Objektive Canon Nikon Sigma

Sigma: Objektive für Nikon Z und Canon RF ab 2021 (Gerücht)

Sigma wird angeblich im Jahr 2021 erste Objektive für spiegellose Vollformatkameras von Nikon und Canon anbieten, das deuten neue Berichte an.

2021: Ausbau der spiegellosen Systeme

Canons und Nikons Fokus wird auch im Jahr 2021 wieder voll und ganz auf dem Bereich der spiegellosen Vollformatkameras liegen, da kann man sich absolut sicher sein. Canon scheint insgesamt bei der Umstellung von Spiegelreflexkameras zu spiegellosen Systemkameras noch etwas “gnadenloser” vorgehen zu wollen, während Nikon den Bereich der DSLRs Gerüchten zufolge im Jahr 2021 zumindest mit einigen Neuheiten pflegen möchte. Doch schlussendlich werden beide Hersteller im kommenden Jahr einige neue RF- bzw. Z-Objektive auf den Markt bringen, das steht fest.

Z-Objektive & RF-Objektive: Sigma plant Einstieg

Objektive von Drittherstellern, die für Canon EOS R und Nikon Z geeignet sind, waren in den letzten Monaten und Jahren tendenziell Mangelware. Im Jahr 2021 könnte sich das allerdings ändern. Nachdem es in der letzten Woche bereits Gerüchte zu einem Autofokus-Objektiv für Nikon Z aus dem Hause Viltrox gab, sind nun neue Berichte aufgetaucht, in denen es um Sigma geht. Eine zuverlässige Quelle hat nämlich gegenüber Nikonrumors bestätigt, dass Sigma für das Jahr 2021 den Einstieg in den Bereich der Nikon Z Objektive und Canon RF Objektive plant.

Im Februar 2020 hatte Sigma in einem Interview durchblicken lassen, dass man sich noch nicht sicher ist, ob man Objektive für die Vollformat-DSLMs von Canon und Nikon entwickeln möchte. Der Trend hin zu spiegellosen Vollformatkameras ist im Laufe des letzten Jahres aber nicht abgeflacht, im Gegenteil. Für Sigma könnte das das ausschlaggebende Signal gewesen sein, mit der Entwicklung von entsprechenden Objektiven zu beginnen.

Auch Tamron wird ab 2021 vermutlich Z-Objektive anbieten. Im nächsten Jahr könnte sich das Angebot an Objektiven für spiegellose Vollformatkameras von Canon und Nikon also deutlich erweitern – und zwar nicht nur durch originale Objektive, sondern auch durch die Gläser von Drittherstellern.

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joe

Samyang macht schon RF-Optiken zu Spottpreisen. Habe das 85/1.4. Für umgerechnet 570.-€ ist es sensationell und es hat – sofern man das nach einer Woche schon sagen kann – für mich nur einen Nachteil, eine Naheinstellgrenze von 90cm.

joe (Nr. 2)

Das Samyang ist doch nur ein EF-Objekt mit RF-Bajonett, weswegen auch nicht alle RF-Features unterstützt werden.

Sicher ein gutes Objektiv, aber nicht das Ende der Fahnenstange.
Autofokus ist nicht besonders und die Farben finde ich auch nicht immer schön. Persönlich würde ich da 300 € mehr für eine Sigma-Variante hinlegen.

Allgemein:
Natürlich sollte die Firma Sigma Objektive für den Marktführer rausbringen. Wäre doch dumm, wenn nicht.
Daher ist das Interview aus 02/2020 ganz schön Populismus.

joe

Was genau wird nicht unterstützt? Habe bis jetzt nichts davon bemerkt? Es hat keinen zusätzlichen Kontrollring wie die Canon RF Objektive, alles andere funktioniert soweit ich das bis jetzt beurteilen kann wie bei meinen Canon RF-Objektiven.

joe (Nr. 2)

Die von mir erwähnten kleinen Einschränkungen sind sicherlich kein Hindernis für einen Kauf. Wollte es eben nur erwähnt haben, dass es sich um ein RF-Objektiv mit EF-Protokoll handelt.

Die Sigma Art-Serie bei Sony ist ja auch nur eine adaptierte Canon-Version. Sprich, nicht unüblich auf dem Markt.

