Objektive Neuheiten

TTArtisan: Neue Objektive für Vollformat und Leica M

Wer auf der Suche nach einem Porträt-Objektiv für Vollformat oder einem Weitwinkel für Leica M ist, wird bei den neuen Angeboten von TTArtisan fündig.

Lichtstarkes Vollformat-Objektiv oder Weitwinkel für Leica?

TTArtisan kam hier auf Photografix in der Vergangenheit eher seltener vor, dabei hat der chinesische Hersteller ein wachsendes Portfolio an recht preiswerten Objektiven im Angebot. Jetzt gesellen sich neue Modelle für Vollformat-Kameras und das Leica-M-Bajonett hinzu.

TTArtisan 90mm f/1.25 für Vollformat

Das neue TTArtisan 90mm f/1.25 für Vollformat ist praktisch baugleich zum bereits letztes Jahr erschienenen 90mm mit gleicher Lichtstärke, das für Leica M auf den Markt kam. Es macht aufgrund der Brennweite natürlich vor allem Porträtfotografen glücklich, die angesichts der manuellen Einstellung von Blende und Fokus allerdings flotte Finger beweisen müssen.

TTArtisan hält sich mit der Veröffentlichung von Autofokus-Objektiven noch ziemlich zurück, im September 2021 hat das Unternehmen das erste mit dieser Funktionalität vorgestellt. Das Vollformat-90mm f/1.25 ist für die Bajonette Sony E, Hasselblad XCD, Fujifilm G, Nikon Z und Canon RF verfügbar und besitzt eine unverbindliche Preisempfehlung von 599 Euro. Damit ist es wenig überraschend deutlich günstiger als das Leica-M-Pendant und bringt 1.013 Gramm auf die Waage.

TTArtisan 28mm f/5.6 für Leica M

In einem ähnlichen Zeitraum hat TTArtisan ein neues Objektiv explizit für Leica M präsentiert. Das TTArtisan M 28mm f/5.6 passt farblich vor allem zu einer silbernen Ausgabe der Messsucherkamera und hat eine Naheinstellgrenze von 100 Zentimetern. Drei der sieben Linsenelemente bestehen laut Hersteller aus Spezialglas, die zu einer geringeren Verzeichnung führen sollen. Ab Mitte Januar ist das M 28mm f/5.6 voraussichtlich zu einer UVP von 379 Euro erhältlich.

Des Weiteren hat TTArtisan auch eine L-Mount Variante des 23mm f/1.4 für APS-C-Kameras vorgestellt, für andere Anschlüsse (Sony E, Fuji X, Canon EOS M und Micro-Four-Thirds) ist dieses Objektiv bereits im Dezember 2021 vorgestellt worden.

Ist eins der neuen TTArtisan-Gläser interessant für euch oder lasst ihr sie links liegen?

via: digitalkamera.de | digitalkamera.de | Photorumors

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Mirko

…von den oben aufgeführten besitze ich keins da ich weder mit Leica oder KB fotografiere, für APS-C dürfte ich wohl fast alle besitzen. (17,23,35 & 50mm) Ausgetauscht werden diese wenn Voigtländer die Brennweiten für Fuji anbieten sollte, wie geschehen bei 35mm

Maratony

Was hältst du von dem 17mm?

Mirko

Hallo Maratony,
für das Geld machst Du nichts verkehrt, natürlich kannst Du offen keine perfekte Randschärfe erwarten aber es ist keine Gurke. Ich benutze 17mm nicht sooo häufig und müsste mal in meinen Katalog schauen, CA fielen nicht stark aus und stark verzeichnen tut es auch nicht (habe allerdings auch keine Mauerwand fotografiert) Verarbeitung ist bei allen TTA die ich besitze 1a, da wackelt nichts, da kratzt nichts und quietschen tut auch nichts.
Fotografiere ja eh meist in JPEG, verwende “Metropolis” mit Körnung und dafür benötige ich keine 1.800€ Linse 🤪
Nur die passende Geli für das 17mm habe ich noch nicht gefunden da könnte TTA endlich mal mit Zubehör anfangen (oder ich habe es noch nicht gefunden)

