 2020 hatte Capture One mit der Version 21 Pro Tethering-Support für die Leica S3 und SL2 eingeführt. Damals entwickelten beide Unternehmen gemeinsam kameraoptimierte Profile für bestmögliche Bildqualität.

Seid ihr zufälligerweise beides – Leica- und Capture-One-Nutzer?

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Rene Stämpfli

Ich bin seit 10 Jahren C1 und SONY Nutzer. Guter Entscheid von Leica. Da sollte der Abopreis kein Problem sein. Kameraoptimierte Profile gibt es für mehrere Hersteller seit Jahren.

Stefan Zimmermann

Scheinbar gilt Capture One als professionelles Tool, aber das bedeutet leider nicht automatisch, dass es den aktuellen HDR-Stand der Technik wirklich unterstützt. Vor einem halben Jahr konnte man HDR10-/PQ-Ausgabe noch nicht nutzen – hat sich daran inzwischen etwas geändert? Unterstützt Capture One mittlerweile eine echte HDR10-/PQ-Ausgabe auf Monitoren mit 1000–2000 nits, oder läuft die Wiedergabe weiterhin im klassischen SDR-Bereich bei ca. 100 nits? Und wie sieht es mit linearen HDR-RAW-Workflows aus, bei denen der volle Dynamikumfang der Sensordaten auch auf HDR-Displays präzise dargestellt wird? In der Videobranche ist das schon seit Jahren Standard: Netflix-Produktionen arbeiten längst mit festen HDR-Vorgaben, ohne HDR bist du außen vor, und DaVinci Resolve erlaubt HDR-Bearbeitung oberhalb von 100 nits schon seit sehr langer Zeit. Lightroom kann das ebenfalls. Mir geht es nicht darum, zu diskutieren, ob HDR für jeden einzelnen sinnvoll ist – das interessiert mich nicht. Ich blicke in der Fotografie seit über 20 Jahren nach vorne in die Zukunft, und daran führt kein Weg vorbei. Wenn man sieht, wie viele HDR-Videos mittlerweile auf YouTube existieren und dass fast alle modernen Videoproduktionen der letzten fünf Jahre ausschließlich in HDR produziert werden, stellt sich die Frage: Warum sollte man noch auf alten SDR-Standards arbeiten, später bereuen und Zeit doppelt… Weiterlesen »

Mirko

Du bist der Peter B. der HDR Fotografie 😉

Leonhard

Hallo Mirko, kannst Du meinereiner mal mit Deiner tollen neuen Fotoleuchte das alte Gehirn erhellen?

Im Artikel geht es um eine Zusammenarbeit zwischen C1 und Leica! Dann dürfen wir erfahren, dass C1 keine professionelle Bildbearbeitung ist, weil diese gewisse HDR-Standards nicht erfüllt. Selbiges schreibt dann ein Fotokollege, der fotografiert mit einer Kamera, welche meinereiner So nie kaufen würde, hat also gar keine Leica.

Solange Du nicht mit der Lampe kommst sieht meinereiner hier so viel Zusammenhänge wie in den Reden eines Staatsoberhauptes aus Übersee, aber meinereiner will nicht dumm sterben!

Rene Stämpfli

C1 ist primär für die zu druckende Fotografie und nicht die Videoproduktion gedacht. Das primäre Ausgabemedium sind deshalb auch nicht HDR Displays und Projektoren. Papier ist nun mal kein geeignetes HDR Ausgabemedium. Deshalb sind die HDR Standard auch in der Videooroduktion angesiedelt.

Andreas Schulz

Was meinst Du eigentlich mit “sehe … alle meine Fotos … bei über 1000 nits…”? Nit ist doch auch nur die Leuchtdichte. 1 Nit = 1 cd/m². Willst Du uns sagen, dass Dein Monitor auf 1.000 cd eingestellt ist?

Rene Stämpfli

Vermutlich will er damit sagen, dass er seine HDR Bilder auf einem HDR10 Monitor mit einem 10bit AD Konverter (entspricht 10 Blendenstufen) und 1000 Nits max. möglicher Helligkeit schaut.

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