Zu den Einschränkungen:
Die Sucher Schnell Anzeige funktioniert nicht und auch ist die Sucherabdeckung etwas eingeschränkter.

Siehe hierzu:
https://www.dslr-forum.de/showpost.php?p=15893157&postcount=40

joe

Joe, Danke für den Hinweis. Habe jetzt mal selbst “nachgemessen”. An meiner RP fokussiert das RF 70-200/2, gemessen auf dem Monitor, sowohl seitlich als auch oben und unten bis 4mm vom Rand. Das Samyang fokussiert seitlich bis 7mm vom Rand und 4,5mm zum oberen bzw. unteren Rand. Das ist tatsächlich eine Abweichung, aber eine sehr kleine Einschränkung mit der ich gut leben kann, da ich sehr selten ganz am Rand fokussiere. Habe auch nochmal Testfotos gemacht. Es ist schon bei Offenblende extrem scharf und im Gegensatz zu Dir finde ich die Farben – zumindest bei meinen Portraittests – sehr gut. Also ich hätte das Samyang 85mm f/1.4 zwar nicht unbedingt gebraucht, aber für umgerechnet 570.-€ (619.-CHF), ist es meiner Meinung nach fast geschenkt. Das Einzige was mich ein bisschen stört ist die Naheinstellgrenze von 90cm.

joe

Nicht 70-200/2 sondern muss natürlich heissen 28-70/2, war in Gedanken wohl woanders

Nico

Hi, ich hab das ef85 1.4 von samyang und benutze es mit Adapter an der eos r.
Ich denke das ist das gleiche, nur dass bei der rf Version der Adapter quasi integriert ist.
Mit der schärfe bin ich auch sehr zufrieden.
Mir ist aufgefallen dass der Autofokus bei schlechten Licht nicht besonders gut ist.
Außerdem haben die Bikder bei mir immer einen Orange-grün stich.
Das nervt beim Bearbeiten…
Weil ich aber hauptsächlich eh keine Menschen fotografiere kann ich damit leben. Ich glaube aber trotzdem dass es eben kein “richtiges” rf Objektiv ist sondern nur ein adaptiertes ef.
Der Unterschied ist vielleicht, dass man ein “richtiges” rf objektiv kleiner hätte konstruieren können.

Jupp

Die Übertragungsgeschwindigkeit und das Datenvolumen des EF-Protokoll ist gegenüber dem RF-Protokoll, geringer. Das RF-Protokoll ist insgesamt leistungsfähiger und dass muss es auch sein, da die Aufgaben, die von Objektiven allgemein komplexer werden und dies eine schnelle Kommunikation zwischen Objektiv und Body erforderlich macht.
Wir nutzen ja auch kein 768Kbit DSL-Anschluss mehr, weil er kaum noch sinnvoll nutzbar ist. Zu seiner Einführung war dies eine Revolution und galt als superschnell. Die Angebote im Web haben sich derweilen stark verändert und so genügt selbst ein 16Mbit DSL kaum noch aus. Ich denke, Canon und auch NIKON haben sich mit der Veränderung ein Fundament für zukünftige Optionen geschaffen. Ob man den Potentialunterschied zwischen RF und EF Protokoll derzeit erkennen kann, bleibt genauso fraglich, ob vermeidlich ausgemachte Limits des EF-Protokoll, ursächlich überhaupt auf das Konto des verwendeten Protokolls geht, oder andere Ursachen für das Defizit verantwortlich sind. Tatsächlich kennen die Wahrheit nur die Hersteller. Alles andere ist schlicht Spekulation.

Tim

Ich warte da schon sehr lange darauf! Wollte nämlich schon seit geraumer Zeit von meiner Aps-C auf Vollformat-Speigellos wechseln, jedoch finde ich die Herstellerobjektive meist sehr teuer. Wäre super wenn Sigma diesen Schritt macht und ihr sehr gutes Glas für diese Mounts verkauft.