Thomas Müller

Das 90mm/f1,25 mit Z-Anschluss finde ich hochinteressant, positiv ausfallende Tests mal vorausgesetzt. Habe mir erst vor einigen Wochen das manuelle Voigtländer 40mm/f1,2 zugelegt und bin ganz begeistert davon. Ein Portraitobjektiv mit dieser Lichtstärke als Ergänzung wäre wunderbar. Ist das aber tatsächlich richtig, was in Eurem Artikel steht, das TTArtisan soll 1,6kg wiegen? Wenn ich mir die Proportionen Grösse des Bajonetts sowie Länge und Durchmesser betrachte, kann ich das kaum glauben???

Mirko

habe mal nachgeschaut, 1031-1055 Gramm je nach Ausführung. Das Voigtländer 75/1.5 finde ich auch äußerst interessant, würde mich freuen wenn VL dieses auch für X Mount bringt

Thomas Müller

Danke Mirko für´s Nachschauen. Ich habe in der Zwischenzeit auch eine Gewichtsangabe gefunden, digitec.ch und Foto Koch geben 1013g an. Das scheint mir auch realistischer zu sein als 1,6kg. Ist aber trotzdem immer noch ein ganz schöner Klotz für ein 90er Objektiv. Ist dann eher nichts für Wanderungen, sondern tatsächlich ein Objektiv, das man ganz gezielt für Portraits verwendet und dazu muss man üblicherweise ja nicht stundenlang damit herumlaufen.

Das Voigtländer 75mm/1.5 ist schon alleine deshalb interessant weil es ein Voigtländer ist 😊. Ausserdem wiegt es weniger als Hälfte des TTArtisan. Einziges Problem, es hat ein Bajonett für den ich noch keinen Adapter habe. Ist aber tatsächlich eine Alternative, muss mich damit mal näher befassen 😊. Hast Du es schon ausprobiert?

Mirko

Stimmt dein VL ist ja für Sony dachte Du hättest schon die M Version. Bei uns in der Fotogruppe ist ein Voigtländer Fan und er besitzt das 75/1.5 (ich glaube an Sony) Es ist eine fabelhafte Porträtlinse mit tollen Bokeh, ich besitze das Iberit 75/2.4…von daher bin ich heiß auf diese Brennweite 😁

Thomas Müller

Meine Überlegung zugunsten des E-Anschlusses war, dass ich mir eher mal eine Sony zulegen würde als eine Leica M. Aber wenn es eine aussergewöhnlich gute Linse ist, dann wäre die Anschaffung eines weiteres Adapters kein Problem. Der Medap Adapter für Sony hat sogar den Vorteil sogar sehr gut mit AF-Linsen zu funktionieren. Ich glaube aber, von Megadap gibt es sogar einen ähnlichen Adapter für´s M-Bajonett. Dann muss ich mich doch tatsächlich mit dem 75er von Voigtländer näher befassen, wobei ich für Portraits einige zusätzliche mm Brennweite bevorzugen würde. Die Brennweite des TT würde mir deshalb eher zusagen, ich vermute aber, dass die optische Qualität eher für das Voigtländer sprechen dürfte.

So, mein neues Projekt ist damit geboren 😁 .

Ergänzung: Du gehst ja von APS-C und ich vom VF aus. Umgerechnet liegen wir mit unseren Vorlieben der Brennweiten fast gleichauf, an den Formatunterschied hatte ich eben gar nicht gedacht. Ich habe mir auch schnell ein Review von Schestag zum Iberit angeschaut, er spricht von qualitativ hochwertigen Ergebnissen mit dem Iberit. Klingt gut, und das Ding ist ja finanziell auch keine Investition für´s Leben. Das kann man sich auch mal zwischendurch für Fuji gönnen.

