Der Kamerahersteller aus Wetzlar legt neue Zahlen vor. Zölle und Wechselkurse hinterlassen sichtbare Spuren.
Die Leica Camera Gruppe hat im Geschäftsjahr 2025/2026 einen Umsatz von 573 Millionen Euro erzielt und liegt damit 3,8 Prozent unter dem Vorjahr. Das Unternehmen beendet damit eine Serie von vier Rekordjahren, zuletzt mit 596 Millionen Euro.
Verantwortlich macht Leica geopolitische Unsicherheiten, nachteilige Wechselkurseffekte und verschärfte Zollregelungen. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum von April 2025 bis März 2026.
Deutschland trägt das Wachstum, das Auslandsgeschäft bremst
Den größten Einfluss auf die Umsatzentwicklung hat der Kernbereich Foto. Der Bereich Mobile wuchs erneut kräftig, die Nachfrage in der Sportoptik blieb stabil, und Uhren, Heimkinoprojektoren und Brillengläser entwickelten sich nach Unternehmensangaben positiv.
Zugelegt hat Leica vor allem im Heimatmarkt Deutschland, in den Auslandsmärkten schlugen die wirtschaftlichen Unsicherheiten durch. Das Onlinegeschäft steuerte rund 5 Prozent mehr bei als im Vorjahr.
“Die Geschäftsentwicklung zeigt die erfolgreiche strategische Ausrichtung der Leica Camera Gruppe mit innovativen Kameras im Premiumsegment und der Ansprache neuer Zielgruppen”, sagt Andreas Voll, der das Unternehmen seit dem 1. April 2026 führt. Das berichtete Geschäftsjahr verantwortete noch sein Vorgänger Matthias Harsch.


Vier neue Kameras und das erste Smartphone außerhalb Japans
Leica brachte im Oktober 2025 die M EV1, die erste M-Kamera mit elektronischem Sucher, dazu die Q3 Monochrom mit reinem Schwarz-Weiß-Sensor. Im November folgte die robuste SL3 Reporter für 7.200 Euro, im Januar 2026 das Noctilux-M 1:1,2/35 ASPH. für 8.950 Euro.
Im Februar 2026 stellte Leica das Leitzphone powered by Xiaomi vor. Die früheren Leitz Phones entstanden mit Sharp und blieben Japan vorbehalten, dieses Modell verkauft Leica international. Dazu kamen der Miniprojektor Cine Compact 1 und das Fernglas Ultravid White Ocean.

Jubiläum, Auktionsrekord und ein offener Eigentümerwechsel
Das 100-jährige Jubiläum der ersten Leica nutzte das Unternehmen für limitierte Editionen und 24 internationale Ausstellungen. Bei der Leitz Photographica Auction erzielte die 0-Serie Nr. 112 im Juni 2025 einen Preis von 7,2 Millionen Euro, das zweithöchste je für eine Kamera gezahlte Ergebnis.
Ungeklärt bleibt, wem Leica künftig gehört. Blackstone verhandelt über seinen Anteil von 45 Prozent, als Favorit gilt der chinesische Investor HongShan, der Berichten zufolge auch die 55 Prozent der Familie Kaufmann übernehmen will.
Bild: Declan Sun


Jetzt noch schnell einige Kamera-Sondereditionen mit schöööönen (???) Gravuren heraus bringen…….
Preise noch weiter erhöhen, dann stimmt auch der Umsatz wieder.