joe

Hallo Tim, wenn Du mit APS-C zufrieden bist brauchst Du nicht unbedingt auf VF wechseln. Allerdings hat VF eben auch durch die speziellen Objektive (28-70/2.0) und die etwas geringere Tiefenschärfe gewisse Vorteile, die aber an anderer Stelle zu kleinen Nachteilen führt (Tele oder Makro). Bei den Objektiven gibt es allerdings preislich bereits recht attraktive Angebote, 35mm f/1.8 Makro, 50mm f/1.8, 85mm 2.0 Makro (oder alternativ das Samyang 85/1.4 – leider 90cm Naheinstellgrenze). Die drei zusammen kosten gerade mal etwas mehr als 1’000.-€. Und auch im Telebereich sieht es sehr gut aus mit preislich günstigen Angeboten. Das Kit Zoom gibt es gebraucht ab 200.-€. Die RP kriegt man gebraucht um die 6-700.-€, neu für ca.900.- inklusive Adapter für EF/EF-S und auch für die R gibt es interessante Angebote. Das tiefste das ich gesehen habe waren 1’300.-. Ich warte ja noch auf meine R5 – und es scheint noch etwas zu dauern bis Canon lieferfähig ist – und fotografiere deshalb mit der RP, mit der ich super Bilder mache und ich weiss nicht ob die mit der R5 wirklich besser geworden wären. Übrigens, die RP hat trotz des geringen Preises Fotostacking in der Kamera, was die R nicht hat!

...

Kleinbild macht in meinen Augen nur noch Sinn wenn man auf Freistellung im weitwinkelbereich steht. Sprich 24 1.4 bis 35 1.4 bildlook. Das kleinbild weniger rauscht und soooo viel mehr Dynamik hat ist ein alter Hut.

joe

Die Freistellung bei KB ist bis 100mm Brennweite merklich besser und bleibt auch bei höheren Brennweiten besser allerdings ist dann der Unterschied nicht mehr so gravierend. Und selbstverständlich rauscht Kleinbild bei gleicher Pixelzahl erheblich weniger und selbstverständlich ist auch der DR immer noch besser. Wo APS-C punktet ist bei Tele und zum Teil bei Makro, wenn Fotostacking nicht möglich ist! Und trotzdem, wenn man mit seinen APS-C Fotos zufrieden ist, dann muss man weder Gedanken noch Geld an VF verschwenden.

Jupp

Aber das geringere Rauschen bedeutet im Umkehrschluss, dass der VF-Sensor mehr Licht einfangen kann und damit empfindlicher ist als ein Sensor mir kleinerer Fläche. Auch das Dynamikverhalten ist bei größeren Sensoren besser – und ja, es ist ein alter Hut, aber eben immer wieder relevant, da sie Entwicklung der Sensoren nicht zum Stillstand gekommen ist.
Die Betrachtung und Beurteilung ist demnach ein ständiger Prozess und die Bewertungsergebnisse sind nicht in Stein gemeißelt.
Ob ein Bildformat Sinn ergibt oder nicht, unterliegt mehr als nur den kreativen Kriterien, wenn gleich Freistellungspotential und der Ultraweitwinkel schon angeführt wurde.
Kein Sensor hat Multipurpose-Eigenschaften. Es bleibt abzuwägen, welches System man für welche Aufgabe einsetzt.
All dass ist ein alter Hut – wie es für die Fotografie insgesamt gilt. Es ändert aber nichts daran, dass die Fotografie gerade spannende Zeiten und einem Wandel unterläuft. Da darf man auch mal über “alte Hüte” sprechen.

Mario

Sigma täte sehr gut daran, die neuen Mounts zu bedienen. Der Wechsel von EF zu RF ist auch bei den Kunden angekommen und die R’s verkaufen sich sensationell gut. Die Krux für Sigma ist jetzt die Zeit. Wer auf Z oder R umsteigt, möchte auch zügig neue Gläser haben, Adapter hin oder her. Auch darf Sigma nicht einfach portieren, sprich den Adapter einfach nur fest an das Objektiv anflanschen. Die Sigmas sind bereit schwere Glasbomber und diese verlängerten Objektive fühlen sich (siehe bei Sony), an einer DSLM einfach nicht gut an. Ein RF (oder Z) 85mm, ein 70-200mm oder ein 24-70mm kauft man nicht nochmal neu, wenn Sigma ein neues Objektiv veröffentlicht. Mit jedem Tag verliert man seine potentielle Kundschaft an die Hersteller.