Mirko

ich will ja eigentlich an der Pro “adapterfrei” bleiben und warte noch ein wenig ab, falls aber nichts weiteres mehr kommen sollte werde ich mir wohl auch einen M Adapter zulegen müssen. Gibt ja so einiges welches ich gerne von VL haben möchte

Quantenrevolution

https://phillipreeve.net/blog/review-ttartisan-90mm-1-25/

Der M-Anschluss hat den Vorteil das man die Optiken an sehr vielen Kameras verwenden kann, denn nicht alle sind gleich gut geeignet!

Thomas Müller

Ist das tatsächlich so? Ich frage aus Unwissenheit zu diesem Thema ernst gemeint, welche Kameras ausser den M-Leicas sind dies? Oder meinst Du eine Verwendung an anderen Kameras mit einem Adapter für den M-Anschluss?
Auch vielen Dank für den Link, ein sehr interessanter Artikel zum TTArtisan!

Alfred Proksch

Servus Mirko,

bisher benutze ich für die Monochrome nur die zwei „Originale“ (35 und 75mm). Was mich interessieren würde ist wer die Voigtländer Objektive baut weil sie den TTArtisan doch sehr ähnlich sind. Genaueres wäre schön.

Im Weitwinkel Bereich möchte ich verzerrungsfreie Ware, im Porträt Sektor ist mir ein stimmig gesofteter Hintergrund wichtig. Hast Du Erfahrungen mit solchen TTArtisan oder Voigtländer Objektiven gemacht?

Zwar verwende ich gerne mal adaptiertes „Altglas“ aber gegen ein kleineres Objektiv mit M-Bajonett und Charakter hätte ich nichts einzuwenden, besonders weil die Preise bezahlbar sind.

Thomas Müller

Hallo Alfred, ich bin zwar nicht Mirko, kann Dir aber trotzdem mitteilen, wer die Voigtländer Objektive baut. Das ist Cosina aus Japan. Wenn ich richtig informiert bin, gehören die Markenrechte Ringfoto und es besteht für die Voigtländer Objektive eine Zusammenarbeit zwischen Cosina und Ringfoto.

Alfred Proksch

Danke Thomas Müller,

Cosina ist mir ein Begriff da haben wohl schon alle Hersteller im Auftrag arbeiten lassen. Voigtländer ist leider nur noch ein Marken Name. Über 1.600 Händler sind in Europa mit Ringfoto verbunden. Das ist ein Wort.

Trotzdem sind mir die Ähnlichkeiten TTArtisan/Voigtländer aufgefallen. Lässt Cosina auch schon aushäusig bauen?

Mirko

Hallo Alfred,
wie Thomas schon geschrieben hat steckt COSINA hinter Voigtländer und dies schon ziemlich lange. Ja das ein oder andere TTArtisans (APS-C Linie) erinnert einen zB. an das Voigtländer Heliar aber das war es dann auch schon. Mir fällt kein anderer Hersteller ein der so eine Auswahlmöglichkeit an gleichen Brennweiten hat und wo ich dann noch teilweise zwischen SC oder MC Vergütung wählen kann. Will ich “schärfe” so nimmt man das APO, will man Lichtstärke so greift man zum NOKTON (für mich dann die SC Version) und möchte man einen Mix aus beiden greift man zum ULTRON ( grob ausgedrückt) Dabei hat jede Serie seine eigene Charaktere aber bieten alle ein vorzügliches Bokeh und pfeffern schon bei moderater Blende feine Blendensterne ab.
Ich selber bekomme mein Voigtländer fast garnicht mehr von der Kamera runter und mir fehlen die Vergleiche zu anderen Voigtländer aber jemand meinte, beim 35/1.2 für Fuji ist es Voigtländer gelungen Nokton,Ultron und Apo in einen Objektiv zu vereinen

Thomas Müller

Gerne 👍

Rolf Carl

Ist der rote Leica-Kleber dabei oder muss man denn extra kaufen?

