Die DJI Neo 2 überzeugt in ersten Tests mit verbesserter Hinderniserkennung und stabilerer Kamera, bleibt aber bei Foto-Features limitiert.
Über die DJI Neo 2 hatte ich hier im Blog schon vor gut einer Woche berichtet, falls ihr euch also für die harten Fakten der technischen Ausstattung interessiert, schaut euch am besten den verlinkten Artikel an. An dieser Stelle habe ich ein paar Testberichte der Kollegen zusammengetragen, um euch die Kaufentscheidung zu erleichtern.
Nach dem globalen Launch der DJI Neo 2 zeigen sich internationale Tester begeistert von den Fortschritten der 151 Gramm leichten Drohne. Das größte Upgrade ist die omnidirektionale Hinderniserkennung mit LiDAR-Sensor, die Techradar als herausragende Verbesserung hervorhebt. Diese Funktion reduziert das Absturzrisiko bei einer so kompakten Drohne erheblich und macht sie deutlich sicherer als den Vorgänger.
Der neue 2-Achsen-Gimbal sorgt wohl für spürbar stabilere Aufnahmen. Videos entstehen nun in 4K/60p HDR-Qualität, was die Tester als solide bewerten. Bei Fotos zeigt sich jedoch eine klare Grenze: Die Neo 2 schießt ausschließlich 12-MP-JPEG-Bilder ohne RAW-Unterstützung.
Die Bildqualität hat sich laut Notebookcheck spürbar verbessert, zeigt aber weiterhin die Grenzen des kleinen Sensors. Bei schwierigen Lichtverhältnissen wie Gegenlicht oder starken Kontrasten kämpft die Kamera mit Bildrauschen und überbelichteten Bereichen. Der automatische Weißabgleich arbeitet nicht immer präzise, und der begrenzte Dynamikbereich führt zu ausgewaschenen Highlights. Bei normalen Lichtverhältnissen liefere die Neo 2 jedoch solide Ergebnisse, auch wenn sie deutlich hinter DJIs höherpreisigen Modellen zurückbleibt.




Besonders punktet die Neo 2 bei der Benutzerfreundlichkeit. Sie lässt sich als fliegende Selfie-Stange von der Handfläche starten und dank intuitiver QuickShots selbst von Einsteigern mühelos bedienen. Sogar Kinder könnten die Drohne problemlos steuern. Die praktischen Gesten- und Sprachsteuerungsoptionen vereinfachen den Umgang zusätzlich und machen komplexere Aufnahmen ohne Fernsteuerung möglich.
Die Grenzen werden allerdings professionellen Ansprüchen deutlich. Die Akkulaufzeit von nur 19 Minuten muss man wohl als Kompromiss der ultraleichten Drohne hinnehmen. Zusätzlich kritisieren Tester die lauten Propeller und begrenzten manuellen Einstellmöglichkeiten. Für ernsthafte Fotografie fehlen wichtige Funktionen wie RAW-Support und erweiterte Farbprofile, was die Neo 2 klar als Consumer-Produkt positioniert.
Mit einem Preis von 239 Euro (und damit 40 Euro mehr als für die erste Generation) bietet die Neo 2 laut Digital Camera World ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Tester empfehlen sie ideal für Einsteiger und Social-Media-Creator, die eine sichere, einfach zu bedienende Drohne suchen. Für anspruchsvolle Foto- und Videografie raten sie jedoch zu größeren DJI-Modellen wie der Mini 5 Pro oder Flip, die mehr professionelle Features bieten, dafür jedoch auch weit mehr kosten.
- DJI Neo 2 (nur Drohne): 239 Euro
- DJI Neo 2 Fly More Combo: 399 Euro
- DJI Neo 2 Motion Fly More Combo: 579 Euro