Archie

Beiden Systemen würde eine Konkurrenz durch namhafte Dritthersteller sicher gut tun. Nicht nur, dass die erfahrungsgemäß erfolgreich Lücken im hauseigenen Portfolio schließen und damit das Angebot bereichern, sondern auch, dass dann Objektive zu vernünftigen Preisen zur Verfügung stünden. Wenn man sich anschaut, was Nikon etwas für das – sicher ausgezeichnete – 14 -24 F/2.8 verlangt, dann wird das nur noch von Sony mit dem – etwas weitwinkeligeren – 12-24 F/2.8 getoppt. Die mit dem Nikkor vergleichbare für spiegellose Kameras neu gerechnete Sigma-Linse kommt da schon ganz anders daher, grob gerechnet zum halben Preis. Unabhängig von diesen Überlegungen macht ein breites Angebot an Objektiven jedes Kamerasystem attraktiver und davon profitieren auch die Kamerahersteller.

Michael

Bitte, bitte ein RF 14mm F1.8…gerne auch 1.4 🙂
Bitte Sigma 🙂 Und wenn das einen Controllring bekommt, dann wird es direkt vorbestellt!

Thorsten

Es handelt sich um ein Gerücht.
Erst vor wenigen Monaten hat sich ein Panasonic- Sprecher dahingehend geäußert, das sie keine Objektive für Nikon Z- Mount planen.
Einen Grund hat er auch genannt:
Nikon verheimlicht im Gegensatz zu Sony und L- mount (Sigma ist Mitglied der L- mount Allianz) die Übertragungsprotokolle zwischen Kamera und Objektiv, eine Entwicklung wäre dadurch deutlich aufwändiger und teurer und rechnet sich für Sigma bei dem geringen Marktanteil des Nikon Z- Mount nicht.
Das gleiche sagte er zu Fuji, daraufhin hat Fuji verkündet, die Protokolle in Zukunft offen legen zu wollen. Von Nikon habe ich nichts dergleichen vernommen.

Thorsten

Muss natürlich Sigma Sprecher in der ersten Zeile heißen

Stefan-Do

Ich erwarte keine für einen einzelnen Hersteller maßgeschneiderte Objektive. Wir sollten drei Aspekte betrachten. optische Kompatibilität mechanische Kompatibilität elektrische Kompatibilität optische Kompatibilität Früher hatten die großen Objektivhersteller Objektive für die verschiedenen Sensorklassen hergestellt, Vollformat, APS-C und MFT. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Objektivrechnung für die gegebenen Auflagemaße und Bajonettdurchmesser aller Kameras der Klasse passt, beim Vollformat z.B. für das Auflagenmaß von 46,5 mm und den Durchmesser von 44 mm – beides Nikon F. Seit Juli 2019 stellt Sigma nur noch Objektive für spiegellose Kameras her, Bezeichnung DN, bisher nur für Sony-E und Leica-L. Hier ist/war die Grenze das Auflagenmaß von 20 mm, Leica-L und der Durchmesser von 46,1 mm, Sony-E. Der größere Bajonettdurchmesser von Leica-L wurde nicht berücksichtigt, es gibt keine Objektive, die nur für Leica-L passen, nicht aber für Sony-E. Daher gehe ich davon aus, dass die Möglichkeiten, die die Durchmesser von Canon RF, 54 mm, oder Nikon-Z, 55 mm, böten, ungenutzt bleiben. mechanische Kompatibilität In den letzten Jahren haben sich die Hersteller daran erinnert, dass man auch am Objektiv Einstellungen vornehmen kann. Früher wurden Blende und Schärfe über das Objektiv gesteuert, heute gibt frei belegbare Knöpfe und Ringe. Einige Sony-Objektive haben eine Fokussperrtaste, Canon einen Control Ring… Weiterlesen »

Ralle Art

Jetzt mal eine Frage? Wo sind die z Objektive denn zu teuer? Egal welches man nimmt, es ist in den Tests immer das beste. Man darf nicht vergessen das Nikon ursprünglich ein objektivhersteller war. Und bei Nikon weiß man das die Dinger nach ein paar Jahren auseinander fallen.
Liebe Grüße

Matthias

…dass die Dinger bei Nikon nach ein paar Jahren auseinander fallen, habe ich immer schon vermutet. Lassen die denn bei
Sigma produzieren und klatschen nur ihr Label drauf? :-))