Peter Braczko

Der sollte dann aber – falls vorhanden – überklebt werden?? Hab` ich hier so gelesen….

Leonhard

Muss man dann, wenn es ein Extra wäre das Ding erst drauf kleben, um es dann zu überkleben? Was eine Arbeit, bleibt besser bei Nikon, vor lauter Kleberei kommt man ja nicht mehr zum Fotografieren. Aber ich muss Euch mal tadeln, ihr Purschen, nur weil man den Sinn eines roten Punktes nicht verstehen kann hat der deswegen ja vielleicht ja doch einen, meine Herren Lästerer! Hierzu habe ich mal folgende Geschichte gehört: In Boston hat man mal einem von Hinten durch den Kopf geschossen, der ist aber nicht umgefallen. Da dies außergewöhnlich ist kam der sofort in die Unikliniken, dort haben die den auf einen Stuhl gesetzt und sofort die Ursache gefunden, der hatte noch ein rein mechanisches Gehirn, durch den Schuss war nur eine Schraube locker, vielleicht auch schon vorher, spielt aber keine Rolle für die folgende OP: Da das Einschussloch in der Regel kleiner ist aus das Austrittsloch haben die den Mann von vorne operiert, erst vorsichtig mit einem Gewindeschneider ein größeres Schraubengewinde und dann eine neue Titanschraube eingeschraubt, allein die Schraube hat das Hirn auf doppelten Wert gebracht. Da seine Frau meckerte, der Alte hätte noch nie durchgeblickt wurden dem hinter den Augen 2 Bildsensoren von Panasonic… Weiterlesen »

Henry333

Was für eine Phantasie. Unglaublich…
Tolle Geschichte!

Markus B.

Genial die Chinesen. Da bringen Sie für 300€ eine Kopie des legendären Leica Summaron M 28 5.6. Wow, das ist eine Ansage. Da werde ich fast schwach, weil ich immer noch auf der Suche nach einer kleinen kompakten 28er Festbrennweite für meine M bin. Ich warte mal die ersten Tests ab. Aber wenn es nur halbwegs hält, was es verspricht, dann wird es ein „No-Brainer“…

Peter Braczko

Blende 5.6 als Anfangslichtstärke?, Mindesteinstell-Entfernung 100 Zentimeter (also ein kompletter Meter)? – und das für ein Weitwinkel?! Bauartähnlich die Alternative von Leica, zu haben für den “Schnäppchenpreis” von 2.550 Euro?! Das jetzt hier ohne einen weiteren Kommentar!

Henry333

Kann es sein das man vier, fünf oder achttausend für einen Body ausgibt sich dann für ein solches Objektiv interessiert sogar über einen Kauf nachdenkt…
Für mich ist das irgendwie nicht stimmig, für den Body das bis zu zwanzigfache des Objektivs. An eine gute Kamera gehört im Idealfall ein mindestens gleichwertiges Objektiv jedenfalls wenn man seinen sauteuren Body nicht limitieren möchte.
An den Werten kann es eigentlich nicht liegen, jedes andere kann ich auch auf f5.6 einstellen. Die Naheinstellgrenze geht gar nicht, auch bei Street will ich manchmal näher als einen Meter ran, bleibt tatsächlich nur Landschaft. Es ist klein, aus Metall, gravierte Skalen, das ist aber auch alles. Ok, Schick sieht es wirklich aus.
Könnte es sein das der springende (rote) Punkt für den ein oder anderen ein ganz anderer ist?
 …Das es nämlich dem Orginal zum verwechseln ähnlich sieht…
 Hätte es das übliche Metall/Plaste Becher Aussehen wie wäre es dann kommentiert worden, wenn überhaupt. Nur ein paar amüsierte Gedanken.

Mirko

Ich glaube kaum das TTA es auf die Käufer einer M10/11 absieht, genauso wenig werden die Käufer einer M10/11 auf der Suche nach TTA sein. TTA zielt auf Leute ab die Bock auf Messsucher haben und die holen sich eine Gebrauchte