Die Kamera-App des iPhones soll deutlich flexibler werden. Apple lockert dafür eines seiner ältesten Designprinzipien.
Apple soll für iOS 27 eine grundlegende Umgestaltung der Kamera-App planen. Wie Bloomberg-Reporter Mark Gurman aus dem Apple-Umfeld erfährt, sollt ihr künftig selbst bestimmen, welche Steuerelemente in der Kameraoberfläche auftauchen und wo. Der Konzern will die neue Software-Generation am 8. Juni auf der WWDC vorstellen.
Frei wählbare Widgets statt fester Anordnung
Die Standardansicht soll dem Bericht zufolge zunächst unverändert bleiben, also mit Reglern für Auflösung, Nachtmodus, Blitz und Live Photos. Wer mehr Kontrolle möchte, kann zu einer „erweiterten” Ansicht wechseln oder sich die Bedienelemente aus einer ausklappbaren Übersicht selbst zusammenstellen. Den Zugang zu allen Bedienelementen verschiebt Apple dafür von der oberen rechten Ecke auf die rechte Seite des Auslösers.
Im Foto-Modus sollen sich Tiefenschärfe, Belichtung, Timer und Fotostile ergänzen lassen, gruppiert in die Kategorien “basic”, “manual” und “settings”. Jeder Aufnahmemodus bekommt eigene Widgets, dazu kommen eine neue Wasserwaage und zusätzliche Gitterraster.
Außerdem soll ein eigener Siri-Modus in die Kamera-App einziehen, über den ihr direkt auf Apples Visual Intelligence zugreifen könnt, etwa zur Pflanzenerkennung oder Übersetzung von Schrift im Bild.
Antwort auf den Pro-Trend im Android-Lager
Auffällig ist der Schritt vor allem deshalb, weil Apple seine Bedienoberflächen traditionell sehr eng vorgibt. Die strikte Reduktion ist sicherlich auch einer der Gründe dafür, dass das iPhone für viele zur meistgenutzten Kamera geworden ist. Wenige Tasten, schneller Auslöser, kaum Konfigurationsaufwand: Genau diese Simplizität bricht Apple im Kernbereich Fotografie nun bewusst auf.
Hintergrund dürfte die Konkurrenz aus dem Android-Lager sein, das sich zunehmend als Alternative zur klassischen Kompaktkamera positioniert, nicht nur Hardware-seitig wie zuletzt bei Oppo oder Vivo. Samsung bietet mit Expert RAW seit Jahren eine eigenständige Kamera-App mit manuellen Reglern, DNG-Ausgabe und Astro-Modus. Unter iOS füllen bisher Drittanbieter wie Halide oder Leica LUX diese Lücke.
Bei der Hardware geht es allerdings langsamer voran. Ein 200-MP-Sensor oder LOFIC-Technik für besseren Dynamikumfang werden bei Apple erst in den kommenden Jahren erwartet, während Android-Hersteller solche Komponenten längst verbauen.
iOS 27 fällt auch in eine Phase des Umbruchs bei Apple. Tim Cook übergibt am 1. September nach 15 Jahren das Ruder an John Ternus, der bisher die Hardware-Entwicklung verantwortet. Die finale Fassung von iOS 27 erscheint traditionell im Herbst, sie wäre damit das erste große Software-Release in der Amtszeit des neuen CEO.
Beitragsbild: Ozgu Ozden


die sollen den iPhone Usern endlich vollen Zugriff auf die verbaute Kamera geben,
Auto-Nachschärfung OFF,
Auto HDR “alles gleich hell” OFF
Auto Hautglättung “Gesichter aus Plastik” OFF
NON-Binned Zugriff auf die volle Auflösung der Kamera durch Dritt-Apps
DANKE